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KULTURpur - Wissen, wo was läuft!

Ausstellungen

Museumsausstellungen

Malerei vom 13. bis zum 18. Jahrhundert

Gemäldegalerie Berlin
Berlin | 01.01.2000-01.01.2030
Die Gemäldegalerie besitzt eine der weltweit bedeutendsten Sammlungen europäischer Malerei vom 13. bis zum 18. Jahrhundert, die seit dem Gründungsjahr 1830 systematisch aufgebaut und vervollständigt wurde. Meisterwerke aus allen kunsthistorischen Epochen, darunter Gemälde von van Eyck, Bruegel, Dürer, Raffael, Tizian, Caravaggio, Rubens, Rembrandt und Vermeer sind hier ausgestellt. Der Neubau am Kulturforum bietet eine Ausstellungsfläche von rund 7.000 Quadratmetern. Ein fast 2 km langer Rundgang mit 72 Sälen und Kabinetten führt durch einzelne Kunstlandschaften und Epochen. Sammlungsschwerpunkte bilden die deutsche und italienische Malerei des 13. bis 16. Jahrhunderts und die niederländische Malerei des 15. bis 16. Jahrhunderts. Die altdeutsche Malerei der Spätgotik und Renaissance ist durch namhafte Künstler wie Konrad Witz, Albrecht Dürer, Baldung Grien, Cranach und Holbein vertreten. Der Saal mit Rembrandt-Gemälden ist durch seine zentrale Lage im Museum hervorgehoben. Die Sammlung gehört mit 16 Werken des Künstlers zu den größten und qualitätvollsten der Welt. Sie wird flankiert von weiteren Gemälden der holländischen und flämischen Malerei des 17. Jahrhunderts. Bildnisse, Genrebilder, Interieurs, Landschaften und Stillleben zeugen von der Spezialisierung der Künstler auf bestimmte Themen. In sechs Räumen wird die italienische, französische, deutsche und englische Malerei des 18. Jahrhunderts präsentiert. Die reiche Bildersammlung enthält Werke von Canaletto, Watteau, Pesne und Gainsborough. In der Hauptgalerie sind rund 1000 Meisterwerke ausgestellt. Sie wird durch eine Studiengalerie im Sockelgeschoss mit etwa 400 Bildern ergänzt. Als Informationsangebot stehen dem Besucher die Kataloge der Sammlung und eine digitale Galerie mitm Computerarbeitsplätzen in deutscher, englischer und französischer Sprache zur Verfügung. Daneben gibt es akustische Führungen in deutsch und englisch. Die Sammlung Heinz Kuckei in der Gemäldegalerie Derzeit präsentiert die Gemäldegalerie 10 Leihgaben der Stiftung Heinz Kuckei Collections. Das kleine Ensemble qualitätsvoller niederländischer Gemälde des 17. Jahrhunderts umfasst u.a. Werke von Jan Steen, Jan Davisz. de Heem und der Rembrandt-Werkstatt. Der Berliner Sammler Heinz Kuckei (1918-2010) begann in den 1970er Jahren Gemälde niederländischer Meister zu erwerben. Dabei baute er auf einen Sammlungsbestand auf, den bereits sein Schwiegervater Walter Heilgendorff (1882-1945) in den 1920er Jahren zusammengetragen hatte. Heilgendorff wurde von Wilhelm von Bode und Max J. Friedländer beraten, auf die letztlich auch die Vorliebe für niederländische Malerei zurückgeht. Unter prekären Bedingungen konnte Heilgendorff seine Sammlung über den Zweiten Weltkrieg retten, so dass sein Schwiegersohn Heinz Kuckei in den folgenden Jahrzehnten an die Tradition anknüpfen und die Sammlung ausbauen konnte. Die großzügige Leihgabe setzt nun die enge Beziehung fort, die die Sammlung Kuckei seit ihren Anfängen mit den Staatlichen Museen zu Berlin verbindet. Sie gibt außerdem Anlass, an die bewegte Geschichte dieser Privatsammlung, die auch ein Stück Berliner Geschichte spiegelt, zu erinnern: Ab dem 26. Juni, dem 100. Geburtstag Heinz Kuckeis, werden die Bilder in der zentralen Wandelhalle der Gemäldegalerie gezeigt, bevor sie Anfang 2019 in die Sammlungsbestände des Museums integriert werden.  ...
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Bode-Museum (Foto: Maximilian Meisse)
Bode-Museum (Foto: Maximilian Meisse)

Skulptur und Malerei 13.-18. Jh.

Bode-Museum
Berlin | 01.01.2000-01.01.2030
Die Skulpturensammlung besitzt Bildwerke vom frühen Mittelalter bis zum ausgehenden 18. Jahrhundert aus den deutschsprachigen Ländern, Frankreich, den Niederlanden, Italien und Spanien. Einen Sammlungsschwerpunkt bildet die Italienabteilung. Hauptwerke mittelalterlicher Skulptur wie die Madonna des Presbyter Martinus und der Schmerzensmann von Giovanni Pisano leiten über zu Meisterwerken der Frührenaissance. Glasierte Terrakotten von Luca della Robbia, die Pazzi-Madonna von Donatello und die Bildnisbüsten von Desiderio da Settignano, Francesco Laurana und Mino da Fiesole sind Glanzpunkte der Sammlung. Ein weiterer Akzent liegt auf der spätgotischen deutschen Skulptur mit Werken von Hans Multscher, Tilman Riemenschneider, Hans Brüggemann, Niclaus Gerhaert von Leyden und Hans Leinberger. Die deutsche Renaissance- und Barockplastik ist mit Statuetten aus Alabaster und Elfenbein vertreten. Herausragend sind die monumentalen Ritterheiligen aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges. Darüber hinaus besitzt das Museum eindrucksvolle Beispiele baugebundener Plastik. Die Gröninger Empore ist ein Hauptwerk der deutschen Romanik. Skulpturen von Andreas Schlüter und die Gruppe von sechs Feldherrnstatuen, die für den ehemaligen Wilhelmplatz geschaffen wurde, stehen für Berliner Bildhauerkunst des 17. und 18. Jahrhunderts. Rokoko und Frühklassizismus in Deutschland sind mit Arbeiten von Ignaz Günther, Joseph Anton Feuchtmayer, Edme Bouchardon, Pierre Puget und Jean Antoine Houdon vertreten. In der Studiensammlung des neu eröffneten Bode-Museums sind zahlreiche italienische Bildwerke verschiedener Schulen, überwiegend aus der Zeit der Renaissance, zu sehen. Darunter befinden sich berühmte Stücke wie der Bronzekopf des Lodovico Gonzaga, das Kopffragment der "Prinzessin von Neapel" und die Flora-Büste, deren kunsthistorische Einordnung umstritten bzw. korrigiert worden ist. Schwerpunkte sind die Madonnenreliefs aus Ton, Stuck und Cartapesta aus dem 15. Jahrhundert, in deren Zentrum eine der bedeutendsten Madonnenkompositionen von Jacopo Sansovino aus dem 16. Jahrhundert steht, sowie einige erstmals seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges ausgestellte Fragmente erstrangiger Bildwerke. Als besonderes Glanzlicht für zeitgenössisches bürgerliches Engagement ergänzt die "Kunstkammer Würth" mit 30 Werken aus der Sammlung des Industriellen, Kunstsammlers und Mäzens Reinhold Würth für drei Jahre in idealer Weise die Sammlung des Museums. Neben einem Kabinettschrank aus dem 17. Jahrhundert besteht der Schwerpunkt der Kunstkammer vorwiegend aus Kleinbildwerken in Elfenbein des 17. und 18. Jahrhunderts von Künstlern wie Leonhard Kern, Zacharias Hegewald, Joachim Henne, Adam Lenckhardt, Paul Egell oder Christoph Daniel Schenck. Des Weiteren finden sich in der Präsentation ein kostbarer Bernsteinaltar des 17. Jahrhunderts, eine von Paulus Ättinger teilvergoldete Silberarbeit, die eine Diana auf einem Hirsch zeigt, sowie gedrechselte Elfenbeinwerke.  ...
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Bode-Museum (Foto: Maximilian Meisse)
Bode-Museum (Foto: Maximilian Meisse)

Münzen und Medaillen

Bode-Museum
Berlin | 01.01.2000-01.01.2030
Das Münzkabinett ist mit 500.000 Objekten eine der größten numismatischen Sammlungen. Die Sammlung verdankt ihre Weltgeltung dem Reichtum und der Geschlossenheit der Münzserien vom Beginn der Münzprägung im 7. Jahrhundert v. Chr. in Kleinasien bis zu den Münzen und Medaillen des 21. Jahrhunderts.Zu den bedeutendsten Beständen gehören 102.000 griechische und etwa 50.000 römische Münzen der Antike, 160.000 europäische Münzen des Mittelalters und der Neuzeit sowie 35.000 islamisch-orientalische Münzen. Die im 15. Jahrhundert entstehende Kunstform der Medaille ist mit 25.000 Stücken vertreten....
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Bode-Museum (Foto: Maximilian Meisse)
Bode-Museum (Foto: Maximilian Meisse)

Spätantike und Byzantinische Kunst

Bode-Museum
Berlin | 01.01.2000-01.01.2030
Das Museum für Byzantinische Kunst besitzt eine erstrangige, in Deutschland unvergleichbare Sammlung spätantiker und byzantinischer Kunstwerke und Alltagsgegenstände. Der Schwerpunkt liegt auf der Kunst des Weströmischen und des Byzantinischen Reiches aus der Zeit vom 3. bis zum 15. Jahrhundert, hinzu kommt eine große Zahl nachbyzantinischer Ikonen und Kleinkunstwerke. Die Kunstwerke des Museums stammen aus nahezu allen Gegenden des antiken Mittelmeerraumes, aus Rom und Italien, aus Istanbul (dem byzantinischen Konstantinopel) und der Türkei, aus Griechenland und den Balkanländern, aus Ägypten, Nubien, Äthiopien, Nordafrika, aus den Ländern des Nahen Ostens und Russland, ganz entsprechend der Ausdehnung des West- und Oströmischen Reiches und der Staaten, die das Erbe der byzantinischen Kultur angetreten haben. Innerhalb dieses breiten Spektrums hat die Berliner Sammlung ihr unverwechselbares Profil herausgebildet, das von vier Schwerpunkten bestimmt wird: Spätantike Sarkophage und Sarkophagfragmente aus Rom bieten ein Panorama der frühen christlichen Ikonographie in der Hauptstadt des Weströmischen Reiches. Der reiche Bestand figürlicher und ornamentaler Skulptur aus dem Oströmischen Reich ermöglicht das Studium der stilistischen Vielfalt und Veränderung dieser Gattung, wie es sonst nur noch in der Sammlung des Archäologischen Museums in Istanbul möglich ist. Kostbare Elfenbeinschnitzereien und Mosaikikonen zeugen von dem hohen handwerklichen und künstlerischen Standard byzantinischer Hofkunst. Gegenstände des Alltags und der christlichen Religion aus Ägypten geben Hinweise auf das tägliche Leben und die Ausstattung liturgischer Abläufe. Darunter sind auch Bodenfunde aus organischen Materialien wie Holz und Textilien, die ihre Erhaltung dem heißen und trockenen Wüstenklima Ägyptens verdanken.  ...
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Altes Museum (Foto: Maximilian Meisse)
Altes Museum (Foto: Maximilian Meisse)

Antike Welten. Griechen, Etrusker und Römer

Altes Museum
Berlin | 24.02.2011-01.01.2030
Antike Welten in vollkommen neuer Darstellung sind seit dem 24. Februar 2011 im Alten Museum zu erleben: Nach den Etruskern und Römern, die seit Juli 2010 im Obergeschoss Tausende Besucher begeistert haben, präsentiert die Antikensammlung nun im Hauptgeschoss ihre weltberühmte Sammlung griechischer Kunst in neuem Gewand. Der Rundgang durch die neue Präsentation im Hauptgeschoss des Alten Museums beginnt mit der "Zeit der Helden" von 1000 bis 700 v. Chr. Kriegerstatuen und Helme stehen neben orientalisch geprägten Bildern von Greifen und Löwen. Schon wird der Blick gelenkt in die nächsten Räume zu archaischen Heiligtümern und Grabmonumenten des 6. Jhs. v. Chr.: Eine "Heilige Straße" führt auf den kolossalen Kuros von Didyma zu, die farbenprächtige "Berliner Göttin" blickt dem "Kopf Sabouroff" in die Augen. Die Welt der Götter, Heroen und Sagen klassischer Zeit entfaltet sich im Nordsaal mit einem Feuerwerk bekannter Vasenbilder und Skulpturen. Im Zentrum rahmen Meisterwerke klassischer Kunst wie der Speerträger und die Amazone des Polyklet zusammen mit Meistervasen des Andokides und Euphronios den "Betenden Knaben". "Leben und Tod in Athen" beleuchtet jede Facette des Alltags in der Metropole der Klassik. Herrscher und Volk in ihrer Lebenswelt Das Theater in Griechenland und Unteritalien leitet über zu den Griechen im Westen, mit der "Thronenden Göttin" aus Tarent im Mittelpunkt. In der Abteilung zum Hellenismus werden Herrscher den einfachen Leuten gegenübergestellt - in Porträts und in ihrer Lebenswelt. Die Funde aus den Häusern von Priene, dem "Pompeji Kleinasiens", werden in einem ganz neuen Arrangement gezeigt. Die ehemals im Pergamonmuseum ausgestellte prächtige Sammlung antiker Münzen des Münzkabinetts wird nun in einem separaten Raum mit blauem Himmelszelt präsentiert. Der Abschluss des Rundgangs bietet den Besuchern dann "350 Jahre Antikensammlung" im Zeitraffer. Der nun eröffnete zweite Teil der neuen ständigen Ausstellung im Alten Museum hat einen faszinierenden Gesamtüberblick der Kunst der antiken Welt geschaffen - nicht nach Gattungen getrennt, sondern inhaltlich und ästhetisch arrangiert.  ...
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Kinder-Reich in der Gemäldegalerie. Die Werkstatt des Malers

Gemäldegalerie Berlin
Berlin | 23.10.2011-01.01.2030
Kinder können im "Kinder-Reich" in der Gemäldegalerie erleben, wie die Gemälde der Niederlande des 17. Jahrhunderts entstanden sind. Auf vielfältige und abwechslungsreiche Art und Weise lernen sie dabei viel Wissenwertes über die Abläufe und Arbeitsschritte in den Malerwerkstätten, über die Ausbildung zum Maler und über frühere Werkstoffe und -techniken. Das Kinder-Reich ist in drei Bereiche aufgeteilt: 1. den bühnenartigen Nachbau einer Malerwerkstatt 2. das "Lern-Buffet" mit Schautafeln und Anschauungsmaterial zu den Themen Bildträger, Handwerkszeug und Herkunft der Farben 3. die Darstellung einer Malerwerkstatt mit Frage-Antwort-Spiel Dreidimensionales Erleben ist in der nachgebauten Malerwerkstatt möglich, anschauliches Betrachten anhand zahlreicher Utensilien, Werkzeuge und Rohstoffe am Lern-Buffet, und schließlich informiert ein zehnteiliges Frage- und Antwort-Spiel über den Betrieb in einer Malerwerkstatt, wiedergegeben auf einer großformatigen Abbildung des Künstlers Johannes Stradanus. Familien können sich hier auf Entdeckungstour begeben, bevor oder nachdem sie die großartigen Meisterwerke der Gemäldegalerie betrachtet haben, sie können gemeinsam lernen und studieren, welche Techniken es gab und welche Materialien verwendet wurden. Schulklassen können mit den Museumspädagogen der Gemäldegalerie das Kinder-Reich besuchen. Der Kunstunterricht erfährt durch das reiche Anschauungsmaterial in unmittelbarer Nähe zu der einzigartigen Gemäldesammlung Alter Meister eine einzigartige Erweiterung.  ...
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Cy Twombly  Peonies (Bassano in Teverina), 1980  43,1 x 27,9 cm  © Cy Twombly Foundation
Cy Twombly Peonies (Bassano in Teverina), 1980 43,1 x 27,9 cm © Cy Twombly Foundation

Cy Twombly: In the studio

Museum Brandhorst
München | 31.05.2016-26.05.2019
Mit einer Neupräsentation meldet sich Cy Twombly im Obergeschoss des Museums Brandhorst zurück. Und zwar mit einer retrospektiven Auswahl von Gemälden, Skulpturen, Zeichnungen und Fotografien aus den frühen 1950er-Jahren bis hin zu einem Gemälde aus Twomblys allerletzter Werkserie, die er 2011 kurz vor seinem Tod fertig gestellt hat.Twombly hat dem jeweiligen Ort, an dem seine Werke entstanden sind, Zeit seines Lebens eine zentrale Bedeutung beigemessen. Insbesondere seine Fotografien spielen vielfach auf den Prozess und Ort der Entstehung seiner Bilder und Skulpturen an. Darüber hinaus finden sich in vielen Aufnahmen Hinweise auf Situationen und Gegenstände - von Naturaufnahmen, Stillleben bis hin zu Besuchen von Flohmärkten oder Friedhöfen -, die Twomblys Werke inspiriert haben. Die Zusammenschau der verschiedenen Medien, in denen Twombly seit seiner Studienzeit am Black Mountain College gearbeitet hat, vermag ebenso spannende wie überraschende Konstellationen zu Tage zu fördern....
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Die „Krone von Kertsch“. Das Diadem einer vornehmen Dame wurde in einem völkerwanderungszeitlichen Grab in Kertsch - dem antiken Pantikapaion - auf der Krim entdeckt. Spätes 4. / 1. Hälfte 5. Jahrhundert n. Chr. © Römisch-Germanisches Museum/Rheinisches Bildarchiv Köln
Die „Krone von Kertsch“. Das Diadem einer vornehmen Dame wurde in einem völkerwanderungszeitlichen Grab in Kertsch - dem antiken Pantikapaion - auf der Krim entdeckt. Spätes 4. / 1. Hälfte 5. Jahrhundert n. Chr. © Römisch-Germanisches Museum/Rheinisches Bildarchiv Köln

Die Krone von Kertsch

Museum für Vor- und Frühgeschichte Berlin im Neuen Museum
Berlin | 19.10.2017-29.09.2019
Völkerwanderungszeitlicher Goldschmuck vom Schwarzen Meer, silberne Gewandspangen und prächtige Gürtel aus Gräbern des frühen Mittelalters in Frankreich, Italien, Spanien und Deutschland – Teile der Sammlung des Johannes von Diergardt werden nach über 80 Jahren wieder in Berlin zu sehen sein, wo sie bis 1934 ausgestellt waren. Sie gewähren glänzende Einblicke in die europäische Geschichte, besonders in die Ereignisse zwischen Antike und Mittelalter. Nach dem Tod des Sammlers und Mäzens gelangten sie in das Römisch-Germanische Museum Köln. Umbauarbeiten im Kölner Museum bieten nun eine gute Gelegenheit, die Schätze nach langer Zeit wieder der Berliner Öffentlichkeit zu präsentieren....
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Bode-Museum (Foto: Maximilian Meisse)
Bode-Museum (Foto: Maximilian Meisse)

Unvergleichlich: Kunst aus Afrika im Bode-Museum

Bode-Museum
Berlin | 27.10.2017-02.06.2019
Die Ausstellung "Unvergleichlich" wird herausragende Kunstwerke Afrikas aus dem Ethnologischen Museum in der einzigartigen europäischen Skulpturensammlung im Bode-Museum zeigen. Durch die beiden Hauptetagen werden punktuell Plastiken beider Kontinente gegenübergestellt. Thematische Vertiefungen werden in einem Sonderausstellungsraum gezeigt. Zwei Kontinente, ähnliche Funktionen Durch experimentelle Gegenüberstellungen von Werken aus zwei Kontinenten werden mögliche Zusammenhänge auf verschiedenen Ebenen thematisiert, wie historische Zeitgenossenschaft, ikonographische und technische Gemeinsamkeiten oder künstlerische Strategien. Besonders bemerkenswert sind Übereinstimmungen in der Funktion der Kunstwerke trotz unterschiedlicher Formensprache: Kraftfiguren aus dem Kongo dienten zum Schutz von Dörfern und Gemeinschaften, ähnlich wie gotische Darstellungen der Schutzmantelmadonna. Allerdings machen Vergleiche auch Kontraste deutlich, wie im Fall von Mutterschafts-Darstellungen, die sich in Afrika und Europa anderer Bildsprachen bedienen und andere Aussagen machen. Was bedeutet es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede festzustellen? Jeder Museumsbesuch fordert auf, Objekte zu vergleichen und zu interpretieren. Doch was bedeutet es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede festzustellen? Die Ausstellung wirft mehrere Fragen auf: Welche Erkenntnisse werden durch die gemeinsame Präsentation von Kunstwerken mit unterschiedlichen Geschichten gewonnen? Was für Auswirkungen hatte es, Objekte, die einst gemeinsam in der Brandenburgisch-Preußischen Kunstkammer standen, verschiedenen Museen zuzuordnen? Warum wurden die einen Objekte als ethnologische Gegenstände und die anderen als Kunstwerke klassifiziert? Der implizite Prozess des Vergleichens, Trennens und Zuordnens in Abgrenzung zu anderen Sammlungen war ein fundamentaler Schritt in der Gründung der Berliner Museen und der Definition ihrer Sammlungsaufträge. Dabei endeten viele Objekte aus Afrika als ethnologische Anschauungsobjekte. Andere Objekte aus europäischen rituellen Kontexten von vergleichbarer Kunstfertigkeit verblieben in einem Kunstmuseum. Gesellschaftliche Prägung Der Prozess des Vergleichens und des Zuordnens ist also kein neutraler, sondern ist geladen mit gesellschaftlich geprägten Vorurteile, Konventionen und Geschichtskonstruktionen. Er ist auch stark abhängig von den Erfahrungen der Menschen, die den Vergleich anstellen. Die Aussage, ob Sachen ähnlich oder andersartig sind, hat oft auch mit Macht zu tun. Dadurch ist das Vergleichen eng mit Themen wie Sammlungsgeschichte, Ästhetik, Kolonialismus und Gender verbunden. Diese Themen werden in der Ausstellung und der begleitenden App von verschieden Perspektiven beleuchtet. Bis zu Einrichtung des Humboldt-Forums bleiben diese Meisterwerke afrikanischer Kunst im Bode-Museum zugänglich. Die Präsentation lädt ein, die eigene Haltung des Vergleichens zu hinterfragen.  ...
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Licht- und Klanginstallation res•o•nant von Mischa Kuball im Jüdischen Museum Berlin 2017 bis 2019   © Jüdisches Museum Berlin, Foto: Ladislav Zajac/Archiv Mischa Kuball, Düsseldorf/VG Bild-Kunst, Bonn 2017  Nur für die aktuelle Berichterstattung von Rechten frei, mit der Bitte um Zusendung eines Belegexemplars.
Licht- und Klanginstallation res•o•nant von Mischa Kuball im Jüdischen Museum Berlin 2017 bis 2019 © Jüdisches Museum Berlin, Foto: Ladislav Zajac/Archiv Mischa Kuball, Düsseldorf/VG Bild-Kunst, Bonn 2017 Nur für die aktuelle Berichterstattung von Rechten frei, mit der Bitte um Zusendung eines Belegexemplars.

res'o'nant: Eine Licht- und Klanginstallation von Mischa Kuball im Jüdischen Museum Berlin

Jüdisches Museum Berlin
Berlin | 17.11.2017-01.09.2019
Das Jüdische Museum Berlin präsentiert mit res·o·nant eine begehbare Licht- und Klanginstallation des Düsseldorfer Konzeptkünstlers Mischa Kuball. Die Installation wurde eigens für die neue Ausstellungsfläche im Untergeschoss des Libeskind-Baus geschaffen. Auf insgesamt mehr als 350 Quadratmetern bespielt res·o·nant zwei der fünf den Museumsbau vertikal durchziehenden Voids. Diese symbolischen Leerstellen, auf deren Materialität, Wirkung und Bedeutung sich Mischa Kuball bezieht, bilden den Ausgangspunkt für sein Werk. In den 24 Meter hohen Räumen werfen rotierende Projektoren Lichtfelder in Form der Void-Grundrisse an Wände und Decken. Mittels drehender Spiegelelemente und Stroboskop-Blitze entsteht eine »Resonanz zwischen Architektur und Haut«, so der Künstler. Als wichtiges Element der Installation sind über mehrere im Raum verteilte Lautsprecher jeweils 60-sekündige Soundclips – sogenannte Skits – zu hören, die von mehr als 150 Musiker*innen eigens für res·o·nant produziert wurden....
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Sigmar Polke: Öl und Acryl auf Leinwand , rechte Hälfte auf Stoff (2teilig), 181 x 301,5 cm © Privatsammlung, Foto: Kay Riechers; © VG Bild-Kunst, Bonn  Haegue Yang: Künstliches Stroh, Stahlständer, Pulverbeschichtung, Lenkrollen, Plastikbänder, Kunststoffpflanzen, indische Glocken, 193 x 115 x 115 cm © Hamburger Kunsthalle / bpk  Foto: Kay Riechers
Sigmar Polke: Öl und Acryl auf Leinwand , rechte Hälfte auf Stoff (2teilig), 181 x 301,5 cm © Privatsammlung, Foto: Kay Riechers; © VG Bild-Kunst, Bonn Haegue Yang: Künstliches Stroh, Stahlständer, Pulverbeschichtung, Lenkrollen, Plastikbänder, Kunststoffpflanzen, indische Glocken, 193 x 115 x 115 cm © Hamburger Kunsthalle / bpk Foto: Kay Riechers

Wieder und Wider

Hamburger Kunsthalle - Sammlung Galerie der Gegenwart
Hamburg | 15.12.2017-08.12.2019
Der Titel der Sammlungspräsentation »wieder und wider« ist programmatisch. Er benennt die beiden grundlegenden Prinzipien der Ausstellung: Wiederholung und Widerspruch. Werke aus der Sammlung der internationalen Gegenwartskunst werden hier in oftmals überraschende und unkonventionelle Dialogsituationen gebracht: Sigmar Polke/Haegue Yang, Maria Lassnig/Georg Baselitz, Neo Rauch/Tony Cragg, Georg Baselitz/Mike Kelley, Vajiko Chachkhiani/Peter Doig u.a. Im Prozess des vergleichenden Sehens eröffnen sich ungeahnte Verwandtschaften und verblüffende Gemeinsamkeiten, und doch bleibt die Besonderheit der jeweiligen künstlerischen Handschrift erhalten. Die Sammlungspräsentation »wieder und wider« ermöglicht ein Entdecken, Neuentdecken und Wiederentdecken von bedeutenden Werken internationaler Gegenwartskunst in der Sammlung der Hamburger Kunsthalle. Beteiligte Künstler_innen: Georg Baselitz, Vajiko Chachkhiani, Tony Cragg, Peter Doig, David Hockney, Annika Kahrs, Mike Kelley, Maria Lassnig, Richard Long, Wolfgang Mattheuer, Olaf Metzel, Sigmar Polke, Neo Rauch, Gerhard Richter, Pia Stadtbäumer, Cy Twombly, Stephan von Huene, Haegue Yang  ...
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Maske für den Maskentanz Sandea, Korea, 19. Jh. Foto: © NRICH/MARKK
Maske für den Maskentanz Sandea, Korea, 19. Jh. Foto: © NRICH/MARKK

Uri Korea - Ruhe in Beschleunigung

MARKK - Museum am Rothenbaum Kulturen und Künste der Welt
Hamburg | 15.12.2017-01.12.2020
Aus der langjährigen Kooperation des Museums für Völkerkunde Hamburg und des National Folk Museum of Korea ist ein gemeinsam konzipiertes Ausstellungsprojekt hervorgegangen. Es spürt dem Stellenwert von Traditionen in der von Popkultur und Hightech geprägten Moderne des ostasiatischen Landes nach. Kein anderes Land der Welt hat im 20. Jahrhundert eine so schnelle Wirtschaftsentwicklung erfahren. Über 90 % der Menschen leben heute in Städten, Elektronik und Popmusik sind erfolgreich in der ganzen Welt. Die Ausstellung gibt einen Einblick in den Alltag von heute und stellt Themen vor, die moderne Koreaner bewegen. Zu diesen Themen gehört neben der Kultur der Schnelligkeit, dem Bildungsfieber und den Herausforderungen und Freuden des ganz normalen Tagesablaufs auch eine intensive Beschäftigung mit der eigenen Tradition. Nach den Verheerungen durch Kolonialzeit und Koreakrieg hat sich das Land zur Rückeroberung und Neubewertung seiner eigenen Vergangenheit aufgemacht. Themen wie die landestypische Ästhetik, die Bedeutung des Konfuzianismus in der Moderne oder der eigene Platz in der realen wie spirituellen Welt sind Gesprächsstoff. Als Dokumente des reichen koreanischen Erbes sind zahlreiche Sammlungsstücke aus dem Museum für Völkerkunde zu sehen. Seit 2014 wurden sie von dem koreanischen Forschungsinstitut NRICH erforscht. Auch über die Bedeutung dieser Forschungsarbeit für beide Seiten berichtet die Ausstellung.  ...
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Ausstellungsansicht 2, Foto: Michaela Hille
Ausstellungsansicht 2, Foto: Michaela Hille

RAUBKUNST?

Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
Hamburg | 16.02.2018-01.07.2019
Das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG) hat die Herkunftsgeschichte der drei Benin-Bronzen aus seiner Sammlung erforscht und die Rolle des Gründungsdirektors Justus Brinckmann in diesem Zusammenhang offengelegt. Die Ergebnisse präsentiert das MKG ab dem 16. Februar 2018 im Rahmen der Ausstellung Raubkunst? Provenienzforschung zu den Sammlungen des MKG und in einer begleitenden Publikation. Dass es sich bei den Bronzen um Raubkunst handelt, steht heute außer Frage. Britische Truppen beschlagnahmten sie 1897 zusammen mit anderen Objekten im Königspalast von Benin und verbrachten sie nach Europa. Justus Brinckmann erkannte die künstlerische Kraft und Präzision der Einzelstücke sofort. Als erster deutscher Museumsdirektor erwarb er Bronzen und setzte durch Vorträge und Veröffentlichungen eine intensive Erforschung der Benin-Kunst in Gang. Brinckmanns Begeisterung weckte auch das Interesse anderer Museen und löste einen regen, von Hamburg ausgehenden Handel aus. In der Hafenstadt Hamburg mit den in Afrika verankerten Handelsfirmen saß Brinckmann an zentraler Stelle und trat als Vermittler auf. Von den rund 50 Bronzen, die durch seine Hände gingen, blieben drei im MKG. Ein großer Teil wurde in die Sammlung des Museums für Völkerkunde Hamburg abgegeben, anderes war zum Weiterverkauf bestimmt. Für das eigene Haus hatte Brinckmann wenige Objekte vorgesehen, die einen beispielhaften handwerklichen und künstlerischen Umgang mit dem Material Bronze veranschaulichen sollten. Da die Sammlung des MKG auch zu Lehrzwecken der im Museum ansässigen Kunstgewerbeschule genutzt wurde, hatte die kunsthandwerkliche Qualität der Objekte oberste Priorität. Mit dem Auszug der Kunstgewerbeschule Anfang des 20. Jahrhunderts ging diese didaktische Anbindung jedoch verloren. Es gibt heute keinerlei Hinweis darauf, ob und wie die Bronzen damals ausgestellt waren. Zuletzt waren sie 2010 in der Epochen und Kulturen übergreifenden Sammlungspräsentation Body & Soul zu sehen und 2012 als Gäste in der neu aufgestellten Antiken-Sammlung einbezogen. In der Kultur ihres Heimatlandes, dem Königreich Benin in Nigeria, werden sie nicht nur als Kunstwerke angesehen, sondern haben eine identitätsstiftende Bedeutung. Dieser Umstand verlangt nach einer angemessenen Würdigung ihrer ursprünglichen Bestimmung, die das Museum für Völkerkunde Hamburg im Kontext seiner Sammlungen besser leisten kann. Deshalb werden sie im Anschluss an ihre Präsentation im Rahmen der Raubkunst?-Ausstellung im MKG an das Museum für Völkerkunde Hamburg übergeben, das vor dem Hintergrund seiner umfangreichen Sammlung afrikanischer Kulturgüter und seiner ausgewiesenen Kompetenz den notwendigen Zusammenhang für die weitere Erforschung der Herkunftsgeschichte und den transnationalen Austausch mit Nigeria und dem Königshaus bietet.  ...
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James Turrell, Ganzfeld Aural, 2018; © Jüdisches Museum Berlin, Schenkung von Dieter und Si Rosenkranz, Foto: Florian Holzherr Nur für die aktuelle Berichterstattung von Rechten frei, mit der Bitte um Zusendung eines Belegexemplars. Laufzeit der Ausstellung: 12. April 2018 – 30. September 2019
James Turrell, Ganzfeld Aural, 2018; © Jüdisches Museum Berlin, Schenkung von Dieter und Si Rosenkranz, Foto: Florian Holzherr Nur für die aktuelle Berichterstattung von Rechten frei, mit der Bitte um Zusendung eines Belegexemplars. Laufzeit der Ausstellung: 12. April 2018 – 30. September 2019

James Turrell: Ganzfeld 'Aural'

Jüdisches Museum Berlin
Berlin | 12.04.2018-30.09.2019
In einem temporären Bau im Museumsgarten präsentieren wir die begehbare Installation Ganzfeld »Aural« des Künstlers James Turrell. Mit »Aural« wird erstmalig ein Ganzfeld des weltweit bedeutendsten »Bildhauers des Lichts« in Berlin präsentiert. Die Installation gehört zur Werkserie der Ganzfeld Pieces, in der Turrell Grenzbereiche der Wahrnehmung inszeniert. Die Installation Beim Betreten der Installation Ganzfeld »Aural« tauchen Besucher*innen in die Atmosphäre eines Raumes ein, in dem sich weder Dimensionen noch die Quelle des Lichts erkennen lassen. Das Auge findet keine Anhaltspunkte mehr und der Blick verliert sich. Licht, Farbe und Raum verschmelzen miteinander. Der langsame Farbwechsel der Installation wird durch Lichtblitze unterbrochen. James Turrell fordert Zeit von seinen Besucher*innen. Das Auge muss sich anpassen – erst dann entfaltet sich die Wirkung des Lichts vollkommen. Plötzlich werden kleinste Eindrücke und Veränderungen wahrgenommen. Traumähnliche Erfahrungen, die an dichten Nebel, große Schneefelder oder nächtliche Dunkelheit erinnern können, stellen sich ein. Symbolik des Lichts Licht ist ein zentrales Symbol im Judentum, das Anfang und Ende der Schöpfung miteinander verbindet. Die Arbeiten von James Turrell können als eine der spektakulärsten künstlerischen Interpretationen der Erschaffung des Lichts angesehen werden. James Turrell James Turrell (* 1943, Los Angeles) gehört zu den bedeutendsten Künstlern unserer Zeit. Seit mehr als fünfzig Jahren steht die menschliche Wahrnehmung von Licht im Mittelpunkt seines Schaffens. Seine Untersuchungen gelten der Selbsterfahrung aller Sinne, dem bewussten und unbewussten Sehen sowie der emotionalen Qualität unseres Gefühls von Licht, Raum und Zeit....
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Hajo Rose (Gestaltung), Plakat „Bauhaus 1919 – 1933“. Anlässlich der 39. Verkaufsausstellung Galerie am Sachsenplatz Leipzig. Siebdruck, Papier Leipzig, 1976. GRASSI Museum für Angewandte Kunst, Schenkung Isolde Rose. Foto: Esther Hoyer
Hajo Rose (Gestaltung), Plakat „Bauhaus 1919 – 1933“. Anlässlich der 39. Verkaufsausstellung Galerie am Sachsenplatz Leipzig. Siebdruck, Papier Leipzig, 1976. GRASSI Museum für Angewandte Kunst, Schenkung Isolde Rose. Foto: Esther Hoyer

Bauhaus_Sachsen

Grassi Museum für Angewandte Kunst Leipzig
Leipzig | 18.04.2018-29.09.2019
Im Jahr 2019 heißt es vielerorts „100 Jahre Bauhaus“. Das Museum punktet im Jubiläumsjahr neben seinen Fenstern vom Bauhausmeister Josef Albers auch mit dem Schwerpunktthema Bauhaus in seiner Dauerausstellung. Überdies spürt die große Sonderausstellung BAUHAUS_SACHSEN den Verbindungen und Wirken der in Sachsen gebürtigen und tätigen Bauhäuslern nach. Denn Leipzig war für das Bauhaus enorm wichtig: Sowohl auf den Grassimessen im Grassimuseum wie auch in den Messehallen der Leipziger Mustermesse fanden Bauhäusler ein Podium für ihre neuen Gestaltideen. Gerade auch über Leipzig hinaus erwies sich die sächsische Industrie als potenter Partner für das Bauhaus – beispielsweise im Leuchtenbau oder der Textilindustrie. Bauhaustypographie und -bildästhetik fanden Eingang in sächsische Verlagsprodukte und Werbemittel. In der modernen Architektur Sachsens hinterließ das Bauhaus prägnante Spuren. Kunstgalerien und Museen in Dresden, Chemnitz und Leipzig stellten die Werke der Bauhausmeister häufig aus. Überraschend groß ist die Zahl der in Sachsen gebürtigen und tätigen Bauhäusler. Neben dem Fokus auf prägende Meister wie Wassily Kandinsky, László Moholy-Nagy, Paul Klee oder Josef Albers erweitert die Sonderausstellung das Spektrum und bezieht auch zeitgenössisch Künstler mit Projekten ein, die das Bauhaus rezipieren und so die Brücke vom Gestern ins Heute schlagen: Die Künstlerin Judith Raum betrachtet in einer Installation vergessene Kapitel sächsischer Textilindustriegeschichte. Die Designerin Katharina Jebsen schuf dafür mehrere Neuwebungen von Bauhaus-Gebrauchsstoffen, die einst in sächsischen Firmen in Produktion gingen. Felix Bielmeier führt fotografisch durch das von Oskar Schlemmer geprägte Haus Rabe. Die angekündigte, aber nie erschienene zweite Bauhaus-Grafikmappe legt als Überraschungsüberlieferung Felix Martin Furtwängler vor. Oskar Rink schreibt Bildräume der Bauhäusler fort. Joachim Brohm verfolgt die architektonische Umsetzung einer Skizze von Mies van der Rohe. Lutz Könnecke setzt sich mit der frühen Bauhauskeramik auseinander. Und Alexej Metschanows Möbelassemblagen werfen Fragen nach Sitz-Ikonen auf....
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Sol Calero, Casa Isadora, 2018, Foto: Nick Ash, © Brücke-Museum
Sol Calero, Casa Isadora, 2018, Foto: Nick Ash, © Brücke-Museum

Sol Calero: Casa Isadora

Brücke Museum
Berlin | 07.05.2018-15.11.2019
Mit der Casa Isadora hat die Künstlerin Sol Calero (*1982 in Caracas, Venezuela) im Garten des Brücke-Museums einen Pavillon in Form eines begehbaren Gemäldes errichtet, der allen Besucher*innen offensteht. In der Gestaltung des Pavillons ließ sich Calero von den Gemälden und Holzschnitten der Brücke inspirieren. Caleros einzigartige Bildsprache, die von lateinamerikanischer Kunst und populärer Ästhetik geprägt ist, stellt eine Verbindung mit den künstlerischen Erkundungen der Künstlergruppe her. Inhaltlich knüpft die Casa Isadora an das 1911 von Ernst Ludwig Kirchner und Max Pechstein in Berlin gegründete MUIM-Institut (Moderner Unterricht in Malerei) an. Auch Calero schätzt die Zusammenarbeit und interessiert sich für Kunstschulen als Orte des unorthodoxen Lernens von und für Künstler*innen. Dieser Pavillon ist Teil einer Serie. Die Besucher*innen wirken an ihrer Entstehung mit, indem sie Objekte herstellen, die zur Dekoration und Ausstattung der Architektur genutzt werden. Diese Elemente können zum nächsten Pavillon weiterwandern. Auf diese Weise entstehen Verbindungen zwischen den Häusern und den Teilnehmer*innen, die Zusammenarbeit wächst stetig. Auch dieser Pavillon ist noch im Werden: Casa Isadora wird in den kommenden Monaten im Rahmen von Workshops und Veranstaltungen sukzessive ausgebaut und ergänzt. Die Casa Isadora lebt von der Interaktion der Gäste, der Pavillon bietet Raum für Gruppenarbeit und spontane Gespräche aber auch Platz zum entspannten Verweilen. Wir laden Sie dazu ein, in dieser Installation zu verweilen und Raum wie Möbel zu benutzen. Da wir nicht möchten, dass Sie sich verletzen, seien Sie bitte vorsichtig beim Betreten des Pavillons. Gehen Sie bitte sorgsam mit dem Kunstwerk und der Einrichtung um. Wir wünschen Ihnen einen schönen Aufenthalt in der Casa Isadora....
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Olafur Eliasson - Wasserfarben

Staatliche Graphische Sammlung
München | 08.06.2018-02.09.2019
Zweifellos zählt der dänische Installationskünstler isländischer Herkunft, Olafur Eliasson (*1967), zu den herausragenden Künstlern der Gegenwart. Wie kein zweiter begeistert er mit seinen künstlerischen Großprojekten weltweit Menschen auch außerhalb der Museen. Weniger bekannt ist, dass Olafur Eliasson an der Königlich Dänischen Kunstakademie in Kopenhagen während seiner Studienjahre von 1989 bis 1995 auch als Zeichner ausgebildet wurde. Bis heute nimmt die Zeichenkunst einen zentralen Stellenwert in seinem alle Medien umfassenden Werk ein. Erste Ideen werden zuerst in der Zeichnung formuliert und immer wieder während des Fortlaufs des Projekts vom Künstler zu Rate gezogen. Man gewinnt geradezu den Eindruck, dass Eliasson in der Zeichnung denkt. Die großangelegte Ausstellung „WASSERfarben“ der Staatlichen Graphischen Sammlung München ist eine Weltpremiere, mit der erstmalig Olafur Eliassons Zeichenkunst in ihren Facetten umfassend vorgestellt wird. Die kuratorische Idee ist es, die enge emotionale und intellektuelle Kongruenz zwischen seiner Zeichnung und seiner installativen Kunst für den Betrachter zu erschließen und sinnlich nacherlebbar zu machen....
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"Geschmückt zum Tanz", Foto: Eduard Gangl, 1927-30, PoPo, Golf-Provinz, (damals) Britisch Neuguinea, rechts: Eduard Gangl, links: nicht identifizierte Person, Museum Fünf Kontinente, Inv.Nr. FO-107-1-46
"Geschmückt zum Tanz", Foto: Eduard Gangl, 1927-30, PoPo, Golf-Provinz, (damals) Britisch Neuguinea, rechts: Eduard Gangl, links: nicht identifizierte Person, Museum Fünf Kontinente, Inv.Nr. FO-107-1-46

Fragende Blicke. Neun Zugänge zu ethnografischen Fotografien

Museum Fünf Kontinente
München | 05.07.2018-01.07.2019
54 historische Originalfotografien wurden in der Sammlung Fotografie des Museums Fünf Kontiente ausgesucht und in Zusammenarbeit von Unterrichtenden und Studierenden des Instituts für Ethnologie der Ludwig-Maximilians-Universität München ausgewertet und bearbeitet. Die Bilder wurden zwischen 1862 und 1956 von Ethnologen, Reisenden, kolonialen Akteuren oder in Fotostudios aufgenommen. Ihre Entstehungsgeschichten und seinerzeit beabsichtigten Aussagen sind aus heutiger Sicht nicht immer unproblematisch. Um ihren Betrachtern den historischen Rahmen klar werden zu lassen und obendrein Einblicke in jene Zeit zu gewähren, als die Verschlüsse der analogen Kameras klickten, haben die jungen Ausstellungsmacher von der Universität sich viele Gedanken um Präsentation und Erläuterungstexte gemacht. „Welche Fragen können wir heute aus ethnologischer Perspektive an historische Aufnahmen richten, welche Antworten dürfen wir erwarten?“ Diese Frage stellten die Ethnologen Paul Hempel (Institut für Ethnologie, LMU München) und Anka Krämer de Huerta (Sammlung Fotografie, Museum Fünf Kontinente) sich und neun Studierenden des LMU-Praxisseminars „Ethnografisches Bildgedächtnis und museale (Re-) Präsentation“, das zur Keimzelle der Ausstellung werden sollte. Es tat den alten Fotos gut, großformatig abgezogen zu werden. Plötzlich wurden Details sichtbar, die auf den oft nur wenige Zentimeter großen Originalen vorher nur schwer zu erkennen waren. Neben den Bildinhalten thematisierten die jungen Gastkuratoren auch die Hintergründe der Entstehung der Fotografien und fragten nach den Gründen für öfter wiederkehrende Darstellungsweisen. Natürlich wurden auch die Menschen ernst genommen, die einst sowohl vor als auch hinter der Kamera standen. So kristallisierten sich Bild-Geschichten heraus, die durch den alleinigen Blick aufs Foto selbst weiterhin verborgen geblieben wären. „Die Recherchen waren intensiv. Es hat allen Freude bereitet, Darstellungen aus vielen verschiedenen Regionen der Welt gründlich unter die Lupe zu nehmen und dann zum Sprechen zu bringen“, sagt Julia Blumenschein, die im sechsten Semester Ethnologie und und vergleichende Kultur- und Religionswissenschaften an der Uni München studiert....
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Wallraf-Richartz-Museum, Foto: Jens Korte / KölnTourismus GmbH
Wallraf-Richartz-Museum, Foto: Jens Korte / KölnTourismus GmbH

Sonntag des Lebens: Lifestyle im Barock

Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud
Köln | 13.07.2018-30.06.2019
Rauschende Roben, vornehme Kulissen, exotische Früchte und edle Accessoires - Porträts und Stillleben der Barockzeit spielen meist auf der Sonnenseite des Lebens. Doch verbergen sich hinter den dargestellten Personen und dekorativen Arrangements nicht selten abenteuerliche Schicksale und doppelbödige Geschichten. In seiner neuen Sammlungspräsentation „Sonntag des Lebens“ bietet das Wallraf besonders reizvollen, selten gezeigten oder frisch restaurierten Gemälden eine eigene Bühne. Auf ihr treten ausnahmslos schillernde Persönlichkeiten auf, die sich von Meistern wie Tintoretto, Nicolaes de Largillière, Jan Mijtens und Nicolaes Verkolje malen ließen. Ein besonderes Ausstellungshighlight bildet die „gemalte Biografie“ von Everhard Jabach. Vier Porträts präsentieren den berühmten Kölner Bankier und Sammler in verschiedenen Lebensphasen. Besonders prunkvoll erscheint dabei eine Leihgabe aus belgischem Privatbesitz, die den jugendlichen Jabach zeigt, so wie ihn der flämische Starporträtist Anthonis van Dyck einst sah....
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Foto: Filmmuseum Landeshauptstadt Düsseldorf
Foto: Filmmuseum Landeshauptstadt Düsseldorf

Fantastische Welten, perfekte Illusionen - Visuelle Effekte im Film

Filmmuseum Landeshauptstadt Düsseldorf
Düsseldorf | 15.09.2018-30.06.2019
Die Geschichte der visuellen Effekte im Film ist so alt wie der Film selbst. Seit 1895 haben Regisseure mit ihren technischen Teams versucht, das Unmögliche möglich zu machen. Waghalsige Aktionen von Helden, Begegnungen mit wilden Tieren oder Monstern ziehen wie fantastische Sagenwelten oder ferne Galaxien bis heute die Kinobesucherinnen und Besucher in ihren Bann. Das Arsenal an Verfahren wie Stopptrick, Mehrfachbelichtung, Stop-Motion, Rückprojektion, Matte Painting oder Green Screen wurde fortlaufend erweitert und erreichte durch Computer Generated Imagery (CGI) neue Dimensionen. Legendäre Erfinder wie Georges Méliès, Ray Harryhausen, George Lucas oder James Cameron sorgten dafür, dass die visuellen Effekte immer perfekter wurden. Die Ausstellung "Fantastische Welten, perfekte Illusionen" entführt die Besucherinnen und Besucher in die Welt der visuellen Effekte, dabei stellt sie nicht nur die vielfältigen Verfahren anhand von Filmausschnitten und Fotos vor, sondern bietet auch Gelegenheit, die Herstellung und Wirkung der Effekte interaktiv nachzuvollziehen und selbst zu erfahren. An einem eigens konstruierten Schneidetisch können etwa kleine Animationsfilme hergestellt werden, vor gemalten, riesigen Bildhintergründen (Matte Painting) kann der Besucher selbst agieren, ebenso wird die Wirkungsweise der Rückprojektion erfahrbar. Für die Ausstellung wurde vom Filmmuseum ein neues Green Screen eingerichtet, an dem sich die Besucher in bekannte Filmsettings versetzen können. Verschiedene Simulatoren innerhalb der Ausstellung erlauben auch Ausflüge in virtuelle Realitäten. Neben den interaktiven Stationen sind in der Ausstellung außerdem erstmals seltene Objekte und Originalmodelle aus Filmen wie SINDBADS 7. REISE, DER ZERRISSENE VORHAND, DIE UNENDLICHE GESCHICHTE, ALIEN, STAR TREK oder INDEPENDENCE DAY zu sehen. Das Kino Black Box im Filmmuseum zeigt während der gesamten Ausstellung ein umfangreiches Filmprogramm zu Geschichte und Entwicklung der visuellen Effekte...
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Blick auf das Modell der Godesburg in der Ausstellung Ritter und Burgen im LVR-LandesMuseum Bonn, Bereich Burgherrin. Foto: J. Vogel, LVR-LandesMuseum Bonn.
Blick auf das Modell der Godesburg in der Ausstellung Ritter und Burgen im LVR-LandesMuseum Bonn, Bereich Burgherrin. Foto: J. Vogel, LVR-LandesMuseum Bonn.

Ritter und Burgen - Zeitreise ins Mittelalter (Eine Mitmachausstellung)

LVR-LandesMuseum Bonn
Bonn | 27.09.2018-25.08.2019
Könige und Ritter, Prinzen und Prinzessinnen, edle Kämpfer und Schurken, Burgen mit prächtigen Rittersälen und uneinnehmbaren Mauern und Türmen – in Filmen und Fernsehserien, in Büchern und Märchen ist das Mittelalter allgegenwärtig. Auch in unseren Städten und Landschaften gibt es viele Spuren dieser fernen Zeit: Burgen, Klöster, Kirchen und Städte. Aber wie lebten die Menschen wirklich vor 1000 Jahren? Was wissen die Wissenschaftler darüber? Und was verraten uns die originalen Objekte aus dem Mittelalter dazu? Entdecke in der Ausstellung sieben Menschen aus dem Mittelalter: Natürlich den Ritter und die Burgherrin, aber auch die Händlerin, den Spielmann, den Handwerker, den Mönch und den Bauern. An 35 Mitmachstationen kannst du ausprobieren, wie das Leben im Mittelalter wirklich war: Reite ein Turnier und schmiede ein Schwert, kleide dich wie eine Edelfrau, entdecke eine mittelalterliche Stadt, bewege dich in einem höfischen Tanz, komponiere mittelalterliche Musik, lerne wie schwer es ist, ein erfolgreicher Bauer zu sein oder entdecke die Geheimnisse der Kräutermedizin. Zahlreiche originale Objekte verraten dir viele Geschichten aus dieser Zeit. Manche Probleme, die die Menschen im Mittelalter mit ihren Möglichkeiten gelöst haben, werden dir sehr bekannt vorkommen, manches wird dich sicher überraschen! Die Ausstellung ist ein internationales Kooperationsprojekt des LVR-LandesMuseums Bonn mit dem Museon Den Haag, dem Museum Het Valkhof Nijmegen und Bruns B.V. Bergeijk....
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Shine on me - Wir und die Sonne

Deutsches Hygiene-Museum
Dresden | 28.09.2018-18.08.2019
Im Spätsommer 2018 startete die NASA-Sonde Parker Solar Probe zu einer historischen Mission: Ihr Ziel ist es, der Sonne so nah zu kommen wie niemals zuvor. Fast zeitgleich begibt sich das Deutsche Hygiene-Museum auf eine Schwestermission, die sich der Sonne erstmals umfassend in einer großen Sonderausstellung nähert. Begleiten Sie uns an Bord und erfahren Sie mehr über die kulturelle Bedeutung, die wissenschaftlichen Erkenntnisse, die ungelösten Rätsel rund um den Stern, um den sich auf Erden alles dreht - und erfahren Sie dabei auch mehr über uns Menschen: Wie dachten die alten Kulturen aller Kontinente über die Sonne? Was kann die Solarwissenschaft heute gesichert über ihre Zusammensetzung sagen? Und welchen Einfluss hat sie auf unsere Gegenwart, unser Wohlbefinden und unser Alltagsleben? Gleich eingangs der Ausstellung erwartet Sie eine raumgreifende Kunstinstallation, die vom Jahrhunderttraum der Raumfahrt inspiriert ist, die Sonne zu berühren. Von hier aus begeben Sie sich auf sieben "Umlaufbahnen", die die Sonne aus unterschiedlichen Perspektiven umkreisen – als Gottheit, Zeitgeberin und Symbol, als Leuchtkraft, Arznei und Energiequelle und natürlich als Stern im Zentrum unseres Universums. Die Ausstellungsthemen reichen von altägyptischen Anbetungsritualen, Alchimie und Astrologie über Solarfarmen und Weltraumsonden bis hin zu Bikinis, Bomben und Klassikern der Popmusik. In jeder Abteilung können Sie an zusätzlichen Forschungsstationen die Faszination Sonne selbst ergründen und durch aktives Ausprobieren zu überraschenden Erkenntnissen gelangen. Here comes the sun!...
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Winter/Hörbelt „Die Große Illusion“ 2018 Photographer: Winter/Hörbelt Courtesy: the artists
Winter/Hörbelt „Die Große Illusion“ 2018 Photographer: Winter/Hörbelt Courtesy: the artists

Winter/Hörbelt: Die Große Illusion

Frankfurter Kunstverein
Frankfurt/Main | 28.09.2018-25.08.2019
Die Laufzeit der Außenskulptur „Die Große Illusion“ des Künstlerduos Winter/Hörbelt an der Fassade des Frankfurter Kunstvereins wird um fünf Monate verlängert. Bis zum Museumsuferfest Frankfurt, das vom 23. zum 25. August 2019 stattfindet, können Anwohner, Passanten und Touristen das Kunstwerk weiter besichtigen. Die Stahlskulptur bildet einen überraschenden und kontrastreichen Blickfang in der umliegenden Neuen Altstadt. Als zeitgenössischer künstlerischer Beitrag hat sich die Skulptur als gelungene Intervention etabliert und sorgt weiterhin für Überraschung und Diskussion im öffentlichen Raum. Besonders beliebt ist die Skulptur inzwischen auch als Selfiepoint. Die Umsetzung sowie die Verlängerung des Projekts wurde durch zahlreiche Partner unterstützt: Die Bemessungen der Statik wurden vom Ingenieurbüro Bollinger & Grohmann ausgeführt, der Bauantrag wurde vom Architekturbüro Schneider & Schumacher verantwortet. Ermöglicht wurde das Kunstwerk dank der Unterstützung der DomRömer GmbH und der Stiftung der Frankfurter Sparkasse 1822. Das Planungsdezernat und die Bauaufsicht der Stadt Frankfurt haben wesentlich bei der Ermöglichung beigetragen. „Die Große Illusion“ ist eine monumentale Skulptur des Künstlerduos Winter/Hörbelt auf dem Gebäude des Frankfurter Kunstvereins, das sich als Kontrapunkt zur direkten Nachbarschaft der Neuen Altstadt behauptet. Das Objekt ist neun Meter lang, zwei Tonnen schwer und wird nun bis zur Langen Nacht der Museen 2019 als temporäre Intervention das Gebäude und die angrenzende Nachbarschaft der Neuen Altstadt bestimmen. Winter/Hörbelt nutzen als Material poliertes Stahlblech, das als eines der zentralen Werkstoffe des industriellen Zeitalters sinnbildlich für die Moderne steht. Durch seine zylinderförmige Gestalt knüpft die Skulptur eine Verbindung zur klar gegliederten Architektur des Gebäudes des Frankfurter Kunstvereins, die aus den 1950er Jahren stammt. Zusammen mit dem Steinernen Haus steht das Ensemble unter Denkmalschutz und ist nun der älteste Bau in der rekonstruierten Altstadt. Die geometrische Form von „Die Große Illusion“ bildet einen Kontrast zum historisierenden Umfeld der Altstadt mit seinen verspielten und dekorativen Elementen. Die gespiegelten Fragmente der umliegenden Häuser sind abhängig von der Bewegung der Passanten und entstehen durch veränderte Blickwinkel und Lichteinfälle immer wieder neu. Dem Betrachtenden wird ermöglicht, die eigene Phantasie spielen zu lassen, selbst eine Collage aus den verschiedenen Perspektiven herzustellen und Bedeutungen zu schaffen. Die Form der Skulptur bleibt prinzipiell offen und soll im Betrachter immer jeweils individuelle Assoziationen und Eindrücke hervorrufen. Die Skulptur meidet bewusst konkrete Aussagen und Symbolik. Sie verhält sich auch in der Form bewusst antiheroisch und bricht somit mit der Tradition der Skulptur im Außenraum. „Die Große Illusion“ umkreist ironisch das Phänomen einer rekonstruierten Wirklichkeit. Die Künstler Winter/Hörbelt sind international bekannt für ihre mit industriellen Materialien und Methoden realisierten Projekte im öffentlichen Raum. Ihr künstlerisches Werk nimmt Bezug auf die jeweilige Umgebung und sucht bewusst die Wahrnehmung des Betrachters auf diese zu verschieben. Das Künstlerduo, das seit über 25 Jahren zusammenarbeitet, hat seine Arbeiten unter anderem auf der Biennale in Venedig, den Skulpturprojekten Münster, der Yokohama Triennale und der Liverpool Biennale gezeigt und weltweit über 80 Werke im öffentlichen Raum realisiert....
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Elbe Einkaufszentrum in Osdorf Suedfront mit Hertie-Gebaeude an der Julius-Brecht-Strasse 1966, Foto: Walter Hollnagel, Altonaer Museum
Elbe Einkaufszentrum in Osdorf Suedfront mit Hertie-Gebaeude an der Julius-Brecht-Strasse 1966, Foto: Walter Hollnagel, Altonaer Museum

Schöner Wohnen in Altona? Stadtentwicklung im 20. und 21. Jahrhundert

Altonaer Museum - Norddeutsches Landesmuseum
Hamburg | 29.09.2018-24.06.2019
In diesem Jahr werden die ersten Wohnungen von insgesamt 1.600 des ersten Bauabschnittes in der neuen „Mitte Altona“ bezogen. Der Einzug der ersten Mieter in eines der bedeutendsten aktuellen städtebaulichen Projekte in Hamburg ist der Ausgangspunkt der Sonderausstellung im Altonaer Museum. „Schöner Wohnen in Altona?“ setzt sich mit dem vielfältigen Wandel des Stadtteils im 20. Jahrhundert, aber auch mit den aktuellen Veränderungsprozessen auseinander. Dabei zeigt sich, dass Altona im Laufe des letzten Jahrhunderts geradezu paradigmatisch für die Entwicklung von Ideen zum Wohnbau steht. In Form eines Parcours durch die Geschichte präsentiert die Ausstellung die verschiedenen Wohnungsbauvorhaben der letzten 130 Jahre in Altona und die damit verbundenen wichtigsten Phasen der Stadtentwicklung. Neben der Schaffung von gesundem Wohnraum für breite Bevölkerungsschichten in den 1920er Jahren, über die Vision einer autogerechten Stadt in den 1950er und 1960er Jahren werden die funktional organisierte Stadt der 1970er Jahre und die selbstbestimmte und von den Bürgern selbst getragene Stadtentwicklung der 1980er Jahre thematisiert. Um auch die aktuellen Auseinandersetzung um die Zukunft des Stadtbezirks einzubeziehen, werden die anstehenden Planungen zum Holstenareal und zu den Kolbenhöfen präsentiert und die Besucher eingeladen, die weitere Zukunft des Stadtbezirks zu kommentieren. Gemeinsam mit den Besuchern möchte das Museum auf diesem Weg den sich ständig verändernden Charakter des Stadtbezirks erkunden und zu Reflexionen über die Fragen anregen: Inwiefern ist die rasante und vielschichtige Entwicklung Altonas beispielhaft für das urbane Leben im 21. Jahrhundert? Welche Zukunftsvisionen haben Experten und Stadtplaner und welche Wünsche, Hoffnungen und Befürchtungen haben die Bewohner Altonas, wenn sie sich die Zukunft in ihrem Stadtteil vorstellen?...
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Leihgabe Internationales Maritimes Museum Hamburg, Foto: C. Kirchner, SDTB
Leihgabe Internationales Maritimes Museum Hamburg, Foto: C. Kirchner, SDTB

Architectura navalis - Schwimmender Barock

Deutsches Technikmuseum
Berlin | 11.10.2018-13.10.2019
Was verbindet die großen Segelschiffe des Barock (ca. 1575-1770) mit den Palästen Ludwigs XIV.? Die Ausstellung entführt Besucherinnen und Besucher in die ausdrucksstarke und formengewaltige Epoche des Barock und gibt überraschende Antworten auf diese zunächst ungewöhnliche Frage. Aufgezeigt wird die Wechselwirkung von repräsentativen Schiffsgestaltungen und herrschaftlicher Gebäudearchitektur in Frankreich und welchen Einfluss diese auf die Leitmotive des Barock und seiner Spätform, des Rokoko, hatte. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung der Schiffshecks, speziell im barocken Frankreich. Dort war der Schiffbau geprägt von strengen Organisationsstrukturen, hoch qualifizierten Künstlern und Wissenschaftlern sowie engen personellen Verbindungen zum Schlossbau. Exakt aus diesen Gründen lässt sich der Ursprung des Rokoko auf den Schiffbau Frankreichs zur damaligen Zeit zurückführen, so die These der Ausstellung. Insbesondere die absolutistischen Herrscher wie der Sonnenkönig Ludwig XIV. und sein Nachfolger Ludwig XV. betrieben die Inszenierung ihrer Machtstellung mit großem Aufwand. Dabei beschränkte sich ihre repräsentative Herrschaftsarchitektur nicht nur auf ortsfeste Bauten an Land. Auch die großen dreimastigen Segelschiffe wurden, insbesondere in ihrem weithin sichtbaren Heckbereich, nach Art einer Gebäudearchitektur entworfen. Aus dem bloß funktionalen, teils mit Dekor geschmückten Heckelement entwickelte sich eine regelrecht architektonisch gestaltete Schiffsheckfassade. Mit dieser architektonisch geprägten Baukunst des Schiffes – der architectura navalis – begann ein neues Kapitel der Schiffbaugeschichte. Die Schiffe wiesen die für den Barock typischen Architekturmerkmale auf, die von Schlössern und Palästen bekannt sind: dreigeschossige Stockwerksgliederung, Erscheinungstüren und -balkone, Giebel, Portraitmedaillons, Risalite sowie Stütztrompen, Sockel und Verdachungen. Unsere interaktive Darstellung veranschaulicht diese Übertragung....
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Bellini plus - Forschung und Restaurierung

Gemäldegalerie Berlin
Berlin | 14.10.2018-21.07.2019
Die Gemäldegalerie nimmt eine Gruppe von bisher kaum gezeigten Gemälden von Vater und Sohn Jacopo und Giovanni Bellini, aus dessen Werkstatt und Nachfolge im Rahmen einer Studioausstellung in den Fokus. Wir heben Schätze, die zum Teil seit dem zweiten Weltkrieg im Depot lagerten und präsentieren sie nun mit Untersuchungs- und Restaurierungsergebnissen. Fragmentarisches und Rekonstruktion Restaurierung und Forschung sind untrennbar miteinander verbunden. Das Wissen um Materialien, Technik und Aufbau, um Objektgeschichte und Veränderungen ist die Basis, auf der erst ein Restaurierungskonzept entwickelt und Interpretationen folgen können. Wir zeigen Werke, die unterschiedliche Veränderungen erfahren haben: sie sind teilweise Fragmente eines größeren Altarwerks oder einer Raumausstattung, teilweise beschädigt und an der Oberfläche reduziert, sie wurden bearbeitet und durch Licht, Klima und andere Einflüsse im Laufe der Zeit in ihrem farbigen und plastischen Erscheinungsbild verändert. Die Fragen, wie das Fragmentarische dem Besucher vermittelt werden kann und wie viel Rekonstruktion erforderlich und vertretbar ist, um ein Werk lesbar zu machen, müssen bei jeder Restaurierung neu verhandelt werden. Bei keinem der ausgestellten Gemälde hat sich ein Zustand erhalten, wie er sich beim Verlassen der Künstlerwerkstatt vor mehr als 500 Jahren darstellte. Durch strahlendiagnostische Untersuchungsverfahren (Röntgen, Infrarotreflektografie) und andere Materialanalysen sowie stereomikroskopische Untersuchungen ist es uns heute möglich, den Prozess der Bildentstehung (auf dem Bildträger noch vor der Fertigstellung) großenteils aufzudecken und den Malern auf die Schliche ihrer durchaus effektiven Bildproduktion zu kommen. Analysiert man die Bildschichten zusammen mit Archivalien, so tun sich mitunter erstaunliche Objektgeschichten auf.  ...
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Altes Museum (Foto: Maximilian Meisse)
Altes Museum (Foto: Maximilian Meisse)

Humboldt Forum Highlights

Altes Museum
Berlin | 23.10.2018-26.05.2019
Was verbindet den Buckelstier Nandi, die Adlerschlange Cuauhcoatl und eine Federmadonna aus Mexico? Sie alle sind Vorboten der Präsentationen, die künftig im Humboldt Forum zu sehen sein werden. Bereits von Oktober 2018 bis Mai 2019 werden die ersten 15 Humboldt Forum Highlights in zwei Formaten öffentlich präsentiert: In einer Gesprächsreihe sowie einer Ausstellung mit acht Objekten aus den Sammlungen des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin auf der Museumsinsel Berlin und am Kulturforum. So sind im Neuen Museum Highlight-Objekte aus Amerika und Mikronesien zu Gast: Im Griechischen Hof trifft ein Vertreter der frühesten bekannten Kulturgeschichte Mesoamerikas auf eine sogenannte Barrigón-Figur aus Guatemala. Umgeben von ägyptischen Pharaonen hat die aztekische Adlerschlange Cuauhcoatl ihren Platz gefunden – sie ist bis heute eines der wichtigsten Nationalsymbole Mexikos. Einem Comic gleichen die detaillierten Bilder auf der Maya-Vase; sie zeigen den Mythos von Triumph und Niederlage ihrer bedeutendsten Anführer. Der kolumbische Kazike, ein goldenes Ritualgefäß der Quimbaya, lenkt den Blick auf die Frage nach der Bedeutung von Objekten jenseits ihrer Materialität. Die Figurƒ der Sope wiederum mutet fast wie eine Skulptur der Moderne an, sie ist jedoch Beispiel der vielfältigen Ritualkultur Mikronesiens. Den wohl prominentesten Auftritt erhält der Prozessionsstier Nandi, der mitten in der Babylonischen Prozessionsstraße des Pergamonmuseums ein temporäres Zuhause findet. Gesprächsreihe zu Exponanten Welchen Stellenwert hatten diese Exponate für die Menschen, die sie begleitet und geprägt haben? Was bedeuten sie heute? Zusätzlich zur Ausstellung geben Kuratoren und Experten in einer öffentlichen Gesprächsreihe anhand der Objekte neue Einblicke in die vielseitige Themenwelt des Humboldt Forums. Den Auftakt zur Reihe bildete ein Gesprächsabend am Freitag, den 26. Oktober 2018, im Pergamonmuseum. Weitere Veranstaltungen foltgen bzw. folgen u. a. in der Gemäldegalerie (5. Dezember 2019), im Alten Museum (31. Januar 2019), und im Neuen Museum (4. April 2018) sowie an anderen Orten der Stadt. Der Eintritt zu den Gesprächsabenden ist frei. Aufgrund begrenzter Platzkapazitäten wird eine frühzeitige Anmeldung empfohlen. Highlights der Vielfalt Inspiriert von seinen Namensgebern Alexander und Wilhelm von Humboldt und deren Freude daran, die Welt mit offenen Augen zu erkunden und sie als ein verflochtenes System von Natur und Kultur zu verstehen, entsteht mit dem Humboldt Forum ein neuer Ort des Erlebens, des Lernens und der Begegnung. Die Humboldt Forum Highlights stehen exemplarisch für die Vielfalt der Themen aus Wissenschaft und Kunst, Natur und Kultur, Geschichte und Gesellschaft sowie für die verschiedenen Perspektiven von gestern und heute, nah und fern, die in der Mitte Berlins neu zusammenfinden. Als materielle Zeugen geben sie eine erste Ahnung von der Vielzahl der spannenden Geschichten und aktuellen Fragestellungen, die mit ihnen verknüpft sind. Und es wird sich zeigen, ob sich vielleicht noch weitere, ganz unerwartete Verbindungen entdecken lassen.  ...
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Humboldt Forum Highlights

Gemäldegalerie Berlin
Berlin | 23.10.2018-26.05.2019
Was verbindet den Buckelstier Nandi, die Adlerschlange Cuauhcoatl und eine Federmadonna aus Mexico? Sie alle sind Vorboten der Präsentationen, die künftig im Humboldt Forum zu sehen sein werden. Bereits von Oktober 2018 bis Mai 2019 werden die ersten 15 Humboldt Forum Highlights in zwei Formaten öffentlich präsentiert: In einer Gesprächsreihe sowie einer Ausstellung mit acht Objekten aus den Sammlungen des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin auf der Museumsinsel Berlin und am Kulturforum.So sind im Neuen Museum Highlight-Objekte aus Amerika und Mikronesien zu Gast: Im Griechischen Hof trifft ein Vertreter der frühesten bekannten Kulturgeschichte Mesoamerikas auf eine sogenannte Barrigón-Figur aus Guatemala. Umgeben von ägyptischen Pharaonen hat die aztekische Adlerschlange Cuauhcoatl ihren Platz gefunden – sie ist bis heute eines der wichtigsten Nationalsymbole Mexikos. Einem Comic gleichen die detaillierten Bilder auf der Maya-Vase; sie zeigen den Mythos von Triumph und Niederlage ihrer bedeutendsten Anführer. Der kolumbische Kazike, ein goldenes Ritualgefäß der Quimbaya, lenkt den Blick auf die Frage nach der Bedeutung von Objekten jenseits ihrer Materialität. Die Figurƒ der Sope wiederum mutet fast wie eine Skulptur der Moderne an, sie ist jedoch Beispiel der vielfältigen Ritualkultur Mikronesiens. Den wohl prominentesten Auftritt erhält der Prozessionsstier Nandi, der mitten in der Babylonischen Prozessionsstraße des Pergamonmuseums ein temporäres Zuhause findet.Gesprächsreihe zu ExponantenWelchen Stellenwert hatten diese Exponate für die Menschen, die sie begleitet und geprägt haben? Was bedeuten sie heute? Zusätzlich zur Ausstellung geben Kuratoren und Experten in einer öffentlichen Gesprächsreihe anhand der Objekte neue Einblicke in die vielseitige Themenwelt des Humboldt Forums. Den Auftakt zur Reihe bildete ein Gesprächsabend am Freitag, den 26. Oktober 2018, im Pergamonmuseum. Weitere Veranstaltungen foltgen bzw. folgen u. a. in der Gemäldegalerie (5. Dezember 2019), im Alten Museum (31. Januar 2019), und im Neuen Museum (4. April 2018) sowie an anderen Orten der Stadt. Der Eintritt zu den Gesprächsabenden ist frei. Aufgrund begrenzter Platzkapazitäten wird eine frühzeitige Anmeldung empfohlen.Highlights der VielfaltInspiriert von seinen Namensgebern Alexander und Wilhelm von Humboldt und deren Freude daran, die Welt mit offenen Augen zu erkunden und sie als ein verflochtenes System von Natur und Kultur zu verstehen, entsteht mit dem Humboldt Forum ein neuer Ort des Erlebens, des Lernens und der Begegnung. Die Humboldt Forum Highlights stehen exemplarisch für die Vielfalt der Themen aus Wissenschaft und Kunst, Natur und Kultur, Geschichte und Gesellschaft sowie für die verschiedenen Perspektiven von gestern und heute, nah und fern, die in der Mitte Berlins neu zusammenfinden. Als materielle Zeugen geben sie eine erste Ahnung von der Vielzahl der spannenden Geschichten und aktuellen Fragestellungen, die mit ihnen verknüpft sind. Und es wird sich zeigen, ob sich vielleicht noch weitere, ganz unerwartete Verbindungen entdecken lassen....
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Eine kleine Biografie der Freundschaft, Foto: Stefanie Koesling
Eine kleine Biografie der Freundschaft, Foto: Stefanie Koesling

Like you! Freundschaft digital und analog

Museum für Kommunikation Frankfurt
Frankfurt/Main | 25.10.2018-01.09.2019
Was bedeutet uns Freundschaft? Wo und wie finden wir heute Freunde? Wie haben Smartphones und soziale Netzwerke unsere Vorstellungen von Freundschaft verändert? Die revolutionäre Entwicklung der Kommunikationsmittel macht es uns leichter, in Kontakt zu bleiben, aber die virtuelle Vernetzung führt vielleicht auch zu Beliebigkeit und Austauschbarkeit. Und wie war das früher? Die Ausstellung fragt die Besucherinnen und Besucher nach ihren Vorstellungen und ganz eigenen Erfahrungen mit dem Thema Freundschaft – damals und heute....
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Ausstellungsansicht GREY IS THE NEW PINK mit Würdestäben, Sammlung Weltkulturen Museum und Werken von Osborne Macharia; Foto Wolfgang Günzel, 2018; Weltkulturen Museum
Ausstellungsansicht GREY IS THE NEW PINK mit Würdestäben, Sammlung Weltkulturen Museum und Werken von Osborne Macharia; Foto Wolfgang Günzel, 2018; Weltkulturen Museum

Grey is the new Pink - Momentaufnahmen des Alterns

Museum der Weltkulturen
Frankfurt/Main | 26.10.2018-01.09.2019
Wer ist wo wann alt? Kann man der „Herausforderung Alter“ optimistisch begegnen? Und welche Potenziale schlummern im Älterwerden? Die weltweite demografische Entwicklung prognostiziert eine Zunahme an älteren Menschen in der Bevölkerung. Das Älterwerden spielt also nicht nur für den Einzelnen eine wichtige Rolle, sondern hat Auswirkungen auf gesellschaftliche und kulturelle Prozesse. Doch jede Generation altert anders. Und ab wann kann man überhaupt von „alt“ sprechen? Auch wenn es weltweit einheitliche biologisch sichtbare Alterungsprozesse gibt, so weist doch jede Kultur in der Bestimmung von „Alter“ ihre Unterschiede auf. Eine allgemeingültige Definition der Lebensphase „Alter“ gibt es nicht. Wer ist also wo wann alt? GREY IS THE NEW PINK betrachtet die unterschiedlichen Ideen und Entwürfe zum Thema Alter(n) aus kulturwissenschaftlichen, künstlerischen sowie persönlichen und individuellen Perspektiven. Wie Bruchstücke einer Lebenserinnerung fügt die Ausstellung den individuellen Umgang mit Themen wie Lifestyle, Liebe und Sexualität, Weitergabe von Wissen, Langlebigkeit, Krankheit, Gesundheit und Tod zu einer Anthologie des Alterns zusammen. In der Ausstellung nähern sich internationale Wissenschaftler*innen, Künstler*innen und Lyriker aber auch jüngere und ältere Menschen aus der Bevölkerung dem Thema Alter(n) in Fotografien, Filmen, Literatur, Zeichnungen sowie Raum- und Multimedia Installationen und Performances an. Zahlreiche Fotografien und Objekte aus den Sammlungen Afrika, Amerikas, Südostasien, Ozeanien und Visuelle Anthropologie sowie Werke der Bibliothek des Weltkulturen Museums erweitern die Perspektiven auf die Thematik. Mit Spielekonsolen können Sie Ihre Gehirnfunktionen trainieren und sich an der „Weltkulturen Wasserbar” erfrischen. Kuratiert von Alice Pawlik (Kuratorin für Visuelle Anthropologie, Weltkulturen Museum)...
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MMK 1, Foto: Axel Schneider, © MMK Frankfurt
MMK 1, Foto: Axel Schneider, © MMK Frankfurt

Candy Noland

Museum für Moderne Kunst (MMK) 1
Frankfurt/Main | 27.10.2018-26.05.2019
Gewalt findet in der Moderne ihren Ausdruck nicht allein im sozialen Handeln, sondern auch in allgegenwärtigen Objekten, Anlagen und urbanen Strukturen. Die Härte der Aggression formiert sich in Formgebung wie Material. Die geometrische Strenge suggeriert Funktionalität, das zurückgeworfene Licht der metallischen Oberflächen schafft Distanz. Form, Glanz und Härte der widerständigen Materialien bezeugen Stärke und Macht und verleihen den Gegenständen eine unmittelbare Brutalität. Cady Noland (* 1956) legt in ihren Arbeiten jene Gewalt frei, die uns in Szenarien der räumlichen wie ideologischen Grenzziehung tagtäglich begegnet. Damit entblößt sie die vermeintliche Neutralität von Material und Form. Die scheinbar scharfe Trennung zwischen Objekten und Subjekten verschwimmt, die unablässigen Wechselwirkungen werden evident. Die US-amerikanische Flagge, Holzkohlegrill, Zaumzeug, Cowboysattel und Waffen sind Symbole US-amerikanischer Identität. Der Mythos des amerikanischen Traums, den Noland scheinbar naiv ernst nimmt, ist jedoch zu einer globalisierten Wirklichkeit geworden: Verherrlichung von Gewalt, radikale Individualisierung, Konsum als Antrieb und Erfüllung, Kampf durch Ausschluss und Abgrenzung. Barrieren, Gatter und Zäune zeugen in ihrem Werk von den physischen und symbolischen Manifestationen, die Öffentlichkeit erzeugen und Teilhabe ausschließen. Allein Prothesen, wie Gehhilfen, Greifer und Blindenstöcke eröffnen den nicht „Leistungsfähigen“ Zugang zum öffentlichen Leben. Hingegen wird erzwungene Teilhabe an der Öffentlichkeit vielen Prominenten auferlegt. Ihre unfreiwillige Objektwerdung ist die Voraussetzung für den martialischen Umgang mit ihnen. Empathielos wie ein Psychopath beschrieb Noland bereits 1987 in ihrem Aufsatz „Zu einer Metasprache des Bösen“ die US-amerikanische Gesellschaft, die gegenwärtig weltweit zur Realität geworden ist....
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Installationsansicht TOWERMMK, Azin Feizabadi, Kryptomnesie, 2014, © Azin Feizabadi, Foto: Axel Schneider
Installationsansicht TOWERMMK, Azin Feizabadi, Kryptomnesie, 2014, © Azin Feizabadi, Foto: Axel Schneider

Weil ich nun mal hier lebe

Museum für Moderne Kunst (MMK) 2
Frankfurt/Main | 27.10.2018-21.07.2019
Für die Aufnahme eines Films wird das Treppenhaus der Münchener Metzstraße 11 zum Transitraum der BRD 1975: Želimir Žilnik porträtiert die Bewohner_innen, zumeist sogenannte Gastarbeiter_innen, die sich nacheinander vorstellen und von ihrer Herkunft, Ankunft und Situation in Deutschland berichten. Die mit ihrer statistischen Erfassung und Darstellung einhergehende Macht der Repräsentation zeigt sich in Aufstellung (2005) von Harun Farocki. Verschiedenste Grafiken zur Migration und Zuwanderung aus statistischen Erhebungen, Behördenschriften oder Lehrbüchern werden zu einem visuellen Vokabular unserer Wahrnehmung montiert. Die scheinbar neutralen Informationen der Abbildungen zeigen sich durch die Montage als eindimensionale Klischees, die unsere Wahrnehmung der Wirklichkeit prägen: eine visuelle Gewalt, die von einem strukturellen wie auch alltäglichen Rassismus zeugt.

 Dementgegen löst Azin Feizabadi in seinem Film Cryptomnesia (2014) die zu Stereotypen geronnenen Bilder auf, indem er die Geschichte einer Migration als Legende des heiligen Reinoldus, des Stadtpatrons von Dortmund, erzählt. Das von Emeka Ogboh neu gebraute Frankfurter Sufferhead-Bier verbindet das deutsche Reinheitsgebot für Bier mit der Existenz Schwarzer Deutscher und macht in der Sprache der Werbung durch minimal bildliche Eingriffe den auf visueller Ebene permanent präsenten Rassismus sichtbar. Die Perspektive von Schwarzen deutschen Frauen auf ihre Position innerhalb der Gesellschaft erzählt Millis Erwachen (2018) von Natasha A. Kelly in acht Porträts von Kulturschaffenden, die einen kritischen Blick auch auf die Rolle von Kunstinstitutionen richten. Erik van Lieshouts Video einer Fahrradtour von Rotterdam nach Rostock aus dem Jahr 2006 zeichnet ein Deutschlandporträt von Vorbehalten, Verlorenheit und sozialem Versagen. Davon ausgehend wird deutlich, dass die Anerkennung von Rassismus als Tatsache nicht etwa von Betroffenen geleistet werden muss, sondern das Verständnis einer deutschen Identität an sich betrifft. Die Videoreihe Normalität (1999–2003) von Hito Steyerl dokumentiert eine Folge antisemitisch und rassistisch motivierter Grabschändungen, Übergriffe und Gewalttaten, die im Hintergrund nationaler Großereignisse wie der Expo 2000 und der 10-Jahresfeier der Wiedervereinigung die Kontinuität dieser gesellschaftlichen Realität abbilden. Henrike Naumanns eigens für die Ausstellung produzierte Installation verschaltet räumlich und ästhetisch die ökonomische Gewalt der deutschen Wiedervereinigung mit ideologischen Ankerpunkten und Formeln rechtsextremer Gruppen.

 Bereits 2006, fünf Jahre bevor öffentlich und medial die Morde und Bombenangriffe des NSU als rechter Terror anerkannt wurden, organisierten Angehörige von Halit Yozgat, Enver Şimşek und Mehmet Kubaşık in Kassel den Schweigemarsch Kein 10. Opfer!, um auf die Verbindung zwischen den Morden aufmerksam zu machen. Ausgehend von den Morden des NSU zeigen die Porträts der Gruppe spot_the_silence (Rixxa Wendland, Christian Obermüller) die lange Geschichte der Gegenwart von Rassismus in Deutschland. Aktivist_innen und Betroffene rassistischer Gewalt, etwa der Pogrome in den 1990er-Jahren, erzählen von ihren Erfahrungen und ihrem Wissen, das systematisch aus dem behördlichen und medialen Diskurs ausgeschlossen wird. Die Wahrnehmung dieses Ausschlusses führte 2017 zur Beauftragung der Gruppe Forensic Architecture, die in ihrer Arbeit 77sqm_9:26min (2017) die Anwesenheit des ehemaligen Verfassungsschützers Andreas Temme zum Zeitpunkt des Mordes an Halit Yozgat untersuchten. Die in der Ausstellung gezeigten SPOTS entstanden anlässlich des Tribunals NSU-Komplex auflösen 2017 als eine Reihe von Kurzfilm-Interventionen, darunter auch der titelgebende Film Weil ich nun mal hier lebe (1995/2017). Die über künstlerische oder dokumentarische Zuschreibungen hinausgehenden Arbeiten dieser Ausstellung setzen sich mit strukturellem und institutionellem Rassismus und Gewalt auseinander, die einen Angriff auf unsere Gesellschaft darstellen. Dabei protokollieren, ergänzen und hinterfragen sie die Konstruktion einer nationalen Homogenität, in der rassistische Gewalt in all ihren Formen alltäglich, den vermeintlich Nichtbetroffenen jedoch oft nicht gegenwärtig, ist....
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Jeanne Faust (*1968) Rodeo, 1999 Videoinstallation, Farbe, Ton, VHS, 10 Min, 16 mm Film übertragen auf Video © VG Bild-Kunst, Bonn 2018
Jeanne Faust (*1968) Rodeo, 1999 Videoinstallation, Farbe, Ton, VHS, 10 Min, 16 mm Film übertragen auf Video © VG Bild-Kunst, Bonn 2018

The Video is the Message - Die Mediensammlung der Hamburger Kunsthalle

Hamburger Kunsthalle - Sammlung Galerie der Gegenwart
Hamburg | 08.11.2018-15.09.2019
Die Hamburger Kunsthalle besitzt eine ausgezeichnete Mediensammlung, die mit über 600 Positionen von Videos, Filmen, Videoinstallationen, Schallplatten, Audiokassetten und CDs von 1960 bis heute einen substantiellen Einblick in die Geschichte der Medienkunst bietet. Schwerpunkt der Sammlung, die bereits 1977 begründet und seit 1993 verstärkt aufgebaut wurde, bilden die Videoinstallationen mit wegweisenden Arbeiten von Künstlern wie Vito Acconci, John Baldessari, Joseph Beuys, Tracey Emin oder Bruce Nauman. In den letzten Jahren ist die Sammlung durch wichtige Werke von jüngeren Künstlern wie Thorsten Brinkmann, Vajiko Chackhiani, Prinz Gholam, Clemens von Wedemeyer oder Tobias Zielony erweitert worden. Die Sammlungspräsentation »The Video is the Message« zeigt nun seit langer Zeit erstmals wieder einen umfangreichen Überblick über die Medienbestände. In Anlehnung an Marshall Mc Luhans inzwischen legendärer Publikation »The Medium is the Message« (»Das Medium ist die Botschaft«, 1967), werden neben den Klassikern der Videokunst aus der Fluxus Bewegung wie »Beuys in Amerika«, 1974 und »I Like America and America Likes Me«, 1981, unterschiedliche Aspekte der Videokunst gezeigt: Von der Dokumentation über den politischen Film, den narrativen Stories bis hin zu den sogenannten „confessional“ Filmen, die sich mit Fragen der Selbstinszenierung oder sozialen Konflikten (Tracey Emin, Rebecca Horn, Jeanne Faust oder Tobias Zielony) beschäftigen. Ein Schwerpunkt der Sammlung sind u. a. Werke zur Körperkunst von Günther Brus, Valie Export oder Hannah Wilke. Vor allem Künstlerinnen wie Hannah Wilke oder Eleanor Antin haben in den 1960er und 1970er Jahre das Medium Video genutzt, um ihre feministischen Performances zu dokumentieren. Sie gelten bis heute als Pionierinnen der Videokunst, denen Tracey Emin oder Shirin Neshat mit ihren Inszenierungen gefolgt sind. Jüngere Künstler wie Clemens von Wedemeyer oder Prinz Gholam verknüpfen dagegen auf unterschiedliche Weise die Frage von Geschichte, Orten und Identität miteinander. Künstler_innen: Vito Acconci, Eleanor Antin, bankleer, Joseph Beuys, Thorsten Brinkmann, Günther Brus, Peter Campus, Lenka Clayton, Tracey Emin, Valie Export, Jeanne Faust, Pia Greschner, Johan Grimonprez, Rebecca Horn, Jürgen Klauke, Till Krause, Shirin Neshat, Nam June Paik, Prinz Gholam, Ben Rivers, Pipilotti Rist, Ulrike Rosenbach, Clemens von Wedemeyer, Hannah Wilke, Tobias Zielony u.a....
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Kari Brovold Hagen: Offene Form, 2007
Kari Brovold Hagen: Offene Form, 2007

Gefäss / Skulptur 3 - Deutsche und internationale Keramik seit 1946

Grassi Museum für Angewandte Kunst Leipzig
Leipzig | 10.11.2018-13.10.2019
Die künstlerische Studiokeramik zählt zu den am stärksten angewachsenen und international prominent besetzten Sammlungsbereichen des Museums. Bereits 2008/2009 und 2013/14 wurden in zwei großen und viel beachteten Ausstellungen zahlreiche, oft auf Schenkungen zurück gehende Bestandsgruppen vorgestellt. Auf diese Ausstellungen folgten erneut viele exzellente Neuzugänge im Bestand. Sie sind Grundlage der Fortsetzungsausstellung GEFÄSS | SKULPTUR 3 und einer weiteren umfänglichen Begleitpublikation. In der Keramik manifestieren sich die künstlerischen Entwicklungen seit dem mittleren 20. Jahrhundert vielgestaltig und imposant. Formkraft und Glasurschönheit begegnen sich. Immer wieder wird der Weg vom Gefäß zur Skulptur vollzogen oder das Verhältnis zwischen diesen beiden Möglichkeiten ausgelotet....
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Mein Name ist Hase, Ins Rampenlicht draengen, Foto: Mile Cindric, Museumsstiftung Post und Telekommunikation
Mein Name ist Hase, Ins Rampenlicht draengen, Foto: Mile Cindric, Museumsstiftung Post und Telekommunikation

Mein Name ist Hase!

Altonaer Museum - Norddeutsches Landesmuseum
Hamburg | 11.11.2018-21.10.2019
Jeder von uns verwendet im Durchschnitt hundert Redewendungen am Tag: Sprichwörter, geflügelte Worte und Redensarten machen unsere Sprache anschaulicher, witziger und vor allem verständlicher. Sie öffnen uns die Augen und lassen uns die Ohren spitzen, sie motivieren, trösten und unterhalten – und doch haben wir von ihren historischen Hintergründen oft keinen blassen Schimmer. Wer weiß schon, warum wir Lampenfieber haben oder die Katze im Sack kaufen? Bauklötzestaunen ist also angesagt und Lichtaufgehen garantiert in der kunterbunten Mitmach- und Mitdenk-Ausstellung, die ab dem 11. November 2018 im KINDEROLYMP des Altonaer Museums zu erleben ist. In wunderbarer Jahrmarktatmosphäre finden sich unter anderem ein Rätsel mit internationalen Redewendungen und ein Sprichwort-Generator. Vergnüglich, anschaulich und anregend zugleich präsentiert die Ausstellung des Kurators Rolf-Bernhard Essig Redewendungen und deren Geschichte als einen der wichtigsten, originellsten und kraftvollsten Bereiche unseres Wortschatzes. Die Ausstellung ist eine Übernahme aus dem Museum für Kommunikation in Nürnberg, der Museumsstiftung Post und Telekommunikation und steht unter der Schirmherrschaft von Sams-Erfinder Paul Maar....
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Copyright: Ruhr Museum; Foto: Andrea Kiesendahl
Copyright: Ruhr Museum; Foto: Andrea Kiesendahl

Krieg.Macht.Sinn. Krieg und Gewalt in der europäischen Erinnerung

Ruhr Museum Essen
Essen | 12.11.2018-10.06.2019
Über 100 Millionen Menschen kamen im 20. Jahrhundert infolge von Kriegen, Vertreibungen und Genoziden ums Leben. Kriege gelten in der deutschen und Teilen der europäischen Erinnerungskultur daher heute als sinnlos. Aber trotzdem haben viele Menschen aus unterschiedlichen Gründen Interesse an kriegerischen Auseinandersetzungen. Deshalb nimmt das Gedenken an Krieg auch verschiedene Formen an. Einhundert Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkriegs präsentiert das Ruhr Museum auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein in Essen im Rahmen des von der EU geförderten Projekts UNREST einen völlig neuartigen Blick auf das Phänomen Krieg. Die Besucher werden in vier Abteilungen zu den Themen „Krieg“, „Bombenkrieg“, „Völkermord“ sowie „Flucht und Vertreibung“ mit unterschiedlichen Blickwinkeln konfrontiert. Landläufigen Interpretationen werden alternative, auch provokante Sichtweisen entgegengesetzt. Für wen macht Krieg Sinn? Warum werden auch demokratisch legitimierte Entscheidungen getroffen, die zum Krieg führen? Ausgangspunkt der Ausstellung ist der hundertste Jahrestag des Endes des Ersten Weltkriegs, der am 11.11.2018 in Teilen des europäischen Auslands als „Remembrance Day“ gefeiert wird. 200 Exponate von rund 50 Leihgebern animieren die Besucher, über die Sinnhaftigkeit der Weltkriege und der kriegerischen Auseinandersetzungen bis zur Gegenwart nachzudenken. Das Spektrum der Exponate reicht von Fotografien, Plakaten und Filmen, über Rüstungsprodukte, bis hin zu Skulpturen. Darunter befinden sich spektakuläre Dokumente wie der Friedensvertrag von Brest-Litowsk, das Manuskript des Romans „Im Westen nichts Neues“ von Erich Maria Remarque sowie Kriegstagebücher von Ernst Jünger....
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Restaurierung des Textileinbandes, Reliquiendiptychon aus der Sammlung Spitzer, Frankreich, Mitte 14. Jh., mit älteren und späteren Teilen, Museum Schnütgen, Inv. G 693 Foto: Museum Schnütgen
Restaurierung des Textileinbandes, Reliquiendiptychon aus der Sammlung Spitzer, Frankreich, Mitte 14. Jh., mit älteren und späteren Teilen, Museum Schnütgen, Inv. G 693 Foto: Museum Schnütgen

Unter der Lupe

Museum Schnütgen
Köln | 13.11.2018-30.06.2019
Eingebettet in die ständige Ausstellung in der romanischen Cäcilienkirche, eröffnet die Sonderpräsentation die Gelegenheit, ein Dutzend Kunstwerke der Sammlung unter besonderen Gesichtspunkten kennenzulernen: Die Wahl des Materials und seine Bearbeitung waren im Mittelalter niemals zufällig. Sie sind untrennbar mit der Aussage von Kunstwerken verbunden und steuern ihre Wahrnehmung. Das Material bietet zudem die Möglichkeit, auch mithilfe naturwissenschaftlicher Methoden zentralen Fragen nachzugehen: Wie und woraus wurden die Objekte hergestellt? Wie sahen sie ursprünglich aus? Für welchen Zweck wurden sie geschaffen und was haben sie im Laufe ihrer Geschichte erlebt? Auf der Suche nach Hinweisen werden die Objekte von Kunsthistorikerinnen und Kunsthistorikern sowie von Restauratorinnen und Restauratoren sprichwörtlich „unter die Lupe“ genommen. Dabei kommen heute modernste Verfahren zum Einsatz. Die Ausstellung nimmt die Besucher mit auf diese faszinierende Spurensuche in der Sammlung des Museums. Im Zentrum stehen aktuelle kunsttechnologische Untersuchungen an ausgewählten mittelalterliche Skulpturen, Textilien und Werken der Schatzkunst. Die Schau ermöglicht einen Blick unter die Oberfläche der Kunstwerke und präsentiert vielfältige Verfahren und spannende Ergebnisse. Eine anschauliche mediale Begleitung und die Kunstwerke selbst laden zum Entdecken ein....
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Das Erbe Roms in der Ausstellung Europa in Bewegung im LVR-LandesMuseum Bonn. Foto: J. Vogel, LVR-LandesMuseum Bonn.
Das Erbe Roms in der Ausstellung Europa in Bewegung im LVR-LandesMuseum Bonn. Foto: J. Vogel, LVR-LandesMuseum Bonn.

Europa in Bewegung. Lebenswelten im frühen Mittelalter

LVR-LandesMuseum Bonn
Bonn | 15.11.2018-25.08.2019
Unter dem Ansturm der Völkerwanderung endete 476 n. Chr. das Weströmische Reich. In unserer Vorstellung markiert dieses Datum den Beginn der „Dark Ages“, des dunklen Mittelalters mit dem Niedergang der antiken Kultur in Wirtschaft, Handel und Bildung. In ganz Europa, dem Vorderen Orient und Nordafrika folgte auf das verbindende Römische Imperium das politisch zersplitterte Frühmittelalter mit den germanischen Nachfolgereichen von Franken, Westgoten und vielen anderen. Im Osten der mediterranen Welt lebte dagegen das kulturelle Erbe der Antike im Byzantinischen Reich über Jahrhunderte weiter. Die Ausstellung präsentiert ein überraschend vielschichtiges und facettenreiches Bild der spätantiken und frühmittelalterlichen Regionen zwischen Irland und Spanien im Westen und Ägypten und Ungarn im Osten. Trotz aller Unterschiede im Umgang mit dem Erbe der Antike ist diese Epoche von faszinierenden Verbindungen zwischen den unterschiedlichen Lebenswelten mit ihrer geradezu überbordenden kulturellen Vielfalt geprägt. Ca. 150 kostbare Objekte aus den bedeutendsten europäischen Museen legen beredtes Zeugnis für den regen Austausch von Ideen, Glauben, Traditionen und Handelsgütern ab. In der Ausstellung begegnen ihnen bemerkenswerte Persönlichkeiten, die als Pilger, Wissenschaftler, Händler und Reisende diese für uns so fernen Welten bereisten, erkundeten und zwischen ihnen vermittelten. Die Ausstellung ist das Ergebnis einer internationalen Zusammenarbeit im Rahmen des von der Europäischen Union geförderten Projektes CEMEC (Connecting Early Medieval European Collections). Museen in Amsterdam, Athen, Bonn, Brüssel, Budapest, Dublin, Jaén und Rom sowie zahlreiche wissenschaftliche und technische Partner aus Deutschland, Italien, den Niederlanden und Irland haben es ermöglicht, herausragende Objekte in Verbindungen mit innovativen Medien- und Vermittlungstechniken gemeinsam zu präsentieren. So entsteht das spannende und vielfach neue Bild einer uns zu Unrecht so fern erscheinenden Welt. Mit ihren Ideen, Religionen und Kulturen prägt sie Europa und den mediterranen Raum bis heute....
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Staatliche Kunstsammlung Dresden, Foto: Hans Christian Krass
Staatliche Kunstsammlung Dresden, Foto: Hans Christian Krass

Kunstbesitz. Kunstverlust. Objekte und ihre Herkunft

Gemäldegalerie Alte Meister im Semperbau am Zwinger
Dresden | 16.11.2018-16.06.2019
Verlängerung der Ausstellungsstation in der Gemäldegalerie Alte Meister bis 16.06.2019: Der Wert von Kunstwerken liegt nicht nur in ihrer Ästhetik, sondern auch in ihrer Bedeutung als Zeugnis der Geschichte. Die Provenienzforschung befasst sich mit der Herkunft von Kunstwerken, deren Eigentümern und Besitzern. Kunstwerke können auf die verschiedenste Art ihren Besitzer wechseln: durch Verkauf, durch Schenkung, durch Beschlagnahmung, durch Raub - oder durch Restitution. Bis heute besitzen Fragen nach Besitz und Herkunft von Kunstwerken eine politische, rechtliche, moralische und emotionale Dimension. Im Studiolo des Residenzschlosses verdeutlicht eine Präsentation zum "Sonderauftrag Linz", wie ausgehend von Dresden der NS-Kunstraub organisiert wurde. Weitere Stationen der Ausstellung - in der Porzellansammlung, der Gemäldegalerie Alte Meister sowie im Albertinum - beschäftigen sich mit verschiedenen Entziehungskontexten, wie etwa der Beschlagnahmung oder dem Raub von Kunstwerken in der NS-Zeit, der Enteignung des Adelsbesitzes nach 1945 - der sogenannten "Schlossbergung" - der Rückkehr von Kriegsverlusten oder dem staatlichen Entzug von Werken in der DDR. Große Bedeutung erhält in diesem Zusammenhang das Begleitprogramm: Vorträge renommierter Wissenschaftler*innen werden einen tiefen Einblick in die Aufgabenfelder der Provenienzforschung geben. Neben sammlungsübergreifenden, öffentlichen Führungen werden zudem altersspezifische Angebote für Schulklassen konzipiert. Diese können dazu beitragen, soziales Bewusstsein zu fördern und regionale wie überregionale politische Geschehnisse anhand von Museumsobjekten zu ergründen. Anlass zur Sonderpräsentation geben mehrere Jubiläen: 60 Jahre Rückführung der Kunstwerke aus der Sowjetunion, 20 Jahre "Washingtoner Prinzipien", die die rechtliche Grundlage zur Rückgabe von NS-Raubkunst bilden und zehn Jahre systematische Provenienzforschung im Projekt Daphne an den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden....
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Museum Barberini, Rückansicht, Foto: Helge Mundt
Museum Barberini, Rückansicht, Foto: Helge Mundt

Künstler aus der DDR. Werke aus der Sammlung des Museums Barberini

Museum Barberini Potsdam
Potsdam | 17.11.2018-02.02.2020
Die Sammlung des Museums Barberini hat einen Schwerpunkt in der Malerei von Künstlerinnen und Künstlern aus der DDR. In der Reihe Barberini Collection werden im Laufe eines Jahres vier thematische Präsentationen eröffnet. Im Herbst 2019 werden alle Werke aus diesem Sammlungsschwerpunkt zu sehen sein. Die Themen sind Aspekte des Malerischen (seit 17. Oktober 2018), Moderne Historienmalerei (vom 20. Februar 2019 an), Melancholie und Malerei (vom 26. Oktober 2019 an) und Landschaft (vom 26. Oktober 2019 an). Aspekte des Malerischen Die erste Präsentation Aspekte des Malerischen konzentriert sich in zwei Sammlungsräumen auf Gemälde aus den 1980er Jahren und stellt vier Künstler vor, denen die Malerei als Mittel zur Selbstbefragung und zur Reflexion diente: Hartwig Ebersbach (*1940), Günter Firit (1947–2010), Stefan Plenkers (*1945) und Erika Stürmer-Alex (*1938). Auf der Suche nach einem individuellen künstlerischen Ausdruck erweiterten die Künstlerinnen und Künstler unabhängig von offiziellen Vorgaben die Malerei um eine Dimension des Expressiven, oftmals Rätselhaften. Ab 20. Februar 2019 wird das Thema „Aspekte des Malerischen“ ergänzt durch „Moderne Historienmalerei“. Vier Säle zeigen dann mythologische, literarische und religiöse Stoffe in Gemälden von Gudrun Brüne, Ulrich Hachulla, Rolf Händler, Bernhard Heisig, Johannes Heisig, Walter Libuda, Werner Liebmann, Harald Metzkes, Arno Rink, Willi Sitte und Werner Tübke....
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Foto: Stefanie Kösling / MSPT / Museum für Kommunikation Frankfurt
Foto: Stefanie Kösling / MSPT / Museum für Kommunikation Frankfurt

A bigger brother

Museum für Kommunikation Frankfurt
Frankfurt/Main | 19.11.2018-26.05.2019
Die neue Dauerausstellung des Museums für Kommunikation thematisiert vier Phänomene, die wesentlich den Umgang der Menschen mit den Medien bestimmen: Beschleunigung, Teilhabe, Vernetzung und Kontrolle. Parallel zur Dauerausstellung zeigt das Museum in den kommenden Jahren in den Kunsträumen künstlerische Positionen, in denen sich diese Aspekte wiederfinden. A BIGGER BROTHER ist die zweite Kunstausstellung dieser Reihe. Jim Avignon ist der schnellste Maler weit und breit. Er musiziert und gestaltet Räume. Seine Figuren und Szenarien sind bunt und wirken auf den ersten Blick wie leicht konsumierbare Pop-Kost. Auf den zweiten Blick offenbaren seine vermeintlich naiven Werke die Auseinandersetzung mit Globalisierung, Kapital und dem Kunstmarkt. Mit malerischem Röntgenstrich offenbart Avignon das Innerste seiner Figuren. Ihre Gefühle, ihre Gedanken, ihre Wünsche und wie sie versuchen, die ständige Informationsflut zu bewältigen....
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Bode-Museum (Foto: Maximilian Meisse)
Bode-Museum (Foto: Maximilian Meisse)

150 Jahre Münzkabinett - Münzen, Medaillen, Menschen

Bode-Museum
Berlin | 23.11.2018-27.10.2019
Mit 540.000 in ihm aufbewahrten Objekten ist das Münzkabinett die größte Einrichtung seiner Art in Deutschland. In diesem Jahr feiert das Münzkabinett den 150. Geburtstag der Gründung als eigenständiges Museum. Die Geschichte des Münzkabinetts reicht allerdings bis an den Beginn fürstlichen Sammelns an der Spree zurück. Kuratoren wie Lorenz Beger (1653-1705) hinterließen ihre Spuren in der Geschichte der Numismatik. Der Aufstieg des Münzkabinetts jedoch zu einer der international wichtigsten Sammlungen ist eng mit Julius Friedländer (1813-1884) und dem von ihm eingeschlagenen Kurs in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verbunden. Das Schicksal Berlins mit seiner wechselvollen Geschichte spiegelt sich auch in dem kleinen Kosmos des Münzkabinetts wider. In der Begleitausstellung zum Jubiläum werden die Personen in den Vordergrund gestellt, die als Sammler und Vorbesitzer, als Händler, als Münzforscher und Mäzene mit dem Münzkabinett verbunden sind.  ...
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Ausstellung »A wie Jüdisch« vom 26. November 2018 bis 30. September 2019:   Videostill aus der Videoarbeit »Twenty Two Letters«  © Victoria Hanna
Ausstellung »A wie Jüdisch« vom 26. November 2018 bis 30. September 2019: Videostill aus der Videoarbeit »Twenty Two Letters« © Victoria Hanna

A wie Jüdisch - In 22 Buchstaben durch die Gegenwart

Jüdisches Museum Berlin
Berlin | 26.11.2018-30.09.2019
Musik und Jugendkultur, Erinnerung und Traditionen, Sprachen und Heimat: Die Ausstellung A wie Jüdisch beleuchtet in zweiundzwanzig Impressionen deutschen Alltag von säkularen oder religiösen, alteingesessenen oder gerade in Deutschland angekommenen Jüdinnen*Juden. Anhand der Buchstaben des hebräischen Alphabets untersucht die Ausstellung Schlagworte und Begriffe und fragt, woran sich »das Jüdische« in Deutschland heute festmacht. Dabei werden ganz unterschiedliche Aspekte deutsch-jüdischer Gegenwart beleuchtet und normierende Vorstellungen gegen den Strich gebürstet....
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Tüfteln, Forschen, Selbermachen. Forschungswerkstatt Smart Materials – verborgenen Werkstoffen auf der Spur

Technische Sammlungen Dresden
Dresden | 01.12.2018-18.08.2019
Ausprobieren dringend erwünscht! Der Goldbergsaal in den Technischen Sammlungen verwandelt sich in die Forschungswerkstatt Smart Materials. Smart Materials sind Werkstoffe, deren reversibel veränderbare Eigenschaften in technischen Systemen gezielt genutzt werden. Das bietet neue Möglichkeiten, aber auch große Herausforderungen. In der Forschungswerkstatt Smart Materials, die Ausstellung und Experimentierwerkstatt in einem beherbergt, wird gebogen, geklopft, gelötet, geföhnt, geschnitten, programmiert, geklebt, getüftelt, gestaunt, diskutiert, konzipiert und reflektiert....
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Red Dot Design Museum Essen
Red Dot Design Museum Essen

Design in the Age of Big Data

Red Dot Design Museum Essen
Essen | 06.12.2018-02.06.2019
Mit „Design in the Age of Big Data“ zeigt das Red Dot Design Museum in Essen eine Ausstellung mit innovativen Produkten, die die Auswirkungen der Digitalisierung auf unsere Produkt- und Lebenswelt verdeutlichen. Unter den Exponaten finden sich unter anderem Sensoren, Scanner, Fitness-Tracker und medizinische Geräte zur Überwachung und zur Visualisierung des menschlichen Körpers, aber auch Roboter und Drohnen. Anhand der Produkte und unterteilt nach verschiedenen Themenbereichen erfahren Besucher der Ausstellung, wie komplex das Zusammenspiel von Mensch, Technik und Datenströmen im Zeitalter von Big Data ist, wie sie sich gegenseitig beeinflussen und welche Konsequenzen dies für das Design intelligenter Produkte hat. Die Ausstellung ist vom 6. Dezember 2018 bis zum 2. Juni 2019 im Red Dot Design Museum in Essen zu sehen. Der Homo ex data – ein neuer Menschentypus entsteht Das Ausstellungskonzept basiert auf dem Artikel „Homo Ex Data“ von Professor Dr. Peter Zec, dem Initiator und CEO des Red Dot Design Awards. In diesem Text, der im gleichnamigem Katalog anlässlich einer Ausstellung in Hong Kong im vergangenen Jahr publiziert wurde, setzt sich der Designexperte umfassend mit der Lebenswirklichkeit im Zeitalter von Big Data auseinander und kommt zu dem Schluss: „Nach dem Homo sapiens und dem Homo faber entsteht ein neuer Menschentypus, der Homo ex data, dessen Lebensumstände durch die Generierung und den Transfer von Daten bestimmt werden.“ Der Aufbau der Ausstellung orientiert sich an den verschiedenen Aktivitäten in der Welt des Homo ex data und reicht vom Bereich der Datenerfassung über Produkte zur Datenverarbeitung und den Themenkomplex der Steuerung intelligenter Produkte bis hin zu optimierten Endprodukten wie Robotern oder VR-Produkten, sodass deutlich wird, wie komplex und breitgefächert dieses Themenfeld ist....
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Tsuneo Enari (*1936), aus der Serie "100 American Families in New York", 1978/79, Silbergelatineabzug, 17,7 x 22,5 cm, © Tsuneo Enari
Tsuneo Enari (*1936), aus der Serie "100 American Families in New York", 1978/79, Silbergelatineabzug, 17,7 x 22,5 cm, © Tsuneo Enari

Katja Stuke / Oliver Sieber - Fotografie neu ordnen: Japanese Lesson

Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
Hamburg | 07.12.2018-26.05.2019
Im Rahmen der Ausstellungsreihe „Fotografie neu ordnen“ lädt das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG) die Künstler Katja Stuke und Oliver Sieber ein, eigene Werke mit historischen Arbeiten aus der Sammlung Fotografie und neue Medien des MKG in Beziehung zu setzen. Katja Stuke und Oliver Sieber haben rund 40 historische Fotografien und Farbholzschnitte aus der Sammlung des MKG sowie eine Reihe von Künstlerbüchern ausgewählt, denen sie zwölf mehrteilige Foto- und Videoarbeiten aus ihrem Werkkomplex Japanese Lesson gegenüberstellen. Seit 2005 arbeiten sie als Künstler und Vermittler zwischen der japanischen und der deutschen Kultur an dem umfangreichen Projekt. Stand am Anfang noch eine einzelne Video-Installation, in der die Künstler ihre Faszination für die visuelle Kultur Japans zu einem mitreißenden Strom aus gefundenem und eigenem Bildmaterial verarbeiteten, hat sich ihre Auseinandersetzung mit dem ostasiatischen Land immer weiter differenziert. Seit 2011 gehen sie unter dem Titel Japanese Lesson verschiedenen Phänomenen der japanischen Gegenwart nach und beschäftigen sich mit Subkulturen, Aktivismus und Protest oder der politischen Landschaft der Großstädte Tokyo und Osaka. Stukes und Siebers „Japanischstunde“ ist weniger als eine Lektion für den Betrachter zu verstehen, sondern beschreibt die Arbeitsweise und den künstlerischen Prozess: Durch Spaziergänge, Beobachtungen und Begegnungen mit den Menschen, dem täglichen Leben vor Ort, mit Subkultur, Politik, Kunst und Musik unterrichten die Künstler sich selbst in japanische r Geschichte und Gegenwart, um durch die Annäherung an die fremde Kultur auch neue Sichtweisen auf die Situation im eigenen Heimatland gewinnen zu können....
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Copyright: Anna Risch, Botanisches Museum Berlin
Copyright: Anna Risch, Botanisches Museum Berlin

Geliebt, gegossen, vergessen: Phänomen Zimmerpflanze

Botanisches Museum und Botanischer Garten Berlin
Berlin | 07.12.2018-02.06.2019
Obwohl wir sie meistens übersehen, würden wir etwas vermissen, wenn es sie nicht gäbe. Zimmerpflanzen sind unsere täglichen Begleiter, sie sind duldsame Mitbewohner und stumme Zeugen unseres Lebensgefühls. Zimmerpflanzen spiegeln nicht nur unsere Innenräume, sondern auch unser Innenleben. Die Ausstellung beleuchtet die emotionalen Facetten einer ganz besonderen Beziehung: Geschichte(n) zwischen liebevoller Pflege und gedankenlosem Konsum, präsentiert auf dem längsten Fensterbrett Berlins. Natürlich mit vielen Infos und Pflegetipps rund um die 50 populärsten Zimmerpflanzen....
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Made in England - Fotografien von Peter Dench

Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland
Bonn | 07.12.2018-10.11.2019
Windsor am 19. Mai 2018 – die englische Kleinstadt steht Kopf. Auf den Straßen haben sich seit den frühen Morgenstunden Menschenmassen aus dem ganzen Land versammelt. Ausgestattet mit Union-Jack, Kronen und sogar Hochzeitskleidern fiebern sie der Traumhochzeit des Jahres entgegen: His Royal Highness, Prince Henry of Wales, heiratet die bürgerliche Meghan Markle. Mitten im Getümmel dokumentiert der britische Fotograf Peter Dench seine Eindrücke mit der Kamera: die Fastfood-Bude, die der Betreiber mit dem Verlobungsfoto des Brautpaars geschmückt hat. Zwei Frauen in Brautkleidern, die den Bräutigam vielleicht – kurz bevor es ernst wird – noch umstimmen wollen. Augenzwinkernd hält er das skurrile Treiben in Bildern fest, die wie Schnappschüsse anmuten und gleichzeitig eine hohe ästhetische Qualität haben. Denchs Fotos sind mehr als eine Dokumentation von alltäglichem und weniger alltäglichem Leben in England. Er beschönigt und inszeniert nicht und begegnet seinen Landsleuten auf Augenhöhe. Gleichzeitig sind seine Aufnahmen geprägt von einer großen Prise des berühmten englischen Humors. Peter Dench wird 1972 in Weymouth am Ärmelkanal in eine Arbeiterfamilie geboren. 1995 schließt er sein Fotografiestudium an der Universität von Derby ab und arbeitet seitdem als Fotojournalist für nationale und internationale Medien, darunter das Magazin „Stern“. 2002 wird er für die Serie „Drinking of England“ mit einem World Press Photo Award ausgezeichnet. England beschreibt Dench als seine Leidenschaft und sein Zuhause....
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Vase, Louis Comfort Tiffany, New York, um 1900 © Museum für Kunst und Kulturgeschichte, Jürgen Spiler
Vase, Louis Comfort Tiffany, New York, um 1900 © Museum für Kunst und Kulturgeschichte, Jürgen Spiler

Rausch der Schönheit. Die Kunst des Jugendstils

Museum für Kunst und Kulturgeschichte Dortmund
Dortmund | 08.12.2018-23.06.2019
Mit dem Jugendstil verbindet man heute eine der Schönheit verpflichtete Kunst um 1900. Der Jugendstil (im Französischen „Art Nouveau“, im Englischen „Modern Style“) war jedoch weit mehr: eine umfassende Reformbewegung, die alle Lebensbereiche durchdrang. Die Künstler des Jugendstils verstanden sich als Gestalter des gesamten Lebens – mit Arbeiten zwischen üppiger Ornamentik und schlichten Formen, zwischen luxuriösem, von Hand gearbeitetem Einzelstück und in Serie gefertigten Produkten. Der gemeinsame Nenner: Die Forderung nach einer bewusst gestalteten Einheit des gesamten Lebens. Für die Verbreitung der neuen Kunst spielten die gegen Ende des 19. Jahrhunderts entstandenen Kunstgewerbemuseen eine wichtige Rolle – auch das 1883 gegründete Dortmunder Museum für Kunst und Kulturgeschichte. Dort läuft vom 8. Dezember 2018 bis 23. Juni 2019 die Ausstellung „Im Rausch der Schönheit. Die Kunst des Jugendstils“. Ausgehend von der eigenen Sammlung will die Ausstellung den Jugendstil in seiner Vielfalt präsentieren, aber auch die Umbrüche der Zeit aufzeigen und die Frage nach der heutigen Bedeutung stellen. Dabei geht es auch im die Spuren, die der Jugendstil im Dortmunder Stadtbild hinterlassen hat. Mit der großen Ausstellung feiern drei Institutionen Geburtstag, die die Schau planen, organisieren und hauptsächlich finanzieren: Das MKK selbst wird 135 Jahre alt, die „Museumsgesellschaft zur Pflege der bildenden Kunst“ 110 Jahre und die „Stiftung für das Museum für Kunst und Kulturgeschichte“ 20 Jahre....
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Hamburger Kunsthalle, Foto: Romanus Fuhrmann-Rickert
Hamburger Kunsthalle, Foto: Romanus Fuhrmann-Rickert

Für uns alle - seit 150 Jahren

Hamburger Kunsthalle - Sammlung Galerie der Gegenwart
Hamburg | 01.01.2019-31.12.2019
Kein Museum, das nur dasteht und wartet - sondern ein Ort für die lebendigen Begegnungen mit Kunst für UNS ALLE. Dieser Anspruch unseres Gründungsdirektors Alfred Lichtwark gilt auch heute noch. Freuen Sie sich auf eine einzigartige Sammlung, spannende Ausstellungen und ein großes Festwochenende, an dem wir die Stadt und alle ihre Gäste Ende August in die Hamburger Kunsthalle einladen. Vor 150 Jahren – im August 1869 – wurde die Hamburger Kunsthalle im eigenen Gebäude für das Publikum geöffnet. Eine Initiative von Hamburger_innen hatte zum Ziel geführt: Hamburg hatte mit seinem neuen Kunstmuseum zu den anderen deutschen Großstädten aufgeschlossen und einen festen Ort für die Auseinandersetzung mit der Kunst geschaffen. Seitdem hat die Hamburger Kunsthalle immer wieder Maßstäbe für die Museumsarbeit gesetzt. So öffnete der erste Direktor Alfred Lichtwark das Haus radikal neuen Besuchergruppen und entwickelte ein umfassendes künstlerisches und pädagogisches Programm. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Kunsthalle zu einem der wichtigen Orte der Wiederbegegnung mit der modernen Kunst. In den 1970er und 1980er Jahren wirkte die Hamburger Kunsthalle zentral daran mit, eine neue Form von Sonderausstellungen zu entwickeln, in denen umfassende und aktuelle Themen durch die Kunst diskutiert wurden. Seit den 1990er Jahren entwickelte die Kunsthalle immer wieder innovative und wegweisende Vermittlungsformate, deren Ziel es ist, verschiedenste Zugänge zur Kunst für viele Menschen zu schaffen. Auch die großangelegte Digitalisierung der Bestände der Kunsthalle und damit ihrer Öffnung in die digitale Welt, ist geleitet von dem Anspruch, ein Museum für alle zu sein. Mit der Modernisierung 2016 vollzog sich schließlich auch eine neue, einladende architektonische Öffnung des Museums. Und nicht zuletzt sind die mehr als 18.000 Mitglieder des Freundeskreises, die ihn zum größten eines deutschen Kunstmuseums machen, ein Zeichen für die feste Verankerung der Kunsthalle in der Stadtgesellschaft. Im Jubiläumsjahr 2019 bezieht sich die Hamburger Kunsthalle auf ihren 150jährigen Anspruch, ein Ort für die Stadt und ein Ort für alle zu sein, und wird mit vielen Aktivitäten den offenen Charakter des Hauses erkunden und stärken. Die Jubiläumsausstellung BESTÄNDIG. KONTROVERS. NEU. (vom 23. August bis 10. November 2019) verfolgt diese Ziele durch 150 Jahre und präsentiert die Erfolge und die ungelösten Fragen ihrer Geschichte....
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Foto: Stadt Gelsenkirchen
Foto: Stadt Gelsenkirchen

Gästezimmer Nr. 4: Arne Schmitt, Stadt - Gegenstadt

Kunstmuseum Gelsenkirchen
Gelsenkirchen | 15.01.2019-31.05.2019
Nach längerem Leerstand wird nun das Gästezimmer des Kunstmuseums Gelsenkirchen wieder bezogen. Arne Schmitt zeigt dort seine Videoarbeit "Stadt – Gegenstadt", in der er die Residenzstadt Mannheim und die Industriestadt Ludwigshafen, deren Geschicke unmittelbar mit BASF verbunden sind, auf ihre Wirkungen zwischen Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft befragt. Zentral ist dabei die Einblendung von Zitaten aus einem Essay des Philosophen Ernst Bloch über seine Heimatstadt Ludwigshafen, die durch ihre Klarheit und Beispielhaftigkeit die raue und harte Seite Ludwigshafens ebenso verdeutlichen, wie das utopische Potential mit der die Stadt einst gedacht wurde....
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Museum Kunstpalast und E.ON AG, Foto: E.ON AG
Museum Kunstpalast und E.ON AG, Foto: E.ON AG

Zwischen Nähe und Distanz: Konstruktion von Wirklichkeiten. Von Goya bis Picasso

Museum Kunstpalast
Düsseldorf | 16.01.2019-02.06.2019
Angesichts der gewaltigen Bilderflut, die uns täglich umgibt, stellt sich die Frage: Welche Darstellungen bleiben im Gedächtnis, was berührt uns? Anknüpfend an den Schwerpunkt des Zentralabiturs im Fach Kunst stellt diese Graphik-Präsentation unterschiedliche künstlerische Strategien und Blickwinkel einander gegenüber. Die Auswahl umfasst Arbeiten, die mit zweideutigen Situationen den Blick öffnen. Zu sehen sind Werke von Ernst Barlach, Peter Doig, Elger Esser, Francisco de Goya, Emil Hünten, Jenny Holzer, Käthe Kollwitz, Wilhelm Morgner, Pablo Picasso, Gerhard Richter, Theodor Rocholl, Anna Vogel und Markus Vater....
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Shannon Pyper - Wasserwelten

Deutsches Jagd- und Fischereimuseum
München | 20.01.2019-25.05.2019
Shannon Pyper wurde 1967 als Tochter eines irischen Vaters und einer deutschen Mutter geboren. Sie studierte Modegrafik und Design an der Deutschen Meisterschule für Mode in München. Danach arbeitete sie viele Jahre als Designerin für in- und ausländische Produktionen. Heute lebt Shannon Pyper mit ihrem Mann und ihren Kindern als freie Künstlerin im Allgäu. Ihre Bilder werden regelmäßig an wechselnden Lokationen ausgestellt. Für die Ausstellung im Deutschen Jagd- und Fischereimuseum hat die Künstlerin die faszinierenden Formen von Wasser und Leben neu interpretiert....
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Museum Schnütgen, Foto: RBA
Museum Schnütgen, Foto: RBA

Der Samsonmeister und seine Zeit. Skulptur der Romanik im Rheinland

Museum Schnütgen
Köln | 20.01.2019-30.06.2019
er Samsonmeister gehört zu den herausragenden Bildhauern im Rheinland des frühen 13. Jahrhunderts. Seinen Namen erhielt er nach der Steinskulptur des Samson in der Benediktinerabtei Maria Laach. Auch der reich gestaltete Bauschmuck in der Vorhalle der Abteikirche, dem so genannten Paradies, wurde von dem Meister und seiner Werkstatt gemeißelt. Um die Arbeiten in Maria Laach hat die kunsthistorische Forschung weitere stilistisch verwandte Skulpturen gruppiert, die um 1200 für mehrere Kirchen in der Region von Brauweiler, Köln bis Andernach geschaffen wurden. Seit Jahrzehnten waren der Samson und die vor Ort durch Kopien ersetzten Kapitelle vom Paradies-Portal in Maria Laach nicht mehr öffentlich zu sehen. Die Kabinettausstellung im Museum Schnütgen in Kooperation mit der Domschatzkammer Köln bietet nun die besondere Gelegenheit, die namensgebende Figur und die Kapitelle gemeinsam mit weiteren mit dem Meister in Verbindung gebrachten Werken aus nächster Nähe zu betrachten. Den Kapitellen aus Maria Laach sind die virtuos gearbeiteten, fantasievoll verzierten Doppelkapitelle der Domschatzkammer besonders eng verwandt. Zusammen mit den im Museum Schnütgen ausgestellten Werken zeigen sie die Vielfalt und Ausdruckskraft der romanischen Steinskulptur im Rheinland....
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© Stadtmuseum Berlin (Foto: Christina Sieber)
© Stadtmuseum Berlin (Foto: Christina Sieber)

Vielfalt-Forscher des Labyrinth Kindermuseums

Märkisches Museum (Stiftung Stadtmuseum Berlin)
Berlin | 23.01.2019-31.08.2019
Was ist Vielfalt? Wo ist Vielfalt? Im Projekt „Vielfalt-Forscher“ des Labyrinth Kindermuseums Berlin gehen Kinder mit und ohne Fluchthintergrund auf die Suche nach Vielfalt. Gemeinsam mit Kreativschaffenden erforschen sie die Vielfalt der Sinne, Gefühle, Farben, Formen oder Sprachen. Immer wieder geht der Blick auf das „Ich“, die eigenen Fähigkeiten, Talente, Vorlieben und Besonderheiten, und davon ausgehend auf die anderen. Schülerinnen und Schüler der Kreuzberger Rosa-Parks-Grundschule haben im Märkischen Museum eigene Vielfalts-Ausstellungen zum Thema „Ich und Berlin“ entworfen. Diese werden nun im Museumslabor gezeigt. Ein Projekt des Labyrinth Kindermuseum Berlin in Kooperation mit dem Stadtmuseum Berlin. Gefördert von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie....
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Stiftung Haus der Geschichte, Foto: Christoph Petras
Stiftung Haus der Geschichte, Foto: Christoph Petras

Streng geheim - Spuren des Kalten Krieges.

Zeitgeschichtliches Forum Leipzig
Leipzig | 01.02.2019-30.06.2019
Bunker, Armeestützpunkte, Überwachungsanlagen. Damals Machtzentren, heute Überreste eines globalen Konflikts. 40 Jahre lang teilt der Kalte Krieg die Welt in „Ost“ und „West“. Der niederländische Fotograf Martin Roemers begibt sich auf die Suche nach seinen Hinterlassenschaften. Dabei entsteht die Fotoserie „Spuren des Kalten Krieges“. Über zehn Jahre reist Roemers mit seiner Kamera durch Europa. Seine Bilder führen den Betrachter in eine Welt von verrosteten Panzern, verlassenen Abhörstationen und verblichenen Militärhospitälern. Was überwiegt, sind Gemeinsamkeiten. Ob Russland, Belgien oder Deutschland: Auf welcher Seite des „Eisernen Vorhangs“ ein Bunker stand, ist an der Bauart kaum zu erkennen. In der Ausstellung begegnen dem Besucher ehemalige Bunkeranlagen, lebensgroße Bilder von verlassenen Tunneln und Gängen eröffnen ihm Wege in eine vergangene Welt. Kaltes Neonlicht und eine verwinkelte Architektur erinnern an die rohe Atmosphäre damaliger Militäreinrichtungen. Roemers „Spuren des Kalten Krieges“ werden so zum neuen Leben erweckt. Sie weisen auf das Vergangene – und mahnen zeitgleich für die Zukunft. Martin Roemers, 1962 im niederländischen Oldehove geboren, studiert an der Akademie für Kunst und Industrie (AKI) in Enschede in den Niederlanden. Er wird bekannt durch seine Langzeit-Fotoprojekte, die in renommierten Museen zu sehen sind, und Fotobände wie „Metropolis“ über das Leben in Millionenstädten. Roemers ist zweimaliger Preisträger des World Press Photo Awards und des Street Photography Awards. Er lebt und arbeitet im niederländischen Delft....
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Foto: Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung
Foto: Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung

Samurai - Pracht des japanischen Rittertums Die Sammlung Ann und Gabriel Barbier-Mueller

Kunsthalle München
München | 01.02.2019-30.06.2019
Auch 150 Jahre nach dem Verlöschen der Samurai-Kultur ist die Faszination, die von ihr ausgeht, ungebrochen. Der Samurai-Mythos erzählt von Ehre und Disziplin, von bedingungsloser Loyalität und absoluter Selbstaufopferung – aber auch von Verrat, Intrigen und grausamer Gewalt. Über 700 Jahre war nicht der Kaiser Herr über Japan, sondern der Shogun: Als Oberhaupt des ‚Kriegeradels‘ befehligte er Millionen hochausgebildeter Kämpfer, die schon früh in ihrer Geschichte auch zur politischen Elite des Landes aufstiegen. PRUNKVOLLE PRÄZISION Die mit höchster Handwerkskunst aus edlen Metallen und kostbaren Stoffen hergestellten Rüstungen der Samurai waren häufig imposante Statussymbole, die ihre Betrachter zum Staunen bringen sollten. In erster Linie aber mussten sie als wirkungsvolle Schutzpanzer dienen. Denn die Qualität einer Rüstung entschied über Leben und Tod. Sie schützte vor den Waffen des Feindes, bot Bewegungsfreiheit und machte ihren Träger in den Wirren der Schlachten identifizierbar. Eine Rüstung wurde ebenso robust wie flexibel und leicht konstruiert, damit ihr Träger das Beste aus seinen kämpferischen Fähigkeiten machen konnte. Spektakuläre Dekore mit Dämonen, mythologischen Wesen oder gefährlichen Tieren dienten zur Abschreckung des Feindes. Filigrane Verzierungen mit Sieg und Glück verheißenden Symbolen und buddhistischen Göttern sollten übersinnlichen Schutz bieten. EINE EINZIGARTIGE SAMMLUNG Das Ehepaar Ann und Gabriel Barbier-Mueller hat eine der weltweit hochkarätigsten Sammlung von Samurai-Rüstungen, Helmen, Masken und Pferde-Ausrüstungen aus dem 7. bis 19. Jahrhundert zusammengetragen. Diese wird nun erstmals in Deutschland präsentiert. Anhand von mehr als 100 Exponaten lässt die Ausstellung die spannungsvolle Geschichte des japanischen Rittertums lebendig werden....
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Arthur Kaufmann Zeitgenossen, 1925, Öl auf Leinwand, 182 x 245,5 cm, Stadtmuseum Landeshauptstadt Düsseldorf, © VG Bild-Kunst, Bonn, 2019, Foto:  Stefan Arendt / LVR-ZMB
Arthur Kaufmann Zeitgenossen, 1925, Öl auf Leinwand, 182 x 245,5 cm, Stadtmuseum Landeshauptstadt Düsseldorf, © VG Bild-Kunst, Bonn, 2019, Foto: Stefan Arendt / LVR-ZMB

Zu schön, um wahr zu sein - Das Junge Rheinland

Museum Kunstpalast
Düsseldorf | 07.02.2019-02.06.2019
Dem „Jungen Rheinland“ gehörten bis zu 400 Künstlerinnen und Künstler an, von denen viele aus Düsseldorf und der näheren Umgebung stammten. Maler, Graphiker, Bildhauer, Designer, Architekten, Dichter und Schauspieler fanden sich zusammen, um der Kulturszene nach dem verlorenen Krieg ein wirksames Forum zu bieten und die Vernetzung mit Künstlern anderer Regionen in Deutschland und Europa zu befördern. Max Ernst, zeitweiliges Mitglied der Künstlergruppe, beschrieb rückblickend den gemeinsamen „Durst nach Leben, Poesie, nach Freiheit, dem Absoluten, nach Wissen“ als „zu schön, um wahr zu sein.“ Im Mittelpunkt stehen 12 Künstlerinnen und Künstler, die beispielhaft für die vielseitige und wechselvolle Geschichte der der Vereinigung stehen: Otto Dix, Max Ernst, Wilhelm Kreis, Carl Lauterbach, Heinrich Nauen, Lotte B. Prechner, Karl Schwesig, Adolf Uzarski, Erwin Wendt, Walter von Wecus, Gert H. Wollheim und Marta Worringer....
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Streifzüge durch die Sammlung - von Expressionismus bis Liebe

Kunsthalle zu Kiel und Schleswig-Holsteinischer Kunstverein
Kiel | 09.02.2019-09.02.2020
Im Fokus der neuen Sammlungspräsentation stehen die für die Kunsthalle zu Kiel so wichtigen Bestände des Expressionismus und der Landschaftsmalerei des 19. Jahrhunderts. Darüber hinaus präsentiert die diesjährige Neueinrichtung ausgewählte Werke in ungewohnter Zusammenstellung: Themenfelder wie Strand, Nacht, Liebe, Kindheit oder Tierwelt bilden den Ausgangspunkt für eine Suchbewegung im Sammlungsbestand, die spannende Funde zu Tage fördert. Die Ausstellung zeigt rund 120 Werke aus Malerei, Skulptur, Grafik, Fotografie und Videokunst. Erstmals wird auch die jüngste Dauerleihgabe aus Privatbesitz zu sehen sein, die den Bestand der klassischen Moderne bereichert. Sie umfasst zwischen 1907 und 1916 entstandene Gemälde des für die Entwicklung der abstrakten Malerei bedeutenden Künstlers Adolf Hölzel (1853-1934). Auswahl von Künstlern, die in der Schau vertreten sind: Albert Aereboe, Anita Albus, Ernst Barlach, Georg Baselitz, Max Beckmann, Klaus vom Bruch, Johan Christian Clausen Dahl, Lovis Corinth, Miriam Cahn, Marlene Dumas, Harald Duwe, Louis Gurlitt, Erich Heckel, Karl Hofer, Isaak Lewitan, Markus Lüpertz, Ewald Mataré, Otto Mueller, Paula Modersohn Becker, Bruce Nauman, Emil Nolde, Max Pechstein, Nam June Paik, Sigmar Polke, Franz Radziwill, Ilja Repin, Johann Moritz Rugendas, Karl Schmidt-Rottluff, Christian Rohlfs, Norbert Schwontkowski, Fritz von Uhde...
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Jacopo Palma il Vecchio (1479/80–1528) Zwei ruhende Nymphen, um 1510–15 Öl auf Pappelholz, 98,3 x 152,4 cm Städel Museum Frankfurt am Main © Städel Museum – ARTOTHEK
Jacopo Palma il Vecchio (1479/80–1528) Zwei ruhende Nymphen, um 1510–15 Öl auf Pappelholz, 98,3 x 152,4 cm Städel Museum Frankfurt am Main © Städel Museum – ARTOTHEK

Tizian und die Renaissance in Venedig

Städel Museum
Frankfurt/Main | 13.02.2019-26.05.2019
Das Städel Museum präsentiert ein hochkarätiges Panorama der venezianischen Renaissancemalerei. Die Künstler der Lagunenstadt entwickelten eine eigenständige Spielart der Renaissance, die auf die Wirkung von Licht und Farbe setzt. Allein von Tizian versammelt die Ausstellung mit mehr als 20 Arbeiten die umfangreichste Werkauswahl, die in Deutschland je zu sehen war. Das Städel Museum widmet sich in der groß angelegten Sonderausstellung „Tizian und die Renaissance in Venedig“ mit über 100 Meisterwerken einem der folgenreichsten Kapitel der europäischen Kunstgeschichte: der venezianischen Malerei der Renaissance. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts entwickeln die Künstler der Lagunenstadt eine eigenständige Spielart der Renaissance, die auf rein malerische Mittel und die Wirkung von Licht und Farbe setzt. Einer der wichtigsten Vertreter ist Tizian (um 1488/90–1576), der zeit seines Lebens die zentrale Figur in der venezianischen Kunstszene bleibt. Mit über 20 seiner Werke versammelt die Frankfurter Schau die umfangreichste Auswahl, die in Deutschland je gezeigt wurde. Darüber hinaus sind unter anderem Gemälde und Zeichnungen von Giovanni Bellini (1435–1516), Jacopo Palma il Vecchio (1479/80–1528), Sebastiano del Piombo (um 1485–1547), Lorenzo Lotto (um 1480–1556/57), Jacopo Tintoretto (um 1518/19–1594), Jacopo Bassano (um 1510–1592) oder Paolo Veronese (1528–1588) zu sehen. Die Ausstellung bietet einen umfassenden Einblick in die künstlerische und thematische Bandbreite der Renaissance in Venedig und macht anschaulich, warum sich Künstlerinnen und Künstler der nachfolgenden Jahrhunderte immer wieder auf die Werke dieser Zeit beziehen. In einer Folge von acht thematischen Kapiteln werden ausgewählte Aspekte vorgestellt, die für die venezianische Malerei des 16. Jahrhunderts charakteristisch sind. Dazu gehören etwa atmosphärisch aufgeladene Landschaftsdarstellungen, Idealbilder schöner Frauen (die sogenannten „Belle Donne“) oder die Bedeutung der Farbe für die Kunst der Venezianer. Die thematisch angelegten Sektionen ergeben ein systematisches Panorama des umfangreichen Materials. Neben dem venezianischen Bestand der Städelschen Sammlung, zu dem etwa Tizians „Bildnis eines jungen Mannes“ (um 1510) gehört, werden hochkarätige Leihgaben aus mehr als 60 deutschen und internationalen Museen gezeigt....
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Kiki Smith

Staatliche Graphische Sammlung
München | 14.02.2019-26.05.2019
Anlass der Ausstellung ist eine außerordentlich großzügige Schenkung der New Yorker Künstlerin Kiki Smith (geb. 1954 in Nürnberg) an die Staatliche Graphische Sammlung München: Kiki Smith hat ihr druckgraphisches Lebenswerk – Hunderte von Einzelblättern, Portfolios sowie illustrierte Bücher, die seit Ende der achtziger Jahre bis heute entstanden – der Graphischen Sammlung zukommen lassen. Das druckgraphische OEuvre der Künstlerin ist somit europaweit einzig in München umfassend vertreten. Das thematisch breit gefächerte Werk der Künstlerin befasst sich mit dem menschlichen Körper, der Tier- und Pflanzenwelt sowie mit Naturphänomenen und Märchen, wobei sie die Identität der Frau, die Unschuld der Kindheit oder das Verhältnis zwischen Mann und Frau hinterfragt....
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Herakles und die Rinder des Königs Geryoneus, Skyphos des Theseus-Malers, attisch-schwarzfigurig, um 500 v. Chr., Sammlung Zimmermann Inv. 41, © Foto: Joachim Hiltmann
Herakles und die Rinder des Königs Geryoneus, Skyphos des Theseus-Malers, attisch-schwarzfigurig, um 500 v. Chr., Sammlung Zimmermann Inv. 41, © Foto: Joachim Hiltmann

Antike Bilderwelten - Was griechische Vasen erzählen

Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
Hamburg | 19.02.2019-02.06.2019
Supermann Herakles, Göttervater Zeus, Weingott Dionysos oder der stierköpfige Minotaurus – die Helden der antiken griechischen Mythen faszinieren bis heute und sind in unzähligen Geschichten der Literatur, in Theater und Film lebendig. Zehntausende vollständige oder in Fragmenten erhaltene antike Vasen erzählen von den dramatischen und oft lehrreichen Abenteuern der Götter, die Vasenmaler über Jahrhunderte auf feinsinnige Art und Weise in szenischen Darstellungen festgehalten haben. Die Szenen geben Einblicke in die Welt der Göttinnen und Götter, der Monster und Schurken, aber auch in religiöse Vorstellungen und kultische Riten. Sie erzählen auch vom täglichen Leben in der Antike, von Kindheit, Ausbildung, Sport, Krieg, Theater und geselligem Beisammensein. Das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG) zeigt in der großzügigen „Turnhalle“ im Mittelbau rund 80 Meisterwerke antiker Vasenkunst aus Athen aus der Zeit vom 6. bis 4. Jahrhundert v. Chr. Die Ausstellung lädt Mythenliebhaber*innen, Freund*innen antiker Kunst und Fans von Graphic Novels, Fantasy und Fiction zum Entdecken vertrauter Figuren und Charaktere und zum vergleichenden Sehen ein. Kinder lernen über die Helden, ihre fantastischen Taten und die Alltagsbilder auf spielerische Weise die antike Welt kennen. Die Ausstellung beleuchtet auch die Herstellung, die Werkstätten und Arbeitsweisen der Töpfer und Vasenmaler und die Form und Funktion der Vasen, die vor mehr als 2.400 Jahren geschaffen wurden. Ermöglicht wird die Ausstellung durch die im Dezember 2018 erfolgte Dauerleihgabe von 51 hochkarätigen Vasen der Sammlung Zimmermann aus Bremen sowie Objekten der Stiftung Heidrun und Dr. Manfred Zimmermann....
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Bruno Piglhein Spiel im Freien Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau, München Dauerleihgabe der Münchener Secession
Bruno Piglhein Spiel im Freien Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau, München Dauerleihgabe der Münchener Secession

Bildschön - Ansichten des 19. Jahrhunderts

Städtische Galerie im Lenbachhaus
München | 21.02.2019-30.09.2019
Das 19. Jahrhundert ist das Jahrhundert der Bilder. Sie erreichten eine größere Öffentlichkeit als je zuvor. Künstlerinnen und Künstler prägten auf wirkmächtige Weise die Kultur ihrer Zeit, ein sehr viel breiteres Themenspektrum wurde bildwürdig und im Idealfall vom Publikum als »bildschön« gelobt. Die damals erfundenen Motive bestimmen bis heute, was wir als romantisch, als traurig oder als schön empfinden. Im Laufe des 19. Jahrhunderts entstand ein enorm vielfältiges erzählerisches Bilduniversum, das immer wieder durch seine formale Innovationskraft begeistert. »Bildschön« unternimmt eine Neuinterpretation der Sammlungsbestände der Kunst des 19. Jahrhunderts im Lenbachhaus. Um andere Perspektiven auf diese reiche Bildkultur zu eröffnen, präsentiert die neue Ausstellung bewusst eine große Bandbreite von künstlerischen Stilen und Inhalten. Sie erschließt, ergänzt von Fotografien, Film- und Hörbeispielen, nicht nur den zeitgenössischen Kontext der Themen und Bildwelten, sondern beleuchtet schlaglichtartig den Nachhall des langen 19. Jahrhunderts bis in unsere Gegenwart. Die Ausstellungsbesucher und Kunstsammler des 19. Jahrhunderts, die Leser von Büchern, Zeitschriften oder Reiseführern erwarteten anschauliche Darstellungen und unterhaltsame Geschichten, weshalb viele Künstler die bestehenden Verhältnisse eher bestätigten, als sie kritisch zu hinterfragen. Doch ließen sie gelegentlich ironisch durchblicken, dass ihre Produktionen oft auf Modellen und Attrappen beruhten. Die Erfahrungswelt des Einzelnen erweiterte sich drastisch mit der immer reicheren Bilderwelt. Durch die Hand der Künstler wurden Naturansichten zu den Postkartenlandschaften, die wir heute noch aufsuchen. Trachten und bäuerliches Brauchtum wurden im 19. Jahrhundert wiederbelebt oder gar neu erfunden und die entstehenden Bilder so einflussreich, dass auf Oktoberfesten weltweit heute »Bayer« gespielt wird. Zentral für die Beziehung zur Natur war und ist im Bewusstsein der Deutschen der Wald, als visueller und emotionaler Projektionsraum. Wenn Maler auf dem Land lebten, interpretierten sie nicht nur Ländliches, sondern sie experimentierten auch mit modernen Lebensformen, und ihre Kunst vermittelte dann ein von urbanen Zwängen befreites Lebensgefühl. Als Porträtisten des Bürgertums und der Aristokratie entwarfen Künstler deren öffentliches Image, sie verhandelten Geschlechterverhältnisse und Standesunterschiede. Für das ganze »große Theater« der modernen Welt galt es nun, visuelle Entsprechungen zu finden: für so unterschiedliche Phänomene wie die Begeisterung für die Vergangenheit, die Fragen der Naturwissenschaften oder die Verlockungen des Spiritismus....
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Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur, Foto: Niklas Rausch
Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur, Foto: Niklas Rausch

Roselyne Titaud – 'Géographies des limites humaines' Photographien

Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur
Köln | 22.02.2019-21.07.2019
In Raum 2 und 3 werden photographische Arbeiten von Roselyne Titaud (*1977) gezeigt. Ihre Motivwelt umfasst das Interieur verbunden mit vorgefundenen Stilllebenformationen sowie Naturbetrachtungen, entstanden etwa in Wäldern und Flusslandschaften in Deutschland und Frankreich. Roselyne Titaud hat an der École des Beaux-arts in Saint-Étienne studiert und lebt seit einigen Jahren in Berlin. Unter dem Titel „Géographies des limites humaines“ – eine Referenz an ein Gedicht von Paul Eluard verfasst 1936 – hat die Künstlerin eine Auswahl aus unterschiedlichen photographischen Serien getroffen (A bruit, Tiefe, 2012–2013; Interieurs, Arrangements, 2001–2007; Am Löwentor, 2009; Les vallées, 2015; La Loire, 2017–18) und mit weiteren Einzelmotiven aus ihrem Schaffen in einen assoziativen Zusammenklang gesetzt. Nicht ein chronologisch-retrospektiver Ansatz wird in der Ausstellung verfolgt, vielmehr geht es Roselyne Titaud um motivische, thematische und formale Querverbindungen, um das Ausloten von sich verändernden Bedeutungszusammenhängen, wie sie je nach Kontext in die eine oder andere Richtung verweisen. Auch mediale Fragestellungen und Präsentationsformen spielen eine Rolle. Das Genre des Stilllebens ist für Roselyne Titaud ein zentrales Arbeitsfeld. Ihre Bildgegenstände findet sie in französischen und Berliner Wohnungen. Dargestellt sind private dekorative Arrangements, die von persönlichen Vorlieben und Geschmäckern erzählen, auf Erinnerungsmomente anspielen und denen so eine besondere zeitliche Komponente inne wohnt. Auf den Photographien von Titaud entdeckt man Porzellan und Glas in unterschiedlichen Formen und Farben, als Geschirr, Vasen oder auch figürlich; dekorative Stoffe mit Mustern und Fransen, aus Spitze oder gewebt, Kissen und Überwürfe auf dem Mobiliar, Sessel, Vitrinen, Kommoden und kleine Tische, auf denen die Gegenstände drapiert sind. Eine Motivgruppe, die besonders häufig auf den Bildern anzutreffen und die von einer großen Vielfalt ist, sind Blumen, Pflanzen und auch nachgebildete Tiere. Das Spektrum reicht vom Blumenstrauß in einer Vase, über Topfpflanzen, künstlich oder echt, bis hin zum floralen Muster auf Tapeten, Teppichen oder Decken. Tiere als Porzellanfiguren, auf Bildern gemalt oder auch in Form von Muscheln oder Korallen bevölkern die Photographien von Roselyne Titaud. Dieser der Natur entnommene Kosmos an Gegenständen erscheint uns befremdlich wie vertraut zugleich. Er führt weg von der Gegenwart in eine vergangene Zeit, als Einrichtungsmoden und -stile noch anderen ästhetischen und materiellen Parametern unterlagen. Und darüber hinaus spiegeln sich in den vorgefundenen Arrangements letztlich gesellschaftliche Strukturen, familiäre Lebensvorstellungen und Verbundenheit sowie wirtschaftliche Voraussetzungen....
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Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur, Foto: Niklas Rausch
Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur, Foto: Niklas Rausch

Poesie der Pflanze: Photographien von Karl Blossfeldt und Jim Dine

Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur
Köln | 22.02.2019-21.07.2019
Die immer wieder neu zu entdeckende Natur, die Vegetation mit ihren vielzähligen Gewächsen und Formen, ihre räumliche Disposition, das sie umspielende Licht ebenso wie die übergreifende Wirkung all dessen bilden das Zentrum der Ausstellung. Es geht einerseits um das Sehen, das Beobachten und empfindsame Wahrnehmen von Pflanzen und Pflanzenwelten, dokumentiert via Kamera; andererseits um ein achtsames Anschauen photographischer Bilder, gefertigt aus der Hand zweier Künstler. Es geht um Realität und Interpretation. Die Werke von Karl Blossfeldt (1865–1932) und Jim Dine (*1935) setzen in diesem Sinn starke Impulse. Auch wenn beide auf verschiedene künstlerische Richtungen und Generationen zurückgehen, so wird doch in ihren Arbeiten deutlich, dass das Geheimnis der Natur, ihr Zauber ebenso wie ihre Regelmäßigkeit und Ordnung eine für die schöpferische Arbeit nicht versiegende Quelle ist. Beide Künstler verbindet die Liebe zur Natur, die differenzierte Auseinandersetzung mit ihrem Bildgegenstand ebenso wie ihre Präzision in der Umsetzung ihrer photographischen Kompositionen. Karl Blossfeldt Karl Blossfeldt, von dem in der Ausstellung über 70 originale Photographien, umgesetzt als Gelatinesilberabzüge, gezeigt werden, erarbeitete seine Ansichten vor dem Hintergrund seiner Lehrtätigkeit an der Unterrichtsanstalt des Königlichen Kunstgewerbemuseums, Berlin. Dort hatte der in Schielo (Harz, Sachsen-Anhalt) geborene Blossfeldt zwischen 1884/85 und 1888 studiert und in Folge als Modelleur in der Bronzewerkstatt gearbeitet. Das Jahr 1898 gilt als der eigentliche Beginn seiner photographischen Tätigkeit, denn Blossfeldt nutzte die von ihm erarbeiteten Photographien im Kunstunterricht zur Erarbeitung kunsthandwerklicher Stücke und individueller Zeichenentwürfe. Mittels photographischem Abbild konnte er seinen Studenten das von ihm in der Umgebung Berlins gesammelte Pflanzenmaterial nicht nur in quasi frisch dokumentiertem Zustand vor Augen führen – natürliche Pflanzen welkten und veränderten sich oft zu schnell –, sondern er konnte die Pflanzenteile in vielfach vergrößerter Auflösung und gelegentlich in von ihm fokussierter und spezifisch präparierter Gestalt zeigen. Blossfeldts Intention richtete sich vor allem auf die Besonderheit der einzelnen, ihn faszinierenden Formen, die er in aller Präzision herausarbeitete. Typisch für die Photographien von Karl Blossfeldt ist, dass er die Gestalt der Pflanze vor einem flächig neutralen Hintergrund freistellte. Insofern griff er zu einer der puristischsten Möglichkeiten einer Bildkomposition, die dem quasi wissenschaftlichen Aufzeigen anvisierter Gegebenheiten dient. Blossfeldts Ruhm begann mit der 1926 von Galerist Karl Nierendorf in Berlin ausgerichteten Ausstellung seiner Photographien gemeinsam mit Skulpturen aus Afrika und Neuguinea. 1928 veröffentlichte Blossfeldt seine bahnbrechende Publikation Urformen der Kunst, zu Beginn des Jahres 1932 folgte Wundergarten der Natur. Am 3. Dezember 1932 verstarb Karl Blossfeldt in Berlin. Heute gehört er zu den anerkanntesten Künstlern und Photographen des 20. Jahrhunderts. Ebenso wie die Arbeiten von August Sander und Albert Renger-Patzsch zählen die Pflanzenansichten Blossfeldts zu den entscheidenden Werken der Neuen Sachlichkeit in der Photographie. Jim Dine Die Ausstellung „Poesie der Pflanze“ stellt den Arbeiten Blossfeldts etwa 40 Heliogravüren des amerikanischen Künstlers Jim Dine gegenüber. Sie sind größeren Formats und nähern sich der poetischen Wirkung der Pflanzenwelt in formal anderer und doch verwandter Weise. Hier wie da treffen wir auf eine höchst intensive Auseinandersetzung mit dem Bildgegenstand und der davon im Einzelnen auszuführenden Photographie gleichwie deren Einbindung in eine aufschlussreich weiterführende Bildreihe. Jim Dine, der in vielen verschiedenen künstlerischen Medien, sei es der Malerei, der Bildhauerei, der Druckgraphik, auch der Literatur und Lyrik Zuhause ist, wurde Ende der 1950er-Jahre im Kontext der Pop-Art-Szene in New York berühmt. Vor allem seine Werke, die Motive wie Bademäntel, Herzformen, Farbpaletten, Pinsel und Werkzeuge zeigen, sind heute einem großen Publikum bekannt. Aber auch das von der Natur Geschaffene erwarb sein unentwegtes Interesse, wie die Darstellungen und installativen Einbeziehungen von Bäumen, Ästen und Blumen verdeutlichen. Bereits 1969 entstand Dines Portfolio Vegetables, seine früheste Arbeit, die sich mit botanischen Formen und Farben auseinandersetzt. Jim Dines Leidenschaft für die Natur und Pflanzenwelt zeigt sich auch in der aktuell vorgestellten Reihe Entrada Drive mit Heliogravüren, die zu Beginn der 2000er-Jahre entstanden. Dieses Konvolut wird zum ersten Mal in Europa präsentiert und wurde überhaupt erst einmal in dem New Yorker Universitätsmuseum „Neuberger Museum of Modern Art“ ausgestellt. Die Arbeiten gehen auf einen Arbeitsaufenthalt in Los Angeles im Winter 2001 zurück, als der Künstler gemeinsam mit seiner Frau Diana Michener auf dem Entrada Drive wohnte. Insbesondere das eigenwillige Licht blieb ihm nachhaltig in Erinnerung, er empfand es wie in einem „grauen Juli“. Entsprechend gehen die ausgestellten, teils dunkeltonigen Heliogravüren auf Photographien zurück, die in L.A. entstanden, doch auch Aufnahmen aus botanischen Gärten, die der Künstler in Berlin und New York besuchte, mischen sich unter. Im Gegensatz zu Blossfeldt richtet sich Jim Dines Aufmerksamkeit über die einzelne Gestalt der Pflanze hinaus, mehr noch auf den Raum, in dem er die Pflanzen, Büsche und Gesträuche antrifft und erlebt. Die von Jim Dine vorgestellten Heliogravüren wirken durch ihre besonders austarierten Grauwerte auf feinzeichnender Papierqualität, als Ergebnis eines längeren Erarbeitungsprozesses. Es sind in Handarbeit gefertigte Werke, die auf Grundlage einer Photographie – im speziellen Fall gehen sie auf schwarzweiße Negative im Mittelformat zurück – als Diapositive in Originalgröße der geplanten Heliogravüren gewandelt und im Kontakt mit lichtempfindlichen, gelatinebeschichteten Kupferplatten belichtet wurden....
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Ed Atkins  Installationsansicht "Ed Atkins. Ye Olde Food" im K21  Foto: Achim Kukulies  © Kunstsammlung NRW  Auflösung: 3542px * 2657px
Ed Atkins Installationsansicht "Ed Atkins. Ye Olde Food" im K21 Foto: Achim Kukulies © Kunstsammlung NRW Auflösung: 3542px * 2657px

Ed Atkins: Ye Olde Food

K21 Ständehaus - Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen
Düsseldorf | 23.02.2019-16.06.2019
Ed Atkins (*1982, Oxford) gilt als Pionier einer jungen Künstlergeneration, die die tiefgreifenden Veränderungen unserer Lebenswirklichkeit durch die rasante Entwicklung der digitalen Medien reflektiert. Bekannt wurde er insbesondere durch eine Reihe computergenerierter Animationen, in denen er die Versprechungen, Potentiale und Ideologien der von ihm verwendeten Technologien kritisch hinterfragt. In bewegenden Videos mit kraftvollen Soundtracks verhandelt er existenzielle Themen wie Liebe, Tod oder Krankheit und fragt, wie etwa Begehren, Melancholie und Vergänglichkeit angesichts ihrer zunehmend digitalen Abstraktion heute erfahren werden. Atkins nutzt die digitale Bildproduktion, um physische Gegenstände radikal zu dematerialisieren und sie gleichwohl realistisch wiederzugeben. Im Zentrum seiner Animationen steht zumeist ein mit Motion-Capture-Technologie bewegter Protagonist, den er durch seine eigene Mimik, Gestik und Stimme zum Leben erweckt. Seine hyperrealen Stellvertreter demonstrieren absolute Künstlichkeit und zugleich eine beunruhigende Lebensnähe: Sie weinen, schauen dem Betrachter in die Augen und sprechen ihn direkt an. In seiner Ausstellung „Ye Olde Food“ in der Bel Etage des K21 verdichtet Ed Atkins Text, Sound und Bild zu einer immersiven Umgebung, die den Betrachter Teil einer pseudohistorischen Welt mit idyllischen Landschaften und heimeligen Holzhütten werden lässt. Die Arbeiten untersuchen die Auswirkungen virtueller Räume auf die physisch greifbare Realität der Betrachter und regen dazu an, über Körperlichkeit und Emotionalität in einer zunehmend digitalisierten Welt mit ihren Vermächtnissen ebenso nachzudenken wie über die Möglichkeiten und Grenzen von Sprache....
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Potsdam Museum, Foto: Michael Lüder
Potsdam Museum, Foto: Michael Lüder

Umkämpfte Wege der Moderne. Geschichten aus Potsdam und Babelsberg 1914-1945

Potsdam Museum - Forum für Kunst und Geschichte
Potsdam | 23.02.2019-23.06.2019
Die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts war im Deutschen Reich geprägt von elementaren gesellschaftlichen Veränderungen, Auseinandersetzungen und immer wieder aufflammenden Konflikten. Die Katastrophe des Ersten Weltkriegs mündete in die Ausrufung der Republik, in der die politische Teilhabe erstmals auf eine breite Basis gestellt wurde. Dieser Wandel zog zum Teil schwere Auseinandersetzungen und Konflikte nach sich. Verschiedene politische, gesellschaftliche und künstlerische Strömungen rangen um die Deutungshoheit über die Gestalt von Gegenwart und Zukunft Deutschlands. 1933 endete diese demokratische Phase mit der Machtübertragung an die Nationalsozialisten. Das traditionsverbundene Potsdam spielte als ehemalige Residenz- und Garnisonstadt in den Auseinandersetzungen eine herausragende Rolle – es wurde zum symbolischen Kampfplatz. Dem sogenannten Geist von Potsdam, dem Inbegriff für preußisches Erbe und die militärische Erlangung des Großmachtstatus, wurde der Geist von Weimar gegenübergestellt, der für die deutsche Hochkultur stand. Die von großen Industriebetrieben geprägte Nachbargemeinde Nowawes – später Babelsberg genannt und 1939 nach Potsdam eingemeindet – kennzeichnete eine starke Arbeiter- und Angestelltenkultur. Sie wurde deswegen auch als „Rotes Nowawes“ bezeichnet, in der die Mitgliedschaft in nationalsozialistischen Gruppierungen durchaus gefährlich für das leibliche Wohl sein konnte. Die Darstellung der alles andere als harmonischen Nachbarschaft dieser beiden Orte ermöglicht die Beschreibung deutscher Geschichte unter dem lokalen Brennglas, in dem sich viele reichsweite Konflikte aufzeigen und nachzeichnen lassen. Nach 1933 besetzten die Nationalsozialisten in beiden Orten den öffentlichen Raum, benannten Straßen um, setzten der Bewegung Denkmäler und unterdrückten bekanntermaßen jegliche Form von Opposition. Die Ausstellung erzählt über 50 Alltagsgeschichten dieser Zeit aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kultur , Stadtentwicklung und Militär. Mit der Eingemeindung von Babelsberg nach Potsdam 1939 wurde Potsdam endlich zur lange ersehnten Großstadt, die Erinnerung an das „Rote Nowawes“ war damit zumindest offiziell getilgt. Im Imhof Verlag erscheint ein Katalog zur Schau....
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Friedrich Einhoff (1936 - 2018) Figurengruppe, 2008 Acryl, Kohle und Sand auf Leinwand, 490 x 595 mm Hamburger Kunsthalle, Kupferstichkabinett / bpk © LEVY Galerie Foto: Dirk Masbaum
Friedrich Einhoff (1936 - 2018) Figurengruppe, 2008 Acryl, Kohle und Sand auf Leinwand, 490 x 595 mm Hamburger Kunsthalle, Kupferstichkabinett / bpk © LEVY Galerie Foto: Dirk Masbaum

Das Vertraute Unbekannte - Friedrich Einhoff in der Sammlung der Hamburger Kunsthalle

Hamburger Kunsthalle - Sammlung Galerie der Gegenwart
Hamburg | 24.02.2019-26.05.2019
Anlässlich einer umfangreichen Schenkung widmet die Kunsthalle dem kürzlich verstorbenen Hamburger Künstler Friedrich Einhoff (1936-2018) eine erlesene Werkpräsentation, die einen Überblick über sein reiches Schaffen zeigt. Einhoff gehört seit den 1960er Jahren als Maler und Zeichner sowie als prägender Lehrer jüngerer Künstler_innen an der Hochschule für angewandte Wissenschaften zu den wichtigen Persönlichkeiten der Kunstszene in Hamburg. Seine Werke in verschiedensten künstlerischen Techniken kreisen stets um das Bild des Menschen mit seinem ambivalenten und fragilen Wesen. Seine Figuren treten einzeln oder als Gruppen auf, ihre verfremdeten Gesichter verschmelzen mit der Umgebung. Die Hamburger Kunsthalle hatte das Glück aus Einhoffs Atelier eine repräsentative Auswahl von über 50 wichtigen Werken auswählen zu dürfen. Diese Zeichnungen kamen mit privater Unterstützung in die Sammlung des Kupferstichkabinetts der Kunsthalle, wo sie ein dort bereits vorhandenes Konvolut früher Zeichnungen Einhoffs ergänzen und sich nun ein Bestand von mehr als 70 Werken aus allen Schaffensjahren des Künstlers befindet. Die Schenkung wird durch einen Bestandskatalog dokumentiert (Verlag Kerber, deutsch/englisch), der im Museumsshop zum Preis von 25 Euro erhältlich ist....
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Evelyn Hofer - Begegnungen mit der Kamera. Eine Werkschau

Museum Kurhaus Kleve - Ewald Mataré-Sammlung
Kleve | 24.02.2019-23.06.2019
Im Museum Kurhaus Kleve wird eine umfassende Werkschau der deutsch-amerikanischen Fotografin Evelyn Hofer (1922-2009) präsentiert, die von einem Kritiker der New York Times als „berühmteste unbekannte Fotografin Amerikas“ bezeichnet wurde. Mit annähernd 200 Arbeiten, die ihre wichtigen Motivgruppen wie die Städteporträts von New York, Washington und Dublin, berührende Künstlerporträts, erlesene Interieurs bis hin zu den existentiell verdichteten Stillleben des Spätwerks umfasst, wird im Museum Kurhaus Kleve ein umfassender Einblick in dieses faszinierende und zum Teil noch neu zu entdeckende Werk ermöglicht. Begleitet wird die Ausstellung, die in Kooperation mit der „Galerie m Bochum“ und dem „Estate Evelyn Hofer“ entstand und danach noch im Museum Moderner Kunst Passau und in der Fotostiftung Schweiz, Winterthur, zu sehen sein wird, von einer Publikation des renommierten Steidl Verlags. Im fotografischen Werk von Evelyn Hofer ist neben der technischen Perfektion vor allem die Intensität hervorzuheben, mit der sie Menschen, Städten und Innenräumen begegnet und sie auf das Wesenhafte hin verdichtet. Bereits bei den urbanen Szenerien New Yorks in den 1960er Jahren meidet sie jegliche (touristische) Schnappschuss-Ästhetik und konzentriert sich auf sorgfältig ausgewählte Ausschnitte der Fassaden, der Blicke der Passanten, der sprechenden Botschaften der allgegenwärtigen Werbung. Es ist eine Art des Sehens, die an Zusammenhängen interessiert ist und soziologische Hintergründe ebenso sichtbar macht wie den vitalen Rhythmus dieser damals noch rauen, noch nicht im Hochglanz-Kommerz erstickten Stadt. Mit dieser auf Wahrhaftigkeit zielenden Haltung erschließt sie sich fortan all ihre Sujets, unabhängig davon, ob es sich um Auftragsarbeiten für große Magazine oder um freie Projekte handelt. Sie gewährt offene Einblicke in Ateliers und Wohnräume heute weltbekannter Künstler wie Andy Warhol, George Segal, Saul Steinberg oder Balthus, die von großer Nähe zu den Dargestellten zeugen und den Nachgeborenen singuläre Zugänge zu diesen produktiven Heroen eröffnet. Oder sie nimmt uns mit auf Recherche-Reise zu den Hinterlassenschaften der Schauspielerin Marlene Dietrich, die diese in einem eigens angemieteten Hangar lagerte und die uns wiederum eine reich instrumentierte Geschichte dieses glamourösen Lebens erzählen. Immer verbindet Evelyn Hofer in ihrem Werk die Faszination des Sujets mit der Meisterschaft einer konzentrierten Formauffassung, die sich in den klassisch anmutenden Schwarz-Weiß-Abzügen ebenso niederschlägt wie in den exzeptionellen Farbaufnahmen, deren Magie sonst zu dieser Zeit allenfalls noch William Eggleston erreicht....
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Mantegna und Goethe - Der „Triumphzug Cäsars“ aus Weimarer Sicht

Gemäldegalerie Berlin
Berlin | 26.02.2019-30.06.2019
Johann Wolfgang von Goethe schätzte Andrea Mantegna als herausragenden Künstler der italienischen Renaissance. Seiner Meinung nach kamen die Bedeutung und die Eigentümlichkeit Mantegnas besonders eindrücklich in dessen monumentalem Gemäldezyklus „Der Triumphzug Cäsars“ zum Tragen. Drei der insgesamt neun Bilder, die sich seit 1631 im Besitz des englischen Königshauses befinden, werden in der Ausstellung „Mantegna und Bellini. Meister der Renaissance“ in der Gemäldegalerie gezeigt. Goethe kannte diese Gemälde jedoch nicht im Original. Seine ausführliche Betrachtung und Einordnung des „Triumphzugs“ stützt sich daher hauptsächlich auf die Chiaroscuro-Holzschnitte, die Andrea Andreani im letzten Jahrzehnt des 16. Jahrhunderts in Mantua nach der Bilderserie Mantegnas angefertigt hatte. Goethe besaß selbst Abzüge dieser Holzschnitte. Auch das Berliner Kupferstichkabinett verwahrt besonders schöne Exemplare der zartfarbigen Drucke, die es in dieser Kabinettausstellung präsentiert. So kann im kleinen Format Mantegnas „Triumphzug Cäsars“ in seiner Gesamtheit und auch anhand von Goethes Beschreibungen nachvollzogen werden.  ...
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Blick auf die Arbeit an Bord der PEKING 1920er Jahre Archiv Laeisz-Reederei
Blick auf die Arbeit an Bord der PEKING 1920er Jahre Archiv Laeisz-Reederei

Die PEKING - Een Hamborger Veermaster kommt nach Hamburg

Museum für Hamburgische Geschichte
Hamburg | 27.02.2019-26.05.2019
Aus Anlass des Stapellaufs der Viermastbark PEKING bei Blohm & Voss am 25.2. 1911 zeigt das Deutsche Hafenmuseum im Museum für Hamburgische Geschichte in einer kleinen Präsentation mit einigen ausgewählten Objekten die legendäre Historie der Flying-P-Liner, die für ihre Zuverlässigkeit und Schnelligkeit berühmt waren. In kompakter Form wird das Produkt „Salpeter“ als Auslöser für erfolgreiche und ertragreiche Fahrten nach Chile vorgestellt. Neben dem Alltag an Bord wird auch das harte Arbeitsleben in den Salpeterminen dargestellt. Mit Original-Exponaten wie dem Steuerstand der PEKING wird die Dimension des Schiffes anschaulich: 32 Mann Besatzung haben dieses 115 m lange Schiff um Kap Hoorn gesegelt. Anhand von Großfotografien werden aktuelle Einblicke in die Arbeit auf der Werft in Wewelsfleth gegeben, wo das Schiff bis zum Jahr 2020 wieder schwimmfähig und für die Öffentlichkeit barrierefrei zugänglich gemacht wird....
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Kosmetikkasten (tebako) mit Kürbisranken, 2. Hälfte 19. Jh., Schwarz- und Goldlack mit Perlmutteinlagen über Holzkern, 9,7 x 16,5 x 22,2 cm, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Foto: Joachim Hiltmann
Kosmetikkasten (tebako) mit Kürbisranken, 2. Hälfte 19. Jh., Schwarz- und Goldlack mit Perlmutteinlagen über Holzkern, 9,7 x 16,5 x 22,2 cm, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Foto: Joachim Hiltmann

Luxus pur - Lack aus Ostasien

Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
Hamburg | 28.02.2019-26.05.2019
Im Frühjahr 2019 präsentiert sich die materielle Kultur Chinas, Koreas und Japans in den Ostasien-Räumen des Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG) von ihrer luxuriösen Seite – der Lackkunst. Brillantes Schwarz, intensives Rot, schimmerndes Gold und geheimnisvolles Perlmutt dominieren die Lackwaren, die alle Lebensbereiche der gesellschaftlichen Elite wie Essen, Schreiben, Reisen, Musik, Schmuck und Teekultur bereichern. Seit dem späten 16. Jahrhundert wurden Lackwaren auch an den europäischen Höfen bewundert, gesammelt und imitiert. Gründungsdirektor Justus Brinckmann (1843–1915) legte die Sammlung des MKG in der Hochphase des Japonismus um 1900 an. Anhand wertvoller Schalen, Kämme und Schmuck, Kästen für Kosmetik, Schreibutensilien und Spiele sowie Stapelkästen für Esswaren gibt die Ausstellung Einblicke in die Erwerbungspolitik des MKG und in die internationale Sammlerszene von Ostasiatika zwischen der Weltausstellung 1873 in Wien und dem Beginn des Ersten Weltkriegs 1914. Neben wesentlichen Objektgruppen stellt die Ausstellung wichtige Lacktechniken, charakteristische Motive, einzelne Meister und ihre Malereien sowie Farbholzschnitte vor. Moderne und zeitgenössische Positionen wie Insektenpräparate und Lackstühle ergänzen die Präsentation der historischen Bestände und zeigen Wechselwirkungen zwischen Lack-Ästhetik und europäischem Design auf. Die didaktisch und sammlungsgeschichtlich aufbereitete Ausstellung möchte die Besucher*innen für die Lackkunst Ostasiens begeistern, leistet aber gleichermaßen einen Beitrag zur Provenienz- und Marktforschung in der ostasiatischen Kunstgeschichte. Die Ausstellung stellt mit über 100 Objekten erste Ergebnisse des von der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius geförderten Projektes zur wissenschaftlichen Erschließung der Sammlung Ostasien vor....
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Schirn Kunsthalle Frankfurt, Außenansicht © Schirn Kunsthalle Frankfurt, Foto: Norbert Miguletz
Schirn Kunsthalle Frankfurt, Außenansicht © Schirn Kunsthalle Frankfurt, Foto: Norbert Miguletz

Nathalie Djurberg und Hans Berg

Schirn Kunsthalle Frankfurt
Frankfurt/Main | 28.02.2019-26.05.2019
Die Begeg­nung mit den Filmen von Natha­lie Djur­berg und Hans Berg hat etwas von einer Verfüh­rung. Das Zusam­men­spiel von Skulp­tur, sugges­ti­ven Bild­wel­ten und hypno­ti­scher Musik erzeugt einen Sog, dem sich der Betrach­ter kaum entzie­hen kann. Die SCHIRN stellt das Werk erst­mals in einem umfang­rei­chen Über­blick in Deutsch­land vor. Unter den rund 40 Arbei­ten der letz­ten zwei Jahr­zehnte befin­den sich frühe Video­ar­bei­ten, groß­for­ma­tige Raum­in­stal­la­tio­nen und die erste Virtual-Reality-Arbeit. Bekannt wurde Natha­lie Djur­berg mit ihren Stop-Motion-Videos – eine lang­same, sehr aufwen­dige Anima­ti­ons­tech­nik, bei der mit einer Serie von Stand­bil­dern die Illu­sion einer Bewe­gung entsteht. Die Puppen aus Plas­ti­lin, Ton, Textil und Kunst­haar sind Prot­ago­nis­ten einer filmi­schen Narra­tion, die seit 2004 durch die Musik von Hans Berg ergänzt wird. Das schwe­di­sche Künst­ler­paar arbei­tet dabei ganz intui­tiv im jeweils eige­nen Medium, ohne vorge­fer­tig­tes Skript, Story­board oder fest­ge­leg­ten Span­nungs­bo­gen. Djur­berg und Berg nehmen Sie mit auf eine Reise ins Innere des Menschen – mit Filmen, die absur­den Träu­men wie auch verdräng­ten Erin­ne­run­gen glei­chen und atmo­sphä­risch verdich­tet die Gren­zen des mensch­lich Erträg­li­chen ergrün­den....
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Ilna Ewers-Wunderwald. Wiederentdeckung einer Jugendstil-Künstlerin

Bröhan-Museum - Landesmuseum für Jugendstil, Art Deco und Funktionalismus (1889-1939)
Berlin | 28.02.2019-16.06.2019
Blackbox #6 Ilna Ewers-Wunderwald (1875-1957) war im Jugendstil eine wahre Ikone, geriet dann aber für mehr als 100 Jahre in Vergessenheit. Vor dem Ersten Weltkrieg wurde die mythenliebende Künstlerin von der Kunstkritik gefeiert und erfolgreich in der Berliner Secession ausgestellt. Auch ihre Buch- und Modeentwürfe erfreuten sich großer Beliebtheit. Mit Herrenanzug, Kurzhaarschnitt und Zigarette sprengte sie die damaligen Rollenklischees. Sie unternahm ausgedehnte Fernreisen, die für sie eine schier unerschöpfliche Quelle der Inspiration waren. Grenzgänge von Erotik und Phantastik, ein märchenhafter Bildkosmos aus Wasserwesen und Paradiesvögeln, schillernden Blumen und grotesken Fabeltieren kennzeichnen ihr Werk. Dem Engagement privater Sammler ist es zu verdanken, dass große Teile des künstlerischen Nachlasses von Ilna Ewers-Wunderwald heute für eine Ausstellung greifbar sind. Mit dieser ersten Werkschau möchte das Bröhan-Museum einen Beitrag zur Wiederentdeckung der Künstlerin leisten....
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Foto: Bayerisches Nationalmuseum München
Foto: Bayerisches Nationalmuseum München

Silber für das Reich - Silberobjekte aus jüdischem Eigentum im Bayerischen Nationalmuseum

Bayerisches Nationalmuseum
München | 28.02.2019-10.11.2019
Nach der im Februar 1939 reichsweit erlassenen Dritten Anordnung aufgrund der Verordnung über die Anmeldung des Vermögens von Juden musste die jüdische Bevölkerung mit deutscher Staatsangehörigkeit alle Edelmetallgegenstände, Edelsteine und Perlen gegen eine geringe Entschädigung abliefern. Aus diesen Beständen erwarb das Bayerische Nationalmuseum in den Jahren 1939 und 1940 vom Städtischen Leihamt München insgesamt 322 Silbergegenstände. Seit 1951 konnten insgesamt 207 Silberobjekte an die ursprünglichen Eigentümer oder ihre Erben zurückgegeben werden. 112 Objekte, für die die Anspruchsberechtigten bisher nicht nachgewiesen werden konnten bzw. keine Ansprüche geltend gemacht wurden, befinden sich heute noch in den Sammlungen des Museums. Auf der Basis von Archivrecherchen konnten nun die Namen der Personen ermittelt werden, die die Silberobjekte 1939/40 beim Städtischen Leihamt abgegeben haben. Die Präsentation der 112 im Bayerischen Nationalmuseum verbliebenen Stücke und die Veröffentlichung der Namen im Rahmen einer Studioausstellung bietet die Möglichkeit, zukünftig die Erben bzw. Rechtsnachfolger der ursprünglichen Besitzer ausfindig zu machen und weitere Objekte zu restituieren....
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Andrea Mantegna: Darbringung im Tempel © Gemäldegalerie, Staatliche Museen zu Berlin / Christoph Schmidt
Andrea Mantegna: Darbringung im Tempel © Gemäldegalerie, Staatliche Museen zu Berlin / Christoph Schmidt

Mantegna und Bellini. Meister der Renaissance

Gemäldegalerie Berlin
Berlin | 01.03.2019-30.06.2019
Erstmals präsentieren die Staatlichen Museen zu Berlin das eng miteinander verwobene Schaffen der beiden verschwägerten Künstler Andrea Mantegna (1431-1506) und Giovanni Bellini (um 1435-1516). Es handelt sich um die erste umfassende Ausstellung, die das Oeuvre dieser Renaissancemaler vergleichend gegenüberstellt. Als Andrea Mantegna 1452/53 in die Künstlerfamilie Bellini einheiratete, begann ein intensiver künstlerischer Austausch mit seinem Schwager Giovanni Bellini, der beide Künstler Zeit ihres Lebens prägte. Mantegnas spektakuläre Bilderfindungen und sein intensives Interesse an der Antike hinterließen einen tiefen Eindruck bei Giovanni Bellini. Umgekehrt entfaltete mit der Zeit aber auch Bellinis völlig andersartiger Malstil seine unverkennbare Wirkung auf Mantegnas Schaffen. Die Ausstellung bietet erstmals die Möglichkeit, eine Vielzahl von Gemälden und Zeichnungen der beiden Renaissancemeister vergleichend nebeneinander betrachten zu können....
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Bettina Pousttchi, Die Katherina-Show, 2000 Video, 7m20, Videostill, Courtesy Bettina Pousttchi
Bettina Pousttchi, Die Katherina-Show, 2000 Video, 7m20, Videostill, Courtesy Bettina Pousttchi

Hyper! A Journey into Art and Music

Haus der Photographie - Deichtorhallen - Aktuelle Kunst
Hamburg | 01.03.2019-04.08.2019
Sound, Vision, Film, zerstörtes Klavier: Was passiert, wenn Musiker*innen sich an Ideen und Strategien aus der Kunstwelt orientieren? Und was für Bilder entstehen, wenn Künstler*innen sich von Musik treiben lassen? Am Leben der Anderen interessiert zu sein, es zu kopieren, es in die eigene Arbeit zu einzusetzen und zu benutzen, kurz: ein Cross-Mapping zwischen den Welten der Musik und der bildenden Kunst zu betreiben, davon handelt die auf Einladung der Deichtorhallen von dem Ex-Spex- und Electronic-Beats-Chefredakteur Max Dax kuratierte Ausstellung HYPER! A JOURNEY INTO ART AND MUSIC. An der Ausstellung in der Halle für aktuelle Kunst und ihrem musikalischen Rahmenprogramm HYPER! SOUNDS in der Elbphilharmonie nehmen über 60 internationale Künstler*innen und Musiker*innen teil, die sich explizit im Grenzgebiet der Disziplinen Kunst und Musik bewegen und – von der Öffentlichkeit oft unbemerkt – in ihrer Kunst dezidiert entsprechend Bezüge auftauchen lassen. Superstars aus der Kunst- und Musikwelt wie Andreas Gursky, Kim Gordon, Alexander Kluge, Rosemarie Trockel und Wolfgang Tillmans stehen Avantgardisten wie Arthur Jafa, Thomas Scheibitz, Peter Saville oder Arto Lindsay gegenüber. Erzählerisch zusammengehalten wird die Ausstellung durch Dutzende von Interviews, die Max Dax mit den Protagonisten der HYPER!-Schau in den vergangenen Jahren geführt hat. Die Ausstellung HYPER! wird für die Besucher ein umfassendes Ausstellungserlebnis mit über 300 Werken darstellen: Neben Gemälden, Zeichnungen, Fotografien, Skulpturen und Rauminstallationen, die sich seitens der bildenden Kunst mit Musik befassen, wird es zahlreiche hybride Multimedia-Arbeiten geben, die den Wechselbezug zwischen Musik, Video und bildender Kunst ausloten. Moderne Klassiker wie Peter Savilles berühmtes dysfunktionales Riesen-Billboard zur Bewerbung von New Orders Technique-Album oder die Gemälde Emil Schults, die 1974 die Basis zu Kraftwerks Autobahn-Cover darstellten, treffen auf atemberaubende 3D-Videoinstallationen wie Nightlife (2015) von Cyprien Gaillard oder die verstörend funktionalen Powerbank-Skulpturen von Britta Thie. Der Einfluss von Richard Wagner auf das Werk des 2010 verstorbenen Aktionskünstlers Christoph Schlingensief wird ebenso zu sehen sein, wie Alexander Kluges Video-Kommentar dazu. Positionen von Daniel Richter, Sarah Morris und Bettina Scholz stehen für einen unterschiedlichen Einfluss von Musik auf die Malerei, Fotografien von Andrea Stappert, Sven Marquardt und Richard Prince und Videoarbeiten von Mark Leckey, KLF, Nora Lawrenz und Bettina Pousttchi erweitern die Ausstellung ins Dokumentarische/Multimediale. KÜNSTLER*INNEN DER AUSSTELLUNG Daniel Blumberg, Cosima von Bonin, Rutherford Chang, Phil Collins, Kevin Cummins, Den Sorte Skole, Marcel Dettmann & Friederike von Rauch, FSK, Cyprien Gaillard, GAS, Isa Genzken, Kim Gordon, Juro Grau, Andreas Gursky, Catherine Christer Hennix, Arthur Jafa, Sven-Åke Johansson, Scott King, Peter Knoch, Kreidler, Nora Lawrenz, Mark Leckey, Julien Lescoeur, Arto Lindsay, Luci Lux, Sven Marquardt, Michaela Melián, Radenko Milak, Sarah Morris, Wolfgang Müller & Tabea Blumenschein, Olaf Nicolai, Albert Oehlen, Palais Schaumburg, Steven Parrino, Bettina Pousttchi, Richard Prince, Friederike von Rauch, Daniel Richter, Thomas Ruff, Peter Saville, Thomas Scheibitz, Christoph Schlingensief & Alexander Kluge & Richard Wagner, Bettina Scholz, Kristof Schreuf, Emil Schult, Andrea Stappert, Henning Strassburger, The KLF, Britta Thie, Wolfgang Tillmans, Philip Topolovac, Rosemarie Trockel & Thea Djordjadze, André Vida, Wolfgang Voigt, Mason Williams, Lena Willikens & Sarah Szczesny, Rolf Zander & Asmus Tietchens....
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Stiftung Haus der Geschichte, Foto: Christoph Petras
Stiftung Haus der Geschichte, Foto: Christoph Petras

Mein Verein

Zeitgeschichtliches Forum Leipzig
Leipzig | 01.03.2019-25.08.2019
Über 600.000 Vereine gibt es in Deutschland, knapp die Hälfte aller Deutschen ist gegenwärtig Mitglied in mindestens einem von ihnen. Unsere Ausstellung „Mein Verein“ beschäftigt sich mit diesem Phänomen – von Schützenvereinen über Kleingärten, bis zu Fördergesellschaften und Hilfsorganisationen. Die Ausstellung zeigt den Verein als Ort von Geselligkeit und Gemeinschaft, Tradition und Heimatverbundenheit, der Menschen aus unterschiedlichen sozialen Milieus zusammenführt. Vereine sind dabei so vielfältig wie zahlreich. Schützenvereine begreifen sich als Traditionswahrer und Pfleger heimatlichen Brauchtums. In der DDR können nur wenige Vereinigungen, wie die Kleingärtner, ein vom Staat unabhängiges Eigenleben führen. Die „Neue Bachgesellschaft“ erhält die Bande zwischen Ost und West und ermöglicht auf ihren Veranstaltungen die Begegnung von Menschen aus beiden Teilen Deutschlands. In der jüngsten Vergangenheit treten projektbezogene Fördervereine in den Vordergrund. Sie widmen sich zum Beispiel dem Thema Bildung. An diesen Vereinen entzündet sich die Frage, welche Rolle private Vereine im Spannungsfeld zu öffentlichen Aufgaben erfüllen können. Auch emotionsgeladene Beziehungen wie die zum mitgliederstärksten Fußballverein FC Schalke 04 werden thematisiert. Der Anstoßball aus der Partie RB Leipzig gegen Schalke 04 im Dezember 2016, die Büste von Johann Sebastian Bach, die als Vorlage für das Logo der Neuen Bachgesellschaft dient oder das Modell eines typischen DDR-Kleingartens sind nur drei von 300 aussagekräftigen Objekten in der Wechselausstellung. Anhang dieser Objekte wird die Bedeutung von Vereinen für ihre Mitglieder, die historische Entwicklung der Vereinslandschaft in Ost- und Westdeutschland sowie die Bedeutung der Vereine für die Gesellschaft deutlich....
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Ausstellungsansicht "Zukunftsräume", Copyright: SKD, Foto: Klemens Renner
Ausstellungsansicht "Zukunftsräume", Copyright: SKD, Foto: Klemens Renner

Zukunftsräume. Kandinsky, Mondrian, Lissitzky und die abstrakt-konstruktive Avantgarde in Dresden 1919-1932

Albertinum
Dresden | 02.03.2019-02.06.2019
Dresden war in den 1920er Jahren ein Hotspot für die künstlerische Avantgarde Europas. In der Mitte des Jahrzehnts sorgte vor allem die Kunst des sowjetrussischen Konstruktivismus, der niederländischen De Stijl-Bewegung und des Bauhauses im traditionsgesättigten Elbflorenz für Aufregung. Werke von El Lissitzky, Piet Mondrian, Lyonel Feininger, Wassily Kandinsky, Paul Klee, László Moholy-Nagy, Oskar Schlemmer und anderen Künstler*innen wurden in den Galerien der Stadt ausgestellt und in der Presse kontrovers besprochen. 1925 fand in der Dresdner Kunstausstellung Kühl und Kühn die erste Personalausstellung von Mondrian in Deutschland statt, in der Bildungsanstalt im Festspielhaus Hellerau war für kurze Zeit ein Kabinett mit abstrakten und konstruktivistischen Werken eingerichtet. Die Galerie Ernst Arnold veranstaltete 1926 eine große Jubiläumsschau zum 60. Geburtstag von Kandinsky. Der Bauhausmeister Hinnerk Scheper gestaltete die Räume der Galerie Neue Kunst Fides, die nicht nur Künstler wie Feininger, Klee, Moholy-Nagy und Schlemmer im Programm hatte, sondern auch moderne Stahlrohrmöbel verkaufte. Das breite Publikum rieb sich die Augen, die lokale Kunstkritik empörte sich, doch das neuen Ausdrucksformen gegenüber aufgeschlossene bürgerliche Establishment besuchte die Ausstellungen. Einige kauften sogar die neue Kunst. Allen voran die wohl bekannteste Dresdner Sammlerin und Mäzenin Ida Bienert. Sie beauftragte den in Paris lebenden Mondrian zudem mit der Ausgestaltung eines Wohnraums in der Villa der Familie Bienert. Sein Entwurf von 1926 offenbart ein visionäres Raum- und Lebensgefühl, wenngleich er nicht verwirklicht wurde. Im gleichen Jahr wurde Lissitzky aus Moskau nach Dresden eingeladen und baute einen spektakulären Demonstrationsraum für abstrakte Kunst, der auf der internationalen Kunstausstellung die traditionellen Sehgewohnheiten des Publikums auf die Probe stellte. Das einmalige Erlebnis dieser – analog wie virtuell – wiederbelebten „Zukunftsräume“ steht im Zentrum einer großen Ausstellung abstrakter und konstruktivistischer Kunst, die Meisterwerke von Mondrian, Lissitzky, Kandinsky, Klee, Feininger, Moholy-Nagy, Schlemmer und anderen Künstler*innen aus vielen bedeutenden internationalen Museen und Sammlungen im Dresdner Albertinum zusammenführt. Sie handelt davon, wie die von gesellschaftsutopischen Idealen getragenen „Kunst der Zukunft“, in den 1920er Jahren in Dresden ausgestellt, gesammelt und diskutiert wurde – zwischen heftiger Ablehnung und begeisterter Zustimmung....
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Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Klut
Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Klut

Heimo Zobernig. Piet Mondrian. Eine räumliche Aneignung

Albertinum
Dresden | 02.03.2019-02.06.2019
Ausgehend von Raumentwürfen der Moderne hinterfragen zeitgenössische Künstler*innen im Albertinum aktuelle Raum- und Ausstellungskonzepte. Heimo Zobernig befasst sich seit Mitte der 1980er Jahre künstlerisch mit Raumgestaltung und der Präsentation von Kunst sowie mit geometrischen Abstraktionen wie jenen von Piet Mondrian. In einem seit 2000 fortlaufend entstehenden Gemäldezyklus untersucht er mit Materialien wie Acrylfarbe und Tape das Raster als richtungsweisende Ausdrucksform seit der Moderne. Im Albertinum präsentiert er eine Auswahl jüngerer Gemälde aus dieser Serie sowie eine neue Raum-Installation im Lichthof. Grundlage für diese Arbeit sind Entwurfszeichnungen von Piet Mondrian, die 1926 für ein Zimmer in der Villa der Dresdner Kunstsammlerin Ida Bienert entstanden waren und als Teil der Ausstellung Zukunftsräume im Albertinum zu sehen sind. Während Mondrians Entwurf nicht realisiert wurde, ist Zobernigs Installation in den Ursprungsmaßen des Zimmers als Innenraum begehbar sowie als kubische Skulptur erlebbar....
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Museum für Druckkunst
Museum für Druckkunst

Eine musikalische Liaison. Breitkopf & Härtel und Clara Schumann

Museum für Druckkunst
Leipzig | 03.03.2019-23.06.2019
Als Clara Schumann am 13. September 1819 geboren wurde, war der Musikverlag Breitkopf & Härtel bereits ein erfolgreiches Unternehmen. Zunächst als Druckerei am 27. Januar 1719 in Leipzig gegründet, wurde Breitkopf & Härtel vor allem durch seinen Musikverlag bekannt und arbeitete mit fast allen renommierten Komponisten des 18. und 19. Jh. zusammen - so auch mit Clara Schumann. Als eine der herausragenden Musikerinnen des 19. Jh. war sie nicht nur als Klaviervirtuosin und Komponistin bekannt, sondern kümmerte sich auch wesentlich um das Publizieren ihrer und Robert Schumanns Werke. Dieses Leipziger Netzwerk rund um die gefeierte Jubilarin Clara Schumann (200. Geburtstag), den Verlag Breitkopf & Härtel (300. Jubiläum) und anderer Protagonisten aus der damaligen internationalen Musikszene ist Thema der Ausstellung. Sie ist sowohl ein Beitrag zum Festjahr Clara19 sowie eine Vorschau auf das Jahr der Industriekultur in Sachsen 2020....
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SDTB, Historisches Archiv / Foto: Günter Krawutschke
SDTB, Historisches Archiv / Foto: Günter Krawutschke

Gesichter der Arbeit: Fotografien aus Ostberliner Industriebetrieben von Günter Krawutschke, 1971-1986

Deutsches Technikmuseum
Berlin | 06.03.2019-08.03.2020
Rauchende Schlote, Menschen in Kittelschürze und Blaumann – Berlin ist vor dem Fall der Mauer ein bedeutender Industriestandort. Dies gilt insbesondere für den Ostteil der geteilten Stadt. In der Hauptstadt der DDR schlägt neben dem politischen auch das industrielle Herz des Arbeiter- und Bauernstaats. Eine Vielzahl von Volkseigenen Betrieben (VEB) verteilt sich über dieses Stadtgebiet - darunter auch über ein Dutzend Großbetriebe mit mehreren tausend Beschäftigten. Porträt der ostdeutschen Industriearbeiterschaft Diese Welt kennt Günter Krawutschke wie kaum ein anderer. Seit 1965 arbeitet er als Bildreporter und Fotograf für den Berliner Verlag. Ein Schwerpunkt seiner Tätigkeit sind die Industriebetriebe im Ostteil der Stadt. So ist er oft in Fabriken wie dem Kabelwerk Oberspree (KWO), den Metallhütten- und Halbzeugwerke (BMHW) oder der VEB Elektrokohle Lichtenberg (EKL). Dabei interessieren ihn weniger die Produktionsabläufe oder Wirtschaftszahlen - er ist fasziniert von den Menschen, die hier arbeiten. Neben offiziellen Presseterminen nimmt er sich die Zeit, diese Welt zu studieren und mit seiner Kamera einzufangen. 50 ausgewählte Aufnahmen vermitteln ungeschönte und teils intime Einblicke in diese längst verschwundene Welt: Sie dokumentieren emotionale Momente und starke Charaktere vor dem nüchternen Hintergrund des harten Arbeitsalltags – Aufnahmen, die zu DDR-Zeiten zumeist nicht veröffentlicht werden konnten. 30 Jahre Friedliche Revolution und Mauerfall Krawutschke wird so unbeabsichtigt zum Chronisten einer Wirklichkeit, die schon wenige Jahre später nicht mehr existiert. Der politischen Wende 1989/90 folgt ein radikaler ökonomischer Umbruch. Heute sind in den Werkhallen, in denen er Arbeiterinnen und Arbeiter sowie Jugendbrigaden fotografiert hat, oftmals Asiamärkte oder Luxuslofts. 30 Jahre Friedliche Revolution und Mauerfall: Dieses Jubiläum ist der passende Anlass, um mit Hilfe dieser Fotografien an die tatsächliche Arbeitswirklichkeit in der späten DDR zu erinnern - jenseits aller Propaganda. Der Fotograf Günter Krawutschke wurde 1940 in Staßfurt, Sachsen-Anhalt, geboren. Nach Oberschule und Armeedienst arbeitete er als Kameraassistent beim Deutschen Fernsehfunk (DFF) in Ostberlin. Zwischen 1965 und 1992 war er als Bildreporter und Fotograf für den Berliner Verlag tätig. Seitdem ist er freiberuflicher Fotograf und Designer. Parallel zu seiner Berufstätigkeit absolvierte er eine Fotografenlehre und im Anschluss ein Diplomstudium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Er war Mitglied im Verband Bildender Künstler der DDR. Neben Industrieportraits widmete er sich vor allem der Architektur im Zentrum Berlins – so dokumentierte er die Spandauer Vorstadt, von 1988 bis 1995 den Wiederaufbau der Neuen Synagoge Berlin in der Oranienburger Straße oder die Entwicklung der Friedrichstraße seit 1990....
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Porträt Christian Jendreiko Foto: Jens Nober
Porträt Christian Jendreiko Foto: Jens Nober

Christian Jendreiko & Gäste - Lust & Rätsel

Museum Folkwang
Essen | 08.03.2019-26.05.2019
Der Klang in der Kunst ist das Ephemere par excellence und stellt das Museum vor existenzielle Fragen nach den Grenzen und der Entgrenzung seiner Handlungsfähigkeit. Mit seiner Arbeit Lust & Rätsel geht der Düsseldorfer Künstler Christian Jendreiko (*1969) diesem Thema auf den Grund. Es geht um das Kunstwerk als generatives System und dem Künstler als dessen Erfinder, für den die schöpferische Arbeit nicht im Entwerfen der Form, sondern im Erfinden der Formel liegt. Lust & Rätsel ist ein solches System; ein Sound-System, eine „generative Assemblage, die seit 2003 korallenartig wächst“. (Jendreiko). Die Arbeit ist in ständigem Fluss, ein offenes Werk, unabschließbar. Es setzt sich zusammen aus einer sich ständig verwandelnden Mixed-Media-Installation und drei sich darin fortschreibenden und aufeinander aufbauenden Aktionen, in denen Jendreiko in Kooperation mit international bekannten Künstlern der Sound- und Performance-Art ein multimediales Wahrnehmungsangebot erzeugen wird, zu dem – als integrales gestalterisches Element – ein eintägiges internationales Symposium gehört. In seiner Arbeit verfolgt Christian Jendreiko den Ansatz, den Klang in der Kunst weniger als autarkes Objekt zu verstehen, sondern als Medium, in dem der Mensch mit seinem ästhetischen Handeln erscheint. Ausgehend von dieser künstlerischen Position, zielt das Symposium „Can You Hear Me Knocking“ darauf, alternative Perspektiven auf die Sound Art zu erarbeiten. Gleichzeitig soll es dem Anspruch dienen, die Sound Art in Ihrer Entwicklung seit den Anfängen fassbar zu machen und die wachsende Rolle des Museums für ihre Präsentation und Bewahrung in den Fokus zu stellen....
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Anja Niedringhaus Amerikanische Marineinfanteristen führen eine Razzia im Haus eines irakischen Abgeordneten im Stadtteil Abu Ghraib durch; Bagdad, Irak, November 2004 Pigmentdruck auf Barytpapier 29,7 x 42 cm Kunstpalast © picture alliance / AP Images
Anja Niedringhaus Amerikanische Marineinfanteristen führen eine Razzia im Haus eines irakischen Abgeordneten im Stadtteil Abu Ghraib durch; Bagdad, Irak, November 2004 Pigmentdruck auf Barytpapier 29,7 x 42 cm Kunstpalast © picture alliance / AP Images

Fotografinnen an der Front.­ Von Lee Miller bis­ Anja Niedringhaus

Museum Kunstpalast
Düsseldorf | 08.03.2019-10.06.2019
Entgegen der weitläufigen Vorstellung, die Kriegsfotografie sei ein von Männern dominiertes Berufsfeld, gibt es eine lange Tradition von in Kriegsgebieten tätigen Fotografinnen. Sie haben mit derselben Selbstverständlichkeit wie ihre männlichen Kollegen weltweite Krisen dokumentiert und unser Bild vom Krieg maßgeblich mitgeprägt. Die Ausstellung präsentiert rund 120 Arbeiten von acht Fotografinnen aus den letzten 80 Jahren; vertreten sind Carolyn Cole (*1961), Françoise Demulder (1947–2008), Catherine Leroy (1944–2006), Susan Meiselas (*1948), Lee Miller (1907–1977), Anja Niedringhaus (1965–2014), Christine Spengler (*1945) und Gerda Taro (1914–1937). Unter den Aufnahmen finden sich intime Einblicke in den Kriegsalltag und Zeugnisse erschütternder Gräueltaten ebenso wie Hinweise auf die Absurdität des Krieges und seiner Konsequenzen....
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Mujer ángel, desierto de Sonora. México (Angel Woman, Sonoran Desert, Mexico), 1979 © Graciela Iturbide / Colecciones Fundación MAPFRE, 2019
Mujer ángel, desierto de Sonora. México (Angel Woman, Sonoran Desert, Mexico), 1979 © Graciela Iturbide / Colecciones Fundación MAPFRE, 2019

Graciela Iturbide

Fotografie Forum Frankfurt
Frankfurt/Main | 08.03.2019-30.06.2019
Ihre Bilder sind immer schwarzweiß – und zeigen zugleich alle Schattierungen der menschlichen Existenz. Traditionen und ihre Brüchigkeit, Glaube und Religion, Gemeinschaft und Tod gehören zu den zentralen Themen von GRACIELA ITURBIDE. Ihr über fünf Jahrzehnte entstandenes Œuvre gilt als grundlegend für das Verständnis der mexikanischen und der gesamten lateinamerikanischen Fotografie. Das Fotografie Forum Frankfurt (FFF) ehrt die 1942 in Mexiko-City geborene Künstlerin mit der ersten Retrospektive in Deutschland. Die Ausstellung wurde von der Fundación MAPFRE, Madrid, organisiert und präsentiert in Kooperation mit dem FFF Werke aus allen Schaffensphasen dieser außergewöhnlichen Fotografin. Zu sehen sind frühe Arbeiten wie die Langzeitstudie »Juchitán de las Mujeres«. Die Dokumentation der matriarchalen Gemeinschaft im südmexikanischen Staat Oaxaca, entstanden zwischen 1979 und 1986, machte Iturbide bekannt – und zeigt ihre einzigartige Handschrift. Ihre Bilder pendeln stets zwischen dem Dokumentarischen und dem Poetischen, zeigen mehrere Realitätsebenen und spiegeln so symbolträchtig die Vielschichtigkeit des Lebens. Kulturelle Spannungen zwischen Tradition und westlicher Moderne etwa macht die Fotografin sichtbar in ihrem Projekt mit der indigenen Gruppe der Seri in der Sonora-Wüste. Außerdem zeigt das FFF Porträts der Straßengang »White Fence« im Los Angeles der 1980er Jahre, sehr persönliche Innenaufnahmen aus dem Haus von Frida Kahlo, sowie Sujet-Bilder von Gärten, Landschaften und Vögeln, die Iturbide in ihrem Heimatland und auch auf ihren Reisen nach Indien, Italien, Korea oder Madagaskar schuf. Graciela Iturbide, Tochter einer traditionellen katholischen Familie, studierte zunächst Film an der Nationalen Universität Mexico City, ehe sie inspiriert von ihrem Lehrer Manuel Álvaro Bravo die Fotokamera für sich entdeckte. Zugleich war die Fotografie für sie ein Weg, den Tod ihrer sechsjährigen Tochter zu verarbeiten. Iturbides Arbeiten wurden in aller Welt gezeigt und vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem W. Eugene Smith Memorial Award, dem International Grand Prize of the Museum of Photography in Hokkaido, Japan, und dem renommierten Hasselblad-Award (2008). Graciela Iturbide lebt und arbeitet im Künstlerviertel Coyoacán in Mexico-City....
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Nil Yalter Algerian Marriage in France, 1982 (Detail) 6 Collagen: Fotografie, Bleistift und Ölfarbe auf Papier Detail: Fotografie, Bleistift und Ölfarbe auf Papier je 61,8 x 81,8 cm Courtesy Nil Yalter und Galerie Hubert Winter, Wien © Nil Yalter Foto: Galerie Hubert Winter, Wien
Nil Yalter Algerian Marriage in France, 1982 (Detail) 6 Collagen: Fotografie, Bleistift und Ölfarbe auf Papier Detail: Fotografie, Bleistift und Ölfarbe auf Papier je 61,8 x 81,8 cm Courtesy Nil Yalter und Galerie Hubert Winter, Wien © Nil Yalter Foto: Galerie Hubert Winter, Wien

Nil Yalter Exile Is a Hard Job

Museum Ludwig
Köln | 09.03.2019-02.06.2019
Seit den 1970er Jahren ar­beit­et Nil Yal­ter als Pi­onierin ein­er ge­sellschaftlich en­gagierten und tech­nisch avancierten Kunst. Als eine der er­sten Kün­st­lerin­nen in Frankreich nutzt sie das neu aufk­om­mende Medi­um Video. Nil Yal­ter ist 1938 in Kairo ge­boren, aufgewach­sen in Is­tan­bul und seit 1965 wohn­haft in Paris. Mit der er­sten Über­blick­sausstel­lung der Kün­st­lerin in Deutsch­land präsen­tiert das Mu­se­um Lud­wig die Viel­falt ihres Schaf­fens: darun­ter bis­lang kaum bekan­nte Gemälde aus ihrem Früh­w­erk sowie Videoin­s­tal­la­tio­nen der frühen 1970er Jahre bis hin zu Mul­ti­me­dia-In­s­tal­la­tio­nen, in de­nen sie Fo­to­gra­fie, Video, Zeich­nun­gen und Skulp­tur zu Col­la­gen verbin­det. Die Ausstel­lung zeich­net den Weg ihr­er en­gagierten Äs­thetik nach. Nil Yal­ters Werke ent­ste­hen aus aktuellen poli­tischen Si­t­u­a­tio­nen wie der Verurteilung zum Tode eines türkischen Ak­tivis­ten, dem All­t­ag in einem Frauenge­fäng­nis oder der Lebens­si­t­u­a­tion anal­pha­betisch­er „Gas­tar­beit­er*in­nen“. Sprache spielt für Nil Yal­ter eine wichtige Rolle, eben­so wie kul­turelle Ein­flüsse aus dem Na­hen Os­ten, der Türkei und Wes­teu­ro­pa. Sen­si­bel in­te­gri­ert sie die Stim­men der­jeni­gen, die sie in ihren Ar­beit­en porträtiert. Mit quasi-an­thro­pol­o­gisch­er Methodik spiegelt sie die Lebens­si­t­u­a­tion der Dargestell­ten und macht margi­nal­isierte Per­so­n­en­grup­pen sicht­bar. Schon in den 1970er Jahren beschäftigte sich die Kün­st­lerin mit femi­n­is­tischen Fragestel­lun­gen, in die auch mi­gran­tische und queere Per­spek­tiv­en mite­in­fließen. Hi­er­durch er­scheint ihr Werk heute aktueller denn je. Für ihre Ausstel­lung im Mu­se­um Lud­wig wird die Posterserie Ex­ile Is a Hard Job / Walls im Stad­traum von Köln fort­ge­führt. Die tape­te­nartig an­ge­ord­neten Zeich­nun­gen und Fo­tos von türkischen Ein­wan­der­ern aus ihr­er Ar­beit Turk­ish Im­mi­grants von 1977 wer­den ohne Au­torisierung in ver­schie­de­nen Stadtvierteln aufge­hängt. Den Slo­gan „Ex­il ist harte Ar­beit“ schreiben die Kün­st­lerin oder die Be­woh­n­er*in­nen auf die Poster, in der Sprache, die im jew­eili­gen Vier­tel vor­rangig ge­sprochen wird: Deutsch, Türkisch, Ara­bisch, Rus­sisch, Pol­nisch. Die Ar­beit ist von und für Mi­grant*in­nen, deren Ex­is­tenz gleichzeitig so of­fen­sichtlich und doch ab­we­send ist. Als Pan­tomime-Kün­st­lerin reiste Nil Yal­ter von 1956 bis 1958 in den Iran, nach Pak­is­tan und In­di­en. Von 1963–1964 ar­beit­ete sie als Büh­nen­bilderin und Kostümde­signerin an di­versen The­atern in Is­tan­bul und konzen­tri­erte sich zuneh­mend auf die Malerei. 1965 ging sie nach Paris, wo sie bis heute lebt und ar­beit­et. Ihre er­ste Einze­lausstel­lung hatte sie 1973 im Musée d’Art Mod­erne de la Ville de Paris. Ent­lang eth­nol­o­gisch­er und sozi­ol­o­gisch­er Fragestel­lun­gen un­ter­suchte die Kün­st­lerin die Po­si­tion der Frau in der turk­menischen No­ma­denge­sellschaft. Be­glei­t­end zu To­pak Ev, einem ei­gens nachge­baut­en Zelt, schuf sie Wandtafeln mit Zeich­nun­gen und Fo­tokopi­en von Fo­tos und Tex­ten, die das Leben der No­mad*in­nen wider­spiegeln. Mit ihr­er femi­n­is­tischen Videoar­beit The Head­less Wo­m­an or The Bel­ly Dance war sie 1974 in der er­sten in­ter­na­tio­nalen Ausstel­lung zur Videokunst in Frankreich vertreten und trat als Pi­onierin der franzö­sischen Videop­er­for­mance her­vor. Ihr Werk wurde in den let­zten Jahren wied­er­ent­deckt. Sie war beteiligt an der Wan­der­ausstel­lung Wack! Art and the Femi­n­ist Rev­o­lu­tion, die u.a. im MO­CA, The Mu­se­um of Con­tem­po­rary Art, Los An­ge­les sowie im Mo­MA PS1, New York (2008) gezeigt wurde. Es fol­gten weitere Einze­lausstel­lun­gen un­ter an­derem im FRAC Lor­raine in Metz (2016) sowie im Arter – Space for Art in Is­tan­bul (2016)....
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Pablo Picasso, La Californie, 1956, Öl auf Leinwand, Sammlung Catherine Hutin © Succession Picasso/VG Bild-Kunst, Bonn 2019. Photo: Claude Germain
Pablo Picasso, La Californie, 1956, Öl auf Leinwand, Sammlung Catherine Hutin © Succession Picasso/VG Bild-Kunst, Bonn 2019. Photo: Claude Germain

Picasso Das späte Werk

Museum Barberini Potsdam
Potsdam | 09.03.2019-16.06.2019
Pablo Picasso (1881–1973) gilt als Erneuerer der Kunst im 20. Jahrhundert. In Malerei, Skulptur, Graphik und Keramik hat er neue Maßstäbe gesetzt. Weniger bekannt ist sein Schaffen aus den letzten zwei Jahrzehnten seines Lebens, als Picasso von seiner Frau Jacqueline mehr Bildnisse schuf als je zuvor von einem anderen Modell. Die Ausstellung Picasso. Das späte Werk zeigt, wie Picasso auch in seinen letzten Schaffensjahren innovativ blieb. Alle Leihgaben stammen aus der Sammlung Jacqueline Picasso (1927– 1986). Ihre Tochter Catherine Hutin stellt diese bislang kaum öffentlich gezeigte Sammlung für die Ausstellung im Museum Barberini zur Verfügung. In der von Gastkurator Bernardo Laniado-Romero getroffenen Auswahl befinden sich zahlreiche Werke, die erstmalig in Deutschland gezeigt werden sowie einige, die zum ersten Mal in einem Museum präsentiert werden....
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Straße der Jugend 28, Foto: Karla Voigt
Straße der Jugend 28, Foto: Karla Voigt

Aus der Kuchengartenstraße nach Grünau. Eine fotografische Dokumentation von Karla Voigt

Haus Böttchergäßchen - Stadtgeschichtliches Museum Leipzig
Leipzig | 13.03.2019-10.06.2019
In den Jahren von 1979 bis 1981 begleitete die Fotografin Karla Voigt im Rahmen ihrer Diplomarbeit an der HGB den Umzug einer Hausgemeinschaft aus einem völlig desolaten Haus in der Leipziger Ostvorstadt in einen neuen Wohnblock in den damals entstehenden Stadtteil Leipzig-Grünau. Im Mittelpunkt der sozialhistorischen Dokumentation stehen Menschen mit ihren Sehnsüchten und Wünschen, die auch in der neuen Umgebung ihre lange gewachsenen sozialen Bindungen weiter pflegten. Bei diesem Projekt wurde der gesamte Prozess von der Grundsteinlegung 1976 über die Planung des Umzuges bis zum Einzug in die neuen Wohnungen künstlerisch und historisch in ambitionierter Weise mit den Ausdrucksmitteln der Zeit in Bild und Text festgehalten....
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Staatliche Kunstsammlung Dresden, Foto: Hans Christian Krass
Staatliche Kunstsammlung Dresden, Foto: Hans Christian Krass

Anton Graff (1736-1813) – Porträts

Gemäldegalerie Alte Meister im Semperbau am Zwinger
Dresden | 13.03.2019-16.06.2019
Die Dresdener Gemäldegalerie besitzt rund 50 Werke des Schweizer Malers Anton Graff. Die Studio-Ausstellung gibt mit einer repräsentativen Auswahl einen Überblick über seine Porträtkunst. 1765 bewarb er sich mit einem Selbstbildnis um die Stelle des Kurfürstlich- Sächsischen Hofmalers. 1766 erhielt er den lukrativen Vertrag und wurde Mitglied der Dresdener Kunstakademie. Graff verblieb Zeit seines Lebens am sächsischen Hof. Zahlreiche Aufträge zeugen von seiner großen Beliebtheit als Porträtist. Zum einen schuf Graff die offiziellen, spätbarocken Standesporträts der sächsischen Herrscher, zum anderen hielt er als Auftragsmaler ein aufstrebendes Bürgertum von aufgeklärter Gesinnung fest. Graff schaue bis in das »Innere der Seele«, er »male nicht den Leib, sondern den Geist«, so urteilten Zeitgenossen. In den Selbstporträts dokumentierte er neben dem eigenen mentalen und physischen Zustand auch seine künstlerische Entwicklung. Die beiden Selbstbildnisse, die ihn im Alter von 29 und 58 Jahren zeigen, wurden jüngst restauriert: nach der Reinigung und notwendigen Rekonstruktionen sind viele Details neu zu entdecken....
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Foto: Beethoven-Haus Bonn
Foto: Beethoven-Haus Bonn

BTHVN

Beethoven-Haus
Bonn | 13.03.2019-30.06.2019
Die Schau gibt einen Ausblick auf das Jubiläumsjahr 2020 und die Leitthemen Beethoven als B-onner Bürger als T-onkünstler als H-umanist als V-isionär als N-aturfreund...
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Nikolaus Groß vor dem "Volksgerichtshof", Berlin 15. Januar 1945 Foto: NS-DOK Köln
Nikolaus Groß vor dem "Volksgerichtshof", Berlin 15. Januar 1945 Foto: NS-DOK Köln

Der Volksgerichtshof 1934-1945 - Terror durch „Recht”

NS-Dokumentationszentrum Köln
Köln | 15.03.2019-26.05.2019
Der Volksgerichtshof wurde 1934 von den Nationalsozialisten zur „Bekämpfung von Staatsfeinden” geschaffen. Bis Kriegsende mussten sich mehr als 16.700 Menschen vor diesem neuen obersten politischen Gericht verantworten, das ab 1942 jeden zweiten Angeklagten zum Tode verurteilte. Die Ausstellung informiert über die Entstehung und Organisation des Gerichts, beleuchtet am Beispiel von Einzelschicksalen seine Urteilspraxis und informiert über den Umgang mit dem ehemaligen Gerichtspersonal nach 1945....
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Red Dot Design Museum Essen
Red Dot Design Museum Essen

Creative Exchange: World’s Best Communication Design and Highlights from NRW

Red Dot Design Museum Essen
Essen | 15.03.2019-02.06.2019
Ab dem 15. März zeigt das Red Dot Design Museum in Essen mit „Creative Exchange: World’s Best Communication Design and Highlights from NRW“ die besten Kommunikationsdesignleistungen aus Nordrhein-Westfalen und aller Welt auf dem Welterbe Zollverein in Essen. Von Verpackungen über Poster bis hin zu Werbespots: Besucher erleben in der Ausstellung die verschiedenen Facetten ausgezeichneten Kommunikationsdesigns, darunter sämtliche Projekte, die im Red Dot Award: Communication Design 2018 mit den Auszeichnungen „Red Dot: Best of the Best“ und „Red Dot: Grand Prix“ geehrt wurden. Vom Fußballclub über eine Kohleausstellung bis hin zu Kunst und Kultur – Designarbeiten aus NRW im Fokus Besonders viel Platz wird in der Ausstellung Kommunikationsdesign „made in NRW“ eingeräumt. Unter diesen Arbeiten finden sich beispielsweise ein Verpackungsdesign für Veltins-Pilsener, Werbeclips für REWE und Geschäftsberichte von Vorwerk und Metro, aber auch das neue Corporate Design des Fußballclubs Fortuna Düsseldorf, gestaltet vom Düsseldorfer Designkollektiv Morphoria. Kern der Arbeit ist die neue Hausschrift „Fortuna Sans“, die aus dem Logo des Fußballclubs entwickelt wurde und Werte wie Heimat, Gemeinschaft, Tradition und Respekt transportiert. Etliche der ausgezeichneten NRW-Arbeiten stammen zudem aus dem Kulturbereich, darunter das Programmheft der Bielefelder Philharmoniker, Poster für die Aktion „Kunstbaden“ im Grugabad in Essen oder das Design der Ausstellung „Das Zeitalter der Kohle. Eine europäische Geschichte“ im Ruhrmuseum....
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Ausstellungsansicht, © Silke Briel / HKW
Ausstellungsansicht, © Silke Briel / HKW

bauhaus imaginista

Haus der Kulturen der Welt
Berlin | 15.03.2019-10.06.2019
bauhaus imaginista erzählt die internationalen Geschichten des Bauhauses. Seit ihrer Gründung 1919 stand die Schule in Kontakt mit avantgardistischen Bewegungen weltweit. bauhaus imaginista schlägt eine neue Lesart des Bauhauses als globaler Resonanzraum und kosmopolitisches Projekt vor: Eine Ausstellung und zwei Konferenzen verfolgen die transnationalen Beziehungen, die Korrespondenzen und Migrationsgeschichten, die über die Jahre des Bauhauses als Schule (bis 1933) hinausreichen. Das Projekt verfolgt erstmals die Übersetzung von Bauhaus-Konzepten in verschiedene politische und geografische Kontexte. Der Titel bauhaus imaginista verweist auf den Imaginationsraum, den das Bauhaus öffnete, und die vielschichtigen Lesarten, die der Begriff bis heute birgt. Zwischen Archivmaterialien und zeitgenössischen Beiträgen übersetzt das Projekt historische Perspektiven in Fragen zur Gegenwart: Wie lässt sich heute im Sinne des Bauhauses Kultur als soziales Projekt neu denken? Welche Art von Institutionen braucht ein solches Projekt? Wie regt das Bauhaus noch heute visionäre Praktiken und Diskurse an? Die Ausstellung reflektiert die künstlerische Erforschung von Handwerkstechniken, Materialitäten und Praktiken; untersucht, wie Konzepte des Bauhauses zur gesellschaftlichen Bedeutung von Gestaltung transformiert, angepasst oder auch in Frage gestellt wurden; und zeigt, wie der innovative Gebrauch von Medien am Bauhaus Kunst und Popkultur bis heute prägt. Seit März 2018 entstanden Ausstellungen, Symposien und Workshops in Rabat, Hangzhou, New York, Kyoto und Tokio, Moskau, São Paulo, Lagos und Delhi in Zusammenarbeit mit den Goethe-Instituten und Partner*innen vor Ort. Im HKW entfaltet sich auf dieser Basis nun eine Gesamtschau von bauhaus imaginista. Kuratiert von Marion von Osten und Grant Watson in Zusammenarbeit mit einem Team internationaler Forscher*innen und Künstler*innen Zum kuratorischen Statement Mit Arbeiten von Anni Albers, Gertrud Arndt, Kader Attia, Lena Bergner, Nandalal Bose, Ahmed Cherkaoui, Alice Creischer, Zvi Efrat, Luca Frei, Walter Gropius, Doreen Mende, Hannes Meyer, Takehiko Mizutani, László Moholy-Nagy, Wendelien van Oldenborgh, Hélio Oiticica, The Otolith Group, Lygia Pape, Paulo Tavares, Iwao Yamawaki u.v.a....
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Haus Lange, Gartenseite, Foto: Volker Döhne
Haus Lange, Gartenseite, Foto: Volker Döhne

Anders Wohnen: Entwürfe für Haus Lange Haus Esters

Kaiser-Wilhelm-Museum - Kunstmuseum Krefeld
Krefeld | 17.03.2019-26.01.2020
Die eigenen vier Wände sind ein vertrauter, alltäglicher Ort. Wünsche, Hoffnungen, Beschränkungen und Verzicht geben ihm eine individuelle Gestalt. Wohnungen und Häuser sagen viel über die Beschaffenheit einer Gesellschaft aus. „Anders Wohnen“ stellt alternative Wohn- und Lebenskonzepte vor – Zukunftsvisionen, entstanden aus einer kritischen Betrachtung unserer heutigen Wirklichkeit. Viele Faktoren und Ereignisse beeinflussen aktuell unsere Gesellschaft bis hin zum privaten Lebensraum: von einer zunehmenden Digitalisierung des Alltags über die demografische Entwicklung bis zur Klimaerwärmung oder politischen Veränderungen. Vieles scheint sich im Auf- und Umbruch zu befinden. Wie sich eine Gesellschaft auf solche Herausforderungen einstellen kann, wird gegenwärtig auf unterschiedlichen Ebenen neu gedacht. Alltag, das Zusammenleben in Städten und das individuelle Wohnen bilden dabei zentrale Aspekte. Das Projekt „Anders Wohnen“ richtet den Blick auf das gemeinschaftliche Leben von morgen. Bis Januar 2020 ergänzen sich nach einem präzisen Spielplan unterschiedliche Akte zu einer großen Inszenierung. In drei Ausstellungen entwerfen sechzehn internationale Künstlerinnen, Designerinnen und Architekt*innen für die Häuser Lange und Esters Wohn- und Lebenskonzepte. Utopie, Mobilität und Dystopie geben für die neuen ortsbezogenen Arbeiten die thematische Ausrichtung vor. Zugleich verwandeln sich die Villen in ein lebendiges Dialogforum für aktive Teilnahme und Inspiration auf vielen Ebenen. Ludwig Mies van der Rohe (1886–1969), letzter Direktor des Bauhauses, hat Ende der 1920er Jahre die Häuser Lange und Esters entworfen. Innengestaltung, die er mit Lilly Reich gemeinsam entwickelte, Architektur und Gartenanlage bilden ein einmaliges Gesamtkunstwerk. Die Familien, die hier um 1930 wohnten, lebten zum Teil bereits in der Zukunft. Die Villen geben daher den Anstoß für interdisziplinäre Dialoge, praktisches Gestalten und für ein visionäres Denken von Gesellschaft. Mit „Anders Wohnen“ nehmen die Kunstmuseen Krefeld an dem nationalen Projekt „Bauhaus 100“ teil. Künstlerinnen, Designerinnen und Architekt*innen Dialog: raumlaborberlin Akt 1 Utopie: BLESS, Franck Bragigand, Dunne & Raby, Michal Helfman, Olaf Holzapfel, Andreas Schmitten, Apolonija Šušteršič, Christopher Kulendran Thomas Akt 2 Mobilität: Didier Faustino, Andreas Schmitten, Andrea Zittel Akt 3 Dystopie: Banz & Bowinkel, Tamara Henderson, Laura Lima, Christodoulos Panayiotou, Slavs & Tatars (Angaben unter Vorbehalt)...
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Die Entdeckung der Wildnis - Aldo Leopold und die Folgen

Deutsches Jagd- und Fischereimuseum
München | 18.03.2019-20.07.2019
Schwarzweiß, gelbbraun oder im bonbonfarben Kodakchrome, die Fotos auf denen Aldo Leopold abgebildet ist, zeigen, dass er einer vergangenen Ära angehörte. Trotzdem gilt er als Vordenker, als Visionär des Naturschutzes, als einer gar, dessen wirkliche Bedeutung sich erst in Zukunft erweisen würde. „Wenn die Zeit Risse hat, dann ist Aldo Leopold durch einen hindurch gefallen“, so schrieb der Journalist Wallace Kaufmann 1991: „Noch immer gehört seine Stimme zu den weisesten in der Natur- und Umweltbewegung. Das deutsche Jagd- und Fischereimuseum widmet dem amerikanischen Forstwissenschaft­ler, Wildbiologen, Jäger und Schriftsteller eine umfangreiche Retrospektive, die durch aktuelle Bezüge zum Natur- und Artenschutz in Bayern und Deutschland ergänzt wird bis hin zu der Frage, wie können wir alle im Sinne Leopolds zur Rettung der Artenvielfalt beitragen. Zu seinem ersten Job als Forstinspektor beim US Forest Service in Arizona im Jahr 1909 reist Leopold noch in der Postkutsche an. Pioniergeist herrscht vor in jener Zeit, Naturschutz ist damals noch kein Thema. Die Erfahrung in der von Ranchern, Holzfällern und Goldgräbern übersetzten Landschaft wird für Leopold zum Zündfunken eines lebenslangen Engagements für Wildtiere und Wildnis. Auch eine dreimonatige Studienreise nach Deutschland im Jahr 1935 trägt zu diesem Engagement bei. Die Ausstellung: Entdeckung der Wildnis — Aldo Leopold und die Folgen läuft bis zum 20 Juli und wird begleitet von einem Rahmenprogramm sowie Führungen durch den Kurator Till Meyer....
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Foto: Städtische Galerie im Lenbachhaus München
Foto: Städtische Galerie im Lenbachhaus München

Natur als Kunst

Städtische Galerie im Lenbachhaus
München | 19.03.2019-18.08.2019
Nach einer zweijährigen Tournee durch Deutschland kehrt die Sammlung der Christoph Heilmann Stiftung im März mit einer Ausstellung ins Lenbachhaus zurück. In einem ungewöhnlichen Münchner „Gipfeltreffen“ werden in der Ausstellung Natur als Kunst die Gemälde der Heilmann-Sammlung mit Fotografien aus dem Münchner Stadtmuseum in einen konstruktiven Dialog treten. Zwei der innovativsten Bildmedien des 19. Jahrhunderts – die freimalerische Ölskizze und die präzise Naturfotografie – revolutionierten jedes auf seine Weise das Landschaftsbild. Im 19. Jahrhundert wurden für die Darstellung der Natur neue Motive, neue Techniken und neue Arbeitsbedingungen wirksam. Die Landschaftsmaler und bald darauf auch ihre Kollegen, die Fotografen, tauschten das Atelier gegen das Reisen und den inneren Imaginationsraum gegen das Erlebnis der freien Natur. Wie sahen, malten und fotografierten sie die Natur? Landschaftsmaler wie Fotografen verließen die etablierten Reiserouten, schlugen abseitige Wege ein. Sie setzten sich eingehend mit dem Wetter in seinen unterschiedlichen Erscheinungsweisen auseinander und studierten aufmerksam besondere geologische Phänomene. Nicht mehr nur im Süden, auch in der heimischen, wilden und rauen Natur des Nordens fanden sie ihre Motive. Sie wandten sich dabei gänzlich Unspektakulärem zu und erkannten in Verwitterungsstrukturen und in Licht- und Schattenspielen eine andere Art von Schönheit. Mit der wissenschaftlichen Erforschung der Natur ging das Aufblühen einer künstlerischen Gattung einher, die den radikalen Bruch mit der Tradition des klassischen Landschaftsbildes vollzog und den Aufbruch von Malerei und Fotografie in die Moderne einleitete. Zumeist waren es an den Kunstakademien ausgebildete Maler wie Giacomo Caneva oder August Kotzsch, die nun ihre Kamera im Unterholz, auf der Wiese oder vor fließenden Gewässern aufbauten, um flüchtige Natureindrücke wirklichkeitsgetreu zu erfassen. Im breiten Umfang fanden diese fotografischen Naturstudien seit 1855 Eingang in die Künstlerateliers. Umfassende Sammlungen fotografischer Baum-, Wolken- und Tierstudien dienten den Malern – ähnlich wie ihre eigenen naturnahen Ölskizzen – als Gedächtnisstütze oder als Korrektiv ihrer künstlerischen Wahrnehmung. Gegenüber den vorangegangenen Präsentationen im Museum Schloss Moyland bei Kleve und im Erfurter Angermuseum wird die abschließende Münchner Station im Bereich der Landschaftsgemälde durch Neuerwerbungen der Christoph Heilmann Stiftung substanziell ergänzt. Landschaften und Ölskizzen von Carl Rottmann, Johann Wilhelm Schirmer, Johan Christian Dahl, Théodore Rousseau, Gustave Courbet, Camille Corot, Gustaf Wilhelm Palm und anderen bieten spektakuläre, neue Natur(ein)sichten. Fotografische Inkunabeln von Georg Maria Eckert, Gustav Völkerling, Gustave Le Gray und Constant Alexandre Famin geben zugleich weitreichende Einblicke in die Frühzeit der Landschaftsfotografie. Kuratiert von der Christoph Heilmann Stiftung und Ulrich Pohlmann, Leiter der Sammlung Fotografie des Münchner Stadtmuseums...
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Copyright: Staab Architekten, Foto: Hans-Glave
Copyright: Staab Architekten, Foto: Hans-Glave

Frauen am Bauhaus (Fotoausstellung)

bauhaus-archiv/Museum für Gestaltung - the temporary bauhaus-archiv
Berlin | 19.03.2019-30.09.2019
Das 1919 gegründete Bauhaus war für viele Studierende ein Versprechen. Es zog auch zahlreiche Studentinnen an, die – ebenso wie ihre männlichen Kommilitonen – zunächst den Vorkurs durchliefen, bevor sie ihre Ausbildung in den Werkstätten für Reklame, Metall und Keramik, in der Wandmalerei und Architektur oder in der Möbel- und Ausbauwerkstatt und bekanntermaßen in der Weberei fortsetzten. Zahlreiche von ihnen waren hervorragende Fotografinnen. Auch wenn nicht jeder berufliche Traum in erfüllung ging, so haben die Studentinnen von den innovativen Unterrichtsmethoden profitiert und diese auch teilweise in ihrer eigenen Lehre fortgeführt; sie haben am Bauhaus (und darüber hinaus) einzigartige Werke geschaffen, die bis heute unser Bild von der Moderne prägen....
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Aus der Serie "Journée d'un G. I.", 1967, Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München, Foto: Lenbachhaus © Ulrike Ottinger
Aus der Serie "Journée d'un G. I.", 1967, Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München, Foto: Lenbachhaus © Ulrike Ottinger

I'm a Believer

Städtische Galerie im Lenbachhaus
München | 20.03.2019-31.12.2019
Mit der Pop Art haben das Alltägliche, das Unterhaltsame und die Ironie die Hochkultur erobert. Die Pop Art führte die Kunst an den Puls der Zeit. Die Euphorie des Wirtschaftswunders und des florierenden Kapitalismus der 1950er und 60er Jahre fanden in dieser Kunstform ihr künstlerisches Spiegelbild. Pop Art war aber auch immer die kritische Umarmung der gesellschaftspolitischen Bedingungen, die nicht mehr bekämpft werden konnten. So bediente sich Andy Warhol der Prinzipien des Kapitalismus, der Werbung und politischen Agitation oder der Oberflächlichkeit des Fernsehens, um ironische Distanzierung zu bewirken. Das Ergebnis sind Bilder mit bis heute ungebrochener Popularität. Ein Verdienst der Pop Art bleibt, dass die Museen aus dem Schattendasein elitärer Bildung hinaustraten und bis heute erfolgreich beweisen, keineswegs langweilig und verstaubt zu sein. Die Städtische Galerie im Lenbachhaus richtete Warhol bereits früh eine Einzelausstellung aus. Das Lenbachhaus war auch der Ort der legendären Begegnung zwischen Warhol und Joseph Beuys. Die Ausstellung I'm a Believer. Pop Art und Gegenwartskunst aus dem Lenbachhaus und der KiCo Stiftung beginnt mit dieser Geschichte. Klassische Posi­tionen von Andy Warhol, Thomas Bayrle und Ulrike Ottinger bilden den Auftakt. Von Sigmar Polkes German Pop über Stephen Shores Fotografien nordamerikanischer Vor­städte führt die Ausstellung bis in die Gegenwart des Populären in der Kunst. In dieser Reihe stehen Hans-Peter Feldmann, Isa Genzken, Judith Hopf, Daniel Man und Pietro Sanguineti. I’m a Believer ist zugleich ein Bekenntnis zur Malerei der 1950er und 60er Jahre in München. Räume von Hannsjörg Voth, Günter Fruhtrunk, Rupprecht Geiger und Irma Hünerfauth verbinden die Malerei dieser Zeit mit existentiellen Themen der neueren europäischen Geschichte in anderen Medien: Ein von Gerhard Richter eigens für das Len­bachhaus eingerichteter Raum stellt die Grenzen der Kunst im Allge­meinen und der Malerei im Speziellen vor Augen. Richters Fotografie-Zyklus Birkenau macht die Darstellung des Undarstell­baren zum Thema. Er fragt, welche Bilder zur Erinnerung und Verarbeitung unserer Geschichte zur Verfügung stehen. Fotografien sowie Video- und Dia-Installationen von Gerard Byrne, Willie Doherty und Michaela Melián schließen sich diesen Fragen an und erweitern die Gattungen und Reflexionen der Ausstellung in die großen Themen unserer Gegenwart. Mit Werken von Thomas Bayrle, Gerard Byrne, Miriam Cahn, Willie Doherty, Walker Evans, Hans-Peter Feldmann, Günter Fruhtrunk, Rupprecht Geiger, Isa Genzken, Bruno Gironcoli, Judith Hopf, Irma Hünerfauth, Daniel Man, Michaela Melián, Ulrike Ottinger, Helga Paris, Sigmar Polke, Gerhard Richter, Pietro Sanguineti, Stephen Shore, Hannsjörg Voth und Andy Warhol....
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Erwin Wurm, Inspection, 2003, C-Print auf  Diasec, Dauerleihgabe KiCo,  © VG Bild-Kunst, Bonn 2009
Erwin Wurm, Inspection, 2003, C-Print auf Diasec, Dauerleihgabe KiCo, © VG Bild-Kunst, Bonn 2009

STEREO_TYPEN Werke aus der grafischen Sammlung des Kunstmuseum Bonn

Kunstmuseum Bonn
Bonn | 21.03.2019-02.06.2019
Die Präsentation versammelt grafische Werke von Künstler*innen, die sich mit Fragen nach Rollenzuschreibungen, Geschlechteridentität und der Tragfähigkeit gesellschaftlicher Normen auseinandersetzen. Für die gezeigten Künstler*innen gehört es zum selbstgestellten künstlerischen Auftrag, die vermeintliche Normalität von Heterosexualität und damit der Zwei-Geschlechter-Ordnung in Zweifel zu stellen und Visionen geschlechtlicher und sexueller Vielfalt in Kunst und Gesellschaft zu entwerfen. Jedoch können diese Aspekte nicht losgelöst von anderen Dimensionen gesellschaftlichen Zusammenlebens betrachtet werden. Unmittelbar damit zusammen hängen die Erforschung von Konstruktion, Inszenierung und Auflösung des Künstler*innen-Egos sowie des Verhältnisses zwischen Betrachter*innen und Kunstwerk. Von Bedeutung ist in diesem Zusammenhang der Begriff der "Queerness", der inzwischen nicht mehr nur als eine griffige Formel für die LGBTIQ*-Bewegung zu verstehen ist, sondern vielmehr als eine Position der Identitäts- und Gesellschaftskritik in Form des Durchkreuzens oder Unterlaufens von "Normalität". In diesem Sinne sind alle gezeigten Werke "queer". Zeitlich verdichtet sich die Präsentation in den siebziger und achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts, einer Zeit, in der als Folge der 1968er Revolution mit besonderer Offenheit und Experimentierfreude Rollenbilder hinterfragt und demontiert wurden. Künstler*innen: Horst Antes, Stephan Balkenhol, Bernhard Johannes Blume, Rudolf Bonvie, Peter Campus, Walter Dahn, Jiří Georg Dokoupil, Niki de Saint-Phalle, Rudolf Giger, Dorothy Iannone, Alexej von Jawlensky, Kala Sic, Udo Kier, Konrad Klapheck, Jürgen Klauke, Christof Kohlhöfer, August Macke, Tony Morgan, Bruce Nauman, Dennis Oppenheim, Sigmar Polke, Ulrike Rosenbach, Tomas Schmit, Bernard Schultze, Katharina Sieverding, Wolfgang Tillmans, Timm Ulrichs, Ben Vautier, Klaus vom Bruch, Franz Erhard Walther, Ilona und Wolfgang Weber, Erwin Wurm...
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Fahrzeuge Depot Heusenstamm © MKF/Joel Fischer
Fahrzeuge Depot Heusenstamm © MKF/Joel Fischer

elektro +- mobil: Geschichte und Gegenwart einer Zukunftstechnologie

Museum für Kommunikation Frankfurt
Frankfurt/Main | 21.03.2019-13.10.2019
Die Verkehrswende, der Wandel hin zu nachhaltiger Mobilität, betrifft uns alle. Um das Thema ist eine öffentliche Diskussion entbrannt, die derzeit vor allem Elektroautos und Elektromobilität im Fokus hat. Dieser Diskussion nimmt sich die Ausstellung „elektro ± mobil“ an. Mit einer ganz besonderen Szenografie informiert „elektro ± mobil“ über die aktuelle Debatte und bezieht das Publikum mit ein. Kommt der Boom des Elektroautos, was wären die Konsequenzen? Was bedeutet es für die Umwelt? Was für die Gesellschaft? Diese Fragen greift elektro ± mobil auf und regt an zur Reflexion und Diskussion über Mobilität. In der Entwicklungsabteilung setzen sich Besucherinnen und Besucher hinter das Steuer und fahren los. Auf großen Bildschirmen ziehen wichtige Themen und Informationen an ihnen vorüber, im viersitzigen Chassis bestimmen sie selbst mit dem Gaspedal, ob sie anhalten und mehr erfahren wollen. Daten und Fakten zu Technik, Umwelt, Gesellschaft und Kultur der Elektromobilität lassen sich mit (Fahr)Spaß erfassen. Und wer meint, Elektroautos seien völlig geräuschlos, wird eines besseren belehrt. Die historische Elektro-Fahrzeugsammlung der Post ist Teil der Ausstellung und kann bei Sonderführungen im Depot des Museums in Heusenstamm zu erkundet werden....
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Martin-Gropius-Bau, Foto: Jansch
Martin-Gropius-Bau, Foto: Jansch

And Berlin Will Always Need You: Kunst, Handwerk und Konzept Made in Berlin

Martin-Gropius-Bau
Berlin | 22.03.2019-16.06.2019
Als Dorothy Iannone ihrer Freundin Mary Harding 1977 ein Lied widmete, besang sie auch ihre emotionalen Reaktionen auf Berlin – der Stadt, in die die Künstlerin ein Jahr zuvor im Rahmen des DAAD Künstlerprogramms gezogen war und in der sie bis heute lebt. Ihre Gesangszeile „And Berlin will always need you“ ist ebenso der Titel der ersten Ausstellung, die 2019 am Gropius Bau zu sehen sein wird. And Berlin Will Always Need You. Kunst, Handwerk und Konzept Made in Berlin ist eine zeitgenössische Ausstellung, die Berliner Künstler*innen und ihre künstlerische Praxis vorstellt. In einer Zusammenstellung bestehender und eigens für die Ausstellung entstandener Werke werden traditionelle Produktionsmethoden, Ästhetik und Materialität sowie historische Artefakte und Gegenstände beleuchtet. Die Ausstellung thematisiert zentrale Aspekte künstlerischen Schaffens wie Urheberschaft, Arbeitsprozesse, Interpretation, Souveränität und Machtstrukturen. Diese vielfältigen Facetten werden in Bezug auf Berlins dynamische zeitgenössische Kunstszene ausgelotet. Gezeigt werden Werke wie Olaf Holzapfels große, abstrakte Textilarbeiten aus handgesponnenen Naturfasern, die handgefertigten Skulpturen aus Seilaufhängungen, Holz und Leder von Leonor Antunes, mit Perspektiven und Farbübergängen spielende Webereien von Willem de Rooij, einen Paravent aus collagierten, gemusterten Teppichen von Nevin Aladağ, eine Videoarbeit mit zwölf Screens von Theo Eshetu sowie eine neue Installation, die Chiharu Shiota für den Lichthof neu konzipiert hat. Die Ausstellung reicht von ornamentalen und dekorativen Elementen, die an visuelle Motive der östlichen Religionen oder byzantinische Mosaike und rituelle Gegenstände erinnern bis hin zur Entwicklung des Designs im 20. Jahrhundert. Sie umfasst Handwerkskunst von Berlin bis Südamerika. Die vielfältigen Verschränkungen und Gegenüberstellungen bringen eine Reihe komplexer Erzählungen mit sich, von denen einige ausgesprochen persönlich, einige universell und andere völlig abstrakt sind. Diese durchdringen die einzelnen Arbeiten und schließlich die gesamte Ausstellung und inspirieren gleichermaßen die Beschäftigung und Assoziationen der Besucher*innen und Künstler*innen mit alltäglichen und kulturellen Objekten. And Berlin Will Always Need You. Kunst, Handwerk und Konzept Made in Berlin zeigt die künstlerische Vielfalt Berlins und ist ein erstes Bekenntnis des Gropius Bau eine noch regelmäßigere Plattform für Berliner Künstler*innen sein zu wollen. Mit Werken von Nevin Aladağ, Leonor Antunes, Julieta Aranda, Alice Creischer, Andreas Siekmann und die Arbeiter*innen von Brukman, Mariechen Danz, Haris Epaminonda, Theo Eshetu, Olaf Holzapfel, Dorothy Iannone, Antje Majewski und Olivier Guesselé-Garai, Willem de Rooij, Katarina Šević, Chiharu Shiota, Simon Wachsmuth und Haegue Yang...
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Martin-Gropius-Bau, Foto: Jansch
Martin-Gropius-Bau, Foto: Jansch

Museum im Kopf: Künstler*innenbücher - Buchhandlung Walther König

Martin-Gropius-Bau
Berlin | 22.03.2019-23.06.2019
Zeitgleich mit der Öffnung des Gropius Bau im März, kuratiert die Buchhandlung Walther König eine Ausstellung von Künstler*innenbüchern, die das Sammeln und Archivieren thematisieren. Dabei wird das Künstler*innenbuch als eigenständiges Kunstobjekt betrachtet, das spezielle Formen des Wissens und der Kreation hervorbringt. Viele der Bücher wurden im Verlag der Buchhandlung Walther König veröffentlicht, die langjähriger Partner des Gropius Bau ist. Unter anderem mit Werken von Hanne Darboven, On Kawara, Sol LeWitt, Gerhard Richter, Ed Rusha und Hans-Peter Feldmann....
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An Illuminating Path, 1998 by David LaChapelle. Courtesy of the Artist. © David LaChapelle
An Illuminating Path, 1998 by David LaChapelle. Courtesy of the Artist. © David LaChapelle

Michael Jackson: On the Wall

Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland
Bonn | 22.03.2019-14.07.2019
Michael Jackson zählt zu den einflussreichsten Künstlern, die das 20. Jahrhundert hervorbrachte und dessen Erbe im neuen Jahrtausend fortdauert. Seine Bedeutung in allen Bereichen der Popkultur ist allseits bekannt, sein beträchtlicher Einfluss auf die zeitgenössische Kunst allerdings noch eine ungeschriebene Geschichte. Doch seit Andy Warhol 1982 sein Bild zum ersten Mal verwendete, machte die bildende Kunst Jackson zur meistdargestellten Figur der Medienwelt. Die Ausstellung untersucht diesen Einfluss von Michael Jackson auf einige der führenden Persönlichkeiten der zeitgenössischen bildenden Kunst. Sie umfasst mehrere Künstlergenerationen sowie alle Medien. Erstmals werden Werke von über vierzig Künstlern versammelt, die aus öffentlichen und privaten Sammlungen in aller Welt stammen, darunter auch Exponate, die eigens für die Ausstellung geschaffen wurden....
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Foto: Unterarmprothese mit Schmuckhand nach Sauerbruch
Foto: Unterarmprothese mit Schmuckhand nach Sauerbruch

Auf Messers Schneide. Der Chirurg Ferdinand Sauerbruch zwischen Medizin und Mythos

Berliner Medizinhistorisches Museum der Charité - (Historische pathologisch-anatomische Präparatesammlung)
Berlin | 22.03.2019-02.02.2020
Sauerbruch – ein Mythos: Wie kein zweiter Arzt gilt Ferdinand Sauerbruch (1875-1951) als Inbegriff des Chirurgen. Gleichzeitig scheiden sich an ihm die Geister. Im Operationssaal gibt er alles, behandelt jeden ohne Unterschied. Als Generalarzt und Forschungsgutachter wusste er in der Zeit des Nationalsozialismus aber auch um die Praxis verbrecherischer Menschenversuche im KZ und erhob seine Stimme dagegen nicht. Wie ging das zusammen? Wer war dieser Mensch? Wie wurde er zum zwiespältigen Idol? Die Ausstellung ‚Auf Messers Schneide‘ zielt auf ‚den ganzen Sauerbruch‘. Sie folgt seinem beruflichen Werdegang aus kleinbürgerlichen Verhältnissen. Zeichnet seine wesentlichen Lebensstationen über Breslau, Zürich und München bis Berlin nach. Würdigt seine medizinischen Leistungen wie die Entwicklung der Unterdruckkammer für Operationen am offenen Brustkorb oder die Konstruktion aktiv beweglicher Prothesenarme. Die Ausstellung begleitet seine Auftritte auf öffentlicher Bühne und zeigt ihn als politischen Akteur. Dabei wird auch seine ambivalente Haltung zum Nationalsozialismus thematisiert. Deutlich wird, wie sein Ansehen über das Kriegsende hinauswuchs, das er operierend im Bunker der Charité-Chirurgie erlebte. Bis heute prägt seine Figur maßgeblich das Bild des ärztlichen Halbgottes in Weiß....
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Fritz Kronenberg, Ana (liegender Akt), 1930, Öl auf Leinwand, 74 x 120 cm, Dauerleihgabe aus der Sammlung Hamburger Sparkasse, Foto: Fotostudio Grünke, Hamburg, © Hamburger Sparkasse
Fritz Kronenberg, Ana (liegender Akt), 1930, Öl auf Leinwand, 74 x 120 cm, Dauerleihgabe aus der Sammlung Hamburger Sparkasse, Foto: Fotostudio Grünke, Hamburg, © Hamburger Sparkasse

Ein lebendiges Museum... - Max Sauerlandt und die Hamburgische Sezession

Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
Hamburg | 22.03.2019-01.03.2020
In diesem Jahr feiert die Hamburgische Sezession ihr 100-jähriges Jubiläum. Das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG) nimmt das Jubiläumsjahr 2019 zum Anlass, diese auch für das MKG spannende Zeit in den Fokus einer Ausstellung zu rücken. Bis März 2020 werden über 40 Druckgrafiken und Gemälde der Sezessionskünstler*innen sowie eine reiche Auswahl der von ihnen gestalteten Plakate und Kataloge gezeigt. In der Haspa-Galerie sind Grafiken von Rolf Nesch, Arnold Fiedler, Kurt Löwengard, Heinrich Steinhagen sowie Willy Davidson, Richard Haizmann und Heinrich Stegemann zu sehen, im angrenzenden Flur der Sammlung Moderne liegt der Fokus auf Gemälden von Künstler*innen wie Alma del Banco, Fritz Kronenberg sowie Gretchen Wohlwill, Karl Kluth, Willem Grimm und anderen. Die Hamburgische Sezession zählte im Laufe ihres Bestehens 52 reguläre Mitglieder, hatte aber viele Künstler*innen in ihrem unmittelbaren Umfeld, die sich an den jährlich stattfindenden Ausstellungen beteiligten. „Sie war eine ideale Künstlervereinigung“ – so Karl Kluth rückblickend – „die neben ihrer sachlichen Ausstellungstätigkeit eine Verbundenheit ihrer Mitglieder gewährleistete als ein Mittelpunkt kameradschaftlich-menschlich-warmer Zusammengehörigkeit. Alle wurden Freunde.“ 1933 setzte die Machtergreifung der Nationalsozialisten allem ein jähes Ende. Die zwölfte Sezessionsausstellung wurde im März gleichen Jahres auf behördliche Anordnung geschlossen. An die Sezessionist*innen erging die Aufforderung, ihre jüdischen Mitglieder auszuschließen. Der Versuch der Gleichschaltung scheiterte jedoch am Zusammenhalt der Künstler*innen, die sich auf ihrer letzten offiziellen Zusammenkunft im Mai 1933 einstimmig für die Selbstauflösung aussprachen und sich so mit ihren jüdischen Mitgliedern solidarisch zeigten....
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© Stadtmuseum Berlin (Foto: Christina Sieber)
© Stadtmuseum Berlin (Foto: Christina Sieber)

Tiergarten. Sequenz 1974-2004

Märkisches Museum (Stiftung Stadtmuseum Berlin)
Berlin | 23.03.2019-09.06.2019
Sein Interesse galt Berlin, wo er lebte, arbeitete und die Veränderungen der Stadt nicht nur literarisch beschrieb. So hielt der Essayist und Fotograf Michael Rutschky (1943 – 2018) auf seinen Spaziergängen den Berliner Tiergarten in zahlreichen Bildern fest. Aus Anlass seines ersten Todestages präsentieren wir in einer Sonderpräsentation seine 1974 begonnene Serie zu dem zentralen Park der Stadt. Die fotografische Arbeit liest sich wie ein zeitgemäßer Kommentar zu einem landschaftlichen Ort, der ständig historischen Veränderungen ausgesetzt war und ist. Von Rutschkys Großvater, dem Stadtbildfotografen Max Missmann (1874-1945) in den 1910er Jahren als Ort bürgerlichen Zeitvertreibs dargestellt, wird der Tiergarten in Rutschkys Bildern zu einem Niemandsland. Eindrucksvoll dokumentiert er dessen für lange Zeit abseitige Lage im Schatten der Mauer. Die Präsentation setzt im Foto-Grafischen Kabinett das Thema Stadtbild fort, ein Kernthema der Fotografischen Sammlung des Stadtmuseums Berlin....
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Maix Mayer - Notationen zum Malerweg und zur Kantine | barosphere III

Leonhardi-Museum
Dresden | 23.03.2019-10.06.2019
Mit großer poetischer Leichtigkeit verbindet der Leipziger Medien- und Konzeptkünstler Maix Mayer die Referenzsysteme der Geistes- und Naturwissenschaften zu medialen Versuchsanordnungen einer individuellen Wahrnehmung von Zeit und Raum und Geschichte. Im Leonhardi-Museum Dresden sind seine Arbeiten aktuell in einer umfangreichen Einzelausstellung zu sehen. Notationen zum Malerweg und zur Kantine ist Teil des 2015 begonnenen Werkzyklus barosphere zur architektonischen Moderne. Die bisher realisierten Teile dieses Zyklus waren in Form verschiedener, abgewandelter »Notationen« bereits in der Kunsthalle PLATO Ostrava, der Galerie EIGEN+ART Leipzig, dem Kunsthaus Erfurt und der Kunsthalle Rostock zu sehen. Dabei bildet das bauliche Erbe der Ost-Moderne den Resonanzboden der Ausstellungen – unter struktureller Einbindung lokaler architektonischer »ikonographischer« Orte und auch Nicht-Orte und deren Verschränkung und Spiegelung innerhalb einer audiovisuellen Erzählung. Im großen Saal zeigt das Leonhardi-Museum die 80-minütige Film-Doppelprojektion Notation zur Moderne. Der dritte Teil dieser Arbeit Notation zur Moderne (Dresden) porträtiert die heutige Nutzung des Ruderzentrums Blasewitz, eines Bauwerks des Betonschalenbauers Ulrich Müther. Im Erdgeschoss wird diese Erzählung ergänzt durch zwei Tapetenmotive (Müther und DDR-Schulbautyp Dresden). Im Aquarellzimmer ist die Skulptur Die Knolle der Moderne zu sehen, eine 1:1-Reproduktion der Knolle der DDR-Dahlienzüchtung Juri-Gagarin. Ein in Auftrag gegebener Nachbau der Juri-Gagarin-Dahlie durch die Deutsche Kunstblume Sebnitz steht im Erdgeschoss. Hier ist außerdem die Briefmarkenedition Paar(e) am Strand zu finden, die Maix Mayer mit Freunden am Ostseestrand aufnahm. Die Ikone sozialistischer Popkultur, Walter Womackas Bild »Paar am Strand«, das als Reproduktion in der DDR weit verbreitet war und auch als Briefmarke erschien, bildet hier den Bezugsrahmen. Die Filmprojektion Notation zum Malerweg, die im Leonhardi-Saal auf ein Gemälde des romantischen Landschaftsmalers projiziert wird, nimmt Bezug auf den genius loci des Ausstellungsortes und seiner Umgebung. Wie schon in der Kunsthalle Rostock führt Maix Mayer diese Methode im Leonhardi-Museum mit drei Dresdner Motiven fort (Fernsicht ins Böhmerland, Weg der roten Fahne, Paar am Strand). Notation zur Kantine ist eine gerade begonnene Arbeit, die während des Ausstellungszeitraumes entsteht und die aktuelle Diskussion um den Abriss oder die Umnutzung der ehemaligen Robotron-Kantine in Dresden zum Thema hat....
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Universum Picasso: Die Suite Vollard

Kunsthalle zu Kiel und Schleswig-Holsteinischer Kunstverein
Kiel | 23.03.2019-30.06.2019
Mit der Ausstellung Universum Picasso: Die Suite Vollard zeigt die Kunsthalle erstmals seit 1973 eine Einzelpräsentation des Künstlers in Kiel. Picassos berühmte Grafikfolge Suite Vollard umfasst 100 Blätter und ist auf Anregung des Pariser Kunsthändlers und Verlegers Ambroise Vollard in den Jahren 1930 bis 1937 entstanden. Sie behandelt zentrale Themen für Picassos künstlerische Existenz wie die Beziehung von Modell, Künstler und Werk, die Beziehung von Mann und Frau oder den Mythos des Minotaurus. Damit ist sie ein Schlüsselwerk zum Verständnis von Picassos Œuvre. Die Kunsthalle zeigt einen der wenigen vollständigen Sätze der Grafikfolge weltweit. Die Ausstellung ist in Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum Pablo Picasso Münster entstanden....
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Schönheit. Lehmbruck & Rodin – Meister der Moderne

LehmbruckMuseum
Duisburg | 23.03.2019-18.08.2019
„Was ist schön?“ ist eine der meistgestellten Fragen in der Kunst. Das Ideal der „Schönheit“ in der Kunst ist so ambivalent wie faszinierend. Anhand eines Dialoges von ausgewählten Arbeiten Wilhelm Lehmbrucks mit Skulpturen des französischen Bildhauers Auguste Rodin zeigt die Ausstellung, wie sich das Schönheitsideal und – damit verbunden – das Menschenbild im Wechsel vom 19. zum 20. Jahrhundert verändern. Über den gesamten Wechselausstellungsbereich des Neubaus auf einer Fläche von über 1.100 m² spannt sich die Ausstellung und präsentiert Werke aus allen Schaffensphasen der beiden Jahrhundertkünstler. Während im 19. Jahrhundert die Kunstproduktion im Zeichen des Akademismus und Neoklassizismus stand, wird seit der Moderne die Kategorie der „Schönheit“ in der Kunst zunehmend kritisch beleuchtet. Das „Schöne“ gilt nicht mehr als das „Wahre“ und „Gute“, sondern im Gegenteil als das „Schöngemachte“, „Schmeichelnde“ und daher „Unwahre“. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erfährt der Begriff der „Schönheit“ damit eine prägnante Umdeutung, die Auguste Rodin so zusammenfasst: „Hässlich in der Kunst ist das, was künstlich ist; was hübsch oder schön zu sein versucht, ohne ausdrucksstark [‚expressif‘] zu sein […].“ Obwohl die zeitgenössische Kritik in der Beurteilung seiner Kunst gespalten ist, hat die Kunst Rodins auf die nachfolgende Künstlergeneration entscheidenden Einfluss. Auch der 41 Jahre jüngere Lehmbruck beschäftigt sich immer wieder mit Rodin und so finden sich motivische und formale Bezüge sowohl im Früh- als auch im Hauptwerk beider Künstler. Im Unterschied zu Rodin entwirft Lehmbruck eine Ästhetik, die auf einem neuen Verständnis von Proportionen beruht. Seine Formensprache ist klar und beruhigt und dennoch anti-klassisch. Ihm geht es vor allem um die Darstellung einer inneren Wirklichkeit, um das Erfassen eines Ausdrucks, dem Schaffen eines neuen künstlerischen Ideals jenseits tradierter Schönheitsvorstellungen. In der berühmten ‚gotischen’ Längung seiner Figuren ist das Verlangen erkennbar, eine neue Form für das Wesen des Menschen zu finden. Es geht Lehmbruck nicht um individuelle Ähnlichkeit, sondern um eine neue Vorstellung von Schönheit, die das Menschenbild der Moderne bis in die heutige Zeit prägt. Mit der Jubiläumsausstellung nimmt das Lehmbruck Museum erstmals eine Neubewertung der Idee von Schönheit in einer auf Lehmbruck, Rodin und die Bildhauerei der Moderne fokussierten Ausstellung vor. Dabei entfaltet sich die Ausstellung nicht streng chronologisch, vielmehr wirft sie Schlaglichter auf die Momente, in denen sich eine Neuentwicklung abzeichnet. In pointierten Setzungen werden Werke von Zeitgenossen und jüngeren Künstlerinnen und Künstlern, unter ihnen Alexander Archipenko, Hans (Jean) Arp, Constantin Brancusi, Alfred Boucher, Camille Claudel, Berlinde De Bruyckere und Henri Matisse, den Arbeiten der beiden Hauptprotagonisten an die Seite gestellt. Mit mehr als hundert Werken und Leihgaben aus nationalen und internationalen Museen wie dem Musée Rodin in Paris, dem Gemeentemuseum in Den Haag, der Hamburger Kunsthalle, der Pinakothek der Moderne in München und dem Centre Pompidou in Paris präsentiert die Ausstellung hochkarätige Leihgaben, die in dieser Zusammenstellung erstmals zu sehen sind. Die Ausstellung ist eine umfassende Würdigung des berümten Künstlersohns der Stadt Duisburg, der seine größten künstlerischen Erfolge zu Lebzeiten in Paris und den USA feierte. Sie geht der Frage nach, welche Qualitäten und Eigenheiten der Kunst es sind, die Menschen aus unterschiedlichsten Kulturen, Gesellschaften und Altersgruppen heute in ihren Bann ziehen. Was ist es, das die Menschen vor den Werken Lehmbrucks und Rodins inne halten lässt, um ihrem Wesen nachzuspüren? Die Ausstellung „Schönheit“ wird vom Landschaftsverband Rheinland (LVR), der Sparkassen-Kulturstiftung Rheinland, der Sparkasse Duisburg und vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. Der ausstellungsbegleitende Katalog wird von der Ernst von Siemens Kunststiftung gefördert....
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Bruchfeldsiedlung, Donnersberger Straße, 1926/27 \ © Ernst-May-Gesellschaft, Inv. 06.06.02
Bruchfeldsiedlung, Donnersberger Straße, 1926/27 \ © Ernst-May-Gesellschaft, Inv. 06.06.02

Neuer Mensch, neue Wohnung - Die Bauten des Neuen Frankfurt 1925-1933

DAM - Deutsches Architekturmuseum
Frankfurt/Main | 23.03.2019-18.08.2019
In den 1920er Jahren konstituiert sich in Frankfurt am Main ein beispielloses Programm baulicher und kultureller Erneuerung, das unter dem Namen „Neues Frankfurt“ in die Kulturgeschichte einging. Unter Oberbürgermeister Ludwig Landmann und seinem Stadtbaurat Ernst May nahm hier die Moderne als Lebensform Gestalt an. Im Kern des Projekts stand ein beispielhaftes Wohnungs- und Städtebauprogramm von internationaler Ausstrahlung. Die aus dem In- und Ausland rekrutierten Architekten des Hochbauamtes leisteten auf zahlreichen Gebieten Pionierarbeit. Die Ausstellung versammelt die Siedlungen und ausgewählte Bauten des Neuen Frankfurt, die den Ruhm der Stadt als Hochburg der Moderne begründeten. Die Ausstellung ist Teil einer gemeinsamen Initiative von drei Frankfurter Museen — dem Museum Angewandte Kunst, dem Deutschen Architekturmuseum und dem Historischen Museum Frankfurt — und dem Forum Neues Frankfurt anlässlich des Bauhaus-Jubiläums 2019....
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Tanz! Kritik! - Von Kritikern, Päpsten und Liebenden!

Tanzmuseum - Deutsches Tanzarchiv Köln/SK Stiftung Kultur
Köln | 23.03.2019-26.01.2020
Beliebt? Verschmäht? Geachtet? Das journalistisch-literarische Genre der Tanzkritik, der kritischen Beobachtung von Tanz, ist bei Künstlern wie Zuschauern umstritten. Ebenso die Kritiker und ihre Beschreibungen, Betrachtungen, Interpretationen und Wertungen tanzkünstlerischen Schaffens, die im Feuilleton, in Fachmagazinen oder im Internet Podium und Publikum, Applaus und Widerspruch finden. Jenseits der Tagesaktualität schreiben Kritiker und Kritikerinnen aber auch Tanzgeschichte, erzählen Geschichten aus der Geschichte und Gegenwart der Tanzkunst und verleihen ihrer Liebe zum Tanz bisweilen sogar literarischen Glanz. Mit seiner Jahresausstellung 2019/20 erweist das Tanzmuseum des Deutschen Tanzarchivs Köln der Tanzkritik und ihren Protagonisten seine Reverenz. Begleitet wird die Ausstellung von einem Rahmen­programm, das zeitgenössische Tanz- und Ballettkritiker vorstellt, zu Wort kommen lässt und im Gespräch die aktuelle Situation der Tanzkritik thematisiert. Einmal mehr speist sich die Ausstellung aus den reichhaltigen Beständen des Deutschen Tanzarchivs Köln, der – aufgrund der Vielfalt der Bestände – wichtigsten Sammlung zur Geschichte und Gegenwart des Tanzes in Deutschland. Tanz sieht man! Tanzkritiken liest man! In einem Tanzarchiv kann man beides – aller Flüchtigkeit der Tanzkunst zum Trotz! Anhand von Filmen, Fotografien, Zeichnungen erhält man zumindest eine Ahnung von tänzerischer Bewegung, choreographischer Struktur und individueller Bewegungsgestaltung. Die Presseberichterstattung über Tanz in Form von Kritiken, Berichten und Interviews bietet wiederum eine Vielzahl von Informationen zu einer Aufführung – von der an die Entstehungszeit gebundenen individuellen Rezeption eines Tanzstücks bis hin zu begleitenden Informationen über Elemente des Tanzstücks wie tänzerische Gestaltung, Bühnenbild etc. Die Ausstellung im Tanzmuseum des Deutschen Tanzarchivs Köln vereint Materialien und Dokumente vom 18. Jahrhundert bis in die Jetztzeit aus einer Sammlung von über 600.000 Zeitungsausschnitten, über 500 Nachlässen (darunter über 20 Bestände zu Persönlichkeiten der schreibenden Zunft“) sowie der Kunstsammlung und last but not least der Filmsammlung zu einer Bild-, Ton- und Textmontage, die u.a. am Beispiel der Rezeption von Isadora Duncan, Mary Wigman und frühen Arbeiten von Pina Bausch einen Einstieg in die Vielfalt der kritischen Reflektion über Tanz ermöglicht. Und einmal mehr deutlich macht, wie verlässlich sich in der der Geschichte auch ein Echo der Gegenwart finden lässt....
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Blick in die Ausstellung; Foto SHMH - Elke Schneider
Blick in die Ausstellung; Foto SHMH - Elke Schneider

Mahalla Altona - Muslime erzählen aus ihrem Alltag

Altonaer Museum - Norddeutsches Landesmuseum
Hamburg | 27.03.2019-03.10.2019
Der Bezirk Altona mit seinen 14 Stadtteilen und insgesamt 270.000 Einwohnern ist geprägt von kultureller, sozialer – und religiöser Vielfalt. Seit Jahrzehnten sind dort Muslime unterschiedlicher Konfessionen, Ethnien und Kulturen zu Hause. In der Ausstellung berichten 21 muslimische Altonaerinnen und Altonaer über die Rolle und Bedeutung ihres Glaubens in ihrem Alltag. Anhand von individuell ausgewählten Gegenständen, die in der Ausstellung präsentiert und kommentiert werden und in Form von Videointerviews geben die Protagonisten ganz persönliche Einblicke in ihren Alltag und berichten darüber, welche religiösen Lehren, Gebote und Pflichten ihnen im täglichen Leben wichtig sind. Unter den in der Ausstellung befragten Altonaerinnen und Altonaern finden sich neben mehreren Sprachschülern und Studenten auch ein Jurist, zwei Apothekerinnen, ein Imam, eine islamische Theologin, eine Architektin und eine Modedesignerin. Die von ihnen ausgewählten Gegenstände reichen von einer Gebetskette und einem Poesiealbum über einen Hockeyschläger und einer Tüte Haribo bis zu einem englischen Jugendroman und einem Burkini. In der Zusammenschau der Alltagsgegenstände und den korrespondierenden Interviews entsteht für die Besucher in der Ausstellung ein besonderer Einblick in den facettenreichen Alltag von Altonaer Muslimen, ohne damit jedoch einen Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben. Die Ausstellung möchte vielmehr, begleitet durch ein vielfältiges Rahmenprogramm, Anlässe für Gespräche und Anknüpfungspunkte zum Weiter- und Nachfragen bieten, um die große gesellschaftspolitische Debatte rund um „den Islam“ mit der gelebten Realität der Muslime in Altona zu verbinden....
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Pia Fries  beringer, 2002, Ölfarbe und Siebdruck auf Holz, 170 x 220 cm, Kunstpalast, Düsseldorf © VG Bild-Kunst Bonn 2018, Fotograf: Hans Brändli
Pia Fries beringer, 2002, Ölfarbe und Siebdruck auf Holz, 170 x 220 cm, Kunstpalast, Düsseldorf © VG Bild-Kunst Bonn 2018, Fotograf: Hans Brändli

Fabelakt. Pia Fries

Museum Kunstpalast
Düsseldorf | 28.03.2019-16.06.2019
Die in Düsseldorf lebende Künstlerin Pia Fries (*1955) entlockt der Farbe immer wieder neue Reize. Häufig nimmt ihre Malerei, für die Farbe gerüttelt, geschlagen oder gequetscht wird, die Stärke von Reliefs an. Als Gegenpol der substanzhaften Farbe setzt sie seit dem Jahr 2000 auch druckgrafische Techniken wie den Siebdruck oder Faksimiles ein. Der Titel FABELFAKT verdeutlicht das Verschmelzen dieser beiden unterschiedlichen Welten. Die Ausstellung geht erstmals den grafischen Elementen ihrer Malerei nach. Mit Hilfe des Siebdrucks vervielfachte Fragmente von Fotografien oder von historischer Druckgrafik hielten in unterschiedlichen Werkgruppen Einzug in ihre Malerei, um neue visuelle Möglichkeiten zu erproben, die die Einmaligkeit der Malerei behaupten....
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Werner Deutsch Preis für Junge Kunst 2018 - Talisa Lallai

Museum Kurhaus Kleve - Ewald Mataré-Sammlung
Kleve | 29.03.2019-23.06.2019
Die Gewinnerin des „Werner Deutsch Preises für Junge Kunst 2018“ heißt Talisa Lallai (*1989). Die Absolventin der Düsseldorfer Kunstakademie hat bei Rebecca Warren und Georg Herold studiert und als Meisterschülerin mit Rebecca Warren gearbeitet. Ihre Arbeiten thematisieren die Sehnsucht nach Ferne und Exotik und dessen Ausprägungen im Alltag. Die Ausstellung im Museum Kurhaus Kleve wird unter dem Titel „Post-Tropical“ die Idee des Tropischen einerseits anhand von Motiven aus tropischen Schaugewächshäusern verfolgen, die großflächig als Tapete in den ehemaligen Kursälen auf die Wände aufgezogen werden. Die Sehnsucht nach Exotik wird andererseits aber auch durch die Präsentation von Tropenromanen aus den 1950er Jahren, exotischen Zimmerpflanzen, Lithographien oder aber auch Fotografien fremdartiger Tiere und Pflanzen verdeutlicht. Talisa Lallai arbeitet sowohl mit gefundenen Fotografien als auch mit eigenem Film- und Fotomaterial, das in verschiedenen Formaten präsentiert wird, so dass es auf den ersten Blick nicht immer eindeutig ist, ob es sich um Malerei oder Fotografie handelt. Ihre Installationen erweitert sie durch Stoffe, Bücher oder Postkarten, deren Motive mit Stereotypen der jeweiligen Kulturen oder geographischen Gegebenheit spielen: Wellen mit weißen Schaumkronen, eine Vespa vor einem „Ti Amo“-Graffiti, eine Postkarte des Vesuvs in der Ferne. Es geht um die Idee, die wir mit bestimmten Orten oder Objekten verbinden, um die unerreichbare Idylle, die Teil des Alltags ist. Das wird auch anhand Lallais Werken zum Thema Timbuktu illustriert, ein Ort, der in Kinderbüchern als die Oase schlechthin figuriert, reisetechnisch aber praktisch nicht zu erreichen ist. Die Preisverleihung an Talisa Lallai findet am Freitag, dem 29. März 2019 um 19.30 Uhr statt. Der „Werner Deutsch Preis für Junge Kunst“ wird bereits zum vierten Mal an junge Künstlerinnen unter 35 Jahren verliehen, die eine professionelle Ausbildung an einer Akademie bzw. Kunsthochschule in der weiteren Region (im Rheinland, in Westfalen oder in den angrenzenden Niederlanden) absolviert haben. Die Auszeichnung beinhaltet ein Preisgeld in der Höhe von 3.000 € und die Präsentation der Arbeiten im Rahmen einer Studioausstellung im Museum Kurhaus Kleve. Die vorangegangenen Preisträger waren Liza Dieckwisch (2016), Damaris Kerkhoff (2014) und Johannes Langkamp (2012)....
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Klaus Rinke (v.l.) Der Schrei nach Akzeptanz, Die Neugierige, Kopflastig 2008 Kohle, mit Acryl laviert, auf Leinwand je 370 x 280 cm  Atelieransicht 2019, Neuhaus (A) © Künstler Foto: Christian Schepe, Linz (A)
Klaus Rinke (v.l.) Der Schrei nach Akzeptanz, Die Neugierige, Kopflastig 2008 Kohle, mit Acryl laviert, auf Leinwand je 370 x 280 cm Atelieransicht 2019, Neuhaus (A) © Künstler Foto: Christian Schepe, Linz (A)

Klaus Rinke. Die vierte Kraft

MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst
Duisburg | 29.03.2019-23.06.2019
Klaus Rinke (geb. 1939), zentrale Figur der Düsseldorfer Kunstszene um Joseph Beuys, gilt als „Universalkünstler“, der in nahezu allen Medien arbeitet. Das MKM stellt erstmals Rinkes Zeichnungen in ihrer ganzen Bandbreite ins Zentrum einer Ausstellung. Einzigartig sind die riesigen Formate, in denen der Künstler seine Grafitbilder und „gezeichneten Malereien“ realisiert. Mit Dimensionen von mehreren Metern füllen sie ganze Räume. Daneben stehen zahlreiche kleinformatige Studien aus sechs Jahrzehnten. Insgesamt rund 300 Werke stellen die außerordentliche Bedeutung und die Eigenständigkeit heraus, die der Zeichnung innerhalb von Rinkes künstlerischem Schaffen zukommt. In ihnen verdichtet sich anschaulich das Interesse des Künstlers am Wesenskern der Welt: Zeit und Raum, Körper und Schwerkraft, Ursprünglichkeit von Wesen und Form, Prozess und Handlung – oder in den Worten von Klaus Rinke: „Im Krickelkrakel liegt die ganze Welt. Du brauchst Vorstellungsvermögen, um es zu erkennen, und dann die Fähigkeit, es in die Welt zu setzen.“...
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KP Brehmer (1938–1997) Briefmarkenauswahl Sozialistische Staaten, Billiger, 1967/1991 Klebe-, Klarsichtfolie, Klischeedruck auf Kunstdruckpapier/Kunststoff, 120,5 x 200,5 cm Neues Museum Nürnberg, Leihgabe Sammlung Block Berlin © VG Bild-Kunst, Bonn 2019 Foto: Annette Kradisch
KP Brehmer (1938–1997) Briefmarkenauswahl Sozialistische Staaten, Billiger, 1967/1991 Klebe-, Klarsichtfolie, Klischeedruck auf Kunstdruckpapier/Kunststoff, 120,5 x 200,5 cm Neues Museum Nürnberg, Leihgabe Sammlung Block Berlin © VG Bild-Kunst, Bonn 2019 Foto: Annette Kradisch

KP Brehmer: Korrektur der Nationalfarben

Hamburger Kunsthalle - Sammlung Galerie der Gegenwart
Hamburg | 29.03.2019-23.06.2019
Anlässlich seines 80. Geburtstags zeigt die Hamburger Kunsthalle eine umfassende Ausstellung des deutschen Malers, Graphikers und Filmemachers KP Brehmer (1938–1997), der sich in seinem Schaffen in komplexer Weise mit den Bildmedien der Bundesrepublik Deutschland und den Bedingungen der kapitalistischen Bildproduktion und -rezeption auseinandergesetzt hat. Dabei hat er ein vielfältiges, experimentelles, analytisches und zugleich humorvolles Œuvre hinterlassen, das in seinen Fragestellungen wieder an Relevanz und Aktualität gewinnt. Die Kunsthalle hat als erstes Museum schon früh Werke des Künstlers erworben. Die Ausstellung zeigt mit über 200 Arbeiten einen Überblick über sein gesamtes Werk. Zu sehen sind Zeichnungen, Collagen, Druckgraphiken, Gemälde und Filme – mit Leihgaben aus dem Nachlass des Künstlers sowie aus internationalen Museen. KP Brehmer, eigentlich Klaus Peter Brehmer, gehört zur Generation der Künstler, die in Deutschland mit den Mitteln der amerikanischen Pop Art einen kritischen »kapitalistischen Realismus« entwickelten – so der Titel einer von René Block 1968 herausgegebenen Mappe mit Werken von KP Brehmer und seinen Zeitgenossen Sigmar Polke, Gerhard Richter, Wolf Vostell und Konrad Lueg. Zugleich nahm Brehmer in diesem Umfeld eine Sonderrolle ein: KB Brehmer, der jahrzehntelang Professor an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg war, begann seine Ausbildung als Reproduktionstechniker. Das Prinzip der maximalen Verviel-fältigung und Verbreitung von Bildvorlagen prägten sein theoretisches Denken und künstlerisches Agieren maßgeblich. Die Bilder der Werbung, des öffentlich-rechtlichen Fernsehens und der illustrierten Presse sowie die Motive der Plakate aus der politischen Propaganda präsentierte er in einem veränderten Kontext und setzte dabei die Graphik als Werkzeug so radikal und konsequent zur politischen Bildagitation ein wie kein anderer Künstler. Graphik war für KB Brehmer nicht nur eine Technik, sondern Instrument und Metapher zur Visualisierung sozialer und politischer Darstellungskonventionen. Indem er sich die Ästhetik von Werbeaufstellern in Kaufhäusern, von Briefmarken als staatliche Symbolwerte und von Informationsmedien wie Diagrammen und Statistiken aneignete und diese durch leichte Bedeutungsverschiebungen neu codierte, machte er deren Wirkmechanismen kenntlich. Auf diese Weise stellte er in seinem Werk nicht nur die Strategien etablierter Medien an den Pranger sondern reflektierte deren Mittel und Effekte der Täuschung und Beeinflussung. Die Ausstellung ist eine Gemeinschaftsproduktion und wird an allen vier Stationen der Kooperationspartner gezeigt: Neben der Hamburger Kunsthalle ist das Neue Museum Nürnberg (26. Oktober 2018 bis 17. Februar 2019), das Gemeentemuseum in Den Haag (7. Juli bis 27. Oktober 2019) und ARTER, Istanbul (27. März bis 30. August 2020) beteiligt. Die in einem engen, intensiven Dialog gemeinsam entwickelte Ausstellung wurde mit dem Anliegen konzeptioniert, die Aktualität KP Brehmers nicht nur in Deutschland, sondern auch darüber hinaus unter Beweis zu stellen....
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Anja Niedringhaus bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen © Jerry Lampen
Anja Niedringhaus bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen © Jerry Lampen

Anja Niedringhaus - Bilderkriegerin

Käthe-Kollwitz-Museum Köln
Köln | 29.03.2019-30.06.2019
Nahezu ein Vierteljahrhundert berichtet Anja Niedringhaus (1965–2014) von Kriegsschauplätzen in aller Welt wie vom Balkan, aus dem Irak, und immer wieder aus Afghanistan. Als die Fotografin und Pulitzer-Preisträgerin dort am 4. April 2014 während eines Reportage-Einsatzes einem Attentat zum Opfer fällt, hinterlässt sie ein beeindruckendes Œuvre. Anlässlich ihres 5. Todestages ehrt das Käthe Kollwitz Museum Köln die Pulitzer-Preisträgerin mit einer groß angelegten Einzelausstellung. Die erste posthume Retrospektive präsentiert ein Werk, das die ›Bilderkriegerin‹ bereits zu Lebzeiten zur Ikone werden ließ. Im Auftrag von Nachrichtenagenturen wie der amerikanischen Associated Press (AP) entstanden legendäre Aufnahmen, die die weltweit wichtigsten Magazine und Zeitungen auf ihren Titelseiten druckten und die so im kollektiven Gedächtnis verankert sind. Ihr umfangreicher Nachlass umfasst Bilder aus Kriegs- und Krisenregionen ebenso wie brillante Porträts und Sportfotografien. Die Ausstellung zeigt – erstmals durchgängig in Farbe – über 90 großformatige Aufnahmen, darunter 18 Originale aus dem Archiv der Fotografin sowie mehrere handsignierte Abzüge. Fotografien, die zum Frieden mahnen Obgleich Anja Niedringhaus lange Jahre über zahlreiche Kriegsschauplätze berichtet, lehnt sie den Begriff ›Kriegsfotografin‹ für sich ab. Ihre Aufnahmen, die oft unter Lebensgefahr an vorderster Front entstehen, reichen weit über eine reine Dokumentation von Ereignissen hinaus – ihre Arbeiten sind Aufrufe zum Frieden. Sie wollen aufrütteln und mahnen, indem sie uns die Schrecken des Krieges vor Augen führen. Ihre Werke vereinen häufig starke Gegensätze: Sie zeigen einen Moment der Ruhe inmitten des völligen Chaos und tiefe Menschlichkeit inmitten von brutaler Barbarei. Die Ermordung der Fotografin vor fünf Jahren rief ein weltweites Medienecho hervor. Von der New York Times bis hin zu russischen, griechischen und arabischen Medien war der Vorfall auf den Titelseiten zu lesen, Regierungen und Prominente aus aller Welt kondolierten. Unter ihren Kolleginnen gilt Anja Niedringhaus als Wegbereiterin in einem Beruf, in dem bis heute der Frauenanteil verschwindend gering ist. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter 2005 den ersten Pulitzer-Preis für eine deutsche Fotografin....
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Ola Vasiljeva, Gold is the Metal with the Broadest Shoulders at Supportico Lopez, Berlin 2017, Foto: Linda Fuchs
Ola Vasiljeva, Gold is the Metal with the Broadest Shoulders at Supportico Lopez, Berlin 2017, Foto: Linda Fuchs

Sammlungssatellit #3 Ola Vasiljeva // Der Werkbund. Haus der F.

Kaiser-Wilhelm-Museum - Kunstmuseum Krefeld
Krefeld | 29.03.2019-15.09.2019
Für den Sammlungssatellit #3 thematisiert die Künstlerin Ola Vasiljeva (geb. 1981 in Lettland, lebt in Den Haag) die Position weiblicher Designer*innen im Deutschen Werkbund. Ihrem Design wurde die Sachlichkeit abgesprochen, es galt als unbedeutend und kitschig. Als Reaktion darauf konzipierte eine Gruppe von Designerinnen 1914 das Haus der Frau *auf der Deutschen Werkbundausstellung in Köln: geradlinig und nüchtern. Inspiriert davon hat Vasiljeva eine raumgreifende Installation realisiert, in der die Grenzen zwischen männlich und weiblich fließend sind. Die Besucher*innen werden mit einer Werkstatt-Situation konfrontiert, die Spuren einer imaginären Gruppe von Designern aufweist. Als Ausgangspunkt dienten Vasiljeva die Bestände des Deutschen Museums für Kunst in Handel und Gewerbe- einer herausragenden Mustersammlung des Deutschen Werkbunds, die seit 1923 zur Sammlung der Kunstmuseen Krefeld gehört. 1909 gründete Karl Ernst Osthaus dieses mobile Vorbild-Museum mit einzigartigen Arbeiten, die die Zusammenarbeit von Kunst, Industrie und Handwerk fördern sollte. Es bildet damit eine Vorstufe zu dem 1919 gegründeten Bauhaus. Parallel werden Highlights der zeitgenössischen Kunst aus der Sammlung der Kunstmuseen Krefeld gezeigt....
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raumlaborberlin und Schlesische27, Coop Campus – Die Gärtnerei, seit 2015, raumlaborberlin, Schlesische27, © raumlaborberlin
raumlaborberlin und Schlesische27, Coop Campus – Die Gärtnerei, seit 2015, raumlaborberlin, Schlesische27, © raumlaborberlin

Social Design

Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
Hamburg | 29.03.2019-27.10.2019
Bewohnerfreundliche Städte, menschenwürdige Unterkünfte für Geflüchtete, nachbarschaftliches Gärtnern, Technikwerkstätten für alle, ein Webstuhl zur Existenzgründung, ein Solarkiosk oder ein mobiler Schlafwagen für Obdachlose: Immer mehr Menschen engagieren sich weltweit privat oder beruflich, weil sie etwas verändern wollen. Die Impulse kommen aus allen Bereichen der Gesellschaft. Gerade in Zeiten von Umbrüchen spielten Designer*innen, Architekt*innen, Handwerker*innen, Künstler*innen und Ingenieur*innen immer schon eine wesentliche Rolle bei der Suche nach neuen Ansätzen und Verantwortungen in der Gestaltung. So nehmen sie auch heute ihre soziale Verantwortung sehr ernst und setzen Design als Werkzeug ein, um sozial und nachhaltig zu handeln. Die Gestaltung von Stadträumen, Gebäuden und Verkehrswegen, aber auch Produkten und Prozessen spiegeln immer auch politische und gesellschaftliche Verhältnisse wieder. Gestalter*innen haben darum bei der Entwicklung neuer sozialer Systeme, Lebens- und Arbeitsumgebungen, die eine Welt als Ganzes im Blick haben, einen entscheidenden Anteil. Das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG) nimmt in der Ausstellung Social Design die Rolle der Gestalter*innen in den Blick und stellt Lösungsansätze, bereits erfolgreich laufende Projekte und Gestaltungsprozesse aus dem Feld des Social Design vor. Zu sehen sind 25 internationale und eine Reihe ausgewählter lokaler Projekte aus den Bereichen Urbaner Raum und Landschaft, Wohnen/Bildung/Arbeit, Produktion, Migration, Netzwerke und Umwelt. Social Design setzt auf transparente Gestaltungsprozesse mit einer Vielzahl von Akteur*innen. Noch vor der tatsächlichen Veränderung des sozialen Raums durch sichtbares räumliches Design beginnt der Gestaltungs- prozess im Social Design bereits mit dem gleichberechtigen Austausch und der gemeinsamen Entwicklung von Ideen und Lösungsstrategien. Ein wesentliches Ziel dieser Idee der Ko-Kreation ist die Teilhabe der projekt- beteiligten Menschen und ihre Ermächtigung zum selbstbestimmten Handeln und zur eigenständigen Weiterführung der gestalterischen Aktivitäten. Die Gestalter*innen verstehen sich in diesem Prozess als Partner*innen, die ihr Wissen dem Projekt und den Beteiligten zur Verfügung stellen und die gestalterische und nachhaltige Qualität des Projekts im Blick behalten. Als Institution, für die Gestaltungsfragen essentiell sind, wird das MKG im Rahmen der Ausstellung erstmals die Rolle als zivilgesellschaftlicher Akteur einnehmen und auch selbst Impulse setzen. In diesem Sinne hat das Museum das temporäre Nachbarschaftsprojekt ARGE unmittelbare Nachbarschaft initiiert, deren laufender Prozess in der Ausstellung abgebildet wird. Ein weiteres Ausstellungsmodul stellt auf einem online-basierten Stadtplan ausgewählte Social Design-Initiativen in Hamburg vor. Die Besucher*innen können in der Ausstellung selbst weitere Projekte für diesen Stadtplan vorschlagen....
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"MUST-USE" BILD! Lauren Greenfield: Jackie, 41, and friends with Versace handbags at a private opening at the Versace store, Beverly Hills, 2007. Credit: Lauren Greenfield/INSTITUTE
"MUST-USE" BILD! Lauren Greenfield: Jackie, 41, and friends with Versace handbags at a private opening at the Versace store, Beverly Hills, 2007. Credit: Lauren Greenfield/INSTITUTE

Lauren Greenfield: Generation Wealth

Haus der Photographie - Deichtorhallen - Aktuelle Kunst
Hamburg | 30.03.2019-23.06.2019
Die Ausstellung GENERATION WEALTH der preisgekrönten Filmemacherin und Fotografin Lauren Greenfield zeigt das heutige, allgegenwärtige Streben nach Status, Schönheit und Reichtum. Die Schau wird im Haus der Photographie der Deichtorhallen zum ersten Mal in Deutschland zu sehen sein. Die Dokumentarfotografin Lauren Greenfield wuchs in den 70er und 80er Jahren in Venice auf, einem rauen Viertel in Los Angeles. In den frühen 90er Jahren begann sie mit dem Fotografieren von Kindern aus Privatschulen, wo die sozialen Sitten der privat gebildeten Teenager Hollywoods von üppigen Partys, teuren Autos und Designerhandtaschen definiert und geprägt wurden. Greenfield erkannte, dass das Verlangen nach Geld, Prominenz, Schönheit und Sexualkapital zu einer alles umfassenden Besessenheit für Menschen jeden Alters und jeder Klasse, unabhängig von der Nationalität, geworden war. Die Ausstellung GENERATION WEALTH ist das Ergebnis von mehr als 25 Jahren Arbeit Lauren Greenfields und zeigt auf einzigartige Weise, wie sich die Suche nach materiellen Gütern und sexuellem Kapital im Laufe der Zeit auf der ganzen Welt entwickelt hat. Die Ausstellung GENERATION WEALTH umfasst mehr als 150 Fotos aus den USA, Brasilien, Kanada, Dubai, den Philippinen, Frankreich, Hongkong, Irland, Island, China, Mexiko und Russland sowie eine Reihe von Interviews und Kurzfilmen. Dabei geht es bei GENERATION WEALTH nicht um die Reichen an sich, sondern um den Wunsch, um jeden Preis reich zu sein. In der Ausstellung wird auch der Dokumentarfilm Generation Wealth gezeigt, der unter anderem das Sundance Filmfestival in den USA 2018 eröffnete. Das Begleitbuch Generation Wealth, das im Frühjahr 2017 von Phaidon veröffentlicht wurde, hat begeisterte Kritiken erhalten und wurde von der Creative Review und der London Times zum »Photography Book of the Year« gewählt. Diese Ausstellung wurde vom Annenberg Space for Photography, Los Angeles produziert und dort erstmalig gezeigt. Die international Tournee führt über das International Center of Photography in New York, das Nobel Peace Center in Oslo und das Fotomuseum Den Haag jetzt nach Hamburg....
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Oper Oslo, Foto: © Jens Passoth
Oper Oslo, Foto: © Jens Passoth

Grosse Oper - Viel Theater? ühnenbauten im europäischen Vergleich

Museum für Angewandte Kunst Köln
Köln | 30.03.2019-30.06.2019
Die Ausstellung stellt insgesamt 19 Bühnenprojekte der letzten Jahre aus Deutschland und Europa vor. Darunter sind sowohl Sanierungen historischer Anlagen als auch spektakuläre Neubauten, die architektonische und städtebauliche Akzente setzen. Jeder Bühnenbau wird mittels eindrucksvoller Fotos, Pläne, Daten und Fakten vorgestellt und in Vergleich gestellt. Zusätzlich zur Ausstellung haben das MAKK und die Bühnen Köln ein Begleitprogramm initiiert. Sechs Vorträge und Diskussionen geben vertiefende Einblicke in die Erfahrungen bei Neubau oder Sanierung ausgewählter europäischer Bühnenbauten, aber auch in die Architekturgeschichte Städtischer Bühnen....
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Schloss Paretz, Foto: Michael Lüder
Schloss Paretz, Foto: Michael Lüder

Königin Luises Landglück - Pfaueninsel zu Gast in Paretz

Schloss Paretz
Ketzin | 30.03.2019-31.10.2019
Die Pfaueninsel und Paretz waren für König Friedrich Wilhelm III. und Königin Luise Sehnsuchtsorte. Weitab der Residenzen Berlin und Potsdam verlebten sie hier, oft mit ihren Kindern und wenigen Bediensteten, unbeschwerte Sommertage. Der Aufenthalt auf der Pfaueninsel fand vorzugsweise in den Monaten Juni und Juli statt. Die Tage des Spätsommers, mit dem Höhepunkt des Erntedankfestes, waren Paretz vorbehalten. Beide Landsitze wurden für die Familie nach Luises frühem Tod 1810 zu Erinnerungsstätten. Und in beiden Schlössern haben sich Kunstwerke erhalten, die in direktem Bezug zur Königin und dem Leben inmitten ländlicher Idylle stehen. Das Schloss auf der Pfaueninsel wurde im Herbst 2018 geschlossen, um die dringend notwendige Hüllensanierung vorbereiten zu können. Ausgewählte Exponate aus dem Pfaueninselschloss, die auch dem Interieur und Charakter von Schloss Paretz entsprechen, werden für einige Jahre im Schloss Paretz zu Gast sein. So werden Teile aus dem KPM-Service mit Vogelmalerei, von der damaligen Kronprinzessin Luise 1797 vermutlich für Paretz bestellt, auf einem gedeckten Tisch präsentiert. Die Mode jener Zeit repräsentieren fünf Hüte aus Span, Stroh und Seide. Seit etwa 1840 wurden sie im Schloss auf der Pfaueninsel in einem Wandschrank aufbewahrt. Getragen wurden sie möglicherweise schon von Königin Luise oder von ihren Töchtern. Interessant ist auch ein Spieltisch, Colosseum- und Tunnelspiel genannt, das König Friedrich Wilhelm III. eigens für die – manchmal auch verregneten – Sommeraufenthalte im Schlösschen angeschafft hatte. Reizvoll ist die Zusammenführung dreier Gemälde von Franz Hillner, die seit vielen Jahren getrennt präsentiert wurden. Die um 1800 entstandenen Ansichten des Schlosses und des Dorfes Paretz werden nun im selben Raum ergänzt durch eine zeitgleich entstandene Ansicht der Pfaueninsel. Das Ensemble schmückte spätestens seit 1836 das Schlafzimmer König Friedrich Wilhelms III. im Königlichen Palais Unter den Linden (Kronprinzenpalais). Alle drei Gemälde sind eine Dauerleihgabe des Hauses Hohenzollern, SKH Prinz Georg Friedrich von Preußen, bei der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg....
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ALLES Museum 2

Museum Goch
Goch | 31.03.2019-09.06.2019
Die Ausstellung präsentiert ausgewählte Werke unserer Sammlung in neuen Dialogen. Wie schon 2017 bei der Ausstellung „ALLES Museum 1“ zeigt das Museum Skulpturen, Graphiken und Gemälde aus Museumsbeständen. Die Objekte werden hierbei unabhängig ihrer Entstehungszeit oder ihrer Gattungszugehörigkeit präsentiert und regen so zu einer neuen Betrachtung und Kommunikation untereinander an....
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Julia Stoschek Collection, Foto: Ulrich Schwarz
Julia Stoschek Collection, Foto: Ulrich Schwarz

horizontal vertigo

Julia Stoschek Collection
Düsseldorf | 31.03.2019-26.04.2020
Zum ersten Mal seit ihrem Bestehen zeigt die JULIA STOSCHEK COLLECTION ein kuratiertes Programm aus Einzelausstellungen, Performances und Screenings von Werken internationaler Künstler*innen, die nicht Teil der Sammlung sind und größtenteils zum ersten Mal in Deutschland ausstellen. Im Verlauf eines Jahres werden sechs Ausstellungen präsentiert – drei in Düsseldorf und drei in Berlin –, die von März 2019 bis April 2020 nacheinander eröffnen. Begleitend finden an beiden Ausstellungsorten Film- und Performance-Veranstaltungen sowie Künstlergespräche, Vorträge und Lesungen statt....
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Foto: Hans Bach, © Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg
Foto: Hans Bach, © Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg

Barocke Mode aus Papier

Schloss Königs Wusterhausen
Königs Wusterhausen | 01.04.2019-31.10.2019
Ausstellung in Kooperation mit dem Friedrich-Wilhelm-Gymnasium Schulprojekt des Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums Königs Wusterhausen in Kooperation mit der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg / Schloss Königs Wusterhausen Perücken, Hüte, Soldatenmützen… Inspiriert durch die im Schloss Königs Wusterhausen ausgestellten Gemälde und einem Schulhalbjahr, das den Fokus auf das Zeitalter des Barock und Rokoko legte, entwarfen Schülerinnen und Schüler des Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums Königs Wusterhausen in ihren Kunstkursen fantasievolle Kopfbedeckungen. In einer Modenschau präsentierten die Schülerinnen und Schüler ihre wunderschönen Werke bereits, in einer kleinen Ausstellung im Sockelgeschoss und in den Logierzimmern des Schlosses sind die kreativen Objekte nun auch für alle Schlossbesucherinnen und -besucher zu sehen. Die Zusammenarbeit zwischen der SPSG – vertreten durch das Schloss Königs Wusterhausen – und dem Friedrich-Wilhelm-Gymnasium hat bereits Tradition. In den vergangenen Jahren gab es verschiedene Projekte mit Kunst- und Geschichtskursen des Gymnasiums, die sehr erfolgreich verliefen und eine große Resonanz in der Stadt Königs Wusterhausen fanden....
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Futur ZWEI: 50 Jahre Robotron – 50 Jahre Informatikstudium

Technische Sammlungen Dresden
Dresden | 02.04.2019-28.07.2019
Fast gleichzeitig wurden im Jahr 1969 an den Universitäten in Dresden, München, Karlsruhe und Saarbrücken die ersten Informatikstudiengänge eröffnet und im selben Jahr mit dem Kombinat VEB Robotron der größte Hersteller von Computertechnik in der DDR gegründet. Die Technischen Sammlungen Dresden und die Fakultät Informatik der TU Dresden werfen mit Sonderausstellungen, einem Filmprogramm, zahlreichen Vorträgen und einer Festwoche vom 17. bis zum 21. Juni einen Blick zurück auf die historischen Wurzeln und in die Zukunft der Digitalisierung....
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LWL-Freilichtmuseums, Foto: LWL/Jähne
LWL-Freilichtmuseums, Foto: LWL/Jähne

Vergiss die #liebe nicht!

LWL-Freilichtmuseum Detmold
Detmold | 02.04.2019-31.10.2019
„Love is all you need“, das wussten die Beatles schon 1967. Doch wie kam es zum Modell romantischer Liebe und was bedeutet Liebe heute? Wen oder was lieben wir? Und wie verändern sich unsere Begriffe und Vorstellungen von „Liebe“ angesichts der digitalen Möglichkeiten im Internet? Diese und viele weitere Fragen rückt das LWL-Freilichtmuseum Detmold in seinem Themenjahr vom 2. April bis 31. Oktober 2019 unter dem Titel „Vergiss die #liebe nicht!“ in den Mittelpunkt der Saison. Herzstück der Sonderausstellung ist die Sammlung von Louise Loué und ihrem „Museum der Liebesobjekte“, die individuelle Exponate und die dazugehörigen humorvollen und berührenden oder einfach nur schönen Liebes- und Trennungsgeschichten umfasst. Mit Ausstellungsbeginn werden diese Liebesobjekte für die Gäste des LWL-Freilichtmuseums zum Impulsgeber, sich mit einem eigenen Objekt an der Ausstellung zu beteiligen. So entsteht eine Ausstellung in Bewegung, die sich in Teilen im Laufe der Saison – virtuell und real – ständig verändert....
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Pablo Picasso (1881-1973) Couple et Flûtistes au bord du Lac (Paar und Flötisten am Seeufer), 1959 Linolschnitt in fünf Farben von vier Platten: Crèmeweiß, Blau, Schwarz, Beige, Dunkelbraun auf Arches-Velinpapier 62,0 x 75,1 cm (Blatt); 52,9 x 63,6 cm (Platte) Städel Museum, Frankfurt am Main, Graphische Sammlung Foto: Städel Museum © VG Bild-Kunst, Bonn 2019
Pablo Picasso (1881-1973) Couple et Flûtistes au bord du Lac (Paar und Flötisten am Seeufer), 1959 Linolschnitt in fünf Farben von vier Platten: Crèmeweiß, Blau, Schwarz, Beige, Dunkelbraun auf Arches-Velinpapier 62,0 x 75,1 cm (Blatt); 52,9 x 63,6 cm (Platte) Städel Museum, Frankfurt am Main, Graphische Sammlung Foto: Städel Museum © VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Picasso - Druckgrafik als Experiment

Städel Museum
Frankfurt/Main | 03.04.2019-30.06.2019
Pablo Picasso gilt als Inbegriff des modernen Künstlergenies. Scheinbar mühelos bediente er sich aller Gattungen, Techniken und Materialien. Insbesondere die Druckgrafik bot ihm ein Experimentierfeld, auf dem seine Erfindungsfreude immer neuen Ausdruck fand. Die Ausstellung thematisiert Picassos innovativen Umgang mit Hoch-, Tief- und Flachdruck von den frühen Pariser Jahren bis ins Spätwerk. Die Graphische Sammlung des Städel Museums widmet sich mit der Ausstellung „Picasso. Druckgrafik als Experiment“ speziell dem druckgrafischen Œuvre Pablo Picassos (1881–1973). Präsentiert werden mehr als 60 Werke des Künstlers aus dem Bestand der Graphischen Sammlung, ergänzt durch einzelne Leihgaben aus dem Museum Ludwig, Köln, und aus Privatbesitz. Die Auswahl lässt Picassos gesamte druckgrafische Entwicklung von den frühen Pariser Jahren bis in sein Spätwerk anschaulich werden. Ob Radierung, Kaltnadel, Lithografie oder Linolschnitt, mit nie schwindender Neugier und Virtuosität eignete sich Picasso unterschiedlichste druckgrafische Verfahren an und befragte auf immer neue, experimentelle Weise das einmal Gefundene. Die Ausstellung ist nach den verschiedenen Drucktechniken gegliedert, die immer auch eng mit der Biografie des Künstlers verknüpft sind. Die grafische Folge „Suite Vollard“, die Picasso zwischen 1930 und 1937 schuf und mit der er die Vielfalt der Tiefdruck-Verfahren in Gänze künstlerisch ausschöpfte, erhält einen eigenen Abschnitt in der Ausstellung....
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Bogomir Ecker, Trillerpfeifen und Ghettoblaster, 1994/2004, Museum der bildenden Künste Leipzig, ˆ VG Bild-Kunst Bonn, 2017; Foto: Punctum/A. Schmidt
Bogomir Ecker, Trillerpfeifen und Ghettoblaster, 1994/2004, Museum der bildenden Künste Leipzig, ˆ VG Bild-Kunst Bonn, 2017; Foto: Punctum/A. Schmidt

Yoko Ono: Peace is Power

Museum der bildenden Künste Leipzig
Leipzig | 04.04.2019-07.07.2019
Ein zentrales Thema im Leben, Denken und Schaffen der japanisch-amerikanischen Künstlerin Yoko Ono (*1933) ist das Kräfteverhältnis zwischen Krieg und Frieden, wobei ihre Haltung eindeutig ist: „Free you – Free me – Free us – Free them“, so hat sie es selbst vor wenigen Jahren zusammengefasst. Mit „PEACE is POWER“ zeigt die mittlerweile 86-jährige Künstlerin fünf Jahre nach ihrer Retrospektive in der Schirn Kunsthalle Frankfurt im MdbK ihre bislang umfangreichste Werkschau in Deutschland. Yoko Ono ist eine der einflussreichsten und gleichzeitig umstrittensten Künstlerinnen unserer Zeit. Sie gilt als Pionierin von künstlerischer Performance und Konzeptkunst sowie als eine der herausragenden Wegbereiterinnen der US-amerikanischen Fluxus-Bewegung. Schon 1961 zeigte sie in einer Ausstellung statt Bildern und Objekten ausschließlich Anleitungen. Diesen „Instructions“ kommt ein besonderer Stellenwert in der Leipziger Ausstellung zu, auch weil sie nach wie vor der künstlerischen Haltung Yoko Onos entsprechen: „Wenn man die Anleitung liest, erhält man schon eine Vorstellung des Bildes, also warum noch ein Bild produzieren?“ Eine ‚Anleitung‘ für ihr eigenes Leben ist undenkbar. Yoko Onos japanische Wurzeln, die Prägung in den 60er Jahren in New York und ihr späteres Leben in London – ein Leben zwischen fernöstlicher Tradition, amerikanischem Freiheitsstreben und Commonwealth; mehr Diversität ist fast undenkbar. Diesem reichen Erfahrungsschatz haben Yoko Onos Arbeiten ihre Sensibilität, Klarheit und Tiefe zu verdanken – ohne Rebellion und Kritik auszugrenzen. Denn ihre Wertschätzung des Lebens ist existentiell. Ihr Glaube an die Kraft des menschlichen Geistes, der die Welt verändern kann, scheint unzerstörbar. Und ihre Überzeugung, dass alles im Universum miteinander verbunden ist, beeinflusst ihr Leben ebenso wie ihre Kunst, in der sie kontinuierlich die natürlichen Elemente wie Luft, Wasser, Erde und Feuer zitiert. Yoko Ono ignoriert Grenzen und setzt neue Maßstäbe in Bezug auf unser Leben und unseren Blick auf die Kunst – und macht die Utopie von einer besseren Welt denkbar. Die 71 gezeigten Arbeiten und Werkreihen in Leipzig hat die Künstlerin gemeinsam mit ihrem langjährigen Freund und Kurator Jon Hendricks sowie Alfred Weidinger ausgewählt. In den Räumen des MdbK findet die Werkschau die ideale Präsentationsfläche: Die minimalistische Sprache und die gewaltigen Volumina des von den Berliner Architekten Hufnagel, Pütz und Rafaelian geplanten und 2004 eröffneten Museums bieten mit 15 Galerien und den sechs tageslichtdurchfluteten Terrassen und Höfen auf über 3.000 m² den idealen Rahmen für die Werke von Yoko Ono – weit, licht und luzide. Yoko Ono hat sich im Laufe ihres Schaffens mit unterschiedlichen Medien artikuliert. Ihre künstlerischen Anliegen hat sie in Installationen, Filmen, Fluxus-Arbeiten, Performances und, sehr selten gezeigten, Zeichnungen verarbeitet. Für das Museum ist es eine besondere Freude, dass drei ihrer frühen Performances unter Yoko Onos Anleitung im MdbK noch einmal aufgeführt werden....
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Deutsches Historisches Museum
Deutsches Historisches Museum

Demokratie Labor

Deutsches Historisches Museum
Berlin | 04.04.2019-04.08.2019
Das partizipative Demokratie-Labor des Deutschen Historischen Museums nimmt die gegenwärtigen gesellschaftlichen Aushandlungsprozesse in den Blick. Es will ein Bewusstsein dafür schaffen, dass diese Regierungsform von der Partizipation und dem Engagement aller lebt, von dem kontinuierlichen Aushandeln verschiedener Meinungen und Positionen geprägt wird und sich deshalb beständig weiterentwickelt. Das Projekt lädt in sieben Themenräumen zur kritischen Reflexion ein, wie Demokratie in Deutschland gelingt und auch in Zukunft gelingen kann. Welche Grundrechte müssen gewährleistet werden, was macht Wahlen zu einem Element der Demokratie, wer darf demokratische Rechte wahrnehmen, welche sozialen Voraussetzungen müssen für die Teilhabe an der Gesellschaft erfüllt sein, welche Bedeutung haben Medien und das Recht auf die freie Meinungsäußerung, welche Rolle spielt ziviles Engagement und wie werden Konflikte ausgetragen? Diesen Fragen widmet sich das Demokratie-Labor anhand von Originalobjekten aus Gegenwart und Zeitgeschichte. Aktivierende und partizipative Elemente regen zur Auseinandersetzung an und ein Forum bietet Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit, eigene Meinungen zu äußern und zur Diskussion zu stellen. Im Rahmen von speziellen Vermittlungsangeboten für Schulklassen und Gruppen werden die Folgen diskutiert, wenn einzelne Demokratie-Aspekte destabilisiert oder außer Kraft gesetzt werden....
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Siedlung Römerstadt, Blick in die Hadrianstraße Hermann Treuner, Frankfurt a. M., 1930 © Historisches Museum Frankfurt / Horst Ziegenfusz
Siedlung Römerstadt, Blick in die Hadrianstraße Hermann Treuner, Frankfurt a. M., 1930 © Historisches Museum Frankfurt / Horst Ziegenfusz

Weimar: Vom Wesen und Wert der Demokratie

Deutsches Historisches Museum
Berlin | 04.04.2019-22.09.2019
Vor dem Hintergrund aktueller Debatten um die Krise der liberalen Demokratie beleuchtet die Ausstellung in vier inhaltlichen Kapiteln die zentralen Herausforderungen in Politik und Gesellschaft, die sich den Zeitgenossinnen und Zeitgenossen damals stellten. Die Tatkraft, mit der Demokratinnen und Demokraten dabei ans Werk gingen, ist beeindruckend; ihre Modernität bestechend und visionär bis heute. Viele der von ihnen erkämpften und verteidigten Freiheiten und Gestaltungsspielräume sind Meilensteine und wirken bis in die Gegenwart hinein: das 1919 eingeführte Frauenwahlrecht, der Kompromiss als grundlegendes demokratisches Prinzip, die Etablierung des Sozialstaates, das Ringen um einen offenen Umgang mit der Sexualität, die Innovationen im Städte- und Wohnungsbau oder die Neuregelung des Verhältnisses zwischen Staat und Religion. Im Fokus steht daher nicht das Ende Weimars, sondern wie sich die Bürgerinnen und Bürger mit dem, was Demokratie ist und werden sollte, kontrovers auseinandersetzten und wie sich dabei entscheidende Prinzipien von Demokratie herausbildeten. Der Titel der Ausstellung geht auf das Buch Vom Wesen und Wert der Demokratie des Staatsrechtlers Hans Kelsen zurück, der auch die österreichische Nachkriegsverfassung entworfen hat. Unter den Staatsrechtslehrern der 1920er Jahre war Kelsen einer der wenigen entschiedenen Verteidiger der Weimarer Demokratie. Für ihn waren Freiheit und Gleichheit nicht nur wesentliche Grundlagen für eine liberale Demokratie, sondern zugleich gewichtige Argumente, um die demokratische Idee theoretisch zu begründen. Wenn es richtig ist, dass kein Mensch ein angeborenes Recht hat, einen anderen Menschen zu beherrschen und wenn zugleich offensichtlich ist, dass wir Herrschaft brauchen, um unser Leben in Freiheit und Sicherheit führen können, dann ist sie die am besten begründete Staatsform. Die Ausstellung basiert auf diesen Grundgedanken. Sie greift in ihrem Narrativ die Perspektive der Demokratinnen und Demokraten auf, hebt deren Leistungen hervor, beschreibt ihre Probleme, rückt ihre Biographien in den Blick. Die Ausstellungsarchitektur macht die demokratische Staatsform sinnlich erfahrbar und nutzt ein Gerüstsystem als Gestaltungsprinzip. Dieses räumliche Tragwerk bindet die rund 250 sehr vielseitigen Ausstellungsexponate – Plakate, Zeitungen, aber auch Fotografien, Filme und Tonaufnahmen sowie Graphiken und Gemälde, aber auch um Militaria, Kleidung und Gegenstände der Alltagskultur – in ein kohärentes System ein. Der Verzicht auf geschlossene Wandflächen erzeugt eine Offenheit und versinnbildlicht, dass Demokratie kein starres System ist, sondern Kontroversen und Kompromisse, Bewegung und Veränderung bedeutet....
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Alte Nationalgalerie (Detail). Museumsinsel Berlin, Bodestraße. © Staatliche Museen zu Berlin / Maximilian Meisse
Alte Nationalgalerie (Detail). Museumsinsel Berlin, Bodestraße. © Staatliche Museen zu Berlin / Maximilian Meisse

Mit dem Mönch am Meer - Caspar David Friedrich in Virtual Reality

Alte Nationalgalerie
Berlin | 05.04.2019-30.06.2019
Wer hat sich bei der Betrachtung eines Gemäldes, das sich wie das Fenster zu einer anderen Welt öffnet, nicht schon vorgestellt, tatsächlich in diese Bildwelt einzutreten? Eine aufwendig produzierte Virtual-Reality-Anwendung ermöglicht nun den Besucherinnen und Besuchern der Alten Nationalgalerie, sich einem Schlüsselwerk der Sammlung und seiner Geschichte in völlig neuer Art und Weise zu nähern: Caspar David Friedrichs Meisterwerk „Mönch am Meer“. Stadien der Entstehung: Der „Mönch am Meer“ ist nicht nur eines der bekanntesten Gemälde von Caspar David Friedrich und eine weltweite Ikone der romantischen Malerei in Deutschland. Durch die umfassende Restaurierung in den Jahren 2013 bis 2016 ist das Werk auch maltechnisch besonders gut erforscht. Mit 3D-Brillen wird das Kunstwerk jetzt zum virtuellen Erlebnis, Besucher*innen stehen wie der Mönch im Gemälde am Meer und können diesem sogar begegnen. Auch die im Original heute nicht mehr sichtbaren Stadien der Entstehung werden so ablesbar und nachvollziehbar. Somit erlaubt die Virtual Reality (VR) ein Eintauchen in das Gemälde in zweifacher Hinsicht: einerseits in den Bildraum, mit der Frage wie fühlte sich der einsame Mensch angesichts der Naturgewalten? Andererseits in die zahlreichen Schichten des Bildaufbaus, um so dem Malprozesses bei Caspar David Friedrich nachzuspüren.  ...
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Otto Herbig, Mädchen vor Vase mit Blumenzweigen, 1946, © Fridolin Frenzel Repro: Kai-Annett Becker
Otto Herbig, Mädchen vor Vase mit Blumenzweigen, 1946, © Fridolin Frenzel Repro: Kai-Annett Becker

Gesichter der Zwanziger Jahre (Aus der Sammlung der Berlinischen Galerie)

Berlinische Galerie Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur
Berlin | 05.04.2019-29.07.2019
Die Malerin Lotte Laserstein verlieh mit ihren Porträts und Selbstbildnissen der modernen Gesellschaft der Weimarer Republik ein Gesicht. Parallel zu ihrer Ausstellung in der Berlinischen Galerie zeigen wir weitere Porträts und Selbstbildnisse von Künstler*innen, die zur gleichen Zeit wie Laserstein in Berlin lebten und arbeiteten. Wenige der hier dargestellten Personen gaben die Werke in Auftrag. Die Maler*innen porträtierten ihre Kinder, Künstlerkolleg*innen, ihre Geliebten oder sich selbst in Situationen privater Vertrautheit. Die Bilder verraten daher nicht nur etwas über die dargestellten Personen. Auch die Art der Beziehung zwischen Maler*in und Modell ist in vielen Fällen ablesbar oder sogar Thema. Und nicht zuletzt kann sich auch das jeweilige malerische Interesse in privaten Bildnissen oder Selbstporträts freier entfalten als in Auftragswerken. Um den Vergleich mit Lasersteins Gemälden und Zeichnungen zu ermöglichen, liegt der Fokus auf realistischen, naturalistischen, neusachlichen, in Ausnahmen auch expressiven Arbeiten. Zusammen vermitteln sie einen Eindruck von der lebendigen Kunstszene der Weimarer Republik. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 und ihren brutalen Repressionen unter anderem gegen Menschen jüdischer Herkunft, politisch Andersdenkende und die kulturelle Avantgarde fand diese Vielfalt ein Ende....
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Lotte Laserstein, Liegendes Mädchen auf Blau, um 1931, Privatbesitz Berlin, Courtesy Das Verborgene Museum, Berlin, Foto: Das Verborgene Museum, Berlin © VG Bild-Kunst, Bonn 2019
Lotte Laserstein, Liegendes Mädchen auf Blau, um 1931, Privatbesitz Berlin, Courtesy Das Verborgene Museum, Berlin, Foto: Das Verborgene Museum, Berlin © VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Lotte Laserstein: Von Angesicht zu Angesicht

Berlinische Galerie Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur
Berlin | 05.04.2019-12.08.2019
Die Berliner Malerin Lotte Laserstein (1898-1993) ist eine der sensibelsten Porträtistinnen der frühen Moderne zwischen Tradition und Innovation. Bereits als 30-jährige war sie eine berühmte und erfolgreiche Künstlerin. 1933 wurde ihre Karriere brutal beendet. Vom 5. April bis 12. August präsentiert die Berlinische Galerie 58 Werke, darunter 48 Gemälde und 9 Zeichnungen Lasersteins aus ihrer Berliner Erfolgsperiode und ihren schwedischen Exiljahren. Die vom Frankfurter Städel Museum organisierte und bis zum 17. März dort gezeigte Ausstellung Von Angesicht zu Angesicht wird vom Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur übernommen. In Berlin wird das Werk Lasersteins mit Porträts, Landschaftsbildern, Spätwerken und Bildern aus ihrem künstlerischen Umfeld der 1920/30er Jahre erweitert. Laserstein hatte das Talent, zwei Universen zu verbinden. Sie spielte mit Zitaten aus der Kunstgeschichte ebenso wie mit Flächigkeit und Pinselstrich des Spätimpressionismus. Sie war eine sanft-gefühlvolle Chronistin der 1920er und 30er Jahre: Sie malte Frauen und Männer der neuen Zeit und aller Klassen in ihrer ganzen Natürlichkeit - und setzte sich bildnerisch über damals normative Vorstellungen von Geschlechterrollen hinweg....
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Raoul De Keyser: Öl auf Leinwand, 188 x 140 cm Sammlung Hauser & Wirth, Schweiz © Familie Raoul De Keyser | SABAM Belgien 2018 Foto: Kristien Daem
Raoul De Keyser: Öl auf Leinwand, 188 x 140 cm Sammlung Hauser & Wirth, Schweiz © Familie Raoul De Keyser | SABAM Belgien 2018 Foto: Kristien Daem

Raoul De Keyser – Oeuvre

Pinakothek der Moderne
München | 05.04.2019-08.09.2019
Die Ausstellung des belgischen Malers Raoul De Keyser (1930-2012) führt über 100, zum Teil selten oder noch nie gezeigte Gemälde aus allen Phasen seines Schaffens zusammen. Die Werke stammen aus dem Nachlass des Künstlers sowie aus rund 40 öffentlichen und privaten Kunstsammlungen in Europa, China, Japan und den USA. Die Retrospektive in der Pinakothek der Moderne ist die erste Museumsausstellung in Deutschland seit dem Tod des Künstlers im Jahr 2012. Die Leichtigkeit, mit der sich Raoul De Keyser immer wieder über die Konventionen der Kunstgeschichte hinwegsetzt, ist auch ein Grund, weshalb er als ein „Painter‘s Painter“ („Maler-Maler“) geschätzt wird, der nachfolgende Künstlergenerationen bis heute inspiriert. In Kooperation mit dem Stedelijk Museum vor Actuele Kunst (S.M.A.K.), Gent...
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Bagzibagli, Rasit für/for Modanisa, Dessert Dream Collection 2018, Copyright: Modanisa
Bagzibagli, Rasit für/for Modanisa, Dessert Dream Collection 2018, Copyright: Modanisa

Contemporary Muslim Fashions

Museum für Angewandte Kunst (MAK)
Frankfurt/Main | 05.04.2019-15.09.2019
Contemporary Muslim Fashions ist die weltweit erste umfassende Museumsausstellung, die sich dem Phänomen der zeitgenössischen muslimischen Mode widmet. Die Schau wurde an den Fine Arts Museums of San Francisco inhaltlich erarbeitet und von Max Hollein initiiert. Das Museum Angewandte Kunst ist ihre erste Station in Europa. Bei der Auswahl von Designer*innen haben sich die Kuratorinnen besonders auf den Nahen und Mittleren Osten, Malaysia und Indonesien sowie Europa und die USA konzentriert. Contemporary Muslim Fashions nimmt die vielfältigen, in diesen unterschiedlichen Ländern regional geprägten aktuellen Interpretationen muslimischer Bekleidungstraditionen in den Blick und zeigt dabei nicht nur regionale Besonderheiten, sondern macht auch die Gemeinsamkeiten sichtbar. Sie präsentiert sich als eine Momentaufnahme dieses Modephänomens, das gesellschaftliche, religiöse, soziale und politische Aspekte in sich trägt. Die Ausstellung zeigt einerseits, wie Musliminnen ihre jeigenen modischen Vorstellungen von „Modest Fashion“ umsetzen, und andererseits, wie internationale Modeunternehmen mit eigenen Kreationen auf die zunehmende Nachfrage nicht nur muslimischer Frauen nach „dezenten“, weniger körperbetonten und zugleich modischen Styles reagieren. In den letzten Jahren ist das Bewusstsein der muslimischen Konsument*innen als wichtiges Segment innerhalb der globalen Modebranche gestiegen. Mit mehr als 1,8 Milliarden praktizierenden Muslim*innen weltweit ist die Vielfalt der Kleidungsstile sehr nuanciert. Im Westen ist das Bild von muslimischen Frauen jedoch oft sehr einseitig. San Francisco und Frankfurt sind als Standorte besonders geeignet, um das Thema dieser Ausstellung vorzustellen. Beide Städte zeichnen sich durch eine große kulturelle und ethnische Diversität aus. In der Bay Area leben heute rund 250.000 Muslim*innen. Das deYoung Fine Arts Museum liegt damit in einer Region mit einer der größten muslimischen Gemeinden der USA. Frankfurt ist als ein zentraler Handelsknotenpunkt in Europa mit einem Bevölkerungsanteil von derzeit erfassten 53 Prozent Ausländer*innen und Deutschen mit sogenanntem Migrationshintergrund eine der internationalsten Städte Deutschlands. Sichtbare Muslim*innen zählen seit Jahrzehnten sowohl in San Francisco als auch in Frankfurt selbstverständlich zum Stadtbild. Neben rund 80 Ensembles von etablierten und aufstrebenden Designer*innen aus den Bereichen Luxus-Mode, Streetwear, Sportswear und Couture umfasst Contemporary Muslim Fashions zahlreiche Kunst-, Dokumentar- und Mode-Fotografien, die die ausgestellten Kleidungsstücke kontextualisieren. Die Ausstellung präsentiert außerdem Material aus den Sozialen Medien, da die Modest Fashion Bewegung durch eine junge und dynamische Community von Blogger*innen und Influencer*innen getragen wird. Sie greifen zu den Social-Media-Tools, weil Sie sich in den traditionellen Printmedien nur wenig und nicht adäquat vertreten fühlten....
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Anna Uddenberg Psychotropic Lounge (II), 2019 Styrofoam, polyurethane foam, aqua resin, fiber glass, printed fabric, leather, polyester fabric, carpet, paint, car interiors, suitcase 70 x 155 x 86 cm Courtesy the artist and Kraupa-Tuskany Zeidler, Berlin
Anna Uddenberg Psychotropic Lounge (II), 2019 Styrofoam, polyurethane foam, aqua resin, fiber glass, printed fabric, leather, polyester fabric, carpet, paint, car interiors, suitcase 70 x 155 x 86 cm Courtesy the artist and Kraupa-Tuskany Zeidler, Berlin

Power Play - Anna Uddenberg

Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland
Bonn | 05.04.2019-22.09.2019
Anna Uddenberg begann ihr Kunststudium an der Städelschule in Frankfurt und wechselte dann an die Königliche Akademie der freien Künste in Stockholm, wo sie 2011 ihren Abschluss machte. Neben ihren Einzelausstellungen nahm sie seitdem an zahlreichen wichtigen Themenausstellungen teil, unter anderem an der 9. Berlin Biennale, der Manifesta 11 in Zürich und einer Ausstellung im Stedelijk Museum Amsterdam. " «Diese sozial kodierten Umgebungen sind Momente, in denen die ‚Komfortzone‘ herausgefordert wird. […] Genießen Sie es! Sonst gibt’s Ärger.»" Steven Warwick Uddenbergs Skulpturen und ihre räumliche Inszenierung – in dieser Ausstellung als eine Art Gesamtkunstwerk vorgestellt – wirken auf den ersten Blick verführerisch und schmeicheln durch Perfektion, Formen und Farbigkeit unseren Sinnen. Doch sehr schnell erkennt der Besucher, dass es der Künstlerin um weit mehr als die haptische Oberfläche geht, dass sie aus der Tiefe konzeptuell und visuell argumentiert....
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Foto: MFK, Nicolai Kästner
Foto: MFK, Nicolai Kästner

Schatten. Licht. Struktur. Papierinstallationen von Koji Shibazaki

Museum Fünf Kontinente
München | 05.04.2019-22.09.2019
Es ist fein und mit der Hand geschöpft. Wenn Licht hindurch scheint, ergeben sich staunenswerte Effekte und Stimmungen. Washi ist der Name dieses japanischen Papiers. Koji Shibazaki heißt der Künstler, der es mit seinen eigenen Händen virtuos herzustellen weiß und es dann mit den Zutaten Licht und Schatten zu einzigartigen Installationen formt. Jedes dieser Kunstobjekte wirkt belebt, seine Strukturen fließen und strahlen einmal absolute Ruhe, ein anderes Mal harmonische Bewegung bis hin zu statischer Rhythmik aus. Koji Shibazaki wurde 1964 in Kyôto geboren und ist heute Professor an der Aichi-Universität der Schönen Künste in Nagakute. Seinen „Bachelor of Fine Arts“ hat er 1988 dort erworben. Zwischenzeitlich war er als Innenarchitekt und Mediendesigner tätig, nebenbei besitzt er einen Abschluss als „Master of Business Administration“. Eine solche Mehrdimensionalität scheint einen ultra-vielseitigen Charakter zu fordern, Eigenschaften, die seinem Lieblings-Werkmaterial, dem Washi, ganz ähnlich sind: Es ist besonders reiß- und knickfest, dabei sehr weich und alterungsbeständig. Seit langem wird es deshalb in den künstlerischen Bereichen der Kalligrafie und Malerei eingesetzt. Doch auch die traditionelle japanische Buchherstellung ist ohne Washi undenkbar. Wenn Koji Shibazaki vom Basismaterial seiner Schöpfungen spricht, scheint es beinahe, als ginge es um einen alten Freund. „Man muss damit lange Erfahrung haben, nur so kennt man es richtig“. Seit 12 Jahren stellt er gemeinsam mit seinen Studenten Washi her – so lernen sie es am besten, durch eigene Praxis. Auch die Papier-Werkstatt an der Aichi-Universität ist das Resultat jahrelanger Erfahrung, denn Shibazaki reiste zu Washi-Produktionsstätten in ganz Japan und forschte intensiv über alle Teilbereiche japanischer Kultur, die in Verbindung zu traditionell-japanischem Papier stehen. Auf 17 Ausstellungen in Japan und den USA blickt Shibazaki bereits zurück, darunter eine, in der seine Installationen zusammen mit Paradestücken von René Lalique gezeigt wurden, des wohl bedeutendsten Schmuck- und Glaskünstlers des Art Déco, dem französischen Pendant zum Jugendstil. „Schatten. Licht. Struktur.“ im Museum Fünf Kontinente ist die bislang größte Schau von Shibazakis Installationen in Europa. Hier kombiniert er Washi mit Licht. In abgedunkelter Umgebung erzeugen Lichtquellen, die in die Papierobjekte eingebaut sind oder sie von außen illuminieren, zusammen mit einer jeweils exakt definierten Anordnung übereinandergelegter Papierschichten außergewöhnliche optische Effekte. Tageslicht wird dabei vermieden, die Dunkelheit des Ausstellungsraums schafft eine dichte und geheimnisvolle Atmosphäre. Sie erinnert an die Beleuchtung tradtioneller japanischer Wohnräume, die früher von einer einzigen Lichtquelle ausging: einer Lampe mit einem Papierschirm. In der Ausstellung rufen die subtilen Reflexionen von Gold- und Silberfolien und Glimmerpulver auf den Papierkreationen von Koji Shibazaki ganz besondere Stimmungen hervor, die aus dem Zusammenwirken von Licht, Struktur und Schatten entstehen und deren Strahlen schlichtweg bezaubernd wirkt. Diese Effekte ergeben sich gerade im Zusammenspiel mit den Kreationen einer Schülerin Shibazakis, Mikako Suzuki. Sie überarbeitet die Papieroberflächen mit hauchfeinen Glanzfolien, die sie mit Siebdruck-Technik und viel Fingerspitzengefühl aufbringt....
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FarbSTOFF - Barbara Esser | Wolfgang Horn

Stadtmuseum Hattingen
Hattingen | 06.04.2019-16.06.2019
Gewebe – Objekte – Grafik Seit mehr als 25 Jahren arbeiten Barbara Esser und Wolfgang Horn konsequent mit textilen Materialien. Mit ihren Geweben, Skulpturen und Grafiken finden sie immer wieder ganz einzigartige Ausdrucksweisen im Textilen. Die Installationen, Objekte, Fotografien, Animationen und Webstoffe fordern zum Entdecken heraus, öffnen neue Sichtweisen auf alltägliche Objekte. Barbara Esser und Wolfgang Horn realisierten über achtzig nationale und internationale Ausstellungen....
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Foto: Theatermuseum der Landeshauptstadt Düsseldorf
Foto: Theatermuseum der Landeshauptstadt Düsseldorf

Kostümrausch - Studioausstellung aus den Beständen des Theatermuseums

Theatermuseum Düsseldorf
Düsseldorf | 07.04.2019-11.08.2019
Auch wenn sie heute in Theaterrezensionen kaum noch besprochen werden, spätestens seit dem Theater des Barock gehören Bühnenkostüme zu den zentralen Elementen einer Inszenierung. Mit dem Kostüm „schlüpft“ der Darsteller in seine Rolle und gibt dem Betrachter wesentliche Informationen über die dargestellte Figur. In Verbindung mit dem Bühnenbild prägen Kostüme die visuelle Atmosphäre eines Theaterabends. Gleichzeitig bleiben sie als eines der wenigen realen Objekte des theatralen Aktes auch nach dem Abspielen einer Theaterinszenierung als Zeuge des flüchtigen Theaterabends erhalten. Daher ist für die meisten Besucher der Ort „Theatermuseum“ mit der Erwartungshaltung verknüpft, farbenprächtige Kostüme erleben zu wollen. Diesem immer wieder geäußerten Bedürfnis kommt die Ausstellung, die aus Anlass des 70. Geburtstages des Theatermuseums entstanden ist und eigene Bestände präsentiert, entgegen, bleibt aber nicht bei dem reinen Schauwert stehen....
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Daan Jippes (nach Carl Barks): Donald Duck’s Atom Bomb (1946/1975), Detail Courtesy German Academy of Comic Art © 2019 Disney Enterprises, Inc.
Daan Jippes (nach Carl Barks): Donald Duck’s Atom Bomb (1946/1975), Detail Courtesy German Academy of Comic Art © 2019 Disney Enterprises, Inc.

Ente Süss Sauer

Museum für Kunst und Kulturgeschichte Dortmund
Dortmund | 07.04.2019-22.09.2019
Carl Barks begann 1942 damit, Comics mit Donald Duck zu zeichnen. Entenhausen gab es da noch nicht. Nur die besten Zeichner konnten ihm mit eigenen Erzählungen das Wasser reichen: Romano Scarpa (Italien), Daan Jippes (NL), Vicar (Chile), William Van Horn (USA) und Don Rosa (USA). Die Ausstellung zeigt neben vielen Erstausgaben vor allem die Originalseiten dieser Zeichner, angefangen bei Carl Barks. Eine Kooperation mit der „German Academy of Comic Art“...
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Ruhr Museum, Foto: Brigida González
Ruhr Museum, Foto: Brigida González

Aufbruch im Westen. Die Künstlersiedlung Margarethenhöhe

Ruhr Museum Essen
Essen | 08.04.2019-05.01.2020
Die Sonderausstellung nimmt das Jubiläum „100 jahre bauhaus“ zum Anlass, die vielschichtige und faszinierende Geschichte der Künstlersiedlung Margarethenhöhe zu zeigen. Sie präsentiert eindrucksvoll die Künstlerinnen und Künstler, die in den 1920er und 1930er Jahren auf der Margarethenhöhe gelebt und gearbeitet haben. Sie gibt damit Einblick in eines der bedeutendsten künstlerischen Experimente im Ruhrgebiet, das in Essen noch heute mit Einrichtungen wie der Folkwang Universität der Künste, dem Museum Folkwang oder der Keramischen Werkstatt auf Zollverein nachwirkt. Somit ist die Künstlersiedlung für die kulturelle Entwicklung der Industriestadt Essen von kaum zu überschätzender Bedeutung. Die Ausstellung präsentiert über 700 Objekte, darunter bedeutende Werke der einzelnen Künstler, aus Museen, aber auch aus Privatbesitz. Zu sehen sind Originalskulpturen, teilweise von der Margarethenhöhe, ferner das berühmte Stahlbuch, das Gästebuch der Stadt Essen, die Amtskette des Essener Oberbürgermeisters und die Meisterschale des Deutschen Fußball-Bundes, die alle von Künstlerinnen der Margarethenhöhe geschaffen wurden. Mit Originalmöbeln und Modellen, mit Plänen, Dokumenten und Fotografien stellt die Ausstellung die Gartenstadt Margarethenhöhe und das Leben und Arbeiten in der Künstlersiedlung vor. „Aufbruch im Westen. Die Künstlersiedlung Margarethenhöhe“ ist Teil des Bauhaus-Jubiläums in NRW. 100 jahre bauhaus im westen ist ein Projekt des NRW-Ministeriums für Kultur und Wissenschaft und der Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe. Schirmherrin ist Isabel Pfeiffer-Poensgen, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Ausstellung findet statt im Rahmen des Projekts „Aufbrüche“ des Kulturbüros der Stadt Essen in Kooperation mit Essener Kultureinrichtungen und von „100 Jahre Volkshochschule Essen - Aufbrüche“....
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Museum für europäische Gartenkunst, Foto: Stiftung Schloss und Park Benrath
Museum für europäische Gartenkunst, Foto: Stiftung Schloss und Park Benrath

Frauengeschichten. Weiblicher Adel auf Schloss Benrath in drei Jahrhunderten

Museum für Gartenkunst
Düsseldorf | 10.04.2019-23.06.2019
Herzöge, Kurfürsten, Militärs – wie selbstverständlich wurde Schloss Benrath über Jahrhunderte als ein Ort von und für Männer beschrieben. Erstmals bricht eine Ausstellung mit dieser veralteten Denkweise und widmet sich den Bewohnerinnen des Schlosses und damit der Frau als historisch bedeutender Akteurin. Der Alltag der Benrather Damen erzählt sowohl von Privilegien und Freiheiten als auch von Einschränkungen und Normen: Frauen hatten in erster Linie für den Erhalt der Blutlinie durch einen männlichen Nachkommen zu sorgen. Doch neben ihrer Rolle als Ehefrau und Mutter engagierten sich viele Adelsfrauen und Herrscherinnen auch karitativ, religiös und kreativ, als Förderin der Künste oder gar als Bauherrin. Dabei eroberten sie sich vielfach dieselben Möglichkeiten wie Männer und hinterließen so ihren ganz eigenen Fußabdruck in der Geschichte. Die Ausstellung schlägt einen Bogen von Herzogin Elisabeth Amalie von Pfalz-Neuburg und Kurfürstin Anna Maria Luisa de‘ Medici über Kurfürstin Elisabeth Auguste von der Pfalz und Prinzessin Wilhelmine Luise von Preußen bis Josephine, Antonia und Stephanie von Hohenzollern-Sigmaringen sowie schließlich Elisabeth von Ardenne. Hochkarätige und teilweise noch nie öffentlich präsentierte Werke belegen, wie groß der Handlungsspielraum von adeligen Frauen sein konnte und wie unabhängig sie tatsächlich agierten. Als überraschend erweist sich auch die Vielfalt heute noch bestehender Stiftungen und Gründungen der „Benrather Frauen“....
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Installationsansicht Jac Leirner. Wolfgang-Hahn-Preis 2019, Museum Ludwig, Köln 2019, Foto: Gesellschaft für Moderne Kunst am Museum Ludwig/ Šaša Fuis, Köln  von vorne nach hinten: Fase azul, 1991 Museum Bags, 1985-2019
Installationsansicht Jac Leirner. Wolfgang-Hahn-Preis 2019, Museum Ludwig, Köln 2019, Foto: Gesellschaft für Moderne Kunst am Museum Ludwig/ Šaša Fuis, Köln von vorne nach hinten: Fase azul, 1991 Museum Bags, 1985-2019

Jac Leirner - Wolfgang-Hahn-Preis 2019

Museum Ludwig
Köln | 10.04.2019-21.07.2019
2019 zeich­net die Ge­sellschaft für Mod­erne Kunst am Mu­se­um Lud­wig Jac Leirn­er mit dem Wolf­gang-Hahn-Preis aus. Die brasilianische Kün­st­lerin, 1961 in São Pau­lo ge­boren, ver­fol­gt mit ihr­er Ar­beit seit vielen Jahren eine sub­tile Anal­yse von Ge­sellschafts- und Repräsen­ta­tionssys­te­men. Eine wichtige Rolle spielen dabei ge­fun­dene, oft in­dus­triell hergestellte All­t­ag­sob­jekte, aus de­nen sie nach den Prinzipi­en des Sam­melns, Akku­mulierens und Klas­si­fizierens, In­s­tal­la­tio­nen, Col­la­gen und Skulp­turen schafft. So ent­ste­hen dichte, oft min­i­mal­is­tische Ar­beit­en, die mit den äs­thetischen, repräsen­ta­tiv­en und soziokul­turellen Be­deu­tungsebe­nen der Ob­jekte spielen. 2019 ist ein be­son­deres Jahr für den Wolf­gang-Hahn-Preis. Zum er­sten Mal zeich­net die Ge­sellschaft eine sü­damerikanische Kün­st­lerin für ihr in­ter­na­tio­n­al rel­e­vantes Œu­vre aus. Der Blick wird hi­er­durch geweit­et für das globale zeit­genös­sische Kun­st­gesche­hen. Leirn­ers Schaf­fen, an der Sch­nitt­stelle von Min­i­mal­is­mus, Konzep­tu­al­is­mus und In­sti­tu­tion­skri­tik, ist eine große Bereicherung für die Samm­lung des Mu­se­um Lud­wig. Zum 25. Mal in Folge ver­lei­ht die Ge­sellschaft für Mod­erne Kunst dank ihr­er en­gagierten Mit­glied­er den Wolf­gang-Hahn-Preis. Jac Leirn­ers Werk Mu­se­um Bags (1985/2018) wird von der Ge­sellschaft für Mod­erne Kunst an­läss­lich der Ver­lei­hung des Preis­es für die Samm­lung des Mu­se­um Lud­wig er­wor­ben und im Kon­text der ständi­gen Samm­lung präsen­tiert. Die Ar­beit beste­ht aus ein­er Samm­lung von gewöhn­lichen Plas­tik­tüten, die die Kün­st­lerin in ver­schie­de­nen Mu­se­umsshops er­wor­ben hat. Die Tüten, die nor­maler­weise vom Be­such­er be­nutzt wer­den, um ein Sou­venir vom öf­fentlichen Mu­se­um in den Pri­va­traum zu be­fördern, wer­den hi­er zu ein­er großflächi­gen Col­lage, zum Bild. An­läss­lich des Preis­es er­scheint außer­dem eine Pub­lika­tion in Zusam­me­nar­beit mit der Kün­st­lerin, her­aus­gegeben von der Ge­sellschaft für Mod­erne Kunst. Über Jac Leirn­er Jac Leirn­er wurde 1961 in São Pau­lo ge­boren, wo sie bis heute lebt und ar­beit­et. 1982 wurde dort ihre er­ste Ausstel­lung gezeigt. Es fol­gten 1991 in­sti­tu­tionelle Einze­lausstel­lun­gen im In­sti­tute of Con­tem­po­rary Art, Bos­ton, USA und im Mu­se­um of Mod­ern Art, Ox­ford, Großbri­tan­nien sowie im Walk­er Art Cen­ter, Min­neapo­lis, USA. Seit­dem hat Leirn­er kont­inuier­lich an ein­er Vielzahl renom­miert­er In­sti­tu­tio­nen weltweit aus­gestellt. So zeigte sie beispiel­sweise eine große Ret­ro­spek­tive in der Staatlichen Pi­nakothek von São Pau­lo (2011) und stellte im Museo Ta­mayo Arte Con­tem­porá­neo in Mex­i­co Ci­ty ge­nau­so aus (2014) wie im Mu­se­um of Con­tem­po­rary Arts of Shang­hai (2016) und im Ir­ish Mu­se­um of Mod­ern Art, Dublin (2017). Leirn­er hat an zahl­reichen Bien­nalen teilgenom­men, 1989 und 1994 an der Bien­nale von São Pau­lo, 1990 und 1997 an der Bien­nale in Venedig, 2000 an der Bien­nale von Ha­van­na, 2005 und 2015 an der „Bi­e­n­al do Mer­co­sul“ in Por­to Ale­gre. In Deutsch­land waren Leirn­ers Ar­beit­en 1992 auf der Doc­u­men­ta IX und im sel­ben Jahr in Köln in der Josef-Haubrich-Kun­sthalle zu se­hen. Über den Wolf­gang-Hahn-Preis Die Ge­sellschaft für Mod­erne Kunst ver­lei­ht den Wolf­gang-Hahn-Preis in die­sem Jahr bere­its zum 25. Mal. Mit der Auszeich­nung sollen vor­rangig zeit­genös­sische Kün­stler*in­nen geehrt wer­den, die sich in der Kunst­welt durch ein in­ter­na­tio­n­al an­erkan­ntes Œu­vre bere­its ei­nen Na­men ge­macht haben, in Deutsch­land aber noch nicht so bekan­nt sind, wie sie es ver­di­e­nen. Das Preis­geld in Höhe von max­i­mal 100.000 Eu­ro set­zt sich aus den Beiträ­gen der Mit­glied­er zusam­men und fließt in den Er­werb eines Werks oder ein­er Werk­gruppe der Kün­stler*in zu­gun­sten der Samm­lung des Mu­se­um Lud­wig. Mit dem Preis ver­bun­den ist eine vom Mu­se­um Lud­wig or­gan­isierte Ausstel­lung mit Ar­beit­en der Preisträger*in sowie die Her­aus­gabe ein­er be­glei­t­en­den Pub­lika­tion. Der Name des Preis­es ehrt das An­denken an den pas­sionierten Köl­n­er Samm­ler und Gemälder­es­tau­ra­tor Wolf­gang Hahn (1924–1987), der sich in vielfältiger Hin­sicht für die Kunst der eu­ropäischen und amerikanischen Avant­garde in Köln en­gagierte. Seinem vor­bildlichen Wirken als Samm­ler, als Grün­dungs­mit­glied der Ge­sellschaft und als Leit­er der Res­tau­rierungsw­erk­stät­ten des Wall­raf-Richartz-Mu­se­um/Mu­se­um Lud­wig fühlt sich die Ge­sellschaft für Mod­erne Kunst verpflichtet....
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Mohr mit Mineralien

Residenzschloss Dresden
Dresden | 10.04.2019-22.07.2019
Für kurze Zeit wird der sogenannte ""Mohr" mit Smaragdstufe" aus dem Historischen Grünen Gewölbe etwas anderes auf seinem Tablett präsentieren als die bekannten Smaragde. Es sind meist unscheinbare, winzige Kristalle, die, chemisch gesehen, zwar Mineralien sind, aber als solche keine Anerkennung finden. Denn sie sind nicht, wie es die naturwissenschaftliche Definition will, auf "natürliche" Weise entstanden: Sie verdanken ihr Dasein menschlichen Aktivitäten. 2017 haben Mineralogen eine Liste dieser "Neuen Mineralien" veröffentlicht, die verdeutlicht, wie sich die Folgen menschlichen Tuns sogar in das geologische Grundgerüst der Erde einschreiben. Die Substanzen könnten nach Millionen von Jahren noch von einem Menschenzeitalter zeugen, so wie die "natürliche" – allerdings ebenfalls manipulierte - Smaragdstufe von ihrer geologischen Epoche. Die Begriffe sind erneut problematisch: "Natur" und "Kultur" vermengen sich. Anhand der Geschichten die uns die "Neuen Mineralien" im Zusammenhang mit der Geschichte der Figur und der Smaragde erzählen, könnte sich ein veränderter Blick auf das Objekt, die Sammlung und auf unser Selbstverständnis als Erdbewohner einstellen....
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Anthony Kastanos: Teeth, Öl auf Papier, Sydney 2015, Foto: Reinhard Wanzke
Anthony Kastanos: Teeth, Öl auf Papier, Sydney 2015, Foto: Reinhard Wanzke

Sammlung als Erzählung. Wanzkes künstlerische Reise um die Welt

Museum der Weltkulturen
Frankfurt/Main | 11.04.2019-15.09.2019
Museen und Sammler*innen erzählen mit ihren Objekten Geschichten. Der Frankfurter Künstler Reinhard Wanzke sammelte auf seiner Weltreise 2016/17 insgesamt 50 Werke, die unterschiedlicher nicht sein könnten und jedes hat seine eigene Geschichte: Das abstrakte Gemälde des ugandischen Künstlers WASWAD, ein 3D-Graffiti des Street Artist Screw7oose aus Australien oder die handbemalte Keramik des Künstlers Wang Hongjun aus China. Im Weltkulturen Labor wird nun erstmalig die in sieben Etappen entstandene Sammlung gezeigt, die auch Einblicke in die einzigartigen und persönlichen Erlebnisse des Sammlers gewährt. Kuratiert von Reinhard Wanzke. Weltkulturen Museum: Julia Friedel (Kustodin Afrika)...
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Jay Chung & Q Takeki Maeda: The Auratic Narrative

Kölnischer Kunstverein
Köln | 12.04.2019-23.06.2019
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Johanna Jaeger, camera commentary. Dresdner Stipendium für Fotografie 2018

Technische Sammlungen Dresden
Dresden | 12.04.2019-07.07.2019
Johanna Jaeger (1985) setzt die Fotografie als Bestandteil einer experimentellen künstlerischen Praxis ein, die sowohl die Wahrnehmung selbst wie auch die Elemente der Fotografie befragt. In Dresden entstanden u. a. Porträts legendärer Kameramodelle aus dem Bestand der Technischen Sammlungen Dresden, die zusammen mit Oberflächenaufnahmen zerfließender Fotoemulsionen präsentiert werden. Die Geschichte der Fotografie vermittelt sich in der „Kamerastadt Dresden“ auch in Geschichten von technischen Apparaturen und Materialien – in den Installationen der Ausstellung....
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Thomas Herbst (1848–1915) Die Alster mit dem Dampfschiffsteg bei der Rabenstraße, vor 1891 Gouache, 60 x 100 cm © Hamburger Kunsthalle / bpk, Foto: Elke Walford
Thomas Herbst (1848–1915) Die Alster mit dem Dampfschiffsteg bei der Rabenstraße, vor 1891 Gouache, 60 x 100 cm © Hamburger Kunsthalle / bpk, Foto: Elke Walford

Hamburger Schule - Das 19. Jahrhundert neu entdeckt

Hamburger Kunsthalle - Sammlung Galerie der Gegenwart
Hamburg | 12.04.2019-14.07.2019
Die Hamburger Kunsthalle lädt dazu ein, das spannungsreiche 19. Jahrhundert aus der Sicht der »Hamburger Schule« zu entdecken. Die Ausstellung präsentiert die Situation der Künste und deren Strukturen im Hamburg des 19. Jahrhunderts. Rund 120 Gemälde, Zeichnungen und Graphiken, darunter zahlreiche Hauptwerke der beteiligten Künstler, bieten einen repräsentativen Überblick über ein ganzes Jahrhundert Kunstschaffen in Hamburg. Da in Hamburg eine Kunstakademie fehlte, mussten die angehenden Maler zur Ausbildung und Vervollkommnung ihrer technischen Fertigkeiten andere Zentren aufzusuchen. Wichtige Anlaufstellen für die Hamburger waren insbesondere die Kunstakademien von Kopenhagen, Dresden, München und Düsseldorf. Gleichzeitig wurde der Blick gen Norden und Süden geweitet: Von nachhaltiger Wirkung waren dabei die Studienreisen nach Skandinavien und Italien. Die Ausstellung untersucht die produktiven Wechselwirkungen der Künstler mit diesen Orten und analysiert, wie die neuen Erfahrungen auch nach deren Rückkehr in die Hansestadt weiterwirkten. In der Ausstellung werden die maßgeblichen Protagonisten, die über den Zeitraum eines ganzen Jahrhunderts in Hamburg wirkten oder aber maßgebliche Teile ihres Werkes in der Hansestadt schufen, u. a. Philipp Otto Runge, Erwin Speckter, Jacob Gensler, Valentin Ruths und Thomas Herbst in Szene gesetzt. Der Bogen spannt sich dabei von den um 1800 entstandenen, klassizistisch wie romantisch beeinflussten Werken, nimmt die sich daran anschließenden, realistisch-wirklichkeitsnahen Tendenzen ab den 1820er-Jahren in den Blick, um mit Positionen des Naturalismus, des Impressionismus und des Jugendstils das schrittweise Aufkommen der Avantgarde im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts zu verfolgen. Neben etablierten Künstlergrößen werden dabei viele Persönlichkeiten ans Licht geholt, die zu Unrecht in Vergessenheit geraten sind....
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Margarete Heymann-Loebenstein, Teile eines Mokkaservice, Haël-Werkstätten für künstlerische Keramik, Marwitz, um 1929, © Estate of Margarete Marks. All rights reserved/VG Bild-Kunst, Bonn 2019 (Foto: © Jan Rothstein)
Margarete Heymann-Loebenstein, Teile eines Mokkaservice, Haël-Werkstätten für künstlerische Keramik, Marwitz, um 1929, © Estate of Margarete Marks. All rights reserved/VG Bild-Kunst, Bonn 2019 (Foto: © Jan Rothstein)

2 von 14 - Zwei Kölnerinnen am Bauhaus

Museum für Angewandte Kunst Köln
Köln | 12.04.2019-11.08.2019
Zum 100-jährigen Bauhaus-Jubiläum präsentiert das MAKK das Werk der avantgardistischen Keramikkünstlerin Margarete Heymann-Loebenstein sowie der Bildhauerin und Bühnenbildnerin Marianne Ahlfeld-Heymann im Dialog mit Farbstudien, Gemälden und Zeichnungen von Johannes Itten, Oskar Schlemmer, Wassily Kandinsky und László Moholy-Nagy aus der eigenen Sammlung. Das MAKK spürt mit seiner Ausstellung dem Wirken von zwei gebürtigen Kölnerinnen aus jüdischer Familie nach, den beiden Cousinen Margarete (1899-1990) und Marianne (1905-2003) Heymann. Der Titel bezieht sich darauf, dass es nachweislich 14 Kölner*innen am Bauhaus gab. Ihre künstlerischen Spuren standen bislang – bis auf wenige Ausnahmen – nicht im Fokus der Öffentlichkeit. Margarete Heymann wurde 1920 am Bauhaus zum Vorstudium bei Johannes Itten zugelassen, 1921 wechselte sie zur Ausbildung in die Keramikwerkstatt Dornburg und lernte bei Werkmeister Max Krehan und Formmeister Gerhard Marcks. In Weimar nahm sie weiterhin am Unterricht bei Georg Muche, Paul Klee und Gertrud Grunow teil. Obwohl Heymann das Bauhaus im Herbst desselben Jahres wieder verließ, beeinflusste die Bauhaus-Zeit ihr Schaffen nachhaltig. Dies zeigt sich besonders in den avantgardistischen und reduzierten Formen ihrer Gebrauchskeramik wie den berühmten Scheibenhenkel-Services, insbesondere dem Teeservice, das komplett aus geometrischen Grundformen gestaltet war. Aber auch die Dekore legen einen Vergleich mit Kompositionen von Kandinsky oder Moholy-Nagy nahe. 1923 gründete Margarete Heymann-Loebenstein gemeinsam mit ihrem Mann Gustav Loebenstein in Marwitz die Haël-Werkstätten für künstlerische Keramik, deren kreatives Programm bald international gefragt war. Der Betrieb wurde Ende 1933 geschlossen und 1934 arisiert, sie floh zunächst nach Dänemark und emigrierte 1936 nach Großbritannien. Marianne Heymann besuchte zunächst die Kunstgewerbeschule in Köln und ab 1923 die Bildhauerei-Werkstatt am Bauhaus, verließ diese allerdings 1925 wieder, da die Klasse beim Umzug von Weimar nach Dessau nicht fortgeführt wurde. Sie nahm am Unterricht von Walter Gropius in Bezug auf Bildhauerei und Bühnenkunst teil; besonders beeindruckt war sie jedoch von der künstlerischen Lehre Paul Klees. Nach ihrer Bauhaus-Zeit schuf sie Handpuppen und Marionetten für freie Produktionen, bevor sie als Bühnenbildnerin am Mannheimer Nationaltheater sowie zeitgleich an der Kölner Oper arbeitete. Zahlreiche Entwürfe zu fantasievollen Szenarien, Kostümen und Masken entstanden – so beispielsweise für Jacques Offenbachs Operette „La Périchole“. Besonders die Kostümentwürfe lassen die Einflüsse der Bühnenkunst Schlemmers erkennen: turmartige Kopfbedeckungen mit konzentrischen Ringen, trapezförmige Gewänder, gesteppte und wattierte Säume sowie eine klare Farbpalette. Auch Marianne Heymann wurde gegenüber den Nationalsozialisten denunziert, sie entkam 1933 über Ascona zunächst nach Paris, 1949 emigrierte sie nach Israel....
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Foto: Filmmuseum Potsdam
Foto: Filmmuseum Potsdam

Plakativ. Filmwerbung und Propaganda in Demokratie und Diktatur Deutschland 1930-1950

Filmmuseum Potsdam
Potsdam | 12.04.2019-25.08.2019
Am Beispiel der Filmwerbung und ihrer vielfältigen Gestaltungsformen wirft die Ausstellung PLAKATIV neues Licht auf jenen Teil der deutschen Filmgeschichte, der mit der größten Katastrophe des 20. Jahrhunderts verbunden ist. Im Zentrum von PLAKATIV steht die Zeit der nationalsozialistischen Diktatur: Die Geschichte von Filmpolitik und Werbung wird hier parallel gesetzt mit der Geschichte einer ideologischen Radikalisierung, die bereits 1933 im Ausschluss von Juden aus der deutschen Filmindustrie erkennbar ist und während des Zweiten Weltkriegs im Holocaust mündete. Neben Plakaten zu Kriegs- und Propagandafilmen wie "Hitlerjunge Quex" (1933), "Verräter" (1936) und "GPU" (1942), Melodramen wie "Zu neuen Ufern" (1937) und "Die große Liebe" (1942) und Biografien heroischer Männer wie "Der alte Fritz" (1937), "Der Herrscher" (1937) und "Robert Koch" (1939) sind auch rare Plakate für deutsche Filme aus Belgien, Frankreich, Finnland und Schweden zu sehen, darunter Plakate zu "Der verlorene Sohn" (1934), "Olympia" (1938) und "Capriccio" (1938). Gerahmt wird dieser Schwerpunkt auf der NS-Zeit durch Plakate aus den Krisenjahren der Weimarer Republik und einen Ausblick auf die frühen Nachkriegsjahre, in denen die Weichen für eine geteilte Filmgeschichte in Ost und West gestellt wurden....
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Deutsches Museum Bonn, Foto: Michael Sondermann
Deutsches Museum Bonn, Foto: Michael Sondermann

PLAYMOBIL-Technikgeschichte(n) - Sammlung Oliver Schaffer

Deutsches Museum Bonn
Bonn | 12.04.2019-25.08.2019
1974 trat PLAYMOBIL seinen Siegeszug in die Welt an. Seit dem verkörpern die 7,5 cm großen Kunststofffiguren kreative Spielkultur in den Kinderzimmern. 2019 sind sie nun zu Gast im Deutschen Museum Bonn. Die fränkische Firma geobra Brandstätter brachte 1974 das Systemspielzeug PLAYMOBIL auf den Markt. Die kleinen lächelnden Figuren mit ihrem unendlich kombinierbaren Zubehör zeigen historische wie phantastische Szenarien, sie bilden aber auch den Alltag und dessen rasche Veränderung ab. PLAYMOBIL hat Spielzeug-Geschichte geschrieben! Der Hamburger Künstler Oliver Schaffer, der selbst als Kind mit den PLAYMOBIL-Figuren spielte, besitzt mit mehr als 50.000 Figuren und über 500.000 Einzelteilen eine der größten PLAYMOBIL-Sammlungen der Welt. Im Deutschen Museum Bonn inszeniert er seine imposanten Schaulandschaften korrespondierend zu den Leitthemen des Hauses: Wissenschaft und Technik. Das Spektrum reicht von der Polarforschung über Marsexpeditionen bis zur Archäologie. Darüber hinaus zeigt die Ausstellung den Herstellungsprozess der bunten Kunststofffiguren. Eine Spritzgießmaschine der Firma Dr. Boy wird im Rahmen von Vorführungen »live« PLAYMOBIL-Hasen herstellen! Freuen Sie sich auf eine ebenso detaillierte wie liebevolle Ausstellung mit über 5.000 Figuren. Genaues Hinschauen lohnt sich. Es gibt viel zu entdecken! Natürlich dürfen alle Museumsgäste, egal wie alt, an Spieltischen ihre eigenen PLAYMOBIL-Technikgeschichte(n) nachspielen....
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Foto: Museum Mensch und Natur
Foto: Museum Mensch und Natur

Libellen - Leben in zwei Welten

Museum Mensch und Natur
München | 12.04.2019-09.09.2019
Libellen faszinieren durch ihre Anmut, ihre überragenden Fähigkeiten als Flugakrobaten und zeigen viele überraschende Verhaltensweisen. Doch Libellen haben auch ein weniger bekanntes Vorleben als geheimnisvolle Wasserbewohner. Luft und Wasser – das sind die beiden Elemente, in denen sich das Leben der Libellen abspielt. Begeben Sie sich auf Entdeckungsreise in diese zwei Lebenswelten. Beobachten Sie, wie lebende Libellenlarven im Aquarium ihrer Beute auflauern. Erfahren Sie, wie sich die kleinen Tiere aus dem Wasser in prachtvoll schillernde Wesen verwandeln und lassen Sie sich von vielen erstaunlichen Eigenschaften überraschen....
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Gratwanderung

August Macke Haus
Bonn | 12.04.2019-15.09.2019
Expressionistische Holz- und Linolschnitte aus der Sammlung Museum August Macke Haus im Dialog mit Benjamin Badock, Christiane Baumgartner, Gabriela Jolowicz, Tal R, Gert & Uwe Tobias, Barthélémy Toguo, Christoph Ruckhäberle, Georg Winter Expressionistische Holz- und Linolschnitte aus der Sammlung des Museum August Macke Haus und acht ausgewählte zeitgenössische Positionen treten in dieser Ausstellung in einen direkten und spannungsvollen Dialog. Beide Generationen verbindet die Faszination für die unmittelbare, haptische Wirkung des Hochdruckverfahrens sowie das Experimentieren mit neuen Bearbeitungsmethoden und Ausdrucksmöglichkeiten in einer alten Technik. Die Expressionisten verbanden ihre radikal vereinfachte Bildsprache mit einem unvoreingenommenen Blick auf Altes und Neues. Der wiederentdeckte Holzschnitt erwies sich als besonders geeignet für den Ausdruck von „Unverfälschtheit” und „Unmittelbarkeit”. Die Bearbeitung des harten Materials forderte Emotionen geradezu heraus. August Macke hingegen bevorzugte Linoleum, das weniger widerspenstig war und eine harmonischere Gestaltungsweise erlaubte. Sämtliche Linolschnitte des Künstlers werden hier erstmals vorgestellt. Zu sehen sind darüber hinaus eindrucksvolle Holzschnitte unter anderem von Erich Heckel, Jacoba van Heemskerk, Ernst Ludwig Kirchner, Fifi Kreutzer, Franz Marc, Ewald Mataré und Maria Uhden bis hin zu Evarist Adam Weber...
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Museum für Völkerkunde Hamburg. Foto: Paul Schimweg
Museum für Völkerkunde Hamburg. Foto: Paul Schimweg

Von Wölfen & Menschen

MARKK - Museum am Rothenbaum Kulturen und Künste der Welt
Hamburg | 12.04.2019-13.10.2019
Die Wiederkehr des Wolfes in Europa stellt eine neuartige Situation dar, nachdem die Tiere vor 150 Jahren ausgerottet wurden. Kaum ein Tier ist den Ängsten und Sehnsüchten der Menschen so nah wie der Wolf: Der Wolf als Nomade, der ungefragt grüne Grenzen überschreitet, als Raubtier, das Wild und Schafe tötet, als Forschungsobjekt, als Rudeltier, das mit seinem sozialen Wesen fasziniert, als Charakter in Märchen und Mythen oder als Werwolf, um nur einige der damit verbundenen Themenfelder zu nennen. Die Ausstellung nimmt die Wiederkehr des Wolfes, die große mediale Aufmerksamkeit und gesellschaftliche Polarisierung, die sie erregt, zum Anlass sich mit der Beziehung von Wölfen und Menschen zu beschäftigen und aktuelle Diskurse in Populärkultur, Kunst und Wissenschaft aufzugreifen. Sie gibt Einblick in kulturgeschichtliche und künstlerische Auseinandersetzungen mit Wolf-Mensch-Beziehungen und Wolfsvorstellungen in verschiedenen kulturellen und historischen Kontexten....
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Animierte Malerei

Technische Sammlungen Dresden
Dresden | 12.04.2019-03.11.2019
Die Sonderausstellung widmet sich dem schöpferischen Potential von „bewegter Malerei“ anhand von ausgewählten Animationsfilmwerken der drei Altmeister Witold Giersz (PL), Alexander Petrov (RU) und Jochen Kuhn (D), die in Dresden erstmals in einen künstlerischen Dialog treten. Begleitend zur Ausstellung werden für das Filmfest Dresden und für das Museumskino Dresden (DIAF-Filmreihe ANIMANIA) Filmprogramme kuratiert, die den Ausstellungsinhalt aufgreifen und diesen durch historische und aktuelle Filme für das Festivalpublikum bzw. die interessierte Dresdner Öffentlichkeit erweitern. Die Ausstellung beleuchtet anhand traditioneller Mal- bzw. Animationsverfahren technisch-ästhetische Experimente einzelner Künstlerpersönlichkeiten, die das Animationsfilmschaffen prägten....
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Baufeld Außenansicht \\ © Duplex Architekten AG, Zürich (CH)
Baufeld Außenansicht \\ © Duplex Architekten AG, Zürich (CH)

Wohnen für alle - Das neue Frankfurt

DAM - Deutsches Architekturmuseum
Frankfurt/Main | 13.04.2019-23.06.2019
Frankfurt am Main ist einer der deutschen Hotspots überproportional steigender Immobilienpreise. Freifinanzierter neuer Wohnraum wird häufig zu Preisen angeboten, die selbst für die Mittelschicht nur noch schwer bezahlbar sind. Der über Jahrzehnte angestaute Mangel und Verlust an geförderten Wohnungen ist auch hier besonders sichtbar. Mit dem kooperativen Wettbewerbsverfahren WOHNEN FÜR ALLE antwortet die Stadt Frankfurt am Main, die ABG FRANKFURT HOLDING als Bauherr und das Deutsche Architekturmuseum gemeinsam auf diese Herausforderungen. WOHNEN FÜR ALLE schlägt für ein konkretes Bauareal exemplarisch Wohnbauten vor, die den Anspruch haben, ökonomischen Kostendruck mit innovativer Wohn- und Architekturqualität zu verbinden. Damit wird den veränderten demographischen und soziostrukturellen Entwicklungen Rechnung getragen: Anstatt wie früher primär die Kernfamilie zu fokussieren, geht es heute beim preisgünstigen Wohnen verstärkt darum, die Vielfalt von Nutzungsgruppen und ihre diversifizierten Bedürfnisse in den Wohnkonzepten zu berücksichtigen. Das verlangt nach Lösungen, die auch über mehrere Jahrzehnte hinweg ausreichend elastisch und flexibel sind. Mehr als nur um die „eigenen vier Wände“ geht es dabei immer auch um die Frage, wie mit den Wohnprojekten lebendige, funktional und sozial durchmischte Quartiere entstehen können. Das zweistufige kooperative Wettbewerbsverfahren WOHNEN FÜR ALLE ist 2018/19 erstmals durchgeführt worden. Mehr als 100 europäische Architekturbüros sind in einer ersten PHASE I dem CALL FOR PROJECTS gefolgt und reichten über 130 realisierte Projekte zum bezahlbaren Wohnungsbau ein. Die Entwerfer zehn ausgezeichneter Projekte qualifizierten sich für eine zweite Wettbewerbsphase, die als kooperatives Wettbewerbsfahren durchgeführt wurde. Das Ergebnis der PHASE II: BAUEN 1:1 waren zehn Konzepte für Baufelder im Frankfurter Hilgenfeld – vier davon wurden von einer Fachjury ausgewählt, um für die weitere Planung beauftragt zu werden. Auch eine Anerkennung wurde ausgesprochen....
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Ansicht des Dachgartens der Bundeskunsthalle Foto: Sibylle Pietrek © Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbH
Ansicht des Dachgartens der Bundeskunsthalle Foto: Sibylle Pietrek © Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbH

Goethes Gärten - Grüne Welten auf dem Dach der Bundeskunsthalle

Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland
Bonn | 13.04.2019-15.09.2019
Goethes Gärten auf dem Dach der Bundeskunsthalle spiegeln das lebenslange Interesse des Dichters für Gärten, Natur und Botanik. Der Dachgarten begleitet die große Ausstellung Goethe. Verwandlung der Welt, die ab dem 17. Mai zu sehen ist und von der Bundeskunsthalle und der Klassik Stiftung Weimar entwickelt wurde. Die eigens für Bonn entwickelte Dachgarten-Landschaft vereint die zentralen Motive aus den beiden Gärten des Weimarer Dichters: den Garten am Stern neben seinem berühmten Gartenhaus, das ihm zunächst auch als Wohnsitz diente, und den Hausgarten am Weimarer Frauenplan, seinem repräsentativen Anwesen im Zentrum der Stadt. " «Das Äußere einer Pflanze ist nur die Hälfte ihrer Wirklichkeit.»" Johann Wolfgang Goethe Als Goethe im Frühjahr 1776 sein erstes Weimarer Anwesen unweit der Ilm bezog, galt sein besonderes Interesse dem weitläufigen Garten, dessen Neugestaltung er sogleich in Angriff nahm. Goethe legte nicht nur einen Nutzgarten für die häusliche Versorgung mit Obst und Gemüse an, sondern schuf auch einen kleinen englischen Landschaftsgarten mit gewundenen Wegen und schattigen Ruheplätzen. Überdies unterhielt er zahlreiche Blumenbeete für seine botanischen Experimente, die ihn mit den Jahren zu einer eigenen Metamorphosenlehre führten....
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Stefan Panhans, Hollow Snow White, 2014 HD-Video, 16:9, Farbe, Stereo, 14:40 Min., Copyright: © Stefan Panhans
Stefan Panhans, Hollow Snow White, 2014 HD-Video, 16:9, Farbe, Stereo, 14:40 Min., Copyright: © Stefan Panhans

Fuzzy Dark Spot - Videokunst aus Hamburg

Haus der Photographie - Deichtorhallen - Aktuelle Kunst
Hamburg | 13.04.2019-03.11.2019
Die Ausstellung FUZZY DARK SPOT in der Sammlung Falckenberg der Deichtorhallen Hamburg versammelt 56 Videoarbeiten von über 30 vornehmlich Hamburger Künstler*innen von den 1970er Jahren bis heute und präsentiert in thematischen Stationen historische und aktuelle Produktionen. Die Ausstellung untersucht, wie Video in der Kunst gesellschaftliche sowie mediale Irritationen und Manipulationen interpretiert. Felder dieser Untersuchung sind die Bezugnahme der Videokunst auf das Fernsehen, die aufklärerische Bewegung der Gegenöffentlichkeit der 70er Jahre, der Einsatz von Video als Überwachungsmedium, als Mittel künstlerischer Narration, als psychosozialer Spiegel sowie als Instrument der Selbstoptimierung in der digitalen Gegenwart. Der große Einfluss von Videobildern auf die kollektive Erinnerung und das Bewusstsein im 20. und 21. Jahrhundert lässt den Zweifel am Bild, das Unbehagen am Gewohnten sowie das Misstrauen gegenüber Wahrheitsansprüchen zu wichtigen Motiven künstlerischer Reflexion werden. Die Klammer der zusammengeführten Arbeiten benennt der Titel der Ausstellung, der einen nebulösen, unscharfen, im Dunkeln liegenden Punkt, Ort oder Zustand umschreibt. Der Begriff Fuzzy Dark Spot entstammt einem Internetforum, in dem über Schimmel, der Kameralinsen kontaminiert hat, diskutiert wird. Die von dem Hamburger Videokünstler Wolfgang Oelze kuratierte Ausstellung knüpft programmatisch an die Ausstellungen Captain Pamphile (2011) und Weisser Schimmel (2010) an, die mit spezifischen kuratorischen Konzepten einen Blick auf die vielfältigen Arbeiten Hamburger Künstler*innen im Kontext der Sammlung Falckenberg erlaubten. Teilnehmende Künstler*innen sind Vito Acconci, Gabor Altorjay, John Bock, Claus Böhmler, Öyvind Fahlström, Harun Farocki, Jeanne Faust, Lee Friedlander, Gintersdorfer/Klaßen, Rosanna Graf, Britta Gröne/Peter Piller, Romeo Grünfelder, Christian Jankowski, Volko Kamensky, Naho Kawabe, Mike Kelley, Jon Kessler, Nina Könnemann, Till Krause, Vlado Kristl, Lene Markusen, Paul McCarthy, Aurelia Mihai, Ernst Mitzka, Vanessa Nica Mueller, Karina Nimmerfall, Wolfgang Oelze, Tony Oursler, Nam June Paik, Stefan Panhans Rotraut Pape/Raskin, reproducts, Rainer Korsen/Gerd Roscher, Oliver Ross, Gerhard Rühm, Swen Erik Scheuerling, Corinna Schnitt, Paul Spengemann, Hans Stützer, Mike Mandel/Larry Sultan, Inga Svala Thorsdottir, Helena Wittmann und Steffen Zillig Teil der Ausstellung sind ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Führungen, Performance, Künstler*innengesprächen, Screenings und Vorträgen in der Sammlung Falckenberg sowie Video- und Filmvorführungen im Metropolis Kino. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog....
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Fünf Jahrhunderte Münzkabinett Dresden - Zur Geschichte einer Sammlung

Residenzschloss Dresden
Dresden | 13.04.2019-19.01.2020
Unter den Stichworten Sammeln, Bewahren, Forschen und Vermitteln widmet sich diese Sonderausstellung der 500-jährigen Geschichte der Sammlung. Gezeigt werden nicht nur vielfältige numismatische Objekte, sondern auch bemerkenswerte Dokumente und Publikationen aus fünf Jahrhunderten Münzkabinett. Es zählt in Hinblick auf die europäische Bedeutung zu den drei größten Münzsammlungen Deutschlands und geht als eines der ältesten Museen Dresdens auf Herzog Georg den Bärtigen (1471-1539) zurück. Durch die gezielte Sammeltätigkeit der nachfolgenden sächsischen Herrscher besaß es schon im 18. Jahrhundert Universalcharakter und entwickelte sich seit der Aufklärung deutschlandweit zu einem wichtigen wissenschaftlichen Forschungszentrum. Die Überführung der Sammlung in die Sowjetunion nach dem Zweiten Weltkrieg stellt zweifellos die dramatischste Zäsur dar. Mit der Rückgabe der Bestände im Jahr 1958 konnte das Münzkabinett wieder eingerichtet werden. Im Jahr 2002 kehrte es schließlich in den Georgenbau des Residenzschlosses und somit an den Ausgangspunkt seiner Entstehung zurück....
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Serielle Fotografie – Abschluss-Semester Fotodesign des IBKK

Camera Obscura - Museum zur Vorgeschichte des Films
Mülheim an der Ruhr | 14.04.2019-09.06.2019
Vom 14. April bis zum 9. Juni stellen acht Studierende aus dem Abschlusssemester Fotodesign des Instituts für Ausbildung in bildender Kunst und Kunsttherapie (IBKK), Bochum, ihre Arbeiten aus. Die neue Wechselausstellung umfasst rund 60 Fotografien und beschäftigt sich mit serieller Fotografie, einer Form der modernen Fotokunst, die durch Variationen eines Motives eine ästhetische Wirkung erzeugen will. Durch Wiederholungen, Reihen und Variationen eines Gegenstandes oder eines Themas entsteht die serielle Darstellungsform in der bildenden Kunst. Die Absolventen und Absolventinnen erarbeiteten sich das Thema unter der Anleitung von Diplom-Fotodesigner Stefan Ziese. Einige haben das Thema chronologisch aufgefasst und beispielsweise ein Bildmotiv monatlich fotografiert, um den Wandel der Natur im Jahreszeitenverlauf oder aber die Rauchentwicklung eines brennenden Streichholzes darzustellen. Andere stellen typologische Facetten dar, indem sie sich mit der Variabilität eines Objekts beschäftigten, wie zum Beispiel mit der unterschiedlichen Gestaltung von Buchstaben durch Gebrauchsgegenstände oder Zufallsfunde am Strand. Das IBKK befindet sich im Kunstzentrum Bochum und existiert seit 1990 als Aus- und Weiterbildungsinstitut in künstlerisch-gestalterischen Berufen für Studierende aus dem In- und Ausland. Regelmäßig besuchen Studierende des Fachbereichs „Fotografie“ die Camera Obscura. Bei der letzten Exkursion wurde vereinbart, den wissenschaftlichen Austausch zu intensivieren und ausgewählte Abschlussarbeiten der Absolventen und Absolventinnen des Jahrgangs 2018 in der Camera Obscura der Öffentlichkeit zu präsentieren. Die Ausstellung folgt damit einer Ausstellungsreihe, in der bereits Semester- und Abschlussarbeiten von Studierenden der Folkwang Hochschule Essen, der Fachhochschule Dortmund, der Ruhrakademie, des Berufskollegs Ost der Stadt Essen und des Fritz-Henßler-Berufskollegs Dortmund gezeigt wurden....
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Installationsansicht Flucht in die Bilder? Die Künstler der Brücke im Nationalsozialismus, Foto: Nick Ash, © Brücke-Museum
Installationsansicht Flucht in die Bilder? Die Künstler der Brücke im Nationalsozialismus, Foto: Nick Ash, © Brücke-Museum

Flucht in die Bilder? - Die Künstler der Brücke im Nationalsozialismus

Brücke Museum
Berlin | 14.04.2019-11.08.2019
Die Ausstellung Flucht in die Bilder? beschäftigt sich erstmals kritisch und ausführlich mit der künstlerischen Praxis, den Handlungsspielräumen und dem Alltag der ehemaligen Brücke-Künstler im Nationalsozialismus. Die Situation von Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff, Max Pechstein und Ernst Ludwig Kirchner in den Jahren von 1933 bis 1945 wurde bislang zumeist auf die ‚Verfemung‘ ihrer Kunst im Nationalsozialismus reduziert. Dieser eindimensionale Blick wird weder der vielschichtigen Situation der Künstler noch den Widersprüchen innerhalb der nationalsozialistischen Kulturpolitik gerecht. Die meisten der ehemaligen Brücke-Künstler hatten zu Beginn die Hoffnung gehegt, mit ihrer Kunst Anerkennung unter den Nationalsozialist*innen zu finden – eine Hoffnung, die von letzteren teilweise genährt wurde. Trotz der Zäsuren durch die NS-Kunstpolitik, waren die ehemaligen Brücke-Künstler – mit Ausnahme von Kirchner, der sich 1938 das Leben nahm – bis in die letzten Kriegsjahre künstlerisch tätig. Um Brüche und Kontinuitäten im Werk der ehemaligen Brücke deutlich zu machen, endet die Aufarbeitung nicht im Mai 1945, sondern setzt sich im letzten Teil der Schau im Kunsthaus Dahlem fort. Wie wurde ab dem Sommer 1945 auf Jahre der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft zurückgeblickt, welche Funktion hatten die ehemaligen Brücke-Künstler beim Wiederaufbau des geteilten Deutschlands? Im Zentrum der Ausstellung Flucht in die Bilder? stehen Arbeiten von Schmidt-Rottluff, Heckel, Pechstein und Kirchner aus dem Bestand des Brücke-Museums. Die Präsentation setzt auf einen vielschichtigen Blick und nähert sich der Komplexität des Themas – die Brücke zwischen Anerkennung und ‚Verfemung‘ – anhand von künstlerischen Werken und umfangreichem Dokumentationsmaterial. Flucht in die Bilder? wird von Prof. Dr. Aya Soika (Bard College Berlin), Dr. Meike Hoffmann (Freie Universität Forschungsstelle Entartete Kunst) und Lisa Marei Schmidt (Brücke-Museum) kuratiert. Ein umfassender Katalog erscheint im Hirmer Verlag in deutscher und englischer Sprache....
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Ivo Hauptmann, Liegender Akt, 1920, Oel auf Leinwand, Sammlung SHMH, Copyright: Harriet Hauptmann, Foto: Helge Mundt
Ivo Hauptmann, Liegender Akt, 1920, Oel auf Leinwand, Sammlung SHMH, Copyright: Harriet Hauptmann, Foto: Helge Mundt

Tanz des Lebens - 100 Jahre Hamburgische Sezession

Jenisch Haus - Museum für Kunst und Kultur an der Elbe
Hamburg | 15.04.2019-13.01.2020
Die Künstlervereinigung „Hamburgische Sezession“ wurde 1919 gegründet – mit dem Ziel, in der Kaufmannsstadt Hamburg eine lebendige Kunstszene zu etablieren und das kulturelle Klima für die bildenden Künste attraktiver zu gestalten. Ihre Ausstellungen und deren begleitende Vorträge und Künstlerfeste erfuhren über 14 Jahre hinweg bis 1933 große Resonanz und erlangten auch überregionale Anerkennung. Stilistisch orientierte sich die Sezession zunächst am Expressionismus und an der Neuen Sachlichkeit, bevor sich Ende 1920er Jahre ein eigener Sezessionsstil entwickelte. Zu ihren wichtigsten Vertretern gehörten Anita Rée, Gretchen Wohlwill, Friedrich Ahlers-Hestermann, Eduard Bargheer, Willem Grimm, Erich Hartmann, Karl Kluth, Emil Maetzel, Dorothea Maetzel-Johannsen und Rolf Nesch. Die Ausstellung „Tanz des Lebens. 100 Jahre Hamburgische Sezession“ im Jenisch Haus stellt das breite künstlerische Spektrum der Künstlervereinigung anhand von Gemälden, Grafiken und Plastiken vor. Neben Porträts, Stillleben und Tierdarstellungen aus den frühen Jahren der Sezession versammelt die Ausstellung Stadtdarstellungen, Bilder vom Hamburger Hafen und vom Hamburger Nachtleben sowie künstlerische Einblicke in das damalige Freizeitverhalten. Darüber hinaus sind Reise- und Landschaftsbilder aus den späteren Sezessionsjahren zu sehen. Der Ausstellungstitel „Tanz des Lebens“ ist einem Holzschnitt von Heinrich Steinhagen aus der ersten Ausstellung im Jahr 1919 entlehnt. Die Exponate stammen aus dem Bestand des Altonaer Museums und aus privaten Sammlungen und Nachlässen. Die meisten Arbeiten sind bisher nur selten gezeigt worden oder erstmals öffentlich zu sehen....
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Bogomir Ecker, Trillerpfeifen und Ghettoblaster, 1994/2004, Museum der bildenden Künste Leipzig, ˆ VG Bild-Kunst Bonn, 2017; Foto: Punctum/A. Schmidt
Bogomir Ecker, Trillerpfeifen und Ghettoblaster, 1994/2004, Museum der bildenden Künste Leipzig, ˆ VG Bild-Kunst Bonn, 2017; Foto: Punctum/A. Schmidt

Nelly Schmückings - Meta Physis

Museum der bildenden Künste Leipzig
Leipzig | 17.04.2019-21.07.2019
Nelly Schmückings (*1984, München) Tierplastiken sind naturalistisch und zugleich artifiziell. Ihre Intention ist es, in jeder Skulptur ein Äquivalent zum natürlichen Vorbild zu formen. Nicht selten wird ihre Ästhetik mit der August Gauls (1869 – 1921) in Verbindung gebracht. Zwischen Nelly Schmücking und August Gauls Werken liegen 100 Jahre Entwicklungsgeschichte – in der Anthropologie, der Zoologie und der Kunst. Dieses Spannungsverhältnis thematisiert das MdbK in einer Ausstellung, für die Schmücking einen mehrere Meter hohen Feldhasen und zwei Löwinnen erschaffen hat. Nelly Schmücking hat in Berlin, Utrecht und Leipzig Biologie, Kunstgeschichte und Veterinärmedizin studiert. Seit 2014 widmet sie sich der Tierplast und lebt und arbeitet als Künstlerin in Hohendorf (Groitzsch). Sie charakterisiert ihre Arbeitsweise mit folgenden Worten: „Hinter meinen Tierplastiken steht die Intuition, ein Äquivalent Äquivalent zu dem natürlichen Vorbild mehr als eine naturalistische Abbildung dessen zu erschaffen. Durch die Verwendung unterschiedlicher, teil trivialer Baumaterialien wie Draht, Jute, Beton, Holz, Metall, versuche ich den artifiziellen Charakter meiner Darstellungen zu unterstreichen. Diese fügen sich, unterschiedlich montiert und durch modellierte Teile ergänzt, für mich im Idealfall zu einem Gebilde zusammen, das einem lebendigen Tier ähnelt. Inwieweit dies zutrifft, und wodurch der Eindruck entsteht, das betreffende Objekt sei trotz des offensichtlichen Konglomerats an Materie ein lebendiges Individuum, bleibt dem Betrachter überlassen. Ebenso wird die Frage nach der Dualität von Körper und Geist, Leib und Seele, Materie und Idee zwar implizit thematisiert doch findet nur abhängig von der Sichtweise der Betrachter Raum oder gar Lösung.“...
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Alte Pinakothek, Foto:Alte Pinakothek
Alte Pinakothek, Foto:Alte Pinakothek

Utrecht, Caravaggio und Europa. 1600-1630

Alte Pinakothek
München | 17.04.2019-21.07.2019
Welch ein Schock muss es für die drei jungen Utrechter Maler Hendrick ter Brugghen, Gerard van Honthorst und Dirck van Baburen gewesen sein, als sie in Rom erstmals auf die atemberaubenden und unkonventionellen Gemälde Caravaggios trafen. Beschrieben als 'wunderliche Dinge' waren dessen Werke von einem neuartigen Rea­lismus, eindrucksvollem Drama und mysteriösem Licht gekennzeichnet und stilprägend für viele Künstler aus Italien, Frankreich, Spanien und den Niederlanden. Die gemeinsam mit dem Centraal Museum in Utrecht entwickelte Ausstellung zeigt rund 70 der schönsten und wichtigsten Werke der bedeutendsten 'Caravaggisten', darunter Gemälde von Bartolomeo Manfredi, Jusepe de Ribera und Valentin de Boulogne. Erst in der Gegenüberstellung mit den Kompositionen ihrer Malerkollegen wird begreifbar, warum die signifikanten Bilder der Utrechter so typisch holländisch sind und sowohl in Italien als auch in ihrer Heimat großen Erfolg hatten....
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Bogomir Ecker, Trillerpfeifen und Ghettoblaster, 1994/2004, Museum der bildenden Künste Leipzig, ˆ VG Bild-Kunst Bonn, 2017; Foto: Punctum/A. Schmidt
Bogomir Ecker, Trillerpfeifen und Ghettoblaster, 1994/2004, Museum der bildenden Künste Leipzig, ˆ VG Bild-Kunst Bonn, 2017; Foto: Punctum/A. Schmidt

Erich W. Hartzsch: Grünauge

Museum der bildenden Künste Leipzig
Leipzig | 17.04.2019-18.08.2019
Erich-Wolfgang Hartzsch (* 1952) studierte Malerei und Grafik in Dresden und gehörte zur oppositionellen Kunstszene der DDR. Mit Andreas Hartzsch, Frank Rassbach, Gitte Hähner-Springmühl und Klaus Hähner-Springmühl arbeitete er ab 1980 in der Gruppe Kartoffelschälmaschine zusammen und nahm an zahlreichen Aktionen und Performances teil. Das MdbK zeigt erstmals zwölf seiner bislang unveröffentlichen Super-8-Experimentalfilme sowie experimentelle Fotoserien aus den 1980er Jahren. Erich W. Harzsch 1952 geboren in Karl-Marx-Stadt (Chemnitz) 1970 Berufsabschluss Chemieanlagenbau 1970 erste autodidaktische Erfahrungen mit Malerei, Zeichnung und Druckgraphik 1971-1976 Studium Maschinenbau-Ingenieur 1976-1979 Studium Malerei und Grafik an der Hochschule Dresden, Außenstelle Oederan 1978 Erweiterung künstlerischer Möglichkeiten durch Fotografie und frei improvisierte Musik (Cello, Alt- und Sopransaxophon); in den folgenden Jahren zahlreiche Aktionen und Performances. 1980-1982 Intensive musikalische Zusammenarbeit mit Klaus Hähner-Springmühl, Andreas Hartzsch, Frank Roßbach, Gitte Hähner-Springmühl u.a. 1985-1991 Experimentelle Filme (z.B. "Grünauge", "Himmelsleiter", "Gelena", "Akte III", "Der Zauberer“) ab 1986 werden zunehmend Fotos, keramische Elemente, Erde, Asche, Holzäste zum Bildträger ab 1988 entstehen Serien von Künstlerbüchern als Unikate ("Einbuch") Erich W. Hartzsch lebt und arbeitet in Chemnitz. Die in der Ausstellung gezeigten Filme wurden vom MdbK restauriert und digitalisiert, die Präsentation der Fotoserien stammt von Erich W. Hartzsch. Eine Publikation zum künstlerischen Schaffen Erich W. Hartzsch' in den 1970er und 80er Jahren ist in Vorbereitung....
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Kriege und Feste - Werke aus der Schenkung Sammlung Hoffmann

Schloss Hartenfels
Torgau | 17.04.2019-03.11.2019
Unter dem Titel Kriege und Feste präsentiert die Ausstellung für ein halbes Jahr Werke internationaler Künstlerinnen und Künstler des 20. und 21. Jahrhunderts auf Schloss Hartenfels in Torgau. Sie stammen aus der Sammlung, die die Familie Hoffmann den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) geschenkt hat, und eröffnen einen Dialog mit dem Renaissance-Bau wie mit den Themen des Krieges und des fürstlichen Prunks. Ein zentrales Thema der Ausstellung ist die Disziplinierung und Zurschaustellung des menschlichen Körpers. Fotografien der Künstlerin Vanessa Beecroft (*1969 Mailand, Italien) erinnern an ihre Performances, in denen Frauen für Stunden statuenhaft in choreografierten Ordnungen standen. Der Ausgangspunkt der Performances von Marina Abramović (*1946 Belgrad, Serbien) beginnt ebenfalls mit festgelegten Regeln. Sie arbeitet an den energetischen und empfindbaren Herausforderungen ihres eigenen Körpers und fordert die Betrachter*innen heraus, die Grenze zur Handlung zu überschreiten. Die Figur „Automat“ von José Damasceno (*1968 Rio de Janeiro, Brasilien), gefertigt aus Styroporhüllen, erinnert an die Harnische historischer Zeiten. Der zweite Raum präsentiert Arbeiten der Künstlerin Miriam Cahn (*1949 Basel, Schweiz), die mit einer intensiven Farbpalette Geschlechter- und Machtstrukturen infrage stellen. Sie zeigen einen zu Gewalttaten bereiten Soldaten und einen zarten weiblichen Körper. Breite Pinselbewegungen mit tiefroter Farbe überlagern die Schnittstellen der rechteckigen papierenen Struktur der Skulptur von Richard Tuttle (*1941 Roselle, USA) und setzen eine Dynamik frei. Bei dem Werk von Hermann Nitsch (*1938 Wien, Österreich) handelt es sich um ein Relikt aus Papier, das den Boden bedeckte, als bei Nitschs Pfingst- und Schlachtfest auf Schloss Prinzendorf maßlos Blut und Farbe vergossen wurden. Der dritte Raum zeigt die Filmprojektion „amazon“ der Künstlerin A K Dolven (*1953 Oslo, Norwegen), in der ein Bogen angelegt wird, um in kontinuierlicher Wiederholung Pfeile abzuschießen. Die Künstlerin orientierte sich beim Schneiden des Films an dem Allegro molto des zweiten Satzes des 8. Streichquartetts, das Dimitri Schostakowitsch nach seinem Besuch des zerbombten Dresden komponierte. Die Musik kommt jedoch nicht zum Klingen, zu hören ist stattdessen das ratternde Geräusch des Projektors....
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Von Pflanzen und Menschen - Ein Streifzug über den grünen Planeten

Deutsches Hygiene-Museum
Dresden | 19.04.2019-19.04.2020
Haben Sie sich Ihren Kirschbaum oder die Orchidee auf Ihrem Fensterbrett schon einmal als menschliche Wesen vorgestellt? Gar nicht so abwegig, denn es gibt einiges, was Pflanzen mit uns gemein haben: Sie wachsen und sterben, recken sich nach der Sonne oder haben Durst. Neuere wissenschaftliche Erkenntnisse lassen vermuten, dass sie miteinander kommunizieren und über eine Art Gedächtnis verfügen. Für den Planeten sind Pflanzen in jedem Fall sehr viel nützlicher als wir Menschen. Sie produzieren die Atemluft für Mensch und Tier, schaffen Lebensräume und bieten Nahrung. Mit anderen Worten: Wir sind von der uns umgebenden Flora komplett abhängig – während die Pflanzen sehr viel besser ohne uns leben könnten. In der Ausstellung Von Pflanzen und Menschen erfahren Sie, warum die Welt der Pflanzen überlebensnotwendig für uns ist und uns gleichzeitig mit ihrer Vielfalt und Schönheit verzaubert. Die Ausstellungsarchitektur wächst durch die drei Säle wie eine Blume - mit Wurzelwerk, Blättern und Blüten. In diesem Szenario führen kulturhistorische Zeugnisse und Kunstwerke, wissenschaftliche Präparate, Fotografien und Videoinstallationen eindrucksvoll vor Augen, mit wie viel Zuneigung und Neugier der Mensch seiner pflanzlichen Umwelt begegnet – aber auch mit wie viel rücksichtsloser und zerstörerischer Gewalt. Denn das ist die politische Seite der Ausstellung: Globale Gefahren wie der menschengemachte Klimawandel, der Rückgang der Artenvielfalt oder die bedrohliche Welternährungslage zwingen uns, über einen bewussteren und schonenderen Umgang mit den Pflanzen und der Natur insgesamt nachzudenken. Die Besucherinnen und Besucher erwartet auf diesem musealen Streifzug über den grünen Planeten aber auch viel Überraschendes, Kurioses und Spielerisches. Mit einem gängigen Vorurteil wird am Ende des Rundgangs jedenfalls gründlich aufgeräumt sein – Pflanzen sind alles, nur nicht langweilig!...
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Martin-Gropius-Bau, Foto: Jansch
Martin-Gropius-Bau, Foto: Jansch

The Black Image Corporation

Martin-Gropius-Bau
Berlin | 25.04.2019-28.07.2019
Mit The Black Image Corporation hat Theaster Gates eine partizipative Ausstellung entworfen, die das weitreichende Erbe der Archive der Johnson Publishing Company erforscht. Die Archive des Verlags versammeln über vier Millionen Bilder und haben zur Gestaltung der ästhetischen und kulturellen Sprache afroamerikanischer Identität beigetragen. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die Werke der Fotografen Moneta Sleet Jr. und Isaac Sutton, die beide für Johnson Publishing tätig waren. Der Verlag brachte in den 1940er und 50er Jahren zwei richtungsweisende Publikationen für ein Schwarzes Publikum auf den Markt: die Monatszeitschrift Ebony und ihr wöchentlich erscheinendes Schwesterblatt Jet, die schnell zu zwei der wichtigsten Plattformen für die Auseinandersetzung mit Schwarzer Kultur wurden. Die Magazine berichteten über historische Meilensteine wie den Marsch auf Washington 1963 und den ersten afroamerikanischen Astronauten, über Politik, Sport und Prominente, aber auch über die komplexen Lebensrealitäten Schwarzer Amerikaner*innen in den USA der Nachkriegszeit. The Black Image Corporation zeigt im ersten Stock des Gropius Bau zehn großformatige Abzüge von Sleet und Sutton sowie über hundert Fotografien in vier eigens angefertigten Kabinetten. Auf vielen Bildern sind Schwarze Frauen, Schauspielerinnen und Models abgebildet; andere zeigen die Rückseite von Fotografien mit Informationen über den Ort, das Datum und den Fotografen. Neben Original-Ausgaben von Ebony und Jet ist in der Ausstellung das von Gates gedrehte Video Michigan Avenue In Full Bloom (2018) zu sehen, das die realen Räume dokumentiert, in denen sich die Redaktionsbüros befanden. Das Publikum ist eingeladen, dieses umfangreiche Bildarchiv zu entdecken und einzelne Bilder aus den Kabinetten auszusuchen, um so anderen Besucher*innen eine ganz persönliche Auswahl von Fotografien zu hinterlassen. Im Gropius Bau werden außerdem Vaginal Davis, Mac Folkes und Wu Tsang eine eigene Form der Auseinandersetzung mit den präsentierten Werken entwickeln....
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Das klinische Bild - Kunst beflügelt Genesung

Medizin- und Pharmaziehistorische Sammlung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Kiel | 26.04.2019-30.06.2019
Können Kunst und Gestaltung dazu beitragen, Klinikgebäuden eine Qualität zu verleihen, die die Genesungsprozesse kranker Menschen unterstützt? Studierende und Absolventinnen der Muthesius Kunsthochschule stellen ihre Positionen zur Diskussion, die im Rahmen eines Wettbewerbs für Kunst in den neuen Klinikgebäuden des UKSH in Kiel und Lübeck entstanden sind. Die künstlerischen Arbeiten werden in ihren Verwendungszusammenhängen präsentiert und erlebbar gemacht....
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© 2018 realities:united, Foto: Moritz Friese
© 2018 realities:united, Foto: Moritz Friese

realities:united

Berlinische Galerie Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur
Berlin | 27.04.2019-19.08.2019
Die Ausstellung Fazit ist der Auftakt für ein gleichnamiges künstlerisches Projekt von realities:united. Anlässlich der beginnenden Abschaltung der großen und zentralen Wärmekraftwerke in Deutschland wird deren künstlerisches Potential für den damit einhergehenden industriellen, kulturellen und sozialen Wandel thematisiert. Der Vorschlag: Noch aktive Kraftwerke sollen in dieser Phase so modifiziert werden, dass sie nicht mehr nur Energie und Schadstoffe produzieren, sondern auch weithin sichtbare Zeichen in die Luft abgeben – als Symbol und Leitbild dieser Transformation. Die gesellschaftliche Debatte rund um die Energiewende und die damit einhergehenden Chancen und Herausforderungen sollen im Rahmen der Ausstellung in der Berlinischen Galerie mit Vertreter*innen der Energiebranche, von Umweltverbänden, Künstler*innen und Besucher*innen weitergeführt werden. Die Ausstellung fungiert als Inkubator für das langfristige künstlerische Projekt und für eine nachhaltige kulturelle Auseinandersetzung mit dem Thema. realities:united wurde 2000 von Jan Edler und Tim Edler als Studio für Kunst und Architektur gegründet. Internationales Renommee erfuhren sie u.a. mit BIX, einer Licht- und Medienfassade für das Kunsthaus in Graz. Die beiden Brüder sind auch die Initiatoren von Flussbad Berlin, einem von Bund und Land getragenen Stadtentwicklungsprojekt zur gemeinschaftlichen Nutzung des Spreekanals im Zentrum Berlins....
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Kunstgewerbemuseum Schloss Pillnitz, Foto: Jürgen Karpinski
Kunstgewerbemuseum Schloss Pillnitz, Foto: Jürgen Karpinski

Add to the Cake - Die Transformation der Rolle weiblicher Schaffender

Kunstgewerbemuseum Schloss Pillnitz
Dresden | 27.04.2019-03.11.2019
Moderne kulturelle Konstrukte wollen uns weismachen, dass nicht jeder einen gerechten Anteil am Kuchen abbekommt und dass nur einige wenige Geschichte schreiben können. Im Falle von weiblichen Kreativen in Design, Architektur und Kunst erfolgte deren Auslöschung aus der Geschichte und dem Gedächtnis ihrer Disziplinen auf eine systematische Weise. In den ersten beiden Jahrzehnten des 21. Jahrhundert haben sie jedoch wieder an Präsenz gewonnen. In diesem wichtigen Moment haben weibliche Kreative die Chance, eine bedeutende Transformation in ihren Disziplinen herbeizuführen. Wir können - und müssen - dem existierenden Kuchen etwas hinzufügen: unendlich viele Schichten für einen erweiterten Kanon. Museumsausstellungen und historischen Berichten etwas hinzufügen, und ebenso dem kollektiven Gedächtnis und möglichen Zukünften etwas hinzufügen. Aber vor allem müssen wir erkennen, dass 'Hinzufügen' nicht 'Wegnehmen' bedeutet, sondern dass es den bestehenden Kontext um zahlreiche unterschiedliche Stimmen und Perspektiven bereichert. 'Add to the Cake' ['Dem Kuchen hinzufügen'] ist eine Übung darin, die Art und Weise von Transformation auszuführen, die Design, Architektur und Kunst im Begriff sind zu erfahren. Sie entwickelt sich im Verlauf einer Ausstellung (Preview: 27.04. - 23.06., Ausstellung: 06.07. - 03.11.2019), einem aktiven öffentlichen Programm und einer Serie performativer Momente im Verlauf von sechs Monaten....
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Kunstgewerbemuseum Schloss Pillnitz, Foto: Jürgen Karpinski
Kunstgewerbemuseum Schloss Pillnitz, Foto: Jürgen Karpinski

table talks - Design-Studierende aus Berlin und Kopenhagen bitten zu Tisch

Kunstgewerbemuseum Schloss Pillnitz
Dresden | 27.04.2019-03.11.2019
Design-Studierende der weißensee kunsthochschule berlin und der Royal Danish Academy of Fine Arts (KADK) in Kopenhagen haben sich ein Semester lang mit der Fragestellung auseinandergesetzt, wie Objekte aus Porzellan, Keramik und Glas die Kommunikation am Tisch auslösen, unterstützen und beeinflussen können. Barocke Tafeln zierten „Conversation Pieces“. So ein „Gesprächsobjekt“ ist keineswegs reine Dekoration, sondern laut Definition des Cambridge English Dictionary „an unusual object that causes people to start talking“. Wie müssen Objekte beschaffen sein, die Gesprächsstoff auf den Tisch bringen können? Eine Mahlzeit dient nicht nur der Nahrungsaufnahme, sondern ist verbunden mit einem komplexen Geflecht aus Sinneswahrnehmungen, sozialen Interaktionen und nicht zuletzt Kommunikation. Am Tisch begegnen sich Kulturen mit ihren unterschiedlichen Sitten, Ritualen und Tabus. Wie können Objekte beschaffen sein, die Teil einer solchen Mahlzeit sind und dabei mehr als nur Behälter von Nahrung? Die Ergebnisse des Projekts, von funktionalen Objekten über Materialexperimente mit keramischem 3D-Druck und Glas bis zu Installationen, fügen sich in das große Ganze einer räumlichen Inszenierung in zwei Sälen im Kunstgewerbemuseum Schloss Pillnitz in Dresden. Sie werden so präsentiert, dass sie miteinander und mit dem Raum kommunizieren und, last, but not least, die Besucher zum Dialog einladen....
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Anke Feuchtenberger (*1963), Plakat „Benzin Musical“, 1994, Siebdruck, 59,6 x 84,3 cm, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, © Anke Feuchtenberger
Anke Feuchtenberger (*1963), Plakat „Benzin Musical“, 1994, Siebdruck, 59,6 x 84,3 cm, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, © Anke Feuchtenberger

PGH Glühende Zukunft - Berliner Plakate aus der Zeit der Wende

Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
Hamburg | 28.04.2019-25.08.2019
Die Abkürzung PGH stand in der DDR für „Produktionsgenossenschaft des Handwerks“ und meinte den Zusammenschluss einzelner Handwerksbetriebe zu Genossenschaften. Kurz vor dem Mauerfall am 9. November 1989 gründeten vier junge Ost-Berliner Künstler*innen ihre eigene PGH mit dem zukunftsfrohen Namen. Anke Feuchtenberger, Henning Wagenbreth, Holger Fickelscherer und Detlef Beck veröffentlichten von nun an zahlreiche Plakate und Grafiken, Illustrationen und Flugblätter mit dem dreieckigen Logo der PGH. Ihr Stil unterschied sich mit frecher, oft schmunzelnd-böser Zeichnung sehr wohl von dem der Kolleg*innen im Westen, bei denen Fotografie und gerade Zeilen vorherrschten. Die Ostberliner Zeichner*innen haben es seither weit gebracht, lehren an Universitäten in Berlin und Hamburg und werden international gehandelt. Zu ihnen tritt in der Ausstellung Volker Pfüller, eine Generation älter und großes Vorbild für die jungen Künstler*innen....
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Marianne Brandt Selbstportrait mit Schmuck zum Metallischen Fest, Februar 1929, Reprint 1993 © VG Bild-Kunst, Bonn 2019
Marianne Brandt Selbstportrait mit Schmuck zum Metallischen Fest, Februar 1929, Reprint 1993 © VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Bühnenwelten - Bauhaus am Folkwang

Museum Folkwang
Essen | 28.04.2019-08.09.2019
Anlässlich von „100 Jahre Bauhaus“ gibt das Museum Folkwang Einblick in seine eigenen Bestände: Im wechselnden Zusammenspiel von Malerei, Grafik, Plakat, Fotografie und Bewegtbild folgen drei Kabinettausstellungen den vielfältigen Verbindungslinien zwischen dem Museum Folkwang und dem Bauhaus. Im Verlauf des Bauhaus-Jahres widmet sich das Museum Folkwang mit Lyonel Feininger (18.1. – 14.4.2019) den expressionistischen Anfängen der Schule, stellt die Bühnenwelten (28.4. – 8.9.2019) am Bauhaus vor und zeichnet am Beispiel von László Moholy-Nagy (20.9. – Dez. 2019) die Hinwendung zu Fotografie und Film nach. So wie die Folkwang-Idee von Beginn an Tanz, Schauspiel und Gesang mit einschließt, ist die Bühne vom ersten Tag an Teil des Bauhauses. Inszenierung und Spiel finden überall statt: in den Werkstätten, vor den Schulgebäuden, im Auftritt und in der Begegnung von Studierenden und Lehrenden. Kostümentwürfe, Spielgänge und Fotografien geben in der zweiten Sammlungspräsentation Einblick in die Bühnenwelten am Bauhaus....
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Schwerindustrie reloaded. Ein Schulprojekt

Hoesch-Museum
Dortmund | 30.04.2019-26.05.2019
Der Kunstkurs Klasse 9 der Gertrud-Bäumer-Realschule hat sich mit der Vergangenheit ihres Lebensumfeldes „Nordstadt“ auseinander gesetzt. Im Rahmen der Kooperation mit dem Hoesch-Museum beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit ausgewählten Graphiken aus dem Museumsdepot. Davon ausgehend skizzierten sie Industrieanlagen, die sie anschließend künstlerisch verfremdeten. Die Ergebnisse werden zusammen mit den Originalen im Hoesch-Museum gezeigt....
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Monika Baer, Set 4 , 1995, Öl auf Leinwand, 160 x 250 cm, Courtesy die Künstlerin und Galerie Barbara Weiss, Berlin
Monika Baer, Set 4 , 1995, Öl auf Leinwand, 160 x 250 cm, Courtesy die Künstlerin und Galerie Barbara Weiss, Berlin

Monika Baer: Preis der Stiftung Dieter Krieg 2019

Kunstmuseum Bonn
Bonn | 30.04.2019-16.06.2019
Das Kunstmuseum Bonn ist ein Haus, in dem die Auseinandersetzung mit der Malerei schon immer eine große Rolle gespielt hat. In dieser Fokussierung liegt auch der Grund, warum der Dieter Krieg Preis 2019 im Kunstmuseum Bonn vergeben wird. Der Preis ist mit 15.000 Euro dotiert, die für den Ankauf eines Gemäldes vorgesehen sind. Das Museum hat sich für den Erwerb eines Bildes der Berliner Malerin Monika Baer entschieden, das nun im Rahmen einer kleinen Werkschau präsentiert wird. Monika Baer, die 1964 in Freiburg geboren wurde und an der Düsseldorfer Kunstakademie bei Alfonso Hüppi studierte, ist in Bonn keine Unbekannte. 1998 erhielt sie das vom Bonner Kunstverein ausgerichtete Peter Mertes Stipendium, damals noch für Arbeiten, die sich formal stark von den neuesten Werken unterscheiden. So zeigen ihre Gemälde der 1990er Jahre - mit denen die kleine Werkschau beginnt - eine stark narrativ geprägte Bildlichkeit. Set 4 aus dem Jahre 1995 etwa entführt den Betrachter in eine märchenhafte Kulissenwelt, die das Setting für rätselhafte Ereignisse bilden könnte. Solch eine erzählerische Qualität schließt im Gegenzug freilich nicht aus, dass Baer großen Wert auf die formalen Qualitäten ihrer Werke legt. In neueren Gemälden scheinen sie sogar die Oberhand zu gewinnen und schnell könnte man die gelbtonigen Bilder der Ausstellung dem Thema der Monochromie zuordnen - wären da nicht die Halterungen, die das Bild an der Wand fixieren und damit eine andere Form von Gegenständlichkeit betonen. Durch diese Objekthaftigkeit erdet Baer ihre Kunst und signalisiert zugleich, dass selbst die hoch pathetische Abstraktion zu einer handelbaren und mobilen Ware werden kann. So besitzt Baers Kunst auch gesellschaftliche Implikationen. In diesem Sinne verweigert sie sich einfachen Kategorisierungen, auch dann, wenn eine raffinierte Farbmalerei in - auf der Leinwand applizierten - Hartschaumtränen mündet. Sie verleihen dem scheinbar so neutralen Bild Emotion und Körperlichkeit, Eigenschaften, die eine selbstreflexive Malerei lange aus dem Auge verloren hatte....
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André Kirchner, Süd, Dreilinden, ehem. Grenzkontrollpunkt Drewitz, 13,5 ha Betonfläche über früherer Müllkippe. Aus der Serie: Stadtrand Berlin 1993/94, © André Kirchner, Repro: Anja Elisabeth Witte
André Kirchner, Süd, Dreilinden, ehem. Grenzkontrollpunkt Drewitz, 13,5 ha Betonfläche über früherer Müllkippe. Aus der Serie: Stadtrand Berlin 1993/94, © André Kirchner, Repro: Anja Elisabeth Witte

André Kirchner: Stadtrand Berlin

Berlinische Galerie Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur
Berlin | 01.05.2019-29.07.2019
Anlässlich des 30. Jahrestages des Mauerfalls zeigt die Berlinische Galerie erstmalig ein besonderes Konvolut ihrer Sammlung. Für die Serie „Stadtrand Berlin“ (1993/1994) fotografierte der bekannte Fotograf André Kirchner (*1958) entlang der historischen Stadtgrenze des nun wieder vereinten Berlins. Geografischer Ausgangspunkt der Serie war der ehemalige Grenzkontrollpunkt Drewitz. Als Perspektive wählte Kirchner den Blick vom Umland in Richtung Stadt. Gegen den Uhrzeigersinn fortschreitend bewegte er sich von März 1993 innerhalb eines Jahres bis zur Glienicker Brücke vor Potsdam. In 60 Einzelaufnahmen entstand so ein Bild von der Peripherie Groß-Berlins, wie sie 1920 mit der Eingemeindung festgelegt worden war und mit ihrer Länge von 234 km nahezu der heutigen Ausdehnung entspricht. In Kirchners Panoramabildern werden auf subtile Weise die Spuren von 100 Jahren Stadtgeschichte sichtbar. Die dokumentarisch angelegte Serie zeigt neben Relikten der Berliner Mauer auch Gehöfte, die auf bäuerliches Leben verweisen, lange Chausseen, Ruinen von Fabriken, die durch die fortschreitende Industrialisierung im 20. Jahrhundert entstanden, und auch moderne Satellitenstädte....
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Foto: Filmmuseum Potsdam
Foto: Filmmuseum Potsdam

Theodor Fontanes Männlichkeiten (Foyerausstellung)

Filmmuseum Potsdam
Potsdam | 02.05.2019-27.10.2019
Die von Mai bis Oktober präsentierte Foyerausstellung Theodor Fontanes Männlichkeiten beschäftigt sich mit maskulinen Rollenbildern zwischen Kino und Fernsehen in Ost und West. Dabei fokussiert sie mit der Betrachtung des reichen Kosmos Fontane'scher Männerfguren auch auf die kulturpolitischen Hintergründe flmischer Literaturvermittlung in beiden deutschen Staaten. Im Zentrum stehen die unterschiedlichen Interpretationen, Inszenierungsweisen und Besetzungspolitiken zu jeweils ein- und derselben literarischen Vorlage auch im historischen Wandel. Die Ausstellung zeigt Exponate aus den eigenen Sammlungen sowie Leihgaben aus der Deutschen Kinemathek und dem Deutschen Rundfunkarchiv Potsdam. Sie wird begleitet durch ein umfangreiches Filmprogramm im Kino des Filmmuseums....
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Shaped Figure

Krefelder Kunstverein
Krefeld | 03.05.2019-16.06.2019
Die Ausstellung Shaped Figure präsentiert Maler, die nicht das klassische Quadrat verwenden. Die Formate sind skulptural, figurativ geformt und naturalistisch bemalt. Die Werke befinden sich an der Schnittstelle zwischen Malerei und Plastik. Stefan Bircheneder, Robert Brambora, Thorben Eggers, Carolin Eidner, Vivian Greven, Astrid Styma, Roy Mordechay...
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Foto: Hans Bach, © Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg
Foto: Hans Bach, © Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg

Einfach plakativ! 70 Jahre Werbung für die preußischen Schlösser und Gärten

Römische Bäder
Potsdam | 03.05.2019-31.10.2019
Plakate der SPSG und ihrer Vorgängereinrichtungen gehören seit Jahrzehnten zum visuellen Erscheinungsbild des öffentlichen Raums unserer Region. Die Ausstellung „Einfach plakativ – 70 Jahre Werbung für die Preußischen Schlösser und Gärten“ widmet sich der Plakatkunst und bietet einen kulturhistorischen Einblick in die annähernd 70-jährige Geschichte der Gestaltungsmöglichkeiten und Designideen zur Bewerbung des von der SPSG bewahrten UNESCO - Welterbes. Im Mittelpunkt stehen dabei Plakate und Plakatentwürfe für Ausstellungen und Veranstaltungen. Ein exemplarischer Überblick über das Sammlungsspektrum und Höhepunkte der Sonderausstellungen werden neben Beispielen von Entscheidungs- und Entwurfsprozessen sowie den sich verändernden Techniken des Plakatdruckes präsentiert. Für ausgewählte Exponate werden Geschichten und Hintergrundinformationen präsentiert. Langjährig für die Einrichtung tätige Gestalter wie Herbert Sander, Waldemar Strempler und Julius Burchard werden mit ihrer Plakatkunst in den Blickpunkt gerückt. Neben der Ästhetik und Aussagekraft jedes einzelnen Exponats soll die Bandbreite der Arbeits- und Gestaltungsweise der Berliner und Potsdamer Schlösserverwaltungen, die Vielfalt ihrer Ausstellungsthemen, der kulturelle Austausch sowie die Arbeit an einem einheitlichen Gestaltungsbild der SPSG und ihrer Vorgängereinrichtungen präsentiert werden. Darüber hinaus geben die Exponate nicht nur einen Einblick in das Design ihrer Zeit, sondern auch in die Geschichte der Plakatgestaltung. Das Spektrum reicht von einer sachlich-informativen bis hin zu illustrativen, konstruktiven oder sogar experimentellen Gestaltungen. Mit der Präsentation soll die besondere kulturelle und künstlerische Bedeutung dieses Kulturerbes den Besucherinnen und Besuchern nahegebracht werden....
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Erik Kessels in der Grafischen Sammlung des MAKK © Silviu Guiman
Erik Kessels in der Grafischen Sammlung des MAKK © Silviu Guiman

Erik Kessels. Archive Land (im Rahmen von Artist meets Archive)

Museum für Angewandte Kunst Köln
Köln | 04.05.2019-02.06.2019
Mit der Ausstellung Archive Land öffnet der niederländische Künstler Erik Kessels die bis dato unveröffentlichte Vorlagensammlung des MAKK. Als eine Art enzyklopädisches Bildarchiv diente sie als Leitfaden der künstlerischen Gestaltungen für die Bildenden und Angewandten Künste. Als überdimensionale Spielkarten wird Kessels die (foto)-grafischen Platten als Ruinen zu einer begehbaren Rauminstallation verbauen und eine temporäre "Ausgrabungsstätte" schaffen. Eine Klanginstallation des britischen Künstlers Robin Rimbaud alias SCANNER übersetzt das Archiv in Klang. Die Vorlagensammlung wurde mit der Gründung des Kölner Kunstgewerbemuseums, der Vorgängerinstitution des MAKK, 1888 aufgebaut. Diese Sammlung umfasst ca. 25.000 Abbildungen vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert, d.h. Fotografien, Drucke oder Ausschnitte aus Publikationen von primär kunsthandwerklichen Objekten aller Gattungen, aber auch von historischen Gebäuden, Stadtansichten, Landschaften, Innenräumen, Expeditionen, botanischen Motiven oder Tierdarstellungen. Aus überdimensionalen Spielkarten wird Erik Kessels nun Collagen der Vorlagen als Ruinen zu einer begehbaren Rauminstallation verbauen. Diese rudimentären Bauten sind ebenso wie ein Archiv oftmals ein Relikt aus früheren Zeiten. Das freie Wandern und Assoziieren in und mit den Motiven aus dem Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert, lädt die Besucher zu einer eigenen neuen Wahrnehmung dieser sonst verborgenen Bilderwelt ein. Erik Kessels erschafft eine temporäre Ausgrabungsstätte originärer Bildmotive und verwandelt diese in einer zeitgenössischen und verspielten Präsentation in ein anregendes Umfeld für unsere Sehgewohnheiten. Biografie: Erik Kessels (*1966 in Roermond, Niederlande) lebt und arbeitet in Amsterdam. Als Creative Director leitet er die Werbeagentur KesselsKramer in Amsterdam, welche er zusammen mit Johan Kramer 1995 als „legendäre und unorthodoxe“ Kommunikationsagentur gründete. Seit 2000 ist er außerdem Herausgeber des Fotografie-Magazins „Useful Photograpy“ und hat über 60 Bücher herausgegeben, wie beispielsweise "Missing Links" (1999), "The Instant Men" (2000), "In almost every picture" (2001-2013) und "Wonder" (2006). Kessels fotografiert nicht selbst sondern setzt sich humorvoll, klug und pointiert als Sammler und Kurator mit vorhandenen Fotografien und Found Footage auseinander. Sein künstlerisches Interesse gilt dabei insbesondere der Unvollkommenheit und dem Missgeschick von gefundenen Amateur-Fotografien aus Familienalben, Archiven und dem Internet. Er spürt unsichtbare und unentdeckte Muster in den zahllosen Fotomappen der meist privaten Bildarchive auf und betreibt damit eine Art visuelle Archäologie. Durch seine Auswahl und Aufbereitung werden die Fotografien aus ihren Kontexten gelöst und in neue Zusammenhänge gestellt. Es ist vielmehr die Suche nach der Geschichte hinter den Fotografien als die Beschäftigung mit dem tatsächlichen Bild, die Kessels interessiert....
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vom blättern und wischen

Künstlerhaus Dortmund
Dortmund | 04.05.2019-02.06.2019
Die Ausstellung »vom blättern und wischen« zeigt analoge und digitale Bücher von Studierenden und Ehemaligen des Fachbereichs Design. Die BesucherInnen werden eingeladen, sich die vielen unterschiedlichen analogen und digitalen Bücher anzusehen. Die Präsentation gibt Raum zum Nachdenken über die Bedeutung von Büchern jedweder Form: Ist die Zukunft des Buches digital? Haben analoge Bücher weiterhin eine Daseinsberechtigung? Gibt es Konkurrenz und wie sieht sie aus? Die Ausstellung zeigt über 40 Exponate, die in definierten Ausstellungsbereichen eine spielerische Auseinandersetzung mit dem Medium herbeiführen. Dabei werden die BesucherInnen permanent mit Entscheidungssituationen konfrontiert. Zahlreiche Sitzmöglichkeiten laden zum Verweilen ein, um dem analogen Medium gerecht werden zu können. Im digitalen Bereich gilt es, die interaktiven und intuitiv bedienbaren Oberflächen der ausgestellten E-Books und Buch-Apps zu erforschen und zu erleben....
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Antje Van Wichelen 2019, NOISY IMAGES_Exoticized others. Provenance original image Rautenstrauch-Joest-Museum
Antje Van Wichelen 2019, NOISY IMAGES_Exoticized others. Provenance original image Rautenstrauch-Joest-Museum

Antje Van Wichelen. Noisy Images

Rautenstrauch-Joest-Museum Kulturen der Welt
Köln | 04.05.2019-16.06.2019
Erstmalig öffnet das Historische Fotoarchiv des Rautenstrauch-Joest-Museums seine Sammlung für ein gemeinsames Projekt: Auf Einladung der Photoszene Köln werden sich insgesamt sechs internationale Künstler Konvoluten in Kölner Museen widmen und durch ihren spezifischen Blick und ihre eigene künstlerische Praxis neue Sichtweisen auf die Sammlung ermöglichen. Am RJM wird die belgische Künstlerin Antje van Wichelen als Artist in Residence von September 2018 bis Mai 2019 mit den fotografischen Exponaten eine Intervention entwickeln, die in eine Ausstellung während des Photoszene- Festivals im Mai 2019 mündet....
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Margot Bergman: Inner and Outer Landscapes

Museum Folkwang
Essen | 04.05.2019-30.06.2019
Margot Bergman (*1934) arbeitet seit über sechzig Jahren überwiegend autodidaktisch in den Medien Malerei, Collage und Skulptur. Seit den frühen 1990er Jahren nutzt sie für ihre gestisch-performative Malerei auf dem Trödel erstandene Gemälde. Mal humorvoll, mal melancholisch entstehen auf den vorhandenen, häufig landschaftlichen Motiven subjektive Porträts. Wie beim Blick auf das eigene Spiegelbild im Fenster lässt Bergman auf ihnen Landschaften und Identitäten verschmelzen. Die erste Einzelausstellung in Deutschland präsentiert 23 Gemälde von Margot Bergman und wird in Kooperation mit Urbane Künste Ruhr und dem Museum Folkwang realisiert....
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Ronit Porat, Untitled, 2019
Ronit Porat, Untitled, 2019

Ronit Porat: Paradiesvogel - Artist meets Archive

Kölnisches Stadtmuseum im Zeughaus
Köln | 04.05.2019-14.07.2019
2018 setzten sich sechs renommierte Fotokünstler*innen im Rahmen des Artist Meets Archive-Residency Programms der Internationalen Photoszene Köln mit den hochkarätigen Fotografiesammlungen verschiedener Kölner Museen und Archive auseinander – und entwickelten auf dieser Basis eigene Projekte. Die überraschenden Ergebnisse sind jetzt, pünktlich zum Start des Photoszene-Festivals 2019, in den jeweiligen Häusern zu sehen. Die israelische Künstlerin Ronit Porat (*1975) tauchte mehrere Wochen in die Graphische Sammlung des Kölnischen Stadtmuseums ein und begab sich hier auf eine imaginäre Reise. In ihrem Fokus: Bildpostkarten aus den Jahren 1918 bis 1938, die zu der fast 20 000 Karten umfassenden Postkartensammlung des Hauses gehören. Mit ihrer Collage-artigen, teilweise dadaistischen Fotomontage-Methode ließ sie neue Erzählungen entstehen und historische Grenzen sichtbar werden. In ihrer künstlerischen Arbeit beschäftigt sich die in Tel Aviv lebende Künstlerin schon seit Längerem mit Archivmaterialien und weiblichen Biografien aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Dabei verknüpft sie kollektive Geschichte mit ihrer persönlichen. Auch die Frage, wie Archive Geschichte entstehen lassen, spielt in ihren Werken eine bedeutende Rolle. Weitere Ausstellungsorte im Rahmen von „Artist Meets Archive“: das Museum für Angewandte Kunst Köln (MAKK), das Museum Ludwig, das Rautenstrauch-Joest-Museum, die Photographische Sammlung / SK Stiftung Kultur und das Rheinische Bildarchiv Köln (als Gast der Galerie Kaune Contemporary)....
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Martin Lamberty, aus der Serie „My friends got famous“
Martin Lamberty, aus der Serie „My friends got famous“

you are here - Versuche einer fotografischen Standortbestimmung

Kölnisches Stadtmuseum im Zeughaus
Köln | 04.05.2019-14.07.2019
Mit YOU ARE HERE zeigt die Internationale Photoszene Köln im Kölnischen Stadtmuseum den ersten Teil einer Ausstellungsreihe, die Köln als bedeutende Fotostadt neu verortet. Im Zentrum dieses Auftakts: der künstlerische Nachwuchs. Denn neben den vielen großen Fotografen wie August Sander, Chargesheimer oder Candida Höfer, die in Köln gewirkt haben (oder noch immer wirken), den bedeutenden Fotosammlungen, den international bekannten Galerien und den wissenschaftlichen Institutionen: Es sind vor allem die vielen hier heute arbeitenden Fotograf*innen, die Köln als Fotostadt lebendig machen. YOU ARE HERE gibt einen eindrucksvollen Einblick in aktuelle Tendenzen der jungen Kölner Dokumentar-, Porträt- und Konzeptfotografie und stellt diese zur Diskussion. Deutlich spiegelt sie zudem die Bedeutung von Fotografie für Gesellschaft, Politik und das Private. Ausgestellt werden Arbeiten von Max Dauven, Vera Drebusch, Juliane Herrmann, Marie Köhler, Ludwig Kuffer, Martin Lamberty, Francesca Magistro, Heide Prange, Morgaine Schäfer, Linn Phyllis Seeger, Lucia Tollens, Snezhana von Büdingen und Felix von der Osten....
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Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur, Foto: Niklas Rausch
Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur, Foto: Niklas Rausch

Die Hummer-Quadrille - Photographien von Roselyne Titaud, Herbert Bayer, Jim Dine, Ruth Hallensleben, Willi Moegle und Anonyme

Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur
Köln | 04.05.2019-21.07.2019
Ab dem 3. Mai wird ein zweiter, neu installierter Teil der Ausstellung von Roselyne Titaud in Raum 3 zu sehen sein. Im Rahmen von „Artist meets Archive“, ein Kooperationsprojekt der Internationalen Photoszene Köln, war die Künstlerin eingeladen, sich mit den Archivbeständen der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur zu beschäftigen. Und es sind insbesondere die „verborgenen Schätze“, die Seitenstränge der Sammlung, die Titaud als Impulsgeber entdeckt und mit eigenen Arbeiten in einen assoziativen Dialog gesetzt hat. Ausgewählt hat sie Photographien von Herbert Bayer, Jim Dine, Ruth Hallensleben, Willi Moegle und Anonyme. Jedes noch so unterschiedliche Werk wird Teil eines visuellen Alphabets, das in der Zusammenstellung der Künstlerin veränderte Blickwinkel und Interpretationen ermöglicht. „Die Hummer-Quadrille“ bezeichnet ein Kapitel aus Lewis Carrolls Roman Alice im Wunderland, in dem sich Meerestiere zum Tanz zusammenfinden und einen bunten Reigen in immer neuen Konstellationen bilden – ein offenes und dynamisches Bezugssystem, das sinnbildlich für das Ausstellungskonzept steht....
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Foto: Agfa Werbeaufnahme, 1950/60er Jahre Archiv Museum Ludwig
Foto: Agfa Werbeaufnahme, 1950/60er Jahre Archiv Museum Ludwig

Fio­na Tan GAAF

Museum Ludwig
Köln | 04.05.2019-11.08.2019
Die Fo­to­grafin, Videokün­st­lerin und Filme­macherin Fio­na Tan (*1966 in In­do­ne­sien, lebt in Am­s­ter­dam) wird mit dem Archiv der Ag­fa-Wer­be­abteilung ar­beit­en, das in Kis­ten ver­packt seit vierzig Jahren im De­pot des Mu­se­um Lud­wig sch­lum­mert. Es um­fasst zeh­n­tausende Fo­to­gra­fien, Dias und Neg­a­tive, die seit den 1920er-Jahren ge­sam­melt wur­den. Die Kün­st­lerin in­teressieren insbe­son­dere die Wer­beauf­nah­men mit dem le­g­endären „Ag­fa­col­or“-Film. Der Ti­tel der Auss­tel­lung GAAF – ein Ana­gramm von Ag­fa – heißt im Nied­er­ländischen „makel­los“ und spielt auf die bunte, gestellte Welt der Auf­nah­men an, de­nen die Eu­phorie der Wirtschaftswun­der­jahre anzuse­hen ist....
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DAM - Deutsches Architekturmuseum, Foto: Uwe Dettmar
DAM - Deutsches Architekturmuseum, Foto: Uwe Dettmar

Joyful Architecture - European Architectural Photography Prize

DAM - Deutsches Architekturmuseum
Frankfurt/Main | 04.05.2019-01.09.2019
Der Europäische Architekturfotografie-Preis architekturbild wird seit 1995 alle zwei Jahre ausgeschrieben. 2003 übernahm der architekturbild e.v. die Betreuung, seit 2008 unterstützt ihn das DAM, 2016 kam die Bundesstiftung Baukultur als dritter Kooperationspartner hinzu. Die Auslobung zielt auf die gebaute Umwelt und die fotografisch-künstlerische Auseinandersetzung mit ihr und steht jeweils unter einem vorgegebenen Motto. 2019 heißt es „Joyful Architecture“. Die gängigen Erwartungen an Architektur lassen sich mit Nutzbarkeit, städtebauliche Einbettung, Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und Ästhetik umreißen. Darüber, dass Architektur auch Spaß machen kann und darf, wird (zu) selten nachgedacht. Mit dem diesjährigen Preis waren die Fotografen aufgefordert, ihre Standpunkte zu freudvoller Architektur zu zeigen – freie Interpretationen möglich. Die Bildserie des diesjährigen Gewinners, dem Fotografen Dirk Härle, steht im Zentrum der Ausstellung. Alle weiteren Preise, Auszeichnungen und Anerkennungen sind ebenfalls zu sehen....
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B.A.R.O.C.K. - Künstlerische Interventionen im Schloss Caputh mit Werken von Margret Eicher, Luzia Simons, Rebecca Stevenson und Myriam Thyes

Schloss Caputh
Caputh | 04.05.2019-31.10.2019
Die von Margret Eicher und Mark Gisbourne konzipierte Ausstellung in Schloss Caputh mit Margret Eicher, Luzia Simons, Rebecca Stevenson und Myriam Thyes basieren auf der Wahrnehmung kultureller Symptome, die unsere gegenwärtige psychopolitische Situation in einer globalisierten Welt charakterisieren und gleichzeitig bereits in der Epoche des Barock besonders wirksam waren. Ähnlich wie im 17. Jahrhundert erleben wir heute vielschichtige gesellschaftliche, religiöse und politische Verwerfungen, die miteinander korrelieren und sich in den letzten Jahren zu einem apokalyptischen Weltgefühl verdichtet haben. In der Epoche des Barock leistete die Kunst eine Visualisierung dieses Welt- und Lebensgefühls in einer bis heute eindringlichen und mitreißenden Weise. Barocke und zeitgenössische Kunst beziehen ihre Wirkungsmacht aus der Überwindung des Normativen in Inhalt und Ästhetik und im Spiel mit den Grenzen des Darstellbaren. Das Erleben von weltweitem, teils virtuellem Krieg, die zerstörerische Hybris der Finanzmärkte, die Furcht vor dem Untergang der Zivilisation – Szenarien, die Action-Film und Computerspiel schon vollzogen haben – evozieren neue Bilder des Memento Mori und damit die Aufforderung zum Innehalten. Indem sie auf die Räume des Schlosses eingehen, verwirklichen Stevenson, Simon, Thyes und Eicher in ihren Werken eine zeitgenössische Wiederkehr von Vorstellungen und Bildern der ‚Vergänglichkeit‘ (vanitas) in gleichzeitiger Schönheit. Die vier Künstlerinnen verwenden und variieren Leitsymbole und Metaphern, in denen Simultanität von Schönheit und Verlust, die vage Stabilität der Dinge, die Absehbarkeit des Untergangs sinnlich formuliert werden. Die gezeigten, ins Schlossinterieur integrierten Werke zeugen vom Glanz und Elend unserer, der posthumanen Epoche....
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Foto: Ferdinand Ullrich
Foto: Ferdinand Ullrich

Penny Hes Yassour - Temp EST

Kunsthalle Recklinghausen
Recklinghausen | 05.05.2019-14.07.2019
Für die Kunsthalle Recklinghausen entwirft die israelische Künstlerin Penny Hes Yassour dem Theater verwandte narrative Räume, die unsere Wahrnehmung von Raum und Zeit in Frage stellen. Sie erzählt Geschichten und hält Geschichte wach. Eine der drei für Recklinghausen geplanten Installationen führt die Betrachter*innen durch das Niemandsland des Jordantals, heute die Grenze zwischen Israel und Jordanien, eine scheinbar harmlose Naturidylle, die allerdings eine dichte Folge von alten Wachtürmen rhythmisiert und der Landschaft ihre vermeintliche Unschuld raubt – eine Grenzziehung aber auch zwischen Erinnerung und Vergessen. Das Pendant dieser harten Grenzsetzung bildet die zweite Arbeit, die sich mit dem Flug von Fledermäusen in geschlossenen Räumen auseinandersetzt und die Betrachter*innen diese klaustrophobische Situation unmittelbar erleben lässt. Die dritte Installation begleitet filmisch die Errichtung eines riesigen Wasserbeckens auf der Grenze zwischen Israel und Palästina. Sie verfolgt mit poetischem Fingerspitzengefühl die brachialen Eingriffe in die Landschaft und zeigt am Ende ein neues Landschaftsbild, das gleichermaßen fasziniert und erschrecken lässt. Penny Hes Yassour lebt und arbeitet im Kibbutz Ein Harod (Ihud) in Galiläa. Seit 2000 lehrt sie an der Bezalel Academy of Arts and Design in Jerusalem. 1999 gewann sie den Arnold Bode Preis der documenta X in Kassel, 2000 den Preis der Gottlieb Foundation New York und 2009 den zu ersten Mal vergebenen Prize for Excellency in the Arts in Israel. Sie hatte Lehraufträge an der HafenCity Universität Hamburg – Universität für Baukunst und Metropolenentwicklung und am Bard College Berlin. Für eine Neuinszenierung von Shakespeares „Der Sturm“ am Theater Freiburg entwarf sie das Bühnenbild....
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Die Stunde der Matrosen - Kiel und die deutsche Revolution 1918

Schifffahrtsmuseum Fischhalle
Kiel | 06.05.2019-06.10.2019
Das Kieler Stadt- und Schifffahrtsmuseum widmet dem Matrosenaufstand von 1918 eine große Sonderausstellung in der Fischhalle. Anhand zeitgenössischer Medien wie Plakaten, Postkarten, Flugblättern, Zeichnungen und Fotos beleuchtet die Sonderausstellung nicht nur die Ereignisse der Revolution selber. Auch die komplexe Vorgeschichte während des Ersten Weltkriegs, die direkten Folgen und die Rezeptionsgeschichte bis heute spielen wesentliche Rollen - von der Dolchstoßlegende bis zu den unterschiedlichen Interpretationen der Novemberereignisse in der DDR und der Bundesrepublik. Der wechselseitige Blick auf die nationalgeschichtlichen und die lokalen Ereignisse zeigt exemplarisch für eine deutsche Großstadt den tiefgreifenden Wandel durch Kriegsfolgen und politischen Umbruch....
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Bogomir Ecker, Trillerpfeifen und Ghettoblaster, 1994/2004, Museum der bildenden Künste Leipzig, ˆ VG Bild-Kunst Bonn, 2017; Foto: Punctum/A. Schmidt
Bogomir Ecker, Trillerpfeifen und Ghettoblaster, 1994/2004, Museum der bildenden Künste Leipzig, ˆ VG Bild-Kunst Bonn, 2017; Foto: Punctum/A. Schmidt

Christoph Ruckhäberle: Crippled Symmetry

Museum der bildenden Künste Leipzig
Leipzig | 08.05.2019-04.08.2019
Auf Einladung des MdbK wird Christoph Ruckhäberle zwei Räume mit Malerei, Installation und Skulptur gestalten. Das Prinzip der Collage und Assemblage spielt dabei eine zentrale Rolle....
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Virginia Lee Montgomery Video still aus PONY HOTEL, 2018 Courtesy the artist, Virginia Lee Montgomery
Virginia Lee Montgomery Video still aus PONY HOTEL, 2018 Courtesy the artist, Virginia Lee Montgomery

6 ½ Wochen: Virginia Lee Montgomery - THE PONY HOTEL

Museum Folkwang
Essen | 09.05.2019-23.06.2019
In der Reihe 6 ½ Wochen zeigt das Museum Folkwang die erste institutionelle Einzelausstellung von Virginia Lee Montgomery (*1986) in Europa. Ihre Videoarbeit PONY HOTEL (2018) führt symbolisch aufgeladene Elemente zusammen, deren Kombinationen und Interaktionen eine Vielzahl von Assoziationen eröffnen: eine Hand mit manikürten Fingernägeln durchstößt ein Plunderstückchen, weißer Sirup tropft auf eine Armbanduhr, Zöpfe in verschiedenen Variationen – mal blond oder aus bunten Strähnen geflochten, mal körperlos schwebend – entwickeln ein Eigenleben. Der Pferdeschwanz ist Protagonist in PONY HOTEL und visualisiert gleichzeitig eine autobiografische Auseinandersetzung der Künstlerin. Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit arbeitet Montgomery als Graphic Facilitator und reist für Live-Visualisierungen von Konferenzen durch die USA. Die dabei bezogenen Hotelzimmer dienen oftmals als Setting ihrer Videos. Im Studio kombiniert sie die Sequenzen in schnellem Schnitt mit einer eigenwilligen Tonspur, die aus einer Mischung von Natur- und Hintergrundgeräuschen besteht. Im audiovisuellen Zusammenspiel entsteht eine rätselhafte, surreale Atmosphäre. Im Museum Folkwang kombiniert Virginia Lee Montgomery ihre Arbeit mit einer Skulptur aus der Sammlung: Ein vordergründiges Interesse am Fließenden, am Aus- und Vergießen, verbindet George Minnes L’homme à L’outre (Knabe mit Schlauch, 1897) mit PONY HOTEL, ohne die Vielzahl an Bedeutungsebenen der tropfenden, fließenden, spritzenden Flüssigkeiten zu schmälern. Im Dialog beider Werke entsteht über Zeiten, Stile und Medien hinweg ein Spannungsfeld, das von der Suche nach dem verborgenen Sinn der Dinge geprägt ist....
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Vilhelm Hammershøi (1864–1916) Ein junges nähendes Mädchen, 1887 Öl auf Leinwand, 37 x 35 cm Ordrupgaard, Kopenhagen © Foto: Anders Sune Berg
Vilhelm Hammershøi (1864–1916) Ein junges nähendes Mädchen, 1887 Öl auf Leinwand, 37 x 35 cm Ordrupgaard, Kopenhagen © Foto: Anders Sune Berg

Im Licht des Nordens - Dänische Malerei der Sammlung Ordrupgaard

Hamburger Kunsthalle - Sammlung Galerie der Gegenwart
Hamburg | 10.05.2019-22.09.2019
Das Ordrupgaard Museum ist mit seinen Meisterwerken der dänischen Malerei des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts zu Gast in der Hamburger Kunsthalle. Die ausgestellten Arbeiten bieten einen repräsentativen Überblick über die Entwicklungstendenzen innerhalb der dänischen Malerei während eines ganzen Jahrhunderts und verdeutlichen zugleich deren besondere Errungenschaften. Der Bogen spannt sich von den Wegbereitern des sogenannten »Goldenen Zeitalters« der dänischen Kunst (Christoffer Wilhelm Eckersberg, Christen Købke, Wilhelm Marstrand) über die Vertreter der nationalromantischen Richtung (Johan Thomas Lundbye, Peter Christian Skovgaard, Vilhelm Kyhn), die vornehmlich die Schönheiten des eigenen Landes ausloteten, bis zu den Fünen-Malern (Peter Hansen, Johannes Larsen, Fritz Syberg), die auf der gleichnamigen dänischen Insel die Freilichtmalerei praktizierten. Die besondere Facette des dänischen Impressionismus veranschaulichen schließlich die Gemälde von Theodor Philipsen, der eng mit Paul Gauguin befreundet war. Einen besonderen Höhepunkt der Ausstellung bilden die umfangreichen Werkgruppen von Lauritz Andersen Ring und Vilhelm Hammershøi, den Schlüsselfiguren des Symbolismus in Dänemark. Dabei werden neun der faszinierenden Interieur-Bilder Hammershøis in einem abschließenden Raum zusammengeführt. Der Ausstellung Im Licht des Nordens kommt auch im Hinblick auf das bevorstehende Deutsch-Dänische Kulturelle Freundschaftsjahr, das 2020 begangen wird, große Bedeutung zu. Geplant ist, die Präsenz der Werke aus dem Ordrupgaard Museum zu nutzen, um über ein facettenreiches Begleitprogramm dänische Kunst, Literatur und Musik in epochenübergreifenden Formaten erlebbar zu machen. Für das wenige Kilometer nördlich von Kopenhagen gelegene Ordrupgaard Museum hat der Versicherungsdirektor Wilhelm Hansen gemeinsam mit seiner Frau Henny von den 1890er-Jahren an die einzigartige Sammlung aufgebaut, die 1953 als staatliches Museum für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Bedingt durch Umbau- und Erweiterungsarbeiten des Museums besteht nun die einmalige Chance, Hauptwerke dieser Sammlung in Hamburg zu zeigen....
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Nachbarschaften 2025 - Eine Manufaktur der Visionen für Dresden und Europa

Kunsthaus Dresden - Städtische Galerie für Gegenwartskunst
Dresden | 11.05.2019-25.08.2019
Nachbarschaften 2025, eine Ausstellung und ein Prozess begleitet und gestaltet durch das europäische Gestalter*innenkollektiv constructLab zeigt sieben Visionen entwickelt mit 120 Expert*innen aus Kunst, Design, Musik und Alltagskultur im Rahmen der Kulturhauptstadtbewerbung Dresden 2025. Die Zukunft hat schon begonnen: Wir leben inmitten einer Veränderung europäischer Gesellschaft und Kultur, die immens spürbar ist und dringende soziale und ökologische Fragen ebenso betrifft wie den Wandel von Öffentlichkeit und Kommunikation in den Stadtgesellschaften und die kulturelle Mobilität zwischen Menschen und Institutionen. Welche neue Rolle kommt der Kultur und den Menschen in der Stadt in diesem Szenario zu und wie verändert dieser Wandel auch die etablierten Formate der Kulturarbeit? Nachbarschaften 2025 ist eine gemeinsame Manufaktur für Visionen und eine Einladung an die Stadtgesellschaft und Expert*innen der Kultur und der Alltagskultur aus unterschiedlichen Feldern, aus Anlass der bevorstehenden Kulturhauptstadtbewerbung Dresdens gemeinsam aufzubrechen, um neue exemplarische Formate europäischer Kulturarbeit zu entwickeln. Nachbarschaften 2025, eine Ausstellung begleitet und gestaltet durch das europäische Gestalter*innenkollektiv constructLab zeigt erstmals Ergebnisse des Anfang 2018 begonnenen Prozesses und damit erstmals einen Ausschnitt aus der Dresdner Kulturhauptstadtbewerbung 2025. Sieben Visionen entwickelt mit 120 Dresdner Expert*innen aus Kunst, Alltagskultur und Wissenschaft reagieren auf spürbare Veränderungen europäischer Kultur und Gesellschaft und werden in der Ausstellung durch Modelle und künstlerische Arbeiten anschaulich: Ein Kleingarten als neuer Standort für Gartenkunst, eine Zeitung und Perspektiven der Trauerkultur für den Heidefriedhof, ein Hochhauskonzert im Plattenbau, eine mobile Bühne für Theater überall, ein Labor der Leidenschaft im Dynamo-Stadion und eine Gesellschaft für Schönes und Nützliches Wissen für den Austausch zwischen urbanen und ländlichen Räumen. Vorangestellt ist der Ausstellung ein Manifest und eine Selbstverpflichtung zum nachhaltigen Umgang mit Ressourcen. Nachbarschaft steht hier für ein universelles Lebensprinzip und einen gemeinsamen europäischen Erfahrungsraum: Eine Kultur des erfolgreich gelebten Miteinander unterschiedlicher Lebensentwürfe und Hintergründe, gegenseitige Unterstützung und das aktive Angehen konkreter Maßnahmen zur Sicherung der Zukunft – vor Ort und in Europa. In einer Ausstellung, in der zeitgenössische Kunst, Gestaltung und Zukunftsvisionen auf neuartige Weise fusionieren, werden im Kunsthaus Dresden begleitet von constructLab Ergebnisse gemeinsamen Denkens und Entwerfens unter Beteiligung von mehr als 120 Akteur*innen gezeigt. Hiermit beginnt in ersten Schritten auch bereits jetzt der Prozess der Umsetzung der Visionen für 2025 und die Folgejahre....
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Foto: Hannes Woidich, Dortmund
Foto: Hannes Woidich, Dortmund

Ein Gefühl von Sommer...

Museum Ostwall im Dortmunder U
Dortmund | 11.05.2019-25.08.2019
Windmühlen, Wasser und scheinbar endlose Weite – im Mai kommt ein Stück Niederlande nach Dortmund. Die Ausstellung "Niederländische Moderne" weckt mit vielfältigen Motiven Erinnerungen an Urlaube in Holland – oder zumindest Niederlande-Nostalgie.m Museum Ostwall zu sehen sind Strandansichten mit Fischerbooten, ländlich-bäuerliche Szenen, Heidelandschaften mit Schafen, Interieur-Szenen mit Bäuerinnen und Kindern in der Larener Tracht, aber auch Stadtansichten und Porträts. Die Werke stammen aus der Sammlung Singer Laren in den Niederlanden. Zeitgleich geht ein Teil der Dortmunder Sammlung auf Reisen und macht Urlaub in den Niederlanden: Über 70 expressionistische Werke aus dem Sammlungsbestand des MO sind vom 19. April bis 25. August im Museum Singer in Laren in der Ausstellung "Deutscher Expressionismus" zu sehen. Im MO bietet die Wechselausstellung mit etwa 120 einen repräsentativen Überblick über die niederländische Malerei des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts. Sie spannt einen Bogen vom Naturalismus der Haager Schule zum Amsterdamer Impressionismus. Darüber hinaus ist die Malerei aus der Künstlerkolonie Laren und die niederländische Moderne mit Positionen aus dem Neoimpressionismus, Expressionismus und der geometrischen Abstraktion vertreten. Künstlerinnen und Künstler wie George Hendrik Breitner, Isaac Israëls, Jacob Maris oder Anton Mauve, Evert Pieters und Albert Neuhuys, Bart van der Leck, Else Berg, Lou Loeber und Jan Sluijters sind in den Niederlanden feste Größen. Auch die deutschen Museumsbesucherinnen und -besucher haben nun die Chance, sie zu entdecken – und dabei eine Reise in die moderne niederländische Malerei, zu ästhetischen Traditionen und Bildern unserer Nachbarn zu unternehmen. Zugleich lernen sie das leidenschaftliche amerikanische Sammlerpaar, Anna Singer-Brugh und William Henry Singer, kennen. Ihre Sammlungstätigkeit bildete den Grundstock für die Gründung des Museums Singer Laren...
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Foto: John Madere
Foto: John Madere

Sagmeister & Walsh: Beauty

Museum für Angewandte Kunst (MAK)
Frankfurt/Main | 11.05.2019-15.09.2019
Nach dem großen Erfolg seiner Happy Show kehrt Stefan Sagmeister, der in New York lebende Superstar des Grafikdesigns, 2019 zurück ins Museum Angewandte Kunst. Gemeinsam mit seiner Studiopartnerin Jessica Walsh liefert er mit dem neuen Ausstellungsprojekt Beauty ein ganz persönliches, visuell beeindruckendes Plädoyer für die Lust am Schönen. Mit spektakulären interaktiven Installationen nimmt das renommierte Designduo Sagmeister & Walsh die Besucherinnen und Besucher mit auf eine sinnlich-vergnügliche Suche: Was ist Schönheit und warum fühlen wir uns von ihr angezogen?...
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„Checkpoint Charlie“, Blick in Richtung Krausenstraße, 1969 © Stadtmuseum Berlin | Foto: Rolf Goetze
„Checkpoint Charlie“, Blick in Richtung Krausenstraße, 1969 © Stadtmuseum Berlin | Foto: Rolf Goetze

Ost-Berlin - Die halbe Hauptstadt

Museum Ephraim-Palais (Stiftung Stadtmuseum Berlin)
Berlin | 11.05.2019-09.11.2019
In einer gemeinsamen Ausstellung widmen sich das Stadtmuseum Berlin und das Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam der Geschichte der „Hauptstadt der DDR“ – von den späten 1960er Jahren bis zur Wiedervereinigung Berlins 1990. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen das urbane Leben und der städtische Alltag in Ost-Berlin. Sie zeigt die Stadt als Lebenswelt im Spannungsfeld zwischen ihrer Funktion als Machtzentrum des SED-Regimes und der sozialen und kulturellen Diversität. Mit einem gesellschaftsgeschichtlichen Portrait von Ost-Berlin werden die mit der Entwicklung der Stadt zur sozialistischen Metropole verbundenen lebensgeschichtlichen Erfahrungsräume der dort lebenden Menschen sichtbar gemacht. Gemeinsam mit den Berliner Bezirksmuseen wird die Ausstellung über das Museum Ephraim-Palais in die Stadt hinausgetragen. Unter dem Motto „Mein Ost-Berlin“ können Interessierte aus Ost und West in der Ausstellung ihre Objekte präsentieren und ihre Erfahrungen mit der Stadt schildern. Berliner Studentinnen und Studenten sowie Schulklassen begleiten die historische Stadterkundung mit eigenen Projekten....
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Evelina Rajca  Jutta-Cuny-Franz-Preisträgerin, smart.ing bodies, 2018, 20 × 20 × 20 cm (Glas), Foto: G.J. van Rooij
Evelina Rajca Jutta-Cuny-Franz-Preisträgerin, smart.ing bodies, 2018, 20 × 20 × 20 cm (Glas), Foto: G.J. van Rooij

Jutta-Cuny-Franz-Erinnerungspreis 2019

Museum Kunstpalast
Düsseldorf | 12.05.2019-01.09.2019
Zur bleibenden Erinnerung an die Bildhauerin Jutta Cuny (1940–1983) hat die Mutter der Künstlerin, Dr. Ruth-Maria Franz (1910–2008) den Jutta-Cuny-Franz-Erinnerungspreis gestiftet. Alle zwei Jahre vergibt die Jutta Cuny-Franz Foundation in Erinnerung an die Bildhauerin Jutta Cuny (1940–1983) einen mit 10.000 Euro hochdotierten Kunstpreis und zwei Förderpreise an junge Künstlerinnen und Künstler, bei deren Arbeiten das Material Glas eine maßgebliche Rolle spielt. Die Namen der Preisträger werden Ende 2018 auf www.kunstpalast.de/cuny mitgeteilt. Die Jutta Cuny-Franz Foundation hatte ihren Sitz in Wien, bevor sie auf Wunsch der Gründerin 1994 auf das Glasmuseum Hentrich übertragen wurde. Die Preisvergabe erfolgt durch eine Jury, der unter anderem Christoph Brockhaus, ehemaliger Direktor des Lehmbruck-Museums in Duisburg, und der Künstler Mischa Kuball angehören....
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Keller erzählen Bonner Stadtgeschichte

Stadtmuseum Bonn
Bonn | 15.05.2019-07.07.2019
Der Keller ist für viele von uns sicher der unbeliebteste Raum eines Hauses. Er ist dunkel, feucht, unheimlich. Wenn wir als Kinder in den Keller geschickt wurden, um etwas zu holen, haben wir uns vor den Gerüchen und Geräuschen, vor Spinnen oder anderem Getier gegruselt. Und doch haben Keller auch Aufregendes zu bieten, denn sie sind Tore in die Vergangenheit. Oft ist ein Keller nämlich viel älter als das Haus darüber. Während sich die Stadt an der Oberfläche laufend verändert, Bauwerke abgerissen werden oder durch Brand, Krieg und Katastrophen verschwinden, bleiben die unterirdisch liegenden Keller über Jahrhunderte erhalten. In einigen Städten hat man die Bedeutung der Keller im Sinne einer „baulich konservierten“ Stadtgeschichte erkannt und Kellerkataster eingerichtet. Für ein solches Kataster werden alle historisch relevanten Keller systematisch erfaßt und in einen Kellerstadtplan eingefügt. In Bonn gibt es ein solches Kellerkataster (noch) nicht. Der Filmemacher Georg Divossen hat zusammen mit Hans Werner Greuel mehrere Jahre lang zahlreiche Bonner Keller aufgesucht und aus seinen Erlebnissen einen Film gemacht. Dieser Film und die Recherchen dazu bilden die Grundlage für die neue Ausstellung im Bonner Stadtmuseum....
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NS-Dokumentationszentrum Köln, Foto: Jürgen-Seidel
NS-Dokumentationszentrum Köln, Foto: Jürgen-Seidel

Neues Bauen im Rheinland und in Palästina – Erez Israel: Josef Rings und Erich Mendelsohn

NS-Dokumentationszentrum Köln
Köln | 17.05.2019-14.07.2019
Seit die UNESCO im Jahre 2003 die Weiße Stadt von Tel Aviv als Weltkulturerbe anerkannt hat, steigen das Interesse und das Bewusstsein für das moderne Bauen der 1930er und 1940er Jahre in Israel ständig an. Der Ausdruck „Bauhaus-Architektur“ wird in Israel oft synonym für den Internationalen Stil oder Modernismus verwendet. Tatsächlich haben von den vielen Architekten, welche in dieser Zeit im Land tätig waren sechs ihre Ausbildung am Bauhaus gemacht....
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Kreisen im All Tag - Isabelle Krieg

Städtische Galerie Dresden - Kunstsammlung
Dresden | 17.05.2019-04.08.2019
Der Mensch, in der Alltagsroutine um sich selbst und seine täglichen Aufgaben kreisend, vergisst schnell, dass er sich als Erdenbewohner in einem unergründlich großen Universum bewegt. Die Künstlerin Isabelle Krieg holt die großen Fragen unserer Existenz und Endlichkeit so punktgenau wie lapidar in unsere kleine Alltagswelt. Unerwartet offenbart sich das große Ganze inmitten banaler Belange. In benutzten Kaffeetassen treten Gesichter in Erscheinung, Fladenbrote bringen Monde hervor, eine »Urschnur« fragt nach dem Weltenanfang. Isabelle Kriegs Objekte und Arbeiten auf Papier laden zum genauen Hinsehen und zur Selbstbefragung ein. Die Schweizer Künstlerin Isabelle Krieg, geb. 1971, besuchte in den 1990er Jahren die Scuola Dimitri in Verscio/Tessin und die Hochschule für Design & Kunst in Luzern. Nach Aufenthalten in Berlin, Rom und Zürich lebt und arbeitet sie seit 2013 in Dresden und Zürich. Die Ausstellung ist Satellit einer großen Einzelschau der Künstlerin im Kunstmuseum Solothurn. Es entsteht ein gemeinsamer Katalog....
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Fiber Art: Asia - Europe IV

Deutsches Textilmuseum
Krefeld | 17.05.2019-18.08.2019
Marika Szàraz führt das Konzept von Erny Piret fort und hat auch in diesem Jahr wieder 36 Mitglieder der Fiber Art-Gruppe dazu angeregt, ihre aktuellen Kunstwerke zu einer gemeinsamen Ausstellung nach Deutschland zu schicken. Da den Künstler*innen kein Thema vorgegeben ist und sie frei arbeiten, ist das Spektrum der Arbeiten vielfältig. Verbindende Elemente bleiben aber die Verwendung von textilen Materialien und Techniken sowie eine experimentelle Herangehensweise....
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Schülerinnenklasse von Prof. Margarete Junge an der Kunstgewerbeschule Dresden, 1911 © Archiv der Hochschule für Bildende Künste Dresden, Bestand Bildarchiv, Sign. 08.01/00015
Schülerinnenklasse von Prof. Margarete Junge an der Kunstgewerbeschule Dresden, 1911 © Archiv der Hochschule für Bildende Künste Dresden, Bestand Bildarchiv, Sign. 08.01/00015

Gegen die Unsichtbarkeit - Designerinnen der Deutschen Werkstätten Hellerau 1898 bis 1938

Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
Hamburg | 17.05.2019-18.08.2019
Mit der Gründung der Deutschen Werkstätten Hellerau im Jahr 1898 wurde Dresden neben München zu einem Zentrum der internationalen Reformbewegung, vor allem in Hinblick auf innovative Gestaltung. So weit bekannt, aber nahezu unbekannt war die Öffnung der Deutschen Werkstätten für Frauen als künstlerische Mitarbeiterinnen zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Es ist vor allem Karl Schmidts (1873–1948) Engagement zur Zeit der Reformbewegung zu verdanken, dass unmittelbar nach der Gründung seines Unternehmens eine ganze Reihe von Frauen als Gestalterinnen beauftragt und ihre Produkte unter ihren Namen vertrieben wurden. "Gegen die Unsichtbarkeit. Designerinnen der Deutschen Werkstätten Hellerau 1898 bis 1938" stellt erstmalig 18 Designerinnen und eine Produktfotografin vor, die im frühen 20. Jahrhundert im Kontext der Deutschen Werkstätten arbeiteten. Die Ausstellung, die ab dem 17. Mai 2019 im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG) zu sehen ist, wirft ein Schlaglicht auf Gestalterinnen, die trotz reger Entwurfs- und Lehrtätigkeit, zahlreichen Ausstellungen und erfolgreichen Wettbewerbsteilnahmen im Laufe der Zeit in Vergessenheit gerieten: Frauen, die als Möbeldesignerinnen auftraten, obwohl sie – generell zu dieser Zeit ohne Studienberechtigung – oft nur als Zeichenlehrerinnen ausgebildet waren. Frauen, die tradierte gesellschaftliche Muster durchbrachen und mit der Ausübung eines zuvor Männern vorbehaltenen Tätigkeitsbereiches mehr Autonomie und Selbstbestimmung im beruflichen und gesellschaftlichen Alltag erlangten. Frauen, die nicht nur maßgeblich zum Erfolg der noch jungen Werkstätten beitrugen, sondern auch die Reformbewegung in Deutschland entscheidend vorantrieben. Gegen die Unsichtbarkeit. Designerinnen der Deutschen Werkstätten Hellerau 1898 bis 1938 ist eine Ausstellung des Kunstgewerbemuseums, Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, kuratiert von Klára Němečková. Ihre Werke fanden sich früh vor allem in jenen öffentlichen Museums- oder Mustersammlungen, die sich explizit aktuellen Tendenzen in Design und Kunsthandwerk zuwandten. Auch das MKG sammelte von Beginn an Zeitgenössisches wie angewandte Grafik und Plakatkunst und erwarb Werbegrafiken von Gertrud Kleinhempel (1875–1948), Änne Koken (1885–1919), Clara Möller-Coburg (1869–1918) und anderen Gestalterinnen. Das MKG wird die Ausstellung daher um einige Positionen erweitern, die eng an das Haus geknüpft sind....
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Alte Nationalgalerie (Detail). Museumsinsel Berlin, Bodestraße. © Staatliche Museen zu Berlin / Maximilian Meisse
Alte Nationalgalerie (Detail). Museumsinsel Berlin, Bodestraße. © Staatliche Museen zu Berlin / Maximilian Meisse

Gustave Caillebotte - Maler und Mäzen des Impressionismus

Alte Nationalgalerie
Berlin | 17.05.2019-15.09.2019
Gustave Caillebotte (1848–1894) war einer der zentralen Akteure des französischen Impressionismus und gehört dennoch zu jenen Künstlern, die heute noch zu entdecken sind. Sein Ruhm gründete sich zunächst auf seine Rolle als Mäzen, während er als Maler erst spät volle Anerkennung fand. Mit Caillebottes 1877 vollendetem Gemälde „Straße in Paris, Regenwetter“ („Rue de Paris, temps de pluie“) zieht nun eine Ikone des Impressionismus in die Alte Nationalgalerie ein. Es gilt als Hauptwerk des Künstlers und ist eines der Aushängeschilder des Art Institute of Chicago. Selten reiste das monumentale Gemälde bislang nach Europa, in Berlin ist es zum ersten Mal überhaupt zu sehen. Dass „Straße in Paris, Regenwetter“ nun hier gezeigt wird, kann als Sensation bezeichnet werden und basiert auf einer einmaligen internationalen Kooperation: Während das Art Institute of Chicago Edouard Manets „Im Wintergarten“ für eine große monographische Ausstellung ausgeliehen bekommt, erhält die Alte Nationalgalerie im Gegenzug das Meisterwerk eines Künstlers, der selbst nicht in ihrer Sammlung vertreten ist. Damit kommt das deutsche wie das US-amerikanische Publikum jeweils in den Genuss einer Ausstellung mit Seltenheitswert. Caillebottes zukunftsweisendes Werk mit seinen nahezu lebensgroßen Figuren und der unkonventionellen Perspektive wurde 1877 auf der dritten Impressionisten-Ausstellung präsentiert und hat bis heute nichts von seiner suggestiven Anziehungskraft eingebüßt. „Rue de Paris, temps de pluie“ steht für das Neue Sehen der Impressionisten wie auch für Caillebottes Aneignung moderner urbaner Motive. Gezielt ausgewählte Studien und Vorarbeiten zu seinem Hauptwerk lassen den Werkprozess dieses untypischen Impressionisten in der Ausstellung nachvollziehbar werden. In der Betrachtung der Malerei Caillebottes eröffnen sich neue Zugänge zum französischen Impressionismus. Nicht die rein malerische Erscheinung steht bei ihm im Vordergrund, seine Bilder bestechen durch ihre kühnen Perspektiven und konstruierten Bildräume. Insbesondere der wie zufällig wirkende Bildausschnitt und die frappierende Unmittelbarkeit der Darstellung unterstreichen hier die Modernität. Die fokussierte Ausstellung in der Alten Nationalgalerie beleuchtet zugleich das Mäzenatentum Caillebottes. Der 1877 erst 29-Jährige war nicht nur das jüngste Mitglied der Impressionisten, sondern auch das aktivste dieser Gruppe. Als Mann von beträchtlichem Reichtum spielte er eine führende Rolle bei der Finanzierung und Organisation der ersten Gruppenausstellungen. Nicht selten verlieh er zu diesem Anlass Werke von Malerkollegen wie Renoir, Manet, Degas, Cezanne und Monet aus seiner eigenen Sammlung. Das intensive Netzwerk der Impressionisten, in dessen Mitte sich Caillebotte als Freund und Förderer befand, wird in der Ausstellung der Alten Nationalgalerie sichtbar.  ...
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Johann Heinrich  Schilbach Blick auf das Forum Romanum von Südosten 1825 Öl auf Leinwand © Thorvaldsens Museum, Copenhagen
Johann Heinrich Schilbach Blick auf das Forum Romanum von Südosten 1825 Öl auf Leinwand © Thorvaldsens Museum, Copenhagen

Goethe Verwandlung der Welt

Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland
Bonn | 17.05.2019-15.09.2019
Johann Wolfgang Goethe ist der weltweit bekannteste Dichter deutscher Sprache. Bereits zu Lebzeiten erstreckte sich sein Ruhm auf ganz Europa. Seine literarischen Werke wurden in unzählige Sprachen übersetzt und Figuren wie Werther oder Faust eroberten alle Kunstgattungen und sämtliche Sparten der Populärkultur. Wie kein zweiter Dichter seiner Zeit hat Goethe jene Veränderungen reflektiert, die um 1800 die politischen, ökonomischen und kulturellen Fundamente Europas erschütterten. Er war aber nicht nur ein kritischer Beobachter der anbrechenden Moderne, sondern zugleich ein äußerst wandlungsfähiger Künstler, der bis heute Schriftsteller, Maler und Bildhauer sowie Komponisten, Fotografen und Filmregisseure inspiriert hat. " «Die Kunst ist eine Vermittlerin des Unaussprechlichen.»" Johann Wolfgang Goethe Die erste große Goethe-Ausstellung seit 25 Jahren veranschaulicht sein Werk und seine Biografie im Horizont der frühen Moderne sowie die einzigartige Rezeptionsgeschichte seines Wirkens. Neben Malerei, Skulptur, Grafik und Fotografie werden auch Theater, Film und Musik eine wichtige Rolle spielen. Die groß angelegte Schau versammelt ca. 250 Leihgaben aus öffentlichen und privaten Sammlungen weltweit. Mit Werken von Caspar David Friedrich, Auguste Rodin, William Turner und Angelika Kauffmann über Piet Mondrian und Paul Klee bis hin zu Cy Twombly, Andy Warhol, Barbara Klemm und Ólafur Elíasson reicht die Perspektive der Ausstellung vom späten 18./frühen 19. Jahrhundert bis in unsere heutige Zeit. Die wechselvolle Rezeptionsgeschichte seines Werks wie auch seiner Person bildet einen wichtigen Ausgangspunkt für Fragen nach der Aktualität Goethes, der diese Ausstellung nachgeht....
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Kunsthalle, Foto: Achim Kukulies
Kunsthalle, Foto: Achim Kukulies

Me­gan Roo­ney. Fi­re On The Moun­tain

Kunsthalle Düsseldorf
Düsseldorf | 18.05.2019-11.08.2019
Mit „Fi­re On The Moun­tain“ rich­tet die Kunst­hal­le Düs­sel­dorf im Som­mer 2019 die ers­te in­sti­tu­tio­nel­le Ein­zel­aus­stel­lung der auf­stre­ben­den Künst­le­rin Me­gan Roo­ney in Deutsch­land aus. Die 1985 ge­bo­re­ne Ka­na­die­rin ar­bei­tet me­dien­über­grei­fend mit Ma­le­rei, In­stal­la­tio­nen, Per­for­man­ces und Spra­che. In zu­meist orts­spe­zi­fi­schen Ar­ran­ge­ments wer­den die ein­zel­nen Be­stand­tei­le zu ei­ner raum­grei­fen­den Ge­samt­in­sze­nie­rung ver­knüpft. Mit prä­gnan­ter Hand­schrift ent­spinnt Roo­ney da­bei enig­ma­ti­sche und stets in­ten­si­ve Nar­ra­tio­nen, die von den Be­su­cher*in­nen frei ver­voll­stän­digt wer­den kön­nen. Auf­ge­wach­sen zwi­schen Süd­afri­ka, Bra­si­li­en und Ka­na­da, lebt Roo­ney seit nun­mehr zehn Jah­ren in Lon­don. Die Su­jets ih­rer Ar­bei­ten zieht sie di­rekt aus dem Le­ben und ih­rer Um­ge­bung. Es han­delt sich um ent­rück­te, teils gro­tes­ke All­tags­er­fah­run­gen und mit­un­ter hu­mor­vol­le Be­ob­ach­tun­gen, die im­mer zu­erst als Zeich­nun­gen „no­tiert“ wer­den. Ein wie­der­keh­ren­des Ele­ment in Me­gan Roo­neys Ar­bei­ten ist der mensch­li­che Kör­per, der als sub­jek­ti­ver An­fangs­punkt und fi­na­ler „Ort“ der Se­di­men­ta­ti­on all die­ser Er­fah­run­gen ein­ge­ord­net wer­den kann. Die von der Künst­le­rin ver­fass­ten Tex­te, die die In­stal­la­tio­nen als Schrift­stü­cke, Au­dio­spu­ren oder – im Fal­le der Per­for­man­ces – als Li­ve-Ele­ment be­glei­ten, spie­len oft auf in­ne­re Vor­gän­ge, sinn­li­che Wahr­neh­mun­gen und den Be­reich des Häus­li­chen an. Die­ses In­ter­es­se am Pri­va­ten, räum­lich wie ge­dank­lich, spie­gelt sich auch in den von Roo­ney ver­wen­de­ten Ma­te­ria­li­en wie­der. Ih­re Ob­jek­te und In­stal­la­tio­nen um­fas­sen Haus­halts­ge­gen­stän­de und All­tags­ob­jek­te eben­so wie Ge­fun­de­nes. Aus ih­rer Le­bens­si­tua­ti­on als Künst­le­rin in Lon­don her­aus (zeit­lich eng be­grenz­te Miet­ver­trä­ge für er­schwing­li­che Ate­lier­räu­me) hat Roo­ney in den letz­ten Jah­ren ei­ne „no­ma­di­sche“ Kunst­pra­xis ent­wi­ckelt, von der un­ter an­de­rem ein be­son­de­rer Um­gang mit Vo­lu­mi­na zeugt: be­mal­te Ob­jek­te oder Stof­fe wer­den mit Füll­ma­te­ri­al aus­ge­stopft und kön­nen so­mit als Über­tra­gung der Ma­le­rei in den drei­di­men­sio­na­len Raum ver­stan­den wer­den. Die Mo­du­lie­rung von Hül­le zu Kör­per ver­stärkt de­ren Wahr­neh­mung als Schnitt­stel­le von au­ßen und in­nen. Nach be­ein­dru­cken­den Aus­stel­lungs­be­tei­li­gun­gen und Per­for­man­ces u.a. in der Ser­pen­ti­ne Gal­le­ry Lon­don, im Mu­se­um of Mo­dern Art, War­schau und dem Pa­lais de To­kyo in Pa­ris ent­wi­ckelt Me­gan Roo­ney für die Ein­zel­aus­stel­lung in der Kunst­hal­le ei­nen kom­plett neu­en Werk-Kor­pus, des­sen Zen­trum ein raum­grei­fen­des, orts­spe­zi­fi­sches Wand­ge­mäl­de von ca. 14 x 7 m bil­den wird. Zu­dem ent­steht in Ko­ope­ra­ti­on mit der Cho­reo­gra­phin Te­mi­to­pe Ajo­se-Cut­ting ei­ne neue Per­for­mance, zu de­ren Ur­auf­füh­rung am Wo­chen­en­de nach der Er­öff­nung wir sie be­reits jetzt herz­lich ein­la­den. Der Ti­tel „Fi­re On The Moun­tain“ re­fe­riert auf Wil­liam Gol­dings Er­zäh­lung “Herr der Flie­gen” von 1954, in dem ei­ne ge­stran­de­te Grup­pe Ju­gend­li­cher auf ei­ner In­sel ver­sucht ihr Über­le­ben zu si­chern und zu or­ga­ni­sie­ren. Das Feu­er auf dem Berg­gip­fel soll vor­bei­fah­ren­den Schif­fen als Zei­chen für ih­re An­we­sen­heit die­nen, wird je­doch von ei­nem Teil der Grup­pe ver­nach­läs­sigt und er­lischt....
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Lynn Chadwick, Beast Alerted I, 1990,Rostfreier Stahl, Courtesy of the Estate of Lynn Chadwick and Blain|Southern, Foto: Jonty Wilde
Lynn Chadwick, Beast Alerted I, 1990,Rostfreier Stahl, Courtesy of the Estate of Lynn Chadwick and Blain|Southern, Foto: Jonty Wilde

Lynn Chadwick - Biester der Zeit

Haus am Waldsee - International Kunst in Berlin
Berlin | 18.05.2019-25.08.2019
Das Haus am Waldsee und das Georg Kolbe Museum haben eine Ausstellung in zwei Teilen erarbeitet, die von Mai bis September 2019 in den beiden ehemals privat genutzten Häusern und Gärten zu sehen sein wird. Lynn Chadwick – Biester der Zeit wird den britischen Bildhauer Lynn Chadwick (1914 – 2003) als einen der führenden Künstler der Nachkriegszeit in einem retrospektiven Überblick sowie im Spannungsverhältnis mit zwei deutschen Bildhauerpositionen neu vorstellen. In dieser ersten musealen Ausstellung Chadwicks in Deutschland werden rund 60 plastische Werke, zahlreiche Zeichnungen und Grafiken, sowie umfassendes Archivmaterial versammelt. Das international seit den 1950er-Jahren vielfach ausgezeichnete Werk von Lynn Chadwick wird im Georg Kolbe Museum als breites, chronologisches Spektrum mit thematischen Schwerpunkten vorgestellt. Im Haus am Waldsee wird dazu ein thematischer Bogen gespannt, der dem Werk des Briten Arbeiten von Hans Uhlmann (1900 – 1975) und Katja Strunz (*1970) als Dialogpartner anbietet. Während im Georg Kolbe Museum retrospektiv in die Tiefe gegangen wird, wird im Haus am Waldsee der Werkaspekt der Faltung und Zersplitterung thematisiert, der Chadwick aus heutiger Sicht Kontur verleiht....
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Ai Weiwei, Study of Perspective, 1995-2011, Tiananmen Square, Beijing, 1997  Foto: Bei Verwendung in Social Media bitte entsprechend verlinken: @K_SammlungNRW (Instagram und Twitter) Facebook.com/Kunstsammlung (Facebook) #K20K21aiww #K20 #K21  © Kunstsammlung NRW  Auflösung: 2461px * 1625px
Ai Weiwei, Study of Perspective, 1995-2011, Tiananmen Square, Beijing, 1997 Foto: Bei Verwendung in Social Media bitte entsprechend verlinken: @K_SammlungNRW (Instagram und Twitter) Facebook.com/Kunstsammlung (Facebook) #K20K21aiww #K20 #K21 © Kunstsammlung NRW Auflösung: 2461px * 1625px

Ai Weiwei

K20 Grabbeplatz - Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen
Düsseldorf | 18.05.2019-01.09.2019
"Everything is art. Everything is politics", so brachte der international bekannte Gegenwartskünstler Ai Weiwei seine Arbeitsweise auf den Punkt. "Alles ist Kunst, alles ist Politik" ist auch Leitmotiv seiner bisher größten Ausstellung in Europa, die die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen gleichzeitig im K20 und im K21 zeigt. Raumfüllende Arbeiten und großflächige Bildtapeten verwandeln die Museumsräume in dichte, begehbare Installationen. Die enge Verklammerung von politischem Engagement und künstlerischer Arbeit im Werk dieses bedeutenden streitbaren Künstlers lässt die Widersprüche unserer Gegenwart plastisch werden. Ai Weiwei, 1957 in Beijing geboren, wird weltweit als Künstler, Architekt, Kurator, Filmregisseur und Fotograf gefeiert. Seine in New York in den 1980er Jahren gewonnenen Eindrücke von Konzeptkunst und Pop Art hat er für eine Arbeitsweise fruchtbar gemacht, die auf eine kritische Betrachtung von Kulturgeschichte und globalen gesellschaftlichen Entwicklungen zielt....
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Ai Weiwei, Portrait Ai Weiwei, © Ai Weiwei Studio  Foto:  © Kunstsammlung NRW  Auflösung: 5616px * 3744px
Ai Weiwei, Portrait Ai Weiwei, © Ai Weiwei Studio Foto: © Kunstsammlung NRW Auflösung: 5616px * 3744px

Ai Weiwei

K21 Ständehaus - Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen
Düsseldorf | 18.05.2019-01.09.2019
"Everything is art. Everything is politics", so brachte der international bekannte Gegenwartskünstler Ai Weiwei seine Arbeitsweise auf den Punkt. "Alles ist Kunst, alles ist Politik" ist auch Leitmotiv seiner bisher größten Ausstellung in Europa, die die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen gleichzeitig im K20 und im K21 zeigt. Raumfüllende Arbeiten und großflächige Bildtapeten verwandeln die Museumsräume in dichte, begehbare Installationen. Die enge Verklammerung von politischem Engagement und künstlerischer Arbeit im Werk dieses bedeutenden streitbaren Künstlers lässt die Widersprüche unserer Gegenwart plastisch werden. Ai Weiwei, 1957 in Beijing geboren, wird weltweit als Künstler, Architekt, Kurator, Filmregisseur und Fotograf gefeiert. Seine in New York in den 1980er Jahren gewonnenen Eindrücke von Konzeptkunst und Pop Art hat er für eine Arbeitsweise fruchtbar gemacht, die auf eine kritische Betrachtung von Kulturgeschichte und globalen gesellschaftlichen Entwicklungen zielt....
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Foto: Anneke Wardenbach, Stadt Dortmund
Foto: Anneke Wardenbach, Stadt Dortmund

Weimar im Westen - Republik der Gegensätze

Museum für Kunst und Kulturgeschichte Dortmund
Dortmund | 19.05.2019-23.06.2019
Eine multimediale Wanderausstellung des LWL und LVR im Verbundprojekt „100 Jahre Bauhaus im Westen“ Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit. Während der Weimarer Republik genossen erstmals alle Deutschen demokratische Rechte und Freiheiten. Gleichzeitig wurden in dieser Zeit die Zerbrechlichkeit und Gefahren der Demokratie spürbar. Kurz gesagt war die Weimarer Republik eine Republik der Gegensätze: Politische Aufbrüche und soziale Fortschritte gingen mit sozialen Konflikten und extremer Gewalt einher. Die multimediale Wanderausstellung „Weimar im Westen: Republik der Gegensätze“ spürt diesen Widersprüchen im Rheinland und in Westfalen-Lippe nach. Die Wanderausstellung präsentiert sich einem breiten Publikum in vier begehbaren Würfeln mit einem vielfältigen multimedialen Angebot. Bislang unbekannte Fotos und Filme stehen im Mittelpunkt der Schau, die erstmals einen umfassenden Blick auf „Weimar im Westen“ eröffnet. Ergänzt wird diese regionale Perspektive durch eine umfangreiche Einführung in die allgemeine Geschichte Deutschlands zwischen Kaiserreich und Nationalsozialismus mit ihren vielfachen Bezügen zu Rheinland und Westfalen-Lippe....
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Foto: Stadt Gelsenkirchen
Foto: Stadt Gelsenkirchen

DUO - Skulpturen und Objekte von Enrique Asensi

Kunstmuseum Gelsenkirchen
Gelsenkirchen | 19.05.2019-07.07.2019
In einer Ausstellungskooperation präsentieren das Kunstmuseum Gelsenkirchen und die Flottmann-Hallen Herne den in Valencia geborenen Bildhauer Enrique Asensi. Seine kompakten, oftmals symmetrischen Skulpturen aus Stahl und Stein weisen eine große Flächigkeit auf. Einschnitte deuten auf eine doppelte Sinnhaftigkeit hin: eine rein materielle Ebene, bezogen auf die jeweilige Skulptur, sowie eine metaphysische, transzendente Ebene, indem sie ein mögliches Hinter-den-Dingen thematisieren....
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Stummels Erbe

Niederrheinisches Museum für Volkskunde und Kulturgeschichte
Kevelaer | 19.05.2019-14.07.2019
Im Gedenken an seinen 100ten Todestag widmet sich das Niederrheinische Museum dem Schaffen des Historienmalers Friedrich Stummels in einer Sonderausstellung. Insbesondere seine Tätigkeit als Meister in seiner „Stummelschule“ soll hier durchleuchtet werden, indem seine ehemaligen Schüler in den Fokus rücken, die aus seiner vielbeschäftigten Werkstatt hervorgingen. Namen wie Brey, Derix, Holtmann, Pauels, Renard, Sensen und Wenzel kennen viele aus der Region und diese werden in der Ausstellung nicht nur namentlich auftauchen. Vor allem ihr Kunstschaffen wird genauer betrachtet, um herauszufinden: Was ist aus Stummels Erbe geworden? Aus dieser Frage heraus werden, soweit nachvollziehbar und überliefert, Einblicke in die Lebenswege von Mai bis Juli ermöglicht....
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Schloss Caputh, Foto: Hans Bach
Schloss Caputh, Foto: Hans Bach

Herrenhäuser in Estland und Lettland

Schloss Caputh
Caputh | 19.05.2019-28.07.2019
in Kooperation mit dem Deutschen Kulturforum östliches Europa und dem Herder-Institut Marburg Barock und Klassizismus, Neugotik und Historismus: Epochen hindurch orientierte sich der deutschbaltische Adel beim Ausbau seiner Rittergüter und der Errichtung repräsentativer Gutshäuser an der westeuropäischen Architektur. Die Bautätigkeit begann im 17. Jahrhundert und erlebte, nicht zuletzt bedingt durch den Zugang zu den russischen Märkten, einen ersten Höhepunkt um 1800. Sie endete am Vorabend des Ersten Weltkriegs. An das reiche gemeinsame gesellschaftliche und kulturelle Erbe der heutigen baltischen Nationalstaaten Estland und Lettland erinnert die Ausstellung in Caputh. Sie stellt baltische Herrenhäuser und Gutsanlagen vor, die exemplarisch sind für verschiedene bauhistorische Epochen und Stile. Begleitend wird ihre Geschichte erzählt und ihr aktueller Zustand und ihre Nutzung dokumentiert....
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Oma, kannst du das lesen? - Deutsche Schreibschriften im Wandel der Zeit

Westfälisches Schulmuseum
Dortmund | 19.05.2019-12.01.2020
Das Thema Schreibschrift entfacht immer wieder hitzige Debatten unter Fachleuten, Lehrkräften und Eltern. Die Schreibschrift sei schwierig zu lesen, zu schnörkelig und überflüssig in Zeiten der Digitalisierung, sagen Kritiker. Doch wie ist Schreibschrift eigentlich entstanden? Was genau ist Sütterlinschrift? Welche Schreibschrift lernen die Schüler heute? Die Sonderausstellung zeigt die Entwicklung verschiedener Schreibschriften in Deutschland vom Mittelalter bis heute. Am Ende der Ausstellung können alle Besucher selbst zu Feder und Tinte greifen und verschiedene Schriften ausprobieren....
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Martin Kippenberger Ohne Titel (aus der Serie Das Floß der Medusa), 1996, Öl auf Leinwand, 150 cm x 180 cm © Estate of Martin Kippenberger, Galerie Gisela Capitain, Cologne
Martin Kippenberger Ohne Titel (aus der Serie Das Floß der Medusa), 1996, Öl auf Leinwand, 150 cm x 180 cm © Estate of Martin Kippenberger, Galerie Gisela Capitain, Cologne

Body Check

Kunstbau München
München | 21.05.2019-15.09.2019
Die Ausstellung BODY CHECK. Martin Kippenberger – Maria Lassnig wagt eine unerwartete Begegnung: Erstmals werden die Werke dieser wirkmächtigen Protagonisten der Malerei des 20. Jahrhunderts einander unmittelbar gegenübergestellt. Beide Künstler rücken den eigenen Körper ins Zentrum ihrer malerischen Auseinandersetzung. Der hinfällige und fragmentierte Leib dient ihnen als Metapher für soziale und psychologische Konflikte. Schmerz und Leid, Absurdes und Humor sind in diesen Körperwelten untrennbar miteinander verbunden. Maria Lassnig und Martin Kippenberger suchten der Misere des menschlichen Daseins eine Form zu geben: als Inszenierung des weiblichen und des männlichen Körpers. Die Bilder dieser Inszenierung sind Selbstporträts im klassischen Sinne; das Heroische der Gattung haben sie jedoch abgestreift. Beide zeigen sich körperlich entstellt, von Krankheit gezeichnet, von selbstmitleidiger Beobachtung, ins Lächerliche gezogen – immer in Distanz zum Topos des bedeutenden Künstlers und seiner tradierten Attitüden. Das Ergebnis sind berührende Selbsterkundungen, die sich bei Lassnig ins Obsessive und Introvertierte wenden und deren Setzungen sich an der Rolle der Künstlerin abarbeiten – heute würden wir auch von einer feministischen Perspektive sprechen. Kippenbergers Bilder, Skulpturen und Zeichnungen bezeugen einen Humor, der dem Witz von Lassnig das Hintergründig-Groteske beifügt. Im Ausstellungsparcours werden mehr als 60 aus internationalen Sammlungen zusammengetragene und selten gezeigte Werke in einen Dialog gestellt. Es entsteht ein Zwiegespräch, das Berührungspunkte und Gemeinsamkeiten, aber auch unterschiedliche Zugänge zur Thematik aufscheinen lässt....
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Museum der Arbeit (Foto: SHMH, Susanne Dupont)
Museum der Arbeit (Foto: SHMH, Susanne Dupont)

ADC Ausstellung - Creative Intelligence

Museum der Arbeit
Hamburg | 23.05.2019-02.06.2019
Die ADC Ausstellung präsentiert auf 1.200 qm ein breites Spektrum der kreativen Kommunikation von Studenten und Absolventen, Young Professionals und Profis. Im Art Directors Club versammeln sich Deutschlands führende Kreative. Sie zeichnen im Rahmen des ADC Wettbewerbs – dem größten Kreativwettbewerb im deutschsprachigen Raum und einem der wichtigsten kreativen Gradmessern in Europa – die besten Arbeiten aus. 11 Tage Inspiration pur. Die ADC Ausstellung bringt den Überblick der Kommunikations- und Kreativbranche. Von prämierten Anzeigen und Plakaten, über TV-, Radio- und Kinospots, Editorialbeiträge, Illustrationen, Fotografien, Designarbeiten oder Webseiten bis hin zu Raumkonzepten. Alle Arbeiten sowie Jurykommentare zu den Gold- und Silber-Gewinnern sind auch in der ADC App einsehbar....
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Foto: Giorgio Pastore
Foto: Giorgio Pastore

Young-Jae Lee

Museum Folkwang
Essen | 23.05.2019-14.07.2019
In den keramischen Arbeiten von Young-Jae Lee (*1951) verbindet sich jahrhundertealtes Handwerk mit modernen Formprinzipien. Seit 1987 leitet die in Seoul geborene Künstlerin die traditionsreiche Keramische Werkstatt Margaretenhöhe auf dem Areal der ehemaligen Zeche Zollverein in Essen. In ihrer Serie der Spinatschalen thematisiert und aktualisiert Lee die Geschichte der japanischen Teeschale, deren Form auf koreanische Gefäße zurückgeht. Unter Einbezug einiger ausgewählter Keramiken aus der Sammlung des Museum Folkwang wird Young-Jae Lee 101 ihrer Spinatschalen in einem eigens für den Gartensaal entworfenen Display ausstellen. In den Begleitveranstaltungen werden die Teeschalen auch als Gebrauchsgegenstand Verwendung finden....
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Koloman Moser: Universalkünstler zwischen Gustav Klimt und Josef Hoffmann

Museum Villa Stuck
München | 23.05.2019-15.09.2019
Der Ausnahmekünstler Koloman Moser (1868–1918) zählt zu den großen Visionären der Wiener Moderne. In einem nie zuvor dagewesenen Umfang präsentiert die Ausstellung »Koloman Moser. Universalkünstler zwischen Gustav Klimt und Josef Hoffmann« die enorme Vielseitigkeit seines Gesamtwerks. Sie taucht tief in das Œuvre des Künstlers ein und zeigt auf, wie entscheidend dieser die Suche nach einer neuen, modernen Formensprache in Wien um 1900 mitgeprägt hat. Das Gesamtwerk Koloman Mosers fasziniert bis heute. Als Universalkünstler beherrscht er die Disziplinen Malerei, Grafik, Kunstgewerbe und Innenraumgestaltung ebenso wie Mode und Bühnenbild. Das von der Wiener Secession propagierte Gesamtkunstwerk lebt Moser in beeindruckender Weise vor. Er gilt als einer der Wegbereiter der Wiener Moderne, als einer der einflussreichsten Künstler des Wiener Jugendstils und zählt neben Gustav Klimt und Josef Hoffmann zu den führenden Persönlichkeiten des Wiener Kunstfrühlings. Viele der über 600 Exponate, die zum großen Teil aus der Sammlung des MAK in Wien stammen, werden erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Vor dem Hintergrund der kunsttheoretischen Entwicklungen in Wien von 1860 bis 1918 führt die Ausstellung in sechs Kapiteln das umfangreiche Gesamtwerk von Koloman Moser vor Augen. Die von Christian Witt-Dörring und Elisabeth Schmuttermeier kuratierte Ausstellung lässt dabei chronologisch jede Etappe von Mosers ungewöhnlichem Werdegang Revue passieren: vom Maler zum Allround-Gestalter und schließlich wieder zurück zur Malerei. Hinzu kommt Mosers Werk für die Bühne, das von Daniela Franke und Kurt Ifkovits aus dem Theatermuseum in Wien aufgearbeitet wurde und im Museum Villa Stuck die Betrachtung von Mosers Gesamtwerk auf einzigartige Weise komplementiert....
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Sieben Schätze. Eine Wunderkammer des japanischen Cloisonée, © Museum Angewandte Kunst
Sieben Schätze. Eine Wunderkammer des japanischen Cloisonée, © Museum Angewandte Kunst

Sieben Schätze: Eine Wunderkammer des japanischen Cloisonnés

Museum für Angewandte Kunst (MAK)
Frankfurt/Main | 23.05.2019-22.09.2019
Als Japan sich Mitte des 19. Jahrhunderts der Welt öffnete, blickte der Westen staunend auf ein Land voller Naturschönheiten, aber auch auf eine fremdartige Hochkultur und ihre raffinierten Artefakte. Der Japonismus als Modephänomen war geboren. Mit ihm erlebte die Kunstform des japanischen Cloisonnés einen rasanten Aufschwung. Kunstvoll verzierte Vasen, Teller und Schalen in jener Dekortechnik, bei der farbiges Glas zwischen feinen Kupferstegen auf eine Oberfläche aufgeschmolzen wird, wurden gezielt für einen gehobenen internationalen Markt geschaffen. In einer Verbindung aus östlicher und westlicher Ästhetik entstand ein neuartiger Stil des Dekorativen. Noch heute beeindrucken die zarten Farbverläufe, fein gearbeiteten Motive und malerischen Oberflächeneffekte. Das Museum Angewandte Kunst erhielt im Jahr 2016 eine anonyme Schenkung von rund vierhundert hochwertigen japanischen Cloisonné-Arbeiten. Nachdem noch im gleichen Jahr erste handverlesene Stücke präsentiert wurden, zeigt die neue Ausstellung nun erstmals die ganze Sammlung in ihrer Vielfalt. Ein umfangreicher Katalog zur Ausstellung wurde durch die großzügige Unterstützung des Bankhauses Metzler ermöglicht....
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Hendrick Goudt, Venus und Amor, Vorzeichnung in Kreide, Feder in Braun, braun laviert, auf Vergé, Graphische Sammlung, Wallraf-Richartz-Museum
Hendrick Goudt, Venus und Amor, Vorzeichnung in Kreide, Feder in Braun, braun laviert, auf Vergé, Graphische Sammlung, Wallraf-Richartz-Museum

Wir • Glauben • Kunst Meisterzeichnungen aus der Kölner Jesuiten-Sammlung

Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud
Köln | 24.05.2019-18.08.2019
Im kommenden Sommer begibt sich das Wallraf auf Spurensuche in eigener Sache. Erstmals in seiner langen Geschichte widmet sich Kölns erstes Museum seiner hervorragenden Jesuiten-Sammlung, die schon in den 1880er Jahren als Dauerleihgabe ans Haus kam. Dort bildet das rund 500 Werke umfassende Konvolut gemeinsam mit der Zeichnungssammlung von Ferdinand Franz Wallraf bis heute den Grundstock für die mehr als 65.000 Blatt große Graphische Sammlung. Anhand von 90 besonders eindrucksvollen Zeichnungen wird die Ausstellung den besonderen Charakter der Jesuiten-Sammlung ergründen. Handelt es sich um eine reine Lehrsammlung? Nach welchen Kriterien sammelte der Orden? Spielten Fragen der Qualität und Kennerschaft die entscheidende Rolle, oder waren eher inhaltliche Gesichtspunkte ausschlaggebend? Und schließlich: Wo kauften die Jesuiten ihre Zeichnungsbestände? Darüber hinaus wird auch der Bildbegriff der Jesuiten thematisiert, da der Orden eine ganz eigene Bildtheologie entwickelt hatte. Als Papst Clemens XIV am 21. Juli 1773 den Jesuiten-Orden aufhob, wurde dessen Kunstsammlung nach Paris verbracht. In den 1880er Jahren gelang es dem Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds, dem damaligen rechtlichen Nachfolger des Ordens, das heute im Wallraf beheimatete Konvolut zurück an den Rhein zu holen, um es als Dauerleihgabe an das Museum zu geben....
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Ödön von Horváth und das Theater

Deutsches Theatermuseum
München | 24.05.2019-17.11.2019
Ödön von Horváth hat sich als „Chronist seiner Zeit“ gesehen und an einer steten „Demaskierung des Bewusstseins“ mittels Literatur gearbeitet. Mit seiner Durchdringung der kleinbürgerlichen Sprache, pointiert gefasst im Begriff des „Bildungsjargons“, seiner konzisen Sprachkritik und seinen „irren Sätzen“ (Peter Handke) wirkte er stilprägend für die deutschsprachige Literatur nach 1945. AutorInnen wie Peter Handke, Peter Turrini, Wolfgang Bauer, Franz Xaver Kroetz, Werner Schwab, Elfriede Jelinek, Felix Mitterer, Dea Loher und René Pollesch stehen deutlich in der dramatischen Nachfolge Horváths. Ödön von Horváth gehört heute zu den meistgespielten Dramatikern auf deutschsprachigen Bühnen. Stücke wie Italienische Nacht, Geschichten aus dem Wiener Wald (beide 1931) und Kasimir und Karoline (1932) wurden bereits zu Lebzeiten des Autors als Erneuerung des Volksstücks gefeiert. Dabei hat er immer wieder auch versucht, die gesellschaftlichen Strukturen „vom Standpunkt der Frau aus“ zu betrachten und dabei seine berühmten Fräulein-Figuren wie Marianne, Karoline und Elisabeth geschaffen. Mit Stücken wie Sladek, der schwarze Reichswehrmann (1929) und Italienische Nacht (1931) positionierte er sich deutlich gegenüber dem aufkommenden Nationalsozialismus und der Bedrohung der noch jungen Weimarer Republik. Nachdem er 1931 für Geschichten aus dem Wiener Wald den renommierten Kleist-Preis erhalten hatte, wurde er selbst Ziel nationalsozialistischer Agitation. Die Machtergreifung der Nationalsozialisten in Deutschland bedeutete für seine noch junge, vielversprechende Karriere als Dramatiker einen jähen Abbruch. Seine Stücke wurden im reichsdeutschen Gebiet nicht mehr gespielt, bereits geplante Uraufführungen abgesagt, sodass er sich dazu gezwungen sah, sich im reichsdeutschen Filmbetrieb als Drehbuchschreiber zu verdingen. Die dabei gemachten Erfahrungen führten zu seiner radikalen Abkehr vom Deutschen Reich unter den Nationalsozialisten. Mit Stücken wie Mit dem Kopf durch die Wand (1935), Figaro läßt sich scheiden und Don Juan kommt aus dem Krieg (beide 1936) positionierte er sich als Schriftsteller neu, seine Romane Jugend ohne Gott (1937) und Ein Kind unserer Zeit (1938) etablierten ihn als prononciert antifaschistischen Autor. Insbesondere Jugend ohne Gott zählt bis heute zum Kanon deutschsprachiger Literatur und ist ein Klassiker der Schullektüre. Die Ausstellung verläuft entlang von drei zentralen Stücken, denen jeweils ein Bereich und damit zusammengehend ein übergreifendes Thema gewidmet ist: Ökonomie, Erotik und Politik. Darüber hinaus werden Einblicke in die Entstehung und Rezeption der Stücke gegeben. Im Entrée sowie im Treppenhaus werden essentielle Aspekte aus Horváths Biografie und Werk wie der Tod, die „Stille“, die Gebrauchsanweisung und die Arbeitsweise des Autors präsentiert. Die erste auf ein Drama fokussierte Station widmet sich dem Topos Politik in Werk und Biografie Ödön von Horváths, ausgehend von Italienische Nacht. Hier befindet man sich in einem Wirtshaus-Saal nach der „Saalschlacht“ zwischen unterschiedlichen politischen Gruppierungen, wie sie Horváth in Italienische Nacht vorausweisend dargestellt und in Murnau selbst erlebt hat. Dabei wird nicht nur das politische Klima der Weimarer Republik rekonstruiert, sondern es werden auch Horváths eigene Verstrickungen mit dem NS-Regime und seine Läuterung mit den späten, pazifistischen und antifaschistischen Romanen Jugend ohne Gott (1937) und Ein Kind unserer Zeit (1938) beleuchtet. Der obere große Saal präsentiert das stilisierte Ambiente des Oktoberfests zu Kasimir und Karoline und der im Werk Horváths allgegenwärtigen Erotik. Wie auf einem Rummelplatz gelangt man zu Lokalitäten wie dem Venustempel, dem Autodrom und dem Panorama. Besonderes Augenmerk gilt dabei den Verflechtungen der Erotik mit der Ökonomie. Der Raum mündet in eine Reflexion auf die unterschiedlichsten Aspekte des Geschlechterverhältnisses bei Horváth. Hier werden Frauen- und Männerbilder, aber auch zeitgenössische Beziehungsformen präsentiert....
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DAM - Deutsches Architekturmuseum, Foto: Uwe Dettmar
DAM - Deutsches Architekturmuseum, Foto: Uwe Dettmar

Schätze aus dem Archiv 9 - Bühnenbild-Entwürfe von Trude Schelling-Karrer 1948-1963

DAM - Deutsches Architekturmuseum
Frankfurt/Main | 26.05.2019-25.06.2019
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Gauri Gill, Untitled ( 32 ) , from Acts of Appearance , 2015 – heute, Pigmentdruck, 41 x 61  cm; © die Künstlerin
Gauri Gill, Untitled ( 32 ) , from Acts of Appearance , 2015 – heute, Pigmentdruck, 41 x 61 cm; © die Künstlerin

MASKE - Kunst der Verwandlung

Kunstmuseum Bonn
Bonn | 30.05.2019-25.08.2019
Seit jeher und in allen Kulturen der Welt sind Menschen von Masken fasziniert. Aufgesetzt auf das Gesicht verwandelt die Maske ihre/n Träger*in in etwas Neues und fungiert zugleich als Schutz und Verbindung zwischen dem Individuum und der Außenwelt. Besonders in der bildenden Kunst der Moderne, in den Strömungen des Dada, Surrealismus und Expressionismus, war das Interesse an der Maske groß. Künstler*innen wie Hannah Höch, Sophie Taeuber-Arp, Meret Oppenheim oder Karl Schmidt-Rottluff griffen das Thema wiederholt auf. Nach der Kunst der Moderne ist es die Kunst unserer Gegenwart, die sich auffallend oft mit der Maske und ihren paradoxen Möglichkeiten des Zeigens und Verbergens, der Verschleierung und der (digitalen) Selbstoptimierung auseinandersetzt und auf diese Weise Themen von besonderer Wichtigkeit verhandelt, in einer Gesellschaft, die ohne Unterlass real und virtuell neue Gesichter hervorbringt. Das maskierte Individuum sowie der performative Akt des Tragens einer Maske in seinem gesellschaftlichen und politischen Kontext stehen im Fokus dieser Ausstellung internationaler Kunst der Moderne und der Gegenwart. Anhand hochkarätiger Leihgaben und teils eigens neu produzierter Werke vollzieht die Ausstellung auf über 850 Quadratmetern nach, wie Künstler*innen mit der Maske verknüpfte Eigenschaften und Fragestellungen in ihre Kunst überführen und transformieren. Mit Werken von u.a. Ed Atkins, Kader Attia, Claude Cahun, Eli Cortiñas, Theo Eshetu, Hannah Höch, Cindy Sherman, Wiebke Siem, Sophie Taeuber-Arp, Rosemarie Trockel, Meret Oppenheim und Lavinia Schulz....
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Skandal! Mythos! Moderne! Die Vereinigung der XI in Berlin

Bröhan-Museum - Landesmuseum für Jugendstil, Art Deco und Funktionalismus (1889-1939)
Berlin | 30.05.2019-15.09.2019
Am 5. Februar 1892 gründen elf Maler in Berlin eine Gemeinschaft „zur Veranstaltung von künstlerischen Ausstellungen“. Die „Vereinigung der XI“, so der exzentrische, an Geheimbünde oder Verschwörungszirkel erinnernde Titel, wird die Kunstwelt revolutionieren. In einem Stadtpalais Unter den Linden, im Zentrum des Wilhelminischen Berlins, zeigt die Gruppe Ausstellungen von Gegenwartskunst. Darin dominieren fortschrittliche Stilrichtungen wie Impressionismus und Symbolismus, die im kaiserzeitlichen Berlin sonst kaum einen Ort haben. Schon die erste Ausstellung gerät zum Skandal, die „XI“ werden wüst beschimpft und hymnisch gefeiert. Künstler wie Max Liebermann, Walter Leistikow und Ludwig von Hofmann erleben ihren künstlerischen Durchbruch an der Seite heute nahezu vergessener Maler wie Hugo Vogel oder Konrad Müller-Kurzwelly. Mit Dora Hitz wird 1897 die erste Frau in eine Künstlervereinigung aufgenommen. Als erste avantgardistische Künstlergruppe im deutschsprachigen Raum legt die Vereinigung der XI den Grundstein für die Berliner Moderne, die ab 1899 in der Berliner Secession ein breiteres Forum erhält. Die Ausstellung „Skandal! Mythos! Moderne! Die Vereinigung der XI in Berlin“ zeigt anhand von mehr als 100 Exponaten erstmals die Geschichte dieser richtungweisenden Berliner Künstlerorganisation. Sie rekonstruiert Teile der historischen Ausstellungen, stellt die beteiligten Künstler vor und lässt auch die streitbare Presse zu Wort kommen....
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Die kunst altonale zu Gast im Altonaer Museum

Altonaer Museum - Norddeutsches Landesmuseum
Hamburg | 31.05.2019-16.06.2019
Im Rahmen des internationalen Kulturfestivals altonale ( 31. Mai bis 16. Juni 2019) werden drei Veranstaltungen im Altonaer Museum präsentiert. Während der altonale realisieren Künstler*innen aktuelle Arbeiten in den Schaufenstern von Altona und bewerben sich damit um den altonale Kunstpreis. Dieser Preis – dotiert mit 2.500 Euro – dient der Förderung bildender Künstler*innen und wird jährlich von der Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg gestiftet. Der besondere Charme dieses Wettbewerbs liegt im kollegialen Miteinander von etablierten und unbekannten Künstler*innen. Das Thema 2019 heißt REICHTUM....
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Barbara Nicholls: In der Ebene - die andere Seite

Städtisches Museum Wesel
Wesel | 02.06.2019-16.07.2019
Das überregionale Projekt "In der Ebene" findet zum dritten Mal an verschiedenen Orten des Niederrheins statt. 2019 steht im Mittelpunkt die Erinnerung an die Zeit der britischen Besatzung. Dazu werden vier britische Küstler zu Ausstellungen auf beiden Seiten des Rheins eingeladen. In Wesel zeigt die britische Künstlerin Barbara Nicholls unter dem Titel "sedimentärer Fluss" großformatige Aquarelle und Collagen. Die Künstlerin aus London beschäftigt sich seit Jahren mit dem Zusammenspiel von Farbpigmenten und Wasser. Das heißt, auf dem Boden liegend werden großformatige Papiere mit stark verdünnten Aquarellfarben bearbeitet. Ein langsamer Trocknungsprozess generiert Ablagerungen, die an Sedimente erinnern....
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Hamburger Kunsthalle, Foto: Romanus Fuhrmann-Rickert
Hamburger Kunsthalle, Foto: Romanus Fuhrmann-Rickert

Leonardo da Vinci - Die Zeichnungen im Kupferstichkabinett

Hamburger Kunsthalle - Sammlung Galerie der Gegenwart
Hamburg | 05.06.2019-19.06.2019
Das Kupferstichkabinett der Hamburger Kunsthalle besitzt vier von sechs Zeichnungen Leonardo da Vincis (1452-1519) in Deutschland. Aus Anlass des 500. Todestages des Universalgenies in diesem Jahr präsentiert die Hamburger Kunsthalle die vier Blätter zusammen mit weiteren Werken im Harzen-Kabinett. Die Zeichnungen stammen aus dem Besitz des Hamburger Kunsthändlers Georg Ernst Harzen (1790-1863), dessen Sammlung per Testament 1869 in die neueröffnete Kunsthalle kam. Die Präsentation findet im Rahmen des 150-jährigen Jubiläums der Hamburger Kunsthalle statt....
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K20 Grabbeplatz - Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Foto: Walter Klein, Kunstsammlung NRW
K20 Grabbeplatz - Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Foto: Walter Klein, Kunstsammlung NRW

Beste Freunde - 50 Jahre Freundeskreis der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen

K20 Grabbeplatz - Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen
Düsseldorf | 05.06.2019-07.07.2019
Seit 1969 ist die Gesellschaft der Freunde der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen e.V. ein wertvoller und verlässlicher Förderer des Museums. Mit Ankäufen erweitert der Freundeskreis die Sammlung und hilft bei der Finanzierung von Ausstellungen. Ebenso hat er durch Übernahme eines größeren Teils der Baukosten den für die Kunstsammlung so überaus wichtigen Erweiterungsbau mit Klee Halle und Henkel Galerie möglich gemacht. Museum und Freundeskreis sind seit einem halben Jahrhundert "Beste Freunde". Dies feiern wir mit einer Präsentation wichtiger Erwerbungen des Freundeskreises, Werken von Amedeo Modigliani, Max Ernst und Francis Bacon, von Ad Reinhard, Robert Rauschenberg, Ellsworth Kelly und Agnes Martin, von Gerhard Richter und Günther Uecker, von Bernd und Hilla Becher, Thomas Struth und vielen anderen....
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Foto: Punctum, Peter Franke
Foto: Punctum, Peter Franke

Sighard Gille. Camera obscura

Haus Böttchergäßchen - Stadtgeschichtliches Museum Leipzig
Leipzig | 05.06.2019-18.08.2019
Es scheint, als sei die Zeit stehen geblieben. Lassen Sie sich in ein Leipzig entführen, das Bekanntes verfremdet und Sie mit einer neuen Sicht durch die Stadt wandeln lässt. In der Ausstellung präsentiert der bekannte Leipziger Maler (*1941) eine umfassende Schau seines fotografischen Werks mit der Lochkamera. Die Liebe Gilles zum Medium der Fotografie reicht weit zurück. Vor seinem Studium 1965 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig absolvierte er eine Ausbildung zum Fotografen. Schon als Kind faszinierte ihn ein physikalisches Spielbuch mit Fotografien und einer Anleitung der Camera obscura so sehr, dass er diese Technik unbedingt selbst ausprobieren wollte. Die Camera obscura (lat. camera „Gewölbe“; obscura „dunkel“) gilt als einer der ersten Apparate zum Projizieren von Bildern. In einem dunklen Raum fällt durch ein kleines Loch etwas Licht. Das außen platzierte Objekt wird mittels der von ihm reflektierten Lichtstrahlen durch das Loch auf die gegenüberliegende Innenseite des Raumes projiziert. Dort wird es kopfüber und spiegelverkehrt sichtbar. Gille beschäftigt sich seit den frühen 1980er Jahren intensiv mit der Lochkamera als Weiterentwicklung der Camera obscura. Statt eines Objektivs besitzt diese nur eine winzige Öffnung als Lochblende. Durch diese wird ein Rollfilm dahinter belichtet. Lochdurchmesser, Intensität des Lichtes und Belichtungsdauer beeinflussen diesen Prozess maßgeblich. Durch die signifikante Weichzeichnung der Lochkamera werden bekannte Objekte verfremdet. Bewegungen werden nicht dargestellt, die Unschärfe ist charakteristisch. Zuerst mehr ein Protest gegen den High-Tech-Wahn der Zeit, entwickelte Gille die Lochkamera-Technik mehr und mehr zu einer eigenen Kunstform. Beginnend mit den Fotografien seiner ersten New York-Reise 1996, zeigt die Ausstellung rund 60 Werke aus den Städten Rom, Jerusalem, London und Hamburg, wobei Gille die Konstruktion der Kamera immer wieder modifizierte. Rund 60 Lochkamerafotos mit Leipziger Motiven werden erstmals präsentiert. Gilles Fokus liegt darauf, Vertrautes zu verfremden und zu einem veränderten Blick auf Altbekanntes anzuregen. Durch die Übermalung einiger Motive schafft Gille ein Bindeglied zwischen Malerei und Aufnahmen mit der Lochkamera, für beide ist prägend, dass das Wesentliche durch Reduktion herausgearbeitet wird....
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Von Ferne. Bilder zur DDR

Museum Villa Stuck
München | 06.06.2019-15.09.2019
Die Gruppenausstellung »Von Ferne. Bilder zur DDR« zeigt Formen des produktiven Umgangs mit fotografischen Bildern aus der und über die DDR. Zu sehen sind Arbeiten, für die sich Künstler*innen fremde wie auch eigene Bilder (erneut) aneignen, diese in einer Vergegenwärtigung umkreisen und so einer Neubetrachtung öffnen. An verschiedenen Stellen weisen die Arbeiten über die Aneignung auf visueller Ebene hinaus, verschränken in medienübergreifenden Ansätzen Bild und Text, verwenden das eine als Gegenstück des anderen und umgekehrt. Die ausgestellten Arbeiten hinterfragen Strategien des Zeigens und Sichtbarmachens (erneut) appropriierter Bilder und berühren dabei ganz unterschiedliche Themenkomplexe. Bilder werden ihrem ursprünglichen Kontext enthoben; sie werden erweitert, rekonfiguriert, in andere ästhetische wie inhaltliche Kontexte übertragen und letztlich zur Interpretation freigestellt. So eröffnen sie Fragen nach den Räumen, in denen sie einst standen, und nach ihrem Erkenntniswert: Können die Bilder eine Antwort geben (falls ja: auf welche Frage eigentlich?) – oder verweigern sie die Aussage? Der visuelle Nachlass der DDR will nicht nur Gefäß für Spuren von Wirklichkeit sein, die einer vergangenen Zeit entstammen: In der Ausstellung richtet sich der Fokus weniger auf die Produktion von Bildern und ihr Potenzial, Raum und Zeit zu fixieren, denn vielmehr auf ihren Informationsgehalt und auf verborgene Wissensvorräte. Das Ausstellungsprojekt zeigt über 15 künstlerische Positionen aus den Jahren 1981 bis 2019; Filme, Lesungen und Performances ergänzen als temporäre Projekte die Schau. Begleitend erscheint ein zweisprachiger Katalog im Verlag der Buchhandlung Walther König, herausgegeben von Michael Buhrs und Sabine Schmid mit Texten von u.a. Annett Gröschner, Vanessa Joan Müller, Sabine Schmid und Christoph Tannert. Mit Arbeiten von u. a. Tina Bara, Seiichi Furuya, Tamami Iinuma, Sven Johne, Jens Klein, Jürgen Kuttner, Christian Lange, Emanuel Mathias, Katrin Mayer, Simon Menner, Einar Schleef, Christine Schlegel, Joachim Schmid, Erasmus Schröter, Gabriele Stötzer, Paul Alexander Stolle, Elisabeth Tonnard, Andreas Trogisch, Joerg Waehner, Ulrich Wüst....
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Martin-Gropius-Bau, Foto: Jansch
Martin-Gropius-Bau, Foto: Jansch

Bani Abidi: They Died Laughing

Martin-Gropius-Bau
Berlin | 06.06.2019-22.09.2019
Bani Abidi ist bekannt für ihre unverwechselbare Filmästhetik, die von subtilem Humor und den dunklen Absurditäten des Alltags geprägt ist. Die Ausstellung They Died Laughing, die am 5. Juni 2019 eröffnet wird, ist eine umfangreiche Präsentation der Arbeiten Abidis und zeigt ihre Filme und Drucke aus über zehn Jahren. Abidi nutzt Film oft als Erinnerungswerkzeug; sie verbindet dies mit Poesie und fiktionalen Elementen. Momentan in Berlin und Karachi lebend, nimmt sie die Rolle einer Geschichtenerzählerin und Stadtarchäologin ein, die von den Städten berichtet, in denen sie gelebt hat. Fiktive Narrative überschneiden sich mit individuellen Erfahrungen und stellen differenzierte Fragen, etwa zu Patriotismus – vor allem mit Blick auf die historischen Konflikte und geopolitischen Beziehungen zwischen benachbarten Nationen wie Indien und Pakistan. Ihre Arbeiten erzählen Geschichten von ehrgeizigen Träumen und vom Scheitern und behandeln dabei das Verhältnis zwischen Staatsmacht und Megalomanie. Für die kommende Ausstellung im Gropius Bau hat Bani Abidi ein neues Projekt entwickelt: The Lost Procession basiert auf den Erfahrungen der verfolgten ethnischen Gemeinschaft der Hazara aus Quetta, der Hauptstadt der pakistanischen Provinz Belutschistan, die seit einigen Jahren unter anderem nach Deutschland fliehen. Indem Abidi Begegnungen zwischen diesen beiden bewohnten Landschaften skizziert, richtet sie ihr Augenmerk auf Themen wie Zwangsenteignung, Flucht und Asyl sowie Gefangenschaft. Das Projekt wurde von der Sharjah Art Foundation in Schardscha in Auftrag gegeben, wo im Oktober 2019 eine von Hoor Al-Quasimi und Natasha Ginwala kuratierte Einzelausstellung Abidis eröffnen wird....
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NS-Dokumentationszentrum Köln, Foto: Jürgen-Seidel
NS-Dokumentationszentrum Köln, Foto: Jürgen-Seidel

Albert Speer in der Bundesrepublik. Vom Umgang mit deutscher Vergangenheit

NS-Dokumentationszentrum Köln
Köln | 07.06.2019-18.08.2019
Eine Ausstellung des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände in Kooperation mit dem Institut für Zeitgeschichte, München-Berlin Albert Speer war in der NS-Zeit als erster Architekt des Reiches verantwortlich für Großprojekte wie das Reichsparteitagsgelände in Nürnberg und die Umgestaltung Berlins. Er zählte zu Hitlers engsten Vertrauten, 1942 wurde er Rüstungsminister. 1946 verurteilten ihn die Alliierten im Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher zu zwanzig Jahren Haft. Als Speer am 1. Oktober 1966 aus dem Gefängnis in Berlin-Spandau entlassen wurde, waren über tausend Schaulustige gekommen und dutzende Mikrophone und Kameras aus aller Welt auf ihn gerichtet. Dies war der Beginn seiner »zweiten Karriere« als scheinbar geläuterter Zeitzeuge des Nationalsozialismus. Speer platzierte in der Öffentlichkeit erfolgreich die Legende, er habe von den NS-Verbrechen nichts gewusst und sei, von der Aura Hitlers verführt, in Krieg und Judenmord unbeteiligt hineingeraten. Mit unkritischer Bereitwilligkeit folgten Historiker, Publizisten, aber auch die deutsche Öffentlichkeit der Erinnerungsmanipulation des »guten Nazis« – nicht zuletzt, weil er eine Entlastung für jene bot, die sich selbst im Nationalsozialismus engagiert hatten....
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Nancy Spero P.E.A.C.E., Helicopter, Mother + Children, 1968 Gouache und Tusche auf Papier, 48 x 61 cm Courtesy Galerie Lelong & Co. © The Nancy Spero and Leon Golub Foundation for the Arts / VG Bild-Kunst, Bonn 2019 Foto Courtesy Galerie Lelong & Co.
Nancy Spero P.E.A.C.E., Helicopter, Mother + Children, 1968 Gouache und Tusche auf Papier, 48 x 61 cm Courtesy Galerie Lelong & Co. © The Nancy Spero and Leon Golub Foundation for the Arts / VG Bild-Kunst, Bonn 2019 Foto Courtesy Galerie Lelong & Co.

Nancy Spero

Museum Folkwang
Essen | 07.06.2019-25.08.2019
Nancy Spero (1926-2009) gehört zu den bedeutendsten US-amerikanischen Künstler_innen der Nachkriegszeit. Auf vielschichtige Weise setzt sie sich mit existentiellen Aspekten des Menschseins auseinander. Krieg und Gewalt spielen in ihrem Werk ebenso eine Rolle wie Ungerechtigkeiten im Verhältnis der Geschlechter. Ihr wichtigstes Ausdrucksmittel sind weibliche Figuren, wobei sie überlieferte Bildtypen aufgreift und neu kombiniert. Außergewöhnlich ist auch die äußere Form vieler Werke. Spero verwendet lange Papierbahnen, die sie bemalt, collagiert und mit eigens gefertigten Figurenstempeln bedruckt. Zehn Jahre nach ihrem Tod widmet das Museum Folkwang dieser faszinierenden Künstlerin eine große Überblicksausstellung mit rund 80 Werken, darunter Arbeiten auf Papier, Gemälde sowie installative Werke....
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Schirn_Presse_John_Armleder_An_ancient_pond_2014_Detail_pho to_Jan_Windszus.jpg JOHN M. ARMLEDER, 7. JUNI – 1. SEPTEMBER 2019, John M. Armleder, An ancient pond (Detail), 2014, Mischtechnik auf Leinwand, 240 x 190 x 4 cm, Courtesy of the Artist and Mehdi Chouakri, Berlin, Photo: Jan Windszus, Berlin
Schirn_Presse_John_Armleder_An_ancient_pond_2014_Detail_pho to_Jan_Windszus.jpg JOHN M. ARMLEDER, 7. JUNI – 1. SEPTEMBER 2019, John M. Armleder, An ancient pond (Detail), 2014, Mischtechnik auf Leinwand, 240 x 190 x 4 cm, Courtesy of the Artist and Mehdi Chouakri, Berlin, Photo: Jan Windszus, Berlin

John M. Armleder: Cica.Circa.

Schirn Kunsthalle Frankfurt
Frankfurt/Main | 07.06.2019-01.09.2019
Ein einzig­ar­ti­ges Erleb­nis im Innen- und Außen­raum erschafft John M Armle­der. Eigens für die SCHIRN entwi­ckelt er neue, raum­fül­lende Instal­la­tio­nen. Sie verbin­den Hoch­kul­tur und Alltag, Tief­grün­di­ges und Bana­les auf ambi­va­lente Weise. Basie­rend auf dem forma­len Reper­toire der Moderne – Konstruk­ti­vis­mus, Op-Art, Pop, gesti­sche, abstrakte Male­rei, aber auch Video und Design –, findet Armle­der poeti­sche und ironi­sche Kommen­tare zu unse­rer heuti­gen Wirk­lich­keit und dem Status der Kunst. Zufall und Planung werden vermischt und die Besu­cher oft aktiv in den künst­le­ri­schen Prozess einge­bun­den. Der Schwei­zer gilt als einer der wich­tigs­ten Konzept-, Perfor­mance- und Objekt­künst­ler der Gegen­wart. Armle­der lebt und arbei­tet in Genf. Bereits 1986 bespielte er den Schwei­zer Pavil­lon auf der Bien­nale in Vene­dig und nahm 1987 an der docu­menta 8 in Kassel teil. Zahl­rei­che Auszeich­nun­gen und Werk­schauen folg­ten, so etwa zuletzt 2018 zwei Retro­spek­ti­ven zu seinem 70. Geburts­tag im Museum MADRE in Neapel und im Museion Bozen....
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Museum Ludwig, Foto: Thomas Riehle
Museum Ludwig, Foto: Thomas Riehle

Ben­jamin Katz Ber­lin Havel­höhe, 1960/61

Museum Ludwig
Köln | 07.06.2019-22.09.2019
An­läss­lich des 80. Ge­burt­s­tags von Ben­jamin Katz wird das Mu­se­um Lud­wig die be­deu­tende Fo­tor­ei­he Ber­lin Hav­el­höhe (1960/61) präsen­tieren, welche kür­zlich er­wor­ben wurde. An Tu­berku­lose erkrankt ver­brachte Katz an­derthalb Jahre im Kranken­haus Hav­el­höhe in Ber­lin und fo­to­gra­fierte den All­t­ag der Pa­tien­ten, aber auch das Gelände und seine Ge­bäude, die ur­sprünglich von der na­tio­n­al­sozial­is­tischen Reich­sakademie für Luft­waffe genutzt wor­den waren. Die Fo­to­gra­fien stellen ein ge­sellschaftlich­es, aber auch ein kün­st­lerisch­es Doku­ment dar, denn in den Auf­nah­men sind Katz’ An­fänge als Fo­to­graf zu ent­deck­en. Ber­lin Hav­el­höhe ver­mit­telt auch das Bild des Kün­stlers als jun­gen Mann. Gezeigt wer­den 45 Abzüge sowie die ge­samte Se­rie von 318 Auf­nah­men aus der Samm­lung, die als kle­in­for­matige Vin­tageprints auf 30 Blät­tern mon­tiert sind....
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Rautenstrauch-Joest-Museum, Foto: Rheinisches Bildarchiv Köln
Rautenstrauch-Joest-Museum, Foto: Rheinisches Bildarchiv Köln

geschenkt! - die Gabe der Diplomatie

Rautenstrauch-Joest-Museum Kulturen der Welt
Köln | 07.06.2019-22.09.2019
Während eines Staatsbesuchs werden traditionell Geschenke ausgetauscht. Doch was wird da eigentlich geschenkt? Das Rautenstrauch-Joest-Museum – Kulturen der Welt präsentiert in seiner Sonderausstellung „geschenkt! – die Gabe der Diplomatie“ rund 30 noch nie gezeigte Staatsgeschenke aus etwa 15 außereuropäischen Ländern wie Togo, Mexiko und Indonesien. Die kunstvollen Schnitzereien, aufwändigen Keramikarbeiten und Repliken bekannter Originale werden als Interventionen in der Dauerausstellung präsentiert. Welche Geschichten erzählen uns diese Objekte über das Herkunftsland, die Schenkenden, die Beschenkten und die Diplomatie im Allgemeinen?...
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Shirin Neshat: Roja, 2016, Leihgabe der Künstlerin und der Gladstone Gallery, New York und Brüssel, © Shirin Neshat
Shirin Neshat: Roja, 2016, Leihgabe der Künstlerin und der Gladstone Gallery, New York und Brüssel, © Shirin Neshat

Here We Are Today: Das Bild der Welt in Foto- & Videokunst

Bucerius Kunst Forum
Hamburg | 07.06.2019-29.09.2019
Unter dem Titel Here We Are Today zeigt das Bucerius Kunst Forum paradigmatische Positionen der künstlerischen Auseinandersetzung mit den zentralen Fragen unserer globalisierten Gesellschaft. Kaum eine andere Gattung der bildenden Kunst greift so unmittelbar aktuelle Themen des gesellschaftlichen Diskurses auf wie Videokunst und Fotografie, weshalb sich die Ausstellung auf diese beiden Medien konzentriert. Gezeigt werden 80 größtenteils seriell angelegte Fotografien und sieben Videos, die sich auf die Themen Identität, Heimat, Vergangenheit, Verbrechen und Kapital konzentrieren. Die Schau versammelt exemplarische Positionen von 16 bedeutenden zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern wie Andreas Gursky, Pieter Hugo, Herlinde Koelbl, Eva Leitolf, Shirin Neshat, Marcel Odenbach, Peter Piller, Hito Steyerl oder Tobias Zielony. Identität, Heimat, Vergangenheit, Verbrechen und Kapital – in diese fünf Kapitel gliedert sich die von Kathrin Baumstark kuratierte Schau. Die gezeigten Arbeiten geben den Gedanken, die wir alle zu diesen hochaktuellen Themen haben, ein Bild. Sie visualisieren die Fragen des Betrachtenden ohne jedoch eine Antwort zu geben bzw. geben zu wollen. Vielmehr wollen sie den Betrachtenden zum Hinterfragen der eigenen Position anregen. Die Fotografien und Videos prägen dabei eine sehr hohe Ästhetik, der wiederum die Inhalte konträr gegenüberstehen, sie berühren und hinterfragen zugleich die Sehgewohnheiten. Here We Are Today zeigt künstlerische Positionen, die Kommunikation stiften, Empfindungen wecken sowie die Urteilskraft stärken. Es geht um Kunst, die Kenntnis mit Erkenntnis verwebt. Für dieses Anliegen eignen sich Werke besonders, die Lebenserfahrungen verdichten: Daraus entsteht Relevanz und Lesbarkeit. So findet sich in einigen Arbeiten, etwa von Shirin Neshat oder Samuel Fosso, ein Zusammenspiel der eigenen Biographie der Künstlerinnen und Künstler mit allgemeingültigen Fragestellungen. Und nicht zuletzt wird bei scheinbar nebeneinanderstehenden Themen wie Heimat und Verbrechen deutlich, wie eng die einzelnen Fragestellungen jedoch miteinander verzahnt sind....
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DAM - Deutsches Architekturmuseum, Foto: Uwe Dettmar
DAM - Deutsches Architekturmuseum, Foto: Uwe Dettmar

Bengal Stream - Die vibrierende Architekturszene von Bangladesch

DAM - Deutsches Architekturmuseum
Frankfurt/Main | 07.06.2019-20.10.2019
Bangladeschs Architekturlandschaft ist Masala (bengal. মাসালা) — ein berauschendes Miteinander der Kontraste. In der Delta Region verschwimmen nicht nur die Grenzen zwischen Land und Wasser. Vergangenes und Heutiges durchdringen sich. Beständiger Zeuge ist die Architektur, wie die Ausstellung anhand von 60 Projekten etablierter und junger bengalischer Architekten zeigt. Vergängliche Bambuskonstruktionen treffen auf Wände aus Beton brut, ursprünglich in Ziegel ausgeführte bengalische Gitterornamente (jali) verwandeln sich in halb transparente Gewebe. Dieses Oszillieren zwischen lokalen und internationalen Einflüssen kennzeichnete bereits die Moderne im Ganges-Delta. So finden sich vor allem Spuren Louis I. Kahns im Werk des lokalen Protagonisten Muzharul Islam, das in Originalzeichnungen zu sehen ist....
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Brigitta Garcia López (*1967) Diverse Skulpturen, 1997–2016 Knetmasse (Fimo), Masse variabel © Brigitta Garcia López
Brigitta Garcia López (*1967) Diverse Skulpturen, 1997–2016 Knetmasse (Fimo), Masse variabel © Brigitta Garcia López

Alles Kneten - Metamorphose eines Materials

Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
Hamburg | 07.06.2019-03.11.2019
Knete – kaum ein anderer Werkstoff erschließt durch seine Wandelbarkeit und Ausdruckskraft so viel kreatives Potenzial wie dieser aus Wasser, Öl, Salz und Stärke. Weich und mühelos formbar ist Knete (auch unter dem Begriff Plastilin bekannt) nicht nur für das Spiel in Kinderhänden gemacht, sondern kommt in zahlreichen kreativen Feldern zum Einsatz. Insbesondere für den Animationsfilm ist das Material seit jeher Basis für die Erzählung fantasievoller Geschichten. Das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG) rückt mit der Ausstellung ALLES KNETEN. Metamorphose eines Materials die Vielfältigkeit, die Geschichte und den Einfluss dieses faszinierenden Materials auf die zeitgenössische Popkultur in den Fokus und schließt damit an Formate wie PIXAR. 25 Years of Animation (2013), comicleben_comiclife (2013/14), Hokusai x Manga (2016) und Game Masters (2016/17) an. Gezeigt werden über 40 internationale Werke aus Animation, zeitgenössischer Kunst und Design von den 1950er-Jahren bis heute. Den Schwerpunkt bilden dabei die bewegten Bilder: neben Animationsfilmklassikern und internationalen Erfolgsfilmen für Kinder und Erwachsene präsentiert die Ausstellung auch Musikvideos und Experimentalfilme. Darüber hinaus beleuchtet sie Positionen der bildenden Kunst, Skulpturen und Installationen sowie Modelle aus Produktdesign und Maskenbildnerei. Gleichzeitig bietet die Ausstellung einen Einblick in die Geschichte der Knetmassen, und auch der individuellen Kreativität der Besucher*innen wird mit einem Hands-On-Bereich ausreichend Raum geboten....
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Hamburger Kunsthalle, Foto: Romanus Fuhrmann-Rickert
Hamburger Kunsthalle, Foto: Romanus Fuhrmann-Rickert

Edith Dekyndt: They Shoot Horses

Hamburger Kunsthalle - Sammlung Galerie der Gegenwart
Hamburg | 07.06.2019-07.06.2020
Der Titel der Ausstellung bezieht sich auf Horace McCoys Roman They Shoot Horses, Don’t They? (dt. Nur Pferden gibt man den Gnadenschuss) aus dem Jahr 1935, der durch die Verfilmung von Sydney Pollack aus dem Jahr 1969 mit Jane Fonda in der Hauptrolle berühmt wurde. Der Roman handelt von einem Tanzmarathon während der Weltwirtschaftskrise in Amerika. Gewinner ist das Tanzpaar, das sich am längsten auf dem Parkett halten kann. Hungrige und verzweifelte Teilnehmer_innen gehen für den Gewinn an ihre körperlichen und psychischen Grenzen. Auf menschenverachtende und zynische Weise wird hier versucht – vergleichbar den römischen Gladiatorenkämpfen –, von den alltäglichen Problemen abzulenken. Unterhaltung ist alles, auch wenn Menschen dabei Schaden nehmen oder gar zu Tode kommen. Nur Pferden gibt man den Gnadenschuss... Edith Dekyndts Installation They Shoot Horses besteht aus einem Samtvorhang, der in regelmäßigen Abständen mit Stahlnägeln durchbohrt ist und die eine Raumhälfte des Erdgeschosses der Galerie der Gegenwart durchzieht. Der Vorhang setzt sich durch Raumwände fort und bildet in seiner Kurvenform ein Moment der Bewegung und Dynamisierung innerhalb der strengen quadratischen Rasterung von O. M. Ungers‘ Architektur. Auf einem Video sind Archivaufnahmen des Tanz-Marathons der 1920er Jahre zu sehen. Der schwere Vorhang erinnert an luxuriöse Raumausstattungen oder auch an mondäne Theatervorstellungen. Die Nägel, mit denen der Vorhang gleichmäßig bestückt ist, kontrastieren mit dem weich fallenden Samt und machen aus dem Textil einen „Eisernen Vorhang“. Edith Dekyndt (* 1960 Ypres, Belgien) lebt und arbeitet in Brüssel und Berlin. Ihre Arbeiten wurden u.a. im BOZAR und im WIELS in Brüssel, im Museum of Modern Art in New York, im Witte de With in Rotterdam gezeigt. Sie ist Trägerin des Kunstpreis Finkenwerder 2019. Die Ausstellung entstand in Kooperation mit dem Kunsthaus Hamburg....
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Goutam Ghosh, Installationsansichten, Reptiles, Kunsthaus Hamburg 2019,  Courtesy of the artist and STANDARD (OSLO), Oslo, Fotos: Hayo Heye
Goutam Ghosh, Installationsansichten, Reptiles, Kunsthaus Hamburg 2019, Courtesy of the artist and STANDARD (OSLO), Oslo, Fotos: Hayo Heye

Edith Dekyndt: The White, The Black, The Blue

Kunsthaus Hamburg
Hamburg | 08.06.2019-04.08.2019
Im Kunsthaus Hamburg wird Edith Dekyndt eine Reihe neuer Arbeiten entwickeln, die vielfältige Bezüge zum Ort herstellen. Mit dem Hafen ist Hamburg als globaler Warenumschlagplatz Teil eines ökonomischen Verwertungssystems, das einen – in der Stadt unübersehbaren – Wohlstand generiert, aber ebenso von extremen Ungleichheiten geprägt ist. So wird nicht weit von der Hamburger Kunstmeile entfernt jener Müll der sogenannten Industrienation als Rohstoff für die prekärsten Teilnehmer am globalen Kreislauf gesammelt und containerweise weiterverteilt. Die ausrangierten Objekte aus Hamburger Haushalten und industrieller Produktion schichtet Dekyndt in der Ausstellungshalle des Kunsthauses zu einer raumgreifenden Installation, in der sich die Härte des ökonomischen Kreislaufs auf einer vielseitigen sensuellen Ebene widerspiegelt. Durch minimale Eingriffe verändert die Künstlerin ihre verwendeten Materialien, indem sie sie u. a. mit Flüssigkeiten tränkt, akkumuliert oder konserviert. In der Kombination medialer, zeitbasierter Arbeiten mit den skulpturalen Materialassemblagen setzt Dekyndt der Komplexität des Themas in der Ausstellung eine zeitlose Formsprache entgegen. Zusätzlich zu der neuen Installation werden sowohl in der Hamburger Kunsthalle als auch im Kunsthaus Hamburg und im Airbuswerk auf Finkenwerder Arbeiten aus den letzten sieben Jahren präsentiert. Eine verbindende Linie der Werkschau bilden dabei kontrastierende Materialeigenschaften und Aggregatzustände der meist aus dem Alltag entlehnten Objekte, Bilder und Töne, die Dekyndt durch subtile Eingriffe in einfacettenreiches synästhetisches Bezugsfeld zueinander setzt. Häufig verwendet sie in ihren Arbeiten ephemere Materialien wie z. B. Stoffe, Erde, Flüssigkeiten oder Salze. Dabei lässt sie die stillen Kräfte natürlicher Transformationsprozesse sichtbar werden oder dokumentiert in kurzen Videosequenzen die formbildenden Dynamiken, die sie in ihrer Umwelt entdeckt. Im Titel „The White, The Black, The Blue“ spielt die Künstlerin auf die vielfältige Symbolkraft der Farben an, deren Bedeutung je nach Kontext und Konnotation sehr unterschiedlich ist. Edith Dekyndt stellt die menschlichen Wahrnehmungsfähigkeiten in ihrer Kunst immer auch in einen gesellschaftlichen und politischen Zusammenhang, in welchem die vermeintliche Neutralität natürlicher Phänomene in großem Kontrast dazu steht, wie und wofür der Mensch sie sich zu eigen macht. Der mit 20.000 Euro dotierte Kunstpreis Finkenwerder wird seit 1999 vom Kulturkreis Finkenwerder ausgelobt und von der Firma Airbus finanziert. Er wird an Künstler vergeben, die mit ihrem Schaffen einen herausragenden künstlerischen Beitrag zur zeitgenössischen Kunst in Deutschland geleistet haben. Zu den PreisträgerInnen der letzten Jahre zählen die KünstlerInnen Almut Heise, George Rickey, Candida Höfer, Neo Rauch, Daniel Richter, Thorsten Brinkmann, Ulla von Brandenburg, Christian Jankowski und Georges Adéagbo. Mit Edith Dekyndt (*1960, Ypres, Belgien) würdigt die Jury eine Künstlerin, die mit ihrer subtilen und minimalistischen Bildsprache ein nachhaltiges Bewusstsein für die Zusammenhänge zwischen Mensch, Materie und Umwelt geschaffen hat. Edith Dekyndt (*1960, Ypres, Belgien) ist international in renommierten Ausstellungen und Sammlungen vertreten. Zuletzt hatte sie u. a. Einzelausstellungen bei VNH Gallery, Paris (2019); Unlimited Art Basel (2018); Carl Freedman Gallery, London (2017); Wiels – Center for Contemporary Art (2016), Brüssel; DAAD Galerie, Berlin (2016); Le Concortium, Dijon (2015); Temporary Gallery, Köln (2014) und war Teil zahlreicher Gruppenausstellungen wie u. a. 57. Venedig Biennale (2017); Martin Gropius Bau, Berlin; Van Abbe Museum, Eindhoven (2016); SMAK, Gent; Akademie der Künste Berlin; Skulpturenpark Köln (2015). Sie wird vertreten von den Galerien Carl Freedman (Margate), Greta Meert (Brussels), VHN (Paris), Konrad Fischer (Düsseldorf/Berlin) und Karin Günther (Hamburg). Edith Dekyndt lebt und arbeitet in Berlin und Brüssel und ist in diesem Jahr an der BIENALSUR, Biennial of South America und der Oslo Biennale beteiligt....
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Bogomir Ecker, Trillerpfeifen und Ghettoblaster, 1994/2004, Museum der bildenden Künste Leipzig, ˆ VG Bild-Kunst Bonn, 2017; Foto: Punctum/A. Schmidt
Bogomir Ecker, Trillerpfeifen und Ghettoblaster, 1994/2004, Museum der bildenden Künste Leipzig, ˆ VG Bild-Kunst Bonn, 2017; Foto: Punctum/A. Schmidt

Leonardo war nie in Leipzig

Museum der bildenden Künste Leipzig
Leipzig | 12.06.2019-15.09.2019
.. aber er hat in der Stadt im Laufe der Jahrhunderte etliche Spuren hinterlassen. Gezeigt wird die außerordentliche Bedeutung, die Leonardo für die ästhetische Bildung der Eliten und für die Künstlerausbildung besaß....
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Museum für Kommunikation Frankfurt
Museum für Kommunikation Frankfurt

Nam June Paiks Pre Bell Man

Museum für Kommunikation Frankfurt
Frankfurt/Main | 13.06.2019-30.08.2019
Vor rund 30 Jahren wurde die Video-Skulptur Pre Bell Man bei dem koreanischen Künstler Nam June Paik für die Eröffnung des Museums für Kommunikation in Auftrag gegeben.Vor dem Eingang des modernen Gebäudes stimmte die multimediale Reiterfigur die Besucher auf den Museumsbesuch ein. Die Plastik ist von Paik als Assemblage aus Objekten, Geräten und Bauteilen von Radio- und TV-Geräten aus den Sammlungen des Museums zusammengestellt worden. Sie gehört mit 4,10 Metern zu seinen größten Video-Installationen. Für den Außenbereich geschaffen war der Pre Bell Man von Beginn an schädigenden Temperatur- und Witterungseinflüssen ausgesetzt. Als 2012 erneut Restaurierungsarbeiten notwendig wurden, erschien es aus konservatorischen Gründen unmöglich, das Kunstwerk an dem Standort vor dem Museum, für den es erdacht wurde, erneut aufzustellen. Es wurde in der Sammlung verwahrt und in den darauffolgenden Jahren wurden Lösungsmöglichkeiten für seine Präsentation in der Öffentlichkeit entwickelt. Aufgrund der engen Zusammenarbeit mit dem Künstler im Rahmen vorausgegangener Restaurierungen und auch Paiks öffentlich immer wieder bekundeter Haltung zum Original und zur Konservierung seiner multimedialen Werke, konnte das Museumsteam eine große wissenschaftliche Expertise von Restauratoren und Kunsthistorikern zusammenführen, die 2018 zu einem außergewöhnlichen Ergebnis führte: Dank der Auffindung von Doubletten der Kommunikationsgeräte, die Paik 1989 für die Gestaltung des Reiters verwendete, wird derzeit mit originalen historischen Ersatzteilen eine Nachschöpfung hergestellt. Die Authentizität des Kunstwerks bleibt damit bestens erhalten und eine erneute Aufstellung auf dem Museumsplatz ist unbedenklich. Nachdem das Pferd im Dezember 2018 im Atelier des Frankfurter Künstlers Anselm Baumann abgeformt wurde, befindet es sich aktuell in der Restaurierungswerkstatt im Sammlungsdepot in Heusenstamm. Anlässlich seiner Aufstellung zeigt das Museum ab 13. Juni eine begleitende Ausstellung in den Kunsträumen. Die Ausstellung trägt zum Verständnis von Medien-Kunst, den Eigenarten des Mediums im Allgemeinen und der Bedeutung von Paiks Werk im Besonderen bei. Die darin angelegte medienkritische Haltung ist ein Paradigma für die Museumsarbeit und spiegelt sich in der Konzeption der 2017 eröffneten Dauerausstellung Mediengeschichte/n neu erzählt....
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Foto: Dieter Leistner, Museum Angewandte Kunst
Foto: Dieter Leistner, Museum Angewandte Kunst

meet asian art: Die Farbe von Jade und Ewigkeit. Chinesische Seladon-Keramik aus zweieinhalb Jahrtausenden

Museum für Angewandte Kunst (MAK)
Frankfurt/Main | 14.06.2019-30.06.2019
Jade ist in China seit jeher kostbarer als Silber und Gold. Mit seinem milchig-graugrünen Glanz gilt der Edelstein in der chinesischen Kultur als Symbol für ein langes Leben und Unsterblichkeit. Aus der hohen Wertschätzung für dieses Material erklärt sich die anhaltende Beliebtheit jadefarbener Keramikglasuren in China seit dem ersten Jahrtausend v. Chr.. Ab Juni 2018 zeigt das Museum Angewandte Kunst eine Auswahl solcher Seladon-Keramiken in seinem Ausstellungs- und Veranstaltungsforum 亞歐堂 meet asian art. Mit Exponaten aus zweieinhalb Jahrtausenden führt die Kabinettausstellung eindrucksvoll die Kunstfertigkeit chinesischer Töpfer vor Augen, die mit einfachen, eleganten Formen und Glasuren in der einzigartigen Farbe von Jade Stücke von großer Ausdruckskraft schufen....
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Frankfurter Kunstverein, Foto: Norbert Miguletz
Frankfurter Kunstverein, Foto: Norbert Miguletz

Takayuki Todo

Frankfurter Kunstverein
Frankfurt/Main | 14.06.2019-08.09.2019
Als Sonderprojekt wird in der Sommerausstellung der japanische Künstler Takayuki Todo seinen humanoiden Roboter „SEER“ präsentieren, der als Forschungsprojekt zu den Themen Blick und menschlichem Gesichtsausdruck vom Künstler entwickelt wurde. Der Roboter fokussiert das Gesicht seines Gegenübers, erwidert seinen Blick und spiegelt mit reduzierter Mimik dessen Gesichtausdrücke. Mit einem Kamerasensor verfolgt er die Augen seines Betrachters und interagiert mit ihm....
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Frankfurter Kunstverein, Foto: Norbert Miguletz
Frankfurter Kunstverein, Foto: Norbert Miguletz

Theo Jansen

Frankfurter Kunstverein
Frankfurt/Main | 14.06.2019-08.09.2019
Der Frankfurter Kunstverein zeigt den holländischen Künstler und Forscher Theo Jansen. Im Laufe von Jahrzehnten hat er unzählige artifizielle Lebewesen, die sogenannten Strandbiester, entwickelt. Aus seinem Wissen über Bionik und Ingenieurswissenschaft schafft Jansen kinetische Skulpturen, die er kontinuierlich weiterentwickelt und immer unabhängiger von menschlichen Eingriffen gemacht hat und die von ihm als neue Form des nichtbiologischen Lebens bezeichnet werden....
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Frankfurter Kunstverein, Foto: Norbert Miguletz
Frankfurter Kunstverein, Foto: Norbert Miguletz

Yves Netzhammer

Frankfurter Kunstverein
Frankfurt/Main | 14.06.2019-08.09.2019
Dem schweizerischen Künstler Yves Netzhammer widmet der Frankfurter Kunstverein eine Überblicksschau, die Arbeiten aus dem gesamten Schaffensspektrum des Künstlers zeigt, darunter digitale Animationen, Zeichnungen und kinetische Objekte. Seine Arbeiten konzentrieren sich auf computeranimierte menschliche Figuren und kinetische Skulpturen, die durch grundlegende Bewegungsabläufe empathische Sprünge hervorrufen. Netzhammer steht mit seinem künstlerischen Oeuvre für die Auseinandersetzung mit zentralen Fragen des Menschseins im digitalen Zeitalter....
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Wolfgang Schulz, Michael, 1980, © Wolfgang Schulz
Wolfgang Schulz, Michael, 1980, © Wolfgang Schulz

Wolfgang Schulz und die Fotoszene um 1980 - Fotografie neu ordnen

Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
Hamburg | 14.06.2019-24.11.2019
Im Rahmen seiner Ausstellungsreihe "Fotografie neu ordnen" unternimmt das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG) eine Bestandsaufnahme der deutschen Fotoszene um 1980. Ein Ausgangspunkt ist die Zeitschrift Fotografie. Zeitschrift internationaler Fotokunst, die von dem Fotografen Wolfgang Schulz (*1944) zwischen 1977 und 1985 herausgegeben wurde. Darüber hinaus lädt das MKG die Fotoexperten Reinhard Matz (Köln), Steffen Siegel (Folkwang Universität Essen) und Bernd Stiegler (Universität Konstanz) ein, ihr Forschungsprojekt über die 1980er Jahre mit den historischen Fotografien in der Sammlung des MKG in Beziehung zu setzen. Ziel der Zusammenarbeit ist eine fotografiegeschichtliche Archäologie der deutschen Fotoszene um 1980 am Beispiel der Zeitschrift Fotografie und ihrer Protagonisten. Sie zeigt rund 150 Exponate von Wolfgang Schulz, Hans Christian Adam, Dörte Eißfeldt, Verena von Gagern, André Gelpke, Dagmar Hartig, Andreas Horlitz, Reinhard Matz, Angela Neuke, Heinrich Riebesehl, Wilhelm Schürmann, Holger Stumpf, Petra Wittmar und Miron Zownir, die Zeitschrift selbst sowie eine Reihe von eigens für die Ausstellung geführten Interviews mit Zeitzeugen....
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Museum der Arbeit (Foto: SHMH, Susanne Dupont)
Museum der Arbeit (Foto: SHMH, Susanne Dupont)

Frau Architekt - Seit mehr als 100 Jahren: Frauen im Architekturberuf

Museum der Arbeit
Hamburg | 15.06.2019-08.09.2019
Die Architektur war lange Zeit eine Männerdomäne. Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden Frauen erstmals an den Technischen Hochschulen in Deutschland zu diplomierten Architektinnen ausgebildet und haben – oft mit innovativen Ideen und nicht selten gegen massive Widerstände – maßgebliche Beiträge zur Entwicklung der Architektur des 20. und 21. Jahrhunderts geleistet. Wie kaum eine andere Disziplin war Architektur von jeher eine Männerdomäne. Daran hat sich bis heute nur wenig geändert. Seit einigen Jahren studieren mehr Frauen als Männer an den Architekturhochschulen. Der Trend ist europaweit, in Deutschland mit mehr als 53 Prozent am deutlichsten. Andererseits gibt es unter den im Beruf tätigen Architekten erst 30,9 Prozent Frauen. Zwar erreichen heute mehr Frauen als früher leitende Positionen als Partnerinnen in Architekturbüros, als Hochschullehrerinnen, als Präsidentinnen von Architektenkammern, an dem Geschlechter-Missverhältnis in der Architektur ändern solche Karrieren dennoch wenig. Die Gründung von Büros, die Besetzung einflussreicher Stellen und Professuren ist noch immer Männersache. Die Ausstellung im Deutschen Architekturmuseum geht diesem Phänomen nach und zeigt historische und aktuelle Entwicklungen. Gegenwärtig sind weniger als ein Drittel der Architekten Frauen, aber möglicherweise könnten es im Jahr 2020 schon über die Hälfte sein, denn momentan studieren mehr Frauen als Männer an den Architekturhochschulen....
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Signal zum Aufbruch! 100 Jahre Gründung der Dresdner Sezession - Gruppe 1919

Städtische Galerie Dresden - Kunstsammlung
Dresden | 15.06.2019-15.09.2019
Am 29.1.1919 wurde die »Dresdner Sezession – Gruppe 1919« gegründet. Initiator war Conrad Felixmüller, weitere später bekannte Mitglieder waren Otto Dix und Lasar Segall. Die Sezession wollte »dem Kommenden den Weg bereiten«, d.h. sah sich als Interessenvertretung der jungen expressionistischen Kunst. Zwei rasch aufeinanderfolgende Ausstellungen 1919 und eine dritte im Jahr 1920 machten die Gruppe überregional bekannt, doch die rasanten Entwicklungen der damaligen Zeit führten schon im Gründungsjahr auch zu ersten Auflösungserscheinungen. Zum 100. Jahrestag der Sezessionsgründung zeigen wir eine Ausstellung mit Werken der Sezessionisten aus der Zeit bis 1920 mit vielen nationalen und internationalen Leihgaben....
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On tour. Clara Schumann als Konzertvirtuosin auf den Bühnen Europas.

Stadtmuseum Bonn
Bonn | 15.06.2019-29.09.2019
Clara Schumanns Konzertreisen – damals noch in Begleitung und organisiert von ihrem Vater Friedrich Wieck - begannen schon vor ihrem zwölften Lebensjahr und führten sie unter anderem zu Goethe. Mit einer mehr als 60 Jahre dauernden Künstlerkarriere, die Clara Schumann auf alle renommierten Konzertbühnen Europas führte, war sie die berühmteste Pianistin des 19. Jahrhunderts und gehörte auf dem Klavier zu den Allergrößten ihrer Zeit....
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Von Menschen und stillen Helden - Die Freiwillige Feuerwehr am Niederrhein

Niederrheinisches Museum für Volkskunde und Kulturgeschichte
Kevelaer | 16.06.2019-08.09.2019
RETTEN – LÖSCHEN – BERGEN – SCHÜTZEN – vier Begriffe, die für die Aufgabenbereiche der Feuerwehr stehen und begründen, weshalb täglich Menschen zu Einsätzen alarmiert werden, um anderen zu helfen. Feuerwehrmänner und-frauen werden in der Gesellschaft daher gerne als Helden bezeichnet, auch wenn sie nicht so genannt werden möchten. Doch im Stillen sind sie eben jene Helden unter uns, die als Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren neben ihrem eigentlichen Beruf 24/7 bereitstehen. Gerade am ländlich geprägten Niederrhein gibt es mehr Freiwillige Feuerwehren als Berufsfeuerwehren, die auch die Brauchtumspflege in ihren jeweiligen Gemeinden und Städten zum Beispiel bei Umzügen oder Veranstaltungen unterstützen. So nimmtman sie mit ihren auffälligen Helmen, in ihren blauen oder beigen Schutzkleidungen oder in den roten Fahrzeugen mit Blaulicht im Alltag wahr. Doch alles hat einmal seinen Anfang und somit werden auch die Ursprünge der Freiwilligen Feuerwehr in der Ausstellung thematisiert. Insbesondere der Weg der Feuerwehren am Niederrhein und im Kreis Kleve wird anhand von Beispielen vorgestellt. Fahrzeugtechnik, Schutzausrüstung und Löschmittel stehen für einige Themenbereiche, die sich im Laufe der Zeit auf verschiedenste Weise weiterentwickelt haben und damit den Ausgang von Einsätzen beeinflussen. Historische Zeugnisse und insbesondere die ganz persönliche Note jedes Einzelnen in diesem Ehrenamt stehen ebenso im Fokus. Erhalten Sie also einen Einblick in die Geschichte der Feuerwehr, die getreu dem Motto „Gott zur Ehr – dem Nächsten zur Wehr“ bis heute existiert....
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Neue Heimat finden. Auf Vielfalt vertrauen. Im Revier leben.

Hoesch-Museum
Dortmund | 18.06.2019-14.07.2019
Diese Wanderausstellung, erarbeitet mit Theologen und Historikern, hat im Rahmen des Evangelischen Kirchentages ihren Auftakt im Hoesch-Museum. Die Wechselwirkungen von Migration und Religion im Ruhrgebiet der letzten 170 Jahre wird dabei anhand von Konflikten und Kooperationen untersucht. Das Hoesch-Museum ergänzt die Schau mit lokalen Exponaten, Archivalien und Interviews. Unter dem Titel „Vertrauenssache“ gibt es dazu Veranstaltungen während des Kirchentages....
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Schirn_Presse_Nicolai_bausatz_noto_____-_color_vinyl_display_ph oto_Julija_Stankeviciene.jpg BIG ORCHESTRA, 19. JUNI – 8. SEPTEMBER 2019, Carsten Nicolai, bausatz noto ∞ (color version), 1998/2015, record player, color vinyl records with locked grooves, mixing board, amplifier, loudspeaker/ headphones, dimension variable, © VG Bild-Kunst, Bonn 2018, Courtesy Galerie EIGEN + ART Leipzig/Berlin, Photo: Julija Stankeviciene
Schirn_Presse_Nicolai_bausatz_noto_____-_color_vinyl_display_ph oto_Julija_Stankeviciene.jpg BIG ORCHESTRA, 19. JUNI – 8. SEPTEMBER 2019, Carsten Nicolai, bausatz noto ∞ (color version), 1998/2015, record player, color vinyl records with locked grooves, mixing board, amplifier, loudspeaker/ headphones, dimension variable, © VG Bild-Kunst, Bonn 2018, Courtesy Galerie EIGEN + ART Leipzig/Berlin, Photo: Julija Stankeviciene

Big Orchestra

Schirn Kunsthalle Frankfurt
Frankfurt/Main | 19.06.2019-08.09.2019
Zeit­ge­nös­si­sche Kunst hat ihren eige­nen Sound. Musik­in­stru­mente, die gleich­sam Skulp­tu­ren sind, stehen für eine noch rela­tiv unbe­kannte, junge Entwick­lung in der Gegen­warts­kunst. In einer inter­na­tio­nal besetz­ten Grup­pen­aus­stel­lung zeigt die SCHIRN künst­le­ri­sche Arbei­ten, denen gleich­zei­tig die Funk­tion von Musik­in­stru­men­ten inne­wohnt. Das Spiel auf den skulp­tu­ra­len Instru­men­ten bildet den Mittel­punkt der in stän­di­ger Verän­de­rung begrif­fe­nen Ausstel­lung. Während der Lauf­zeit wird die SCHIRN tempo­rär zu einem Konzert­saal, in dem die Arbei­ten akti­viert und zum Klin­gen gebracht werden. Für die Besu­cher wird der Sound der Kunst­werke live erleb­bar. Eine mobile Display-Archi­tek­tur schafft Raum für Work­shops, in denen der Klang der Instru­mente von Musi­kern in immer neu zusam­men­ge­stell­ten Ensem­bles erforscht und anschlie­ßend in Konzer­ten präsen­tiert wird. Die Künst­le­rin­nen und Künst­ler lassen in Perfor­man­ces ihre eige­nen Arbei­ten ertö­nen. Ausgangs­punkt des Konzep­tes ist der erwei­terte Kunst- und Musik­be­griff der Fluxus­be­we­gung der 1960er-Jahre: Happe­nings oder Aktio­nen wurden als „Konzerte“ begrif­fen, da sie ähnlich wie Kompo­si­tio­nen struk­tu­riert waren und unter­schied­li­che Medien und Mate­ria­lien mitein­an­der kombi­nier­ten....
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Foto: Städel Museum
Foto: Städel Museum

Absolventen - Ausstellung der Städelschule 2019

Städel Museum
Frankfurt/Main | 20.06.2019-14.07.2019
Die Absolventenausstellung der Hochschule für Bildende Künste – Städelschule findet dieses Jahr erneut im Städel Museum statt. 20 Künstlerinnen und Künstler präsentieren Arbeiten in verschiedenen Medien und Disziplinen. Mit Immanuel Birkert, Xenia Bond, Jakob Brugge, Harry Chapman, Olivia Coran, Edi Danartono Winarni, Onur Gökmen, Siri Hagberg, Stian Hansen, Helena Hasson, Kiarash K, Valentina Knežević, Niwat Manatpiyalert, José Montealegre, Ivan Murzin, Max Negrelli, François Pisapia, Soley Ragnarsdöttir, Kristin Reiman und Julian Tromp. Die Ausstellung umfasst Werke von Absolventinnen und Absolventen aus den Klassen von Monika Baer, Peter Fischli, Douglas Gordon, Judith Hopf, Hassan Khan, Tobias Rehberger, Willem de Rooij und Amy Sillman....
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Kino der Moderne - Film in der Weimarer Republik

Deutsche Kinemathek - Museum für Film und Fernsehen mit Marlene Dietrich Collection
Berlin | 20.06.2019-13.10.2019
Die von der Deutschen Kinemathek - Museum für Film und Fernsehen gemeinsam mit der Bonner Bundeskunsthalle entwickelte Ausstellung präsentiert das Kino der Weimarer Republik. Anlässlich des 100-jährigen Gründungsjubiläums der ersten deutschen Republik werden die Wechselwirkungen zwischen Kino und Alltagskultur, die künstlerischen und technischen Innovationen des damaligen Filmhandwerks sowie das Entstehen von Filmkritik und -theorie in den 1920er-Jahren aus interdisziplinärer Perspektive betrachtet. Wie keine andere Kunstform spiegelte das Kino den Zeitgeist der Moderne: Mode und Sport, Mobilität und urbanes Leben, Genderfragen und das Entstehen der Psychoanalyse prägen die Filme jener Stilepoche, die zu einem maßgeblichen Einfluss für die internationale Filmästhetik wurde. Nach ihrer ersten Station in Bonn beleuchtet die für Berlin neu adaptierte Ausstellung auch das vielfach in Vergessenheit geratene Wirken von Frauen hinter der Kamera. Vorgestellt werden 21 weibliche Filmschaffende, die als Produzentinnen, Regisseurinnen, Drehbuchautorinnen oder Szenenbildnerinnen tätig waren. Der überwiegende Teil der großzügig inszenierten Exponate stammt aus den Sammlungen der Deutschen Kinemathek, zahlreiche von ihnen sind erstmals öffentlich zu sehen. Ergänzt werden sie von Leihgaben aus den Bereichen Kunst, Design und Architektur aus dem In- und Ausland....
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Karl Schmidt-Rottluff (1884-1976) Selbstbildnis, 1919 Holzschnitt, 49,8 x 39,4 cm Städel Museum, Frankfurt am Main, Graphische Sammlung © VG Bild-Kunst, Bonn 2019
Karl Schmidt-Rottluff (1884-1976) Selbstbildnis, 1919 Holzschnitt, 49,8 x 39,4 cm Städel Museum, Frankfurt am Main, Graphische Sammlung © VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Geheimnis der Materie -Kirchner, Heckel und Schmidt-Rottluff

Städel Museum
Frankfurt/Main | 26.06.2019-13.10.2019
Im Sommer 2019 spürt das Städel Museum in einer Sonderausstellung den Wechselbeziehungen zwischen Holzschnitt und Holzplastik im Schaffen von Ernst Ludwig Kirchner (1880–1938), Erich Heckel (1883–1970) und Karl Schmidt-Rottluff (1884–1976) nach. Den Ausgangspunkt bildet dabei das Material Holz, das wie kein anderes mit der Kunst des deutschen Expressionismus verbunden ist. Es reizte die Künstler gerade wegen seiner Unebenheiten und Maserungen sowie der unterschiedlichen Farbigkeit und Härte. Als sich Kirchner, Heckel und Schmidt-Rottluff im Sommer 1905 in Dresden zur Künstlervereinigung „Brücke“ zusammenschlossen, wurde der Holzschnitt zu einem ihrer wichtigsten künstlerischen Medien. In dieser Drucktechnik treten bis weit in die 1920/30er-Jahre der spezifische Ausdruck und die Experimentierfreude der drei Künstler am vielleicht deutlichsten zutage. Etwa gleichzeitig mit den ersten Holzschnitten und eng mit ihnen verbunden entstanden zudem geschnitzte Reliefs, Aktfiguren und Köpfe, die in ihrer Bearbeitung formal und inhaltlich auf den Holzschnitt zurückwirkten – und umgekehrt. Den besonderen Umgang der Künstler mit dem Material und der Technik thematisiert die Ausstellung anhand von rund 90 Holzschnitten, fünf Druckstöcken und einer Reihe von Skulpturen. Der Großteil der Werke stammt aus dem eigenen Bestand des Städel Museums, der Sammlung des Frankfurter Mäzens Carl Hagemann....
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100 Jahre Bauhaus - Laboratorium Bauhaus

Stadtmuseum Hattingen
Hattingen | 27.06.2019-25.08.2019
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Nanne Meyer, Begraute, 1999-2004, Öl- und Wachskreide auf Ansichtskarte, 10,5 x 15 cm © Nanne Meyer, Foto: Patrizia Bach
Nanne Meyer, Begraute, 1999-2004, Öl- und Wachskreide auf Ansichtskarte, 10,5 x 15 cm © Nanne Meyer, Foto: Patrizia Bach

Nanne Meyer Gute Gründe

Kunstmuseum Bonn
Bonn | 27.06.2019-06.10.2019
Die 1953 in Hamburg geborene und heute in Berlin lebende Künstlerin Nanne Meyer widmet sich seit den 1970er-Jahren ausschließlich der Zeichnung. Diese Konzentration hat ein vielfältiges Werk hervorgebracht, das mit der Linie als Leitmedium die unterschiedlichen Aspekte, Formen und Materialien des Zeichnerischen erkundet und bis ins Malerische und Objekthafte erweitert. Neben Blei- und Farbstift, Kreide und Tinte verwendet Nanne Meyer unter anderem Dispersionsfarbe, Gouache, Lack, benutzt Fundstücke des alltäglichen Lebens, Landkarten, Lehrbücher, Schablonen, die sie bezeichnet und in eine eigene Bildrealität transformiert. Zeichnen ist Denken und zugleich Arbeit an einem offenen Bildvokabular des Wirklichen und Möglichen. Nanne Meyer entwirft eine instabile Kartografie der Welt, die nichts festlegt und zu keinem Ende kommt, sondern ihre Präsenz und Produktivität gerade aus dem Schwanken, dem Verwandeln, dem Einfügen und wieder Verschwinden gewinnt. So entstehen Serien wie Wandlungen, Luftblicke, Verwischtes, Begraute, Lineament mit Worten und Jahrbücher, die von Prozessen zwischen Linie und Ding, Bild und Sprache handeln. Die in enger Kooperation mit der Künstlerin realisierte Ausstellung mit Werken der 1980er Jahre bis zu Zeichnungen, die für die Ausstellung entstanden sind, gibt den bisher größten Überblick über ein Werk von erstaunlichem Reichtum, das voller Fantasie der Zeichnung neue Möglichkeiten erschließt. Zur Ausstellung erscheint im Hatje Cantz Verlag eine umfangreiche Publikation, die das Werk von Nanne Meyer in ausgewählten Themen und chronologisch vorstellt, mit Texten von Volker Adolphs, Michael Glasmeier und Nicola von Velsen....
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Museum für Hamburgische Geschichte
Museum für Hamburgische Geschichte

Die Neue Heimat (1950-1982) - Eine sozialdemokratische Utopie und ihre Bauten

Museum für Hamburgische Geschichte
Hamburg | 27.06.2019-06.10.2019
Die „Neue Heimat” war der größte und bedeutendste nichtstaatliche Wohnungsbaukonzern im Europa der Nachkriegszeit. Nach dem Motto »Wir machen alles« wurden auch Universitäten, Kongresszentren, Großkliniken gebaut. Damit prägte der Konzern das Gesicht der Bundesrepublik städtebaulich und architektonisch nachhaltig: Er war Ausdruck und Spiegelbild der bundesdeutschen Sozialgeschichte. In einem Zeitraum von über dreißig Jahren hat das Gewerkschaftsunternehmen mit Hauptsitz in Hamburg mehr als 400.000 Wohnungen und darüber hinaus seit den sechziger Jahren auch zahlreiche Kommunal- und Gewerbebauten in Deutschland geplant und ausgeführt – die Mehrzahl davon steht noch heute. Die „Neue Heimat“ war ein Hoffnungsträger für die Teilhabe am Wirtschaftswunder. Der skandalträchtige Zusammenbruch des Unternehmens Anfang der achtziger Jahre wirkte wie ein Schock auf die westdeutsche Bevölkerung und markierte das Ende einer Epoche. Der zeitliche Abstand von über einer Generation bietet die Chance für eine kritische Untersuchung: Was ist aus den sozialdemokratischen Visionen eines bis heute angestrebten „Wohnen für Alle“ geworden? Vor dem Hintergrund der aktuellen Wohnungskrise und der geforderten Nachverdichtung in vielen Großstädten erhalten die Siedlungs- und Wohnkonzepte der „Neuen Heimat" wieder neue Bedeutung. Erstmals werden in einer Ausstellung die Bauten der „Neuen Heimat“ an herausragenden Beispielen – darunter zahlreiche aus Hamburg - analysiert und mit historischen Foto- und Filmaufnahmen, Planmaterialien und Modellen dokumentiert. Die Ausstellung lenkt die Perspektive auf die Protagonisten der „Neuen Heimat", einschließlich der rund 700 Architekten und Stadtplaner, und deren Einfluss auf die Entwicklungen im Wohnungs- und Städtebau....
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Museum der Weltkulturen, Foto: Wolfgang Günzel
Museum der Weltkulturen, Foto: Wolfgang Günzel

Plakatiert! Reflexionen des indigenen Nordamerika

Museum der Weltkulturen
Frankfurt/Main | 27.06.2019-01.12.2019
Plakate sind Dokumente materieller Kultur und ein Spiegel der sozialen und politischen Welt, in der sie entstanden sind. Anhand von etwa 70 Plakaten aus den 1970er Jahren bis heute zeigt die Ausstellung ausgewählte Aspekte indigener Lebenswelten, die zwischen der Arktis und dem US-amerikanischen Süden zu finden sind. Themen sind u.a. die Bedeutung von Abstammung und Identität, Gesundheit, die Rolle der Bildung und des Militärs sowie Probleme häuslicher Gewalt. Die Ausstellung wird von Studierenden der Goethe-Universität im Rahmen eines Projektseminars des Instituts für Ethnologie von Dr. Markus Lindner kuratiert....
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Teegerätschaften: Wasserkessel, Teeschale mit Bambusbesen, Teedose und Teelöffel für die Teezeremonie, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Foto: Jörg Arend
Teegerätschaften: Wasserkessel, Teeschale mit Bambusbesen, Teedose und Teelöffel für die Teezeremonie, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Foto: Jörg Arend

Unter Freunden - Japanische Teekeramik

Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
Hamburg | 28.06.2019-23.02.2020
Japanische Teekeramik ist Kunst, die auch benutzt wird. Herausragende Stücke erhalten sogar von ihren Herstellern, noch häufiger aber von ihren Besitzern einen Namen. Im ritualisierten Umgang mit einzelnen Gefäßen entsteht eine sehr persönliche Beziehung der so genannten Teemenschen (chajin) zu ihren Objekten. Auch die Begeisterung für diese sehr besondere Kunstform verbindet Keramikliebhaber miteinander, so etwa im regelmäßigen Einüben der Teezeremonie (chanoyu, wörtlich „heißes Wasser für Tee“). Das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG) setzt in der Ausstellung "Unter Freunden. Japanische Teekeramik" einen Schwerpunkt auf die persönlichen Beziehungen, die sich um diese einzigartigen Keramiken entflechten. Die Ausstellung zeigt rund 100 herausragende Teekeramiken aus der Ostasiensammlung des MKG, darunter Teeschalen, Vasen, Kaltwassergefäße und weitere TeeUtensilien. Über 50 Objekte erwarb Gründungsdirektor Justus Brinckmann (1843–1915) während seiner Amtszeit (1877–1915) vom Kunsthändler und Sammler Samuel Bing (1838–1905), mit dem er einen intensiven Austausch über japanische Kunst pflegte. Zu sehen ist auch eine Objektgruppe im Stil des berühmten japanischen Keramikers Ogata Kenzan (1663–1743), die Brinckmann besonders schätzte, sammelte und als Erster wisschenschaftlich diskutierte. Er war es, der den Japonismus nach Deutschland brachte, dessen Vermarktung beförderte und eine Begeisterung auslöste, die bis heute anhält. Eine zeitgenössischen Perspektive auf die Sammlung japanischer Teekeramik im MKG nehmen der Keramiker Jan Kollwitz und der Schriftsteller Christoph Peters ein. Das MKG lädt die befreundeten Experten für japanische Teekeramik ein, die Präsentation – auch unter Einbeziehung ihrer eigenen Werke – mitzugestalten. Unter Freunden stellt anhand ausgewählter Exponate die 700 Objekte umfassende Werkgruppe japanische Teekeramik vor, die im Rahmen eines von der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius geförderten Projektes wissenschaftlich erschlossen werden konnte....
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DAM - Deutsches Architekturmuseum, Foto: Uwe Dettmar
DAM - Deutsches Architekturmuseum, Foto: Uwe Dettmar

101 Jahre Günter Bock

DAM - Deutsches Architekturmuseum
Frankfurt/Main | 29.06.2019-25.08.2019
Eine Ausstellung der Stiftung Städelschule für Baukunst. Die Stiftung Städelschule für Baukunst wurde im Jahr 2001 von Günter Bock ins Leben gerufen und fördert die Architekturklasse der Hochschule....
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Kirmes, Karneval, Schützenfeste

Brauerei-Museum Dortmund
Dortmund | 29.06.2019-31.12.2019
Bier und Brauerei auf Volksfesten Westfalens Volksfeste ohne Bier – in Westfalen und speziell in Dortmund undenkbar. Die Brauereien lieferten aber nicht nur den Gerstensaft für Schützenfeste, Kirmes und Karneval. Sie stellten großenteils auch die Infrastruktur des Biergenusses außer Haus: Eis- und Kühltechnik, Zapfanlagen und Bierwagen und vieles mehr. Die neue Sonderschau beleuchtet die Geschichte des Bierkonsums auf Westfalens Volksfesten mit zahlreichen Exponaten und historischen Fotoaufnahmen....
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Museum Kunstpalast und E.ON AG, Foto: E.ON AG
Museum Kunstpalast und E.ON AG, Foto: E.ON AG

Die Grosse

Museum Kunstpalast
Düsseldorf | 30.06.2019-04.08.2019
DIE GROSSE 2019 Kunstausstellung NRW Düsseldorf kann sich zu Recht als die größte von Künstler*innen für Künstler*innen organisierte Ausstellung in Deutschland bezeichnen. Sie ist auch eine der wenigen Ausstellungen, in der der Museumsbesucher die ausgestellten Werke ohne Beteiligung einer Galerie käuflich erwerben kann. Der eingeleitete Wandel mit wechselnder Jury, großzügiger Präsentation und weiterer Öffnung zu einer größeren Öffentlichkeit sowie starker Präsenz in den Medien hat die Ausstellung nachhaltig auf den Weg zu einem großen Düsseldorfer Kunstereignis geführt. Zu sehen sein werden Arbeiten von ca.180 Künstler*innen aus den Bereichen Malerei, Skulptur, Fotografie, Grafik und Neue Medien. Zudem werden erstmalig auf dem Außengelände des Museums Werke zu sehen sein. An den Donnerstagen werden wieder die DONNERHALL- und an den Sonntagen die Matinée-Veranstaltungen stattfinden....
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Museum für Druckkunst
Museum für Druckkunst

Druckkunst 1919. Das Bauhaus...

Museum für Druckkunst
Leipzig | 30.06.2019-27.10.2019
Mit einem Querschnitt durch das Jahr 1919 zeigt die Ausstellung am Beispiel von Plakaten, Werbedrucksachen, Firmenlogos, (Fach-)Zeitschriften, Büchern, Schriftmustern und Produktdesigns, wie innovativ das Druckgewerbe und die Gebrauchsgrafik in Deutschland kurz nach dem Ende des Ersten Weltkriegs waren. Schon vor der Gründung des Bauhauses hat die Druckkunst die Sichtweisen auf moderne Gestaltung geprägt und maßgeblich beeinflusst. Durch den Ersten Weltkrieg wurde die rasante Entwicklung des grafischen Gewerbes, vor allem in Leipzig, jäh unterbrochen. Die auf der Bugra (Internationale Ausstellung für Buchgewerbe und Grafik) in Leipzig 1914 gezeigten Innovationen konnten erst mit dem Jahr 1919 wieder Raum greifen. Das Vakuum des Ersten Weltkriegs löste sich auf, ein Nebeneinander von Tradition und Moderne in der Gestaltung wurde im öffentlichen Raum sichtbar und machte Mut für viele Neuentwicklungen. In vielen Bereichen wie der Typografie, der Buchgestaltung, in der Werbung für Konsumgüter, Messen und Maschinen gab es neue Ansätze, die vom Bauhaus begierig aufgegriffen und weiterentwickelt wurden. Nicht zu vergessen ist dabei auch die technische Entwicklung, z.B. im grafischen Maschinenbau, der moderne Formgestaltung erst möglich machte. Die Zusammenschau von gestalterischer und technischer Machbarkeit um 1920 ist dabei ein weiterer Schwerpunkt der Ausstellung und gleichzeitig ein Beitrag zu Industriekultur und Designgeschichte....
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Till Brönner, Selbstportrait, © Künstler
Till Brönner, Selbstportrait, © Künstler

Till Brönner: Melting Pott

MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst
Duisburg | 03.07.2019-06.10.2019
Till Brönner, berühmt als Deutschlands Jazz-Musiker Nr.1, ist auf ungewöhnlicher Mission im Ruhrgebiet: Über ein ganzes Jahr lang fotografierte er Menschen und Orte in einer der vielfältigsten und ambivalentesten Regionen Deutschlands: Ein persönlicher Blick auf Gesichter, Industrie-Architektur, Natur- und Kulturlandschaften, Verkehr und Urbanes, buntes Mit- und Nebeneinander verschiedener Nationen und Religionen in Deutschlands größtem Ballungsraum. Nicht fehlen darf dabei der scheidende Steinkohle-Bergbau. Er steht nicht nur Pate für den Ausstellungstitel, sondern beeindruckte Brönner in seiner Allgegenwart und Symbolhaftigkeit: „Das Ruhrgebiet hat in seiner Geschichte unterschiedlichste Rollen gespielt. Es war Waffenschmiede zweier Weltkriege, Motor des Aufschwungs, dann Sanierungsfall – mich interessiert, was das aus den Menschen macht.“ Die Menschen waren folgerichtig Brönners wichtigster Zugang zur Region. Und ob sie dem Betrachter als sprichwörtliche Ikone entgegentreten oder eher im Hintergrund bleiben: Jeder von ihnen prägt auf seine Weise das Ruhrgebiet mit. Das Museum Küppersmühle präsentiert die noch unveröffentlichten Fotografien und widmet dem Künstler seine erste museale Einzelausstellung....
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Foto: Käthe-Kollwitz-Museum Köln
Foto: Käthe-Kollwitz-Museum Köln

Kollwitz im Esszimmer - Leben mit schwerer Kost

Käthe-Kollwitz-Museum Köln
Köln | 04.07.2019-29.09.2019
Die große Anzahl privater Kollwitz-Sammlungen weltweit ist Beleg für die anhaltende Faszination, die vom Werk der Künstlerin ausgeht – bis heute. Doch woher rührt diese Begeisterung? In der Sonderausstellung im Käthe Kollwitz Museum Köln berichten drei Sammler von ihrer Leidenschaft für Käthe Kollwitz, stellen die für sie wichtigsten Werke vor und geben photographische Einblicke in ihr Leben mit der ›schweren Kost‹....
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Hans Sebald Beham (1500–1550), Die Musik aus der Folge der sieben freien Künste, Kupferstich, Frankfurt am Main, zwischen 1530 und 1550, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
Hans Sebald Beham (1500–1550), Die Musik aus der Folge der sieben freien Künste, Kupferstich, Frankfurt am Main, zwischen 1530 und 1550, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg

Manufaktur des Klangs - 2000 Jahre Orgelbau und Orgelspiel

Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
Hamburg | 05.07.2019-03.11.2019
Mit über 300 Orgeln besitzt Hamburg eine einzigartige und vielfältige Orgellandschaft. Außer in den Kirchen der Stadt befinden sich zahlreiche weitere Instrumente in Schulen, in der Elbphilharmonie, im Sendesaal des NDR, in der Staatsoper, in der Universität und sogar in der Justizvollzugsanstalt Fuhlsbüttel. Zum 300. Todestag Arp Schnitgers (1648–1719), einer der weltweit berühmtesten Orgelbauer, ruft die Stadt Hamburg 2019 unter dem Motto Hamburg zieht alle Register ein Orgeljahr aus, das mit Konzerten, Veranstaltungen in der gesamten Stadt und mit einer großen Ausstellung im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG) neugierig machen soll auf das imposante Instrument und seine Geschichte. Die Ausstellung Manufaktur des Klangs. 2000 Jahre Orgelbau und Orgelspiel lädt vom 5. Juli bis 3. November 2019 ein, die gestalterischen, baulichen und technischen Finessen des Wunderwerks Orgel kennenzulernen. Im Mittelpunkt der Schau stehen Orgelbau und Orgelspiel, die von der UNESCO 2017 in die Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen wurden. Die Ausstellung erzählt von der 2000-jährigen Geschichte der Orgel von der Antike bis zur Gegenwart, stellt die verschiedenen künstlerischen Gestaltungen bzw. das Design des Instruments vor und gibt Einblick in die vielfältigen Facetten des Repertoires für das Instrument von der Kirchenmusik bis zu zeitgenössischen Werken. Im Rahmen der Ausstellung werden ausgewählte Orgeln in der Stadt als externe Stationen einbezogen und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, damit das Publikum das Spiel der Orgeln auch live erleben kann. Die Ausstellung ist eine Kooperation des Museums für Kunst und Gewerbe Hamburg mit der Hochschule für Musik und Theater Hamburg in Zusammenarbeit mit Orgelstadt Hamburg e. V. und dem Musikfest Bremen. Unterstützt wird das Projekt außerdem durch die enge Zusammenarbeit mit Rudolf von Beckerath Orgelbau, Hamburg und Johannes Klais Orgelbau, Bonn. Mit freundlicher Unterstützung der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und der Behörde für Kultur und Medien Hamburg....
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K21 Ständehaus, Foto: Ralph Richter
K21 Ständehaus, Foto: Ralph Richter

Banu Cennetoglu

K21 Ständehaus - Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen
Düsseldorf | 06.07.2019-10.11.2019
Im Zentrum der Ausstellung von Banu Cennetoğlu im K21 steht eine Filminstallation, in der ihr komplettes, auf Bildern beruhendes Archiv, das zwischen 10. Juni 2006 und 21. März 2018 entstanden ist, präsentiert wird. Die unbearbeitete und chronologisch ablaufende Projektion von 128 Stunden und 22 Minuten macht deutlich, wie sich persönliche Erlebnisse der Künstlerin mit den Ereignissen eng verzahnen, die zu Bestandteilen kollektiver Geschichte gezählt werden. Die Entstehung und Bewahrung von Wissen und die zugrunde liegenden politischen, sozialen und kulturellen Mechanismen sind das zentrale Thema im Werk von Banu Cennetoğlu. Über Methoden der Archivierung und Klassifizierung untersucht die Künstlerin (*1970, Ankara), wie Momente der Geschichte festgehalten und Teil des kollektiven Gedächtnisses werden. Dabei nutzt sie Medien von der Fotografie über Film und Installation bis zu Druckerzeugnissen wie herkömmliche Zeitungen. Nach dem Studium der Psychologie und Fotografie in Istanbul und Paris lebte Cennetoğlu in New York und verbrachte zwei Jahre an der Rijksakademie in Amsterdam; 2005 nach ihrer Rückkehr in die Türkei gründete sie den gemeinnützigen Projektraum BAS, der sich der Produktion, dem Sammeln und Archivieren sowie Ausstellen von Künstlerbüchern widmet. Cennetoğlu war 2016 Stipendiatin des DAAD-Stiftung und 2017 Teilnehmerin der Documenta 14....
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Red Dot Design Museum Essen
Red Dot Design Museum Essen

Design on Stage – Winners Red Dot Award: Product Design 2019

Red Dot Design Museum Essen
Essen | 09.07.2019-11.08.2019
Von Australien über die Niederlande bis nach Vietnam – ausgezeichnete Produkte aus aller Welt sind ab dem 9. Juli 2019 zu Gast im Red Dot Design Museum. Die Ausstellung „Design on Stage“ präsentiert rund 1.800 Exponate auf fünf Etagen. Zu sehen sind Objekte aus verschiedenen Bereichen des Alltags, die für ihre Gestaltung im Red Dot Award: Product Design 2019 prämiert wurden, darunter beispielsweise Möbel und Leuchten, Kinderspielzeug und Babyausstattung, Sportequipment und Fahrräder, Roboter und Drohnen, Fahrzeuge und medizinische Geräte – und natürlich jede Menge Produkte aus den Bereichen Computer, Smartphones und Unterhaltungselektronik. Um sich selbst von der ausgezeichneten Qualität der Objekte zu überzeugen, dürfen die Besucher viele Produkte anfassen und ausprobieren. Die besten Entwürfe, die im Rahmen des Wettbewerbs die höchste Auszeichnung – den Red Dot: Best of the Best – erhielten, werden in einem eigenen Bereich des Museums ausgestellt. Darüber hinaus können sich Besucher auf die Sonderausstellung des Red Dot: Design Team of the Year 2019 freuen, die zur selben Zeit ebenfalls im Museum zu sehen ist. Wer diesen Ehrentitel 2019 tragen darf, wird noch bekannt gegeben....
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Foto: Haus der Photographie - Deichtorhallen
Foto: Haus der Photographie - Deichtorhallen

Gute Aussichten 2018/2019

Haus der Photographie - Deichtorhallen - Aktuelle Kunst
Hamburg | 12.07.2019-03.10.2019
Im 15. Jahr seines Bestehens präsentiert gute aussichten 2018/2019 im Haus der Photographie eine inhaltliche, ästhetische und mediale Bandbreite, wie sie die jungen Fotograf*innen in Deutschland hervorbringen. Ein überraschendes Spektrum vielfältiger Ideen, fotografischer Strategien und formaler wie medialer Umsetzungen, die den aktuellen Status Quo der jungen Fotografie widerspiegeln. Die neunköpfige Jury, die durch die Teilnahme des renommierten Fotografen Elger Esser und des bekannten Verlegers Gerhard Steidl unterstützt wurde, wählte aus 98 Einreichungen von 40 Institutionen 9 Preisträger*innen und ihre ausgezeichneten Arbeiten aus. Das verbindende, spürbare Element aller Arbeiten ist – bei aller Unterschiedlichkeit an Themen und Formen – der wendende Punkt, der mit Anfang oft schließt und mit Ende beginnt. Was sich einmal etabliert hat, lässt sich schwer wieder aus der Welt schaffen – das gilt für jedwede Struktur, sei sie geistiger oder physikalischer Natur. So ist es äußerst erfrischend, wenn die neun Preisträger/Innen von gute aussichten – junge deutsche fotografie 2018/2019 allesamt frischen Wind in ein Feld hineintragen, dessen bildgestalterische Möglichkeiten aller Kassandrarufe zum Trotz offensichtlich bei weitem noch nicht ausgeschöpft sind. Preisträger*innen: Lorraine Hellwig, Laila Kaletta, Patrick Knuchel, Benjamin Kummer, Steve Luxembourg, Sina Niemeyer, Malte Sänger, Robert ter Horst und Anna Tiessen....
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Museum Ludwig, Foto: Thomas Riehle
Museum Ludwig, Foto: Thomas Riehle

Fam­i­lien­bande Die Schenkung Schröder

Museum Ludwig
Köln | 13.07.2019-29.09.2019
In den 1990er Jahren for­miert sich in Köln eine neue Kun­st­szene: Junge Ga­le­rien wie jene von Chris­tian Nagel eröff­nen, die Zeitschrift Texte zur Kunst wird ge­grün­det und ein Kün­stlerkollek­tiv be­treibt den al­ter­na­tiv­en Auss­tel­lungs­raum „Frie­sen­wall 120“. Das Rhein­land en­twick­elt sich – im in­ten­siv­en Aus­tausch mit New York – zu einem in­tellektuellen Zen­trum dies­er Dekade. Alex­an­der Schröder ver­fol­gt die­sen Auf­bruch von Ber­lin aus. Bere­its als Kun­st­s­tu­dent grün­det er mit Thi­lo Wermke eine ei­gene Ga­lerie, zu­gleich be­gin­nt er, die Kunst sein­er Zeit mit einem be­son­deren Blick zu sam­meln. Heute ver­mit­telt Schröders Samm­lung die ei­gen­wil­lige und sinn­liche Seite der durch die Konzep­tkunst geprägten 1990er und 2000er Jahre. Sie macht deut­lich, welche Be­deu­tung Kün­stler*in­nenge­mein­schaften und Kol­lab­o­ra­tio­nen in wech­sel­n­den Kon­stel­la­tio­nen hat­ten. Jet­zt schenkt Alex­an­der Schröder dem Mu­se­um Lud­wig sub­s­tanzielle Werke aus sein­er Samm­lung von Kün­stler*in­nen wie Kai Al­thoff, Cosi­ma von Bonin, Tom Burr, Lukas Duwen­hög­ger, Isa Gen­zken und Danh Võ. Die Auss­tel­lung stellt sie der Öf­fentlichkeit zusam­men mit Werken der ei­ge­nen Samm­lung vor....
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Caravaggio, Narziss, 1598/99. © Photo: Gallerie Nazionali di Arte Antica di Roma – Bibliotheca Hertziana, Istituto Max Planck per la storia dell’arte / Enrico Fontolan
Caravaggio, Narziss, 1598/99. © Photo: Gallerie Nazionali di Arte Antica di Roma – Bibliotheca Hertziana, Istituto Max Planck per la storia dell’arte / Enrico Fontolan

Wege des Barock. Die Nationalgalerien Barberini Corsini in Rom

Museum Barberini Potsdam
Potsdam | 13.07.2019-06.10.2019
Das Museum Barberini zeigt 54 Meisterwerke aus den Sammlungen der Palazzi Barberini und Corsini Rom, darunter eines der bedeutendsten Werke Caravaggios, sein 1589/99 entstandenes Gemälde Narziss. Als Papst Urban VIII. sammelte Maffeo Barberini im 17. Jahrhundert Bilder und gab Gemälde in Auftrag, die heute zu den Hauptwerken der italienischen Malerei zählen. Die Ausstellung, das erste Projekt des Museums Barberini im Bereich der Alten Meister, wird die Themen und stilistischen Entwicklungen des Barock in Rom aufzeigen. Die Stiftung Schlösser und Gärten Berlin Brandenburg, die Landeshauptstadt Potsdam und weitere Kulturpartner in Potsdam nehmen die Ausstellung zum Anlass, mit dem Museum Barberini den Sommer 2019 zu einer Feier italienischer Kunst und Kultur werden zu lassen. Eine als Wanderweg zu den römischen Monumenten in Potsdam konzipierte App soll die Kunstwerke erschließen....
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Foto: Deutsches Museum
Foto: Deutsches Museum

Kosmos Kaffee

Deutsches Museum
München | 14.07.2019-30.08.2019
Kaffee ist einer der meistgehandelten Rohstoffe der Welt und vor Mineralwasser und Bier das meistkonsumierte Getränk in Deutschland. Anbau, Aufbereitung, Handel, Transport, Veredelung und Konsum verbinden seit Jahrhunderten Millionen von Menschen auf allen Kontinenten. Die für Frühjahr 2019 geplante Sonderausstellung Kosmos Kaffee im Deutschen Museum widmet sich diesem faszinierenden, oft widersprüchlichen und in vielen Aspekten geheimnisvollen Genussmittel und nähert sich ihm aus einer wissenschaftlichen und sinnlichen Perspektive. Im Zentrum der Ausstellung werden die vielfältigen Gegensätze und Wechselbeziehungen stehen, die dem Kaffee innewohnen: Einerseits hoch technisiert und ökonomisiert, andererseits noch heute ein auf Handarbeit basierendes Naturprodukt; einerseits soziales Schmiermittel, andererseits Distinktionsmittel; einerseits alltäglicher Genuss, andererseits kulturell hoch aufgeladenes Konsumgut mit sozialrevolutionärer Geschichte. Die Ausstellung nähert sich dem Kaffee aus der doppelten Perspektive der sinnlich-emotionalen Erfahrung und der interdisziplinären Wissenschaften. Chemische und technische Prozesse werden genauso betrachtet wie biologische Grundlagen und kulturelle, soziale und ökologische Auswirkungen. Interaktive und partizipative Stationen, Demonstrationen und Sinnesräume eröffnen den Besuchenden mit ihren individuellen Erfahrungen Möglichkeiten der Einordnung in den faszinierenden Kosmos Kaffee....
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Damaris Kerkhoff

Museum Goch
Goch | 14.07.2019-08.09.2019
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Als der Kaffeetisch zur Galerie wurde. Keramik um 1930

Museum Kurhaus Kleve - Ewald Mataré-Sammlung
Kleve | 14.07.2019-29.09.2019
Aus Anlass des 100. Bauhaus-Jubiläums zeigt das Museum Kurhaus Kleve im Sommer 2019 in den historischen Kursälen seine Sammlung von Keramiken aus der Zeit um 1930. Die unkonventionelle und besonders reiche Präsentation ausgerechnet im ältesten Museumsteil soll den bahnbrechenden Fortschritts- und Stilgedanken der Objekte im Wandel der Zeiten demonstrieren und einen absichtlichen Kontrast zwischen Raum und Objekt schaffen. Noch heute weisen die Keramiken eine zeitlose Formensprache auf, die sie seit ihrer Entstehung zu Ikonen der Moderne stilisiert. Die Keramik der Weimarer Republik verdeutlicht den Aufbruch der Kunst in eine neue Zeit. In der seriellen Fabrikation schlägt sich die Entwicklung der Abstraktion in Form und Dekor unmittelbar nieder. In nur einem Jahrzehnt entstand diese für Jahrzehnte gültige neue Sprache in der Form und Farbe, die in der NS-Zeit durch eine „Rebarockisierung“ unterbrochen wurde. Im Museum Kurhaus Kleve steht dabei nicht das einzelne Objekt im Zentrum der Ausstellung, sondern eine geordnete Vielfalt und Fülle, in der sich der unmittelbare Niederschlag der Kunst auf die Keramik zeigt. Die Bauhaus-Idee selbst konzentrierte sich nicht auf singuläre Werke, sondern auf die Reproduzierbarkeit, Erschwinglichkeit und Zugänglichkeit ihrer Produkte vor allem für die „einfachen Leute“. Diesem Denken schritten vor allem die Künstlerinnen voran, durchaus folgerichtig, da die bis heute kommerziell erfolgreichsten Werkstätten des Bauhauses die der Keramik und der Weberei waren. Das Bauhaus markierte einen Kristallisationspunkt der Moderne, von dessen Ideen sich vor allem viele Keramikerinnen anstecken ließen. Herausragende Entwerfer dieser Zeit waren besonders Frauen wie Eva Stricker-Zeisel, Margarete Heymann-Loebenstein, Ursula Fesca, Hedwig Bollhagen, Marguerite Friedlaender und mehr – die im Fokus dieser Ausstellung stehen werden....
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Foto: Haus der Photographie - Deichtorhallen
Foto: Haus der Photographie - Deichtorhallen

Walter Schels

Haus der Photographie - Deichtorhallen - Aktuelle Kunst
Hamburg | 19.07.2019-03.10.2019
Die Reihe HAMBURGER HELDEN, die mit einer Ausstellung des Fotografen Peter Bialobrzeski erfolgreich begonnen wurde, wird mit dem Fotografen Walter Schels fortgeführt. Seit über 50 Jahren beschäftigt sich Schels wie kein anderer Fotograf seiner Generation mit Extremsituationen der menschlichen Existenz. Der Ausnahmefotograf hat sich für viele seiner Projekte an die Ränder der Existenz begeben: Mal hat er sich mit der Geburt und der Entstehung des Lebens auseinandergesetzt, mal mit der Seele von Tieren oder dem Wesen der Träume. In Serien und Langzeitprojekten widmet er sich Menschen mit Behinderung oder Frühgeborenen ebenso wie Sterbenden oder Transgender. Mit gleicher Intensität porträtiert er seit vielen Jahren auch Tiere, aber auch Prominente wie etwa Joseph Beuys, Andy Warhol oder den Dalai Lama. Seine Fotoarbeiten haben ihm den Ruf eines nachdenklichen Existentialisten auf dem Gebiet der zeitgenössischen Portraitfotografie eingebracht. Die Ausstellung wird u.a. auch aktuelle Arbeiten des Fotografen präsentieren. 1936 in Landshut geboren, war Walter Schels zunächst als Schaufensterdekorateur in Barcelona, Kanada und Genf tätig, bevor er 1966 in New York seine fotografische Karriere begann. 1970 eröffnete er in München sein eigenes Studio und arbeitete für Magazine wie den Stern und Eltern. Er wurde mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit der Goldmedaille des Art Directors Club für Deutschland, dem Hansel-Mieth-Preis und dem World Press Photo Award 2004. Walter Schels ist Mitglied der Freien Akademie der Künste Hamburg und Ehrenmitglied des BFF (Berufsverband Freie Fotografen und Filmgestalter e.V.). Er lebt und arbeitet in Hamburg....
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Foto: Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung
Foto: Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung

In einem neuen Licht - Kanada und der Impressionismus

Kunsthalle München
München | 19.07.2019-17.11.2019
Zum ersten Mal in Europa präsentiert die Kunsthalle München Meisterwerke kanadischer Impressionisten vom späten 19. bis ins frühe 20. Jahrhundert. Ihre Spur führt zunächst nach Paris, wo sich viele kanadische Maler ausbilden ließen. Einige blieben in Europa, andere kehrten in ihre Heimat zurück – mit einem vom Impressionismus geprägten Interesse, die Stimmung des Augenblicks einzufangen. Neben Szenen aus dem kanadischen Alltag schufen sie Landschaftsbilder, in denen sie das einzigartige Licht und die Natur des Nordens festhielten. Schließlich emanzipierten sich viele Maler und Malerinnen vom europäischen Impressionismus und schufen für ihre junge Nation eine ganz eigene, unverwechselbare Kunst....
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Bogomir Ecker, Trillerpfeifen und Ghettoblaster, 1994/2004, Museum der bildenden Künste Leipzig, ˆ VG Bild-Kunst Bonn, 2017; Foto: Punctum/A. Schmidt
Bogomir Ecker, Trillerpfeifen und Ghettoblaster, 1994/2004, Museum der bildenden Künste Leipzig, ˆ VG Bild-Kunst Bonn, 2017; Foto: Punctum/A. Schmidt

Point of no Return

Museum der bildenden Künste Leipzig
Leipzig | 23.07.2019-03.11.2019
Dreißig Jahre nach ‚1989‘ wird die Ausstellung erstmals die Perspektive der bildenden Künste auf Friedliche Revolution, Wende und Umbruch umfassend darstellen - mit mehr als 130 Werken von rund 60 KünstlerInnen....
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Martin-Gropius-Bau, Foto: Jansch
Martin-Gropius-Bau, Foto: Jansch

Garten der irdischen Freuden

Martin-Gropius-Bau
Berlin | 26.07.2019-01.12.2019
Garten der irdischen Freuden ist gleichermaßen Raum für Inspiration und kritische Reflexion. In dieser groß angelegten Gruppenausstellung interpretieren Künstler*innen wie Pipilotti Rist, Rashid Johnson, Maria Thereza Alves, Uriel Orlow, Jumana Manna, Taro Shinoda und Heather Phillipson das Motiv des Gartens als eine Metapher für den Zustand der Welt und als poetische Ausdrucksform, um die komplexen Zusammenhänge unserer zunehmend prekären Welt zu erforschen. Ihre raumgreifenden Installationen behandeln soziale, politische und ökologische Phänomene wie Migration, die postkoloniale Neubetrachtung des botanischen Gartens und die technisierte Nutzung von Pflanzen durch den Menschen. Neben der bekannten Lesart des Gartens als Sehnsuchtsort voller meditativer, spiritueller und philosophischer Möglichkeiten thematisiert die Ausstellung den Garten auch als einen Ort des politischen Widerspruchs sowie als Grenzbereich zwischen Realität und Fantasie, Harmonie und Chaos, Lust und Perversion sowie Utopie und Dystopie. Mit Werken von Maria Thereza Alves, Rashid Johnson, Jumana Manna, Uriel Orlow, Heather Phillipson, Pipilotti Rist, Taro Shinoda und weiteren...
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Foto: Ferdinand Ullrich
Foto: Ferdinand Ullrich

Das ist neu! Gekauft, geschenkt, geliehen für die Sammlung der Kunsthalle Recklinghausen

Kunsthalle Recklinghausen
Recklinghausen | 28.07.2019-08.09.2019
Trotz nur geringer Ankaufsmittel wächst die Sammlung der Kunsthalle Recklinghausen kontinuierlich. Neuerwerbungen von Werken der Träger*innen des Kunstpreises »junger westen«, Ankäufe durch Spenden, Schenkungen aus Privatbesitz und von Künstler*innen, die in der Kunsthalle ausstellten, ebenso wie ein größeres Konvolut von Dauerleihgaben aus dem Kunstbesitz des Landes NRW zum deutschen Informel, haben die Sammlung der Kunsthalle in den letzten Jahren wesentlich "abgerundet". Die Ausstellung lässt den Kunstbesitz der Stadt Recklinghausen "neu" sehen....
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Hoesch maritim

Hoesch-Museum
Dortmund | 04.08.2019-27.10.2019
Die Firma Hoesch produzierte, wie alle Stahlkonzerne, auch für die Handelsschifffahrt und Marine und investierte in Werftanlagen sowie Reedereien. Aber auch die Erweiterung der Transportwege durch ein dichtes Kanalsystem beschäftigte die Unternehmen. Die Ausstellung thematisiert diese Felder anhand historischer Fotos, ausgewählter Archivalien und Objekte. Ein Schwerpunkt ist dabei Hoesch als Motor und starker Partner des Hafens, aber auch die fast in Vergessenheit geratene Union-Vorstadt auf dem Gelände. Die Eröffnung der Schau findet am 120. Jahrestag der Einweihung des Hafens statt....
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Foto: Stadt Gelsenkirchen
Foto: Stadt Gelsenkirchen

Raum & Objekt, Teil XV - 'Raum-Orientierung'

Kunstmuseum Gelsenkirchen
Gelsenkirchen | 09.08.2019-06.10.2019
Die Ausstellungsreihe „Raum & Objekt“, die der Kunstverein seit 1999 in unregelmäßigen Abständen durchführt, stellt Gegenwartskünstlerinnen und -künstler zum Thema in einer Gruppenschau vor. In unterschiedlichsten Gattungen und Medien wird ein Einblick in das aktuelle künstlerische Werk gezeigt. Eingeladen sind diesmal Clemens Botho Goldbach (Düsseldorf), Justyna Janetzek (Münster), Jonas Hohnke (Wuppertal), Elisabeth Windisch (Düsseldorf, Wien), Aljoscha (Düsseldorf), Jaana Caspary (Düsseldorf), Angelika Trojnarski (Düsseldorf) und Amit Goffer (Düsseldorf)....
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Laß leuchten!

Altonaer Museum - Norddeutsches Landesmuseum
Hamburg | 21.08.2019-20.07.2019
Der vielfach preisgekrönte Lyriker Peter Rühmkorf (1929–2008) war lange Jahre in Oevelgönne an der Elbe zu Hause. Anlässlich seines 90. Geburtstags präsentiert die Arno Schmidt Stiftung eine Ausstellung zu Leben und Werk des Dichters im Altonaer Museum. Rühmkorf publizierte seine Gedichte nicht nur in Büchern, sondern brachte sie auch gemeinsam mit befreundeten Musikern als „Jazz und Lyrik“ in Kellerclubs, in Kirchen und auf öffentlichen Plätzen dem Publikum nahe. Er sammelte Kinder- und Spottverse, studierte und rezensierte Kollegen, bewunderte Dichter vergangener Jahrhunderte, scheiterte grandios als Theaterautor und erreichte mit seinem Erinnerungsbuch „Die Jahre die ihr kennt“ eine breite Leserschaft. Rühmkorf arbeitete als Redakteur der Zeitschrift konkret und als Lektor für den Rowohlt-Verlag. Er engagierte sich in der Ostermarsch- wie in der 68er-Bewegung, deren Kunstferne ihm allerdings in den folgenden Jahren zum Problem wurde. Zentrales Element der Ausstellung ist der Raum der Gedichte, in dem zehn Gedichte Rühmkorfs in Großprojektionen inszeniert werden. Eine Auswahl von weitgehend unbekannten Film-Aufnahmen von Rühmkorfs Jazz-und-Lyrik-Programmen aus mehreren Jahrzehnten ergänzt die Gedichtprojektionen. Mehrere Themenstationen, verteilt in der gesamten Ausstellung, widmen sich wichtigen biografischen Orten des Dichters, stellen einzelne Werkphasen vor und erläutern Rühmkorfs poetisches Konzept. Eine fünfzig Quadratmeter große Wandinstallation verdeutlicht am Beispiel des Gedichts „Selbst III/88“ Rühmkorfs aufwändigen Arbeitsprozess. Die Ausstellung zeigt Rühmkorfs Werk und sein Leben als engagierter Künstler in allen Facetten. Eine solche Gesamtwürdigung, die Rühmkorfs Bedeutung als Erneuerer der deutschen Nachkriegslyrik Rechnung trägt, ist zehn Jahre nach seinem Tod mehr als überfällig. Die Ausstellung wird durch museumspädagogische Angebote und ein vielseitiges Veranstaltungsprogramm begleitet....
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Museum Kunstpalast und E.ON AG, Foto: E.ON AG
Museum Kunstpalast und E.ON AG, Foto: E.ON AG

Otto Piene. Werke aus der Sammlung Kemp

Museum Kunstpalast
Düsseldorf | 22.08.2019-05.01.2020
Otto Piene (1928–2014) war Mitbegründer der Künstler­gruppe ZERO und gehört zu den bedeutendsten deutschen Künstlern der Nachkriegszeit. In der Sammlung Kemp befinden sich 13 teils großformatige Gemälde, eine Licht­plastik und Arbeiten auf Papier, anhand derer sich Pienes Werk zwischen den 1960er-Jahren bis in die frühen 2000er-Jahre darstellen lässt. Die Ausstellung legt einen Schwerpunkt auf die Feuerbilder des Künstlers, mit denen er sein Interesse am Licht als künstlerisches Medium besonders überzeugend zum Aus­druck brachte....
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Haus der Kulturen der Welt, Foto: Sabine Wenzel
Haus der Kulturen der Welt, Foto: Sabine Wenzel

Paris Calligrammes

Haus der Kulturen der Welt
Berlin | 23.08.2019-13.10.2019
Ulrike Ottinger, die Filmemacherin, Fotografin und Weltensammlerin, führt uns mit ihrer Ausstellung Paris Calligrammes in die 60er Jahre, als sie in Paris als freie Künstlerin lebte und arbeitete. Die Basis der Ausstellung sind ihre Filme und Recherchematerialien, angereichert und kommentiert durch Objekte aus ihrem persönlichen Fundus: eine begehbare Collage, deren Installation zum Verweilen und Flanieren einlädt. Ulrike Ottinger verwebt ihre persönlichen Erinnerungen an die Pariser Bohème und die gravierenden sozialen, politischen und kulturellen Umbrüche der Zeit zu einem filmischen „Figurengedicht“. In der Tradition des Flaneurs sucht sie Orte auf, die für sie persönlich wie auch für die 1960er Jahre bedeutsam waren. In der von Fritz Picard geführten Librairie Calligrammes trifft sie deutsche und französische Avantgardisten aus Literatur und Kunst. Die Cinémathèque Française wird für sie zu einem besonderen Anziehungspunkt. Hier sah sie Filme der französischen Nouvelle Vague, der Independents aus den USA, Unbekanntes aus asiatischen Ländern, den Sowjetrepubliken, Afrika, dem Maghreb und auch Filmhistorisches. Ihre Liebe zum Kino war entbrannt. Paris war zu dieser Zeit nicht nur Treffpunkt der Intellektuellen und Künstler aus aller Welt, sondern wurde auch von dekolonialen Bewegungen und politischen Umbrüchen erfasst. Hinzu kamen ab Mitte der 60er Jahre die Studentenproteste gegen Vietnamkrieg und Rassendiskriminierung. Ulrike Ottinger beschreibt, wie sie diese Zeit des künstlerischen, politischen und sozialen Aufbruchs erlebte. Mit dem ihr eigenen, künstlerisch-ethnografischen Blick verknüpft sie die historischen Berichte, Erkenntnisse und bildlichen Darstellungen mit ihren persönlichen Reisenotizen und Aufnahmen. So berühren sich Vergangenheit und Gegenwart im Film, werden historische und kulturelle Veränderungen deutlich. Ein Spannungsverhältnis entsteht zwischen damals und heute, das zeigt, wie untrennbar beides zusammengehört....
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Historische Postkarte »Gruß aus Hamburg. Die besten Wünsche zum Neuen Jahre. Kunsthalle und Alster-bassin«, Serie A N°1 Kunsthalle und Alsterbassin«, Serie A N°1 Kunstverlags-Anstalt, Röpke & Woortman Hamburg, ca. 1900 © Hamburger Kunsthalle Foto: Christoph Irrgang
Historische Postkarte »Gruß aus Hamburg. Die besten Wünsche zum Neuen Jahre. Kunsthalle und Alster-bassin«, Serie A N°1 Kunsthalle und Alsterbassin«, Serie A N°1 Kunstverlags-Anstalt, Röpke & Woortman Hamburg, ca. 1900 © Hamburger Kunsthalle Foto: Christoph Irrgang

Beständig. Kontrovers. Neu.

Hamburger Kunsthalle - Sammlung Galerie der Gegenwart
Hamburg | 23.08.2019-10.11.2019
Die Hamburger Kunsthalle, eines der bedeutendsten Kunstmuseen Deutschlands, feiert im Jahr 2019 ihr 150-jähriges Bestehen und präsentiert aus diesem Anlass eine umfassende und vielschichtige Jubiläumsausstellung. Am 30. August 1869 wurde der Gründungsbau zwischen Hauptbahnhof und Alster eröffnet. Damit wurde ein würdiger Ort für die bis dahin bestehende »Städtischen Gemälde-Galerie« geschaffen, die durch das Engagement Hamburger Bürger_innen bereits seit 1850 öffentlich zugänglich war. Die Ausstellung zeigt unbekannte Einblicke und bislang unerzählte Geschichten des Hauses und der Sammlung. Schlaglichtartig werden dazu die heute wie damals geltenden Hauptaufgaben des Museums befragt: das Ausstellen, Sammeln, Vermitteln, Bewahren und Forschen. Wie wird eine Sammlung gestaltet? Warum werden bestimmte Werke ausgestellt und warum bleiben andere im Depot? Wie öffentlich ist das Museum? Was wissen wir über Herkunft, Bedeutung und Zustand von Kunstwerken? In Rückblicken auf 150 Jahre Hamburger Kunsthalle werden unterschiedliche historische Perspektiven für diese Museumsaufgaben präsentiert. Gemälde, Handzeichnungen, Graphiken sowie neu aufgearbeitetes Archivmaterial, Fotografien, Film- und Zeitungsberichte veranschaulichen schillernde Zeiten aber auch historisch schwierige Phasen des traditionsreichen Hauses. Die Besucher_innen erwarten vielseitige Eindrücke einer lebendigen Museumsgeschichte – seit 150 Jahren....
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Kölnisches Stadtmuseum im Zeughaus, Foto: Rheinisches Bildarchiv
Kölnisches Stadtmuseum im Zeughaus, Foto: Rheinisches Bildarchiv

Köln am Rhein: Von Zeit zu Zeit

Kölnisches Stadtmuseum im Zeughaus
Köln | 24.08.2019-15.12.2019
1947 dokumentierte der junge Fotograf Karl Hugo Schmölz (1917 – 1986) im Auftrag der Stadt das zerstörte Köln der Nachkriegszeit. Bei seinen Aufnahmen orientierte er sich an den Köln-Aufnahmen seines bekannten Vaters Hugo Schmölz (1879 – 1938) aus den 1920er- und 1930er-Jahren – und fotografierte die Plätze, Gebäude und Straßen vom exakt gleichen Standpunkt aus! 1994 präsentierte das Kölnische Stadtmuseum diese bemerkenswerten Stadtansichten in einer vielbeachteten Ausstellung und kontrastierte sie mit neuen Fotografien, aufgenommen aus wieder demselben Blickwinkel. Jetzt ist es Zeit, dieses Triptychen durch Aufnahmen aus dem Jahr 2018 zu einem Quartett zu erweitern. Das eindrucksvolle Gegenüber des unzerstörten, des kriegsbeschädigten und des modernen Köln ermöglicht einen besonderen Blick auf eine Stadt im permanenten Wandel!...
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Kölnisches Stadtmuseum im Zeughaus, Foto: Rheinisches Bildarchiv
Kölnisches Stadtmuseum im Zeughaus, Foto: Rheinisches Bildarchiv

Köln an der Seine

Kölnisches Stadtmuseum im Zeughaus
Köln | 24.08.2019-15.12.2019
Paris 1937: Zwei Jahre vor Beginn des Zweiten Weltkriegs präsentieren sich die Nationen auf der Weltausstellung. An der Seine, einander gegenüber: die monumentalen Pavillons der Sowjetunion und des Deutschen Reiches – Konfrontation der Regime, als in Europa die Demokratie an Boden verliert. Als weltweit einzige Stadt errichtet Köln in Paris einen eigenen Pavillon, mit einem Restaurant direkt am Fluss. Die Leichtigkeit und Offenheit des Kölner Baus kontrastiert deutlich mit der pathetischen Strenge des deutschen Pavillons. Die Veranstaltungen der Kölner standen unter dem Motto der deutsch-französischen Verständigung – dabei hatten die Nazis den Krieg längst beschlossen. Der damals erst 19-jährige Kölner Karl Hugo Schmölz, später bekannter Architektur- und Werbefotograf, hält die Weltausstellung in Paris und den Kölner Pavillon in brillanten Aufnahmen fest. „KÖLN AN DER SEINE“ zeichnet mit diesem bislang unveröffentlichten Fotoschatz ein eindrucksvolles Panorama des Jahres 1937, von Heinrich Mann als „das eigentlich kritische Europas“ bezeichnet. Eindrucksvoll dokumentiert die Ausstellung eine heute vergessene Episode der deutsch-französischen Geschichte, mit Köln im Zentrum der Aufmerksamkeit! Sie erzählt auch von den Aktivitäten der nach Paris geflüchteten deutschen Regimegegner und von Kölner Künstlern, die versuchten, sich in Paris zu behaupten – zwischen fanatischer Gefolgschaft, geschickter Anpassung, stummen Protest oder offenem Widerstand....
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Norbert Tadeusz  Gelbes Atelier, 1985 Öl / Leinwand, 300 x 425 cm 1985-02-01 Estate Norbert Tadeusz / Petra Lemmerz VG Bild-Kunst, Bonn 2019
Norbert Tadeusz Gelbes Atelier, 1985 Öl / Leinwand, 300 x 425 cm 1985-02-01 Estate Norbert Tadeusz / Petra Lemmerz VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Norbert Tadeusz

Museum Kunstpalast
Düsseldorf | 29.08.2019-02.02.2020
Der Kunstpalast zeigt mit etwa 40 Gemälden und Arbeiten auf Papier die erste Museumsausstellung von Norbert Tadeusz (1940–2011) in Düsseldorf seit fast 30 Jahren. Der gebürtige Dortmunder studierte an der Kunstakademie Düsseldorf bei Joseph Beuys und nahm mit seinem figurativen, sehr körper­lichen Malstil schnell eine Sonderstellung ein, die sich von den konzeptuell, minimalis­tisch oder abstrakt ausge­richteten Arbeiten von Kommilitonen wie Imi Knoebel, Blinky Palermo, Reiner Ruthenbeck oder Katharina Sieverding deutlich abhob. Tadeusz hatte mit seiner eigenwilligen Malerei einen erheb­lichen Einfluss auf die Düsseldorfer Kunstszene. Die mit­unter drastischen Darstellungen seiner teils großformatigen Bilder berühren den Be­trachter und prägen sich ihm unwillkürlich ein. Tadeusz präsen­tiert Gegenstände aus ungewöhnlichen Blickwinkeln, Figuren sind oft in ex­tremen Körperhaltungen dargestellt. Für die formale Struk­tur seiner Gemälde und Aquarelle nutzt er Elemente aus der ab­strak­ten Farbfeld­malerei. Die Ausstellung wird in enger Zusam­men­arbeit mit dem Nachlass des Künstlers realisiert....
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Von Mossul nach Palmyra - Eine virtuelle Reise durch das Weltkulturerbe

Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland
Bonn | 30.08.2019-03.11.2019
Mossul, Aleppo, Palmyra, Leptis Magna – diese Städte sind Symbole für das sagenumwobene Weltkulturerbe vergangener Zivilisationen, aber auch für die Zerstörung ihrer Denkmäler durch Fanatismus und Kriege. Mit Hilfe modernster virtueller Rekonstruktionen erwecken wir diese legendären und heute zerstörten Stätten der arabischen Welt zu neuem Leben. Wir laden Sie ein, durch Zeit und Raum zu reisen und die glorreiche Vergangenheit dieser Orte, die jüngere Geschichte ihrer Zerstörung und die Möglichkeit einer Rekonstruktion in spektakulären Animationen zu erleben. Die Reiseroute verläuft von Mossul (Irak), der antiken Stadt Ninive, über Aleppo (Syrien), wo muslimische Reiche von den Umayyaden bis zu den Osmanen einen großartigen architektonischen Schatz hinterlassen haben, und Leptis Magna (Libyen), dem von den Phöniziern gegründeten „afrikanischen Rom“, nach Palmyra (Syrien), der legendären griechisch-römischen „Perle des Orients“. Die Bundeskunsthalle möchte mit dieser Ausstellung die Bedeutung des Erhalts dieses universellen Erbes der Menschheit unterstreichen....
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Heinrich Stegemann (1888-1945) Hochbahn Viadukt an den Vorsetzen, 1921 Öl auf Leinwand, 71,6 x 89,1 cm © Hamburger Kunsthalle / bpk Foto: Elke Walford
Heinrich Stegemann (1888-1945) Hochbahn Viadukt an den Vorsetzen, 1921 Öl auf Leinwand, 71,6 x 89,1 cm © Hamburger Kunsthalle / bpk Foto: Elke Walford

100 Jahre Hamburgische Sezession - Begegnungen in der Sammlung

Hamburger Kunsthalle - Sammlung Galerie der Gegenwart
Hamburg | 30.08.2019-05.01.2020
Am 14. Dezember 1919 wurde die erste Ausstellung der Hamburgischen Sezession in der Hamburger Kunsthalle eröffnet. Zu Ehren des 100-jährigen Jubiläums dieser Künstlervereinigung, deren Ziel es war, die Kunst ihrer Zeit sichtbar zu machen, findet eine Präsentation innerhalb der Sammlung statt: In den weitläufigen historischen Rundgang der Klassischen Moderne werden rund 40 Gemälde und Skulpturen verschiedener Mitglieder der Sezession eingefügt – darunter Werke von Friedrich Ahlers-Hestermann, Alma del Banco, Karl Ballmer, Arnold Fiedler, Fritz Flinte, Ivo Hauptmann, Paul Henle, Karl Kluth, Dorothea Maetzel-Johannsen, Rolf Nesch, Anita Rée, Otto Rodewald, Heinrich Steinhagen, Heinrich Stegemann, Friedrich Wield und Gretchen Wohlwill. In der direkten Nachbarschaft zu Werken anderer Künstler der europäischen Moderne können die vielfältigen Bezüge der Hamburgischen Sezession zu den unterschiedlichen Kunstströmungen ihrer Zeit erkundet werden. Die Präsentation wird begleitet von zahlreichen Führungen und Gesprächen vor den Originalen....
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Rembrandt Harmensz. van Rijn (1606–1669) Selbstbildnis mit Mütze, den Mund geöffnet, 1630 Radierung, 51 x 46 mm © Hamburger Kunsthalle / bpk Foto: Christoph Irrgang
Rembrandt Harmensz. van Rijn (1606–1669) Selbstbildnis mit Mütze, den Mund geöffnet, 1630 Radierung, 51 x 46 mm © Hamburger Kunsthalle / bpk Foto: Christoph Irrgang

Rembrandt: Meisterwerke aus der Sammlung

Hamburger Kunsthalle - Sammlung Galerie der Gegenwart
Hamburg | 30.08.2019-05.01.2020
Am 4. Oktober 2019 jährt sich der Todestag von Rembrandt (1606–1669) zum 350. Mal. Aus diesem Anlass widmet die Hamburger Kunsthalle einem der bedeutendsten Künstler des Goldenen niederländischen Zeitalters eine feine Präsentation. Gezeigt wird eine Auswahl herausragender Werke aus dem Sammlungsbereich Alte Meister und aus dem Kupferstichkabinett des Museums: Mit Simeon und Hanna im Tempel (1627) und Maurits Huygens, Sekretär des Staatsrats in Den Haag (1632), werden zwei Meisterwerke Rembrandts aus seiner frühen Schaf-fenszeit in Leiden und Amsterdam präsentiert. Ergänzt werden sie um das Gemälde Die Verstoßung der Hagar (1612) von Pieter Lastman, der als Lehrer in seiner Werkstatt Rembrandt um 1625 für sechs Monate schulte. Die drei Gemälde werden um eine Auswahl von rund 60 Radierungen ergänzt, darunter Landschaftsdarstellungen, Porträts und Arbeiten zu religiösen Themen. Insgesamt beherbergt das Kupferstichkabinett der Hamburger Kunsthalle mehr als 300 Radierungen Rembrandts. Sie stammen sämtlich aus der Sammlung des Hamburger Kunsthändlers und –sammlers Georg Ernst Harzen (1790-1863), der seine Sammlung 1863 per Testament der Stadt Hamburg zur Gründung der Kunsthalle vor 150 Jahren vermachte. Diese bedeutende Kollektion ist von internationalem Rang und macht es möglich, das druckgraphische Schaffen Rembrandts in all seinen Facetten vor Augen zu führen. Rembrandt. Meisterwerke aus der Sammlung wird in einem Kabinett der Gemäldegalerie Alte Meister und im Harzen-Kabinett präsentiert....
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Hamburger Kunsthalle, Foto: Romanus Fuhrmann-Rickert
Hamburger Kunsthalle, Foto: Romanus Fuhrmann-Rickert

unfinished Stories: Geschichten aus der Sammlung

Hamburger Kunsthalle - Sammlung Galerie der Gegenwart
Hamburg | 30.08.2019-30.08.2020
UNFINISHED STORIES nimmt die Geschichte der Kunst seit den 1960er Jahren bis in die 2000er Jahre in den Blick. Die Ausstellung macht die Gleichzeitigkeit des Ungleichen, das Nebeneinander und Überlappen unterschiedlicher Stile und Strömungen anschaulich. Vor allem jedoch setzt UNFINISHED STORIES auf das erzählerische Potential der Kunst und ihre Fähigkeit, Geschichten zu entwickeln, die uns fesseln, bereichern, berühren, irritieren, provozieren und zum Weitererzählen einladen. UNFINISHED STORIES erzählt Geschichten im Plural. Anhand von drei Erzählsträngen, die mitunter durch Blickachsen miteinander verwoben sind, geht die Präsentation zentralen Themen und Entwicklungen seit den 1960er Jahren nach. Da ist zum einen der Mensch selbst und seine Darstellung in der Kunst. Das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft, Geschlechterrollen, Familienkonstellationen und Zwischenmenschliches werden befragt. Zum anderen gewinnen das Material selbst, seine Beschaffenheit und sein Eigencharakter an Bedeutung. Prozesshaftigkeit, Transformation von Energie und Zeitlichkeit sind in diesem Zusammenhang wichtige Stichworte. Ein dritter Erzählstrang widmet sich innovativen Strategien in der Kunst seit den 1960er und 1970er Jahren. Tradierte Konventionen werden infrage gestellt und mitunter gebrochen. Die Idee wird zur Kunst erhoben und muss nicht zwangsläufig materialisiert oder ausgeführt werden. Vor allem gewinnen die Betrachter_innen an Bedeutung: Ihnen kommt nun eine veränderte, aktivere Rolle zu. Die Künstler Franz Erhard Walther, Arthur Köpcke und Felix Gonzalez-Torres nehmen daher eine zentrale Position innerhalb der Ausstellung ein und stehen stellvertretend für einen »offenen Werkbegriffs«, der den/die Betrachter_in als Vollender und Komplizen der Kunst versteht....
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Museum für Angewandte Kunst Köln, Foto: Jens Korte / KölnTourismus GmbH
Museum für Angewandte Kunst Köln, Foto: Jens Korte / KölnTourismus GmbH

MANUFACTUM - NRW Staatspreis für das Kunsthandwerk

Museum für Angewandte Kunst Köln
Köln | 31.08.2019-13.10.2019
2019 werden zum 29. Mal Handwerk, Design und angewandte Kunst auf höchstem Niveau einem breiten Publikum präsentiert. Der traditionsreiche Wettbewerb, den die Landesregierung alle zwei Jahre ausschreibt, hat mit neuem Konzept an Attraktivität gewonnen und gehört mit insgesamt 60.000 Euro zu den bedeutenden Kunstpreisen in Deutschland. Er rückt das Unikat, das handgefertigte Einzelstück, in den Mittelpunkt. Es gibt sechs Themenbereiche: Möbel, Skulpturen, Schmuck, Kleidung & Textil, Medien, Wohnen. Die einzelnen Kategorien sind mit je 10.000 Euro dotiert. Bis zum 1. Juni 2019 läuft die Bewerbungsfrist für MANUFACTUM; sie endet am 1. Juni. Kunsthandwerker ab dem vollendeten 25. Lebensjahr, die in Nordrhein-Westfalen leben und arbeiten, können sich dann wieder um die Teilnahme an der Landesausstellung bewerben. Die Besten von ihnen werden mit dem Staatspreis ausgezeichnet. Alle nominierten Arbeiten werden in der Ausstellun im MAKK gezeigt....
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Potsdam Museum, Foto: Michael Lüder
Potsdam Museum, Foto: Michael Lüder

Potsdam unter dem Roten Stern - Hinterlassenschaften der sowjetischen Besatzungsmacht 1945-1994

Potsdam Museum - Forum für Kunst und Geschichte
Potsdam | 31.08.2019-05.01.2020
Mit der Ausstellung „Potsdam unter dem Roten Stern - Hinterlassenschaften der sowjetischen Besatzungsmacht 1945-1994“ nimmt das Potsdam Museum eine Forschungslücke in den Blick. Fast fünfzig Jahre dauerte die Anwesenheit einer Armee in der Stadt, über deren Gliederungen und die räumliche Verteilung auf dem Stadtgebiet ist bis heute nur wenig bekannt. 25 Jahre nach dem Abzug der ehemals sowjetischen Truppen aus Potsdam erstmals eine Auswahl von über 1.500 Fundstücken aus den Kasernen zu sehen sein. In der ehemaligen DDR lebten insgesamt bis zu 700.000 Soldaten und Angehörige der sowjetischen Truppen, in Potsdam und in Krampnitz waren es zeitweise mehrere 10.000. Die Garnison Potsdam war dabei zwischen 1945 und 1952 als Oberkommando für das sowjetische Militär von zentraler Bedeutung. Auch in den folgenden vier Jahrzehnten besaß die Garnison Potsdam eine gewisse Sonderstellung, die in der Ausstellung erstmalig einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden kann. Als Beispiel sind die Dokumente und Exponate des sowjetischen Soldatensenders „Wolga“ zu nennen, die die Tätigkeit eines bisher kaum bekannten Potsdamer Rundfunksenders belegen. Nach außen traten die sowjetischen Soldaten fast nur im Rahmen ihres militärischen Auftrages oder zum Gruppenausflug im Park Sanssouci in Erscheinung, in der Regel lebten die Angehörigen der Besatzungsmacht hinter den Mauern ihrer Quartiere. Die Ausstellung wirft einen Blick hinter die Mauern von Kasernen und Stadtteilen, die fast ein halbes Jahrhundert für die Bevölkerung nicht öffentlich zugänglich waren....
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Martin-Gropius-Bau, Foto: Jansch
Martin-Gropius-Bau, Foto: Jansch

Wu Tsang

Martin-Gropius-Bau
Berlin | 04.09.2019-12.01.2020
Die Ausstellung zeigt neben einer Auswahl bisheriger Filmarbeiten auch eine Neuproduktion. Darin geht Wu Tsang der Frage nach, wie sich Körper in gewaltsamen alltäglichen Umgebungen bewegen und ihr Überleben in normativen Gesellschaftsordnungen sichern, in denen sie als bedrohlich empfunden werden könnten. Mit ihrer hybriden Filmsprache, die gleichermaßen Fiktion und Dokumentation verbindet, entwirft Wu Tsang eine eigene Form der Choreografie, die sowohl die Bewegung der Darsteller*innen als auch der Kamera untersucht. Eine Serie von eigens für die lichtdurchfluteten Räume des Gropius Bau konzipierten farbigen Glasarbeiten lädt zu einem poetischen Nachdenken über die Spannung zwischen Transparenz und Opazität ein....
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Museum Kunstpalast und E.ON AG, Foto: E.ON AG
Museum Kunstpalast und E.ON AG, Foto: E.ON AG

Utopie und Untergang. Kunst in der DDR

Museum Kunstpalast
Düsseldorf | 05.09.2019-05.01.2020
30 Jahre nach dem Mauerfall widmet sich der Kunstpalast in einer großen Sonderausstellung der in der DDR entstande­nen Kunst. 30 Jahre nach dem Fall der Mauer widmet sich der Kunstpalast mit einer großen Ausstellung der Kunst aus der DDR. Mehr als 130 Gemälde und Arbeiten auf Papier von 13 unterschiedlichen Künstlerinnen und Künstlern verdeutlichen eine spannungsreiche, oft widersprüchliche Kunstepoche. Bis 1990 wurde Kunst aus der DDR in der Bundesrepublik häufig gezeigt. In den letzten Jahrzehnten hatte das Publikum im Westen jedoch selten die Chance, die Werke im Original zu sehen. Die Ausstellung präsentiert mehrere Hauptwerke der seit der documenta 1977 als offizielle Maler der DDR wahrgenommenen Künstler Bernhard Heisig, Wolfgang Mattheuer, Werner Tübke, Willi Sitte und ermöglicht tiefere Einblicke in deren Schaffen. Viele Künstler aller Generationen, darunter Elisabeth Voigt und Wilhelm Lachnit, rieben sich nach dem Zweiten Weltkrieg an den strengen Vorgaben des Sozialistischen Realismus. Ihre künstlerischen Strategien entwickelten sie oft unter Druck: zurückgezogen wie Carlfriedrich Claus und Gerhard Altenbourg oder in rebellischem Widerspruch zum Staat wie A. R. Penck und Cornelia Schleime. Wie zahlreiche andere Künstler mit DDR-Biografie, wurde Penck später Professor an der Düsseldorfer Kunstakademie. Punkig-expressive Frauenfiguren von Angela Hampel, existenzialistische Gemälde Michael Morgners und abstrakte Arbeiten des „Patriarchen der Moderne“ Hermann Glöckner verdeutlichen die stilistische Vielfalt. Alle Künstlerinnen und Künstler gingen und gehen sehr unterschiedliche, immer aber eigenständige Wege – zwischen Rebellion und Anpassung, zwischen Utopie und Untergang. Neben Werken aus den Sammlungen von Peter Ludwig und Willi Kemp, die schon früh Künstler aus der DDR förderten, werden Leihgaben aus allen wichtigen ostdeutschen Museen gezeigt....
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Haus am Horn, Weimar, Architekt: Georg Muche, Foto: Atelier Hüttich-Oemler, 1923, Bauhaus-Archiv Berlin
Haus am Horn, Weimar, Architekt: Georg Muche, Foto: Atelier Hüttich-Oemler, 1923, Bauhaus-Archiv Berlin

original bauhaus: Die Jubiläumsausstellung

Berlinische Galerie Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur
Berlin | 06.09.2019-27.01.2020
Was ist typisch Bauhaus? Wagenfeld-Leuchte, Breuer-Sessel oder Marianne Brandts Teeservice sind heute Markenzeichen der berühmten Hochschule für Gestaltung. Doch viele der Objekte, die als „original Bauhaus“ gelten, wurden erst nach dessen Schließung zu Ikonen. Das Bauhaus bestand in Deutschland nur 14 Jahre, seine Ideen werden jedoch seit 100 Jahren weitergetragen, seine Produkte neu aufgelegt, imitiert oder weiterentwickelt. Anlässlich des 100. Gründungsjubiläums des Bauhauses zeigt die Ausstellung des Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung in der Berlinischen Galerie bekannte und vergessene Bauhaus-Originale und erzählt die Geschichte hinter den Objekten. Zu sehen sind Kunst und Design aus der Sammlung des Bauhaus-Archivs, besondere Leihgaben aus internationalen Sammlungen und künstlerische Positionen, die das Bauhaus-Erbe neu betrachten. Ausgehend von 14 Objekten entfaltet die Ausstellung 14 Fallgeschichten: Wie wurde die Sitzende im Stahlrohrsessel zur berühmtesten Unbekannten des Bauhauses? Hat das Haus am Horn in Weimar einen heimlichen Zwilling? Wieso blieb das Tee-Extraktkännchen, als Prototyp für die Industriegeschaffen, immer Unikat? „original bauhaus“ beleuchtet, wie Unikat und Serie, Remake und Original in der Geschichte des Bauhauses unzertrennlich verbunden sind. Denn für die Bauhaus- Künstler*innen waren Kunst und Technik keine Gegensätze. Vielmehr haben sie technische Innovationen genutzt, um einzigartige Kunstwerke zu schaffen, und die serielle Fertigung bei ihren Gestaltungsentwürfen von Anfang an mitgedacht. 14 Jahren Bauhaus-Produktion stehen heute fast 100 Jahre Bauhaus-Rezeption gegenüber: Reproduktionen, Re-Editionen und Remakes habendas Bauhaus zur einflussreichsten Schule für Architektur, Design und Kunst im 20. Jahrhundert gemacht....
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Copyright: Staab Architekten, Foto: Hans-Glave
Copyright: Staab Architekten, Foto: Hans-Glave

original bauhaus - Die Jubiläumsausstellung

bauhaus-archiv/Museum für Gestaltung - the temporary bauhaus-archiv
Berlin | 06.09.2019-27.01.2020
Das Bauhaus bestand in Deutschland nur 14 Jahre, seine Ideen werden jedoch seit 100 Jahren weitergetragen, seine Produkte neu aufgelegt, imitiert oder weiterentwickelt. Anlässlich des 100. Gründungsjubiläums des Bauhauses zeigt die Ausstellung des Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung in der Berlinischen Galerie bekannte und vergessene Bauhaus-Originale und erzählt die Geschichte hinter den Objekten. Zu sehen sind Kunst und Design aus der Sammlung des Bauhaus-Archivs, besondere Leihgaben aus internationalen Sammlungen und künstlerische Positionen, die das Bauhaus-Erbe neu betrachten....
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Schloss Caputh, Foto: Hans Bach
Schloss Caputh, Foto: Hans Bach

Hier war Theodor Fontane - Kunst und Fotografie von Thomas Wiersberg

Schloss Caputh
Caputh | 08.09.2019-26.10.2019
Die Bilderserie ist ein fotografischer Streifzug auf den Spuren Fontanes durch die Region am Schwielowsee. Der Fotograf benutzte dabei eine Lochbildkamera, die die Historie der festgehaltenen Orte durch einen fototechnisch schon zur Zeit Fontanes veralteten Ansatz zeigt....
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Wunder aus Trümmern - Wesel: Die wirtschaftliche Entwicklung einer zerstörten Stadt

Städtisches Museum Wesel
Wesel | 08.09.2019-15.12.2019
Wer weiß heute noch, welche Geschäfte in der Fußgängerzoge Wesels in den 1950er/1960er Jahren belebten? Wie entstand eigentlich das moderne Wesel? Die Ausstellung spürt dem Zeitgeist der sogenannten Wirtschaftswunderjahre nach. Zeitzeugen erzählen, wie damals in Wesel gearbeitet und gelebt wurde, Fotos erinnern an spektakuläre Ereignisse und Alltägliches, Designobjekte und Weseler Produkte der Zeit lassen Aufbauwillen und Wirtschaftswunderjahre wiederaufleben....
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Martin-Gropius-Bau, Foto: Jansch
Martin-Gropius-Bau, Foto: Jansch

Durch Mauern gehen

Martin-Gropius-Bau
Berlin | 12.09.2019-12.01.2020
Die Ausstellung Durch Mauern gehen zeigt mit Werken von Jose Dávila, Mona Hatoum, Nadia Kaabi-Linke, Christian Odzuck, Anri Sala, Regina Silveira und weiteren Künstler*innen ein zeitgenössisches Panorama der künstlerischen Reaktionen auf von Menschen geschaffene Barrieren, Trennungen, Grenzen und Mauern. In Auseinandersetzung mit der Lage des Gropius Bau entlang der ehemaligen Berliner Mauer bietet die Ausstellung sowohl eine nationale als auch eine internationale Perspektive auf die physischen und psychischen Folgen des Zusammenlebens in gespaltenen Gesellschaften. Im Kontext des 30. Jahrestags des Berliner Mauerfalls beschreibt sie, wie Mauern Gefühle von Verletzlichkeit und Angst artikulieren und individuelle und kollektive Identitätsvorstellungen repräsentieren können. Mit Werken von Jose Dávila, Mona Hatoum, Nadia Kaabi-Linke, Christian Odzuck, Anri Sala, Regina Silveira und weiteren...
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Composing v.l.n.r.: Joseph Sharp, ca. 1855, Zelda Mackay Coll. © The Bancroft Library/Isaac W. Baker, Chinese Man, ca. 1853 © Oakland Museum of California/© Adobe Stock/Voyage Pittoresque Autour du Monde © The Bancroft Library
Composing v.l.n.r.: Joseph Sharp, ca. 1855, Zelda Mackay Coll. © The Bancroft Library/Isaac W. Baker, Chinese Man, ca. 1853 © Oakland Museum of California/© Adobe Stock/Voyage Pittoresque Autour du Monde © The Bancroft Library

California Dreams: San Francisco – Ein Porträt

Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland
Bonn | 12.09.2019-12.01.2020
Die Ausstellung zeichnet ein vielfältiges Porträt der Stadt San Francisco über vier Jahrhunderte. San Francisco und Kalifornien als ganze Region stehen seit jeher symbolisch für die Träume von einem „besseren Leben“: Träume von Wohlstand und Überfluss, von anderen (zuweilen utopischen) Gesellschaftsordnungen, innovativen Lebensentwürfen und künstlerischen Perspektiven sowie von neuen wissenschaftlichen und technologischen Horizonten. Sowohl der pazifisch-asiatische Raum im Westen als auch Europa im Osten haben San Francisco nachhaltig geprägt. Mit Kunstwerken und historischen Objekten erzählt die Ausstellung die wechselvolle Geschichte dieser Stadt, von der immer wieder weltweite Impulse ausgingen. So berührt die Ausstellung wichtige globale Fragen unserer Gegenwart, besonders die Themen Migration und Vertreibung. Die Ausstellung würdigt San Francisco als einen Ort, dessen pluralistische Identität bis heute stetig neu verhandelt werden muss....
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Foto: Haus der Photographie - Deichtorhallen
Foto: Haus der Photographie - Deichtorhallen

Baselitz Richter Polke Kiefer

Haus der Photographie - Deichtorhallen - Aktuelle Kunst
Hamburg | 13.09.2019-05.01.2020
Gemeinsam mit Götz Adriani, dem Kurator der Ausstellung, bereiten Deichtorhallen Hamburg in Kooperation mit der Staatsgalerie Stuttgart eine Präsentation zum Frühwerk von Georg Baselitz, Gerhard Richter, Sigmar Polke und Anselm Kiefer vor. Insgesamt rund 114 frühe Hauptwerke werden die spektakulären 1960er-Jahre in den Fokus nehmen. In diesem kreativen und produktiven Zeitraum haben alle vier Künstler die Grundlagen für ihren Erfolg gelegt, der sie in Deutschland wie auch im Ausland zu den bedeutendsten Vertretern der zeitgenössischen Kunstszene machte. Das internationale Interesse an dem Gütezeichen Made in Germany, das gepaart mit einer enormen Nachfrage bis heute unvermindert anhält, versteht sich keineswegs von selbst, denn die Kunst deutscher Herkunft stand im Laufe ihrer Entwicklung meist im Schatten italienischer, niederländischer oder französischer Vorbilder. Dieses Schattendasein auf dem europäischen Kunstparkett verkehrte sich geradezu in sein Gegenteil, als sich das Künstlerquartett aus Deutschland anschickte an die Spitze des globalen Rankings aufzusteigen. Abgesehen von Sigmar Polke, der 2010 verstorben ist, unterstützen Baselitz, Richter und Kiefer mit singulären Leihgaben aus ihrem Besitz die Ausstellung. Die intensive Auseinandersetzung der vier Künstler mit ihrer Zeit und deren unmittelbaren Vergangenheit wird in der Schau durch ein Zeitpanorama der politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Ereignisse – vom Wirtschaftswunder und dem geforderten Wohlstand für alle, bis zu den Studentenunruhen und der außerparlamentarischen Opposition ergänzt. Begleitet wird die Ausstellung von einer umfassenden Publikation Götz Adrianis, die ausführliche Gespräche mit den Künstlern über ihr Frühwerk und dessen besonderen Stellenwert beinhaltet, sowie zahlreiche Abbildungen und eine zeitgeschichtliche Dokumentation der 1960er-Jahre....
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Performance Piece, 1978, Foto-Triptychon (Detail) Performerin: Maren Hassinger, Originalfotografie: Harmon Outlaw Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München, Sammlung KiCo © Senga Nengudi 2018
Performance Piece, 1978, Foto-Triptychon (Detail) Performerin: Maren Hassinger, Originalfotografie: Harmon Outlaw Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München, Sammlung KiCo © Senga Nengudi 2018

Senga Nengudi

Städtische Galerie im Lenbachhaus
München | 17.09.2019-19.01.2020
Seit fast fünf Jahrzehnten entwickelt Senga Nengudi (*1943) ein einzigartiges Œuvre, das sich zwischen Skulptur, Performance und Tanz bewegt. Bevor die Künstlerin Ende der 1980er Jahre nach Colorado Springs zog, wo sie bis heute wohnt, lebte sie hauptsächlich in Los Angeles. Die Stadt an der Westküste war in den 1960er und 1970er Jahren die Wahlheimat der afroamerikanischen künstlerischen Avantgarde, die Nengudi entscheidend mitgeprägt hat. Für ihre ikonischen R.S.V.P.-Skulpturen, die sie erstmals 1976 ausstellte und bis heute weiterentwickelt, verwendet Nengudi neben Nylonstrümpfen natürliche Materialien wie Sand und Stein. Die Künstlerin selbst bezeichnet diese suggestiven Objekte, deren abstrakte biomorphe Formen an Körper erinnern, auch als „stationäre Performances“. Wie der Titel der andauernden Werkreihe bereits andeutet – R.S.V.P. für „Répondez, s'il vous plaît“ oder „Um Antwort wird gebeten“ – werden die Skulpturen punktuell in choreografierten Performances aktiviert. Die Performance ist ein zentraler Nerv im Werk Nengudis, dem die Ausstellung besondere Aufmerksamkeit widmet. Begleitend zur Ausstellung erscheint eine bebilderte Publikation in Deutsch und Englisch....
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Bullaugensonnenbrillen und Vinylkrägen, 1970, Archives Pierre Cardin
Bullaugensonnenbrillen und Vinylkrägen, 1970, Archives Pierre Cardin

Pierre Cardin. Fashion Futurist

Museum Kunstpalast
Düsseldorf | 19.09.2019-05.01.2020
Viel zeichnet Cardin aus, doch alles kulminiert in der Person eines Visionärs, dessen Designphilosophie es immer war, Dinge zu schaffen „für ein Leben, das es noch gar nicht gibt – für die Welt von morgen.“ Der Kunstpalast widmet dem international bekannten Modeschöpfer die erste umfangreiche Präsentation in Deutschland. Die Schau bietet mit mehr als 60 Styles sowie Fotos und Filmmaterial Einblicke in Cardins großen kreativen Kosmos: Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf den 1960er-/1970er- Jahren, in denen Cardin die Modeszene mit avantgardistischen Entwürfen für Damen und Herren revolutionierte. Als Couturier arbeitet er wie ein Bildhauer: Die Idee der Plastizität bestimmt seine Entwürfe. Seine geometrische Formensprache und dreidimensionalen Designs sind bis heute unver­wechselbar. Cardin etabliert sich mit seinen provokativen, futuristischen Kollektionen, die vor allem durch Körperbetonung und Jugendlichkeit herausstechen. Unter Verwendung neuer Materialien wie Plastik, Vinyl und Kunstleder designt er eine Mode, die mit ihren knalligen Farben und auffälligen Schnitten ein neues, freieres Lebensgefühl schafft. Bis heute ist er Alleineigentümer seines 1950 in Paris gegründeten Unternehmens. Neben dem Modelabel Pierre Cardin entwickelt er in den 1970er-Jahren eine immer breitere Produktpalette. Blickt man auf die Bandbreite seiner vielfältigen Unternehmungen zeigt sich deutlich, dass er neben seinen anspruchsvollen Entwürfen auch immer von der zentralen Idee geleitet wird, diese ebenso in populäre Produkte umzusetzen....
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Kunstmuseum Bonn, Foto: Sondermann
Kunstmuseum Bonn, Foto: Sondermann

Jetzt! Junge Malerei in Deutschland (500 Werke - 53 Künstler*innen - 4 Orte)

Kunstmuseum Bonn
Bonn | 19.09.2019-19.01.2020
Mit dem Ausstellungsprojekt Jetzt! Junge Malerei in Deutschland unternehmen das Kunstmuseum Bonn, das Museum Wiesbaden, die Kunstsammlungen Chemnitz – Museum Gunzenhauser und die Deichtorhallen Hamburg den Versuch, den aktuellen Stand des Mediums zu bestimmen. Ziel ist es, einen gültigen Querschnitt durch die junge, in Deutschland entstandene Malerei zu geben und dabei alle Erscheinungsformen des Mediums ohne konzeptuelle oder ideologische Einschränkungen zu berücksichtigen. Drei zentrale Prämissen leiten dieses Ausstellungsprojekt: Erstens geht es uns um die Malerei als Bild, also nicht um installative oder multimediale Erweiterungen des Mediums. Die zweite Prämisse betrifft das Alter der Teilnehmer*innen, wobei wir uns auf die Generation der seit den späten 1970er-Jahren geborenen Künstler*innen konzentrieren. Die dritte Voraussetzung betrifft den geografischen Rahmen der Ausstellung. Dass wir uns dabei auf Deutschland beschränken, resultiert allein aus der Notwendigkeit, das Untersuchungsgebiet überschaubar zu halten. Gezeigt werden rund 500 Werke von 53 Künstler*innen. Jeder der drei Ausstellungsorte zeigt alle teilnehmenden Künstler*innen mit jeweils bis zu vier Arbeiten. Künstler*innen: Mona Ardeleanu, Israel Aten, Paula Baader, Lydia Balke, Cornelia Baltes, Jagoda Bednarsky, Viola Bittl, Peppi Bottrop, Andreas Breunig, Paul Czerlitzki, Benjamin Dittrich, Jens Einhorn, Jenny Forster, Pius Fox, Max Frintrop, Sabrina Fritsch, Ina Gerken, Fabian Ginsberg, Gregor Gleiwitz, Lukas Glinkowski, Sebastian Gögel, Henriette Grahnert, Dana Greiner, Vivian Greven, Toulu Hassani, Sabrina Haunsperg, Franziska Holstein, Aneta Kajzer, Sumi Kim, Maximilian Kirmse, Li-Wen Kuo, David Lehmann, Benedikt Leonhardt, Florian Meisenberg, Monika Michalko, Hannes Michanek, Simon Modersohn, Bastian Muhr, Anna Nero, Moritz Neuhoff, Vera Palme, Alexander Pröpster, Franziska Reinbothe, Daniel Rossi, Markus Saile, Moritz Schleime, Jana Schröder, Daniel Schubert, Kristina Schuldt, Alicia Viebrock, Stefan Vogel, Jonas Weichsel, Tristan Wilczek Kurator*innen: Prof. Dr. Stephan Berg (Intendant, Kunstmuseum Bonn), Dr. Frédéric Bußmann (Direktor, Kunstsammlungen Chemnitz), Dr. Jörg Daur (Stellv. Direktor, Museum Wiesbaden), Dr. Alexander Klar (Direktor, Wiesbaden), Anja Richter (Kuratorin, Kunstsammlungen Chemnitz – Museum Gunzenhauser), Lea Schäfer (Wiss. Volontärin, Museum Wiesbaden), Dr. Christoph Schreier (Stellv. Direktor, Kunstmuseum Bonn)...
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Foto: Giorgio Pastore
Foto: Giorgio Pastore

Bauhaus am Folkwang: László Moholy-Nagy

Museum Folkwang
Essen | 20.09.2019-08.12.2019
Anlässlich von „100 Jahre Bauhaus“ gibt das Museum Folkwang Einblick in seine eigenen Bestände: Im wechselnden Zusammenspiel von Malerei, Grafik, Plakat, Fotografie und Bewegtbild folgen drei Kabinettausstellungen den vielfältigen Verbindungslinien zwischen dem Museum Folkwang und dem Bauhaus. Im Verlauf des Bauhaus-Jahres widmet sich das Museum Folkwang mit Lyonel Feininger (18.1. – 14.4.2019) den expressionistischen Anfängen der Schule, stellt die Bühnenwelten (28.4. – 8.9.2019) am Bauhaus vor und zeichnet am Beispiel von László Moholy-Nagy (20.9. – Dez. 2019) die Hinwendung zu Fotografie und Film nach. 1922 zeigt das Museum Folkwang Werke von László Moholy-Nagy. Zu diesem Zeitpunkt deutet sich am Bauhaus bereits eine stärkere Ausrichtung auf das Objektiv-Serielle an, die 1923 in der Berufung Moholy-Nagys mündet. Für den Künstler sind Fotografie und Film die Ausdrucksmittel der Zukunft. Vor diesem Hintergrund zeichnet der dritte Teil der Ausstellungsreihe den Weg László Moholy-Nagys von Berlin über Weimar und Dessau bis ans New Bauhaus in Chicago nach....
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Deutsches Historisches Museum
Deutsches Historisches Museum

Die Armbrust - Schrecken und Schönheit

Deutsches Historisches Museum
Berlin | 20.09.2019-08.03.2020
Aus den Sammlungen des Deutschen Historischen Museums Die Armbrustsammlung des Deutschen Historischen Museums gehört trotz aller Nachkriegsverluste immer noch zu den bedeutendsten der Welt. Die Armbruste und ihr Zubehör stammen aus der Zeit des 15. bis zum 20. Jahrhundert. Armbruste fanden im Mittelalter Verwendung als Kriegswaffe, später noch als Jagdwaffe. Die größte Rolle aber spielte sie als Schützenwaffe in Städten und an Fürstenhöfen. Der Berufsstand der Armbrustmacher lieferte qualitätvolle Waffen, in technischer wie in dekorativer Hinsicht. Armbruste wurden zu Trägerinnen ikonographischer Schmuckprogramme in Renaissance und Barock. Schützenvereinigungen übernahmen insbesondere in den Städten des Heiligen Römischen Reiches eine wichtige gesellschaftliche Rolle, ihre Zusammenkünfte und Feste waren Teil der städtischen Selbstdarstellung. Die Ausstellung thematisiert diese Entwicklung der Waffe und ihre gesellschaftlichen Funktionen überwiegend mit Objekten aus den Sammlungen des Deutschen Historischen Museums....
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Museum Ludwig, Foto: Thomas Riehle
Museum Ludwig, Foto: Thomas Riehle

Transcorporealities - Hier und jetzt im Mu­se­um Lud­wig Tran­s­cor­po­re­al­i­ties

Museum Ludwig
Köln | 21.09.2019-19.01.2020
Un­ter dem Ti­tel Tran­s­cor­po­re­al­i­ties wid­met sich die fünfte Auss­tel­lung der Rei­he HI­ER UND JET­ZT im Mu­se­um Lud­wig der Kom­plex­ität von Kör­per­lichkeit. Neue ma­te­rial­is­tische und posthu­man­is­tische The­o­rien ge­hen davon aus, dass alle Kör­p­er poröse, of­fene Sys­teme sind, die sich im stän­di­gen Aus­tausch mit an­deren Kör­pern und ihr­er Umwelt ge­gen­seitig durch­drin­gen und in­ei­nan­der­fließen. In die­sem Sinne ak­tiviert die Auss­tel­lung ei­nen Tran­si­traum des Mu­se­ums: das Ein­gangs­foy­er. Rund um eine Bühne für Per­for­mance, Tanz, kün­st­lerische Forschung, Diskus­sion und Dia­log ver­wan­deln die ein­ge­la­de­nen Kün­stler*in­nen sowie lokal und in­ter­na­tio­n­al agierende Kollek­tive das Foy­er in ei­nen flex­i­blen Auss­tel­lungs­raum....
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Foto: Ferdinand Ullrich
Foto: Ferdinand Ullrich

Monika Brandmeier

Kunsthalle Recklinghausen
Recklinghausen | 22.09.2019-17.11.2019
Monika Brandmeier (*1959 in Kamen) studierte an der Fachhochschule Dortmund, der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig und schließlich an der Kunstakademie Düsseldorf als Meisterschülerin von Erich Reusch. Seit 2001 ist sie Professorin für Bildhauerei an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Seit Ende der 1980er Jahre arbeitet Monika Brandmeier an Zeichnungen und Skulpturen, die klar und reduziert anmuten und doch wenig mit minimalistischen Positionen zu tun haben. Vielmehr folgen sie der Idee eines poetisch organisierten Raums und eines subjektiven Konzeptualismus. In der für Recklinghausen geplanten Ausstellung werden sowohl Objekte als auch Installationen gezeigt. Dabei entstehen zahlreiche neue Werke, die sich mit der Situation des Kunstbunkers auseinandersetzen....
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Museum für Kommunikation Frankfurt
Museum für Kommunikation Frankfurt

Gesten. Gestern, heute, übermorgen

Museum für Kommunikation Frankfurt
Frankfurt/Main | 25.09.2019-02.08.2020
Mit dem Daumen nach oben signalisieren wir unser Okay, mit der „Scheibenwischergeste“ unser Unverständnis, und wenn wir eine imaginäre Kurbel betätigen, möchten wir in der Regel, dass jemand sein Autofenster herunterlässt: Mit unseren Händen imitieren wir Objekte und wie wir mit ihnen umgehen. Sie begleiten unser Sprechen und sind ein wichtiger Teil der Alltagskommunikation. In einer zunehmend technisierten Welt revolutionieren Gesten auch unseren Umgang mit Gegenständen wie Autos, Fernsehern, Computern, Haushaltsgeräten oder Spielkonsolen. Die interaktive Ausstellung „Gesten. Gestern, heute, übermorgen“, die das Museum für Kommunikation Frankfurt ab September 2019 zeigt, macht Gesten und ihre vielfältigen Bezugspunkte zu aktuellen kulturellen und technischen Entwicklungen und Wandlungsprozessen erfahr- und erlebbar. In dem von der Technischen Universität Chemnitz gemeinsam mit dem Linzer Ars Electronica Futurelab und Sächsischen Industriemuseum entwickelten Projekt treffen interaktive Installationen auf geschichtsträchtige Exponate sowie auf Kunstwerke, die sich mit Gesten allgemein als menschlich hervorgebrachte Zeichen auseinandersetzen. Die Besucher/innen können selbst erkunden und ausprobieren: Wie hängen Gestik und Sprechen zusammen? Was unterscheidet eine Roboterhand von einer menschlichen Hand? Wie kann die Geste der flachen Hand zu einem virtuellen Flugzeug werden? Wie blättert man in einem Gestenlexikon?...
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Schirn_Presse_Hannah_Ryggen_Jul_Kvale_1956.jpg HANNAH RYGGEN, 26. SEPTEMBER 2019 – 12. JANUAR 2020, Hannah Ryggen, Jul Kvale, 1956, Tapestry weave in wool and linen, 190 x 200 cm, Nordenfjeldske Kunstindustrimuseum, Trondheim, © VG Bild-Kunst, Bonn 2018, Photo: Anders Sundet Solberg
Schirn_Presse_Hannah_Ryggen_Jul_Kvale_1956.jpg HANNAH RYGGEN, 26. SEPTEMBER 2019 – 12. JANUAR 2020, Hannah Ryggen, Jul Kvale, 1956, Tapestry weave in wool and linen, 190 x 200 cm, Nordenfjeldske Kunstindustrimuseum, Trondheim, © VG Bild-Kunst, Bonn 2018, Photo: Anders Sundet Solberg

Hannah Ryggen

Schirn Kunsthalle Frankfurt
Frankfurt/Main | 26.09.2019-12.01.2020
Hannah Ryggen webt Geschich­ten von verblüf­fen­der Aktua­li­tät. Ihre monu­men­ta­len Wand­tep­pi­che grei­fen mutig die grund­le­gen­den Themen des Lebens in unse­rer Gesell­schaft auf: die Gräu­el­ta­ten des Krie­ges, Macht­miss­brauch, unser Ange­wie­sen­sein auf die Natur und die Verbin­dung zu unse­ren Fami­lien und Mitmen­schen. Von einem klei­nen autar­ken Bauern­hof an der West­küste Norwe­gens aus schuf die schwe­disch-norwe­gi­sche Künst­le­rin ein eindrucks­vol­les, poli­tisch inspi­rier­tes Werk. Sie lancierte bild­li­che Angriffe auf Hitler, Franco und Musso­lini und setzte sich deut­lich hörbar für die Opfer von Faschis­mus und Natio­nal­so­zia­lis­mus ein. Die SCHIRN präsen­tiert – anläss­lich des Ehren­gast­auf­tritts Norwe­gens auf der Frank­fur­ter Buch­messe 2019 – eine große Einzel­aus­stel­lung, die dem Publi­kum in Deutsch­land erst­mals einen umfas­sen­den Einblick in Ryggens OEuvre gewährt. In den rund 25 gezeig­ten Tapis­se­rien wird Hannah Ryggen auch als Vertre­te­rin einer ande­ren Art von Moderne vorge­stellt, in der sich Elemente aus Volks­kunst und Mytho­lo­gie mit Themen des gegen­wär­ti­gen Lebens mischen. Dabei erkun­dete sie ein ganz neues Spek­trum von Moti­ven und verwen­dete ein tradi­tio­nel­les Medium für ein neuar­ti­ges Ziel: der Öffent­lich­keit mit Wand­tep­pi­chen, die von Ort zu Ort bewegt werden konn­ten, ihre star­ken poli­ti­schen Botschaf­ten mitzu­tei­len....
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Von der Zeichnung zum Entwurf

Staatliche Graphische Sammlung
München | 27.09.2019-20.10.2019
In der konzentrierten Schau werden Beispiele vorbereitender Entwürfe und Vorzeichnungen für Kupferstiche unterschiedlicher Künstler präsentiert. Derartige Zeichnungen geben Einblick in die je eigene Art und Weise, sich mit dieser Aufgabe zu befassen. Unter anderem spielt dabei eine Rolle, ob der Entwerfer das Werk selbst in die Kupferplatte übertrug oder seine Zeichnung einer anderen Person, dem Stecher, als Vorlage dienen sollte....
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Eckhard Schaar (1932–2012), Bodybuilder, um 1985, C-Print, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, © Eckhard Schaar
Eckhard Schaar (1932–2012), Bodybuilder, um 1985, C-Print, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, © Eckhard Schaar

Der Amateur Vom Bauhaus zu Instagram

Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
Hamburg | 27.09.2019-12.01.2020
In der Ausstellung Der Amateur. Vom Bauhaus zu Instagram widmet sich das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG) der Amateurfotografie und ihrem Innovationspotenzial. Seit Milliarden von Smartphone-Besitzern weltweit ihr Leben täglich in Schnappschüssen festhalten und die Fotografie ein selbstverständliches Mittel der Kommunikation geworden ist, scheint der Amateur aktueller denn je. Neben der seit ihrer Erfindung vorangetriebenen Professionalisierung hatte das kreative und demokratische Potential des Amateurs immer eine große Bedeutung und hat es noch heute. Die Ausstellung blickt aus der Gegenwart auf die Geschichte dieses Phänomens. Ein Schwerpunkt des historischen Teils ist der Amateur am Bauhaus: seine ästhetischen Regelbrüche, seine spezifische Art, die Lebenswirklichkeit abzubilden wie auch seine Idee, die Gesellschaft zu verändern. Die Ausstellung zeigt rund 150 aktuelle und historische internationale Positionen von Amateuren und künstlerische Positionen über Amateure. Sie beleuchtet die Logik der Bildproduktion auf Fotosharing-Portalen wie Instagram, betrachtet die gegenwärtige Bedeutung der Amateurfotografie und fragt, welches Potential heute in ihr liegt. Schaut man auf die Figur des „neuen“ digitalen Amateurs, ergeben sich Fragen, die die Ausstellung in einem weiteren Schwerpunkt untersucht: Was passiert, wenn Milliarden Menschen täglich Bilder aufnehmen, benutzen, sortieren und online stellen? Welche kreative Kraft wohnt diesen Bildern inne? Welche gesellschaftliche und politische Relevanz wird in den partizipativen Projekten und den Bildersammlungen etwa von Bürgerjournalisten sichtbar?...
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K21 Ständehaus, Foto: Ralph Richter
K21 Ständehaus, Foto: Ralph Richter

Carsten Nicolai. Parallax Symmetry

K21 Ständehaus - Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen
Düsseldorf | 28.09.2019-19.01.2020
Das K21 zeigt im Herbst eine Übersichtsausstellung des Künstlers und Musikers Carsten Nicolai (geb. 1965, lebt in Berlin). Nicolai arbeitet seit den frühen 1990er Jahren an der Schnittstelle von bildender Kunst, Musik und Naturwissenschaften. Mit elektronischem Klang- und Lichtmaterial erzeugt er minimalistische Installationen, Sound-Performances und Darstellungen von physikalischen Phänomenen, die Systeme und Strukturen der Medienwelt reflektieren. Als Musiker ist Nicolai unter dem Pseudonym Alva Noto einer der bekanntesten Vertreter der zeitgenössischen elektronischen Musik. Seit seiner Teilnahme an der documenta X (1997) und an den Venedig-Biennalen 2001 und 2003 wird er auch als bildender Künstler weltweit ausgestellt. Begleitend zu Nicolais Ausstellung im Untergeschoss findet auf der Piazza von K21 eine Reihe von elektronischen Live-Konzerten und Performances statt....
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Lucas Blalock

Museum Kurhaus Kleve - Ewald Mataré-Sammlung
Kleve | 28.09.2019-26.01.2020
Das Museum Kurhaus Kleve bereitet für 2019 die erste große Einzelausstellung des amerikanischen Künstlers Lucas Blalock in Europa vor. Blalock, der hier noch nahezu unbekannt ist und in den USA gerade entdeckt wird, gilt als Vertreter einer neuen innovativen Fotografie. Mit einfachen Alltagsobjekten schafft der Künstler schräge Tableaus, die an das surrealistische Zusammentreffen von Nähmaschine und Regenschirm auf dem Seziertisch von Lautréamont erinnern. Blalock inszeniert Esswaren, Plastikflaschen und Handschuhe zu Stillleben, die er fotografiert und im Anschluss digital manipuliert. Dabei wird der Mechanismus der virtuellen Interventionen nicht vertuscht, sondern als bildnerische Komponente in die Arbeiten integriert: Stempeln, Klonen, und Retuschieren verwandeln seine Arrangements in Bilder, in denen analoge und digitale Elemente als gleichwertige Akteure auftreten und interagieren. Blalock lehnt sich in seiner Arbeit an Bertolt Brecht an, der für seine Verfremdungseffekte verschiedene Hilfsmittel entwickelte, um die theatralische Illusion zu brechen und die Aufmerksamkeit des Publikums auf die sozialen und politischen Implikationen seiner Stücke zu lenken. Blalock arbeitet mit ähnlichen Strategien, indem er die Konstruktion seiner Bilder offenlegt und damit tragisch-komische Kompositionen schafft, die sich auf die Geschichte der Kunst genauso beziehen wie auf die amerikanische Konsumkultur und Politik. Seine Stillleben zeigen Ramsch aus Billigläden, es sind Tiefpunkte der Warenwelt, mit denen die missratenen Seiten in den Fokus gerückt werden. Ein Selbstporträt als Kettenraucher, das an Philip Guston erinnert; eine braune Tür, die sich auf Ed Ruschas Schokoladenraum bezieht; ein Stillleben, das an Cézannes paradigmatische Inszenierung von Äpfeln erinnert. Nicht ohne Humor bedient sich Blalock der Kunstgeschichte, um das Scheitern neu aufzulegen und zugleich historisch zu verorten. Ein Bild muss dabei nicht notwendigerweise digital bearbeitet werden, so ist die Arbeit The Chocolate Door ein „objet trouvé“ – Blalock hat es genauso übernommen wie er es vorgefunden hat. Politische Aspekte werden subtil über diese Arbeiten geschichtet, indem Blalock zum Beispiel einen Ausstellungstitel wie „Ketchup as a Vegetable“ wählt, der auf einen absurden Skandal aus der amerikanischen Politik der Reagan-Ära verweist. Um die Ausgaben für Mittagessen an öffentlichen Schulen zu reduzieren, wurde vorgeschlagen, Ketchup als Gemüse zu definieren, womit man gleichzeitig die vorgegebenen Nahrungsstandards hätte einhalten können und dennoch Kosten gespart hätte. Damit verweist Blalock auf die ständige Ausnutzung der ärmsten Schichten Amerikas zugunsten profitabler Renditen. Eine Tatsache, welcher er nicht mit dem moralischen Zeigefinger begegnet, sondern deren Absurdität er durch eine wörtliche Auslegung und daraus resultierender tragisch-komischer Inszenierung vor Augen führt....
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Zeitkolorit

Deutsches Textilmuseum
Krefeld | 29.09.2019-29.03.2020
Die Ausstellung präsentiert Entwicklungen der Mode in der Zeit um 1880 bis in die 1930er Jahre unter dem Aspekt der Erfindung und Anwendung von synthetischen Färbemitteln in der Textilherstellung. Den Überlegungen zur Farbigkeit im Textilien im Haushaus wird dabei ein Themenschwerpunkt gewidmet. Zu den Exponaten zählen neben Kleidung und Accessoires auch Fläschchen mit originalen Färbesubstanzen, Färbeproben, Musterbüchern, Modejournalen und Fotografien. Als Zeugnisse des gesellschaftlichen Lebens, der Politik und Wirtschaft vermitteln sie sowohl individuelle Ausdruckweisen als auch ein Stimmungsbild der Zeit....
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Rembrandt (Harmensz. van Rijn),Abraham, die Engel bewirtend, 1656, Graphische Sammlung, Wallraf-Richartz-Museum, Foto: Dieter Bongartz
Rembrandt (Harmensz. van Rijn),Abraham, die Engel bewirtend, 1656, Graphische Sammlung, Wallraf-Richartz-Museum, Foto: Dieter Bongartz

Rembrandts graphische Welt

Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud
Köln | 04.10.2019-12.01.2020
Rembrandt Harmensz. van Rijn starb am 4. Oktober 1669 in Amsterdam. Exakt 350 Jahre später, am 4. Oktober 2019, startet in Köln die erste von zwei Hommagen des Wallraf-Richartz-Museum an den berühmten Maler. Ergänzend zu seiner großen Sonderschau „Inside Rembrandt“ (1.11.2019 – 1.3.2020) zeigt das Museum eine feine Auswahl an Radierungen aus seinem 160 Rembrandt-Blätter umfassenden Gesamtbestand in der Graphischen Sammlung. Die Arbeiten zeichnen sich sowohl durch eine hohe ästhetische Qualität, einen vorzüglichen Erhaltungszustand als auch durch die besondere Kunstfertigkeit des Radierers Rembrandt aus. So genial er mit dem Pinsel agierte, so gekonnt lagen ihm auch Stichel und Nadel in der Hand. Die Kupferplatte war ihm genauso wichtig wie die Leinwand. Oft überarbeitete er sie so lange, bis er das gewünschte Ergebnis erzielte. Aber auch seine kluge Materialauswahl verleiht den Werken den Touch des Besonderen, denn statt des üblichen Büttenpapiers entschied sich Rembrandt für Japanpapier. Zu den ausgewählten Spitzenblättern der Graphischen Sammlung im Wallraf gehören unter anderen „Abraham, die Engel bewirtend“ oder die „Drei Kreuze“. „Rembrandts graphische Welt“ fragt anschaulich nach den ästhetischen wie materiellen Kriterien, die erfüllt sein müssen, damit eine Rembrandt-Radierung auch nach rund 400 Jahren von Sammlern, Kennern und Liebhabern der Graphik als ein Meisterwerk angesehen wird....
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Foto: Käthe-Kollwitz-Museum Köln
Foto: Käthe-Kollwitz-Museum Köln

Berliner Realismus

Käthe-Kollwitz-Museum Köln
Köln | 10.10.2019-05.01.2020
Rau, ruppig und politisch unbequem: Die Berliner Kunst zur Kaiserzeit besitzt Sprengkraft. Von Wilhelm II. mit dem Verdikt der ›Rinnsteinkunst‹ belegt, widmen sich Künstler der Berliner Secession um 1900 erstmals dezidiert sozialen Themen. Sie begründen eine spezifisch berlinische Tradition des sozialkritischen Realismus, die in der Kunst der Weimarer Republik ihre konsequente Fortsetzung findet. Mit der Ausstellung BERLINER REALISMUS – VON KÄTHE KOLLWITZ BIS OTTO DIX spannt das Käthe Kollwitz Museum Köln einen zeitlichen Bogen von den 1890er bis zu den 1930er Jahren. Im Fokus stehen dabei Künstler wie Heinrich Zille, Hans Baluschek und Käthe Kollwitz, die die prekären Lebens- und Wohnverhältnisse der Arbeiterschaft, die durch die Industrialisierung stark angewachsen ist, zum Thema ihrer Werke machen. Einen drastischen Einschnitt stellt der Erste Weltkrieg dar. Die zweite Generation von Künstlern, die in der Ausstellung gezeigt werden – darunter Otto Dix, George Grosz und Otto Nagel – ergreift nicht etwa Partei für ›den kleinen Mann‹, sondern kritisiert in ihrem Werk grundsätzlich die gesellschaftlichen Missstände der Weimarer Republik....
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Rautenstrauch-Joest-Museum, Foto: Rheinisches Bildarchiv Köln
Rautenstrauch-Joest-Museum, Foto: Rheinisches Bildarchiv Köln

Indische Jain-Malerei aus der Sammlung Eva und Konrad Seitz

Rautenstrauch-Joest-Museum Kulturen der Welt
Köln | 10.10.2019-05.01.2020
Die Ausstellung ist eine Präsentation einer wertvollen Schenkung von Jain-Miniaturen aus mehreren Epochen und geografisch unterschiedlichen Regionen, wie Gujerat und Rajputan. Sie zeigt exemplarisch die Stilentwicklung in der Jain-Malerei zwischen 1375 und 1620 mittels illuminierter Manuskriptseiten aus dem Kalpasutra und dem Kalakacharya-Katha....
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Ist das Mode oder kann das weg!? 40 Jahre VOGUE Deutschland

Museum Villa Stuck
München | 10.10.2019-12.01.2020
»Ist das Mode oder kann das weg!?« lautet der Titel der Ausstellung, die anlässlich des 40. Geburtstags der deutschen VOGUE die Geschichte eines der einflussreichsten Modemagazine der Welt erzählt. VOGUE wurde 1892 in den USA gegründet, eine deutsche Ausgabe erschien erstmals vom April 1928 bis Oktober 1929 mit Verlagssitz in Berlin. Seit August 1979 wird die deutsche VOGUE monatlich am heutigen Verlagsstandort München herausgegeben. Seit vier Jahrzehnten widmet sich die Zeitschrift nun schon den ästhetischen Phänomenen ihrer Zeit, stellt Mode in den Kontext von Gesellschaft und Kultur und ist dabei immer auf dem neuesten Stand der Fotografie und des Designs. Für die deutsche Ausgabe ist seit 2003 Christiane Arp als Chefredakteurin verantwortlich, Vorgängerinnen waren unter anderem Angelica Blechschmidt und Christa Dowling. Die Ausstellung im Museum VILLA STUCK anlässlich des 40-jährigen Bestehens der deutschen Ausgabe von VOGUE ist eine Zeitreise in das Gestern, Heute, vor allem aber das Morgen des Mode-Journalismus, der längst nicht mehr auf das gedruckte Magazin beschränkt ist, sondern Mode auf vielen Plattformen – digital, audio-visuell oder in Form von Events erlebbar macht. Auch deshalb wird es in der Ausstellung Video-, Sound- und Virtual-Reality-Stationen geben, die den Besucher*innen nie gesehene Einblicke in diese faszinierende Welt erlauben. Daneben sind Vintage-Drucke aus den letzten vier Jahrzehnten, wegweisende Fotografien aus herausragenden Modeshootings, unveröffentlichte Arbeiten und Originalmagazine ausgestellt. Darunter Karl Lagerfeld, Peter Lindbergh und David Bailey....
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Foto: Giorgio Pastore
Foto: Giorgio Pastore

Shin Matsunaga: Made in Japan - Plakate

Museum Folkwang
Essen | 11.10.2019-12.01.2020
Seit Ende der 1960er Jahre gehört der 1940 in Tokio geborene Shin Matsunaga zu den international bedeutendsten Grafikdesignern Japans. Er verbindet traditionelle japanische Grafik und Zeichnung mit westlichen Designentwicklungen zu einer kreativen Formenwelt, ohne diese jedoch zu verschmelzen....
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Schirn_Presse_Combat_1965.jpg LEE KRASNER, 11. OKTOBER 2019 – 12. JANUAR 2020, Lee Krasner, Combat, 1965, National Gallery of Victoria, Melbourne, Felton Bequest, 1992 (IC1-1992). © VG Bild-Kunst Bonn, 2018 & The Pollock-Krasner Foundation/ ARS, New York. Licensed by Copyright Agency, 2018
Schirn_Presse_Combat_1965.jpg LEE KRASNER, 11. OKTOBER 2019 – 12. JANUAR 2020, Lee Krasner, Combat, 1965, National Gallery of Victoria, Melbourne, Felton Bequest, 1992 (IC1-1992). © VG Bild-Kunst Bonn, 2018 & The Pollock-Krasner Foundation/ ARS, New York. Licensed by Copyright Agency, 2018

Lee Krasner

Schirn Kunsthalle Frankfurt
Frankfurt/Main | 11.10.2019-12.01.2020
Eine Pionie­rin des abstrak­ten Expres­sio­nis­mus ist nach mehr als 50 Jahren in einer großen Retro­spek­tive wieder in Europa zu sehen: Lee Kras­ner. Die Ausstel­lung der SCHIRN erzählt die Geschichte einer der unbe­irr­bars­ten Künst­le­rin­nen des 20. Jahr­hun­derts. Präsen­tiert wird das Gesamt­werk der US-Ameri­ka­ne­rin, darun­ter Selbst­por­träts, Aktdar­stel­lun­gen in Kohle, die streng geome­tri­schen Little Images oder wegwei­sende Gemälde der Prophecy-Reihe, expe­ri­men­telle Haupt­werke der Umber- und Primary-Serie und späte Colla­gen. Lee Kras­ner war Mitglied der Ameri­can Abstract Artists und pflegte Freund­schaf­ten zu Ray Eames, Willem de Koon­ing und Franz Kline. Lange Zeit stand sie als Künst­le­rin im Schat­ten ihres Ehemanns Jack­son Pollock. Nach dessen frühem Tod bei einem Auto­un­fall 1956 entschied sie sich, Pollocks Atelier zu nutzen, und leitete damit eine neue Phase ihrer künst­le­ri­schen Karriere ein. Erst­mals konnte sie auf monu­men­ta­len, nicht aufge­zo­ge­nen Lein­wän­den arbei­ten. Es entstan­den einige ihrer bedeu­tends­ten Arbei­ten, u. a. „The Guar­dian“, „Happy Lady“, „Combat“ oder „Siren“. Anders als andere Künst­le­rin­nen und Künst­ler ihrer Zeit, die eben­falls unge­gen­ständ­lich malten, entwi­ckelte Kras­ner nie einen „signa­ture style“, sondern reflek­tierte ihre Praxis mit dem Anspruch, ihre Bild­spra­che stets neu zu erfin­den....
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Orpheus - Traum und Mythos in der modernen Kunst

August Macke Haus
Bonn | 11.10.2019-16.02.2020
Orpheus – der mythische Sänger und Priester, der die wilden Tiere, selbst Pflanzen und Felsen, bezauberte und die Götter der Unterwelt bewegte, seine Frau Eurydike ins Leben zurückholen zu dürfen, der aus menschlichem Unvermögen scheiterte, den Frauen entsagte und deshalb von den Mänaden zerrissen wurde, dessen Haupt aber weiter sang – dieser vielseitige Orpheus wurde von Künstlern aller Sparten und Zeiten zum Motiv gewählt. Anlässlich des Beethoven-Jubiläums und gefördert von der BTHV2020 GmbH feiern wir den Prototyp aller Musiker und Künstler mit einer Ausstellung. Ausgehend von einer von August Macke 1912/13 entworfenen Stickerei und deren Zusammenhängen in seinem Werk, entfaltet die Ausstellung die Verarbeitung des Orpheus-Stoffes in einem spannungsvollen Wechsel internationaler künstlerischer Positionen seit dem Symbolismus bis in die heutige Zeit. Von symbolhaften Verdichtungen in Gemälden und Skulpturen über graphische Folgen bis hin zu Bühnenentwürfen und kunsthandwerklichen Arbeiten verdichtet die Schau alle Spielarten künstlerischer Gestaltung. Der Parcours enthält verschiedene kunsthistorische Stile, erscheint aber, ausgelöst durch das besondere Thema, vor allem voller individueller Emotionen, welche Glück, Trauer, Tod und grausames Schicksal ebenso spiegeln wie Zweifel und Kühnheit künstlerischer Inspiration, Verbundenheit mit der Antike und Aufbruch zu neuen Entwicklungen. Zur Ausstellung erscheint ein reich bebilderter Katalog, u.a. mit einem inspirierenden Text von Elke Heidenreich über den Orpheus-Mythos und seine Wirkungen in der Musik....
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Alte Nationalgalerie (Detail). Museumsinsel Berlin, Bodestraße. © Staatliche Museen zu Berlin / Maximilian Meisse
Alte Nationalgalerie (Detail). Museumsinsel Berlin, Bodestraße. © Staatliche Museen zu Berlin / Maximilian Meisse

Kampf um Sichtbarkeit Künstlerinnen der Nationalgalerie vor 1919

Alte Nationalgalerie
Berlin | 11.10.2019-08.03.2020
Vor genau 100 Jahren konnten die ersten Frauen ihr reguläres Kunststudium an der Berliner Kunstakademie aufnehmen. Kein Grund zum Feiern, eher Anlass, die Werke von Malerinnen und Bildhauerinnen in den Blick zu nehmen, die es trotz aller Widrigkeiten in die Kunstöffentlichkeit geschafft und Eingang in die Sammlung der Nationalgalerie gefunden haben. Darunter das selbstbewusste Porträt Sabine Lepsius, Maria Slavonas impressionistische Ansicht von den Häusern Montmartres oder die eindrucksvollen Gemälde Caroline Barduas. Mehr noch als den Malerinnen schlugen den Bildhauerinnen Vorurteile gegen ihr künstlerisches Schaffen entgegen. Die kraftvollen Arbeiten der deutsch-amerikanischen Bildhauerin Elisabeth Ney, der Berlinerinnen Käthe Kollwitz oder Renée Sintenis zeugen vom Gegenteil. Neben den bekannten Namen lädt die Ausstellung auch zum Entdecken unbekannter Positionen ein, die zum Teil erstmals in der Alten Nationalgalerie präsentiert werden.  ...
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Foto: Giorgio Pastore
Foto: Giorgio Pastore

I was a Robot - Science Fiction und Popkultur

Museum Folkwang
Essen | 11.10.2019-15.03.2020
In Zusammenarbeit mit dem Maison d’Ailleurs, einer der weltweit bedeutendsten Science Fiction Sammlungen, untersucht die Ausstellung unser Verhältnis zu Robotern, Cyborgs und künstlicher Intelligenz in Science Fiction und Popkultur. Plakate, Magazine, Filme, Objekte und Video-Games entführen in Bildwelten, in denen Roboter und Mischwesen zu Metaphern unserer eigenen Entfremdung werden. In der phantastischen Imagination von Zukunft spiegeln sich historisch wie aktuell Vorstellungen von Mensch und Technik wider....
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Ingrid Torvund, Filmstill aus "i found you under the earth, under blood", 2017, Foto: Jonas Mailand
Ingrid Torvund, Filmstill aus "i found you under the earth, under blood", 2017, Foto: Jonas Mailand

House of Norway

Museum für Angewandte Kunst (MAK)
Frankfurt/Main | 12.10.2019-27.01.2020
Ein Highlight der Schau bilden noch nie gezeigte grafische Arbeiten von Edvard Munch. Zu entdecken gibt es außerdem Werke von zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern wie Ingrid Torvund, Kari Steihaug, Frank Ekeberg, Tori Wrånes oder Svein Flygari Johansen. Einblicke in die Kunst und Kultur der Sámi geben ein Gastspiel des Sámi National Theatre Beaivváš sowie künstlerische Positionen etwa von Britta Marakatt-Labba, Máret Ánne Sara oder Jorn Are Keskitalo. Begegnen wird man auch wichtigen norwegischen Gestalterinnen und Gestaltern wie Tone Vigeland, Torbjørn Kvasbø, Regine Juhls, Grete Prytz und Peter Opsvik. Beispiele aus der modernen norwegischen Architektur, etwa von Sverre Fehn oder Joar Nango, aus dem Bereich des Social Design sowie zeitgenössische Impulse aus Mode und neuer nordischer Küche stehen für eine kreative Auseinandersetzung mit einer Welt im Wandel. Im Rahmen von Der Traum in uns – Norwegen Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2019. Die Ausstellung wird gefördert von NORLA, Norwegian Literature Abroad, von Visit Norway, der Tourismusabteilung von Innovation Norway, und dem Möbelproduzenten Vestre. Sie entstand in Kooperation mit dem Munch Museum (Oslo), dem Nordnorsk Kunstmuseum (Tromsø), Norwegian Crafts, dem Sámi National Theatre Beaivváš (Kautokeino), dem Sámi University College (Kautokeino), dem Sámi Center for Contemporary Art (Karasjok), dem Riddo Duottar Museat (Karasjok), dem Kunstnerforbundet (Oslo), dem Nordenfjeldske Kunstindustrimuseum (Trondheim) und vielen anderen....
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Museum Ludwig, Foto: Thomas Riehle
Museum Ludwig, Foto: Thomas Riehle

Lu­cia Mo­ho­ly Fo­to­geschichte schreiben

Museum Ludwig
Köln | 12.10.2019-02.02.2020
An­läss­lich des Bauhaus Ju­biläums wird die Präsen­ta­tion aufzei­gen, in­wie­fern die Fo­to­grafin Lu­cia Mo­ho­ly die Geschichte der Fo­to­gra­fie neu schrieb. Neben ihren fo­to­gra­fischen Werken befin­d­en sich im Archiv des Mu­se­um Lud­wig Briefe, die ei­nen re­gen Aus­tausch mit dem Fo­to­samm­ler und -his­torik­er Erich Stenger bele­gen. Ge­mein­sam hat­ten sie vor, ein Buch über die Geschichte der Fo­to­gra­fie zu schreiben. Der Auf­stieg der Na­tio­n­al­sozial­is­ten trieb Mo­ho­ly je­doch in die Emi­gra­tion, während Stenger in Deutsch­land zum ge­fragten Ex­perten auf dem Ge­bi­et auf­stieg. Mo­ho­ly veröf­fentlichte sch­ließlich selb­st­ständig in Lon­don A Hun­dred Years of Pho­tog­ra­phy. Davon, und wie Mo­holys Schreiben und Fo­to­gra­fieren zusam­men­hän­gen, erzählt die Präsen­ta­tion....
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Edvard Munch, Under the Stars, 1900-05, Öl auf Leinwand, 90 x 120 cm, Munchmuseet, Oslo  Foto:  © Kunstsammlung NRW  Auflösung: 3543px*2625px
Edvard Munch, Under the Stars, 1900-05, Öl auf Leinwand, 90 x 120 cm, Munchmuseet, Oslo Foto: © Kunstsammlung NRW Auflösung: 3543px*2625px

Edvard Munch gesehen von Karl Ove Knausgård

K20 Grabbeplatz - Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen
Düsseldorf | 12.10.2019-01.03.2020
Er gilt als der bekannteste und wichtigste norwegische Autor der Gegenwart: Karl Ove Knausgård. Sein sechsbändiger autobiographischer Roman zählt weltweit zu den meist diskutierten Buch-Veröffentlichungen der vergangenen Jahre. Nun hat sich der Schriftsteller dem Werk des Malers Edvard Munch genähert. Mit seiner überraschenden Auswahl selten oder sogar nie gezeigter Werke entdeckt der gefeierte Autor einen bislang "unbekannten" Munch. Die Ausstellung findet in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen parallel zur Frankfurter Buchmesse statt, die 2019 Norwegen als Gastland vorstellt. Der auch in Kunstgeschichte ausgebildete Schriftsteller hat etwa 130 Gemälde, Arbeiten auf Papier und Skulpturen aus dem Archiv und dem Kunstdepot des Munch Museum in Oslo ausgewählt und mit Leihgaben aus internationalen Museen ergänzt. Er öffnet damit eine nie zuvor gesehene Perspektive auf den wohl bedeutendsten Maler der skandinavischen Avantgarde des frühen 20. Jahrhunderts. "Edvard Munch gesehen von Karl Ove Knausgård" ist eine Ausstellung des Munch Museum in Oslo in Zusammenarbeit mit der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf....
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Foto: Beethoven-Haus Bonn
Foto: Beethoven-Haus Bonn

#bebeethoven

Beethoven-Haus
Bonn | 15.10.2019-29.10.2019
Das Fellowship-Programm #bebeethoven wurde vom Podium Festival Esslingen anlässlichdes Beethoven-Jubiläums 2020 ins Leben gerufen und ermöglicht zwölf jungen Künstler-Innen über drei Jahre eigene Ansätze, Experimente und Projekte zur Zukunft des Musikschaffens zu entwickeln. In einer multimedialen Ausstellung im Beethoven-Haus Bonnwerden die Ergebnisse von #bebeethoven erlebbar gemacht.Die Ausstellung präsentiert ansprechend den Gesamtprozess des Projekts und die visionären Ansätze der KünstlerInnen und bietet in mehreren multimedialen Stationen einenumfangreichen und spannenden Einblick in die Zukunftswerkstatt von #bebeethoven....
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M+M. Fieberhalle

Museum Villa Stuck
München | 17.10.2019-12.01.2020
In der speziell für das Ateliergebäude des Museums VILLA STUCK konzipierten Ausstellung »FIEBERHALLE« verzahnt das Münchner Künstlerduo M+M (Marc Weis und Martin De Mattia) seine aktuellen Filmzyklen zu einer labyrinthischen Gesamtinstallation. M+M nutzen eine gerüstartige Struktur, die die Besucher*innen frei durch die drei Ebenen des Ausstellungsgebäudes führt, um den physischen wie auch den Film-Raum zu fragmentieren und gleichzeitig zu erweitern. Die narrativen Knotenpunkte bestehen aus Doppelprojektionen, in denen sich die Erzählebenen ineinander schieben und psychologische Zwischenräume entstehen, sich Abgründe auftun, in die M+M die Betrachter förmlich hineinziehen. Der Protagonist (dargestellt von Christoph Luser) findet sich so in kontrastiv emotionalen Situationen wieder, die von so unterschiedlichen Motiven geprägt sind wie Gewalt, Zärtlichkeit, Mordlust, Sexualität, familiäre Abgründe. Der im Zeitraum von fast sieben Jahren entwickelte Filmzyklus »7 Tage« sowie zwei gänzlich neue Filminstallationen (»Der 8. Tag« und »Mad Mieter«) bilden die Grundelemente des Parcours. Referenzen zu Filmen wie Alan Parkers »Angel Heart« (1987), John Badhams »Saturday Night Fever« (1977), Dario Argentos »Tenebre« (1982) oder Stanley Kubricks »The Shining« (1980) sind zumeist nur unterbewusst zu erahnen. Durch die Dialoge, die Musik und die Kameraführung entstehen höchst suggestive Momente, denen die wechselhafte Hauptfigur in den unterschiedlichen Szenen ausgesetzt ist. So entsteht ein verstörendes und multiperspektivisches Environment über zwischenmenschliche Beziehungen und das Ringen um Identität. »Nichts nacheinander und nichts hintereinander. / Alles nebeneinander und gleichzeitig. / Sich in allen Zeiten parallel befinden. / Sich in alle Richtungen bewegen./ [...] Das Erlebnis aus der Linearität der Erzählung befreien.« So beschreiben M+M in einem 2012 publizierten Manifest diesen Aspekt ihrer filmischen Arbeit. M+M bemächtigen sich der Filmsprache, um ein zentrales gesellschaftliches Thema, die Entstehung und Auflösungserscheinungen von Identität anzusprechen: als Individuum, als Paar, als Kollektiv....
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Foto: Giorgio Pastore
Foto: Giorgio Pastore

Das beseelte Ding - Vom Geister der Gestaltung

Museum Folkwang
Essen | 18.10.2019-24.11.2019
Die Ausstellung versammelt Objekte, Visualisierungen und konzeptuelle Arbeiten von Lehrenden und Studierenden der Folkwang Universität der Künste. Sie geht der Frage nach, ob und in welcher Weise nach 1918 die unter anderem am Bauhaus formulierten Konzepte einer „modernen“ künstlerisch-ästhetischen (Aus-)Bildung für heutige Lehrende und Studierende noch von Bedeutung bzw. Interesse sind. Der Begriff „beseelt“ vereint dabei unterschiedliche gestalterische Ansätze und Aspekte sowie schließlich auch die spekulative Frage nach der Seele, dem Wesen der Dinge....
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Bundespreis für Kunststudierende

Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland
Bonn | 18.10.2019-05.01.2020
Alle zwei Jahre schreibt das Bundesministerium für Bildung und Forschung den Wettbewerb Bundespreis für Kunststudierende aus. Er richtet sich an die Studierenden der 24 Kunsthochschulen in Deutschland. Jede Kunsthochschule entsendet je zwei Studierende in den Wettbewerb. Eine Jury wählt aus den Nominierten fünf bis acht Preisträger/innen aus. Sie erhalten eine Ausstellung in der Bundeskunsthalle mit Katalog, einen Geldpreis und ein Produktionsstipendium. Der Bundespreis für Kunststudierende wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und vom Deutschen Studentenwerk organisiert. Er soll junge Künstlerinnen und Künstler dabei unterstützen, Ausstellungserfahrung zu sammeln und den Sprung von der Akademie in die freiberufliche Praxis zu meistern. Die Gestaltung von Plakat und Katalog liegt in der Hand der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg....
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Haus der Kulturen der Welt, Foto: Sabine Wenzel
Haus der Kulturen der Welt, Foto: Sabine Wenzel

Liebe und Ethnologie

Haus der Kulturen der Welt
Berlin | 18.10.2019-06.01.2020
Der Schriftsteller und Ethnologe Hubert Fichte (1935–1986) gilt als poetischer und dokumentarisch-realistischer Vorläufer neuer Disziplinen in Deutschland wie Queer Studies und Postcolonial Studies. In seinen Schriften werden Ökonomiekritik, (Homo-)Sexualität und Selbstreflexion zu methodischen Werkzeugen. Ausstellungen und die Übersetzungen seiner Romane in die Sprachen der Orte, die Fichte mit seiner Lebensgefährtin Leonore Mau bereiste, haben dort erstmalig eine Rezeption seines Werks angeregt. Im Herbst 2019 schließt die Ausstellung Liebe und Ethnologie – die koloniale Dialektik der Empfindlichkeit (nach Hubert Fichte) im HKW in Berlin das Projekt ab. Mit Arbeiten von Nadja Abt, Kader Attia, Letícia Barreto, Michael Buthe, Coletivo Bonobando, Papisto Boy, Nathalie David, Claudia Del Fierro, Alair Gomes, Renée Green, Philipp Gufler, Cristóbal Lehyt, Leonore Mau, Tiona Nekkia McClodden, Mario Navarro, Richard Oelze, Lil Picard, André Pierre, Lili Reynaud Dewar u.v.a. 2017 nahm das Kooperationsprojekt mit dem Goethe-Institut seinen Anfang mit Ausstellungen in Lissabon, Salvador de Bahia und in Rio de Janeiro. 2018 folgten Ausstellungen in Santiago de Chile mit einem mehrtägigen begleitenden Kolloquium sowie weitere Stationen in Dakar und New York....
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Andy Warhol: Silver Liz, 1963. Sammlung Froehlich, Stuttgart © 2019 The Andy Warhol Foundation for the Visual Arts, Inc. / Licensed by Artists Rights Society (ARS), New York. Foto: Sammlung Froehlich, Stuttgart
Andy Warhol: Silver Liz, 1963. Sammlung Froehlich, Stuttgart © 2019 The Andy Warhol Foundation for the Visual Arts, Inc. / Licensed by Artists Rights Society (ARS), New York. Foto: Sammlung Froehlich, Stuttgart

Amerika! Disney, Rockwell, Pollock, Warhol

Bucerius Kunst Forum
Hamburg | 19.10.2019-12.01.2020
Die Ausstellung versammelt vier Persönlichkeiten, die – jede auf ihre Weise – die visuelle Kultur der USA geprägt haben. Dennoch werden ihre Werke so gut wie niemals gemeinsam ausgestellt. Dies hat mit der traditionell europäischen, aber eher unamerikanischen Unterscheidung zwischen einer freien, höheren Kunst auf der einen und einer kommerziellen Kulturindustrie auf der anderen Seite zu tun. Durch die Konfrontation der vier ikonisch gewordenen Positionen thematisiert die Ausstellung diesen charakteristischen, doch meist übersehenen Unterschied der Kunstauffassungen auf beiden Seiten des Atlantiks. Die Ausstellung wird gefördert von ExxonMobil, Bankhaus Lampe und Lampe Asset Management....
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