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Museumsausstellungen

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Deutsches Historisches Museum
Deutsches Historisches Museum

Demokratie Labor

Deutsches Historisches Museum
Berlin | 04.04.2019-04.08.2019
Das partizipative Demokratie-Labor des Deutschen Historischen Museums nimmt die gegenwärtigen gesellschaftlichen Aushandlungsprozesse in den Blick. Es will ein Bewusstsein dafür schaffen, dass diese Regierungsform von der Partizipation und dem Engagement aller lebt, von dem kontinuierlichen Aushandeln verschiedener Meinungen und Positionen geprägt wird und sich deshalb beständig weiterentwickelt. Das Projekt lädt in sieben Themenräumen zur kritischen Reflexion ein, wie Demokratie in Deutschland gelingt und auch in Zukunft gelingen kann. Welche Grundrechte müssen gewährleistet werden, was macht Wahlen zu einem Element der Demokratie, wer darf demokratische Rechte wahrnehmen, welche sozialen Voraussetzungen müssen für die Teilhabe an der Gesellschaft erfüllt sein, welche Bedeutung haben Medien und das Recht auf die freie Meinungsäußerung, welche Rolle spielt ziviles Engagement und wie werden Konflikte ausgetragen? Diesen Fragen widmet sich das Demokratie-Labor anhand von Originalobjekten aus Gegenwart und Zeitgeschichte. Aktivierende und partizipative Elemente regen zur Auseinandersetzung an und ein Forum bietet Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit, eigene Meinungen zu äußern und zur Diskussion zu stellen. Im Rahmen von speziellen Vermittlungsangeboten für Schulklassen und Gruppen werden die Folgen diskutiert, wenn einzelne Demokratie-Aspekte destabilisiert oder außer Kraft gesetzt werden....
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Jeanne Faust (*1968) Rodeo, 1999 Videoinstallation, Farbe, Ton, VHS, 10 Min, 16 mm Film übertragen auf Video © VG Bild-Kunst, Bonn 2018
Jeanne Faust (*1968) Rodeo, 1999 Videoinstallation, Farbe, Ton, VHS, 10 Min, 16 mm Film übertragen auf Video © VG Bild-Kunst, Bonn 2018

The Video is the Message - Die Mediensammlung der Hamburger Kunsthalle

Hamburger Kunsthalle - Sammlung Galerie der Gegenwart
Hamburg | 08.11.2018-15.09.2019
Die Hamburger Kunsthalle besitzt eine ausgezeichnete Mediensammlung, die mit über 600 Positionen von Videos, Filmen, Videoinstallationen, Schallplatten, Audiokassetten und CDs von 1960 bis heute einen substantiellen Einblick in die Geschichte der Medienkunst bietet. Schwerpunkt der Sammlung, die bereits 1977 begründet und seit 1993 verstärkt aufgebaut wurde, bilden die Videoinstallationen mit wegweisenden Arbeiten von Künstlern wie Vito Acconci, John Baldessari, Joseph Beuys, Tracey Emin oder Bruce Nauman. In den letzten Jahren ist die Sammlung durch wichtige Werke von jüngeren Künstlern wie Thorsten Brinkmann, Vajiko Chackhiani, Prinz Gholam, Clemens von Wedemeyer oder Tobias Zielony erweitert worden. Die Sammlungspräsentation »The Video is the Message« zeigt nun seit langer Zeit erstmals wieder einen umfangreichen Überblick über die Medienbestände. In Anlehnung an Marshall Mc Luhans inzwischen legendärer Publikation »The Medium is the Message« (»Das Medium ist die Botschaft«, 1967), werden neben den Klassikern der Videokunst aus der Fluxus Bewegung wie »Beuys in Amerika«, 1974 und »I Like America and America Likes Me«, 1981, unterschiedliche Aspekte der Videokunst gezeigt: Von der Dokumentation über den politischen Film, den narrativen Stories bis hin zu den sogenannten „confessional“ Filmen, die sich mit Fragen der Selbstinszenierung oder sozialen Konflikten (Tracey Emin, Rebecca Horn, Jeanne Faust oder Tobias Zielony) beschäftigen. Ein Schwerpunkt der Sammlung sind u. a. Werke zur Körperkunst von Günther Brus, Valie Export oder Hannah Wilke. Vor allem Künstlerinnen wie Hannah Wilke oder Eleanor Antin haben in den 1960er und 1970er Jahre das Medium Video genutzt, um ihre feministischen Performances zu dokumentieren. Sie gelten bis heute als Pionierinnen der Videokunst, denen Tracey Emin oder Shirin Neshat mit ihren Inszenierungen gefolgt sind. Jüngere Künstler wie Clemens von Wedemeyer oder Prinz Gholam verknüpfen dagegen auf unterschiedliche Weise die Frage von Geschichte, Orten und Identität miteinander. Künstler_innen: Vito Acconci, Eleanor Antin, bankleer, Joseph Beuys, Thorsten Brinkmann, Günther Brus, Peter Campus, Lenka Clayton, Tracey Emin, Valie Export, Jeanne Faust, Pia Greschner, Johan Grimonprez, Rebecca Horn, Jürgen Klauke, Till Krause, Shirin Neshat, Nam June Paik, Prinz Gholam, Ben Rivers, Pipilotti Rist, Ulrike Rosenbach, Clemens von Wedemeyer, Hannah Wilke, Tobias Zielony u.a....
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Alte Pinakothek, Foto:Alte Pinakothek
Alte Pinakothek, Foto:Alte Pinakothek

Anthonis van Dyck

Alte Pinakothek
München | 25.10.2019-02.02.2020
Die Alte Pinakothek besitzt einen umfangreichen Bestand von Werken des flämischen Meisters Anthonis van Dyck. Neben seinen berühmten Porträts, für die er in ganz Europa gefeiert wurde und die mit prominenten Beispielen vertreten sind, entstanden in der Frühzeit Historien mit religiösen Szenen. Die bereits begonnene wissenschaftliche Untersuchung der Münchner Werke, die der Ausstellung vorausgeht, offenbart einen jungen, ambitionierten Künstler, der sich intensiv mit Fragen der Komposition und des Ausdrucks beschäftigte. Die zum Teil komplexe Werkgenese belegen auch zahlreiche Studien, die zur Vielfalt des Bestandes beitragen. In Verbindung mit Leihgaben aus internationalen Museen zeichnet die Ausstellung ein vielschichtiges Bild Van Dycks, der gerade in seinen jungen Jahren in Auseinandersetzung mit der fast übermächtigen Künstlerpersönlichkeit Peter Paul Rubens seinen eigenen Weg fand....
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Vincent van Gogh, Stillleben mit Zeichenbrett, Pfeife, Zwiebeln und Siegellack, 1889, Sammlung Kröller-Müller Museum, Otterlo
Vincent van Gogh, Stillleben mit Zeichenbrett, Pfeife, Zwiebeln und Siegellack, 1889, Sammlung Kröller-Müller Museum, Otterlo

Van Gogh. Stillleben

Museum Barberini Potsdam
Potsdam | 26.10.2019-02.02.2020
Von seinem ersten Gemälde bis zu den farbstarken Blumenbildern der späten Jahre hat Vincent van Gogh (1853–1890) immer wieder Stillleben gemalt. In diesem Genre konnte er malerische Mittel und Möglichkeiten erproben: von der Erfassung des Raums mit Licht und Schatten bis zum Experimentieren mit Farbe. Die erste Ausstellung zu diesem Thema analysiert anhand von über 20 Gemälden die entscheidenden Etappen im Werk und Leben van Goghs. In Kooperation mit dem Kröller-Müller Museum, Otterlo, und dem Van Gogh Museum, Amsterdam, sowie Leihgaben aus dem Art Institute of Chicago und der National Gallery of Art, Washington, D. C....
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Martin-Gropius-Bau, Foto: Jansch
Martin-Gropius-Bau, Foto: Jansch

The Black Image Corporation

Martin-Gropius-Bau
Berlin | 25.04.2019-28.07.2019
Mit The Black Image Corporation hat Theaster Gates eine partizipative Ausstellung entworfen, die das weitreichende Erbe der Archive der Johnson Publishing Company erforscht. Die Archive des Verlags versammeln über vier Millionen Bilder und haben zur Gestaltung der ästhetischen und kulturellen Sprache afroamerikanischer Identität beigetragen. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die Werke der Fotografen Moneta Sleet Jr. und Isaac Sutton, die beide für Johnson Publishing tätig waren. Der Verlag brachte in den 1940er und 50er Jahren zwei richtungsweisende Publikationen für ein Schwarzes Publikum auf den Markt: die Monatszeitschrift Ebony und ihr wöchentlich erscheinendes Schwesterblatt Jet, die schnell zu zwei der wichtigsten Plattformen für die Auseinandersetzung mit Schwarzer Kultur wurden. Die Magazine berichteten über historische Meilensteine wie den Marsch auf Washington 1963 und den ersten afroamerikanischen Astronauten, über Politik, Sport und Prominente, aber auch über die komplexen Lebensrealitäten Schwarzer Amerikaner*innen in den USA der Nachkriegszeit. The Black Image Corporation zeigt im ersten Stock des Gropius Bau zehn großformatige Abzüge von Sleet und Sutton sowie über hundert Fotografien in vier eigens angefertigten Kabinetten. Auf vielen Bildern sind Schwarze Frauen, Schauspielerinnen und Models abgebildet; andere zeigen die Rückseite von Fotografien mit Informationen über den Ort, das Datum und den Fotografen. Neben Original-Ausgaben von Ebony und Jet ist in der Ausstellung das von Gates gedrehte Video Michigan Avenue In Full Bloom (2018) zu sehen, das die realen Räume dokumentiert, in denen sich die Redaktionsbüros befanden. Das Publikum ist eingeladen, dieses umfangreiche Bildarchiv zu entdecken und einzelne Bilder aus den Kabinetten auszusuchen, um so anderen Besucher*innen eine ganz persönliche Auswahl von Fotografien zu hinterlassen. Im Gropius Bau werden außerdem Vaginal Davis, Mac Folkes und Wu Tsang eine eigene Form der Auseinandersetzung mit den präsentierten Werken entwickeln....
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Schirn_Presse_Hannah_Ryggen_Jul_Kvale_1956.jpg HANNAH RYGGEN, 26. SEPTEMBER 2019 – 12. JANUAR 2020, Hannah Ryggen, Jul Kvale, 1956, Tapestry weave in wool and linen, 190 x 200 cm, Nordenfjeldske Kunstindustrimuseum, Trondheim, © VG Bild-Kunst, Bonn 2018, Photo: Anders Sundet Solberg
Schirn_Presse_Hannah_Ryggen_Jul_Kvale_1956.jpg HANNAH RYGGEN, 26. SEPTEMBER 2019 – 12. JANUAR 2020, Hannah Ryggen, Jul Kvale, 1956, Tapestry weave in wool and linen, 190 x 200 cm, Nordenfjeldske Kunstindustrimuseum, Trondheim, © VG Bild-Kunst, Bonn 2018, Photo: Anders Sundet Solberg

Hannah Ryggen

Schirn Kunsthalle Frankfurt
Frankfurt/Main | 26.09.2019-12.01.2020
Hannah Ryggen webt Geschich­ten von verblüf­fen­der Aktua­li­tät. Ihre monu­men­ta­len Wand­tep­pi­che grei­fen mutig die grund­le­gen­den Themen des Lebens in unse­rer Gesell­schaft auf: die Gräu­el­ta­ten des Krie­ges, Macht­miss­brauch, unser Ange­wie­sen­sein auf die Natur und die Verbin­dung zu unse­ren Fami­lien und Mitmen­schen. Von einem klei­nen autar­ken Bauern­hof an der West­küste Norwe­gens aus schuf die schwe­disch-norwe­gi­sche Künst­le­rin ein eindrucks­vol­les, poli­tisch inspi­rier­tes Werk. Sie lancierte bild­li­che Angriffe auf Hitler, Franco und Musso­lini und setzte sich deut­lich hörbar für die Opfer von Faschis­mus und Natio­nal­so­zia­lis­mus ein. Die SCHIRN präsen­tiert – anläss­lich des Ehren­gast­auf­tritts Norwe­gens auf der Frank­fur­ter Buch­messe 2019 – eine große Einzel­aus­stel­lung, die dem Publi­kum in Deutsch­land erst­mals einen umfas­sen­den Einblick in Ryggens OEuvre gewährt. In den rund 25 gezeig­ten Tapis­se­rien wird Hannah Ryggen auch als Vertre­te­rin einer ande­ren Art von Moderne vorge­stellt, in der sich Elemente aus Volks­kunst und Mytho­lo­gie mit Themen des gegen­wär­ti­gen Lebens mischen. Dabei erkun­dete sie ein ganz neues Spek­trum von Moti­ven und verwen­dete ein tradi­tio­nel­les Medium für ein neuar­ti­ges Ziel: der Öffent­lich­keit mit Wand­tep­pi­chen, die von Ort zu Ort bewegt werden konn­ten, ihre star­ken poli­ti­schen Botschaf­ten mitzu­tei­len....
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Schloss Paretz, Foto: Michael Lüder
Schloss Paretz, Foto: Michael Lüder

Königin Luises Landglück - Pfaueninsel zu Gast in Paretz

Schloss Paretz
Ketzin | 30.03.2019-31.10.2019
Die Pfaueninsel und Paretz waren für König Friedrich Wilhelm III. und Königin Luise Sehnsuchtsorte. Weitab der Residenzen Berlin und Potsdam verlebten sie hier, oft mit ihren Kindern und wenigen Bediensteten, unbeschwerte Sommertage. Der Aufenthalt auf der Pfaueninsel fand vorzugsweise in den Monaten Juni und Juli statt. Die Tage des Spätsommers, mit dem Höhepunkt des Erntedankfestes, waren Paretz vorbehalten. Beide Landsitze wurden für die Familie nach Luises frühem Tod 1810 zu Erinnerungsstätten. Und in beiden Schlössern haben sich Kunstwerke erhalten, die in direktem Bezug zur Königin und dem Leben inmitten ländlicher Idylle stehen. Das Schloss auf der Pfaueninsel wurde im Herbst 2018 geschlossen, um die dringend notwendige Hüllensanierung vorbereiten zu können. Ausgewählte Exponate aus dem Pfaueninselschloss, die auch dem Interieur und Charakter von Schloss Paretz entsprechen, werden für einige Jahre im Schloss Paretz zu Gast sein. So werden Teile aus dem KPM-Service mit Vogelmalerei, von der damaligen Kronprinzessin Luise 1797 vermutlich für Paretz bestellt, auf einem gedeckten Tisch präsentiert. Die Mode jener Zeit repräsentieren fünf Hüte aus Span, Stroh und Seide. Seit etwa 1840 wurden sie im Schloss auf der Pfaueninsel in einem Wandschrank aufbewahrt. Getragen wurden sie möglicherweise schon von Königin Luise oder von ihren Töchtern. Interessant ist auch ein Spieltisch, Colosseum- und Tunnelspiel genannt, das König Friedrich Wilhelm III. eigens für die – manchmal auch verregneten – Sommeraufenthalte im Schlösschen angeschafft hatte. Reizvoll ist die Zusammenführung dreier Gemälde von Franz Hillner, die seit vielen Jahren getrennt präsentiert wurden. Die um 1800 entstandenen Ansichten des Schlosses und des Dorfes Paretz werden nun im selben Raum ergänzt durch eine zeitgleich entstandene Ansicht der Pfaueninsel. Das Ensemble schmückte spätestens seit 1836 das Schlafzimmer König Friedrich Wilhelms III. im Königlichen Palais Unter den Linden (Kronprinzenpalais). Alle drei Gemälde sind eine Dauerleihgabe des Hauses Hohenzollern, SKH Prinz Georg Friedrich von Preußen, bei der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg....
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Hendrick Goudt, Venus und Amor, Vorzeichnung in Kreide, Feder in Braun, braun laviert, auf Vergé, Graphische Sammlung, Wallraf-Richartz-Museum
Hendrick Goudt, Venus und Amor, Vorzeichnung in Kreide, Feder in Braun, braun laviert, auf Vergé, Graphische Sammlung, Wallraf-Richartz-Museum

Wir • Glauben • Kunst Meisterzeichnungen aus der Kölner Jesuiten-Sammlung

Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud
Köln | 24.05.2019-18.08.2019
Im kommenden Sommer begibt sich das Wallraf auf Spurensuche in eigener Sache. Erstmals in seiner langen Geschichte widmet sich Kölns erstes Museum seiner hervorragenden Jesuiten-Sammlung, die schon in den 1880er Jahren als Dauerleihgabe ans Haus kam. Dort bildet das rund 500 Werke umfassende Konvolut gemeinsam mit der Zeichnungssammlung von Ferdinand Franz Wallraf bis heute den Grundstock für die mehr als 65.000 Blatt große Graphische Sammlung. Anhand von 90 besonders eindrucksvollen Zeichnungen wird die Ausstellung den besonderen Charakter der Jesuiten-Sammlung ergründen. Handelt es sich um eine reine Lehrsammlung? Nach welchen Kriterien sammelte der Orden? Spielten Fragen der Qualität und Kennerschaft die entscheidende Rolle, oder waren eher inhaltliche Gesichtspunkte ausschlaggebend? Und schließlich: Wo kauften die Jesuiten ihre Zeichnungsbestände? Darüber hinaus wird auch der Bildbegriff der Jesuiten thematisiert, da der Orden eine ganz eigene Bildtheologie entwickelt hatte. Als Papst Clemens XIV am 21. Juli 1773 den Jesuiten-Orden aufhob, wurde dessen Kunstsammlung nach Paris verbracht. In den 1880er Jahren gelang es dem Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds, dem damaligen rechtlichen Nachfolger des Ordens, das heute im Wallraf beheimatete Konvolut zurück an den Rhein zu holen, um es als Dauerleihgabe an das Museum zu geben....
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Jean-Honoré Fragonard (1732– 1806) Der Philosoph, um 1764 Öl auf Leinwand, 59 x 72,2 cm (oval) © Hamburger Kunsthalle / bpk Foto: Elke Walford
Jean-Honoré Fragonard (1732– 1806) Der Philosoph, um 1764 Öl auf Leinwand, 59 x 72,2 cm (oval) © Hamburger Kunsthalle / bpk Foto: Elke Walford

Goya, Fragonard, Tiepolo - Die Freiheit der Malerei

Hamburger Kunsthalle - Sammlung Galerie der Gegenwart
Hamburg | 13.12.2019-13.04.2020
Das 18. Jahrhundert war eine Blüte- und Umbruchszeit der europäischen Kunst, die so unterschiedliche Persönlichkeiten wie Francisco José de Goya y Lucientes (1746–1828), Jean-Honoré Fragonard (1732–1806) und Giovanni Battista Tiepolo (1696–1770) hervorgebracht hat. Mit »Goya, Fragonard, Tiepolo. Die Freiheit der Malerei« widmet die Hamburger Kunsthalle einem Kapitel der folgenreichsten Epochen der europäischen Kunstgeschichte eine umfassende Schau. Gleichzeitig setzt die Präsentation mit rund 100 bedeutenden Gemälden und Graphiken, versammelt aus den wichtigen nationalen und internationalen Museen, den Schlusspunkt des Jubiläumsjahres 2019 in der Hamburger Kunsthalle. Goya, Fragonard, Giovanni Battista Tiepolo und sein Sohn Giovanni Domenico Tiepolo (1727–1804) reagierten mit ihrer Kunst auf die weltanschaulichen, politischen und gesellschaftlichen Umbrüche des 18. Jahrhunderts. Sie entwickelten eine radikalere Formensprache und veränderten die Malerei durch ihren Wandel der künstlerischen Normen und ihre innovativen wie ungewöhnlichen Konventionsbrüche. Die Ausstellung verdeutlicht in eindringlichen Bildern diesen Entstehungsprozess und zeichnet anhand der unterschiedlichen Schaffensperioden der ausgewählten Künstler die grundsätzlichen Veränderungen nach, mit denen in den Zentren Venedig, Paris und Madrid Grundlagen der Moderne geschaffen wurden. Überhaupt kennzeichnen scheinbar widersprüchliche Positionen das virtuose und vielseitige Schaffen Goyas, Fragonards und Tiepolos. So stehen einer auf den ersten Blick konventionellen Malweise kühne Bildfindungen gegenüber, trifft Atmosphärisch-Ideales auf Unheimlich-Groteskes, zeigt sich die Vorliebe für das Theater und Theatrales in einem Spiel von Reflexion und Illusion. Der Stil wird radikal-persönlich und reflektiert. Die lockere, freie Pinselführung steht dabei gleichsam für die Freiheit der Malerei, die die Künstler auch in ihrer Bildsprache für sich beanspruchten. Mit ihrer Kunst leiteten sie bereits Mitte des 18. Jahrhunderts einen Stilwandel ein und stellten mit ihrer innovativen Formensprache die Weichen für den Weg in die Moderne, bevor mit der Französischen Revolution ab 1789 endgültig der radikale Umbruch vollzogen wurde. Mit der Ausstellung präsentiert die Hamburger Kunsthalle Goya, Fragonard, Giovanni Battista und Giovanni Domenico Tiepolo als Vor- und Wegbereiter der Moderne, indem sie das Schaffen der Künstler zum ersten Mal in einen gemeinsamen Kontext stellt: In ihren Werken treten bereits in der Mitte des 18. Jahrhunderts Umbrüche und die Befreiung von Konventionen zutage....
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Das Erbe Roms in der Ausstellung Europa in Bewegung im LVR-LandesMuseum Bonn. Foto: J. Vogel, LVR-LandesMuseum Bonn.
Das Erbe Roms in der Ausstellung Europa in Bewegung im LVR-LandesMuseum Bonn. Foto: J. Vogel, LVR-LandesMuseum Bonn.

Europa in Bewegung. Lebenswelten im frühen Mittelalter

LVR-LandesMuseum Bonn
Bonn | 15.11.2018-25.08.2019
Unter dem Ansturm der Völkerwanderung endete 476 n. Chr. das Weströmische Reich. In unserer Vorstellung markiert dieses Datum den Beginn der „Dark Ages“, des dunklen Mittelalters mit dem Niedergang der antiken Kultur in Wirtschaft, Handel und Bildung. In ganz Europa, dem Vorderen Orient und Nordafrika folgte auf das verbindende Römische Imperium das politisch zersplitterte Frühmittelalter mit den germanischen Nachfolgereichen von Franken, Westgoten und vielen anderen. Im Osten der mediterranen Welt lebte dagegen das kulturelle Erbe der Antike im Byzantinischen Reich über Jahrhunderte weiter. Die Ausstellung präsentiert ein überraschend vielschichtiges und facettenreiches Bild der spätantiken und frühmittelalterlichen Regionen zwischen Irland und Spanien im Westen und Ägypten und Ungarn im Osten. Trotz aller Unterschiede im Umgang mit dem Erbe der Antike ist diese Epoche von faszinierenden Verbindungen zwischen den unterschiedlichen Lebenswelten mit ihrer geradezu überbordenden kulturellen Vielfalt geprägt. Ca. 150 kostbare Objekte aus den bedeutendsten europäischen Museen legen beredtes Zeugnis für den regen Austausch von Ideen, Glauben, Traditionen und Handelsgütern ab. In der Ausstellung begegnen ihnen bemerkenswerte Persönlichkeiten, die als Pilger, Wissenschaftler, Händler und Reisende diese für uns so fernen Welten bereisten, erkundeten und zwischen ihnen vermittelten. Die Ausstellung ist das Ergebnis einer internationalen Zusammenarbeit im Rahmen des von der Europäischen Union geförderten Projektes CEMEC (Connecting Early Medieval European Collections). Museen in Amsterdam, Athen, Bonn, Brüssel, Budapest, Dublin, Jaén und Rom sowie zahlreiche wissenschaftliche und technische Partner aus Deutschland, Italien, den Niederlanden und Irland haben es ermöglicht, herausragende Objekte in Verbindungen mit innovativen Medien- und Vermittlungstechniken gemeinsam zu präsentieren. So entsteht das spannende und vielfach neue Bild einer uns zu Unrecht so fern erscheinenden Welt. Mit ihren Ideen, Religionen und Kulturen prägt sie Europa und den mediterranen Raum bis heute....
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