In den Nachkriegsjahren entstand in Magdeburg mit Unterstützung tatkräftiger Tierfreunde der erste Tiergarten.
Am 21. Juli 1950 öffnete der Magdeburger Heimattiergarten seine Pforten. 50 Säugetiere und 280 Vögel umfasste damals der Tierbestand. 1957 beschließt der Stadtrat den Ausbau des Heimattiergartens zu einem Zoo. Das Zoogelände wird im Jahre 1959 auf 20 Hektar erweitert und es erfolgt per Ratsbeschluss die Umbenennung zum Zoologischen Garten Magdeburg. Die erste Asiatische Elefantenkuh "Sonja" wird 1960 begeistert von den Magdeburgern empfangen.
Schon bald erwirbt sich der Zoologische Garten Magdeburg mit seinem exzellenten Tierbestand hohes Ansehen in den Fachkreisen und bei den Besuchern. Besonders die erfolgreiche Zucht von Spitzmaulnashörnern, südamerikanischen Krallenaffen, Luchsen und Großkatzen machen den Zoologischen Garten Magdeburg international bekannt.
Immer wieder zeigen die Magdeburger ihre enge Verbundenheit zu ihrem Zoo. 1991 wird unter spektakulären Umständen (Wette im Rahmen der Fernsehsendung „Jetzt oder nie“) ein Giraffenhaus gebaut. Tag und Nacht arbeiten viele Tierfreunde kostenlos an der Fertigstellung des Giraffenhauses mit. Auch für ein neues Menschenaffenhaus 1994 konnte der Zoo auf über 5000 Spender zählen.
Der Wandel von einem „klassischen Zoo“ zum Erlebniszoo mit einem Artenschutzzentrum hat in den letzten zwei Jahren begonnen. An über 43 Europäischen Erhaltungs- zuchtprogrammen und internationalen Zuchtbüchern ist der Zoologische Garten Magdeburg inzwischen beteiligt.