Käthe-Kollwitz-Museum Köln, Foto: CCfranken
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Käthe-Kollwitz-Museum Köln

Foto: Käthe-Kollwitz-Museum Köln
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Käthe-Kollwitz-Museum Köln, Foto: CCfranken
Käthe-Kollwitz-Museum Köln, Foto: CCfranken

Neumarkt 18-24
50667 Köln
Tel.: 0221 227 28 99
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Öffnungszeiten:

Di-Fr 10.00-18.00 Uhr
Sa-So 11.00-18.00 Uhr

Aufstand! Renaissance, Reformation und Revolte im Werk von Käthe Kollwitz

10.03.2017 - 05.06.2017

Die Sonderausstellung »AUFSTAND! Renaissance, Reformation und Revolte im Werk von Käthe Kollwitz« stellt als Höhepunkt des Jubiläumsprogramms zum 150. Geburtstag der Künstlerin im Käthe Kollwitz Museum Köln den graphischen Zyklus »Bauernkrieg« (1902/03–1908) in den Fokus.
Die Radierfolge steht in zweifacher Hinsicht für den Aufbruch in eine neue Zeit. Zum einen vergegenwärtigt sie mitreißend den Aufstand erniedrigter Bauern von 1524/25. Sie führt damit das Selbstverständnis des Menschen in der frühen Neuzeit vor Augen, das auf Freiheit und Würde pocht, wie es sich auch in der Reformation und im Renaissance-Humanismus spiegelt.
Zum anderen aber schrieb sich in diese Bilderserie die künstlerische Revolte der späten Neuzeit ein, der Bruch der Moderne mit der akademischen Tradition. So unterzog Kollwitz ihre Bildsprache im Laufe der Entstehungsgeschichte des Zyklus einer regelrechten Reformation, die sich in etlichen Entwürfen und verworfenen Kompositionen niederschlug.
Die endgültigen gestalterischen Lösungen zitieren dann ebenso Vorbilder von Renaissance-Meistern wie Dürer, Masaccio und Michelangelo wie anerkannte Größen der Moderne, etwa Daumier, Manet und Rodin. Aufgrund der überzeugenden Bildlösungen, zu denen die Künstlerin gelangen sollte, wurde ihr noch vor Fertigstellung des Zyklus der von Max Klinger begründete Villa-Romana-Preis für diese Folge verliehen.
Infolgedessen hielt sich die Künstlerin 1907 für einige Zeit in Florenz auf – ein Ereignis, das sich 2017 zum 110. Mal jährt.
Zahlreiche Leihgaben aus dem In- und Ausland ergänzen in dieser Ausstellung den reichhaltigen eigenen Bestand des Hauses und präsentieren u. a. auch die Werke von Künstlern, die Kollwitz für ihre eigene Bildfindung herangezogen hatte.

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