Das Museum ist in den drei Stockwerken des 1690 errichteten ehemaligen Amtsgerichtsgebäudes eingerichtet. Mehr über die Geschichte dieses barocken Steinbaus erfahren die Besucher im Erdgeschoss, wo auch eine Ausstellung über die historische Entwicklung der Gemeinde Großenlüder zu besichtigen ist.
Im ersten Stock werden heimatkundliche und kirchengeschichtliche Themen behandelt. Weitere Ausstellungsschwerpunkte bilden die vor- und frühgeschichtlichen sowie paläontologischen Funde aus der Region. Zu sehen sind zum Beispiel archäologische Grabfunde vom Finkenberg und Fossilien aus den Kalkbänken von Müs und Bimbach.
Im obersten Stockwerk werden ausgewählte Objekte aus einer Sammlung von mehr als 300 Krippen gezeigt. Diese wurde von Ida und Walter Odenwald über Jahre hinweg auf Reisen zusammengetragen und im Jahr 2001 dem Museum gestiftet.
Die Sammlung enthält auch von Walter Odenwald im traditionellen alpenländischen Stil selbst angefertige Krippen. Unter den internationalen Beispielen, die das Thema der Geburt Christi in unterschiedlichsten Varianten veranschaulichen, befinden sich eine australische Krippe, die im Inneren eines Emu-Eies untergebracht ist, aus Zedernholz gefertigte argentinische Krippenfiguren oder eine Krippe mit Palmen aus Hawaii. In Sonderausstellungen werden weitere Objekte der Krippensammlung gezeigt.