1872 ließ Richard Wagner am Rande des Hofgartens Bayreuths nach eigenen Vorstellungen das Haus "Wahnfried" errichten, das er 1874 bezog und bis zu seinem Tod bewohnte. Es wurde 1973 der Stadt übereignet. 1976 wurde es mit den Beständen der ehemaligen Richard-Wagner-Gedenkstätte als Museum eingerichtet. Es konnte in den 80er Jahren um die Räume des benachbarten Siegfried-Wagner-Hauses erweitert werden. Die beiden rekonstruierten Haupträume, die "Halle" und der "Saal" mit der großen Bibliothek des Hausherrn bilden den Mittelpunkt des Museums. Zum Leben und Schaffen des Künstlers sowie zur Geschichte der Bayreuther Festspiele gibt es in den oberen Geschosse Bild-, Text- und Notendokumente. Eine Sammlung mit 50 historischen Bühnenbildmodellen und ein "Kitschkabinett" mit kuriosen Zeugnissen des Wagnerkults gehört zu den Anziehungspunkten. Das "Klingende Museum", in dem man Wagners Musik hören kann, sowie ein Videoraum im Siegfried-Wagner-Haus, in dem Ausschnitte aus Festspielinszenierungen und Dokumentationen gezeigt werden finden viel Beachtung, sowie die Wechselausstellungen.