In der Sonderschau 2012 präsentiert das Rößler-Museum eine Übersicht über das Schaffen der Schreinerfamilie Rößler aus Untermünkheim. Diese Schreinerfamilie ist weithin für ihre bunt und markant bemalten Möbel aus dem 19. Jahrhundert bekannt geworden.
Im Einzelnen zeigt das Museum, dessen Namensgeber die Schreinerfamilie Rößler war, die Werke von vier Mitgliedern der Familie. Zuerst wären dabei der Stammvater Johann Heinrich Rößler (1751 - 1832) und sein berühmter Sohn Johann Michael Rößler (1791 - 1849) zu nennen. Johann Michael führte in Untermünkheim die Familientradition weiter, indem er die Schreinerei seines Vaters übernahm. Sein älterer Bruder Johann Georg (1785 - 1844) und sein jüngerer Bruder Johann Friedrich (1796 - 1863) gründeten weitere Schreinereien in der Umgebung Untermünkheims, Georg in Großaltdorf und Friedrich in Eschental.
Durch intensive Forschungsarbeit des Rößler-Museums ist es gelungen, den einzelnen Rößler-Brüdern bestimmte, auf den Möbeln der Region vorgefundene Malmotive und Malweisen zuzuordnen.
Lassen Sie sich also von der Möbelbemalung aller vier Rößler-Schreiner in den Bann ziehen. Ziehen Sie Rückschlüsse von der Malweise des Vaters zu der von seinen drei Söhnen und vergleichen Sie die Malerei der drei Brüder untereinander. Sie werden interessante Zusammenhänge erkennen und Details entdecken.
Anhand von weiteren Ausstellungsstücken kann der Besucher eine Menge Wissenswertes über die Entstehung und Entwicklung des so genannten Untermünkheimer Möbelmalstiles erfahren sowie neue Erkenntnisse über die Möbel aus dem Untermünkheimer Umfeld gewinnen.