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Ausstellungen

Galerieausstellungen

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Hélène Delprat: To sleep to die, no more
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Galerie Carlier Gebauer
Berlin | 29.09.2018-17.11.2018
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Museumsausstellungen

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Paolo Roversi, Meg, Alaïa Dress, 1987 © Paolo Roversi
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Between Art & Fashion. Photographs from the Collection of Carla Sozzani

Museum für Fotografie / Helmut Newton Stiftung
Berlin | 02.06.2018-18.11.2018
Carla Sozzani, frühere Chefredakteurin der italienischen Elle und Vogue, hat über viele Jahre Fotografien gesammelt – und seit 1990 in ihrer Mailänder Galerie in enger Verbindung mit zahlreichen international renommierten Fotografen ausgestellt. So zeigte sie auch vier Ausstellungen mit Bildern von Helmut Newton: "Ritratti di donna" (1993), "Impressions, Polaroids" (1996), "Us and them" (1999), zusammen mit seiner Frau June, aka Alice Springs, und "Yellow Press" (2003). Die persönliche Freundschaft zwischen Carla Sozzani und Helmut Newton mündet 2018 in der Präsentation der vielschichtigen Sozzani-Sammlung in der Helmut Newton Stiftung unter dem Titel Between Art & Fashion. Seit der Galeriegründung vor 28 Jahren gab es bei Carla Sozzani Hunderte von Fotografie-Ausstellungen, u. a. von Annie Leibovitz, Sarah Moon, Paolo Roversi, David Bailey, Hiro oder David LaChapelle. Darüber hinaus finden zweimal jährlich Ausstellungen zu Architektur und Design, etwa zum Werk von Carlo Mollino, Verner Panton oder Yayoi Kusama, und schließlich Modepräsentationen, u. a. von Pierre Cardin, André Courrèges oder Paco Rabanne, statt. Manche der ausgestellten Werke gelangen anschließend in Sozzanis Sammlung, die heute annährend 1000 Werke umfasst und neben Modebildern auch Fotoexperimente von Berenice Abbott und Duane Michals, Akt-Porträts von Francesca Woodman und Daidō Moriyama sowie Stillleben von Man Ray und William Klein beinhaltet. So entstand über viele Jahre eine heterogene Sammlung mit Fokus auf klassischer Schwarz-Weiß-Fotografie, die wie ein Blick zurück in eine vergangene Zeit wirkt. Die Galerie Sozzani ist bis heute zentraler Bestandteil des von Carla Sozzani 1991 gegründeten ersten Concept Stores überhaupt: 10 Corso Como, mit Hauptsitz im Zentrum Mailands und inzwischen mit Ablegern in China, Korea und den USA. Die Galerie befindet sich seit 2016 unter dem Dach einer Stiftung. Between Art & Fashion wird nach Präsentationen in der Pariser Galerie Azzedine Alaïa und dem Schweizer Museum of Fine Arts Le Locle (kuratiert von Fabrice Hergott) in völlig neuer Zusammenstellung erstmals auch in Deutschland gezeigt und hält neben zahlreichen Bildikonen viele Überraschungen bereit. Aus dem umfangreichen Sammlungsbestand wurden über 200 Fotografien ausgewählt. Thematisch auf den aktuellen Ausstellungsort abgestimmt, werden einige Fotografen mit nur einer Arbeit präsentiert, andere mit einem kleinen Konvolut – eine Auswahl, in der es nicht um Vollständigkeit geht, sondern um Authentizität und Sichtbarmachung, um die Qualität autonomer und repräsentativer Bilder. In June’s Room sind anlässlich des 95. Geburtstages von June Newton alias Alice Springs etwa 40 bisher nicht gezeigte Porträts zu sehen, die aus dem Stiftungsbestand ausgewählt wurden.  ...
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Museum Ludwig, Foto: Thomas Riehle
Museum Ludwig, Foto: Thomas Riehle

Do­ing the Doc­u­ment: Fo­to­gra­fien von Diane Ar­bus bis Pi­et Zwart - Die Schenkung Barten­bach

Museum Ludwig
Köln | 31.08.2018-06.01.2019
Diane Ar­bus, Walk­er Evans, Lee Fried­lan­der, Au­gust San­der, Ta­ta Ronkholz, Al­bert Renger-Patzsch, Pi­et Zwart und zwölf weitere Po­si­tio­nen – all diese Fo­to­graf*in­nen eint ein doku­men­tarisch-kün­st­lerisch­er An­satz, der mit Do­ing the Doc­u­ment vorgestellt und zu­gleich be­fragt wird. Der Auss­tel­lungsti­tel löst be­wusst die vermeintlichen Ge­gen­sätze von „her­stellen (do­ing)“ und „doku­men­tieren“ auf, um die im­mer wied­er besch­worene „Krise der Repräsen­ta­tion“ im Werk von 20 Fo­to­graf*in­nen und deren Rezep­tion auszu­loten. Zu ver­danken ist diese Auss­tel­lung ein­er Schenkung von über 200 Werken deutsch­er und amerikanisch­er Fo­to­graf*in­nen durch die Köl­n­er Fam­i­lie Barten­bach, die die Samm­lung des Mu­se­um Lud­wig kür­zlich sub­s­tanziell er­weit­ert hat....
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Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Foto: Marcelo Hernandez
Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Foto: Marcelo Hernandez

„ZUR BELEBUNG DES KUNSTSINNS“

Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
Hamburg | 01.01.2018-01.07.2019
Das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG) gibt mit 40 Werken aus der eigenen Sammlung Einblicke in die Gründungsgeschichte des Kunstvereins in Hamburg, der 1817 aus einem Kreis von Kunstliebhabern und Sammlern hervorging. Neunzehn dieser umtriebigen „kunstsinnigen“ Hanseaten – darunter Michael Speckter, gehörten auch der Patriotischen Gesellschaft von 1765 an. Dies legt nahe, dass die kulturelle Belebung Hamburgs schon früh im Sinne derer war, die sich 1822 – dem Jahr der formalen Vereinsgründung – dafür stark machten. Die Durchführungen öffentlicher Kunstausstellungen und der Aufbau einer eigenen Kunstsammlung zählten zu seinen ambitionierten Zielen. Beides sollte helfen, den Blick der Kunstliebhaber, Sammler und jungen Künstler durch eigene An­schauung zu schulen. Mit dieser Entscheidung war ein erster wichtiger Schritt vollzogen und ein entscheidender Impuls für kommende Museumsgründungen gesetzt. Mit der Eröffnung der Hamburger Kunsthalle 1869 und des MKG 1877 entstanden die beiden ersten und größten öffentlichen Kunstmuseen Hamburgs zur „Beförderung der Künste“. Das MKG besitzt Bücher, grafische Blätter und historische Fotografien, die in unmittelbarer Verbindung zu jenen Menschen stehen, aus deren Mitte der Kunstverein in Hamburg hervorgegangen ist. Dazu zählen die Fabeln und Märchen mit den Illustrationen von Otto Speckter, wie zum Beispiel der „Gestiefelte Kater“. Viele dieser Bücher sind in Verlagen erschienen, die auf Perthes berühmte Sortimentbuchhandlung am Jungfernstieg folgten, dem heimlichen Zentrum von Hamburgs Geistesleben im frühen 19. Jahrhundert, wo sich auch die Kunstvereinsgründer einfanden.  ...
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Foto: Käthe-Kollwitz-Museum Köln
Foto: Käthe-Kollwitz-Museum Köln

Eva Besnyö: Photographien

Käthe-Kollwitz-Museum Köln
Köln | 21.09.2018-09.12.2018
Anlässlich des Festivals der Internationalen Photoszene Köln und der photokina 2018 setzt das Käthe Kollwitz Museum Köln seine Reihe von Photographie-Ausstellungen fort und präsentiert Arbeiten von Eva Besnyö (1910 Budapest – 2003 Amsterdam). Eva Besnyö war eine begnadete Photographin und politisch engagierte Zeitgenossin. Im Budapester Atelier von József Pésci erwarb sie ihr photographisches Rüstzeug. Berlin öffnete ihr zu Beginn der 1930er Jahre die Augen für die Ästhetik der modernen Photographie. In Amsterdam erfuhr sie das Ansehen einer Meister-photographin, noch bevor ihr nach der Verfolgung als Jüdin und dem Überleben im Versteck in den 1950erJahren ein beruflicher Neustart gelang....
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Foto: Bildarchiv Georg Kolbe Museum, Foto: Enric Duch
Foto: Bildarchiv Georg Kolbe Museum, Foto: Enric Duch

Zarte Männer in der Skulptur der Moderne

Georg Kolbe Museum
Berlin | 19.09.2018-04.02.2019
Das Georg Kolbe Museum widmet seine diesjährige Herbstausstellung anlässlich des Themenwinters 1918/2018 den zarten Männern in der Skulptur der Moderne – u.a. in Werken von Aristide Maillol, George Minne, Hermann Blumenthal, Wilhelm Lehmbruck, Georg Kolbe und Gerhard Marcks. In auffallender Vielzahl bearbeiteten die Bildhauer seit der Jahrhundertwende den Topos des unversehrten, aber verletzlichen Jünglings. Die Konzeption eines empfindsamen männlichen Körperideals erscheint als bewusste Gegenbewegung zu den heroisch-starken Männerbildern der Zeit. Ihre demonstrative Wehrlosigkeit steht in innerem Widerspruch zur Brutalität der äußeren Wirklichkeit. Mit der modernen Skulptur zog eine neue Körperlichkeit in die bildende Kunst ein, die als Ausdruck eines freiheitlichen Lebensgefühls begriffen wurde. Neben tänzerisch bewegten Frauenakten finden sich starke, sportlich sehnige Männer als Idealbilder ihrer Zeit – und in auffallender Vielzahl zarte Jünglingskörper, denen ein melancholisches Ideal der Schwäche und Verletzlichkeit innewohnt. In einem Umfeld des kriegerisch-militanten Selbstbewusstseins der späten Kaiserzeit und noch junger Demokratiebewegungen suchten die, vorwiegend männlichen, Künstler nach Verfeinerung von Körper und Geist. Der Kult um die Jugend, der sowohl in militanten wie in pazifistischen Kreisen in der Zeit um 1900 blühte, beflügelte dieses Ideal des zarten Mannes. In Figuren von Thomas Mann, Rainer Maria Rilke und Georg Trakl oder im Kreis um Stefan George finden sich in der Literatur zahlreiche Parallelen zu diesen ungewöhnlich sanften Männerbildern. Bereits im 19. Jahrhundert kam es mit der Klassik zu einer Rückbesinnung auf die Antike. Beispielsweise mit der Figur des Amors, des Narziss‘ oder des Pygmalion sind zarte Jünglingsfiguren bekannt, die sich großer Beliebtheit in öffentlichen und vor allem auch privaten Skulpturensammlungen erfreuten. Die moderne Skulptur löste sich jedoch von solchen narrativen Zusammenhängen und bot offener als zuvor Menschenleiber, die von einem inneren, wie äußeren Begehren durchdrungen sind. Die zarten Männer von Lehmbruck, Blumenthal und Minne versinnbildlichen ein Erwachen, begegnen jedoch ebenso einem Zweifel an ihrer Zeit: mit einer schönen Linie. Georg Kolbes Denkmalsentwürfe zum Ersten Weltkrieg zeigen nicht Krieg und Verwüstung, prangern nicht das Elend an, sondern würdigen die in der Realität oftmals noch fast jugendlichen Opfer und überhöhen sie zu überirdischer Schönheit. In der Konzeption von feingliedrigen männlichen Helden schuf der Bildhauer vergeistigte Gegenbilder zur Kriegsrealität. Lehmbrucks „Gestürzter“ von 1915/16 markiert in vielfacher Hinsicht einen Wendepunkt in der Körperauffassung moderner Skulptur – darüber hinaus jedoch auch in ihrer Haltung zu den Umständen der Zeit, in deren Kontext sie gesehen werden muss. Danach erscheint die schönlinige Darstellung des unversehrten Körpers angesichts der Zeitumstände mindestens weltabgewandt, wenn nicht sogar anachronistisch oder reaktionär. Mit Werken von Herrmann Blumenthal, Joachim Karsch, Gerhard Marcks oder Renée Sintenis formiert sich jedoch eine neuere Bildhauerei, die das Verletzliche, teils innerlich wie äußerlich Verletzte, in ihren sanften Körperkonzeptionen mitdenkt. Erschütternd sind die Beispiele aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges, in der die geforderte Weltordnung endgültig keinen Platz mehr für die Zögerlichen, die Zaudernden und die Zweifler vorsah. Im Themenwinter zum Gedenken an die Errungenschaften der ersten deutschen Republik vor 100 Jahren versammelt die Ausstellung im Berliner Georg Kolbe Museum rund 60 Plastiken und zahlreiche Zeichnungen und Grafiken zum Themenfeld des zarten Mannes in der modernen Skulptur....
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Deutsches Historisches Museum
Deutsches Historisches Museum

EUROPA UND DAS MEER

Deutsches Historisches Museum
Berlin | 13.06.2018-06.01.2019
Geographisch gesehen ist Europa ein maritimer Kontinent. Gemessen an der Küstenlänge und Gesamtgröße hat keiner der fünf Erdteile mehr Berührungspunkte mit dem Meer. Dennoch scheint gerade den Mittel-und Osteuropäern das Meer häufig weit entfernt. Im Alltag vieler Nationen spielt es auf den ersten Blick nur für die Küstenbewohner oder als Urlaubsort eine Rolle. Wie grundlegend das Meer die Entwicklung Europas prägte und welche Rolle es bis in die Gegenwart hinein spielt, beleuchtet ab Juni 2018 die neue Sonderausstellung "Europa und das Meer". Die Ausstellung untersucht die Bedeutung des Meeres als Herrschafts- und Handelsraum der Europäer, als Brücke und Grenze, als Ressource und als Imaginations- und Erinnerungsort. Anhand von 13 Einzelthemen, die jeweils einer exemplarischen europäischen Hafenstadt zugeordnet werden, spannt die Präsentation einen Bogen von der Antike bis in die unmittelbare Gegenwart hinein. Dabei wird deutlich, dass die Beherrschung der Meere über Jahrhunderte hinweg ein wesentlicher Bestandteil europäischer Machtpolitik war. Heute wiederum ist die Rolle des Meeres als Brücke und Grenze des Kontinents von großer Aktualität: Millionen von Menschen auf der Flucht vor Krieg, Terror und Armut machen sich auf den Weg nach Europa. Aber auch andere Aspekte wie die Nutzung und Ausbeutung der Meeresressourcen beschäftigen uns mehr denn je und werden in Zukunft eine gewichtige Rolle für die Umwelt und das globale Klima spielen....
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Foto: Städtische Galerie im Lenbachhaus München
Foto: Städtische Galerie im Lenbachhaus München

Bildschön - Ansichten des 19. Jahrhunderts

Städtische Galerie im Lenbachhaus
München | 21.02.2017-31.12.2018
Das 19. Jahrhundert ist das Jahrhundert der Bilder. Sie erreichten eine größere Öffentlichkeit als je zuvor. Künstlerinnen und Künstler prägten auf wirkmächtige Weise die Kultur ihrer Zeit, ein sehr viel breiteres Themenspektrum wurde bildwürdig und im Idealfall vom Publikum als »bildschön« gelobt. Die damals erfundenen Motive bestimmen bis heute, was wir als romantisch, als traurig oder als schön empfinden. Im Laufe des 19. Jahrhunderts entstand ein enorm vielfältiges erzählerisches Bilduniversum, das immer wieder durch seine formale Innovationskraft begeistert. »Bildschön« unternimmt eine Neuinterpretation der Sammlungsbestände der Kunst des 19. Jahrhunderts im Lenbachhaus. Um andere Perspektiven auf diese reiche Bildkultur zu eröffnen, präsentiert die neue Ausstellung bewusst eine große Bandbreite von künstlerischen Stilen und Inhalten. Sie erschließt, ergänzt von Fotografien, Film- und Hörbeispielen, nicht nur den zeitgenössischen Kontext der Themen und Bildwelten, sondern beleuchtet schlaglichtartig den Nachhall des langen 19. Jahrhunderts bis in unsere Gegenwart. Die Ausstellungsbesucher und Kunstsammler des 19. Jahrhunderts, die Leser von Büchern, Zeitschriften oder Reiseführern erwarteten anschauliche Darstellungen und unterhaltsame Geschichten, weshalb viele Künstler die bestehenden Verhältnisse eher bestätigten, als sie kritisch zu hinterfragen. Doch ließen sie gelegentlich ironisch durchblicken, dass ihre Produktionen oft auf Modellen und Attrappen beruhten. Die Erfahrungswelt des Einzelnen erweiterte sich drastisch mit der immer reicheren Bilderwelt. Durch die Hand der Künstler wurden Naturansichten zu den Postkartenlandschaften, die wir heute noch aufsuchen. Trachten und bäuerliches Brauchtum wurden im 19. Jahrhundert wiederbelebt oder gar neu erfunden und die entstehenden Bilder so einflussreich, dass auf Oktoberfesten weltweit heute »Bayer« gespielt wird. Zentral für die Beziehung zur Natur war und ist im Bewusstsein der Deutschen der Wald, als visueller und emotionaler Projektionsraum. Wenn Maler auf dem Land lebten, interpretierten sie nicht nur Ländliches, sondern sie experimentierten auch mit modernen Lebensformen, und ihre Kunst vermittelte dann ein von urbanen Zwängen befreites Lebensgefühl. Als Porträtisten des Bürgertums und der Aristokratie entwarfen Künstler deren öffentliches Image, sie verhandelten Geschlechterverhältnisse und Standesunterschiede. Für das ganze »große Theater« der modernen Welt galt es nun, visuelle Entsprechungen zu finden: für so unterschiedliche Phänomene wie die Begeisterung für die Vergangenheit, die Fragen der Naturwissenschaften oder die Verlockungen des Spiritismus....
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K21 Ständehaus, Foto: Ralph Richter
K21 Ständehaus, Foto: Ralph Richter

Cao Fei

K21 Ständehaus - Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen
Düsseldorf | 06.10.2018-10.02.2019
Das K21 präsentiert im Herbst 2018 die erste große Ausstellung der in Peking lebenden Künstlerin Cao Fei in Deutschland seit 2008. Die in Zusammenarbeit mit dem MoMA PS1 gezeigten Multimedia-Installationen, Videos, Fotografien und Skulpturen nehmen zwischen Traumwelt und möglicher Katastrophe Bezug auf die sich stark ändernde gesellschaftliche und urbane Situation Chinas. Im Zusammen­spiel von Fantasie und Realität verleiht die Pionierin der Post-Internet-Generation (*1978) diesen Umbrüchen mit unterschiedlichsten Quellen und Referenzen ein Gesicht....
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Otto Mueller, Selbstbildnis mit Pentagramm, um 1924 (Detail) © Von der Heydt-Museum Wuppertal / Foto: Antje Zeis-Loi, Medienzentrum Wuppertal
Otto Mueller, Selbstbildnis mit Pentagramm, um 1924 (Detail) © Von der Heydt-Museum Wuppertal / Foto: Antje Zeis-Loi, Medienzentrum Wuppertal

Maler. Mentor. Magier. Otto Mueller und sein Netzwerk in Breslau

Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart
Berlin | 12.10.2018-03.03.2019
Von Berlin nach Breslau: erstmals thematisiert eine Ausstellung den großen künstlerischen Einfluss des Brücke-Künstlers und Expressionisten Otto Mueller (1874–1930). Als Maler und Mentor für eine jüngere Generation lehrte er über 10 Jahre an der Staatlichen Akademie für Kunst und Kunstgewerbe in Breslau, die in den 1920er Jahren zu den fortschrittlichsten Kunstschulen in Europa zählte. Hier standen gleichberechtigt die vielfältigen Strömungen der damaligen Malerei nebeneinander: Académie Matisse, Expressionismus, Neue Sachlichkeit und Bauhaus. Der unangepasste, charismatische und von Freiheitsideen begeisterte Otto Mueller hatte maßgeblichen Einfluss auf die dortige Kunstszene. Die Strahlkraft seines Wirkens in Breslau – erweitert und verstärkt durch sein künstlerisches Netzwerk – reicht bis in die Nachkriegsmoderne. Ein wichtiges Kapitel deutsch-polnischer Kunstgeschichte erfährt mit dieser Ausstellung erstmals eine größere Beachtung....
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Die „Krone von Kertsch“. Das Diadem einer vornehmen Dame wurde in einem völkerwanderungszeitlichen Grab in Kertsch - dem antiken Pantikapaion - auf der Krim entdeckt. Spätes 4. / 1. Hälfte 5. Jahrhundert n. Chr. © Römisch-Germanisches Museum/Rheinisches Bildarchiv Köln
Die „Krone von Kertsch“. Das Diadem einer vornehmen Dame wurde in einem völkerwanderungszeitlichen Grab in Kertsch - dem antiken Pantikapaion - auf der Krim entdeckt. Spätes 4. / 1. Hälfte 5. Jahrhundert n. Chr. © Römisch-Germanisches Museum/Rheinisches Bildarchiv Köln

Die Krone von Kertsch

Museum für Vor- und Frühgeschichte Berlin im Neuen Museum
Berlin | 19.10.2017-29.09.2019
Völkerwanderungszeitlicher Goldschmuck vom Schwarzen Meer, silberne Gewandspangen und prächtige Gürtel aus Gräbern des frühen Mittelalters in Frankreich, Italien, Spanien und Deutschland – Teile der Sammlung des Johannes von Diergardt werden nach über 80 Jahren wieder in Berlin zu sehen sein, wo sie bis 1934 ausgestellt waren. Sie gewähren glänzende Einblicke in die europäische Geschichte, besonders in die Ereignisse zwischen Antike und Mittelalter. Nach dem Tod des Sammlers und Mäzens gelangten sie in das Römisch-Germanische Museum Köln. Umbauarbeiten im Kölner Museum bieten nun eine gute Gelegenheit, die Schätze nach langer Zeit wieder der Berliner Öffentlichkeit zu präsentieren....
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„Checkpoint Charlie“, Blick in Richtung Krausenstraße, 1969 © Stadtmuseum Berlin | Foto: Rolf Goetze
„Checkpoint Charlie“, Blick in Richtung Krausenstraße, 1969 © Stadtmuseum Berlin | Foto: Rolf Goetze

Ost-Berlin

Museum Ephraim-Palais (Stiftung Stadtmuseum Berlin)
Berlin | 13.10.2018-01.05.2019
Ost-Berlin – Die halbe Hauptstadt: Unter diesem Titel widmen sich das Stadtmuseum Berlin und das Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam in einer gemeinsamen Ausstellung der Geschichte der „Hauptstadt der DDR“ von den späten 1960er Jahren bis zur Wiedervereinigung der Stadt 1990. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen das urbane Leben und der städtische Alltag in Ost-Berlin. Sie zeigt die Stadt als Lebenswelt im Spannungsfeld zwischen ihrer Funktion als Machtzentrum des SED-Regimes und der sozialen und kulturellen Diversität. Mit einem gesellschaftsgeschichtlichen Portrait von Ost-Berlin werden die mit der Entwicklung der Stadt zur sozialistischen Metropole verbundenen lebensgeschichtlichen Erfahrungsräume der dort lebenden Menschen sichtbar gemacht. Die Schau ist kein wehmütig-ostalgischer Rückblick. Vermieden wird aber auch ein distanziert „westlicher“ Blick, der den Osten der Stadt allein als eine untergegangene und fremd gebliebene Welt zu sehen vermag. Das Interesse gilt den im Alltag der Stadt zu Tage tretenden Widersprüche der DDR-Gesellschaft. Objekte und Geschichten dokumentieren, wie die Menschen mit diesen Widersprüchen umgegangen sind....
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Gruftkirche von Abu Mina, Foto: Einsamer Schütze, CC BY-SA 3.0
Gruftkirche von Abu Mina, Foto: Einsamer Schütze, CC BY-SA 3.0

Zwei Kamele und ein Heiliger: Das antike Pilgerzentrum Abu Mina in Ägypten

Bode-Museum
Berlin | 13.02.2018-31.01.2019
Im späten 4. Jahrhundert nach Christus entwickelte sich um das Grab des Heiligen Menas eine der größten christlichen Wallfahrtstätten der Spätantike – Abu Mina in der Nähe von Alexandria. Bis zur Zerstörung während der persischen Besatzungszeit im frühen 7. Jahrhundert pilgerten unzählige Gläubige aus dem gesamten Römischen Reich dorthin. Danach entstand über den Trümmern der Stadt eine neue Siedlung. Studierende des Ägyptologischen Seminars der Freien Universität Berlin berichten über die abenteuerliche Wiederentdeckung der Pilgerstadt im frühen 20. Jahrhundert und stellen ihre bedeutendsten Bauten sowie ausgewählte Bauskulpturen, Pilgerandenken und Alltagsobjekte aus Abu Mina aus dem Bestand des Museums für Byzantinische Kunst vor....
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