In seinen Erinnerungen schrieb der Neustädter Kaufmann Friedrich August Voogt: "Ich gründete 1874 die städtische Alterthums-Sammlung, der ich mich mit Liebe, aber großen Mühen und Beschwerden unterzog und hatte im Frühjahr 1876 alle Freude, die gesammelten Gegenstände, in der neuen Schule untergebracht, auf über 160 Stück bringen zu können."
Nach mehrmaligem Umzug fand das Heimatmuseum, welches1897 in städtisches Eigentum überging, im Dachgeschoß des Rathauses eine Heimstatt. 1972 mußte das Museum allerdings schließen. Erst 1996/97 erhielt es im 1768 erbauten und 1995/96 sanierten Malzhaus eine würdige Unterkunft.
In der neu gestalteten Ausstellung informiert das Museum über die Stadt- und Industriegeschichte, wobei die Darstellung der Kunst- blumenherstellung einen besonderen Stellenwert einnimmt. Weiterhin wird mit einer Feilenhauerei und einer Seilerei mit Ladeneinrichtung über in Deutschland fast nicht mehr ausgeübte Handwerke informiert. Mit Exponaten zum Schützenwesen und einem Bürgerlichen Wohnzimmer der Gründerzeit wird das Leben der Neustädter illustriert.