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Ausstellungen

Museumsausstellungen

Foto: DFM/Angerer
Foto: DFM/Angerer

Schichtwechsel – FußballLebenRuhrgebiet

DFB-Fußballmuseum
Dortmund | 30.11.-0001-23.12.2018
Schichtwechsel – FußballLebenRuhrgebiet Tradition. Emotion. Vision. Im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund feiern sie zum Ende des Steinkohlenbergbaus die Liebe zum Revierfußball. Bis zum 23. Dezember läuft die Sonderausstellung „Schichtwechsel“. Deren Untertitel ist Programm: FußballLebenRuhrgebiet. Ein untrennbarer Dreiklang. In der Erlebniswelt direkt am Dortmunder Hauptbahnhof kannst du dich noch einmal durch die Geschichte graben. Vor allem aber den Moment des Augenblicks erleben. Und deine Vision für die Zukunft hinterlassen. Entdecke, warum Duisburger Pioniere so wichtig sind für die gesamte deutsche Fußballgeschichte. Erfahre, welches Kapitel über Helmut Rahn noch nicht so oft aufgeschrieben worden ist. Treffe die „Kurze Fuffzehn“ wieder, die als Statue jahrelang vor dem Essener Stadion gestanden hat. Lerne die Hintergründe des „Schalker Kreisel“ kennen, und die Bedeutung der „Bochumer Jungen“. Und erlebe noch einmal Borussia Dortmunds Jahrhunderttor im Champions-League-Finale gegen Juventus Turin: „Ricken… Lupfen jetzt! JAAAAAAAAA!“ Kicke auf dem Museumsvorplatz heute schon auf dem Bolzplatz von morgen. Dreieckig ist der, drei Tore hat er – gebraucht werden aber immer noch zwei Mannschaften. Wie das geht? Find es doch heraus – in der Erlebniswelt Deutsches Fußballmuseum in Dortmund....
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Prüfstand für eine Laterne am Seezeichenversuchsfeld am Müggelsee, 1952 © SDTB / Historisches Archiv, Sammlung WSA Stralsund
Prüfstand für eine Laterne am Seezeichenversuchsfeld am Müggelsee, 1952 © SDTB / Historisches Archiv, Sammlung WSA Stralsund

Seezeichen! Schlaglichter auf die Orientierung vor deutschen Küsten

Deutsches Technikmuseum
Berlin | 05.11.2013-02.09.2018
Wie gelingt es Seeleuten, sich auf dem Meer und vor den Küsten zu orientieren – zu jeder Tageszeit und bei jedem Wetter? Neben den natürlichen Orientierungspunkten – wie Sonne, Sterne, Küstensilhouetten und Erdmagnetfeld – helfen künstliche Zeichen: die Seezeichen. Diese unterteilt man in optische, akustische und funktechnische Signale – bekannt als Leuchttürme, Baken, Tonnen oder Feuerschiffe, die schwimmenden Leuchttürme. Für ihre stetige Weiterentwicklung als Warn- und Leitsystem spielen die Reichweite der Signale, ihre unbedingte Zuverlässigkeit und die Betriebskosten eine wichtige Rolle. Die Ausstellung widmet sich auf 70 Quadratmetern schwerpunktmäßig der Entwicklung der optischen Signale: von offenen Feuern über die Öllampe und das Gasfeuer bis hin zu elektrisch betriebenen Lichtquellen und den heute weit verbreiteten, sehr hellen, energiesparenden und langlebigen LEDs. Der Einsatz von reflektierenden Spiegeln, lichtbrechenden Glaslinsen, Farben und in einem bestimmten Takt wiederkehrendem Licht veranschaulicht die stetigen Veränderungen des Seezeichenwesens. So ermöglichten unterschiedliche Farben und Takte des Lichts die individuelle Kennzeichnung von Leuchttürmen und verbesserten die Wegeleitung. Zahlreiche originale Objekte wie Glasoptiken und Messgeräte sowie Archivalien und Fotografien zeichnen den Weg zu einem einheitlichen deutschen Seezeichenwesen nach. Die Exponate übernahm das Deutsche Technikmuseum 2009 von der Fachstelle der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes für Verkehrstechniken in Koblenz. Mit dem erhöhten Schiffsaufkommen im 19. Jahrhundert stieg der Bedarf an sicherer Orientierung entlang der Küsten. In Europa bauten Frankreich, England und Schottland die Befeuerung ihrer Küsten zentralstaatlich aus. Auch Dänemark, Schweden und die Niederlande unterhielten staatliche Seezeichenorganisationen. In Deutschland entstand erst nach der Reichsgründung 1871 langsam ein einheitliches Seezeichenwesen. In Preußen – dem größten Uferstaat mit den meisten Seezeichen – war der Bedarf an einer zentralen Einrichtung am höchsten. Deshalb wurde vor 100 Jahren, am 1. April 1913, das preußische Seezeichenversuchsfeld in Berlin-Friedrichshagen gegründet. Leiter der Institution am Müggelsee war Walter Körte (1855–1914). Er trieb die Entwicklung einheitlicher Zeichen und Standards durch seine Kontakte zur Industrie und den anderen deutschen Anrainerstaaten voran. Bis zum Ersten Weltkrieg entstand so ein wirksames System fester und schwimmender Seezeichen für den Tag- und Nachtbetrieb. Ab 1918 lag eine wichtige Aufgabe in der Absprache auf internationaler Ebene. Nach der Teilung Deutschlands 1945 zog das Versuchsfeld für die Bundesrepublik nach Koblenz und das für die DDR nach Stralsund. Seit 1990 sind beide Prüfstellen in Koblenz zusammengefasst....
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... und stricken für's liebe Vaterland

Westfälisches Schulmuseum
Dortmund | 22.03.2015-30.12.2018
Benachrichtigungen, Rundschreiben, Angebote aller Art flattern Schulen tagtäglich ins Haus. Das war in den Jahren 1914-1918 nicht anders, nur – was damals alltägliche Mitteilung war, kann für uns heute zum spannenden Zeitdokument werden. Die Ausstellung hebt sie – im wörtlichen Sinne – aufs Podest: die „Zettel“ mit maschinenschriftlichem Text zur Frage, wer Siegesfeiern anordnen darf, zur Brotmarken-Ausgabe in den Schulräumen, zur Werbung fürs Tragen von Holzschuhen, zum Rückgang von Zucht und Ordnung, zum Umgang mit flüchtigen Kriegsgefangenen, zum Sammeln von Gold, Gummi, Eicheln, Brennesseln, Obstkernen, zum Kriegsfilm, den der Dorfwirt und Kinematographenbesitzer Schulklassen bei ermäßigtem Eintritt vorführt. Handschriftliche Schulchroniken aus der Kriegszeit geben zusätzliche Einblicke ins Alltagsleben, und dann gibt es auch noch das Klassenfoto mit den kleinen, Soldatensocken strickenden Mädchen und dem Spruch: „Wir regen fleißig unsere Kinderhand und stricken für’s liebe Vaterland.“...
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Cy Twombly  Peonies (Bassano in Teverina), 1980  43,1 x 27,9 cm  © Cy Twombly Foundation
Cy Twombly Peonies (Bassano in Teverina), 1980 43,1 x 27,9 cm © Cy Twombly Foundation

Cy Twombly: In the studio

Museum Brandhorst
München | 31.05.2016-26.08.2018
Mit einer Neupräsentation meldet sich Cy Twombly im Obergeschoss des Museums Brandhorst zurück. Und zwar mit einer retrospektiven Auswahl von Gemälden, Skulpturen, Zeichnungen und Fotografien aus den frühen 1950er-Jahren bis hin zu einem Gemälde aus Twomblys allerletzter Werkserie, die er 2011 kurz vor seinem Tod fertig gestellt hat.Twombly hat dem jeweiligen Ort, an dem seine Werke entstanden sind, Zeit seines Lebens eine zentrale Bedeutung beigemessen. Insbesondere seine Fotografien spielen vielfach auf den Prozess und Ort der Entstehung seiner Bilder und Skulpturen an. Darüber hinaus finden sich in vielen Aufnahmen Hinweise auf Situationen und Gegenstände - von Naturaufnahmen, Stillleben bis hin zu Besuchen von Flohmärkten oder Friedhöfen -, die Twomblys Werke inspiriert haben. Die Zusammenschau der verschiedenen Medien, in denen Twombly seit seiner Studienzeit am Black Mountain College gearbeitet hat, vermag ebenso spannende wie überraschende Konstellationen zu Tage zu fördern....
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Foto: Deutsches Museum
Foto: Deutsches Museum

energie.wenden

Deutsches Museum
München | 15.02.2017-19.08.2018
Die Energiewende ist eines der aktuellsten und akutesten Themen unserer Zeit. Wie lassen sich Umweltverträglichkeit, Wirtschaftlichkeit und soziale Gerechtigkeit unter einen Hut bringen? Die Sonderausstellung „energie.wenden“ liefert Orientierungswissen und macht spielerisch die Knackpunkte auf dem Weg zur nachhaltigen Energieversorgung erfahrbar – mit Exponaten, Demonstrationen, Mitmach- und Medienstationen rund um das Rollenspiel im Zentrum. Hier werden die Besucher zu Entscheidern....
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Ausstellungsansicht,  Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau, München
Ausstellungsansicht, Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau, München

Bildschön – Ansichten des 19. Jahrhunderts

Städtische Galerie im Lenbachhaus
München | 21.02.2017-31.12.2018
Das 19. Jahrhundert ist das Jahrhundert der Bilder. Sie erreichten eine größere Öffentlichkeit als je zuvor. Künstlerinnen und Künstler prägten auf wirkmächtige Weise die Kultur ihrer Zeit, ein sehr viel breiteres Themenspektrum wurde bildwürdig und im Idealfall vom Publikum als »bildschön« gelobt. Die damals erfundenen Motive bestimmen bis heute, was wir als romantisch, als traurig oder als schön empfinden. Im Laufe des 19. Jahrhunderts entstand ein enorm vielfältiges erzählerisches Bilduniversum, das immer wieder durch seine formale Innovationskraft begeistert. »Bildschön« unternimmt eine Neuinterpretation der Sammlungsbestände der Kunst des 19. Jahrhunderts im Lenbachhaus. Um andere Perspektiven auf diese reiche Bildkultur zu eröffnen, präsentiert die neue Ausstellung bewusst eine große Bandbreite von künstlerischen Stilen und Inhalten. Sie erschließt, ergänzt von Fotografien, Film- und Hörbeispielen, nicht nur den zeitgenössischen Kontext der Themen und Bildwelten, sondern beleuchtet schlaglichtartig den Nachhall des langen 19. Jahrhunderts bis in unsere Gegenwart. Die Ausstellungsbesucher und Kunstsammler des 19. Jahrhunderts, die Leser von Büchern, Zeitschriften oder Reiseführern erwarteten anschauliche Darstellungen und unterhaltsame Geschichten, weshalb viele Künstler die bestehenden Verhältnisse eher bestätigten, als sie kritisch zu hinterfragen. Doch ließen sie gelegentlich ironisch durchblicken, dass ihre Produktionen oft auf Modellen und Attrappen beruhten. Die Erfahrungswelt des Einzelnen erweiterte sich drastisch mit der immer reicheren Bilderwelt. Durch die Hand der Künstler wurden Naturansichten zu den Postkartenlandschaften, die wir heute noch aufsuchen. Trachten und bäuerliches Brauchtum wurden im 19. Jahrhundert wiederbelebt oder gar neu erfunden und die entstehenden Bilder so einflussreich, dass auf Oktoberfesten weltweit heute »Bayer« gespielt wird. Zentral für die Beziehung zur Natur war und ist im Bewusstsein der Deutschen der Wald, als visueller und emotionaler Projektionsraum. Wenn Maler auf dem Land lebten, interpretierten sie nicht nur Ländliches, sondern sie experimentierten auch mit modernen Lebensformen, und ihre Kunst vermittelte dann ein von urbanen Zwängen befreites Lebensgefühl. Als Porträtisten des Bürgertums und der Aristokratie entwarfen Künstler deren öffentliches Image, sie verhandelten Geschlechterverhältnisse und Standesunterschiede. Für das ganze »große Theater« der modernen Welt galt es nun, visuelle Entsprechungen zu finden: für so unterschiedliche Phänomene wie die Begeisterung für die Vergangenheit, die Fragen der Naturwissenschaften oder die Verlockungen des Spiritismus....
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Zwei Thronsesselbeine, Östliches Indien, Orissa, 16./17. Jahrhundert, Elfenbein, geschnitzt,Höhe jeweils 39 cm © Museum für Asiatische Kunst, Staatliche Museen zu Berlin / Dietmar Katz
Zwei Thronsesselbeine, Östliches Indien, Orissa, 16./17. Jahrhundert, Elfenbein, geschnitzt,Höhe jeweils 39 cm © Museum für Asiatische Kunst, Staatliche Museen zu Berlin / Dietmar Katz

Vis à vis. Asien trifft Europa

Kunstgewerbemuseum am Kulturforum Potsdamer Platz
Berlin | 12.05.2017-30.04.2019
Das Museum für Asiatische Kunst hat Anfang Januar 2017 seine Pforten in Dahlem geschlossen, um die Neuaufstellung im Humboldt Forum vorzubereiten – Gelegenheit, eine erlesene Auswahl seiner Bestände innerhalb der ständigen Ausstellung des Kunstgewerbemuseums zu präsentieren. Dabei treten die Werke beider Museen etappenweise im Rahmen von fünf thematischen Diskursen in einen assoziativen Dialog und geben Aufschluss über einen Jahrhunderte währenden Transfer von Materialien, Techniken, Formen und Motiven. Die Präsentation wird sukzessive eingerichtet und ist ab November 2017 bis voraussichtlich April 2019 in ihrem gesamten Umfang zu sehen. Der erste Diskurs widmet sich ab dem 12. Mai 2017 der Materialgruppe „Horn, Bein und Elfenbein“. Im Mittelaltersaal des Kunstgewerbemuseums werden Kunstwerke gegenübergestellt, die zwischen dem 13. und 19. Jahrhundert auf dem indischen Subkontinent und in Europa geschaffen wurden. Das wegen seiner Härte und Elastizität, seinem edlen Oberflächenglanz und der angenehmen Haptik seit jeher beliebte kostbare Material wurde bevorzugt zur Fertigung luxuriöser Gebrauchsartikel und repräsentativer Kunstgegenstände verwendet. Kulturübergreifend symbolisierte das Elfenbein Macht, Potenz, Erhabenheit und Reinheit. Für Jagd- und Kriegsgeräte, für Minnegaben und Kosmetikutensilien ebenso wie für religiöse Devotionalien und für Herrschaftsinsignien wurde es in Europa und Asien gleichermaßen wertgeschätzt. Im Westen trat der Aspekt des Exotischen hinzu, der die Aura der Exklusivität des über weitgespannte Handelsnetze bezogenen fremden Materials noch verstärkte. Exemplarisch für die spannungsreiche Gegenüberstellung asiatischer und europäischer Elfenbeine stehen zwei Thronsesselbeine aus Orissa aus dem Museum für Asiatische Kunst. Eine für das europäische Auge exotisch anmutende Ikonographie sowie die technische Finesse der Schnitzerei veranschaulichen das hohe Niveau dieser südasiatischen Elfenbeinarbeiten aus höfischem Kontext. Die noch gut erkennbare geschwungene Linie des Stoßzahns dürfte intendiert gewesen sein, um keinen Zweifel hinsichtlich des kostbaren Materials aufkommen zu lassen, welches in Asien wie in Europa mit Herrschern in Verbindung gebracht wird. Der royale Bezug offenbart sich zudem in den Tierkampfszenen, in denen Elefanten dominieren, sowie in der raffiniert rundplastisch gearbeiteten Hauptgestalt, dem aufrecht auf einer doppelten Lotosrosette stehenden Löwen mit zurückgewandtem Kopf, zugleich Wächterfigur und Synonym für Herrschaft schlechthin. Nicht aus Elfenbein, sondern aus dem Horn des Zebu-Rindes besteht ein in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts in Süddeutschland geschaffener bootsförmiger Deckelpokal. Seine geschnitzten Darstellungen spiegeln die exotische Herkunft des in Europa seltenen Materials: Zebu-Rind, Löwe und Elefant, ein fremdartig gewandetes Paar sowie die bekrönende Frauenfigur mit Sonnenschirm stehen als Sinnbilder für den Kontinent Afrika. Dem Horn exotischer Tiere wurde giftabweisende und potenzsteigernde Wirkung nachgesagt. Werke aus solchem Material gelangten häufig in fürstliche Sammlungen. Das Exemplar im Kunstgewerbemuseum stammt aus der Kunstkammer der Hohenzollern im Berliner Schloss. Es reflektiert das um 1680 einsetzende Bemühen Kurbrandenburgs um überseeischen Kolonialbesitz....
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Hamburger Kunsthalle, Foto: Romanus Fuhrmann-Rickert
Hamburger Kunsthalle, Foto: Romanus Fuhrmann-Rickert

Neuland: Jose Davila

Hamburger Kunsthalle - Sammlung Galerie der Gegenwart
Hamburg | 02.06.2017-31.05.2018
Das Ausstellungsformat Neuland zeigt im jährlich wechselnden Rhythmus im gleichnamigen Projektraum Positionen internationaler Künstler_innen, die sich in ihrem Werk mit globalen Veränderungsprozessen, mit Fragen von Migration, Identität und Verortung beschäftigen. Der mexikanische Künstler Jose Dávila (*1974 in Guadalajara) ist als zweiter Künstler von der Hamburger Kunsthalle eingeladen, speziell für diesen Ort neue Werke zu konzipieren. Dávila wird für Neuland gleichermaßen fragile wie imposante raumgreifende Installationen entwerfen. Seine Skulpturen spielen spannungsvoll mit physikalischen Kräften, Balance und Masse. Im Mit- und Gegeneinander gegensätzlicher Material- und Formkombinationen sind sie nur in der zusammenhängenden Ganzheit stabil. Ein Bild von sensibler und eleganter Übereinstimmung wird generiert, deren Verletzbarkeit permanent mitschwingt. Die Installationen und fotografischen Arbeiten von Dávila, der parallel zum Studium der Architektur Skulptur- und Fotografiekurse am Institute of Fine Arts in San Miguel de Allende besuchte, spiegeln seine Ausbildung wider: Sie lassen spielerische Reflexionen, kritische Kommentare und offene Hommagen an die Kunst- und Architektur-Avantgarde des 20. Jahrhunderts deutlich erkennen. Dávila referiert auf den amerikanischen Minimalismus und seine europäischen Vorläufer mit Bezugsgrößen wie Richard Serra, Dan Flavin, Donald Judd, Josef Albers oder den Architekten Luis Barragán und Mathias Goeritz. Seine individuellen Übersetzungen von berühmten Werken der Künstlerkollegen machen sich deren Gedanken zu eigen, um sie weiterzuführen – mal logisch, mal konterkarierend....
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Generation Loss: 10 years of collection
Generation Loss: 10 years of collection

Generation Loss: 10 years of collection

Julia Stoschek Collection
Düsseldorf | 10.06.2017-10.06.2018
Nach über fünfzehn Ausstellungen, acht internationalen Kooperationsprojekten mit über 100.000 Besuchern feiert die JULIA STOSCHEK COLLECTION im Juni diesen Jahres ihr 10-jähriges Jubiläum. Die Jubiläumsausstellung mit dem Titel ”Generation Loss“ wird vom britischen Künstler Ed Atkins konzipiert. Video ist zum populärsten Medium unserer Zeit geworden. Die Synthese verschiedener Technologien hat Video zum populärsten Medium unserer Zeit gemacht. Seine Technik und Distribution sind in den letzten beiden Jahrzehnten sowohl vereinfacht als auch komplexer geworden. Diese Weiterentwicklung durchdringt auch die künstlerische Praxis. In der Wechselwirkung von kreativer Erweiterung und neuen technischen Möglichkeiten entstehen nicht nur neue Inhalte und Formate, sondern verändert sich auch die Rezeption von Kunst. Der Begriff ”Generation Loss“ (dt. Generationsverlust) bezeichnet zunächst den Prozess der Qualitätsverschlechterung von sukzessiv kopierten oder komprimierten Daten auch infolge ständig sich verändernder Technologien. Dieser Verlust von Qualität gilt nicht nur für Dateiformate oder Datenträger, sondern manifestiert sich auch im ideologischen Sinne in Politik, Kultur, Natur oder allgemein im gesellschaftlichen Wandel von einer Generation zur nächsten. Grundidee des Ausstellungskonzepts ist es, die Wechselbeziehungen innerhalb der Sammlung aufzuzeigen und auch die Art und Weise wie Generationen – von Künstlern ebenso wie von Technologien – ihre Vorläufer beerben, hinter sich lassen, verändern und unterwandern. Im Zentrum steht die Frage, wie diese Art der Beeinflussung zu Aufbegehren, Korrektur und Annäherung führen kann und schlussendlich die Beobachtung, dass das künstlerische Bewegtbild ein auf einzigartige Weise reaktives Medium ist, das wie keine andere Gattung an den Wandel von Mainstreamtechnologie gebunden ist. Formal verbindet die Ausstellung die Arbeiten in ganz direkter Weise: Projektionen werden in choreografierten Abfolgen und in räumlicher Nähe zueinander gezeigt. Diese Nähe wird zum Teil durch den Einsatz von Akustikglas ermöglicht, dass den Sound der einzelnen Projektionen trennt, gleichzeitig aber den Durchblick auf andere Räume und Arbeiten gewährt. Ziel ist es, die übliche Isolation von Videoinstallationen aufzuheben. Keine Arbeit für sich, alle Arbeiten in Relation zueinander. Mit Werken von Eleanor Antin, Ed Atkins & Simon Thompson, Charles Atlas, Lutz Bacher, Bernadette Corporation, Lynda Benglis, Johanna Billing, Dara Birnbaum, Hannah Black, Chris Burden, Matt Calderwood, Patty Chang, Ian Cheng, Jen DeNike, Nathalie Djurberg & Hans Berg, Cheryl Donegan, Trisha Donnelly, Cao Fei, Peter Fischli & David Weiss, Dara Friedman, Cyprien Gaillard, Douglas Gordon, Barbara Hammer, Christian Jankowski, Joan Jonas, Jesper Just, Imi Knoebel, Mark Leckey, Klara Lidén, Gordon Matta-Clark, Paul McCarthy, Lutz Mommartz, Bruce Nauman, Jon Rafman, Lucy Raven, Reynold Reynolds & Patrick Jolley, James Richards, Rachel Rose, Jack Smith, Wolfgang Tillmans, Ulay & Marina Abramović, Steina Vasulka, Klaus vom Bruch, Hannah Wilke, Jordan Wolfson, Tobias Zielony...
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Im Rausch der Faren - Glasuren von Gerda Conitz, Plakat zur Ausstellung, Keramik-Museum Berlin
Im Rausch der Faren - Glasuren von Gerda Conitz, Plakat zur Ausstellung, Keramik-Museum Berlin

Im Rausch der Farben – Glasuren von Gerda Conitz (1901 - 1982)

Keramik-Museum Berlin (KMB)
Berlin | 18.06.2017-21.05.2018
Eine ganz besondere Stellung nimmt Gerda Conitz in der deutschen Keramik des 20. Jahrhunderts ein – weniger für Formentwürfe als für ihre beeindruckenden Glasurkreationen. Zwei bedeutende Manufakturen, für die Gerda Conitz wesentlich und prägend arbeitete, sind die Staatliche Majolika-Manufaktur Karlsruhe von 1928 bis 1932 und die Württembergische Metallwarenfabrik (WMF) von 1936 bis zur Schließung deren Keramikabteilung 1949. In der 90. Sonderausstellung, die ein knappes Jahr in unserem Museum gezeigt wird, präsentieren wir 113 Vasen und Schalen dieser beiden Wirkungsstätten von Conitz....
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Pinakothek der Moderne
Pinakothek der Moderne

Anselm Kiefer

Sammlung für Moderne Kunst in der Pinakothek der Moderne
München | 21.06.2017-01.07.2018
Die Michael & Eleonore Stoffel Stiftung hat in enger Kooperation mit den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen fünf Werke Anselm Kiefers erworben. Mit den Erwerbungen wird ein Meilenstein im Sammlungsausbau gesetzt. Anselm Kiefer, am 8. März 1945 in Donaueschingen geboren, hat mit seinem Schaffen das Schweigen über die deutsche Vergangenheit im Dritten Reich gebrochen und zugleich eine eindringliche Sprache für die weltweite Vernetzung menschlicher Zivilisation gefunden. Er greift alte christliche, kabbalistische oder fernöstliche Überlieferungen auf, setzt sich mit den großen mythischen, religiösen und poetischen Schriften der Welt auseinander und verknüpft sie mit der aktuellen Erfahrungswelt. In der Pinakothek der Moderne bilden nun das monumentale Gemälde „Der Sand aus den Urnen“ (2009), die zwei auf Blei ausgeführten Wandbilder „OCCUPATIONS“ (1969/2011) sowie die zwei Vitrinen „Die 12 Stämme“ (2010) und „Morgenthau“ (2016) einen weiteren Höhepunkt im Sammlungsprofil. Durch die Neuerwerbungen der fünf Werke Anselm Kiefers werden die bislang wenigen Arbeiten des Künstlers – drei Fotografien sowie das Gemälde „Nero malt“ (1974), letzteres aus der Sammlung des Wittelsbacher Ausgleichsfonds (ehemalige Sammlung Prinz Franz von Bayern) – zu einem exemplarischen Werkkomplex erweitert. Dieser steht im Kontext umfangreicher Werkgruppen und/oder Künstlerräume weiterer prägender Künstler, namentlich Georg Baselitz, Joseph Beuys, Wolfgang Laib, Sigmar Polke, Arnulf Rainer und Dan Flavin, Donald Judd und Andy Warhol. Dichte und Differenziertheit der Sammlung werden ebenso wie die internationale Sichtbarkeit der Pinakothek der Moderne durch die Erwerbung dieses Komplexes befördert....
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Plakat zur Ausstellung "Protest + Neuanfang, Bremen nach ‘68"
Plakat zur Ausstellung "Protest + Neuanfang, Bremen nach ‘68"

Protest + Neuanfang, Bremen nach ‘68

Focke Museum - Bremer Landesmuseum für Kunst-und Kulturgeschichte
Bremen | 30.08.2017-01.07.2018
Bremen ist anders. Von hanseatisch-zurückhaltend, traditionsbewusst und weltoffen bis links-alternativ, experimentierfreudig und kämpferisch – Gegensätzlicher können Beschreibungen nicht sein! Warum ist das so? Mit der neuen Sonderausstellung »Protest + Neuanfang, Bremen nach ‘68« wirft das Bremer Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte einen Blick auf Bremens jüngere Stadtgeschichte. Im Fokus stehen die ereignisreichen Jahre zwischen den Straßenbahnunruhen 1968 und der Schließung der Großwerft AG Weser 1983. In kürzester Zeit vollzogen sich zum Teil widerstreitende Entwicklungen: Die Aufbruchsstimmung einer jungen Generation, die traditionelle Normen überwinden wollte, traf auf fundamentale wirtschaftliche Umbrüche. Der Niedergang alter Großbetriebe, der das Ende der klassischen Industriegesellschaft markierte, überschattete die Zukunftshoffnungen; ökologische Probleme traten verstärkt in das öffentliche Bewusstsein; die Angst vor Krieg und atomarer Bedrohung war allgegenwärtig. Zugleich eröffneten sich aber auch neue Chancen: Zukunftsweisende Technologien und Wirtschaftszweige entstanden; durch Zuwanderung wurde das Leben in der Stadt immer vielfältiger; eine neue Generation von Bremerinnen und Bremern begann heranzuwachsen; neue Formen der politischen Teilhabe wurden geschaffen; neue politische Kräfte formierten sich. Dieser Wandel erfasste das soziale Gefüge der Stadt, die Alltags- und Popkultur und beeinflusst den Charakter Bremens bis heute....
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Pinakothek der Moderne
Pinakothek der Moderne

Germaine Krull. Metal

Sammlung für Moderne Kunst in der Pinakothek der Moderne
München | 28.09.2017-10.06.2018
Ihre Bedeutung als avantgardistische Künstlerin verdankt die Fotografin Germaine Krull ihrem wegweisenden Mappenwerk „Métal“ (1928). Eiserne Konstruktionen wie Kräne, Brücken, Maschinen und den Eiffelturm setzt sie darin mittels ungewöhnlicher Perspektiven und Bildausschnitte in Szene. Die Abfolge im Portfolio lässt aus den Einzelbildern einen geradezu filmisch-bewegten „Tanz der nackten Metalle“ werden und zeigt die gigantischen Metallkonstruktionen als dynamische Monumente einer modernen Zeit. Die Präsentation zeigt alle 64 Tafeln aus dem Portfolio „Métal“ ergänzt um originale Fotografien der Serie aus den Beständen der Stiftung Ann und Jürgen Wilde....
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Paul Ernst Wilke (1894-1971): Landschaftsbilder aus fünf Jahrzehnten
Paul Ernst Wilke (1894-1971): Landschaftsbilder aus fünf Jahrzehnten

Paul Ernst Wilke (1894-1971): Landschaftsbilder aus fünf Jahrzehnten

Historisches Museum Bremerhaven
Bremerhaven | 30.09.2017-27.05.2018
Das Historische Museum Bremerhaven zeigt erstmals einen Teil seiner umfangreichen Kunstsammlung zu Paul Ernst Wilke. Die Ausstellung präsentiert vor allem 38 Gemälde, die zum Teil noch nie öffentlich gezeigt wurden. Die Arbeiten stammen aus der Zeit von 1921 bis 1969 und dokumentieren Wilkes gesamte Schaffenszeit. Im chronologischen Verlauf kann Wilkes künstlerische Entwicklung nachvollzogen werden. Paul Ernst Wilke (1894-1971) zählt zu den bekanntesten Malern aus Bremerhaven. Er bevorzugte maritime Motive von der norddeutschen Küste, von Island, Schweden oder Dänemark. Ansichten aus seiner Heimatstadt Bremerhaven bilden einen Schwerpunkt seiner Arbeiten, wobei Wilke in den Häfen besonders viele Motive fand. Als Impressionist malte er vor Ort unter freiem Himmel....
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Faszination Vielfalt - Forschung für ihr Leben

Senckenberg Naturmuseum Frankfurt
Frankfurt/Main | 30.09.2017-05.08.2018
Die Senckenberg- Gesell­schaft erforscht seit 200 Jahren die Vielfalt der belebten und unbelebten Natur. Dafür sammelt und bewahrt sie biologische und geologische Objekte. Rund 40 Millionen sind es bisher – und es werden jedes Jahr mehr. Anlässlich des Jubiläumsjahres 2017 öffnet Senckenberg diese umfang­reichen Archive der Natur. Pflanzen, Tiere, Pilze, Mikroorga­nismen, Gesteine, Mineralien und sogar Meteorite: Die Jubiläums­-Sonderausstellung zeigt einen beeindruckenden Ausschnitt aus dieser Vielfalt, der „Geobiodiversität“. Etwa 6.000 Objekte – vom winzigen Käfer bis zum Okapi, von seltenen Pflanzen bis zu außergewöhnlichen Fossilien – sind in einer 15 Meter breiten und über vier Meter hohen Vitrine dicht an dicht zu bestaunen. Vom Marianengraben in der Tiefsee bis zum Mount Everest können Besucher zudem unterschiedlichste Ökosysteme erleben....
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Copyright: Ruhr Museum; Gestaltung: Uwe Loesch
Copyright: Ruhr Museum; Gestaltung: Uwe Loesch

Erdgeschichten. Geologie im Ruhr Museum

Ruhr Museum Essen
Essen | 02.10.2017-02.09.2018
Die Ausstellung präsentiert über 500 Objekte. Der mit rund 2,9 Milliarden Jahren älteste Beleg stammt aus der Erdfrühzeit, als Bakterien begannen, die Sauerstoffhülle der Erde zu produzieren. Marokkanische Riesentrilobiten und russische Trilobiten mit Stielaugen aus dem Erdaltertum gehören zu den spektakulärsten Objekten der Sammlung. Gezeigt wird aber auch das mit fast 485 Millionen Jahren älteste Stück Nordrhein-Westfalens, eine Kolonie polypenähnlicher Lebewesen. Aus den Orkadischen Seen Schottlands werden urtümliche Fische präsentiert und aus längst vergangenen Meeren stamen ausgezeichnet erhaltene Haie und Rochen. Aus dem Erdmittelalter sind als Besonderheit Meereskrokodile und Fischsaurier der Sammlung Krupp zu sehen. Natürlich fehlen auch nicht die bei Sammlern so beliebten Ammoniten und die Vielfalt all der Tiere, die vor rund 100 Millionen Jahren im Ruhrgebiet im Meer der Kreidezeit zuhause waren. Die Erdneuzeit, in dessen jüngster Einheit, dem Holozän, wir leben, zeigt sich in ästhetisch äußerst reizvollen Sedimentstrukturen, die mittels Lackprofiltechnik konserviert wurden. Sie geben Einblick in die Erdgeschichten, an denen der Mensch heute beteiligt ist. Auch davon erzählen die Objekte der Ausstellung....
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Pinakothek der Moderne
Pinakothek der Moderne

Olaf Metzel - Reise nach Jerusalem

Sammlung für Moderne Kunst in der Pinakothek der Moderne
München | 03.10.2017-31.12.2018
Für die Eröffnung der Pinakothek der Moderne schuf Olaf Metzel eine Skulptur, die der bühnenhaften Ausstrahlung des Treppenhauses einen signifikanten Akzent verlieh. Das Interesse des Künstlers galt der einzelnen Säule auf dem mittleren Treppenabsatz, die er in ein schillerndes Gewand aus farbigem Acrylglas kleidete, in dessen Innerem sich deformierte Plastikstühle stapeln. „Reise nach Jerusalem“ nannte Metzel das exzentrische Werk, das sich schon bald zu einem Wahrzeichen des Museums entwickelte. Zum 15. Geburtstag des Museums ist die raumgreifende Arbeit erneut zu sehen....
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Ann-Kathrin Müller, Vantage Point, 2014, Foto: Ann-Kathrin Müller
Ann-Kathrin Müller, Vantage Point, 2014, Foto: Ann-Kathrin Müller

Frischzelle_24: Ann-Kathrin Müller

Kunstmuseum Stuttgart
Stuttgart | 07.10.2017-07.10.2018
Im Fokus der Arbeiten von Ann-Kathrin Müller steht die erzählerische Kraft der Fotografie. Die Künstlerin entwirft ihre überwiegend als Werkreihen konzipierten Bilder ausnahmslos in einer kühlen Schwarz-Weiß-Ästhetik. In einigen ihrer analogen Fotografien thematisiert sie die Architekturgeschichte der Weißenhofsiedlung. Ein Beispiel dafür ist ihr Selbstporträt vor einem Gemälde Willi Baumeisters aus der Serie »Vantage Point« (2014). Ann-Kathrin Müller (*1988 in Nürtingen) studierte an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, wo sie auch Meisterschülerin von Ricarda Roggan war. Sie hat bereits an zahlreichen Gruppenausstellungen teilgenommen, u.a. in der Villa Merkel Esslingen, der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden und der Galerie EIGEN+ART Berlin. Die »Frischzelle_24« ist ihre erste museale Einzelausstellung....
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Museum der Weltkulturen, Foto: Wolfgang Günzel
Museum der Weltkulturen, Foto: Wolfgang Günzel

Entre Terra e Mar - Zwischen Erde und Meer. Transatlantische Kunst

Museum der Weltkulturen
Frankfurt/Main | 12.10.2017-26.08.2018
Die Ausstellung präsentiert zeitgenössische politisch-poetische Interventionen und Werke der international bekannten Künstler Ayrson Heráclito aus Brasilien und Rigo 23 aus Portugal, der heute in Los Angeles, USA lebt und arbeitet. Sie bildet einen Höhepunkt in der langjährigen Beschäftigung des Museums mit afro-brasilianischen und indigenen Aspekten in der Kunst und Kultur Brasiliens und setzt neue Impulse hinsichtlich der aktuellen Wahrnehmung transatlantischer Kunstprozesse zwischen Afrika, Europa und Amerika. Kuratorinnen: Dr. Mona Suhrbier (Kustodin Amerikas, Weltkulturen Museum) und Dr. Jane de Hohenstein (Ethnologin, Salvador de Bahia)...
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Hans-Jochen Marquardt (Motiv auf dem Werbeprospekt des Verlags von 1925)
Hans-Jochen Marquardt (Motiv auf dem Werbeprospekt des Verlags von 1925)

Universal. Reclams Jahrhundertidee – Leipzig 1867 bis 1990

Deutsches Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek Leipzig
Leipzig | 27.10.2017-03.06.2018
Reclams Universal-Bibliothek (RUB) – 1867 in Leipzig aus der Taufe gehoben – steht als Herzstück des Reclam-Verlages für den modernen Gedanken der "Literaturversorgung für alle". Der niedrige Preis bei hoher Auflage erlaubte eine maximale Verbreitung von Texten. Zum 150. Jahrestag der Gründung widmet das Deutsche Buch- und Schriftmuseum der Idee von Anton Philipp Reclam eine Ausstellung. Ausgehend vom "Klassikerjahr" 1867 wird anhand ausgewählter Exponate aus der Leipziger Produktion – zumeist aus der Sammlung von Dr. habil. Hans-Jochen Marquardt, Halle (Saale) – der Blick auf Buchgestaltung, technische Herstellung und Werbemethoden, aber auch auf die Themen Feldbücherei oder die RUB in der DDR gerichtet....
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Die Neue Sammlung - Design, Foto: Pinakothek der Moderne
Die Neue Sammlung - Design, Foto: Pinakothek der Moderne

Hella Jongerius & Louise Schouwenberg. Beyond the New

Die Neue Sammlung - Design in der Pinakothek der Moderne München
München | 10.11.2017-16.09.2018
Die niederländische Produktdesignerin Hella Jongerius und die Designtheoretikerin Louise Schouwenberg sind eingeladen, für die Paternoster-Halle der Pinakothek der Moderne eine ortsspezifische Installation zu entwickeln. Sie führen damit nach Konstantin Grcic und Werner Aisslinger das 2015 eingeführte, zehnmonatige Ausstellungsformat für zeitgenössische Positionen im Design fort. Hella Jongerius hat sich durch ihre sehr spezifische Weise, Handwerk und industrielle Produktion miteinander zu verbinden, eine renommierte Position erworben. Ihre Möbel-, Textil- und Keramikentwürfe verstehen sich als eine Symbiose von High- und Low-Tech, Vergangenheit und Gegenwart, von traditionellen und neuartigen Materialien. Louise Schouwenberg, Leiterin des Fachbereichs für Contextual Design an der angesehenen Design Academy in Eindhoven, untersucht besonders die Schnittstelle zwischen Kunst und Design. Zusammen mit Louise Schouwenberg hat Hella Jongerius 2015 das Manifest „Beyond the New. A Search for Ideals in Design“ geschrieben. Es richtet sich gegen eine Industrie, die als Ziel der Produktion die Idee des „Neuen“ und kommerziellen Erfolg fordert. Demgegenüber steht die Überzeugung, dass sich der Industrie ein Potenzial aktueller Produktionsmöglichkeiten erst erschließt, wenn sie neue Herausforderungen annimmt, die bei hoher Qualität und unter Aspekten der Nachhaltigkeit auch frei und experimentell sein können....
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© Ole Könnecke. Sport. Hanser Verlag 2017 - Elefant
© Ole Könnecke. Sport. Hanser Verlag 2017 - Elefant

Einfach ligneal! – Ole Könneckes Bildergeschichten

Altonaer Museum - Norddeutsches Landesmuseum
Hamburg | 10.11.2017-30.09.2018
Lola und Anton, Lester und Bob – seit fast 30 Jahren begleiten uns Ole Könneckes Figuren und ihre Abenteuer. Mit nur wenigen Strichen bringt Ole Könnecke die Charaktere, Launen und Herausforderungen seiner Protagonisten auf den Punkt. Unzählige Bildergeschichten für Kinder sind entstanden, fast allen hat er eine Zusatzbildspur für die erwachsenen Vorleser beigefügt. Mit der für seinen Zeichenstil charakteristischen klaren schwarzen Linie sehen wir ihn in der Tradition eines Hergé mit Tim und Struppi und eines Charles M. Schulz mit Charlie Brown und den Peanuts. Jede mit Bleistift, Füller oder Feder gezeichnete Linie hat die für Ole Könnecke typische Prägnanz, die ihn berühmt gemacht hat. Unverwechselbar ist Ole Könneckes Humor, der Kinder und Erwachsene gleichermaßen zum Lachen bringt. Die Ausstellung im Kinderbuchhaus zeigt den künstlerischen Werdegang Ole Könneckes von den Anfängen bis hin zu den aktuellen Arbeiten, inklusive zahlreicher Skizzen und Veröffentlichungen. Ole Könnecke gehört zur Gruppe der Hamburger Illustratoren und Illustratorinnen, die weit über die Grenzen der Stadt bekannt sind und den Ruf Hamburgs als Bilderbuchhauptstadt begründen. In Göttingen geboren und teilweise in Schweden aufgewachsen, lebt und arbeitet er mit nur kurzen Unterbrechungen in Hamburg. Vor beinahe 30 Jahren machte ein gewonnener Wettbewerb den damaligen Germanistikstudenten zum Illustrator. Seitdem verging kaum ein Jahr ohne neues Buch – viele davon ausgezeichnet. Inzwischen hat er mehr als 30 Bücher veröffentlicht, zahlreiche weitere illustriert und sich außerdem einen Namen als Übersetzer aus dem Schwedischen gemacht....
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Wolf Vostell, Dé/collage – Staatsgalerie, 1971, Plakatabriss © VG Bild-Kunst, Bonn 2017. Bild: Jürgen Spiler
Wolf Vostell, Dé/collage – Staatsgalerie, 1971, Plakatabriss © VG Bild-Kunst, Bonn 2017. Bild: Jürgen Spiler

Fast wie im echten Leben

Museum Ostwall im Dortmunder U
Dortmund | 14.11.2017-31.03.2019
Was eine expressionistische Landschaft aus den 1910er Jahren mit der Gegenwart zu tun hat? Die Neupräsentation der MO Sammlung zeigt: Mehr als gedacht. Sechs verschiedene Themenräume laden die Besucher_innen dazu ein, die eigene Lebensrealität mit der von Künstler_innen aus über 100 Jahren Kunstgeschichte zu konfrontieren. Dabei werden junge Menschen Wolf Vostells Stacheldraht-Installation „TEK“ wohl mit anderen Augen sehen als Zeitzeugen des zweiten Weltkriegs; Menschen mit Fluchtgeschichte werden Werke zum Thema „Krieg“ anders wahrnehmen als ein Zwanzigjähriger, der in Deutschland aufgewachsen ist. Auch die in der Ausstellung vertretenen Künstlerinnen und Künstler nehmen unterschiedliche Perspektiven ein: Otto Muellers "Badende im Teich" fühlten sich 1912 der sie umgebenden Natur offenbar sehr verbunden, während Mark Dion in seinen Arbeiten seit den 1990er Jahren die oft zerstörerischen Eingriffe des Menschen in die Natur zum Thema haben? Und wie erleben wir Natur? Indem das MO neue Verbindungen zwischen den Werken seiner Sammlung herstellt und ihre unterschiedlichen Kontexte sichtbar macht, ermöglicht es seinen Besucher/innen eine naheliegende und trotzdem überraschende Erfahrung: Die Arbeit von Künstler/innen findet nicht im luftleeren Raum, sondern in derselben Lebensrealität statt, die wir alle mit ihnen teilen. Kunst ist also eine besondere Art, die Welt zu sehen - und gleichzeitig bestimmt unsere Lebenswelt die Art, wie wir Kunst sehen. Wer Freude an dieser Begegnung hat, wird danach seine eigene Welt mit anderen Augen sehen....
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Persischer Satrap (Gouverneur). Mallos, Stater, ca. 400-375 v. Chr. © Staatliche Museen zu Berlin, Münzkabinett
Persischer Satrap (Gouverneur). Mallos, Stater, ca. 400-375 v. Chr. © Staatliche Museen zu Berlin, Münzkabinett

Menschenbilder - Wege zum Porträt von der Antike bis zur Gegenwart

Bode-Museum
Berlin | 24.11.2017-07.10.2018
In einer neuen Sonderausstellung widmet sich das Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin einem zentralen Thema der Kunst: dem Menschenbild, ausgedrückt in Münz- und Medaillenporträts von der Antike bis zur Gegenwart. Porträts können Menschen detailgetreu wiedergeben, repräsentieren, inszenieren oder stilisieren. Sie sind Träger von Botschaften derer, die sie in Auftrag geben und erschaffen. Gleichzeitig üben sie Funktionen denjenigen gegenüber aus, die sie betrachten sollen. Porträts können damit als unmittelbares Kommunikationsmittel über örtliche, zeitliche, soziale und gesellschaftliche Grenzen hinweg begriffen werden: Sie können sachlich informieren – oder auch geschickt die Wahrnehmung und Meinung des Rezipienten manipulieren. Die Abbildung des menschlichen Antlitzes war zu jeder Epoche ein zentraler Aspekt künstlerischen Schaffens und unterlag verschiedenen, oft politischen Anliegen. Sie beginnt mit der Darstellung von Götterbildern in Menschengestalt. Als die Perser im 5. Jh. v. Chr. mit den Griechen in Kontakt traten, präsentierten sie auf ihrer Münzprägung die Großkönige als entindividualisierte und unnahbare Herrscher. Sie betonten damit deren Funktion als Monarch – nicht ihre Individualität, die in diesen Porträts beinahe vollständig übergangen wurde. Erst im Hellenismus trat das Herrscherbildnis als echter Spiegel der hinter ihm stehenden Person in Erscheinung. Distanz zum Betrachter schaffen hier sorgsam ausgewählte Attribute, welche den Dargestellten in göttliche Sphären heben. Ein weiterer Blick der Ausstellung gilt den „VIPs“ der antiken griechisch-römischen Gesellschaften: Magistraten und Beamten, die als Vorsteher von Provinzen oder Träger bedeutender Ämter über die Münzprägung dem Volk in Namen und Bildnis bekannt gemacht wurden. Auch identitätsstiftende Persönlichkeiten der Vergangenheit, berühmte Philosophen und Geistesgrößen, erscheinen in der städtischen Münzprägung. Für sie galten ebenfalls bestimmte Darstellungskonventionen. Eine interessante Sonderform des Porträts sind die erfundenen Bildnisdarstellungen, beispielsweise römische Ahnenportäts. Hier spiegeln sich besonders intensiv die hinter diesen Bildnisentwürfen stehenden Aufgaben und Funktionen von Menschenbildern wider. Scheinbar individuelle Kennzeichen wie Barttracht oder Wangenfalten werden mit Porträtzügen kombiniert, welche im Grunde genommen Chiffren für bestimmte Eigenschaften und Tugenden sind. Auch regionale und zeittypische Moden des Bildniskonzeptes, die zwischen veristischen Darstellungen und „Volks-“ oder „Zeitgesichtern“ changieren, werden in der Sonderausstellung aufgearbeitet. Über die verschiedenen Aspekte des römischen Kaiser- und Privatbildnisses in Kaiserzeit und Spätantike lässt sich die Brücke zu Byzanz und dem sichtbaren Bruch von Menschen- und Herrscherdarstellungen im Mittelalter schlagen. Hier repräsentieren schemen- und schablonenhafte Bilder Distanz. Eine Revolution stellt dann das Porträt der Renaissance dar und zeigt par excellence, wie Menschenbilder als Spiegel gesellschaftlicher und kultureller Umwälzung dienen. Das Individuum rückt wieder in den Vordergrund, was sich auch an den in dieser Zeit aufkommenden Privatmedaillen (d. h. für Privatleute, nicht für Herrscher geschaffenen Arbeiten) ablesen lässt. Das neue Menschenbild und Selbstverständnis der Einzelpersonen findet im Porträt dieser Zeit einen einzigartigen Ausdruck. In der Neuzeit und der Gegenwart schließlich können mehrere Porträtströmungen nebeneinander auftreten, bleiben aber an Normen und herrscherliche Vorbilder gebunden. Spannend ist der Diskurs der Porträtkonzepte seit dem beginnenden 20. Jahrhundert, wobei weiter die Elemente typologischer Schemata, Natürlichkeit und Individualität wichtig bleiben. Konventionelle, staatstragende oder bürgerliche Perspektiven beginnen langsam aufzubrechen. Die Medaille bleibt lange ein konservatives Medium, da öffentliche oder private Auftraggeber meist bereits etablierten Porträtkonzepten anhängen. Ein Paradigmenwechsel ergibt sich seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts aufgrund der stärkeren Betonung künstlerischer Unabhängigkeit, dem eine ungekannte Vielfalt des Kunstschaffens in der Medaille folgt. Die Sonderausstellung präsentiert ausschließlich Objekte, die bisher nicht in der Dauerausstellung des Münzkabinetts zu sehen sind....
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Fossiler Prachtkäfer (Buprestidae) aus der Geiseltalsammlung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Er ist ein Zeuge des wesentlich wärmeren Klimas vor ca. 45 Millionen Jahren. (© LDA Sachsen-Anhalt, Foto: J. Lipták)
Fossiler Prachtkäfer (Buprestidae) aus der Geiseltalsammlung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Er ist ein Zeuge des wesentlich wärmeren Klimas vor ca. 45 Millionen Jahren. (© LDA Sachsen-Anhalt, Foto: J. Lipták)

Klimagewalten - Treibende Kraft der Evolution

Landesmuseum für Vorgeschichte
Halle (Saale) | 30.11.2017-21.05.2018
Schmelzende Gletscher, steigende Temperaturen, Naturkatastrophen, Hitzerekorde: Schlagworte wie »Klimawandel« und »Globale Erwärmung« sind allgegenwärtig. Klimaveränderungen, die heute bedrohliche Zukunftsszenarien scheinen, wirkten im Laufe der Erdgeschichte jedoch als Triebkräfte der Evolution. Um ihre Ursachen und Folgen zu verstehen, wirft die kommende Sonderausstellung im Landesmuseum für Vorgeschichte einen weiten Blick zurück ......
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Ein "Adler Favorit" von 1931: Originallackierung und Nutzungspuren wurden bewusst belassen. Die Fenster wurden gegen Mottenbefall versiegelt. © SDTB / C. Kirchner
Ein "Adler Favorit" von 1931: Originallackierung und Nutzungspuren wurden bewusst belassen. Die Fenster wurden gegen Mottenbefall versiegelt. © SDTB / C. Kirchner

Umgeparkt – Autos aus dem Depot

Deutsches Technikmuseum
Berlin | 06.12.2017-31.07.2018
Eine einmalige Gelegenheit nicht nur für Liebhaber historischer Autos, weitere Meilensteine der Automobilgeschichte bei uns zu entdecken: Wegen Umbauarbeiten in den Depots werden 29 Fahrzeuge aus der Sammlung, die mehr als 200 Pkw und Lkw umfasst, bis Ende Juli 2018 in das Museum "umgeparkt". Fahrzeuge von 1923 bis 1987 Die Bandbreite der Fahrzeuge reicht vom Brennabor Typ S 6 von 1923, einem der ersten in Deutschland am Fließband produzierten Wagen, über die experimentelle Elektroauto-Studie Ford Berliner aus dem Jahr 1968 bis hin zu einem japanischen Alltagsauto wie einem Toyota Crown-Taxi von 1987. Wichtige weitere Objekte sind ein 1928 in Berlin produzierter Chrysler Typ 52, ein stromlinienförmiger Adler Autobahn von 1939 und ein Tempo-Dreirad aus der Wirtschaftswunder-Zeit. Mehr als Auto-Geschichte(n) Die ausgewählten Automobile stehen nicht nur für technische Meilensteine. Manche geben auch sozialgeschichtliche Einblicke, wie beispielsweise drei DKW-Autos aus den 1930er Jahren: Mit einer kunstlederüberzogenen Sperrholzkarosserie und angetrieben von einem Zweitaktmotor mit nur 20 PS zeigen sie die damals einfachste Form der Automobilität. Mit dem Citroen DS hingegen ist ein Auto zu sehen, dessen skulpturale Linien 1955 von dem Bildhauer und Designer Flaminio Bertoni gezeichnet wurden. Der DS sorgte seinerzeit als elegantes Kult-Auto vor allem bei Intellektuellen für höchste Begeisterung. Einen Aspekt der Wirtschaftsgeschichte verdeutlicht der Ford B von 1932: Seine für damalige Verhältnisse revolutionäre Ganzstahlkarosserie erforderte viel Know-how und hohe Investitionen in Maschinen und Werkzeuge. Dies wiederum führte dazu, dass sich bestimmte Firmen auf die Herstellung von Automobil-Karosserien spezialisierten. So belieferte das amerikanisch-deutsche Gemeinschaftsunternehmen Ambi-Budd von Berlin aus auch große Auto-Fabrikanten wie den deutschen Ford-Ableger. Die Weltpolitik spiegelt sich ebenfalls in manchen der gezeigten Fahrzeuge wider, etwa beim EMW 340 – der ostdeutschen Weiterentwicklung eines BMW-Vorkriegswagens. Die Produktionsanlagen von BMW waren 1945 im thüringischen Eisenach verblieben; in der schwierigen Gemengelage des Kalten Krieges war es dem Münchner Unternehmen erst 1952 möglich, seine Urheberrechte durchzusetzen. Restaurieren und Erforschen Die Präsentation gibt zudem einen Einblick in die Museumsarbeit hinter den Kulissen. Die Automobile werden nicht einfach nur in den Depots "abgestellt". Sie werden vielmehr geschützt - zum Beispiel gegen Insektenbefall der Innenräume – und erforscht. Auch verschiedene Ansätze der Restaurierung werden deutlich: Manche Fahrzeuge sehen wieder aus wie neu, andere haben noch ihre historischen Lacke oder werden bewusst mit Spuren von Nutzung und Vernachlässigung gezeigt. Ein wichtiger Aspekt in der musealen Aufarbeitung der Autosammlung wird künftig auch die Provenienzforschung sein, die sich der Klärung der Herkunft und Besitzgeschichte der Objekte widmet. Vor allem in der Anfangszeit des Museums, in den 1980er Jahren, kamen viele Fahrzeuge durch Schenkung oder Ankauf in die Sammlung, bei denen die Vorbesitzer nicht immer vollständige Angaben zu Herkunft und Geschichte machen konnten....
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William N. Copley, Imaginary Flag for U.S.A., 1972, stitched and sewn fabric (cotton, nylon, polyester), 127 x 182 cm, William N. Copley Estate, New York ©VG Bild-Kunst, Bonn 2017
William N. Copley, Imaginary Flag for U.S.A., 1972, stitched and sewn fabric (cotton, nylon, polyester), 127 x 182 cm, William N. Copley Estate, New York ©VG Bild-Kunst, Bonn 2017

America! America! How real is real?

Museum Frieder Burda
Baden-Baden | 09.12.2017-21.05.2018
Mythen, Projektionen, Sehnsüchte: In Zeiten von „Fake News“ und „Alternative Facts“ wird deutlich, wie sehr der amerikanische Traum mit emotional aufgeladenen Bildern und Symbolen verwoben ist. Zugleich ist sich wohl kaum eine andere Nation der Wirkungskraft von Bildern so bewusst. Die Images des „American Way of Life“, die in den Medien und der Unterhaltungsindustrie produziert werden, können bestehende Machtverhältnisse und Vorstellungen von Wirklichkeit zementieren, aber auch radikal in Frage stellen. Mit rund 70 Meisterwerken der US-Gegenwartskunst, wie Andy Warhols Race Riot (1964), Jeff Koons lebensgroßer Skulptur Bear and Policeman (1988) oder Jenny Holzers Leuchtschriftinstallation Truisms (1994) zeigt America! America! How real is real?, wie Künstler von den 1960er-Jahren bis heute die amerikanische Realität kommentieren. Mit Werken aus der Sammlung Frieder Burda und zahlreichen hochkarätigen Leihgaben lädt die Schau zu einer Exkursion durch die visuelle Kultur Amerikas ein. Schon die Stars der Pop Art wie Andy Warhol, Roy Lichtenstein oder James Rosenquist transformieren die Oberflächen der Konsumkultur in eine Kunst, die von ungeheurer Verführung und kühler Distanz spricht. Indem sie die Methoden der kommerziellen Bildproduktion übernehmen, verabschieden sie sich von den traditionellen Vorstellungen von Authentizität. Das Gefühl von Entfremdung verkörpern auch die Werke der großen US-Maler der 1980er. Die psychologisch aufgeladenen Leinwände von Eric Fischl, die hermetischen Szenen von Alex Katz, die riesigen Film-Noir-artigen Grafitzeichnungen von Robert Longo sezieren die Träume und Ängste einer verunsicherten weißen Mittelschicht. Zur selben Zeit erobern Künstler wie Jeff Wall oder Cindy Sherman die Szene, die unsere medial geprägte Wahrnehmung kritisch reflektieren. Sie werden zu Vorbildern für nachfolgende Generationen. Mit den Strategien der Konzeptkunst, Performance und Fotografie schaffen sie Bildwelten, in denen die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Inszenierung zerfließen: How real is real?...
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Neue Pinakothek, Foto: Martin Fengel
Neue Pinakothek, Foto: Martin Fengel

L wie Land und Leute

Neue Pinakothek
München | 17.01.2018-09.07.2018
Die Ausstellung folgt vorangegangenen Projekten in der Studiengalerie der Neuen Pinakothek, zieht ein Register aus dem Depot auf, greift ordnend hinein und stellt eine thematische Auswahl vor. „L wie Land und Leute …“ zeigt Künstler des 19. Jahrhunderts, die Bekanntes und Unbekanntes in Nah und Fern (neu) entdecken und in ihren Gemälden darstellen. Mit 54 Werken aus der eigenen Sammlung lässt sich dabei auch beobachten, wie leicht aus der Verfertigung von Bildern die Verfestigung von Ansichten wird und ursprüngliche Neugier zu Klischees gerinnt. Neben den Klassikern Italien und Holland zeigt die Ausstellung zeitgenössische Erwerbungen zu Spanien, Österreich und anderen Ländern....
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Don’t forget to sing! Aboriginal Art aus den Western APY Lands

Museum Fünf Kontinente
München | 19.01.2018-25.02.2019
Die APY Lands liegen in Südaustralien nahe der Grenze zum Northern Territory. „APY“ steht für „Anangu Pitjantjatjara Yankunytjatjara”, d.h.„die Menschen der Sprachgruppen Pitjantjatjara und Yankunytjatjara.“ Malen, Singen und Tanzen haben im Leben der Aborigines der australischen Wüste eine tiefe Bedeutung. Das alles ist nach ihrem Glauben dazu geeignet, Schöpfungsgeschichten zu erzählen und damit Zusammenhänge in der Entstehung der Welt aufzuzeigen. Durch Malen, Tanzen und Singen hält ein Anangu-Künstler Kultur und traditionelle Gesetze seines Landes am Leben und ehrt gleichzeitig die Schöpferahnen. Die Gesetze der Schöpfungsgeschichten (Tjukurpa) sind ein fester Bestandteil der Religion und des Alltags der Anangu. Sie erklären die Erschaffung allen Lebens und geben bis heute Hinweise, wie sich der einzelne Mensch angemessen und respektvoll seiner Umwelt gegenüber verhalten kann und sollte. Durch die starke Verbindung zwischen spirituellem Dasein und der Erschaffung von Kunstwerken strahlen diese Integrität, Schönheit und eine spürbare Kraft aus. Jüngere Künstler werden ermutigt, sich dieser Ressourcen zu bedienen. Die anerkannten Künstler sind überzeugt davon, dass die Weitergabe des traditionellen Wissens an die jüngere Generation äußerst wichtig ist. So ist es nicht ungewöhnlich, dass sich in einem Kunstzentrum bis zu vier Generationen zum Singen und Malen versammeln und Auszüge aus der Tjukurpa wieder und wieder erzählen. In den Werken wechseln sich oft Vogelperspektive mit Frontalansicht ab – und das zum Teil auf derselben Leinwand. „Wer einmal Zeuge war, wie ein Anangu-Künstler das Land und die Schöpferahnen in seinen Gemälden besingt, der spürt, dass diese Werke Seele haben“, kommentiert Robyn Kelch die Entstehung der Gemälde. Mit der Kunst australischer Aborigines aus den APY Lands gastiert die Galerie ARTKELCH aus Freiburg erneut im Museum Fünf Kontinente. Vorgestellt werden Gemälde aus den Kunstzentren Tjala Arts aus Amata und Tjungu Palya aus Nyapari. Die Kunstwerke können als Unterstützung für die Aboriginal-Künstler erworben werden. Großformatige Gemeinschaftsarbeiten bilden das Herzstück der Ausstellung. Sie tragen zum Erfahrungsaustausch zwischen den Generationen bei, ermöglichen die Weitergabe des Wissens um die Tjukurpa und dienen gleichzeitig der Nachwuchsförderung. Treibende Kraft für das generationsübergreifende gemeinschaftliche Arbeiten in den Kunstzentren ist der Wunsch der Künstler, ihre Geschicke selbst in die Hand zu nehmen und Karrierechancen für die Jugend zu entwickeln. Lebendige, selbstbestimmte Gemeinschaften zu bilden, ist erklärtes Ziel. Zu den ausgestellten Künstlern gehören: Angkaliya Curtis, Barbara Moore, Bernard Tjalkuri, Brenton Ken, Freddy Ken, Ginger Wikilyiri, Helen Curtis, Iluwanti Ken, Iyawi Wikilyiri, Keith Stevens, Mick Wikilyiri, Ray Ken, Sandra Ken, Sylvia Ken, Tjungkara Ken, Wawiriya Burton, Yaritji Young u.a....
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Ruhr Museum, Foto: Brigida González
Ruhr Museum, Foto: Brigida González

Josef Stoffels. Steinkohlenzechen - Fotografien aus dem Ruhrgebiet

Ruhr Museum Essen
Essen | 22.01.2018-02.09.2018
Der Essener Industrie- und Dokumentarfotograf Josef Stoffels (1893 – 1981), dessen Nachlass sich im Fotoarchiv des Ruhr Museums befindet, fotografierte in den 1950er Jahren zur Hochphase des Steinkohlenbergbaus so gut wie alle der 150 fördernden Klein- und Großzechen im Ruhrgebiet sowie einige Bergwerke in anderen Regionen Deutschlands. In der Ausstellung im Ruhr Museum, die zum Ende des Steinkohlenbergbaus in Deutschland 2018 den Blick zurück in die Hochphase und die unmittelbar anschließende Krise der Montanindustrie wirft, werden 60 Zechen gezeigt: mit Einzelbildern sowie in Serien und auch in Farbe. Weitere bislang unveröffentlichte Fotografien zeigen Themen des Bergbaus: die Berglehrlingsausbildung, die Wohnheime, die Einrichtung zur Aufnahme der angeworbenen Bergleute, die Bergarbeitersiedlungen sowie die betriebliche Fürsorge der Zechengesellschaften. Zu Stoffels’ Auftraggebern zählten aber auch die Stahlindustrie und andere Wirtschaftsunternehmen. Einige dieser Auftragsarbeiten sind ebenso zu sehen wie die für die britische Militärregierung in der unmittelbaren Nachkriegszeit in Essen entstandenen Porträts von Militärangehörigen, seine Aufnahmen des zerstörten und wieder aufgebauten Essens oder seine Fotografien für das ortsgeschichtliche Museum in Essen, das spätere Ruhrlandmuseum. Mit insgesamt mehr als 400 Fotografien und Dokumenten vermittelt die Ausstellung „Josef Stoffels. Steinkohlenzechen – Fotografien aus dem Ruhrgebiet“ im Ruhr Museum das Bild eines Fotografen, der den Schritt vom begabten Amateur zum professionellen Fotografen vollzog und ein halbes Jahrhundert mit Leidenschaft arbeitete. Mit seinen Arbeiten schuf Stoffels ein einmaliges Panorama des Ruhrgebiets in der Zeit des Bergbaus....
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C& Center of unfinished business. Foto: © Florian Bong-Kil Grosse
C& Center of unfinished business. Foto: © Florian Bong-Kil Grosse

Koloniales Erbe. C& Center of unfinished business

Akademie der Künste (Standort Mitte)
Berlin | 24.01.2018-30.06.2018
Das von Julia Grosse und Yvette Mutumba konzipierte C & Center of unfinished business ist ein Leseraum, der den Besucherinnen und Besuchern eine außergewöhnliche, manchmal verwirrende Auswahl an Büchern bietet, die auf unterschiedliche Weise mit dem Thema Kolonialismus in Verbindung gebracht werden – von einem Geschichtsbuch zu deutschen Kolonien über ein Mode-Buch über die Sappeurs in der Demokratischen Republik Kongo bis hin zu einer Analyse der Kapitalmärkte im 21. Jahrhundert. Eine begehbare Bücherregal-Struktur, die aus verschiedenen Perspektiven genutzt werden kann und exklusiv entwickelt wurde, um an diverse Orte zu wandern und dort immer wieder neu benutzt zu werden....
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Foto: Museum Mensch und Natur
Foto: Museum Mensch und Natur

Wasser - wie es unsere Erde formt

Museum Mensch und Natur
München | 26.01.2018-03.06.2018
Wasser als Landschaftsgestalter Wasser ist ein besonderer Stoff und prägt unseren Planeten wie kein anderes Element. Flüssig, gefroren zu Eis und als Wasserdampf ist Wasser stets in Bewegung. Es zermürbt selbst harten Fels mit der Zeit, transportiert Steine und Sand Kilometer weit und lagert die Fracht an anderer Stelle wieder ab. Der Klimawandel beschleunigt all diese Prozesse und wird die Verteilung von flüssigem und gefrorenem Wasser drastisch verändern. Wasser in Fotografien festgehalten Die ausdrucksstarken, großformatigen Fotografien von Bernhard Edmaier präsentieren Wasser von der bisher kaum wahrgenommenen Seite – als die wichtigste landschaftsgestaltende Kraft auf unserer Erde. Es sind zumeist Luftbilder, die in den verschiedensten Regionen der Erde aufgenommen wurden. Geografische und geologische Informationen dazu bieten die Bildtexte der Wissenschaftsautorin Angelika Jung-Hüttl. Wasser erkunden Wie viel Wasser gibt es auf der Erde? Welche Kräfte treiben den Wasserkreislauf an? Wie wirkt sich der Klimawandel auf Gletscher und Meeresspiegel aus? Diesen und weiteren Fragen können Sie im interaktiven Teil der Ausstellung nachgehen. Weiterhin machen Gesteinsproben begreifbar, wie deren Entstehungsgeschichte von Wasser und Eis geprägt ist....
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Haus der Kunst München, Foto: Jens Weber, München
Haus der Kunst München, Foto: Jens Weber, München

Kiki Smith: Procession

Haus der Kunst München
München | 02.02.2018-03.06.2018
Seit über drei Jahrzehnten befasst sich die 1954 in Nürnberg geborene US-amerikanische Künstlerin Kiki Smith in ihrem facettenreichen Œuvre mit den politischen und sozialen, aber auch den philosophischen und geistigen Aspekten der menschlichen Natur. Furchtlos erkundet sie den Körper und setzt sich zugleich auf komplexe Weise mit der "conditio humana" auseinander. Ihre Werke verhandeln Fragen von Alter und Tod, Verwundung und Heilung, Wiederbelebung, Fragmentierung, Geburt, Sexualität, Gender und Erinnerung. Neben Skulpturen produziert Smith vor allem Zeichnungen, Radierungen und Lithographien, aber auch Künstlerbücher, Fotografien, Videos sowie in jüngster Zeit auch Bildteppiche. Dabei greift sie ebenso auf traditionelle wie moderne handwerkliche Verfahren zurück. Bemerkenswert ist die Vielfalt der von ihr verwendeten Materialien, darunter unter anderem Bronze, Gips, Glas, Porzellan, Papier, Aluminium, Latex, Federn und Bienenwachs. Die Ausstellung bietet einen Überblick über Smiths künstlerisches Schaffen der letzten drei Jahrzehnte. So ist das Frühwerk unter dem Eindruck der schlagartigen politischen, sozialen und kulturellen Veränderungen in den 1980er-Jahren entstanden, die von den Folgen der AIDS-Epidemie, von leidenschaftlich geführten Diskursen über Sexualität und Gender sowie von feministischen Aktivitäten geprägt waren. Seit den frühen 1990er-Jahren befasst sich Smith dagegen zunehmend mit alternativen historischen Narrativen und setzt sich mit Mythen, Legenden und Sagen, Glaubensfragen sowie den Traditionen nicht-abendländischer Kulturen auseinander. "Procession" präsentiert die ganze Vielfalt ihres Œuvres und zeichnet dessen Entwicklung bis in die jüngste Zeit nach. Die Ausstellung wird von Petra Giloy-Hirtz kuratiert und vom Haus der Kunst organisiert....
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Museum Kunstpalast und E.ON AG, Foto: E.ON AG
Museum Kunstpalast und E.ON AG, Foto: E.ON AG

Morgaine Schäfer - Ehrenhof-Preis 2017

Museum Kunstpalast
Düsseldorf | 03.02.2018-27.05.2018
Schäfer erhielt den Preis für ihre Arbeit „Westen – wschód“, in der sie anhand von Familienfotos ihre eigene Geschichte reflektiert und Fragen der Identität behandelt. Ihre Ausstellung im Museum Kunstpalast knüpft an diese Fragestellung an und nimmt eine Reihe von Holzreliefs als Ausgangspunkt. Eine Fotografie der Reliefs in ihrer derzeitigen Präsentation bildet die Basis der Arbeit. Morgaine Schäfer reflektiert mit dieser Arbeit das Potenzial des Mediums der Fotografie und fragt nach der Verbindlichkeit handwerklicher Ethik, nach Identität und Heimat....
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Museum Ludwig, Foto: Thomas Riehle
Museum Ludwig, Foto: Thomas Riehle

Black Pow­er - Flow­er Pow­er: Fo­to­gra­fien von Pirk­le Jones und Ruth-Mari­on Baruch

Museum Ludwig
Köln | 03.02.2018-03.06.2018
Im 50. Todes­jahr von Martin Luther King stellt das Mu­se­um Lud­wig die Werke des Fo­to­grafene­he­p­aar Pirk­le Jones und Ruth-Mari­on Baruch aus, das mit Sym­pa­thie und beobach­t­en­der Dis­tanz das San Fran­cis­co der be­wegten 1960er-Jahre einf­ing. Es war eine Zeit, in der ger­ade an der West­küste der USA auf be­son­dere Weise die ver­schie­de­nen Strö­mun­gen von Bürg­er­rechts­be­we­gung und Coun­ter Cul­ture verdichtet waren, in der die Black Pan­thers aus der Bürg­er­rechts­be­we­gung her­vor­gin­gen und Hip­pies im Stadt­teil Haight Ash­bury neue Lebens- und Ar­beits­for­men probten....
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Pinakothek der Moderne
Pinakothek der Moderne

Fritz Winter

Sammlung für Moderne Kunst in der Pinakothek der Moderne
München | 03.02.2018-10.06.2018
Fritz Winter (1905-1976) begann seine künstlerische Laufbahn 1927 am Bauhaus in Dessau als Schüler von Wassily Kandinsky, Oskar Schlemmer und Paul Klee. Parallel zur Ausstellung „Paul Klee. Konstruktion des Geheimnisses“ zeigt die Fritz-Winter-Stiftung 18 Arbeiten aus dem Frühwerk des Künstlers von den 1920er- bis in die 1940er- Jahre. Höhepunkt sind zwei Neuerwerbungen aus der Werkgruppe „Triebkräfte der Erde“, die der im Nationalsozialismus als entartet geltende Künstler 1944 im Verborgenen schuf. Die „Triebkräfte“ wurden in der Nachkriegszeit als Schlüsselwerke abstrakten Formenreichtums gefeiert und stehen bis heute für die Qualität und das Wirkungsvermögen in innerer Emigration entstandener Kunstwerke. Die Präsentation in Saal 15 zeigt eine kleine Auswahl des neuen Kernbestandes der Fritz-Winter-Stiftung, der den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen auf unbegrenzte Zeit als Leihgabe zur Verfügung gestellt wird. Zeitgleich erscheint ein Bestandskatalog der 151 Gemälde und Papierarbeiten dieses neuen Kernbestandes....
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Eduardo Paolozzi, Bunk: Evadne in Green Dimension, 1952−1972 © Trustees of the Paolozzi Foundation, Licensed by/VG Bild-Kunst, Bonn 2017
Eduardo Paolozzi, Bunk: Evadne in Green Dimension, 1952−1972 © Trustees of the Paolozzi Foundation, Licensed by/VG Bild-Kunst, Bonn 2017

Eduardo Paolozzi: Lots of Pictures - Lots of Fun

Berlinische Galerie Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur
Berlin | 09.02.2018-20.05.2018
Der Bildhauer und Grafiker Eduardo Paolozzi (1924‒2005) ist einer der innovativsten und respektlosesten Künstler der britischen Nachkriegsmoderne. Mit seiner frühen Collagenserie, in der er bereits Ende der 1940er-Jahre Bildmotive der Populärkultur verarbeitete, bahnte er der britischen Pop Art den Weg. Seine ausdrucksstarken Skulpturen und Grafiken bewegen sich an der Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine. Ausgehend von einem besonderen Interesse für Wissenschaft und Technik stehen sie für seine Suche nach einer neuen Formensprache und Ikonografie der Massen- und Industriegesellschaft. Die Ausstellung schließt unmittelbar an die Eduardo Paolozzi-Ausstellung in der Whitechapel Gallery in London an. Der Fokus der Berliner Schau liegt auf Paolozzis experimentellen Werkphasen der 1940er- bis 1970er-Jahre und bezieht seinen prägenden Aufenthalt 1974/75 in Berlin mit ein. Die Ausstellung Eduardo Paolozzi. Lots of Pictures - Lots of Fun in Berlin ist organisiert von der Whitechapel Gallery, London, in Zusammenarbeit mit der Berlinischen Galerie....
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Gruftkirche von Abu Mina, Foto: Einsamer Schütze, CC BY-SA 3.0
Gruftkirche von Abu Mina, Foto: Einsamer Schütze, CC BY-SA 3.0

Zwei Kamele und ein Heiliger: Das antike Pilgerzentrum Abu Mina in Ägypten

Bode-Museum
Berlin | 13.02.2018-31.01.2019
Im späten 4. Jahrhundert nach Christus entwickelte sich um das Grab des Heiligen Menas eine der größten christlichen Wallfahrtstätten der Spätantike – Abu Mina in der Nähe von Alexandria. Bis zur Zerstörung während der persischen Besatzungszeit im frühen 7. Jahrhundert pilgerten unzählige Gläubige aus dem gesamten Römischen Reich dorthin. Danach entstand über den Trümmern der Stadt eine neue Siedlung. Studierende des Ägyptologischen Seminars der Freien Universität Berlin berichten über die abenteuerliche Wiederentdeckung der Pilgerstadt im frühen 20. Jahrhundert und stellen ihre bedeutendsten Bauten sowie ausgewählte Bauskulpturen, Pilgerandenken und Alltagsobjekte aus Abu Mina aus dem Bestand des Museums für Byzantinische Kunst vor....
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Suzy Parker by the Seine, Costume by Balenciaga, 1953. Photograph by Louise Dahl-Wolfe. Collection Staley Wise Gallery. © 1989 Center for Creative Photography, Arizona Board of Regents.
Suzy Parker by the Seine, Costume by Balenciaga, 1953. Photograph by Louise Dahl-Wolfe. Collection Staley Wise Gallery. © 1989 Center for Creative Photography, Arizona Board of Regents.

Louise Dahl-Wolfe: A Style of her own

NRW-Forum Kultur u. Wirtschaft
Düsseldorf | 16.02.2018-20.05.2018
Das NRW-Forum Düsseldorf startet in die erste Ausgabe des neuen Festivals Duesseldorf Photo mit einer Pionierin der Modefotografie: Die Ausstellung „Louise Dahl-Wolfe: A Style of her Own“ präsentiert über 100 Arbeiten der berühmten Modefotografin, die beleuchten, wie Dahl-Wolfe zu einer der wichtigsten Fotografinnen des 20. Jahrhunderts wurde, und mit ihrer Arbeit das Bild einer modernen, unabhängigen Frau mitprägte. Louise Dahl-Wolfe gilt als Schlüsselfigur der amerikanischen Fotografie der 30er, 40er und 50er Jahre, deren Arbeit großen Einfluss auf berühmte Fotografen wie Horst P. Host, Richard Avedon und Irving Penn hatte. Ihr moderner Zugang zum Hollywood Porträt und zur Modefotografie prägten die amerikanische visuelle Kultur. Die Ausstellung „Louise Dahl-Wolfe: A Style of her Own“ präsentiert über 100 Fotografien aus den Jahren 1931 bis 1959. Mit Porträts, Akten, Modefotografie und Dokumentarfotografie gibt sie einen umfassenden Einblick in das Schaffen einer außergewöhnlichen Fotografin, die die Modefotografie und das Hollywood-Porträt modernisierte und sich in einer bis dahin von Männern dominierten Welt einen Platz erkämpfte. Die Ausstellung legt einen Fokus auf die insgesamt 22 Jahre, in denen Louise Dahl-Wolfe feste Fotografin bei dem amerikanischen Modemagazin Harper’s war. Sie arbeitete eng mit der Herausgeberin Carmel Snow, der legendären Fashion Direktorin Diana Vreeland und dem Designer Alexey Brodovitch zusammen. In ihrer Schaffenszeit von 1936 bis 1958 veröffentlichte Harper’s Bazaar über 600 Farbfotografien, 86 Cover und rund 3000 Schwarzweißfotografien von ihr. In dieser Zeit bereitete Dahl-Wolfe den Weg für den Einsatz von Farbe und Tageslicht in der Modefotografie. Sie war eine der ersten, die im Freien und mit natürlichem Licht arbeitete, was in der stark formalen und europäisch geprägten Modefotografie der damaligen Zeit etwas vollkommen Neues war. Sie brachte einen modernen Blick in die Modefotografie, einen entspannten und intimen Blick, der unbestreitbar amerikanisch war. Sie zeigte Pariser Couture an durchtrainierten Körpern und etablierte eine neue Natürlichkeit und Gesundheit in der Bildsprache der Modefotografie. Sie zeigte Mode, die casual und bequem war, und die den zunehmend aktiven und abhängigen Lebensstil der damaligen Frauen wiedergab. Ihr Umgang mit Farbe wurde in der Werbung schnell sehr populär, 1939 zeichnete sie der Art Directors Club of New York sogar mit einer Medaille aus. Louise Dahl-Wolfe arbeitete während ihrer Zeit bei Harper’s Bazaar mit Models wie Suzy Parker, Jean Patchett, Barbara Mullen, Mary Jane Russell und Evelyn Tripp zusammen. Dabei half sie, deren einzigartigen Look zu kreieren, und war so maßgeblich am Aufkommen der ersten Generation von Supermodels beteiligt. Die Ausstellung thematisiert auch den Aufstieg der Modefotografie als Profession – wie Dahl-Wolfe selbst einmal sagte: ‘there weren’t really fashion photographers, just artists like Steichen who just happened to do fashion photography.’ Neben der Modefotografie umfasst die Ausstellung auch eine Reihe an Portraits, die Literaten wie W.H. Auden, Christopher Isherwood, Jean Cocteau, Edith Sitwell, Colette und Carson McCullers zeigen, Modedesigner und Hollywood Stars wie Bette Davis, Orson Welles, Vivien Leigh, James Cagney und Veronica Lake. 1938 schickte das Magazin sie nach Hollywood um Film-Stars zu porträtieren. Auch hier arbeite Dahl-Wolfe als eine der ersten im Freien. Zu den Schauspielern und Schauspielerinnen, die sie aus dem Studio herausholte und mit natürlichem Licht fotografierte, gehörten unter anderem Vivien Leigh, Marlene Dietrich, Carole Lombard, Bette Davis, Ginger Rogers und Charles Boyer. Neben der Mode- und Porträtfotografie arbeitete sie auch als Dokumentarfotografin. Die Ausstellung präsentiert eine Auswahl ihrer frühen Arbeiten, aufgenommen in Nashville Tennessee, die das Leben schwarzer Amerikaner zeigen, sowie ihre Dokumentation der amerikanischen Depression, die einen faszinierenden Kontrast offenbaren zwischen Dahl-Wolfes persönlichem Interesse und ihrer glamourösen Auftragsarbeit....
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Jennifer Chan: Big Sausage Pizza I, 2013
Jennifer Chan: Big Sausage Pizza I, 2013

Pizza is God: Vom Kult zum Kunstobjekt

NRW-Forum Kultur u. Wirtschaft
Düsseldorf | 16.02.2018-20.05.2018
Pizza ist Kult, Popkultur, seit heute Weltkulturerbe und Teil der Kunstgeschichte. Als erstes Ausstellungshaus weltweit widmet sich das NRW-Forum Düsseldorf mit der Ausstellung “Pizza is God” vom 16. Februar bis zum 20. Mai 2018 dem Pop-Phänomen Pizza. Es ist offiziell: Die Pizza ist heute in die Liste der immateriellen Güter des Weltkulturerbes aufgenommen worden. Die Düsseldorfer Band Antilopen Gang hat ihr in diesem Jahr schon eine regelrechte Hymne gewidmet. Bereits 2015 gab es den ersten Pizza Pavillon auf der Biennale in Venedig. Im Netz ist die Pizza als eines der beliebtesten Memes schon längst überall. Was macht die Faszination der Pizza aus? Die internationale Gruppenausstellung „Pizza is God“ im NRW-Forum Düsseldorf untersucht die kulturelle Bedeutung und ikonische Kraft der Pizza – unter anderem mit Arbeiten von Cory Arcangel & Michael Frumin, Darren Bader, John Baldessari, Paul Barsch, Simon M. Benedict, Lars Bent Petersen, Katherine Bernhard, John Bock, Chris Bradley, Marco Bruzzone, Jennifer Chan, R. Crumb, Simon Dybroe Møller, Tom Friedman, Uffe Isolotto, Thomas Judisch, Martin Kippenberger, Jonas Lund, PIZZA PAVILION, PIZZAG8 by PCNC_BAY x BLUNT x SKENSVED, Torben Ribe, Reena Spaulings, Spencer Sweeney, Daniel van Straalen und Claude Viallat. Malerei, Fotografie, Netzkunst, Video und Performances: Künstler setzen sich seit Jahrzehnten mit dem Kultobjekt Pizza auseinander und verhandeln an ihm die gesellschaftlichen und ästhetischen Themen ihrer Zeit. „Pizza is God“ präsentiert die jüngere visuelle Geschichte der Pizza sowie aktuelle Arbeiten zeitgenössischer, junger Künstler....
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Herlinde Koelbl: Haare © Herlinde Koelbl
Herlinde Koelbl: Haare © Herlinde Koelbl

BFF-Hall of Fame - Herlinde Koelbl

NRW-Forum Kultur u. Wirtschaft
Düsseldorf | 16.02.2018-20.05.2018
Herlinde Koelbl zählt zu den renommiertesten deutschen Fotokünstlern. Anlässlich der ersten Ausgabe von Duesseldorf Photo zeigt das NRW-Forum vom 16. Februar bis 20. Mai 2018 eine Ausstellung des BFF Berufsverband Freie Fotografen und Filmgestalter e.V. Herlinde Koelbls Interesse gilt dem Menschen: in seinem kulturellen Umfeld, in seinem Alltag, seiner Körperlichkeit und Individualität. Mit ihren fotografischen Langzeitstudien gilt sie als Chronistin der Gegenwart. Sie ist nicht nur Fotografin, sondern auch Erzählerin, Regisseurin, Soziologin und Kulturhistorikerin. 1980 wurde sie unter anderem durch den Bildband „Das deutsche Wohnzimmer“ bekannt, 1984 veröffentlichte sie „Männer“ und 1990 „Starke Frauen“. 1989 entstand ihr preisgekröntes Werk „Jüdische Porträts“ und von 1991 bis 1998 fotografierte und Interviewte sie jährlich 15 Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft unter dem Titel „Spuren der Macht – Die Verwandlung des Menschen durch das Amt“. „Als ich die Fotografie entdeckte, war es wie ein Ankommen […] Ich wollte Menschen, das Leben fotografieren. Menschen sind unberechenbar, voller Geheimnisse und Schicksale […] Manchmal entsteht eine nie erwartete Nähe und Vertrautheit, für eine kurze Weile, manchmal ist es ein sanftes, zähes Ringen, manchmal ein wortloser Dialog, manchmal ein Erkennen“, beschreibt sie selbst ihre Arbeit am Porträt. Zu ihren Büchern und Ausstellungen veröffentlicht Herlinde Koelbl häufig themengleiche Dokumentarfilme und Videoinstallationen. Ihre einfühlsamen und oft philosophischen Interviews erscheinen regelmäßig im ZEITmagazin. Sie wurde für ihr Schaffen vielfach ausgezeichnet, ihre Fotografien sind in internationalen Ausstellungen zu sehen und in wichtigen Sammlungen vertreten....
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Edo Bertoglio. Jean-Michel Basquiat on the set of Downtown 81, 1980-1981, © New York Beat Film LLC. by permission of the estate of Jean-Michel Basquiat
Edo Bertoglio. Jean-Michel Basquiat on the set of Downtown 81, 1980-1981, © New York Beat Film LLC. by permission of the estate of Jean-Michel Basquiat

Basquiat. Boom for real

Schirn Kunsthalle Frankfurt
Frankfurt/Main | 16.02.2018-27.05.2018
Blut, Base­ball, Basquiat! So eroberte ein Newco­mer ohne akade­mi­sche Ausbil­dung das New York der 1970er Jahre. Der junge Mann, der aus der Post-Punk-Under­ground-Szene von Lower Manhat­tan kam, zählt heute zu den wich­tigs­ten Künst­lern des 20. Jahr­hun­derts: Jean-Michel Basquiat. Zusam­men mit Al Diaz hinter­ließ er unter dem Pseud­onym SAMO© Graf­fiti-Botschaf­ten auf Häuser­wän­den, zeich­nete mit seinem eige­nen Blut, colla­gierte Base­ball- und Post­kar­ten, entwarf seine eigene Klei­dung, malte auf Türen, Fens­ter­rah­men und auf riesi­gen Lein­wän­den. Seine leben­dige, rohe Bilder­welt entspringt einer gera­dezu enzy­klo­pä­di­schen Bele­sen­heit, die sich in großen Schrift- und Text­frag­men­ten durch das gesamte Werk zieht. Mehr als drei­ßig Jahre nach Basqui­ats letz­ter Präsen­ta­tion in einer öffent­li­chen Samm­lung in Deutsch­land widmet die SCHIRN dem US-ameri­ka­ni­schen Künst­ler eine Über­blicks­aus­stel­lung – in Koope­ra­tion mit der Barbi­can Art Gallery, London. Erst­mals wird dabei auch Basqui­ats Bezie­hung zu Musik, Text, Film und Fern­se­hen in einem über­ge­ord­ne­ten kultu­rel­len Zusam­men­hang deut­lich. Eine Ausstel­lung in Koope­ra­tion mit der Barbi­can Art Gallery, London...
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Ausstellungsansicht, Foto: Enric Duch
Ausstellungsansicht, Foto: Enric Duch

DIE ERSTE GENERATION. Bildhauerinnen der Berliner Moderne

Georg Kolbe Museum
Berlin | 18.02.2018-17.06.2018
Mit Sophie Wolff, Käthe Kollwitz, Milly Steger, Marg Moll, Tina Haim-Wentscher, Renée Sintenis, Christa Winsloe, Emy Roeder, Jenny Mucchi-Wiegmann und Louise Stomps formierte sich eine erste Generation von freischaffenden Bildhauerinnen in Deutschland, die von ihrer Kunst leben konnten und auch Anerkennung bei Kunstkritik und Publikum fanden. Die zehn in der Ausstellung repräsentierten Künstlerinnen wirkten in Berlin und waren teils eng mit der freien Kunstszene der Weimarer Republik verwoben. In den rund 60 Werken zeigt sich ihr hohes schöpferisches Potential. Von Beginn an suchten sie eigenständige künstlerische Wege, die sich nicht auf vermeintlich weibliche Themen reduzieren lassen. Dennoch hatten die Künstlerinnen, gerade im körperbetont-schweren Medium der Skulptur, immer wieder mit Vorurteilen und tradierten Rollenmodellen zu kämpfen. Sie mussten sich zudem aufgrund der schlechten Ausbildungssituation für Frauen, die noch keinen Zugang zu den Kunstakademien hatten, eigene Wege und Lebenslinien erarbeiten. Die Ausstellung im Georg Kolbe Museum ermöglicht die Vertiefung und Wiederentdeckung ihrer Werke und Biografien....
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Wallraf-Richartz-Museum, Foto: Jens Korte / KölnTourismus GmbH
Wallraf-Richartz-Museum, Foto: Jens Korte / KölnTourismus GmbH

Der Brief und die Zeichnung

Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud
Köln | 23.02.2018-21.05.2018
Wer schreibt in Zeiten von WhatsApp, Twitter und Instagram eigentlich noch einen Brief und verziert ihn womöglich sogar mit einer eigenen Zeichnung, um das Gesagte zu unterstreichen? Was heute kaum mehr stattfindet, war im analogen Zeitalter noch weit verbreitet. So finden sich in der 65.000 Blatt umfassenden Graphischen Sammlung des Wallraf-Richartz-Museums zahlreiche Zeichnungen und Briefe, die die Wechselbeziehung zwischen beiden Medien eindrucksvoll veranschaulichen und die Frage aufwerfen: Wann wird der Brief zur Zeichnung und wann die Zeichnung zum Brief? Diese Frage rückt das Museum nun in den Mittelpunkt einer eigenen Ausstellung, in der neben persönlichen Schreiben von Peter Paul Rubens und Johann Wolfang Goethe auch außergewöhnliche Künstlerbriefe von Justinus Kerner und Johann de Peters sowie selbst bemalte Postkarten von Emil Orlik und Lovis Corinth zu sehen sein werden....
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Foto: Münchner Stadtmuseum
Foto: Münchner Stadtmuseum

FORUM 045: Arne Schmitt – Persönlichkeit und System

Münchner Stadtmuseum mit den Sammlungen Fotografie, Puppentheater, Schaustellerei, Musik und der Sammlung Mode/Textilien
München | 23.02.2018-27.05.2018
Architektur ist ein soziales Medium. Sie strukturiert den Raum und formt das Individuum, das in ihr lebt. In ihr spiegelt sich die Gesellschaft wider. Sie ist Ausdruck des Zeitgeists: nicht nur durch ihre Gestaltung – sondern auch durch die Machtstrukturen ihrer Planung, Errichtung und Rezeption. Diese komplexen Verflechtungen analysiert der Künstler Arne Schmitt (*1984) in seinen Arbeiten. In der Ausstellung wird neben seiner Fotoserie „In Neuer Pracht” auch sein Video „Mit weniger mehr schaffen. Die zeitlose Wissenschaft der Rationalisierung” gezeigt. In der Gegenüberstellung scheinen gleich mehrere der großen Ideologien des 20. Jahrhunderts auf, die teilweise überraschende Korrelationen aufweisen....
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Creative Exchange: World’s Best Communication Design and Highlights from NRW

Red Dot Design Museum Essen
Essen | 23.02.2018-03.06.2018
Das Red Dot Design Museum präsentiert die aktuellen Bestleistungen der weltweiten Kommunikationsdesign-Szene in der Sonderausstellung „Creative Exchange: World’s Best Communication Design and Highlights from NRW“. Die Kollektion der besten Kommunikationsdesign-Werke des Jahres umfasst sämtliche Projekte, die mit den Auszeichnungen „Red Dot: Best of the Best“ und „Red Dot: Grand Prix“ geehrt wurden. Von Verpackungen über Poster bis hin zu Werbespots: Besucher erleben die verschiedenen Facetten ausgezeichneten Kommunikationsdesigns aus aller Welt. Darüber hinaus erhalten sie Einblick in die kreativen Leistungen der Red Dot: Agency of the Year 2017 und des besten Nachwuchstalents, das sich den Red Dot: Junior Prize sichern konnte. Komplettiert wird die Ausstellung aktueller Trends, Marketing-Tools und Kommunikationslösungen von ausgezeichneten Entwürfen „made in NRW“....
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Auf der Suche Nach der Wirklichkeit
Auf der Suche Nach der Wirklichkeit

Auf der Suche nach der Wirklichkeit

Abguß-Sammlung antiker Plastik
Berlin | 23.02.2018-08.07.2018
Was sehen wir in einem Bild oder in einer Skulptur? Ist das, was wir sehen ‚wirklich‘ oder Teil einer Wirklichkeit? Die Ausstellung widmet sich in Anknüpfung an eine lange Forschungstradition den Fragen, WAS Kunst im antiken Griechenland abbildet und WIE sie es tut. In neun Kapiteln wird verschiedenen Konstruktionen von Wirklichkeit nachgegangen: vom Porträt griechischer Staatsmänner und Philosophen über die Darstellungen von Bauern und alten Frauen bis hin zu Athleten....
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Foto: Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung
Foto: Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung

Du bist Faust Goethes Drama in der Kunst

Kunsthalle München
München | 23.02.2018-29.07.2018
Das weltweit bekannteste Werk der deutschen Literatur inspirierte immer wieder auch bildende Künstler, Komponisten und Regisseure. Die Schau präsentiert rund 100 Kunstwerke von Delacroix über Murnau bis Nam June Paik und zeigt, dass der Faust bis heute für uns alle von größter Aktualität ist. Die innovativ inszenierte Ausstellung nimmt die Besucher mit auf eine Reise durch das Drama und macht sie zu Weggefährten Fausts auf seiner rastlosen Suche nach Sinn und Ziel des modernen Lebens....
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Foto: Hetjens - Deutsches Keramikmuseum
Foto: Hetjens - Deutsches Keramikmuseum

Garantiert stubenrein! Möpse aus Meissener Porzellan und ihre Freunde

Deutsches Keramikmuseum Hetjens-Museum
Düsseldorf | 24.02.2018-03.06.2018
Der Mops gehört zu den zehn beliebtesten Hunderassen. Vor über 2000 Jahren wurde er in China gezüchtet und war zunächst dem Kaiser vorbehalten bis einige Vierbeiner aus der Verbotenen Stadt entführt wurden. Über Holland und England wurde der Mops im 18. Jahrhundert zum treuen Begleiter der höfischen Damen in ganz Europa. In jüngster Zeit erlebt der Mops eine Renaissance und die Liste seiner prominenten Liebhaber scheint endlos. Das Meissener Porzellan hat dem Mops Unsterblichkeit geschenkt. Im Hetjens werden mehr als 60 Variationen des Mops in Porzellan präsentiert: vom Anhänger für verspielte Armbändchen über Hunde, die auf voluminösen Reifröcken der Damen des Rokoko platzgenommen haben, bis hin zu lebensgroßen Porzellanmöpsen....
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© Architekturmuseum der TU Berlin
© Architekturmuseum der TU Berlin

Neue Gärten – Gartenkunst zwischen Jugendstil und Moderne

Liebermann-Villa am Wannsee
Berlin | 25.02.2018-28.05.2018
Das ausgehende 19. Jahrhundert war eine Zeit der Reformideen: Das Reformkleid und das Reformhaus kommen ebenso aus diesen Jahren wie die Reformpädagogik oder das Reformspielzeug. Die unterschiedlichen Reformbewegungen reagierten auf eine tiefgreifende Unzufriedenheit der bürgerlichen Schichten mit der gesellschaftlichen und der politischen Situation im deutschen Kaiserreich. Auch in der Gartenkunst formierte sich eine Reformbewegung. In Opposition zur bisherigen, von den Ideen des englischen Landschaftsgartens geprägten Praxis, forderten Architekten, Künstler und Landschaftsplaner den Reformgarten. An die Stelle der Imitation von Landschaft mit sich schlängelnden Wegen und anmutigen Gebüschpflanzungen sollte ein streng geometrischer Garten mit durch Hecken definierten Raumeinheiten treten. Für Nutzung und Bepflanzung wurden ganz neue Konzepte entwickelt, die in ganz Europa aufgegriffen wurden. Kreative Köpfe des Reformgartens waren u.a. die Architekten Josef Maria Olbrich und Peter Behrens, der Direktor der Hamburger Kunsthalle, Alfred Lichtwark, und der Gartenarchitekt Erwin Barth, aber auch Künstler wie Leopold von Kalckreuth und Max Liebermann, die ihre Gärten im Sinne der neuen Ideen gestalten ließen und zum Motiv ihrer Kunst machten. Die Ausstellung „Neue Gärten – Gartenkunst zwischen Jugendstil und Moderne“ in der Liebermann-Villa zeigt die Ursprünge der Gartenreformbewegung und ihre Auswirkung auf die Gartenkunst um 1900. Mit ausgewählten Gemälden, Plänen und Dokumenten macht sie den Liebermann-Garten als herausragendes Beispiel dieser Kunst erkennbar. Die Ausstellung ist in Kooperation mit der Stiftung Schloss und Park Benrath entstanden....
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Frauenmuseum Wiesbaden, Foto: fmw
Frauenmuseum Wiesbaden, Foto: fmw

Steffi Eckelmann-Heller – Sometimes me

Frauenmuseum Wiesbaden
Wiesbaden | 25.02.2018-22.07.2018
Die Fotografin Steffi Eckelmann-Heller porträtiert in ihrer Ausstellung Lebensgeschichten aus der LGBTI community (Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender/Transsexual and Intersexual) im gegenwärtigen Kambodscha. Im Spannungsfeld zwischen Familientraditionen und gesellschaftlichen Grenzüberschreitungen zeigen die kraftvollen Fotografien den alltäglichen Kampf, als Mensch gesehen und akzeptiert zu werden – klischeefrei und fern jedes Opferstatus. Sie legen den Fokus vielmehr auf den Prozess der Selbstbestimmung im starren Geschlechterdualismus Kambodschas....
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Museen der Stadt Bamberg, Fotos: Monika Meinhardt
Museen der Stadt Bamberg, Fotos: Monika Meinhardt

Standhaft / Vom Statussymbol zur Rarität: Taschenuhrständer aus der Sammlung Popp

Sammlung Ludwig - Glanz des Barock - Fayence und Porzellan
Bamberg | 25.02.2018-14.10.2018
Dem digital mobilen Menschen genügt ein Blick auf das Smartphone oder die Armbanduhr, wenn er wissen will, wie spät es ist. Taschenuhren sind nur mehr Sammlerstücke. Sie wirken auf uns heute merkwürdig umständlich mit dem ganzen Zubehör, das man früher um sie herum gebrauchte, den Uhrketten, Uhrenschlüsseln, Schmuckgehäusen und den Taschenuhrständern, denen sich diese Ausstellung widmet. All diese aufwendig gearbeiteten Gegenstände sollten die Taschenuhr aufwerten, den Blick auf sie ziehen und ihre Kostbarkeit unterstreichen. Der besondere Reiz dieser kleinen Zweckobjekte liegt sowohl in der Material- als auch in der Formenvielfalt. Ein Sammler aus Bamberg trug diese Kostbarkeiten zusammen, die ab dem 25. Februar 2018 im Rahmen der Sonderausstellung „Standhaft. Vom Statussymbol zur Rarität“ in der Sammlung Ludwig Bamberg im Alten Rathaus erstmals der Öffentlichkeit präsentiert werden. Der Taschenuhrständer war der Platz, an dem man seine Taschenuhr aufhob, wenn sie nicht getragen wurde. Er schützte sie vor dem Herunterfallen und hielt sie in der aufrechten Position, so dass man nach dem Ablegen der Taschenuhr immer noch bequem die Zeit ablesen konnte. Außerdem vermied man durch die senkrechte Aufstellung, dass die Uhr ungenau ging. Mit dem praktischen verband sich der dekorative und repräsentative Zweck. Der stolze Besitzer konnte seine Uhr vorzeigen, der Taschenuhrständer bildete den Schmuckrahmen, der die Uhr aufwerten sollte....
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Pinakothek der Moderne
Pinakothek der Moderne

Paul Klee. Konstruktion des Geheimnisses

Sammlung für Moderne Kunst in der Pinakothek der Moderne
München | 01.03.2018-10.06.2018
„Konstruktion des Geheimnisses“ ist die erste große Sonderausstellung zum Werk von Paul Klee in der Pinakothek der Moderne. Sie wird den umfangreichen Münchner Bestand zusammen mit über 120 Leihgaben aus bedeutenden Klee-Sammlungen in Europa, den Vereinigten Staaten und Japan präsentieren. Die Ausstellung folgt Paul Klees Weg als „denkender Künstler“, der in seinem Werk systematisch die Grenzen des Rationalen auslotet und überwindet. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die 1920er- Jahre, in denen Klee auf die Herausforderungen der neuen technisierten Welt und deren Auswirkung auf das Schaffen des modernen Künstlers reagiert. Als Meister am Bauhaus stellt Klee die Dominanz des Rationalismus in Frage und strebt nach einer Balance von Verstand und Gefühl, von Konstruktion und Intuition. Die Ausstellung zeigt die ungebrochene Aktualität von Klees Werk, das sich den existentiellen Konflikten des modernen Menschen widmet....
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Museum für Ostasiatische Kunst, Foto: Mike Dyna / KölnTourismus GmbH
Museum für Ostasiatische Kunst, Foto: Mike Dyna / KölnTourismus GmbH

Das gedruckte Bild - Die Blüte der Japanischen Holzschnittkultur

Museum für Ostasiatische Kunst
Köln | 01.03.2018-01.07.2018
Der japanische Farbholzschnitt zählt bis heute zu den Kunstgattungen Ostasiens, die dank des Japonismus in Europa vertraut und beliebt sind, und daher nach wie vor gesammelt und gehandelt werden. Nach mehr als 100 Jahren hat das Museum für Ostasiatische Kunst sein Holzschnittdepot durchforstet und erstmalig seine Sammlung an japanischen Farbholzschnitten und Büchern zusammenhängend gesichtet. Das Ergebnis ist eine Auswahl der ungewöhnlichsten und kostbarsten Stücke, die in einer großen Sonderausstellung präsentiert werden. Neben den primitiven, hand-kolorierten Stücken des 18. Jahrhunderts verfügt das Haus über Farbholzschnitte aus der Welt der Vergnügungsviertel und des Kabuki-Theaters (ukiyo-e) des 18. und 19. Jahrhunderts, Darstellungen von historischen Kriegern und Helden, Landschaftsdrucke aus den berühmten Serien von Hokusai und Hiroshige, Darstellungen von Blumen, Vögeln, Insekten und Fischen, kostbare privat edierte Kalenderblätter (surimono), skurrile Darstellungen von Ausländern aus Nagasaki, eine umfangreiche Sammlung von Drucken der Meiji-Zeit mit Illustrationen des Sino-japanischen Kriegs sowie des modernen „Neuen Holzdrucks“ Shin Hanga seit der Taisho-Zeit. Eine Kollektion von bedeutenden Büchern ergänzt das weite Spektrum, darunter seltene Erstausgaben der Manga von Hokusai sowie Mallehrbücher für Hobbymaler und -Malerinnen, die in die stilistischen Besonderheiten verschiedener Malschulen einführen. Die Vielfalt und der Reichtum der umfangreichen Kölner Sammlung führen dem Betrachter den hohen Stellenwert des japanischen Holzschnitts vor Augen. Die Perfektionierung des Farbholzdrucks war nicht nur eine technische und wirtschaftliche, sondern vor allem eine kulturelle und soziale Revolution, die vielleicht am ehesten vergleichbar ist mit dem Vormarsch des Computers im Informationszeitalter. Der Holzdruck war ein geniales Vehikel, um vielfältiges Wissen und alle Arten von Informationen an ein anspruchsvolles bildungs- und vergnügungshungriges bürgerliches Publikum zu liefern. Er war das Medium einer neuen, modernen Informationskultur....
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Gerhars Marcks - Der Bildhauer denkt!

Käthe-Kollwitz-Museum Köln
Köln | 02.03.2018-03.06.2018
Gerhard Marcks (1889–1981) ist der zentrale Bildhauer der modernen figürlichen Tradition in Deutschland zwischen 1930 und 1960. Um Formen zu finden, ist für ihn die Zeichnung das wichtigste Mittel: das Studium des Modells als wesentlicher Zwischenschritt vor der frei gestalteten Skulptur. »Gerhard Marcks – Der Bildhauer denkt! Von der Zeichnung zur Plastik« zeigt anhand von zahlreichen Zeichnungen – Entwürfen und Ideenskizzen – die Perspektive des Nachdenkens über Bildhauerei. In Gegenüberstellung mit Modellen und vollendeten Plastiken verdeutlichen die Studien aber auch ihre eigenständige Bedeutung, die über ihre Funktion als Arbeitsmaterial für bildhauerisches Schaffen hinausgeht. Zu den Exponaten zählen unter anderem das Gipsmodell der »Trauernden«, dem Mahnmal für die Opfer des Zweiten Weltkriegs im Lichhof der romanischen Kirche St. Maria im Kapitol und zwei unterschiedliche, in Bronze gegossene Versionen des »Albertus Magnus«, dessen überlebensgroße Ausführung 1956 vor dem Haupteingang der Universität zu Köln aufgestellt wurde....
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Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur, Foto: Niklas Rausch
Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur, Foto: Niklas Rausch

Witterungen

Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur
Köln | 02.03.2018-08.07.2018
Photographische Aufzeichnungen zwischen Landschaft und Lebenswelt von Laurenz Berges, Michael Collins und Paola De Pietri Die Präsentation umfasst Werke dreier Künstler einer Generation: Laurenz Berges aus Düsseldorf, Michael Collins aus London und Paola De Pietri aus Reggio Emilia. Ihre photographische Arbeit lenken alle auf die Beobachtung von Phänomenen, die mit der langsamen Veränderung von Landschaften und Lebenswelten einhergehen. So hebt Laurenz Berges (*1966) beiläufig betrachtete oder sogar missachtete, kurz vor dem Abriss stehende Orte, Bauten und Hinterlassenschaften in der Stadtlandschaft des industriell geprägten Ruhrgebiets hervor; Momente, in denen sich Jahrzehnte verdichten. Michael Collins (*1961) führt uns u. a. in die Gegend der Themsemündung unweit von London, auf die Halbinsel Hoo Peninsula. Die flache weitläufige Landschaft ist gekennzeichnet von einer wechselhaften Nutzung, es finden sich dort Spuren der Landwirtschaft wie der Industrie. Paola De Pietri (*1960) dokumentiert in ihren Bildern die verwaisten, teils verfallenen herrschaftlichen Bauernhöfe der norditalienischen Region um Reggio Emilia gleichwie den auf weiten Feldern anzutreffenden alten Baumbestand. Die von ihr aufgezeigten Bäume, aufgefasst als individuelle Typen, dokumentieren zum einen die jeweilige Art, zum anderen erweisen sie sich als souveräne Zeugen der Vergangenheit. Die künstlerischen Positionen begegnen sich in der Ausstellung zum ersten Mal. Sie eint ihr Gespür und genauer Blick für zeitbedingte sowie zeitlose Wirklichkeiten, für Fakten und allmähliche Transformationen ebenso wie ihr Empfinden für die spezifische Ästhetik, die daraus erwächst. Auf je eigene und doch verwandte Weise laden sie zum Verweilen ein und nicht zuletzt zur kritischen Betrachtung anklingender Bezüge, zu Fragen, die sich etwa mit der Wechselwirkung von Urbanität und Naturlandschaft oder mit der Bedeutung und Wertschätzung "ungenutzter" Gebiete beschäftigen, die entweder von der Natur oder vom Menschen zurückerobert werden. Raum 2: Blick in die Sammlung: Landschaft – Transformation – Bildraum Mit Photographien von Lawrence Beck, Boris Becker, Elger Esser, Lee Friedlander, Candida Höfer, Albert Renger-Patzsch und Zeichnungen von Pierre Bonnard Im Mittelpunkt dieser die Hauptausstellung begleitenden Präsentation stehen drei Werke, die als Dauerleihgaben aus dem Eigentum der Stiftung Kunst im Landesbesitz, NRW, vertreten durch die Kunstsammlung NRW, der Photographischen Sammlung 2017 übertragen wurden. Den Photographien von Boris Becker, Elger Esser und Candida Höfer werden Positionen aus den Beständen thematisch und formal in Beziehung gesetzt. Raum 3: Blick in die Sammlung: Paul Dobe. Photographische Naturstudien und Formfindung Von Paul Dobe (1880–1965) befindet sich ein umfangreicher Bestand an Abzügen, Negativen und weiteren Dokumenten in der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur, Dauerleihgabe einer Privatsammlung. Dobe, ausgebildeter Zeichner, konzentrierte sich in seinem Werk auf das Studium der Natur. Blumen und Pflanzenstrukturen galt seine Aufmerksamkeit. Möglicherweise ist er 1905 während seines Studiums an der Unterrichtsanstalt des Berliner Kunstgewerbemuseums Karl Blossfeldt begegnet, der dort zu dieser Zeit als Lehrer für „Pflanzenmodellieren“ tätig war. Dobe wechselt 1908 nach München, um an der Debschitzschule seine Studien weiter zu vertiefen. Es folgten Stationen in Weimar und Berlin, in beiden Städten war er selbst als Lehrer tätig, so am jüngst gegründeten Bauhaus in Weimar. In der Reihe der Blauen Bücher ist 1929 von Dobe die Publikation „Wilde Blumen der Deutschen Flora: Hundert Naturaufnahmen“ erschienen, die auch fünf Aufnahmen von Albert Renger-Patzsch enthält. Die Schwarz-Weiß-Aufnahmen Paul Dobes zeichnen sich durch eine große Präzision aus, die Bilder sind sorgfältig montiert und beschriftet. Mit quasi wissenschaftlichem Anspruch und vor botanischem Hintergrund suchte Dobe nach Konstruktionsprinzipien, nach einem der Natur zugrunde liegenden Formgesetz. Mit vergleichbarem Impetus hat sich Dobe der photographischen Darstellung von unterschiedlichen Wolkenformationen gewidmet....
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Haus der Kunst München, Foto: Jens Weber, München
Haus der Kunst München, Foto: Jens Weber, München

Blind Faith: Zeitgenössische Kunst zwischen Intuition und Reflexion

Haus der Kunst München
München | 02.03.2018-19.08.2018
Harte Tatsachen verlieren zunehmend an Gewicht in einer Zeit, in der sich in heutigen Gesellschaften ein Gefühl „blinden Vertrauens“ breit macht. Die Gegenwartskunst reagiert auf diese Tendenz, indem sie sich intensiv mit Körper und Geist beschäftigt: mit dem Viszeralen und dem Kognitiven. Die Ausstellung versammelt ca. 25 international aufstrebende Künstler, die Konzepte von Wahrheit, Wahrhaftigkeit, Meinung und Glauben mit den unterschiedlichsten Mitteln unter die Lupe nehmen: Ed Atkins, Kader Attia, Olga Balema, Melanie Bonajo, Mariechen Danz, Cecile B. Evans, Andrea Éva Győri, Benedikt Hipp, Nicholas Hlobo, Marguerite Humeau, Hanne Lippard, Wangechi Mutu, Otobong Nkanga, Naufus Ramírez-Figueroa, Jon Rafman, Mary Reid Kelley, Lili Reynaud-Dewar, Raphael Sbrzesny, Jeremy Shaw, Teresa Solar Abboud, Jol Thomson und David Zink Yi. Die Ausstellung wird um ein ausführliches Programm an Live-Events, Performances und Vorträgen ergänzt sowie von einer Publikation begleitet....
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Faust-Welten: Goethes Drama auf der Bühne

Deutsches Theatermuseum
München | 02.03.2018-02.09.2018
Wer - wo - was - das sind drei Grundsatzfragen, die sich jedem stellen, der Goethes Faust auf die Bühne bringen will. Wer spielt die Hauptrollen Faust – Mephisto – Gretchen? Und ist das vorhandene Ensemble groß und vielfältig genug, um all die anderen Rollen zu besetzen? Wo, an welchen Schauplätzen spielt sich das Drama ab? Auffällig an Goethes Faust sind die rasanten Ortswechsel wie etwa Himmel – Enge Studierstube – Freie Landschaft vor dem Stadttor... Wie ist das auf der Bühne zu bewerkstelligen? Die Antworten der Theatermacher sind teils der technischen Entwicklung geschuldet, sie sind vor allem aber auch verknüpft mit ästhetischen Strömungen, mit der Phantasie und der Weltanschauung von Regisseuren und ihren BühnenbildnerInnen. Was wird gespielt? Auch das ist eine Grundsatzfrage – sogar im Zusammenhang mit diesem ikonischen Text Goethes. Rollenportraits und historische Tonaufnahmen, Raumkonzepte, erfahrbar in einem Parcours mit originale Modellen, Regiebücher und Vieles mehr veranschaulichen die Vielfalt der kreativen Antworten, die im Laufe der Inszenierungsgeschichte bis heute gefunden wurden....
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Kunsthalle, Foto: Achim Kukulies
Kunsthalle, Foto: Achim Kukulies

Welcome to the Jungle

Kunsthalle Düsseldorf
Düsseldorf | 03.03.2018-21.05.2018
Un­ter dem Ti­tel „Wel­co­me to the Jung­le“ ver­sam­melt die Kunst­hal­le Düs­sel­dorf ei­ne Aus­wahl in­ter­na­tio­na­ler Wer­ke, die kri­tisch, re­flek­tiert und oft mit Hu­mor, aber oh­ne mo­ra­li­schen Fin­ger­zeig auf je­ne Zu­stän­de und Pa­ra­do­xi­en ver­wei­sen, in die wir uns ver­stri­cken, wäh­rend wir ver­su­chen, das Rich­ti­ge zu tun. Im Zeit­geist liegt zum Bei­spiel das Auf­be­geh­ren ge­gen Ver­hält­nis­se, in de­nen wir durch un­se­re Ent­schei­dun­gen im­pli­zit auch sol­che un­ter­neh­me­ri­schen, so­zia­len und res­sour­cen­be­zo­ge­nen Prak­ti­ken ge­wäh­ren las­sen, die wir im kon­kre­ten Fall ab­leh­nen wür­den, wenn z.B. Mensch und Na­tur dar­un­ter lei­den. Greif­bar wird dies durch be­wuss­te­re Kon­sum­entschei­dun­gen bei Er­näh­rung, Klei­dung und Rei­sen oder bei der ein­fa­chen Fra­ge, wel­chen The­men und Stim­men wir un­se­re Zeit und Auf­merk­sam­keit schen­ken. Vom Car­bon Foot­print bis zur nach­hal­ti­gen Fi­nanz­an­la­ge, von Cor­po­ra­te So­ci­al Re­s­pon­si­bi­li­ty bis zur Öko­bi­lanz der Ver­ar­bei­tungs­ket­te – in der Pra­xis nimmt die In­for­ma­ti­ons­dich­te dschun­gel­ar­ti­ge Aus­ma­ße an, wo­bei oft nicht klar ist, wel­che Aus­rich­tung den ei­ge­nen Über­zeu­gun­gen am ehes­ten ent­spricht oder wel­cher Weg rein theo­re­tisch der rich­ti­ge wä­re. Es ist der Ver­such im Lärm und Di­ckicht des Dschun­gels Ori­en­tie­rung zu ge­win­nen und aus der lo­ka­len Per­spek­ti­ve das Gro­ße-Gan­ze zu er­ken­nen. Kol­lek­ti­ve Be­we­gun­gen ent­ste­hen und ver­dich­ten sich. In­ves­ti­ga­ti­ver Jour­na­lis­mus und vi­ra­le Er­zäh­lun­gen tei­len sich die Band­brei­te mit pro­fes­sio­nel­len Ima­ge­kam­pa­gnen und di­gi­ta­len Ne­bel­ker­zen....
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Kunst im Tunnel - Düsseldorf, Foto: Oliver Franke/Tourismus NRW e.V.
Kunst im Tunnel - Düsseldorf, Foto: Oliver Franke/Tourismus NRW e.V.

Meeting the Universe Halfway

Kunst im Tunnel
Düsseldorf | 03.03.2018-03.06.2018
Mit Yeşim Akdeniz, François Dey, Jen Liu, Kubilay Mert Ural, Ceel Mogami de Haas, Christoph Westermeier, Müge Yılmaz. Der Ausstellung „Dem Universum auf halbem Weg begegnen“ liegt ein Essay von Karen Barad (*1956) zu Grunde, in dem sich die theoretische Physikerin und feministische Theoretikerin den verschiedensten Themenfeldern der Natur-, Sozial- und Geisteswissenschaften widmet und einen Bericht über die Welt als Ganzes liefert. Karen Barads Rahmenkonzeption ist der agentielle Realismus, in dem es um die Untrennbarkeit vonSeinundWissen geht. Sie stellt damit die wissenschaftlich-disziplinäre Unterscheidung zwischen derErkenntnistheorie (Epistemologie) und derLehre vom Sein(Ontologie) in Frage. Barad entwickelt auf wissenschaftlicher Basis eine neue Sprache für die Idee eines Austausches zwischen Objekten unter posthumanistischen Gesichtspunkten. Es wird von der Annahme ausgegangen, dass nicht der Mensch das Maß aller Dinge ist, sondern eine Kommunikation auf Augenhöhe stattfindet: „Die Welt wird nicht von Dingen bevölkert, die sich mehr oder weniger voneinander unterscheiden. Beziehungen hängen nicht von ihren Relata ab, sondern umgekehrt. Die Materie ist weder fest und gegeben noch das bloße Endergebnis verschiedener Prozesse. Materie wird produziert und ist produktiv, sie wird erzeugt und ist zeugungsfähig.“ Während aus humanistischer Sicht der Mensch den Anfang und das Ende bestimmt, ergibt sich aus der Sicht der Objekte eine ganz andere Narration. Sie überdauern ein Menschenleben und werden von jeder Gegenwart neu definiert. Jede Gesellschaft eignet sie sich auf ihre Weise an. Aus der Sicht des Menschen kann es zu einer Verschmelzung kommen, aus der Sicht der Dinge nur zu einer vorübergehenden Okkupierung. Langfristig gesehen, lassen sich Dinge nicht dauerhaft beherrschen, da sie selber einem natürlichen Wandlungsprozess unterworfen sind. Sie sind Materie und „Materie ist kein ein für allemal bestimmtes Wesen; vielmehr ist sie Substanz in ihrem interaktiven Werden – kein Ding, sondern eine Tätigkeit, geronnenes Tätigsein.“ Doch ist der Mensch in der Lage, „geronnenes Tätigsein“ nachhaltig zu verändern. Er kann das Erscheinungsbild derartig manipulieren, dass die Objekte ihrer Identität beraubt werden und sich in neuen Realitäten zurechtfinden müssen. Für den Soziologen Siegfried Kracauer wurden beispielsweise Brücken in die Vergangenheit abgebrochen, als man 1932 Häusern auf dem Berliner Kurfürstendamm die Ornamente abschlug: „Jetzt stehen die beraubten Fassaden ohne Halt in der Zeit und sind das Sinnbild des geschichtslosen Wandels, der sich hinter ihnen vollzieht.“ Aber die Lehre vom Sein ist längst nicht mehr nur Inhalt wissenschaftlicher Forschung, sondern hat auf Grund ihrer Aktualität Einzug in die bildende Kunst gefunden. So setzen sich neben der Düsseldorfer Akademieprofessorin Yesim Akdeniz (*1978) fünf weitere KünsterlerInnen aus Deutschland, den Niederlanden, der Schweiz, der Türkei und den USA mit der Thematik auseinander....
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Hans Salentin: o.T., 1982 © VG Bild-Kunst, Bonn 2018
Hans Salentin: o.T., 1982 © VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Hans Salentin - Collagen und Zeichnungen

Kunstmuseum Gelsenkirchen
Gelsenkirchen | 03.03.2018-03.06.2018
Hans Salentin (1925-2009) gehörte zum Umkreis der Zero Künstler der ersten Stunde und stellte bis in die Mitte der 1960er Jahre zusammen mit der Gruppe aus. Hier zeigte er seine aus vorgefundenen Objekten zusammengesetzten, monochromen „Dachziegelreliefs“ und „Zinkblechreliefs“, die bereits seine Affinität zu dem Prinzip der Collage und den objets trouvès erahnen ließen. Auf der Suche nach neuen Ausdrucksmitteln lässt Salentin schließlich die Zerobewegung hinter sich und geht seinen eigenen künstlerischen Weg.Zunächst noch ganz der Plastik verpflichtet erweiterte der Künstler ab den 1970ern sein Werk um Fotomontagen, Papiercollagen und Zeichnungen. Die Ausstellung im Grafikkabinett präsentiert Collagen und Zeichnungen Hans Salentins aus den 1970ern und 1980ern, die durch eine Schenkung aus Privatbesitz in die Sammlung gelangt sind. Als Ausgangsmaterial für seine Bildcollagen dienten ihm Motive aus technischen Zeitschriften, die er zerschneidet, miteinander kombiniert und verfremdet, sodass neue Objekte und Strukturen mit zum Teil technoiden Charakter entstehen. Die so gestalteten Papiercollagen ergänzt er mit zeichnerischen Elementen in Aquarell- oder Gouachetechnik. Während die Collagen noch die Nähe zum Gegenständlichen bewahren, überwiegt in seinen Zeichnungen die Abstraktion, die durch ihre dynamischen und ausladenden Linienführungen in kräftiger Farbigkeit auch expressive Tendenzen im Werk des Künstlers spürbar werden lassen....
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Die Neue Sammlung - Design, Foto: Pinakothek der Moderne
Die Neue Sammlung - Design, Foto: Pinakothek der Moderne

Japanische Plakate: Ikko Tanaka - Faces

Die Neue Sammlung - Design in der Pinakothek der Moderne München
München | 03.03.2018-17.06.2018
Inspiriert von Bauhaus, amerikanischem Jazz und der ästhetischen Tradition Japans, ist Ikko Tanaka (1930-2002) bis heute einer der einflußreichsten japanischen Grafikdesigner. Die Präsentation widmet sich dem Motiv des Gesichts im Plakatschaffen dieses Vermittlers zwischen japanischer Kultur und dem Westen. Wie in einer Schönheitengalerie passieren die Gesichter Revue: in radikaler geometrischer Abstraktion, kalligrafischer Expressivität oder gebannt durch Fotografie, zeichenhaft, verfremdet, als undurchdringliche Maske, surreal, verspielt. Mit sublimer Verführung oder theatralischer Anmache wollen diese Gesichter die Aufmerksamkeit des Betrachters gewinnen, sei es für ein No- und Kabuki-Theater, sei es für Ausstellungen, Kommunikationsunternehmen oder eine Kollektion des Modedesigners Issey Miyake. In kühner Abstraktion und Balance des Gegensätzlichen, ausdrucksstark, elegant und kraftvoll – so könnte man den Stil von Ikko Tanaka skizzieren. Ivan Chermayeff, sein amerikanischer Kollege, nannte ihn "distiller of visual truth"....
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Museum Ludwig, Foto: Thomas Riehle
Museum Ludwig, Foto: Thomas Riehle

Gün­ter Peter Straschek. Emi­gra­tion - Film - Pol­i­tik

Museum Ludwig
Köln | 03.03.2018-01.07.2018
Ein­er der beein­druck­end­sten Doku­men­tar­filme der deutschen Fernse­hgeschichte sch­lum­merte über Jahrzeh­nte im Archiv des WDR, jet­zt rückt das Mu­se­um Lud­wig ihn er­st­mals ins Zen­trum ein­er Auss­tel­lung: Gün­ter Peter Strascheks Filme­mi­gra­tion aus Nazideutsch­land (1975). Straschek (1942–2009) war ein­er der er­sten und ist noch im­mer ein­er der größten Er­forsch­er der eu­ropäischen Filme­mi­gra­tion, deren Be­deu­tung et­wa für Hol­ly­wood kaum zu über­schätzen ist. Über 2.000 Film­leute waren vor den Nazis ge­flo­hen, viele von ih­nen kom­men in dem fünf­stün­di­gen Film zu Wort....
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Foto: Barbara Steingießer
Foto: Barbara Steingießer

Taten des Lichts: Mack & Goethe

Goethe Museum Düsseldorf - Schloss Jägerhof
Düsseldorf | 04.03.2018-27.05.2018
„Des echten Künstlers Lehre schließt den Sinn auf; denn wo die Worte fehlen, spricht die That.“ (Goethe) Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Von März bis Mai 2018 zeigt das Goethe-Museum Düsseldorf eine von Dr. Barbara Steingießer kuratierte repräsentative Sonderausstellung, die das Werk Heinz Macks mit Ideen und Gedanken von Johann Wolfgang von Goethe in Beziehung setzt. Die zentralen künstlerischen Themen des Malers und Bildhauers Heinz Mack sind Licht und Farbe sowie deren Wechselwirkungen. Auch Goethe hat sich vier Jahrzehnte lang immer wieder mit diesen Phänomenen befasst. Seine Schrift „Zur Farbenlehre“ ist nicht nur sein umfangreichstes Werk, vielmehr hielt er es auch für sein wichtigstes. Was liegt da näher, als die beiden Künstler, deren Interesse an Licht und Farbe niemals erlosch, in einer Zusammenschau einander gegenüberzustellen und dabei genauer zu beleuchten, was die scheinbar gegensätzlichen Persönlichkeiten miteinander verbindet: den Klassiker und den Avantgardisten des ZERO-Aufbruchs, den malenden Dichter und den dichtenden Maler? Die gattungsübergreifende Ausstellung präsentiert zahlreiche selten oder noch nie gezeigte Werke Heinz Macks sowie vielfältige Exponate aus dem Bestand des Goethe-Museums, ferner rare Leihgaben aus Weimar, Dresden und Wien. Außer der Vorliebe für die Farben des Lichts und die Leuchtkraft der Farbe untersucht die Schau weitere Parallelen der beiden Künstlerpersönlichkeiten, etwa das gemeinsame Interesse an Formen und Strukturen der Natur oder die Inspiration, die beide in der Kunst des Orients fanden. Das, worauf die Ausstellung abzielt, hätte Goethe mit einem Begriff seiner optischen Experimente wohl „wiederholte Spiegelungen“ genannt. Und er hätte darauf hingewiesen, dass sie „das Vergangene nicht allein lebendig erhalten, sondern sogar zu einem höheren Leben empor steigern“, wie bei den von ihm selbst durchgeführten Versuchen, bei denen die Erscheinungen „von Spiegel zu Spiegel nicht etwa verbleichen, sondern sich erst recht entzünden“. Oder wie Mack es im Angesicht seiner spiegelnden Werke ausdrückte: „Dann entsteht eine sich ausstrahlende, vibrierende, pulsierende Lichterscheinung auf den Skulpturen, welche unser Auge ohne Schmerzen ertragen kann … Da ist die Natur – die visuelle Energie – einfach stärker als die Technik....
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Luigi Ghirri Marina di Ravenna, 1972 © Eredi Luigi Ghirri
Luigi Ghirri Marina di Ravenna, 1972 © Eredi Luigi Ghirri

Luigi Ghirri Karte und Gebiet

Museum Folkwang
Essen | 04.03.2018-22.07.2018
„Ich wollte keine FOTOGRAFIEN machen, sondern LANDKARTEN, PLÄNE, die gleichzeitig Fotografien sein sollten.“ (Luigi Ghirri) Der italienische Fotograf Luigi Ghirri (1943–1992) zählt zu den Wegbereitern der europäischen Farbfotografie. Die Ausstellung im Museum Folkwang ist die erste umfassendere museale Präsentation der Fotografien Ghirris außerhalb seines Heimatlandes Italien. Landschaften, Stillleben und Architekturmotive – überwiegend in seiner Heimatregion Emilia Romagna – standen im Fokus des gelernten Vermessungstechnikers. Mit Scharfsinn und Ironie thematisierte er das Verhältnis des Menschen zu seinen natürlichen sowie künstlichen Umgebungen. Somit reflektiert er nicht nur den kulturellen Wandel seiner Zeit, sondern auch die damit einhergehende Veränderung der Darstellungs- und Repräsentationsformen. Die Ausstellung konzentriert sich auf Ghirris produktivste fotografische Arbeitsphase, die 1970er Jahre, und lässt sein Streben nach einer Erneuerung der Fotografie deutlich werden. Sie veranschaulicht seine außergewöhnliche konzeptionelle Arbeitsweise, lässt aber auch den Denker und Essayisten zu Wort kommen. Ghirris kleinformatige Bilder ähneln oft Filmsequenzen und zeichnen sich durch eine gedämpfte Farbigkeit auf bevorzugt matten Papieren aus. Mit einem unnachahmlichen Gespür für Farbe, Raum und Licht verstand es Ghirri wie kaum ein anderer, das „Gewöhnliche“ zeichenhaft und mit Humor ins Bild zu setzen und so einer neuen Wahrnehmungsebene zugänglich zu machen. Die von James Lingwood kuratierte Ausstellung im Museum Folkwang orientiert sich an jener großen Werkschau, die 1979 nach Vorgaben Luigi Ghirris in Parma ausgerichtet wurde. Rund 300 Fotografien, gegliedert in 15 Werkgruppen, fächern das thematische Spektrum auf, dem sich Ghirri in den 1970er Jahren gewidmet hat....
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Museum Kunstpalast und E.ON AG, Foto: E.ON AG
Museum Kunstpalast und E.ON AG, Foto: E.ON AG

Das Rembrandt-Experiment

Museum Kunstpalast
Düsseldorf | 09.03.2018-24.06.2018
Heute ist Rembrandt als Maler weithin bekannt, doch auch für seine Radierungen galt er in seiner Zeit als Superstar. Er gestaltete nahezu alle Gattungen und Themen in der Radiertechnik: Porträts, Landschaften, Genreszenen wie auch religiöse Sujets. Rembrandt schuf insgesamt über 360 Radierungen, von denen die Graphische Sammlung des Museum Kunstpalast über 230 Blätter verfügt, die überwiegend aus dem Bestand der Sammlung der Kunstakademie Düsseldorf stammen. Die Ausstellung „Das Rembrandt-Experiment“ ist eine Kooperation zwischen dem Museum Kunstpalast und der Kunstakademie. Eine Auswahl der druckgrafischen Arbeiten Rembrandts dient Vertretern der Akademie als Folie und Referenzrahmen für die künstlerische Auseinandersetzung mit Rembrandts Œuvre. Von Seiten des Museums wird das Projekt von der zuständigen wissenschaftlichen Mitarbeiterin für die Sammlung der Kunstakademie betreut, Dr. Sonja Brink. Ziel des Projektes ist es, die Aktualität Rembrandts für nachfolgende Künstlergenerationen bis heute aufzuzeigen....
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Die Neue Sammlung - Design, Foto: Pinakothek der Moderne
Die Neue Sammlung - Design, Foto: Pinakothek der Moderne

Jablonec '68 1. Internationales Silberschmuck-Symposium

Die Neue Sammlung - Design in der Pinakothek der Moderne München
München | 10.03.2018-03.06.2018
Im Jahr 2018 jährt sich zum 50. Mal der Jahrestag des 1. Internationalen Silberschmuck-Symposiums Jablonec ’68. Die Neue Sammlung widmet diesem einzigartigen historischen Moment in der Geschichte des Autorenschmucks eine Ausstellung aus Anlass seines 50-jährigen Jubiläums, in der die damals entstandenen Schmuckarbeiten erstmals wieder zu sehen sind. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts galt Jablonec nad Nisou mit seiner Nähe zu den böhmischen Glaszentren Libereč und Železný Brod als Mekka der Schmuckindustrie. Glasperlen und -schmuck wurden bis nach Afrika exportiert und Industrieausstellungen fanden statt. Ende der 1960er-Jahre traf die allgemein schwierige wirtschaftliche Situation auch die tschechoslowakische Schmuckindustrie. Das Schmucksymposium sollte mit Hilfe einer modernen Formsprache und dem internationalen Austausch einen Ausweg aus diesem Dilemma schaffen und an die Erfolge des tschechoslowakischen Schmucks auf den Weltausstellungen in Brüssel 1958 und Montreal 1967 anschließen....
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Matthias Hoch, Brüssel #8, 2001, Dauerleihgabe Stiftung Kunst im Landesbesitz, Nordrhein-Westfalen © VG Bild-Kunst, Bonn 2018
Matthias Hoch, Brüssel #8, 2001, Dauerleihgabe Stiftung Kunst im Landesbesitz, Nordrhein-Westfalen © VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Candida Höfer, Man Ray, Wolfgang Tillmans, Andy Warhol u. a. Wasser & Wein. Neupräsentation der Sammlung

Museum Kurhaus Kleve - Ewald Mataré-Sammlung
Kleve | 11.03.2018-31.08.2018
Einerseits wird die fotografische Sammlung durch großformatige Arbeiten der international renommierten Fotografen Wolfgang Tillmans (*1968) und Candida Höfer (*1944) angereichert, andererseits werden identitätsstiftende Positionen wie Ewald Mataré (1887–1965) und Dieter Roth (1930–1998) durch neue, prominente, Werke vertieft. Nicht zuletzt werden Kunstwerke von noch fehlenden Künstlern wie Man Ray (1890–1976), Andy Warhol (1928–1987), Konrad Klapheck (*1935) oder Joel Shapiro (*1941) dazukommen. Die Neugestaltung erfolgt zweistufig und wird in einem ersten Teil der Kunst ab den 1950er Jahren zukommen, die Neuzugänge sollen in einer sinnvollen Synthese mit der bestehenden Sammlung gezeigt werden. In einem zweiten Teil wird die historische Sammlung neu geordnet, unter anderem werden die Skulpturen der Heiligen Drei Könige von Henrik Douverman neu präsentiert und das Stundenbuch der Katharina von Kleve dem Publikum zugänglich gemacht....
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Seeblicke. Niederländische Zeichnungen aus der Sammlung Barthold Suermondt

Gemäldegalerie Berlin
Berlin | 14.03.2018-16.06.2018
Der Unternehmer und Bankier Barthold Suermondt (1818 – 1887) hatte bis in die 1870er Jahre hinein eine der bedeutendsten privaten Sammlungen von Gemälden und Zeichnungen alter Meister in Deutschland zusammengetragen. 1873 war er jedoch gezwungen, seine Kunstsammlung zu veräußern und bot sie den königlichen Museen in Berlin zum Kauf an. Im Dezember 1874 wurde im Inventarbuch des Kupferstichkabinetts der Eingang von 418 Zeichnungen festgehalten. Weitere Blätter aus Suermondtschem Besitz fanden 1879 und 1884 ihren Weg nach Berlin, sodass insgesamt 435 Zeichnungen die Bestände des Berliner Kupferstichkabinetts bereicherten. Bei dem weitaus größten Teil dieser Blätter handelt es sich um Werke niederländischer Meister aus dem 17. Jahrhundert. Zu dieser Zeit dienten Zeichnungen nicht mehr nur der Vorbereitung von Gemälden, sondern errangen den Status autonomer Kunstwerke. Neben religiösen Sujets, Genreszenen, Figuren- und Tierstudien bilden Landschaften und maritime Motive eine kohärente Gruppe. Die Ausstellung zeigt zwanzig Blätter aus Suermondtschem Besitz, die das Leben am Wasser thematisieren. Etwa die Hälfte der Niederlande liegt weniger als einen Meter über, rund ein Viertel des Landes unter dem Meeresspiegel. An die zerklüftete Küstenlinie mit den Flussmündungen von Rhein, Maas und Schelde schmiegen sich die Seehäfen von Amsterdam und Rotterdam. Durch die vorteilhafte geographische Lage, eine beachtliche Flotte seegängiger Schiffe und eine bedachte Zollpolitik kontrollierten die Niederländer schon am Anfang des 17. Jahrhunderts fast die gesamte Frachtschifffahrt des Kontinents. Zu Recht wurden sie die „Fuhrleute Europas“ genannt. Die Künstler dieser Zeit drückten die Begeisterung für die Seefahrt in ihren Werken aus und schürten diese damit gleichzeitig. Majestätisch ragen Handels- und Kriegsschiffe bei Willem van de Velde d. J. wie Kolosse aus der ruhigen See. Bei Ludolf Bakhuysen wirken die Fischerboote zwergenhaft neben einem Linienschiff mit geblähten Segeln. Mit enormer Detailfreude portraitierte Willem van de Velde d. Ä. die Mehrdecker mit ihren prachtvollen Heckspiegeln. Doch stellte das Wasser in den Niederlanden auch im Binnenland einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor dar. Flüsse und Kanäle, Deiche und Brücken prägen die Landschaft bis heute. Selbst der Blick aus der Ferne wie in den Arbeiten Pieter de Withs und Philips Konincks schließt Segelboote und Kähne auf den Wasserstraßen mit ein. Selten zeigen die Künstler das Wasser unbelebt: Angler, Fischer und Fuhrleute bevölkern die Flüsse und Kanäle in den Darstellungen Jan van Goyens, Adriaen Verbooms und Jan van de Cappelles. Auch Zugbrücken, Schleusen und Wehre in den Zeichnungen Anthonie van Borssoms, Gerard Ter Borchs und Simon de Vliegers zeugen von der Kompetenz der Niederländer, im Einklang mit dem Wasser zu leben....
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Ein geflügelter Pionier der Luftbild-Fotografie © Stadtarchiv Kronberg
Ein geflügelter Pionier der Luftbild-Fotografie © Stadtarchiv Kronberg

Die Brieftaube als Fotograf

Deutsches Technikmuseum
Berlin | 14.03.2018-24.06.2018
Die Vogelperspektive, also der Blick von oben, ist die wohl beste Möglichkeit, um sich einen Überblick über eine Landschaft zu verschaffen. Die Ausstellung erzählt mit eindrucksvollen Schwarz-Weiß-Aufnahmen die bislang wenig bekannte Geschichte der Brieftauben-Fotografie zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Sie gilt als wichtiges historisches Vorbild für die heutige Luftbildfotografie. 20 vergrößerte Reproduktionen und rund 20 Originalabzüge von Luftaufnahmen, bei denen Brieftauben als Fotografen eingesetzt wurden, würdigen Julius Neubronner (1852-1932) als eine der ersten Personen, der es gelang, die Welt wortwörtlich von der Vogelperspektive aus zu betrachten. Der Erfinder Julius Neubronner Julius Neubronner, Apotheker im hessischen Kronberg, hatte die geniale Idee, Brieftauben als Träger von Fotoapparaten einzusetzen. Die von ihm entwickelten Taubenkameras fanden schnell Beachtung und kamen auf verschiedenen Gebieten zum Einsatz, vor allem in der kriegsrelevanten Aufklärungsfotografie. Das Preußische Kriegsministerium hatte großes Interesse an Neubronners Erfindung. Die gefiederten Soldaten erfüllten jedoch nicht alle Erwartungen - letztendlich erwiesen sich Aufklärungsflugzeuge als besser und effektiver. Und so endete noch vor Kriegsschluss 1918 die intensive Zusammenarbeit zwischen Neubronner und dem Militär. Wie kommt ein Apotheker zur Brieftauben-Fotografie? Wie schon sein Vater setzte Julius Neubronner die Vögel zunächst als Kuriere für den Transport von Medikamenten und Rezepten ein. Als eine seiner Tauben erst nach Wochen von einem Kurierflug wohlgenährt zurückkehrte, rätselte er, wo sich das vermisste Tier aufgehalten haben könnte. Es kam ihm die Idee, zur Überwachung seiner Tauben eine selbstauslösende Miniaturkamera zu entwickeln. Im Dezember 1908 wurde das Patent "Verfahren und Vorrichtung zum Photographieren von Geländeabschnitten aus der Vogelperspektive" vom Kaiserlichen Patentamt angenommen. Bis in die 1920er Jahre hinein entwickelte Neubronner mit erheblichem finanziellem Aufwand circa ein Dutzend der 30 bis 75 Gramm schweren Kameramodelle. Der erhoffte kommerzielle Erfolg blieb allerdings aus. Das Historische Archiv der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin erwarb 1992 den Nachlass von Julius Neubronner. Dieser enthält zahlreiche Unterlagen zu Versuchen und Erfindungen der Brieftauben-Fotografie sowie eine umfangreiche Fotosammlung mit Originalaufnahmen. In Zusammenarbeit mit dem Verlag Rorhof entstand Ende 2017 die dreiteilige Publikation "The Pigeon Photographer" mit weiteren Aufnahmen Neubronners aus dem Stadtarchiv Kronberg....
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Rautenstrauch-Joest-Museum, Foto: Rheinisches Bildarchiv Köln
Rautenstrauch-Joest-Museum, Foto: Rheinisches Bildarchiv Köln

Der Wilde schlägt zurück: Kolonialzeitliche Europäerdarstellungen der Sammlung Lips

Rautenstrauch-Joest-Museum Kulturen der Welt
Köln | 16.03.2018-03.06.2018
„The Savage Hits Back“, das erste kolonialkritische Buch über die Kunst der „Anderen“ von Julius Lips schlug in den 1930er-Jahren hohe Wellen. Der ehemalige Kölner Museumsdirektor zeigt darin, wie Künstler aus den Kolonien Europäer darstellten. Erstmals werden die Objekte und Fotografien aus der Lips-Sammlung des Museums nun der Öffentlichkeit präsentiert....
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Museum für Angewandte Kunst Köln, Foto: Jens Korte / KölnTourismus GmbH
Museum für Angewandte Kunst Köln, Foto: Jens Korte / KölnTourismus GmbH

#alleskönner. Peter Behrens zum 150. Geburtstag

Museum für Angewandte Kunst Köln
Köln | 17.03.2018-01.07.2018
Das umfängliche und vielfältige Œuvre Peter Behrens‘ hat die Kunst-, Architektur- und Designgeschichte des 20. Jahrhunderts entscheidend geprägt. Der Fokus der Ausstellung liegt auf dem künstlerischen Wandel vom Jugendstil zur frühen Sachlichkeit. In acht Themenräumen vereint die Schau rund 220 Objekte, darunter auch Exponate, die lange als verschollen galten, wie der Salonflügel aus der Sammlung des MAKK, sowie Werke, die erstmals der Öffentlichkeit präsentiert werden....
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Computerspiele Museum, Foto: Jörg Metzner
Computerspiele Museum, Foto: Jörg Metzner

Monsters Attack Planet Earth

Computerspiele Museum
Berlin | 19.03.2018-26.08.2018
Knetmassen-Monster und Papp-Ungeheuer erobern in stockenden Bewegungen die Leinwand. UFOs an Bindfäden fliegen auf verschreckte Betrachter zu. Anfang der 1950er Jahre wird die Stop-Motion-Animation durch Tricktechniker wie „Ray“ Harryhausen revolutioniert und bietet neue Möglichkeiten, künstliche Kreaturen auf Film zu bannen. In den darauf folgenden Jahren überschwemmen Monsterfilme die Kinos. Projektoren werfen Zyklopen, Drachen-Echsen, Riesenameisen sowie unzählige andere Monster auf die Leinwand und geben den Zukunfts-Ängsten der damaligen Zeit ein Gesicht. Die interaktive Sonderausstellung „Monsters Attack Planet Earth“ nimmt die Besucher mit auf eine Reise in die längst als Trash abgetane Filmwelt. Sie zeigt Videospiele, welche die einzigartige Ästhetik damaliger Monsterfilme einfangen, persiflieren und sogar ähnliche Produktionsverfahren nutzen. Die Spannweite der präsentierten Titel umfasst dabei über 30 Jahre Videospielgeschichte....
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BERLINER REALISMUS. VON KÄTHE KOLLWITZ BIS OTTO DIX

Bröhan-Museum - Landesmuseum für Jugendstil, Art Deco und Funktionalismus (1889-1939)
Berlin | 22.03.2018-17.06.2018
Die Ausstellung spannt einen zeitlichen Bogen von den 1890er bis zu den 1930er Jahren und stellt die sozialkritische Ausrichtung innerhalb der Berliner Kunst in diesem Zeitraum heraus. Als erste Secession in Deutschland widmet sich die Berliner Secession mit Künstlern wie Heinrich Zille, Hans Baluschek und Käthe Kollwitz konsequent sozialkritischen Themen. Die prekären Lebens- und Wohnverhältnisse der durch die Industrialisierung stark angewachsenen Arbeiterschaft sind zentrale Themen ihrer Werke. Einen drastischen Einschnitt stellt der Erste Weltkrieg dar. Die zweite Generation von Künstlern, die in der Ausstellung gezeigt wird – darunter Otto Dix, George Grosz und Otto Nagel – ergreift nicht Partei für „den kleinen Mann“, sondern kritisiert in ihrem Werk ganz allgemein die gesellschaftlichen Missstände der Weimarer Republik. Neue Techniken wie die Collage werden angewendet, um – in Text und Bild – vor politischen Entwicklungen zu warnen. Wie in keiner anderen Stadt des Deutschen Reiches, und auch in keiner anderen europäischen Metropole, sah die Kunst ihre Aufgabe in der Thematisierung von Krieg, Revolution, Kapitalismus und sozialer Ungerechtigkeit und suchte dabei auch den Schulterschluss zu anderen Künsten wie dem Theater oder der Literatur....
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Hans Op de Beeck, The Collector's House, 2016, (The Collector's House), Skulpturale Installation, Mixed Media, 40 × 20 × 12,5 m, Foto: © Studio Hans Op de Beeck
Hans Op de Beeck, The Collector's House, 2016, (The Collector's House), Skulpturale Installation, Mixed Media, 40 × 20 × 12,5 m, Foto: © Studio Hans Op de Beeck

Black & White. Von Dürer bis Eliasson

Museum Kunstpalast
Düsseldorf | 22.03.2018-15.07.2018
Im Frühjahr 2018 zeigt das Museum Kunstpalast eine umfassende Themenausstellung, die sich der jahrhundertelangen Tradition der Schwarz-Weiß-Malerei widmet. Die monochrome Malerei ist ein wichtiges über die Jahrhunderte immer wiederkehrendes Thema, das dem breiten Publikum jedoch noch weitgehend unbekannt ist. Ausgehend von mittelalterlicher Grisaille-Glasmalerei geht die Ausstellung in fünf Themenschwerpunkten den Fragen nach, warum sich Künstler verschiedenster Epochen für eine reduzierte Farbpalette entschieden haben und welche Faszination diese Kunst bis heute ausübt. Die mit Leihgaben aus internationalen Museen und privaten Sammlungen bestückte Schau präsentiert Gemälde u.a. von Andrea Mantegna, Peter Paul Rubens, Rembrandt van Rijn, Giovanni Battista Tiepolo und Edgar Degas. Zu sehen sind ebenfalls Werke moderner und zeitgenössischer Künstler wie Josef Albers, Heinz Mack, Jackson Pollock und Gerhard Richter sowie zwei begehbare Installationen von Ólafur Elíasson und Hans Op de Beeck....
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Füsun Onur, "Die dritte Dimension in der Malerei – Komm herein" (Detail), 1981/2014; Vehbi Koç Foundation Contemporary Art Collection, Istanbul · Foto: Neues Museum (Annette Kradisch)
Füsun Onur, "Die dritte Dimension in der Malerei – Komm herein" (Detail), 1981/2014; Vehbi Koç Foundation Contemporary Art Collection, Istanbul · Foto: Neues Museum (Annette Kradisch)

Saum der Zeit: Bilge Friedlaender - Ahmet Dogu Ipek - Füsun Onur

Neues Museum - Staatliches Museum für Kunst und Design in Nürnberg
Nürnberg | 23.03.2018-10.06.2018
Die Ausstellung stellt drei Künstler vor, die aus der Türkei stammen: Mit Bilge Friedlaender und Füsun Onur sind es zwei Grandes Dames der türkischen Gegenwartskunst, denen Ahmet Doğu İpek als junger kurdischer Künstler zur Seite tritt. Gemeinsam sind ihnen die eher leisen Töne, die ihre Kunst anschlägt. Der von dem großen Philosophen Michel Foucault geborgte Titel "Saum der Zeit", der die Gegenwart von der Vergangenheit trennt, bildet den poetischen Horizont der Schau. Die Ausstellung entstand in enger Zusammenarbeit mit ARTER, Istanbul. Bilge Friedlaender (1934–2000) entfaltet in ihrer stillen Kunst eine Reflexion über das Verhältnis des Menschen zur Natur aus weiblicher Perspektive. Die Relativität von Raum und Zeit ist bei Bilge Friedlaender nicht Theorie, sondern körperliche Erfahrung, die sie beim Laufen oder Tauchen sammelte. Ihrer Sinnlichkeit ntwortet eine nie spekulative Spiritualität. Ihre Geometrie, die das Quadrat in den Mittelpunkt rückt, kennt die Verwandlung und die Rhythmen, wie sie die Beobachtung der Natur lehrt. Bilge Friedlaender ging schon 1958 in die USA. Erst kurz vor ihrem frühen Tod kehrte sie nach Istanbul zurück. Ihr Werk ist in Deutschland noch weitgehend unentdeckt. Gleiches gilt für Ahmet Doğu İpek (geb. 1983), der in schwarzen Quadraten die Erinnerung an 157 Tage versiegelte. Einem Ritual gleich schuf der Künstler jeden Tag in einem meditativen Akt ein Aquarell, das die überzeitliche Ikone des schwarzen Quadrats von Malewitsch in den Schatten eines einzelnen Tages umdeutet. Füsun Onur (geb. 1938) ist die große alte Dame der türkischen Gegenwartskunst. Abgesehen von einem mehrjährigen Studienaufenthalt in den USA (1962–67), blieb sie ihr ganzes Leben in Istanbul. Die Ausstellung stellt in ausgewählten Arbeiten einige ihrer zentralen Themen vor: das Rahmen und Teilen von Raum sowie diverse Aspekte der Zeit – die Flüchtigkeit und Vergänglichkeit, das Transitorische und Kinematographische. Füsun Onurs Kunst ist ungemein wandlungsfähig, mal konzeptuell, dann wieder musikalisch oder erzählerisch. Der Grundton ihrer Objektkunst und Installationen ist privat, ja intim und immer voller Poesie und einer höchst kultivierten Sentimentalität....
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Wallraf-Richartz-Museum, Foto: Jens Korte / KölnTourismus GmbH
Wallraf-Richartz-Museum, Foto: Jens Korte / KölnTourismus GmbH

Wallrafs Erbe: Ein Bürger rettet Köln

Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud
Köln | 23.03.2018-08.07.2018
Am 9. Mai 1818 unterzeichnet der Theologe, Universalgelehrte, Universitätsrektor und Sammler ­Ferdinand Franz Wallraf (1748-1824) sein Testament zugunsten der Stadt Köln. Sein letzter Wille besagt, dass seine umfangreiche und vielfältige Sammlung „zu ewigen Tagen“ in seiner Heimatstadt „zum Nutzen der Kunst und Wissenschaft“ verbleibt. Heute, 200 Jahre später, ist es an der Zeit, diesen außergewöhnlichen Menschen zu feiern. Das Wallraf-Richartz-Museum widmet ihm deshalb eine eigene Ausstellung über Leben und Werk seines ersten Stifters und Namensgebers. Gemeinsam mit der Universität zu Köln und dem Kölnischen Stadtmuseum würdigt das Haus nicht nur Wallrafs Leistung für die Stadt, sondern fragt auch nach seiner Bedeutung heute. Ohne seinen leidenschaftlichen Einsatz in bewegten Zeiten unter französischer und später preußischer Herrschaft würde die vielfältige Kölner Museumslandschaft heute so nicht existieren. Darüber hinaus beleuchtet die Ausstellung den Sammler aus politischer wie kulturpolitischer Perspektive, um eine Neubewertung seiner Person zu erreichen. Um die vielen Facetten von Ferdinand Franz Wallraf präsentieren zu können, hat Kölns ältestes Museum alle Institutionen, die mit der ursprünglichen Wallraf-Sammlung verbunden sind, eingeladen, sich an „Wallrafs Erbe“ zu beteiligen: dazu gehören die Universitäts- und Stadtbibliothek, das Historische Archiv der Stadt Köln, das Römisch-Germanische Museum, das Museum Schnütgen und das Museum für Angewandte Kunst. Dank dieser großangelegten Kooperation zeigt die Ausstellung eine Vielzahl von Gemälden, Zeichnungen, antiken Werken, naturwissenschaftlichen Geräten und Apparaturen, kostbaren Büchern und Handschriften, Skulpturen und kunstgewerblichen Gegenständen. Zudem dienen zeitgenössische Darstellungen und Besucherberichte als Leitfaden, dem Sammler Wallraf einen „Hausbesuch“ abzustatten....
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Foto: Nina Straßgütl
Foto: Nina Straßgütl

Carsten Nicolai: Tele

Berlinische Galerie Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur
Berlin | 23.03.2018-20.08.2018
Die Arbeiten von Carsten Nicolai (* 1965) oszillieren an den Schnittstellen von visueller Kunst und elektronischem Sound. Für die erste Ausstellungshalle der Berlinischen Galerie wird er eine raumgreifende Licht-Objekt-Installation entwickeln. Nicolai ist künstlerischer Autodidakt. Er studierte Landschaftsarchitektur und widmete sich zu Beginn seiner künstlerischen Karriere der Malerei, bis er sich Mitte der 1990er-Jahre zunehmend installativen und objektbasierten Arbeiten zuwandte. Parallel dazu ist er als Musiker unter dem Pseudonym Alva Noto aktiv. Seit vielen Jahren beschäftigt sich Nicolai mit Wahrnehmungsprozessen und macht die Mechanismen optischer wie akustischer Sinneseindrücke erlebbar. Von besonderem Interesse für sein Arbeiten ist die Frage nach den Möglichkeiten von subjektiver bzw. objektiver Erkenntnis. Er untersucht exemplarisch immaterielle Phänomene, die zu den grundlegenden Fragen nach dem Bewusstsein des Menschen führen – etwa danach, zu welchem Teil das Wahrgenommene außerhalb dieser Wahrnehmung faktisch existiert und zu welchem Teil es auf neuronaler Ebene durch unser Gehirn konstruiert wird....
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Deutsches Historisches Museum
Deutsches Historisches Museum

SPAREN - GESCHICHTE EINER DEUTSCHEN TUGEND

Deutsches Historisches Museum
Berlin | 23.03.2018-26.08.2018
Sparsamkeit versteht sich in Deutschland von selbst. Private und öffentliche Haushalte ebenso wie die Unternehmen sparen in Deutschland in großem Umfang. Die Mehrheit der Menschen im Land stellt das Sparen der privaten Haushalte auch in Zeiten historisch niedriger Zinsen nicht in Frage, ebenso wenig die Spardoktrin der deutschen Finanz- und Außenpolitik. Beobachter außerhalb Deutschlands hingegen blicken in den letzten Jahren zunehmend kritisch auf die deutsche Sparneigung. Hierbei wird nicht nur die Rolle Deutschlands bei der Durchsetzung der Sparpolitik im Euro-Raum hinterfragt, sondern auch das Sparen in Deutschland selber. Die Ausgabenzurückhaltung der privaten und öffentlichen Haushalte sowie der Unternehmen trägt zu dem erheblichen Leistungsbilanzüberschuss des Landes bei, dem ein Gefährdungspotenzial für die Weltwirtschaft und damit auch für die deutsche Wirtschaft zugeschrieben wird. Die Ausstellung "Sparen – Geschichte einer deutschen Tugend" im Deutschen Historischen Museum betrachtet und diskutiert das tradierte Sparverhalten der Deutschen vor dem Hintergrund internationaler Kritik. Sie begibt sich auf die Suche nach der spezifischen Gestalt der deutschen Sparneigung von den Ursprüngen bis heute. In den Blick genommen werden die Vorformen, sowie die konkreten historischen Erscheinungsformen des Sparens seit der Spätaufklärung. Es werden die Entwicklung des Sparens zum Instrument der Staatsfinanzierung sowie der staatlichen Daseinsfürsorge und Sozialpolitik beleuchtet. Auch das komplementäre Verhältnis der Sparpropaganda und Sparwerbung zum Antisemitismus steht im Fokus. Epochenübergreifend thematisiert die Ausstellung die Rolle der Sparerziehung für die Genese der deutschen Sparneigung ebenso wie das Verhältnis von Sparen und gesellschaftlichen, wie wirtschaftlichen Krisen....
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Pinakothek der Moderne
Pinakothek der Moderne

Roni Horn. Pi

Sammlung für Moderne Kunst in der Pinakothek der Moderne
München | 23.03.2018-23.09.2018
Die 45-teilige, in Island entstandene Arbeit „PI“ von Roni Horn (*1955) zählt zu den fotografischen Hauptwerken der Künstlerin. Einer Feldforscherin vergleichbar veranschaulicht sie die vielfältigen Facetten dieses spezifischen Ortes, dem sie auch eine Reihe von Künstlerbüchern wie Skulpturen gewidmet hat....
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Historisches Museum Bamberg, Im Fluss der Geschichte
Historisches Museum Bamberg, Im Fluss der Geschichte

Im Fluss der Geschichte / Bambergs Lebensader Regnitz

Historisches Museum Bamberg
Bamberg | 23.03.2018-04.11.2018
Wasser, die Quelle allen Lebens – der Fluss als Voraussetzung für Ansiedlung, Städtebau und Kultur wird im Historischen Museum Bamberg mit der UNESCO preisgekrönten Ausstellung „Im Fluss der Geschichte. Bambergs Lebensader Regnitz“ auf völlig neue Art präsentiert. Am Beispiel der Welterbestadt Bamberg werden die zwischen Stadt und Fluss bestehenden vielfältigen kulturellen, wirtschaftlichen, historischen und ökologischen Verbindungen aufgedeckt und in ihrer Vielfalt, Schönheit und Bedeutung sichtbar, erlebbar und begreifbar gemacht. Gezeigt wird, wie Bamberg sich am mäandrierenden Flusslauf der Regnitz orientierte, die natürlichen Gegebenheiten nutzte und zur wohlhabenden und mächtigen Bischofsstadt heranwuchs. Freizeitvergnügen wie Badeanstalten und Sandkerwa sind ebenso Themen wie der Ludwig-Donau-Main-Kanal oder die Natur und Ökologie des Flusses. Die Ausstellung regt durch interaktive Elemente zum Mitmachen an und wird durch museumspädagogische Programme für Kindergärten und lehrplanorientiert für Schulen ergänzt. Als besonderes Highlight verbindet der Audio-Guide durch eine multimediale GPS-Führung die Ausstellung mit der Welterbestadt....
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c/o Berlin, (Foto: David von Becker)
c/o Berlin, (Foto: David von Becker)

Irving Penn: Centennial - Der Jahrhundertfotograf

c/o Berlin
Berlin | 24.03.2018-01.07.2018
Pablo Picasso, Marlene Dietrich und Alfred Hitchcock, abstrakte weibliche Akte, exquisite Stillleben, anmutige Studien von Blumen und Zigarettenstummeln, Kinder in peruanischer Tracht, Porträts von Ureinwohnern Neuguineas, französische Pâtissiers, glamouröse Modeaufnahmen für die Vogue – Irving Penn (1917–2009) gilt als der einflussreichste Fotograf des 20. Jahrhunderts. In seiner Schaffenszeit von rund 70 Jahren hat er einen höchst vielseitigen und unverwechselbaren Bildkosmos geschaffen. Er beherrschte die Gattungen wie Akt-, Mode-, Stillleben-, Porträtfotografie wie kaum ein anderer und dominierte mehr als sechs Dekaden nicht nur die zeitgenössische Fotografie und Kunst, sondern ist durch seine einmalige Handschrift sowie streng reduzierte Ästhetik bis heute stilprägend und beeinflusste unzählige Nachfolger. Mit nur 17 Jahren beginnt Irving Penn ein Studium der Gestaltung in Philadelphia und arbeitet ab 1943 unter Alexander Libermann, Art Director der Vogue, als Gestalter für das renommierte Modeheft. Noch im selben Jahr darf Irving Penn bereits sein erstes Cover fotografieren. Es folgen mehr als 160 Titelbilder und unzählige Modeaufnahmen für die Vogue. Penns Modefotografien machen ihn international bekannt. Sein Interesse am Menschenbild führt ihn jedoch weit über die klassischen Typologien hinaus und lässt ihn in ferne Länder reisen, wie 1948 nach Peru sowie in den Jahren zwischen 1967 und 1971 nach Neuguinea und Marokko. Neben seinen ethnographischen Studien hat Penn eine Serie weltbekannter Persönlichkeiten aus Kunst, Film, Literatur und Musik fotografiert. Ob Salvador Dalí, Audrey Hepburn oder Saul Steinberg – er fotografiert sie stets vor neutralem Hintergrund. Für seine erste Porträtreihe positioniert er seine weltbekannten Modelle in eine Ecke mit spitzwinkeligen Stellwänden. Durch die räumliche Begrenzung schafft Irving Penn Nähe und Intimität zu den Personen vor seiner Kamera. Er verleitet sie zu ungewöhnlichen Posen und fordert sie heraus. Mit einer analogen Rolleiflex-Kamera ausgestattet, macht er in demselben abstrakten Raum und mit derselben Aufmerksamkeit seine Serie The Small Trades, in der er Arbeiter, Handwerker und Kleingewerbetreibende in Arbeitskleidung darstellt sowie eine Reihe an Porträts von Personen indigener Völker. Sein Feinsinn für die Bedeutsamkeit des Alltäglichen, für die Schönheit des ‚Hässlichen’ und das Einfache lassen immer wieder einzigartige Stillleben und grafische Arrangements entstehen. Gerade in seinen Stillleben aus den 1990er- und 2000er-Jahre spiegelt sich seine große Faszination für die Fotografie, die Liebe zum Detail, das meisterliches Spiel mit dem Licht und den Objekten vor seiner Kamera. Obgleich Mensch, Natur oder unbelebte Dinge – Irving Penn wusste sie alle mit seinem fotografischen Blick zu veredeln und zu etwas Besonderem zu machen. Seine Fotografien leben von Klarheit, Eleganz, Perfektion und makelloser Schönheit. C/O Berlin feiert den Ausnahmefotografen Irving Penn anlässlich seines 100. Geburtstages und nach 20 Jahren erstmalig wieder in Berlin mit einer großen Retrospektive. Die Ausstellung mit rund 240 Exponaten wurde vom Metropolitan Museum of Art in Zusammenarbeit mit der Irving Penn Foundation kuratiert. Die Schenkung von rund 180 Arbeiten der Irving Penn Foundation an das Metropolitan Museum of Art bildet den Kern der Ausstellung, darunter auch die mittlerweile weltbekannten Studien von Lisa Fonssagrives-Penn, das damals gefragteste Fotomodell der Zeit und die Ehefrau sowie Muse von Irving Penn. Die Ausstellung wurde ermöglicht durch die Terra Foundation for American Art und der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Betriebe und Energie. Sie wird weltweit ausschließlich in New York, Paris, São Paulo – und exklusiv bei C/O Berlin gezeigt. Die Ausstellung wird von einer umfassenden Monografie begleitet, erschienen im Schirmer/ Mosel Verlag in München und herausgegeben von Maria Morris Hambourg und Jeff L. Rosenheim, mit Beiträgen von Maria Morris Hambourg, Jeff L. Rosenheim, Alexandra Dennett, Philippe Garner, Adam Kirsch, Harald E.L. Prins und Vasilios Zatse und mehr als 365 Abbildungen der wichtigsten Werkphasen und Arbeiten von Irving Penn. Irving Penn (1917–2009) absolvierte ein Studium der Gestaltung an der Philadelphia Museum School of Industrial Art, wo Alexei Brodovitch, Art Director von Harper’s Bazaar bis 1934 lehrte. 1943 schoss er seinen ersten Titel sowie später viele weitere Titelbilder für Vogue. 1953 gründete ersein eigenes Fotostudio in New York. Penn porträtierte zahlreiche berühmte Persönlichkeiten aus Film, Musik und Kunst und fotografierte eine Vielzahl an bekannten Modeaufnahmen und Stillleben. 2009 verstarb der Fotograf in New York. Seine Werke wurden mit zahlreichen internationalen Ausstellungen geehrt und befinden sich in renommierten Museen und Sammlungen, darunter das Metropolitan Museum of Art und das Museum of Modern Art in New York, das Art Institute Chicago sowie die National Gallery of Art in Washington D.C....
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Museum Kunstpalast und E.ON AG, Foto: E.ON AG
Museum Kunstpalast und E.ON AG, Foto: E.ON AG

Bilder ohne Schatten

Museum Kunstpalast
Düsseldorf | 25.03.2018-15.07.2018
Die Präsentation von Werken aus der Stiftung Sammlung Kemp richtet den Blick auf Gemälde, deren Eigengesetzlichkeit und Präsenz von entscheidender Bedeutung sind. Sie haben keine Schatten, weil sie keine Abbilder der Welt zeigen, sondern ihre eigene Wirklichkeit repräsentieren. Besonders augenfällig wird dies bei den zahlreichen farbintensiven Werken aus der Sammlung. Dazu zählen Arbeiten von Nicholas Krushenick, Al Held oder Winfred Gaul oder auch Werke von Karl Otto Götz oder Walter Stöhrer, in denen die künstlerische Geste im Vordergrund steht. Die Ausstellung verdeutlicht mit ihrer Auswahl gleichermaßen die Präzision und die Vielfalt der Sammlung. Es werden 27 Gemälde und eine Skulptur aus der Sammlung Kemp gezeigt. Der Kunstsammler Willi Kemp hat 2011 seine über Jahrzehnte aufgebaute, umfangreiche Kollektion zeitgenössischer Kunst dem Museum Kunstpalast gestiftet....
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Leo von Klenze: Der Concordia-Tempel von Agrigento, 1857, Staatliche Museen zu Berlin, Alte Nationalgalerie, Schenkung Oliver Lepsius / Andres Kilger
Leo von Klenze: Der Concordia-Tempel von Agrigento, 1857, Staatliche Museen zu Berlin, Alte Nationalgalerie, Schenkung Oliver Lepsius / Andres Kilger

Concordia: Kunst und Wissenschaft in Eintracht, Leo von Klenze und Karl Richard Lepsius

Alte Nationalgalerie
Berlin | 28.03.2018-15.07.2018
Mit der Schenkung des Gemäldes "Der Concordia-Tempel von Agrigento" des Münchner Architekten und Malers Leo von Klenze (1784-1864) ist die Sammlung der Nationalgalerie um eine wichtige Position erweitert worden. Während sie bereits über einen großen Schatz klassizistischer Werke des Berliner Architekten Karl Friedrich Schinkel (1781-1841) verfügt, konnte der Bestand nun um ein wichtiges Werk des bedeutenden Münchner Klassizisten ergänzt werden. Klenze war primär Architekt, aber auch Zeichner und Maler, wobei er ein nur sehr begrenztes malerisches Oeuvre hinterließ. Einige seiner großformatigen Architekturdarstellungen und Stadtansichten verschenkte Klenze an namhafte Zeitgenossen, darunter Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) sowie sein Berliner Kollege Karl Friedrich Schinkel. Das Gemälde des "Concordia-Tempels" stammt aus dem ehemaligen Besitz des Berliner Ägyptologen Karl Richard Lepsius (1810-1884). Es war ein Gegengeschenk des Künstlers für das zwölfbändige, nur in wenigen Exemplaren aufgelegte Tafelwerk „Denkmäler aus Aegypten und Aethiopien“. Lepsius, der seine akademische Laufbahn als Sprachwissenschaftler und Archäologe begann, war durch die von ihm in königlich-preußischer Mission geleitete Expedition nach Ägypten während der Jahre 1842 bis 1845 weit über Berlin hinaus bekannt geworden. Die wissenschaftlichen Nachwirkungen der „ägyptischen Unternehmung“ waren beträchtlich: knapp 1.500 Objekte brachte Lepsius für das auf der Museumsinsel eröffnete Neue Museum mit und in rund 900 reich bebilderten Großfoliotafeln vermittelten Zeichner die von ihm entdeckten Kunstdenkmäler. Leo von Klenze hatte seinerseits bereits einige Jahre zuvor im königlich-bayerischen Auftrag ägyptische Kunst erworben und damit in München eine wichtige Sammlungsstätte dieser Kunst initiiert. Vor diesem Hintergrund ist es auch wenig erstaunlich, dass Klenze gerade an Lepsius’ reich bebildertem Tafelwerk Interesse zeigte und als diplomatisches Tauschgeschenk sein Bild anbot. Beide setzten dabei auf den Austausch von Wissenschaft und Kunst: Leo von Klenze bediente sich archäologischer Quellen, um seine Ideallandschaften künstlerisch umzusetzen, Karl Richard Lepsius nutzte wiederum Künstler und künstlerische Mittel, um seine archäologischen Quellen visuell zu vermitteln. Die Ausstellung zeigt in Konzentration auf Lepsius’ Tafelwerk und Klenzes Concordia-Tempel-Darstellung den einträchtigen Austausch von Kunst und Wissenschaft, den Friedrich Wilhelm IV. als Losung für die Museumsinsel als einer „Freistätte von Kunst und Wissenschaft“ ausgerufen hatte. Die Präsentation im Kabinett für Wechselausstellungen umfasst rund 35 Objekte: Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen, Bücher und wissenschaftliche Artefakte – darunter Leihgaben aus dem in der Bayerischen Staatsbibliothek München verwahrten Klenze-Nachlass, Arbeiten aus dem Kupferstichkabinett und dem Ägyptischen Museum der Staatlichen Museen zu Berlin, der Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften sowie der Staatsbibliothek zu Berlin....
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Römisch-Germanisches Museum, Foto: Jens Korte / KölnTourismus GmbH
Römisch-Germanisches Museum, Foto: Jens Korte / KölnTourismus GmbH

Vorzeitgeschichte(n)

Römisch-Germanisches Museum
Köln | 04.04.2018-01.10.2018
‚Leben am Fluss‘ ist seit der mittleren Steinzeit das Motto für Jäger und Sammler, für die ersten Ackerbauern und Viehzüchter, für die Siedler der Bronze- und Eisenzeit im Rheinland. Beiderseits des wilden mächtigen Stromes nutzen Menschen verschiedener vorgeschichtlicher Kulturen die vielfältige Siedlungsgunst auch im Kölner Raum. Das Römisch-Germanische Museum zeigt im Foyer des Hauses eine kostbare Auswahl größtenteils noch nie gezeigter Funde aus der reichen Sammlung zur Kölner Vorzeit....
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Carl Einstein, [Handbuch der Kunst], Notizen zu „Stil“, o.O., [1930-1940], Carl-Einstein-Archiv, Nr. 233, © Akademie der Künste, Berlin
Carl Einstein, [Handbuch der Kunst], Notizen zu „Stil“, o.O., [1930-1940], Carl-Einstein-Archiv, Nr. 233, © Akademie der Künste, Berlin

Neolithische Kindheit. Kunst in einer falschen Gegenwart, ca. 1930

Haus der Kulturen der Welt
Berlin | 13.04.2018-09.07.2018
Wie die künstlerischen Avantgarden auf die Krisen der europäischen Moderne um 1930 reagiert haben, beleuchtet ein Projekt des Hauses der Kulturen der Welt in Kooperation mit dem Archiv der Akademie der Künste....
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Foto: Domäne Dahlem
Foto: Domäne Dahlem

KUNST IM HERRENHAUS

Domäne Dahlem
Berlin | 14.04.2018-17.06.2018
Im Museum im Herrenhaus präsentieren wir Ihnen 2018 als dreiteilige Ausstellungsreihe KUNST IM HERRENHAUS. Die Künstlerinnen und Künstler setzen sich mittels unterschiedlicher Techniken und Materialien mit den Themen Natur, Ökologie und Urbanität auseinander. Dabei geht es insbesondere um die heutige Beziehung zwischen Mensch und (Nutz-) Tier und das Spannungsverhältnis zwischen Stadt und Land. Die gezeigten Malereien, Grafiken, Fotografien, Videos und Installationen sind zum Teil poetische und sehr persönliche Werke, die uns auf eine visuelle Suche mitnehmen und dabei die Sehnsucht nach Alternativen und Orten der Freiheit wecken … Als erste der drei Ausstellungen präsentieren wir unter dem Titel LANDKULTUREN eine Gruppenausstellung von Künstlerinnen und Künstlern, deren hier ausgestellte Arbeiten mit verschiedenen künstlerischen Medien die Grenzen zwischen Natur und Kunst als menschliches Konstrukt beleuchten, das wiederum von der Natur inspiriert ist und auf deren Grundlagen agiert. Ein gutes Beispiel dafür sind Martin Binders 3-D-Kopien von Pflanzen, die von ihren „Originalen“ kaum zu unterscheiden sind. Die Künstlerin Maj Synje-Berns hinterfragt in ihrer Arbeit den tradierten Kanon der Wissensdarstellung in musealen Sammlungskontexten, indem sie entfremdete und kaum mehr erkennbare weibliche Geschlechtsorgane in klassischen Glasvitrinen anordnet, flankiert von traditionellen Hirschgeweihen und typischen Tapeten als Persiflage auf das Raumdekor von Jagdinterieurs. Georgy Tchaidzes großformatige Herrscher- und Meeresdarstellungen verweisen auf Überseethemen und lenken damit den Blick auf die Aspekte Kolonialismus und Ausbeutung. Die geläufige Kategorisierung von Insekten in Nützlinge und Schädlinge untersucht Bärbel Rothhaar. Ihre detailreichen Darstellungen von Bienen aus Lehrbüchern kombiniert sie mit Berichten über die Honigproduktion von Imkern, symbolisch auf Bettwäsche gedruckt. Die menschliche Kultur, symbolisiert durch ausgeklügeltes Werkzeug und einen Mechanismus, der Klang und Bewegung erzeugt, ist der Schwerpunkt der Arbeiten von Sebastian Rohr. Gezeigt werden Arbeiten von: Maj-Synje Berns; Martin Binder; Sigrid Braun-Umbach; Andrea Colitti; Barbara von Hartha; Tina Hopp; Tama Kapanadze-Popkova; Celia Mehnert; Bettina Müller; Teona Paichadze; Sebastian Rohr; Bärbel Rothhaar; Georgi Tchkhaidze...
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Lars Rosenbohm

Kunsthaus Essen
Essen | 15.04.2018-20.05.2018
Lars Rosenbohms Zeichnungen entstehen schnell und spontan. Textfragmente oder Begriffe aus Songs, Zeitungen und Gesprächen wechseln sich ab mit mehr oder weniger erkennbaren Motiven. Rosenbohm deutet an und ruft Erinnerungen hervor. Er interessiert sich für das Zweifeln und das Scheitern im Leben und für die Frage nach dem Sinn. Seine Bilder sind als Versuch einer Antwort zu deuten. Die Malerei von Lars Rosenbohm ist geprägt von einem kraftvollen Pinselstrich und vehementen Übermalungen. Die Portraits zeigen jedoch vielmehr verzerrte Fratzen als Gesichter. Emotionen wie Angst, Schuld und Scham, aber auch Wut kommen darin zum Ausdruck, als ließen diese Kreaturen zwischen Mensch und Tier etwas an die Oberfläche drängen, das es eigentlich zu verbergen gilt. Der Künstler scheint den ständigen Kampf zwischen triebhaften Bedürfnissen und einer kontrollierenden Instanz zu Papier zu bringen. Als „Portraits des Inneren“ verbildlichen die Arbeiten auf diese Weise einen Konflikt mit dem schuldbeladenen Gewissen, das das eigene Handeln entweder verdrängt oder schamvoll zu unterdrücken versucht. Ausgehend von seinem gesamten in die Breite gehenden Kunstschaffen beschäftigt sich Rosenbohm speziell mit dem Thema der Maske und seinen Implikationen als Strategie des Verdeckens und somit auch immer des (Nicht-)Zeigens. Eine Tapete aus seinem Archiv aus spontan entstandenen Kohle-Zeichnungen, die egalitär und unkorrigiert als Untergrund dienen, werden von großformatigen, massiven Malereien teilweise verdeckt. Diese performativen Arbeiten, die das permanente Tun und den künstlerischen Schaffensprozess offenlegen sind wiederum aus unterschiedlichen Versatzstücken und Materialien zusammengesetzt. Dabei entstehen diese Collagen zum Teil aus vorhandenen Arbeiten, die nun zum Träger werden können. Rosenbohms Werk lässt das Auge der Betrachter nicht ruhen und entzieht sich tradierten Vorstellungen von der Rezeption von Malerei als kontemplativem Gestus....
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Foto: Städtische Galerie im Lenbachhaus München
Foto: Städtische Galerie im Lenbachhaus München

Stephan Dillemuth

Städtische Galerie im Lenbachhaus
München | 17.04.2018-09.09.2018
Stephan Dillemuth verkörpert unterschiedliche Rollen: den Fernsehmoderator, der ein Video von Stephan Dillemuth ankündigt; den Maler, der rauchend der Inspiration harrt; Friedrich Nietzsche, der gegen Richard Wagner ätzt und – in seiner dauerhaften Rolle – den Professor für Kunstpädagogik an der Münchener Akademie der Bildenden Künste. Die Rollen, die Künstler und Künstlerinnen gesellschaftlich und innerhalb des Kunstsystems übernehmen, sind ein Dreh- und Angelpunkt der Arbeit des in München und Bad Wiessee lebenden Künstlers und Lehrenden. Unter Verwendung einer ergebnisoffenen und häufig kollektiven Forschungsmethode, die er als 'bohemistisch' bezeichnet, nimmt er Formen möglicher künstlerischer Lebens- und Arbeitsweisen wie die Lebensreformbewegung, die Münchner Boheme, das Arbeitertheater oder die Kunstakademie unter die Lupe. Spielerisch, also mit den Mitteln der Kunst und Lehre, untersucht Dillemuth die aktuelle Wandlung des Öffentlichkeitsbegriffs: was bedeuten Kunst und Künstlersein in einer von aggressiver globaler Wirtschaft geprägten Zeit, die Dillemuth auch als 'Corporate Rokoko' bezeichnet? Was heißt es, heute in dieser Öffentlichkeit zu stehen oder stehen zu wollen? Bayern, als biografische wie historische Reibungsfläche, tritt in seinen Arbeiten über die Jahrzehnte wiederholt in Erscheinung. Dillemuths frühe Gemälde basierten auf regional spezifischem Kitsch: Postkartenmotive von Paaren und Kindern in Tracht, die Schönheitengalerie aus dem Schloss Nymphenburg und Südtiroler Engel. Am Lenbachhaus treffen diese frühen Bilder auf Installationen der 2000er-Jahre. Dillemuths Installation »Erfolg« aus dem Jahr 2007 lehnt sich an den gleichnamigen Roman von Lion Feuchtwanger von 1930 an. Feuchtwanger beschrieb in seinem Buch über die frühen Jahre der Weimarer Republik und den Aufstieg der Nationalsozialisten eine staatliche Mechanik, die der gescheiterten kommunistischen Revolution den 'Ausnahmezustand' eines bürokratischen Apparats entgegensetzt. In »Erfolg« führt Dillemuth das Zahnrad als zeitlose Metapher für ein gut geöltes System in sein Formenrepertoire ein. Kreaturen aus Zahnrädern und Körperabgüssen bevölkern auch seine aktuellen Installationen, deren glänzenden Oberflächen in Anlehnung an die Prachtkabinette des Barock und Rokoko, Werke und Betrachter in ein narzisstisches Spiel unendlicher Spiegelung verwickeln....
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Museum Ludwig, Foto: Thomas Riehle
Museum Ludwig, Foto: Thomas Riehle

Wolf­gang-Hahn-Preis 2018: Haegue Yang

Museum Ludwig
Köln | 18.04.2018-12.08.2018
2018 zeich­net die Ge­sellschaft für mod­erne Kunst am Mu­se­um Lud­wig Haegue Yang mit dem Wolf­gang-Hahn-Preis aus. Mit der weltweit er­sten Über­blick­sauss­tel­lung der Kün­st­lerin präsen­tiert das Mu­se­um Lud­wig die Viel­falt ihres ge­samten Schaf­fens von ak­tions­ge­bun­de­nen, an Fluxus erin­n­ern­den Ob­jek­ten der 1990er Jahre über Lack­bilder, Fo­to­gra­fien, Pa­pi­er- und Videoar­beit­en, an­thro­po­mor­phe Skulp­turen und per­for­ma­tive Werke bis hin zu raum­greifen­d­en In­s­tal­la­tio­nen der Ge­gen­wart....
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Scheintot - über die Ungewissheit des Todes und die Angst, lebendig begraben zu werden

Berliner Medizinhistorisches Museum der Charité - (Historische pathologisch-anatomische Präparatesammlung)
Berlin | 20.04.2018-18.11.2018
Um 1800 beginnt die Wissenschaft, die Eindeutigkeit des Todes in Zweifel zu ziehen. In ganz Europa haben Menschen Angst davor, lebendig begraben zu werden – bald entsteht eine regelrechte Hysterie um den „Scheintod“. Die Ausstellung „Scheintot – Über die Ungewissheit des Todes und die Angst, lebendig begraben zu werden“ zeigt, wie Ärzte und Naturwissenschaftler die Grenze von Leben und Tod neu zu bestimmen suchten. Sie führten bizarre Experimente mit Elektrizität durch und bauten mechanische Rettungsapparate für Grab und Sarg. In eigens errichteten Leichenhäusern wartete man so lange auf Lebenszeichen der Aufgebahrten, bis Fäulnis Sicherheit über den Tod brachte....
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Bild: Philipp Sonntag
Bild: Philipp Sonntag

Philipp Sonntag- ein Leben in Bildern

Gutshaus Steglitz (Wrangelschlößchen)
Berlin | 22.04.2018-27.05.2018
Man kennt Philipp Sonntag als Schauspieler, Kabarettist und Autor. Seine Leidenschaft ist jedoch das Zeichnen und Malen. In seinen Zeichnungen, Karikaturen und Bildern verarbeitet er seit seinen frühen Kindertagen seine Zeit, seine Ängste, seine Visionen und seine Erlebnisse. Philipp Sonntag zeichnet sein Leben mit. Dazu fügt er Drucke seiner Zeichnungen illustrierend in seine Kurzgeschichten und die gebundenen Abdrucke seiner Leseabende ein und stellt die Originale aus. Er wurde 1941 in Bad Warmbrunn/Schlesien geboren, wo sein Vater Direktor der dortigen Holzbildhauer-Schule war. 1945 floh die Familie nach Bayern. Er studierte an der Münchener „Akademie der bildenden Künste“ Bühnenbild und Kostüm und stattete etliche Theaterproduktionen aus. Nach Lebensstationen in München, Köln, Hamburg, Düsseldorf und Elsass-Lothringen zog es ihn vor fast zwanzig Jahren nach Berlin, wo er seitdem lebt und arbeitet....
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Die Bamberger Synagoge, Alexander Dettmar, Oel auf Leinwand, 100 x 100 cm, 2011
Die Bamberger Synagoge, Alexander Dettmar, Oel auf Leinwand, 100 x 100 cm, 2011

Painting to Remember / Zerstörte deutsche Synagogen / Gemälde von Alexander Dettmar

Historisches Museum Bamberg
Bamberg | 22.04.2018-14.10.2018
Mehr als 1.400 Synagogen wurden 1938 von den Nazis in der Reichspogromnacht zerstört – in Bamberg erinnert nun eine Ausstellung an die jüdischen Gotteshäuser. Der Berliner Architekturmaler Alexander Dettmar beschäftigt sich seit 1994 mit diesen verlorenen Bauwerken und rekonstruiert sie in seinen Bildern. Der bisher mehr als 150 Werke umfassende Zyklus soll „die Vielgestaltigkeit, die Vertrautheit und die Bedeutung wiedergeben, die die Synagogen einst für ihre Umgebung hatten und den ideellen Verlust aufzeigen“, beschreibt Dettmar seine Intention. Eine Auswahl davon präsentieren ab dem 22. April 2018 die Museen der Stadt Bamberg im Historischen Museum Bamberg. Sie zeigen zerstörte Synagogen aus dem gesamten Bundesgebiet, wie zum Beispiel Bamberg, Berlin, München oder Nürnberg....
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Astrolabium, 1550; Messing, HM Bamberg, Inv. Nr. 12/93
Astrolabium, 1550; Messing, HM Bamberg, Inv. Nr. 12/93

Zeit und Raum / Neue Abteilung für Astronomie und Zeitmessung

Historisches Museum Bamberg
Bamberg | 22.04.2018-04.11.2018
Jahrtausende lang haben Astronomen den Himmel beobachtet. Auf- und Untergang der Gestirne, Planeten und Milchstraße, Anordnung und Bewegung der Sterne wurden studiert und vermessen. Mit diesem Wissen konnte unsere Zeiteinteilung vorgenommen werden, Kalender erstellt sowie Orientierung für Reisen geschaffen werden. Doch mit welchen Mitteln konnte der Mensch das leisten? Die neu eingerichtete Abteilung "Zeit und Raum" zeigt die erstaunlich genauen Beobachtungs- und Vermessungs- instrumente, Modelle der jeweils vorherrschenden Weltbilder sowie Sonnen- und mechanische Uhren aus der Zeit vom 16. bis ins 18. Jahrhundert....
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Blick in die Ausstellung mit Löwenpokal
Blick in die Ausstellung mit Löwenpokal

Jüdisches in Bamberg

Historisches Museum Bamberg
Bamberg | 22.04.2018-04.11.2018
Mit einem modernen Ansatz zeigt „Jüdisches in Bamberg" Spuren auf, die seit dem Mittelalter die in Franken lebenden Juden hinterlassen haben. Anhand historischer Quellen, Zeitzeugenberichten und zahlreicher Kunst- und Alltagsgegenstände berichtet die Ausstellung von der wechselvollen Geschichte, dem Ende und Neubeginn jüdischen Lebens in Bamberg. Das über die Jahrhunderte hinweg konfliktreiche Zusammenleben mit der christlichen Mehrheit, Vertreibung und Pogrome sowie der tiefe Einschnitt durch den Nationalsozialismus führten dazu, dass die materielle und geistige Kultur der Bamberger Juden nur fragmentarisch überliefert ist. Die Ausstellung versucht die erhaltenen Spuren sichtbar zu machen und ihre Verknüpfungen in der Geschichte darzustellen. Wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Archäologie und Geschichtsforschung wurden für die Präsentation anschaulich aufbereitet und einem breiten Publikum zugänglich gemacht. Exponate aus allen Lebensbereichen geben einen Einblick in das gesellschaftliche und persönliche Leben der jüdischen Minderheit. Teil der Ausstellung ist das Schicksal des jüdischen Mädchens Erika Löbl, deren wiederentdecktes Tagebuch 2016 unter dem Titel Von Bamberg nach Quito. Das Tagebuch der Erika Löbl, vom Stadtarchiv Bamberg und den Museen der Stadt Bamberg als Transkription veröffentlicht wurde. Sie berichtet darin unmittelbar über Ereignisse, die für sie, 1924 in Bamberg geboren, Ende der 1930er Jahre wichtig waren. Erika Löbls Tagebuch ist ein weiteres Dokument der Ausgrenzung aus der Gesellschaft, aber auch des einschneidenden Verlustes der vertrauten Umgebung. Anhand ihrer persönlichen Schilderungen wird Geschichte hautnah erlebbar und bietet einen Ausgangspunkt für eine vielfältige Auseinandersetzung mit Nationalsozialismus, Antisemitismus, Rassismus, Religion und dem Thema Flucht und Asyl aus unterschiedlichen Perspektiven....
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Demonstration auf dem Hamburger Heiligengeistfeld am 24.11.1918
Demonstration auf dem Hamburger Heiligengeistfeld am 24.11.1918

Revolution! Revolution? Hamburg 1918-1919

Museum für Hamburgische Geschichte
Hamburg | 25.04.2018-25.02.2019
Die Revolution von 1918/19 markiert eines der wichtigsten Ereignisse in der Geschichte Hamburgs. Sie steht nicht nur am Anfang der modernen demokratischen Ordnung des Stadtstaates, sondern ist zugleich einer der frühen historischen Umbrüche des 20. Jahrhunderts in Hamburg. Das Museum für Hamburgische Geschichte hat sich mit seinem Ausstellungsvorhaben zum Ziel gesetzt, der Ort zu sein, an dem erstmals ein umfassender Beitrag zur Kenntnis, zum Verständnis und zur Bedeutung dieser komplexen Zeit in der Freien und Hansestadt vermittelt wird. Darüber hinaus will die Ausstellung aufgrund der überregionalen Bedeutung Hamburgs auch den nationalen wie internationalen politischen Kontext der hiesigen Umbrüche in den Blick nehmen und zu Vergleichen anregen. Der Ausstellung kommt als Beitrag zum Verständnis der Demokratiegeschichte eine grundsätzliche gesellschaftliche Relevanz für Hamburg zu, denn sie bietet die thematische Auseinandersetzung mit historischen und gegenwärtigen demokratischen Konfliktlösungsstrategien....
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Shanty Megastruktur, Foto: Olalekan Jeyifous
Shanty Megastruktur, Foto: Olalekan Jeyifous

African Mobilities. This is not a Refugee Camp

Architekturmuseum der Technischen Universität in der Pinakothek der Moderne
München | 26.04.2018-19.08.2018
Die Ausstellung „African Mobilities“ thematisiert die komplexe Mobilität innerhalb Afrikas – und dies jenseits der international breit geführten Flüchtlingsdebatte. In der gegenwärtigen Situation, in der internationale Grenzen gewaltsam neu gezeichnet, verwaltet und überwacht werden und in der einzelne Länder immer stärker von kapitalistischen Gewinnkreisläufen betroffen sind, ist es Zeit, sich Architekturen zu widmen, die auf diese vermeintlich festgesetzten Strukturen reagieren. Afrikanische Städte werden hier als Zufluchtsorte und damit in ihrer schnellen Transformation präsentiert, die neue architektonische Typologien, veränderte Infrastrukturen und einen rasant wachsenden Umgang mit digitalen Technologien hervorbringen. Die afrikanische Migration wird hier also als Herausforderung und Chance zugleich gesehen, Architektur und Städtebau neu zu denken. Zur Vorbereitung trafen sich in den vergangenen zwei Jahren Architekten, Städteplaner, Filmemacher, Künstler, Sozialwissenschaftler und Autoren aus Afrika an 13 verschiedenen Orten: Johannesburg, Harare, Kampala, Addis Abeba, Luanda, Abidjan, Lagos, New York, Dakar, Nairobi, Lubumbashi, Praia und München. In Workshops analysierten sie diese sich ständig in Bewegung befindliche Welt und nutzten unterschiedliche Medien, um ihre Rechercheergebnisse festzuhalten und mögliche zukünftige städtische Szenarien zu visualisieren. Die aus diesen Treffen entstandenen Arbeiten, zu denen Kunstwerke, Comicromane, Filme und Hörbücher gehören, bringt die südafrikanische Kuratorin Mpho Matsipa von der Universität in Witwatersrand in der Ausstellung „African Mobilities“ zusammen. Ilze Wolff, Partnerin im Büro Wolff Architects aus Kapstadt, entwirft das Ausstellungsdesign, das die verschiedenen Formen der Dynamik unter Migranten in eine räumliche Komposition fasst....
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Foto: Münchner Stadtmuseum
Foto: Münchner Stadtmuseum

Ehem. jüdischer Besitz - Erwerbungen des Münchner Stadtmuseums im Nationalsozialismus

Münchner Stadtmuseum mit den Sammlungen Fotografie, Puppentheater, Schaustellerei, Musik und der Sammlung Mode/Textilien
München | 27.04.2018-23.09.2018
Die systematische Erforschung der Herkunft von Kunstwerken in den eigenen Sammlungensbeständen gehört zu den Schwerpunkten der wissenschaftlichen Arbeit des Münchner Stadtmuseums. Erstmals sollen nun die Ergebnisse dieser Provenienzforschung in einer Ausstellung der Öffentlichkeit präsentiert und dabei auch die eigene Geschichte in der NS-Zeit näher beleuchtet werden. Die Ausstellung versteht sich als Momentaufnahme in einem Prozess kontinuierlicher Aufarbeitung und zeichnet die vielfältigen Biografien von ausgewählten Kunstgegenständen aus den verschiedenartigen Sammlungen des Museums nach. Dazu gehören Werke aus den Bereichen Grafik und Gemälde, Mode und Textilien sowie Kunsthandwerk und Möbel, aber auch Musikinstrumente und Marionetten. Zum ersten Mal wird damit ein kunst- und kulturgeschichtliches Museum mit der ganzen Bandbreite seiner Sammlungsbestände diesem wichtigen Thema eine Ausstellung widmen....
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Das Zeitalter der Kohle. Eine europäische Geschichte

Ruhr Museum Essen
Essen | 27.04.2018-11.11.2018
2018 ist »Schicht im Schacht«, dann endet der deutsche Steinkohlenbergbau. Mit dem Ende der Kohleförderung geht ein wichtiges Zeitalter nicht nur der deutschen, sondern der europäischen Geschichte zu Ende. Zweihundert Jahre lang hat die Förderung von Kohle die Wirtschaft weit über das Ruhrgebiet hinaus bestimmt. Der Bergbau prägte die Form der Industrie und der Infrastruktur, der gesellschaftlichen Verhältnisse und des Soziallebens. Vor allem aber im Ruhrgebiet hat er die Arbeit, den Alltag und die Mentalität der Menschen stark beeinflusst. Doch Kohle war nicht nur der Treib- und Schmierstoff der Moderne und des Fortschritts, sie hat auch die Schattenseiten der Industrialisierung zu Tage gebracht. In den architektonisch beeindruckenden Räumen der Mischanlage auf der Kokerei Zollverein in Essen präsentiert die Ausstellung eine faszinierende Zeitreise durch die geschichtlichen, technischen und kulturellen Dimensionen der Kohle. »Das Zeitalter der Kohle. Eine europäische Geschichte« ist eine Gemeinschaftsausstellung von Ruhr Museum und Deutschem Bergbau-Museum Bochum. Sie wird ermöglicht durch die RAG-Stiftung im Rahmen der Initiative »Glückauf Zukunft!«....
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"Allegorie auf Gerechtigkeit und Frieden", Theodor van Thulden, 1659, Foto: LWL/Rudolf Wakonigg
"Allegorie auf Gerechtigkeit und Frieden", Theodor van Thulden, 1659, Foto: LWL/Rudolf Wakonigg

Frieden. Von der Antike bis heute

LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte
Münster | 28.04.2018-02.09.2018
In der geplanten Ausstellung „Frieden. Von der Antike bis heute“ (28. April – 2. September 2018) beleuchten das LWL-Museum für Kunst und Kultur, das Kunstmuseum Pablo Picasso Münster, das Archäologische Museum der Universität Münster, das Bistum Münster sowie das Stadtmuseum Münster das Ringen um Frieden in seinen vielfältigen Ausprägungen. Mit hochrangigen Exponaten aus internationalen Sammlungen wird das Thema aus kunst- und kulturhistorischer sowie stadtgeschichtlicher und christlicher Perspektive präsentiert. Anlass für die interdisziplinäre Ausstellung an fünf Orten sind zwei historische Daten: die Schließung des Westfälischen Friedens vor 370 Jahren in Münster und Osnabrück sowie das Ende des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren. Das Exzellenzcluster „Politik und Religion“ der Universität Münster hat bei der Ideenfindung und Konzeption beraten und begleitet die Ausstellung mit einem wissenschaftlichen Symposium im Mai 2018....
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Hans Josephsohn Titel, Ohne 2006 Alle Arbeiten: Courtesy Josephsohn Estate, Kesselhaus Josephsohn/Galerie Felix Lehner, Hauser & Wirth, Foto: Stefan Altenburger
Hans Josephsohn Titel, Ohne 2006 Alle Arbeiten: Courtesy Josephsohn Estate, Kesselhaus Josephsohn/Galerie Felix Lehner, Hauser & Wirth, Foto: Stefan Altenburger

Hans Josephsohn Existenzielle Plastik

Museum Folkwang
Essen | 30.04.2018-24.06.2018
Der Schweizer Hans Josephsohn (1920–2012) gehört zu den großen Bildhauern der europäischen Moderne nach 1945. Das Zentrum seiner umfangreichen künstlerischen Arbeit bildet die menschliche Figur. Die Ausstellung versammelt mehr als 70 zum Teil großformatige Plastiken und Reliefs des Künstlers von den frühen Werken der 1950er Jahre bis zum fulminanten Spätwerk seit den 1990er Jahren. Gipsmodelle und Zeichnungen aus allen Schaffensphasen veranschaulichen zusätzlich seine Arbeitsweise. Über Jahrzehnte konzentrierte sich Hans Josephsohn bei seiner Arbeit auf wenige Grundformen der menschlichen Figur: Kopf, Halbfigur, Stehende, Liegende. Eine naturalistische Darstellung war ihm jedoch nicht wichtig. In manchen Werken, wie z. B. den späten Halbfiguren, sind Körperformen nur noch ansatzweise zu erkennen. Auch bei seinen Reliefs, die das Dynamische menschlicher Beziehungen und Konflikte abbilden, verzichtete er auf eine detaillierte Darstellung. Wohl auch deshalb erscheint die Spannung zwischen den Figuren mit ihren rauen Oberflächen aus Messing im Wortsinn greifbar. Josephsohn meinte lapidar: „Skulptur kann nicht viel.“ Und doch strebte er danach, die menschliche Existenz mit den Mitteln der Bildhauerei zu erfassen. Die Suche nach der richtigen Form bestimmte seine Arbeit. Gips war dabei sein bevorzugtes Material. Mit Gips, dem „weichen Stein“, konnte er seine Werke immer wieder neu bearbeiten und, durch Hinzufügen und Wegnehmen von Material, weiterentwickeln. „Kunst ist einfach, wenn die Zusammenhänge stimmen.“ Doch gerade diese Zusammenhänge waren Anlass zu beständiger Überprüfung und Weiterarbeit. Für den Künstler war die mitunter raue Oberfläche eine Folge des Formfindungsprozesses und deshalb ein notwendiger Bestandteil seiner Plastiken. Hans Josephsohn wurde 1920 im damals ostpreußischen Königsberg geboren. Nach dem Abitur 1937 durfte er aufgrund seiner jüdischen Abstammung im nationalsozialistischen Deutschland nicht das angestrebte Studium der Bildhauerei aufnehmen. Für kurze Zeit war er an der Akademie in Florenz eingeschrieben, musste aber von dort schon bald in die Schweiz flüchten. Josephsohn ließ sich in Zürich nieder und erhielt dort 1964 das Bürgerrecht. Der Bildhauer fand zunächst nur in seiner neuen Heimat künstlerische Anerkennung. Erst in den 1990ern erlangte Josephsohns Werk dann auch internationale Bekanntheit. Bis zu seinem Tod 2012 in Zürich arbeitete Josephsohn abseits der zeitgenössischen Kunstszene und schuf ein Gesamtwerk von überzeugender Geschlossenheit....
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China Good Design: New Asian Moods and Award-Winning Products

Red Dot Design Museum Essen
Essen | 04.05.2018-03.06.2018
Vom 4. Mai bis zum 3. Juni 2018 präsentiert das Red Dot Design Museum in Kooperation mit der Xiamen Culture Media Group die Ausstellung „China Good Design – New Asian Moods and Award-Winning Products“. Die Ausstellung zeigt erstmalig in Deutschland Produkte, die in den letzten drei Jahren beim China Good Design Award prämiert wurden. Die rund 90 Exponate stammen aus den unterschiedlichsten Lebensbereichen und gewähren den Besuchern einen Überblick über den State-of-the-Art chinesischer Produktkultur. Über die Ausstellung: Die Besonderheit der Exponate besteht darin, dass sie sich im Spannungsfeld zwischen asiatischen Gestaltungstraditionen einerseits und der notwendigen Internationalisierung der Produkte andererseits bewegen. Sie schlagen einen Bogen zwischen fernöstlicher und westlicher Kultur, zwischen traditionellen Gestaltungseinflüssen und neuesten Technologien – und beziehen daraus ihren ganz besonderen Charme. Ein Teil der Ausstellung ist Produkten gewidmet, die von chinesischen Designern speziell für den asiatischen Markt entworfen wurden – darunter etwa Teeservices, Möbel oder Accessoires, die in Formgebung, Materialwahl oder Dekor eine tiefe Verwurzelung in östlichen Traditionen erkennen lassen. Andere Produkte zielen hingegen erkennbar auf den globalen Markt ab: In ihnen sind chinesische Gestaltungseinflüsse sichtbar; gleichzeitig treffen sie aber einen westlichen Geschmack und erfüllen hohe internationale Technologie- und Umweltstandards. Wieder andere Produkte sind das Ergebnis einer zunehmenden Anzahl interkultureller Kooperationen zwischen Designern und Unternehmen aus China und aller Welt. Anhand der vielen herausragenden Designexponate wird eines sehr deutlich: China hat sich in den letzten beiden Jahrzehnten vom bloßen Produktionsstandort zu einem Land entwickelt, in dem wirklich gutes Design entsteht. Die chinesische Kreativindustrie wächst – und mit ihr das Bewusstsein dafür, dass Design ein wichtiger ökonomischer Faktor ist. Der China Good Design Award wurde 2015 ins Leben gerufen, um dieses Designverständnis zu stärken und die Designleistungen sichtbar zu machen....
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Mohau Modisakeng, Still aus dem Video To Move Mountains, 2015 Bild: Mohau Modisakeng / Courtesy of WHATIFTHEWORLD
Mohau Modisakeng, Still aus dem Video To Move Mountains, 2015 Bild: Mohau Modisakeng / Courtesy of WHATIFTHEWORLD

SchichtWechsel

Museum Ostwall im Dortmunder U
Dortmund | 04.05.2018-12.08.2018
Im Jahr 2018 endet die Steinkohleförderung in Deutschland. Das Museum Ostwall im Dortmund U beschäftigt sich künstlerisch mit dieser historischen Zäsur. In den 1950er Jahren erlebte die bergmännische Laienkunst im Ruhrgebiet eine Blüte: Gewerkschaften und Montanindustrie förderten die kreative Betätigung der hart arbeitenden Bergleute. „Der Bergmann und sein Werk“ war nur eine von zahlreichen Ausstellungen bergmännischer Laienkunst im Ruhrgebiet. Das Museum Ostwall wirft in „Schichtwechsel“ einen aktuellen Blick auf die Laienkunst, beschäftigt sich mit der eigenen Sammlungsgeschichte. Den Strukturwandel aufgreifend zeigt sie zudem heutige künstlerische und kreative Bestrebungen rund um das Thema „Kohle“. Zeitgleich mit der Freizeitförderung der Bergarbeiter schlug sich das große Interesse für künstlerische Laien von Dr. Leonie Reygers, der Gründungsdirektorin des Museums, in vielfältige Sammlungs- und Ausstellungsaktivitäten sowie in der Gründung der ersten Kindermalstube in Deutschland nieder: „Kunst für Alle“. In der Ausstellung „Schichtwechsel“ werden historische Dokumente und Werke modernen und zeitgenössischen Positionen gegenübergestellt: Wie war die Kulturförderung im Bergbau der 1950er/60er Jahre? Wie hat der Strukturwandel die Kunst- und Kulturlandschaft beeinflusst? Gibt es heute ähnliche Bestrebungen in der Förderung von Kreativität? Und was kommt nach der Kohle? Gezeigt werden Leihgaben und Sammlungsbestände der klassischen naiven Malerei (u. a. von Séraphine Louise und Ivan Rabuzin), der Bergarbeiterlaienkunst (u.a. von Erich Bödeker und Franz Brandes) sowie wichtige zeitgenössische Positionen (u. a. von Mohau Modisakeng, Reiner Ruthenbeck, Andreas Gursky, Alicja Kwade, Rirkit Tiravanija)....
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I Wanna Be Your Dog II Animal Liberation in der aktuellen Kunst

Künstlerhaus Dortmund
Dortmund | 05.05.2018-01.07.2018
"Art should comfort the disturbed and disturb the comfortable." (Banksy) Mastanlagen sind Feldern gewichen, Tiertransporte und Schlachthäuser gehören der Vergangenheit an. Computermodelle ersetzen Tierversuche. Jagd ist obsolet, Tiere werden weder ge- noch verkauft. Haustiere sind aus der Mode gekommen, Tierheime überflüssig. Der Karnismus wird nicht mehr als natürlich, normal und notwendig angesehen – er ist überwunden. Tiere sind von der herrschaftlichen Verfügung des Menschen befreit, denn sie erhielten als fühlende Wesen im Grundgesetz fest verankerte Persönlichkeitsrechte wie seinerzeit Sklaven, Frauen oder Homophile. Was sich bei diesen Sätzen wie eine andere Welt ausmacht, haben Vordenker wie Jeremy Bentham (1748-1832) oder Tom Regan (1938-2017) schon lange in Worte verfasst. Den meisten Menschen wird immer bewusster, dass Gewalt gegen Tiere (und die Umwelt) ein Verbrechen ist und eines gesellschaftlichen Umdenkens bedarf. Während noch über die ethischen Gesichtspunkte gesellschaftlich gestritten wird, sind die statistischen Fakten bereits unmissverständlich. Allein von 1970 bis 2009 verdreifachte sich die jährliche Fleischproduktion auf fast 300 Mio. Tonnen weltweit. Hierfür halten wir 1,4 Mrd. Rinder, 1 Mrd. Schweine, 1 Mrd. Schafe und ca. 19 Mrd. Hühner. Diese müssen täglich gefüttert werden. Dafür benötigt die Viehwirtschaft bereits heute ein Drittel der gesamten Landoberfläche und ist für 18% der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich. Somit ist der Anteil der globalen Fleischproduktion am Klimawandel größer als der des gesamten Transportsektors (14%). "I Wanna Be Your Dog - Animal Liberation in der aktuellen Kunst" strebt an, mit zeitgenössischen Positionen aus Kunst und Wissenschaft den allgemein gültigen Konsens zu hinterfragen und nach alternativen Modellen und Utopien zu suchen. Wie kann man die „Anderen“, die enorme Spannbreite der tierlichen Spezies - schlicht auf die Bezeichnung „Tiere“ reduziert - aus der Randposition des menschlichen Denkens befreien und als gleichberechtigte Individuen erkennen? "Animal Liberation in der aktuellen Kunst" ist die Fortsetzung der Ausstellungsreihe "I Wanna Be Your Dog" im Künstlerhaus Dortmund, welche erstmalig mit einem Symposium verbunden ist. In der Pauluskirche Dortmund werden Künstler und Wissenschaftler zum Thema „Kann Kunst Tierbefreiung?“ referieren. Wir werden mit einem vielfältigen Vermittlungs- und Veranstaltungsangebot ein breites Publikum, bestehend aus Laien und Fachleuten, ansprechen und I Wanna Be Your Dog - Animal Liberation in der aktuellen Kunst über das Jahr 2018 hinaus weiterführen. So soll regelmäßig eine Schriftenreihe erscheinen. Im Fokus aller Aktivitäten steht der Wunsch der Beteiligten, dass sich zum Wohle aller ein gesellschaftspolitischer Wandel und ein Umdenken vollzieht....
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Kölnisches Stadtmuseum im Zeughaus, Foto: Rheinisches Bildarchiv
Kölnisches Stadtmuseum im Zeughaus, Foto: Rheinisches Bildarchiv

Bretter, die die Welt bedeuten: Kölner Geschichte im Spiel

Kölnisches Stadtmuseum im Zeughaus
Köln | 05.05.2018-26.08.2018
Spielen: Seit jeher ein menschliches Bedürfnis. Spielen ist Vergnügen, kann die Sinne anregen, das Gedächtnis schulen und die Fantasie beflügeln. Zunächst dem Adel vorbehalten, wurden Brett-, Würfel- und Kartenspiele im 19. Jahrhundert immer populärer und durch neue Drucktechniken für eine breitere Bevölkerungsschicht bezahlbar. Mit Beginn der Industrialisierung und dem einhergehenden neuen Familienbild kamen schließlich auch für Kinder Gesellschaftsspiele auf den Markt, die sowohl der Unterhaltung dienten als auch belehren sollten. Im Blickpunkt der Ausstellung steht das historische Gesellschaftsspiel als kulturgeschichtliches Phänomen und künstlerisches Dokument. Reich illustrierte Spielbretter, Spielkarten und Verkaufskartons dokumentieren den wandelnden Zeitgeist: Geographische Entdeckungen, technische Errungenschaften oder politische Ereignisse bringen eigene Bildwelten im Spiel hervor. Bis heute ist die Welt der Spiele vielfältig, spannend und lehrreich zugleich: Die Ausstellung führt die Besucher nicht nur zurück in vergangene Zeiten, sondern wirft mit einem digitalen Ausstellungsbereich auch einen Blick in die Spiele der Gegenwart. Besucherinnen und Besucher jeden Alters sind eingeladen, die vielfältigen Spielwelten selbst zu erkunden....
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Hermann Kätelhön Stadt der Arbeit. Mine Bochum, undatiert Foto: Museum Folkwang
Hermann Kätelhön Stadt der Arbeit. Mine Bochum, undatiert Foto: Museum Folkwang

Hermann Kätelhön Ideallandschaft: Industriegebiet

Museum Folkwang
Essen | 06.05.2018-05.08.2018
Im November 1917 verlegte der Maler und Grafiker Hermann Kätelhön (1884–1940) seinen Lebensmittelpunkt nach Essen. Er folgte damit einer Empfehlung Ernst Gosebruchs, der damals Direktor des Kunstmuseum Essen war. Zuvor hatte Kätelhön einige Jahre in Hessen auf dem Land gelebt und dort die von der Industrialisierung noch unberührte Landschaft in zahlreichen Werken festgehalten. Zum Zeitpunkt seiner Übersiedlung ins Ruhrgebiet hatte die Ausbreitung der Montanindustrie einen ersten Höhepunkt erreicht. Kohle und Stahl prägten nicht nur die Gesellschaft, sie veränderten auch das Gesicht der Region. Fördertürme, Hochöfen und Kaminschlote wurden zu neuen Landmarken, Erzbahntrassen durchschnitten ganze Landstriche, Abraumhalden wuchsen zu weithin sichtbaren Erhebungen. Fasziniert von dieser industriellen Lebenswelt widmet sich Kätelhön nun der Arbeitswelt über und unter Tage, vor allem aber der Industrielandschaft in ihren unterschiedlichen Erscheinungsformen. Eine Auswahl seiner eindrücklichsten Landschaftsdarstellungen bildet den Mittelpunkt der Kabinettausstellung. Sie ist Teil des Gemeinschaftsprojekts Kunst & Kohle, das die RuhrKunstMuseen aus Anlass der Beendigung des Steinkohlenbergbaus im Ruhrgebiet für 2018 ins Leben gerufen haben. In wirkungsvollem Gegensatz zur Modernität seiner Bildmotive greift Kätelhön mit seinen Industrielandschaften auf überlieferte Kompositionsformen zurück, die mindestens seit dem frühen 19. Jahrhundert gebräuchlich waren. Dies veranschaulicht der Vergleich mit Werken des Zeichners und Druckgrafikers Adrian Zingg (1734–1816), der ein bedeutender Vertreter der klassischen Landschaftsauffassung war. Einbezogen in die Ausstellung sind aber auch einige neusachliche Industriefotografien, die zeitlich parallel zu den Werken Kätelhöns entstanden, unter anderem von Albert Renger-Patzsch (1897–1966). Sämtliche Exponate stammen aus der Sammlung des Museum Folkwang....
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Foto/Videostill: Janet Biggs, Brightness all around, 2011
Foto/Videostill: Janet Biggs, Brightness all around, 2011

Kunst & Kohle. THE BATTLE OF COAL

Skulpturenmuseum Glaskasten
Marl | 06.05.2018-25.08.2018
Der historische „Kampf um die Kohle“, der 2018 im Ruhrgebiet sein Ende findet, wird in der Ausstellung des Skulpturenmuseums Glaskasten durch Kunstwerke aus der ganzen Welt auf zwei Ebenen thematisiert. Eine der Ebenen ist die der physischen Erfahrungen. Das unmittelbare Ringen mit den Bedingungen untertage, das Hineinfahren in den Berg, das Zurücklegen weiter Strecken zu den Abbaugebieten und schließlich das Herausbrechen der Kohle oder anderer Rohstoffe bestimmen bis heute den Mythos des Bergbaus. Einen akustischen Eindruck dieser Atmosphäre gibt Denise Ritter mit ihrem für Marl neu geschaffenen Werk mono / industriell. In den Schachtanlagen des Bergwerks Prosper-Haniel in Bottrop hat sie unter Tage Töne aufgenommen, diese zu einer Klanginstallation verdichtet und kompositorisch weiterverarbeitet, die in einer räumlichen Installation zu erleben ist. The Battle of Orgreave von Jeremy Deller steht für die Ebene der sozialen Auseinandersetzungen. Dellers Video ist ein reflektiertes Reenactment der aufgeheizten Situation zum Ende des Kohlebergbaus in England. In dieser emotional aufgeladenen Arbeit spiegeln sich ökonomische und soziale Widersprüche der britischen Politik wider, die im Vergleich mit der sozialpolitisch abgefederten Entwicklung in Deutschland einen deutlichen Gegensatz aufzeigt. In den Werken von Colleen Alborough, Nikolaus Gansterer, Moritz Fehr, Andreas Siekmann oder David Zink-Yi u.a. werden die Auswirkungen des Kohlebergbaus auf die Umwelt oder generell des Rohstoffabbaus in der globalisierten Welt thematisiert. Die medialen Werke werden durch über 30 unterschiedlich große Skulpturen, hauptsächlich aus Eisen und Bronze, ergänzt, die alle einem Thema gewidmet sind: Der Bergmann, der Arbeiter und ihre Schutzheiligen. Diese Figuren aus der Sammlung von Werner Bibl führen die medialen künstlerischen Stellungnahmen wieder auf ihren Ausgangspunkt zurück – die menschlichen Lebens- und Arbeitsbedingungen in einer Welt, deren historische Reste es ab Ende 2018 zumindest in Deutschland nur noch im Museum gibt....
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Gert & Uwe Tobias, Ohne Titel, 2017, Holzschnitt auf Leinwand, 168 x 200 cm © Gert & Uwe Tobias / Alistair Overbruck / VG Bild-Kunst, Bonn
Gert & Uwe Tobias, Ohne Titel, 2017, Holzschnitt auf Leinwand, 168 x 200 cm © Gert & Uwe Tobias / Alistair Overbruck / VG Bild-Kunst, Bonn

Gert & Uwe Tobias

Kunsthalle Recklinghausen
Recklinghausen | 06.05.2018-09.09.2018
2018 endet die Steinkohleförderung und damit eine für die deutsche Geschichte der letzten 150 Jahre prägende Epoche. Der Kohleausstieg veranlasste die RuhrKunstMuseen, städte-übergreifend das größte je zum Thema »Kunst & Kohle« realisierte Ausstellungsprojekt umzusetzen. Damit kehrt auch die diesjährige Kunstausstellung der Ruhrfestspiele zum Ursprung des Festivals zurück. Das Künstlerduo Gert & Uwe Tobias erschafft narrative Räume. Seit ihrem Studium arbeiten die 1973 im siebenbürgischen Brașov (Kronstadt) geborenen Zwillingsbrüder zusammen – "Eins und eins ist bei uns drei, und drei ist die Arbeit" – und definieren seither die Collage als ihr Werkprinzip. Ihre komplexen Bildwelten zitieren die klassische Moderne, integrieren aber auch alltagskulturelle Fundstücke, Motive der Art Brut oder Elemente der Volkskunst. Im Zentrum der Recklinghäuser Ausstellung stehen großformatige, wie ein Puzzle gedruckte Holzschnitte, die durch ihre überbordende Fantasie und gleichzeitige handwerkliche Askese, durch Humor und hintergründige Künstlichkeit bestechen. Umfasst werden sie von Wandmalereien, die gleichermaßen alle drei Etagen der Kunsthalle Recklinghausen überziehen. Dazu kommen neue, vielteilige Serien keramischer Objekte. Gert & Uwe Tobias nähern sich dem Thema Bergbau in unterschiedlichsten Facetten und realisieren ein installatives Gesamtkunstwerk, das den Ausstellungsbesucher geradezu körperlich einbezieht. Die erzählerische Struktur ihrer Inszenierung verwebt Motive der bergmännischen Welt über und unter Tage, bleibt aber assoziativ offen. Die Ausstellung belegt einmal mehr die Faszination der Tobias-Brüder für das Groteske und Ambivalente, für das Spiel mit verführerisch bunten Oberflächen und dem Blick in abgründige Tiefen....
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Brücke-Museum Berlin, Foto: Archiv
Brücke-Museum Berlin, Foto: Archiv

Ein Künstlermuseum für Berlin: Karl Schmidt-Rottluff, Leopold Reidemeister und Werner Düttmann

Brücke Museum
Berlin | 07.05.2018-12.08.2018
Die Ausstellung Ein Künstlermuseum für Berlin: Karl Schmidt-Rottluff, Leopold Reidemeister und Werner Düttmann ist eine Hommage an die Gründungsgeschichte des Brücke-Museums. Auf Grundlage von Dokumenten und Fotografien rekonstruiert die Ausstellung die erste Sammlungspräsentation aus dem Jahr 1967 und ist Ausgangspunkt zur Erkundung neuer Perspektiven auf die Sammlung und ihre Geschichte. Gezeigt werden Werke von Karl Schmidt-Rottluff, Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner, Emil Nolde, Max Pechstein, Otto Mueller oder Emy Roeder. Im Garten des Museums gestaltet die Künstlerin Sol Calero (*1982 in Caracas, Venezuela) ihre Casa Isadora. In diesem Pavillon, der sich auf das von Ernst Ludwig Kirchner und Max Pechstein 1911 gegründete MUIM (Moderner Unterricht in Malerei) Institut bezieht, wird ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm stattfinden....
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Foto: Kunstbau München
Foto: Kunstbau München

Raster-Noton: White Circle

Kunstbau München
München | 10.05.2018-08.07.2018
»White Circle« ist eine Licht- und Sound-Installation, die 2016 zum zwanzigjährigen Jubiläum des Labels für elektronische Musik raster-noton entstanden ist. Sie besteht aus einem begehbaren Ring aus Leuchtstoffröhren, die einzeln auf musikalische Impulse reagieren und den Raum illuminieren. Für die Installation entstanden eigens Kompositionen von raster-noton-Künstlern. Fünf Stücke von alva noto, byetone, Kangding Ray und Frank Bretschneider laufen im Loop und definieren auf unterschiedliche Weise das Verhältnis von Sound, Licht und Architektur....
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Caspar David Friedrich (1774 – 1840), Wanderer über dem Nebelmeer, um 1817 © SHK/Hamburger Kunsthalle/bpk / Foto: Elke Walford
Caspar David Friedrich (1774 – 1840), Wanderer über dem Nebelmeer, um 1817 © SHK/Hamburger Kunsthalle/bpk / Foto: Elke Walford

Wanderlust - Von Caspar David Friedrich bis Auguste Renoir

Alte Nationalgalerie
Berlin | 10.05.2018-16.09.2018
Wer heute an das Wandern als Motiv in der Malerei denkt, der hat Caspar David Friedrichs berühmtes Gemälde "Wanderer über dem Nebelmeer" von ca. 1817 vor Augen. Diese herausragende Leihgabe aus der Hamburger Kunsthalle bildet den Ausgangspunkt für eine Sonderausstellung in der Alten Nationalgalerie, die diesem für die Kunst überraschend zentralen Thema durch das gesamte 19. Jahrhundert bis hin zu Hodler und Gauguin nachspürt. Mit Rousseaus Parole "Zurück zur Natur!" und Goethes Sturm und Drang-Dichtung wird das Wandern um 1800 zum Ausdruck eines modernen Lebensgefühls. Angesichts der rasanten gesellschaftlichen Umbrüche seit der Französischen Revolution entwickelt sich in einer Gegenbewegung eine neue Form der entschleunigten Selbst- und Welterkenntnis, die bis heute nachwirkt. Seit der Romantik erobern sich Künstler die Natur zu Fuß und unter neuen Aspekten. Dem Wandern wächst dabei in der Kunst die sinnbildliche Bedeutung der Lebensreise und der symbolischen Pilgerschaft zu. Die selbstbestimmte Fußreise eröffnet eine neue, intensive Art der Naturbegegnung und eine sinnliche wie auch körperliche Form der Weltaneignung. Die in der Ausstellung präsentierten Werke von Meistern wie Caspar David Friedrich, Carl Blechen, Karl Friedrich Schinkel und Johan Christian Dahl über Gustave Courbet bis hin zu Ferdinand Hodler, Auguste Renoir und Paul Gauguin verdeutlichen, wie wirkmächtig und fruchtbar das Motiv des Wanderns für die Kunst des gesamten 19. Jahrhunderts nicht nur in Deutschland, sondern von Frankreich bis Norwegen und von Russland bis in die USA war. Die Ausstellung wird thematisch in verschiedene Kapitel gegliedert sein: "Entdeckung der Natur", "Lebensreise", "Künstlerwanderung", "Spaziergänge", "Wanderlandschaften diesseits und jenseits der Alpen". Bedeutende Leihgaben aus wichtigen internationalen Museumssammlungen bereichern die ausgewählten Werke aus der Sammlung der Nationalgalerie zu einer um die 100 Werke umfassenden Großausstellung....
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Andreas Schmitten, Gestrandete, 2017, Privatsammlung © Schönewald Fine Arts, Düsseldorf (Photographie: Niels Schabrod, Düsseldorf)
Andreas Schmitten, Gestrandete, 2017, Privatsammlung © Schönewald Fine Arts, Düsseldorf (Photographie: Niels Schabrod, Düsseldorf)

Andreas Schmitten

Museum Kurhaus Kleve - Ewald Mataré-Sammlung
Kleve | 13.05.2018-26.08.2018
Im Frühjahr und Sommer 2018 zeigt das Museum Kurhaus Kleve die erste museale Einzelausstellung des Konzeptkünstlers und Bildhauers Andreas Schmitten (*1980 Mönchengladbach). Andreas Schmitten ist für seine raumgreifenden und hochkomplexen Installationen bekannt, die sich aus einer Synthese von inhaltlicher Kraft, opulenter Ästhetik und formalem Reiz zusammensetzen. Er inszeniert Figuren, Objekte und Interieurs als lustvolle farbexplosive Bild- und Phantasiewelten. Archetypische Symbole kombiniert er mit ungeahnten Bildfindungen und installiert sie mit der Ordnung der Mathematik oder unter unmöglichen Gesichtspunkten der Statik. Organische Materialien kombiniert er mit anorganischen – und kokettiert dabei im Nebengang mit ihren konventionellen Einsatzbereichen. Klarheit und Lesbarkeit sind ihm genauso wichtig wie Ästhetik und Opulenz. Philosophisch und kunsthistorisch gebildet, streift Schmitten in seinem Œuvre wie zufällig künstlerische Strömungen des 20. Jahrhunderts – zu denen der Kubismus ebenso gehört wie das Bauhaus oder der Dadaismus. Sein Hang zum Surrealismus lässt ihn seine eigene Vergangenheit mit der gegenwärtigen Alltagswirklichkeit auf bildhafte, installative Weise verschränken, ohne dabei jemals ins Persönliche, gar Dramatische überzugehen....
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Foto: Anneke Wardenbach, Stadt Dortmund
Foto: Anneke Wardenbach, Stadt Dortmund

'Herr Fritz, woher stammen die Bilder?'

Museum für Kunst und Kulturgeschichte Dortmund
Dortmund | 13.05.2018-14.10.2018
Als 1935 Dr. Rolf Fritz in seiner Heimatstadt die Geschicke des Museums in die Hände nahm, forcierte er den Aufbau einer Gemäldegalerie. Der neue Direktor erwarb bedeutende Werke der Romantik bei Kunsthändlern in Berlin, Dresden und im Rheinland. Zu ihnen gehörten Dr. Wilhelm August Luz, Paul Rusch und Dr. Hildebrand Gurlitt, die in den NS-Kulturraub involviert waren. Die ehrgeizigen Ambitionen schlugen schon im Hochsommer 1941 hohe Wellen: „Dortmund erhält eine Gemäldegalerie“, berichteten deutschsprachige Zeitungen im In- und Ausland. Mit dem Ankauf der „Winterlandschaft“ von Caspar David Friedrich konnte sich das Museum 1942 rühmen, ein Gemälde des bedeutendsten deutschen Romantikers nach Dortmund geholt zu haben. Die Erwerbungen der Ära Fritz prägen bis heute wesentlich den Charakter des Museums. Doch woher stammen sie? Sind die Gemälde NS-verfolgungsbedingtes Kulturgut? Dieser Frage geht die Ausstellung im Museum für Kunst und Kulturgeschichte nach. Sie präsentiert die Ergebnisse der Provenienzforschungen, die vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste, Magdeburg, gefördert wurden....
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Dragana Bulut © Siska
Dragana Bulut © Siska

6 ½ Wochen Dragana Bulut Cabinet of Happiness

Museum Folkwang
Essen | 17.05.2018-01.07.2018
Mit Cabinet of Happiness erkundet die in Berlin ansässige Choreografin und Tänzerin Dragana Bulut die Versprechungen und Methoden der positiven Psychologie. Durch die Aneignung verschiedener Formen des Coachings hinterfragt sie die heutige Ideologie des Glücks und untersucht, inwieweit der Anspruch, permanent glücklich zu sein, unser Verhalten und unser Selbstverständnis beeinflusst. Die Besucher können an unterschiedlichen Coaching-Sitzungen im Museum Folkwang teilnehmen, die jeweils einem anderen Ansatz und Ziel folgen. Im Coaching Express lernen die Teilnehmer, sich im Handumdrehen zu entspannen. Twist eröffnet ihnen eine völlig neue Methode des positiven Denkens und empathischen Fühlens, mit dem Ziel, ihrem Leben eine positive Wendung geben. Im Rahmen von Hedonimeter können die Teilnehmer unmittelbar sehen, wie ihr Glücksniveau durch die Anwendung spezifischer Techniken stetig zunimmt. Dragana Bulut führt mit dieser Arbeit ihre Inszenierung sozialer Choreografien fort, in denen sie immer wieder auch der Frage nachgeht, auf welche Weise unsere Gefühle, Wünsche und Ängste kommerzialisiert werden....
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Alicia Framis, “Cinema Solo”, 1997, S/W Fotografien
Alicia Framis, “Cinema Solo”, 1997, S/W Fotografien

In the Cut – Sexualität in der Feministischen Kunst

Stadtgalerie Saarbrücken
Saarbrücken | 18.05.2018-28.09.2018
Bilder von Sexualität spielen in der Kunstgeschichte seit jeher eine entscheidende Rolle. Doch bis in die 1970er Jahre war es der männliche Blick, der die Politik dieser Bilder geprägt hat – mit der Frau als ihrem sinnlichen Objekt. So konzentrierten sich Künstlerinnen in ihrer feministischen Auseinandersetzung mit erotischen Themen zunächst auf die Erkundung des eigenen weiblichen Körpers, während der (hetero-)erotische Blick auf den Mann bis heute in der Kunst eine Ausnahme darstellt. Beide Perspektiven setzen eine eigenständige künstlerische Position und eine selbstbestimmte Sexualität voraus, die heute keineswegs selbstverständlich ist und wie nie zuvor von den sozialen Medien zensiert wird. Künstlerinnen, wie Louise Bourgeois (USA), Herlinde Koelbl (D), Eunice Golden (USA), Betty Tompkins (USA) oder Jana Sterbak (CAN) haben diese Entwicklung vorbereitet. Ihre Werke werden diese international besetzte Themenausstellung ebenso bestimmen, wie Verteterinnen der jüngeren Generation mit Tracey Emin (GB), Alicia Framis (E), Pipilotti Rist (CH), Anna Jermolaewa (RUS) u.a....
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Foto: Museum Brandhorst
Foto: Museum Brandhorst

Jutta Koether - Tour de Madame

Museum Brandhorst
München | 18.05.2018-21.10.2018
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Gemälde einer Lokomotive Bild: Helmut Paulin
Gemälde einer Lokomotive Bild: Helmut Paulin

Helmut Paulin – Industrie und Landschaft

Hoesch-Museum
Dortmund | 27.05.2018-01.07.2018
Der Maler Helmut Paulin hat sich unterschiedlichsten Techniken, Materialien und Motiven verschrieben. Trotz einer Präferenz für gegenständliche Ölmalerei und den Schwerpunkten Architektur, Landschaft und Portrait faszinieren ihn auch die Abstraktion und Darstellung von Motiven aus dem Reich der Fantasie. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Industrielandschafen aus dem Ruhrgebiet....
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Altes Museum (Foto: Maximilian Meisse)
Altes Museum (Foto: Maximilian Meisse)

Fleisch

Altes Museum
Berlin | 01.06.2018-31.08.2018
Fleisch: Gerade noch bewegliche Grundlage des Lebens, plötzlich verwesende Substanz – für die einen abstoßend, für die anderen Nahrung oder Opfergabe an die Götter. Fleisch offenbart den allgegenwärtigen Konflikt zwischen Leben und Tod in der menschlichen Kultur. Die Position des Fleisches im Spannungsfeld zwischen Entstehen und Vergehen ist dabei paradox. Die Ausstellung fragt, wie dieses Paradoxon die Bereiche Ernährung, Kult und Körper beeinflusst und damit auch unser heutiges Verhältnis zum Fleisch prägt. Nach der erfolgreichen Ausstellung „Bart“ im Neuen Museum und „Alchemie“ am Kulturforum ist „Fleisch“ im Alten Museum die nächste thematisch übergreifende Ausstellung, in der insgesamt zwölf Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin pointiert Objekte aus ihren universellen Beständen einander gegenüberstellen....
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Eva Berendes, Ohne Titel, 2007
Eva Berendes, Ohne Titel, 2007

Visions of Exchange

Daimler Contemporary
Berlin | 02.06.2018-04.11.2018
Die Ausstellung ›Visions of Exchange‹ präsentiert die letzten elf Stipendiatinnen und Stipendiaten des Artist-in-Residence Programms ›Mercedes-Benz Art Scope‹. Das 1991 durch Mercedes-Benz Japan gegründete Kunst- und Kulturprogramm begann als Förderung japanischer Künstlerinnen und Künstler durch einen Aufenthalt im südwestfranzösischen Monflanquin, unweit der Pyrenäen. Durch die Kooperation mit der Daimler Art Collection, Stuttgart/Berlin, seit 2004 hat sich das Programm neu ausgerichtet und als ein japanisch-deutscher Kulturaustausch etabliert. Ein dreimonatiger Aufenthalt in den Städten Tokio und Berlin ermöglicht es den von der Jury ausgewählten Künstlerinnen und Künstlern Kenntnisse über die Kultur des Gastlandes zu vertiefen, neue Kontakte zu knüpfen und aus den gewonnenen Eindrücken künstlerische Projekte und Ideen zu entwickeln. Ausstellungen im Hara Museum of Contemporary Art in Tokio und im Daimler Contemporary in Berlin stellen die Stipendiatinnen und Stipendiaten und somit einen Ausschnitt der zeitgenössischen Kunstszene im jeweiligen Gastland vor. Im Mittelpunkt stehen Arbeiten, die aus dem Programm hervorgegangen sind, ergänzt um Werke, die einen Einblick in die Werkgenese erlauben. Medial und formal-ästhetisch ganz unterschiedlich reflektieren sie die individuelle Wahrnehmung des zunächst Fremden und die Impulse und Erkenntnisse, die aus den gewonnenen Eindrücken heraus entstehen: In Annäherung an das Neue durch den Blick durch die Kamera; in künstlerischer Aneignung und Transformation gefundener Materialien und Phänomene; werkimmanent, im Rückgriff auf Traditionen der abstrakten Bildsprache....
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Japan beginnt an der Ostsee: Jan Kollwitz - 30 Jahre japanische Keramik

Käthe-Kollwitz-Museum Köln
Köln | 07.06.2018-17.06.2018
Jan Kollwitz zählt zu den herausragenden Keramikern unserer Zeit. Seit drei Jahrzehnten fertigt der Urenkel von Käthe Kollwitz ausdrucksstarke Gefäße in traditionell japanischer Technik, abseits aller künstlerischen Moden und Strömungen. Im Jahr 1988 konnte er den japanischen Ofenbauer Watanabe Tatsuo dazu gewinnen, für seine Werkstatt im ostholsteinischen Klosterdorf Cismar einen originalen Anagama-Ofen zu errichten. In dessen Holzfeuer zeichnen Rauch, Flammen und Glutkohle lebendige Farben auf den Oberflächen. Flugasche, die zu einer natürlichen Glasur verschmilzt, verleiht den Gefäßen einen besonderen Glanz. Im Käthe Kollwitz Museum Köln präsentiert der Künstler rund 80 Einzelstücke – von zarten Schalen für die Teezeremonie bis hin zu kraftvollen Bodenvasen....
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Olafur Eliasson - Wasserfarben

Staatliche Graphische Sammlung
München | 08.06.2018-02.09.2019
Zweifellos zählt der dänische Installationskünstler isländischer Herkunft, Olafur Eliasson (*1967), zu den herausragenden Künstlern der Gegenwart. Wie kein zweiter begeistert er mit seinen künstlerischen Großprojekten weltweit Menschen auch außerhalb der Museen. Weniger bekannt ist, dass Olafur Eliasson an der Königlich Dänischen Kunstakademie in Kopenhagen während seiner Studienjahre von 1989 bis 1995 auch als Zeichner ausgebildet wurde. Bis heute nimmt die Zeichenkunst einen zentralen Stellenwert in seinem alle Medien umfassenden Werk ein. Erste Ideen werden zuerst in der Zeichnung formuliert und immer wieder während des Fortlaufs des Projekts vom Künstler zu Rate gezogen. Man gewinnt geradezu den Eindruck, dass Eliasson in der Zeichnung denkt. Die großangelegte Ausstellung „WASSERfarben“ der Staatlichen Graphischen Sammlung München ist eine Weltpremiere, mit der erstmalig Olafur Eliassons Zeichenkunst in ihren Facetten umfassend vorgestellt wird. Die kuratorische Idee ist es, die enge emotionale und intellektuelle Kongruenz zwischen seiner Zeichnung und seiner installativen Kunst für den Betrachter zu erschließen und sinnlich nacherlebbar zu machen....
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Grafik: Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst
Grafik: Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst

10. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst: We don’t need another hero

Akademie der Künste (Standort Tiergarten)
Berlin | 09.06.2018-09.09.2018
Die 10. Berlin Biennale findet vom 9. Juni bis zum 9. September unter dem Titel We don't need another hero in der Akademie der Künste am Hanseatenweg, den KW Institute for Contemporary Art, dem Volksbühne Pavillon und dem ZK/U – Zentrum für Kunst und Urbanistik statt. In der Akademie der Künste bringt die 10. Berlin Biennale gesellschaftspolitische und historische Erzählungen in einen Dialog mit den umfangreichen Archivbeständen der Akademie, aber auch mit ihren Mitgliedern von damals bis heute und der brutalistischen Architektur von Werner Düttmann aus den späten 1950er Jahren. Dabei denken und handeln die beteiligten Künstlerinnen und Künstler und andere Beitragende über den Kunstkontext hinaus, indem sie sich mit den Ängsten und Sorgen unserer Zeit auseinandersetzen. We don't need another hero wird kuratiert von Gabi Ngcobo und einem kuratorischen Team, dem Nomaduma Rosa Masilela, Serubiri Moses, Thiago de Paula Souza und Yvette Mutumba angehören....
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K20 Grabbeplatz - Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Foto: Walter Klein, Kunstsammlung NRW
K20 Grabbeplatz - Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Foto: Walter Klein, Kunstsammlung NRW

Anni Albers. Retrospektive

K20 Grabbeplatz - Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen
Düsseldorf | 09.06.2018-09.09.2018
Anni Albers (1899−1994), wohl anerkannteste Textilkünstlerin im 20. Jahrhundert, stellte die alte Technik des Webens ins Zentrum ihres Schaffens. Sie webte Bilder und Wandbehänge, entwarf Teppiche und Textilien für die maschinelle Produktion. Zeitlebens war sie eine begeisternde Lehrerin und Autorin. Die Ausstellung – eine Kooperation mit Tate Modern – wird alle Facetten des vielseitigen Werks der wohl bedeutendsten Bauhaus-Künstlerin und ihren geistigen wie visuellen Kosmos beleuchten....
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James Turrell, Ganzfeld APANI (Venice Biennial 2011), 2011, Installation, LED, 16 x 12 x 6m, Foto: Florian Holzherr ; Courtesy Häusler Contemporary München | Zürich
James Turrell, Ganzfeld APANI (Venice Biennial 2011), 2011, Installation, LED, 16 x 12 x 6m, Foto: Florian Holzherr ; Courtesy Häusler Contemporary München | Zürich

James Turrell

Museum Frieder Burda
Baden-Baden | 09.06.2018-28.10.2018
James Turrell (*1943, Los Angeles) zählt zu den wichtigsten Künstlern unserer Zeit. Seit mehr als fünfzig Jahren widmet er sein gesamtes Schaffen der Auseinandersetzung mit der (Im-)Materialität und Wahrnehmung von Licht. Wie keinem anderen gelingt es ihm, Licht als künstlerisches Medium sinnlich und geistig erlebbar zu machen. Turrell flutet begehbare Räume mit Licht, welches sich in sanfte Farbenmeere ergießt oder in intensiv glühenden, manchmal diffus sphärischen Lichtnebeln seine Materialisierung findet und den Betrachter an seine Wahrnehmungsgrenzen bringt. Die Möglichkeit, sich anhand eines Gegenstands oder räumlicher Grenzen visuell zu verorten, hebelt Turrell aus, was ein Gefühl der Unendlichkeit vermittelt. Zurückgeworfen auf das Wahrnehmen selbst, wendet sich der Blick wie selbstverständlich auch nach innen, eröffnet die Möglichkeit zur Selbstwahrnehmung und Selbstreflexion, zum meditativen Beobachten des eigenen Sehens. Der Künstler betont stets, dass seine Kunst am besten als «Perceptual Art», also als «Kunst der Wahrnehmung» zu bezeichnen sei. In großformatigen, atmosphärischen Installationen wird Licht scheinbar materialisiert und der Besucher in Grenzbereiche der Wahrnehmung geführt. Die umfangreiche Ausstellung im Museum Frieder Burda vereint bedeutende Schlüsselwerke aus verschiedenen Schaffensphasen von James Turrell. Mit «Sloan Red» zum Beispiel wird exklusiv eine seiner wegweisenden frühen Projektionen präsentiert, bei denen geometrische Lichtkörper im Raum zu schweben scheinen. Ein Werk von 2016 aus der wichtigen Reihe der «Wedgeworks» zeigt, wie der Künstler mittels Licht illusionistische Raumsituationen gestaltet. Das «Ganzfeld»-Werk «Apani», das bereits auf der Biennale von Venedig 2011 für viel Aufmerksamkeit sorgte, ermöglicht es den Besuchern zu erleben, wie sich jegliche räumliche Kontur vermeintlich ganz in Licht und Farbe auflöst. Auch wird James Turrells Langzeitprojekt «Roden Crater» vorgestellt: Ein erloschener Vulkan in der Wüste Arizonas, den der Künstler seit den 1970er-Jahren fortlaufend zu einer Art Himmelsobservatorium umbaut. Die Ausstellung im Museum Frieder Burda gewährt einen eindrücklichen Einblick in das Schaffen von James Turrell, der wie kaum ein anderer Künstler die Menschen weltweit bewegt und zeigt Arbeiten, die der Künstler speziell für das Museum Frieder Burda entwickelt hat....
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Foto: Peter Groth
Foto: Peter Groth

Max Liebermann und Paul Klee: Bilder von Gärten

Liebermann-Villa am Wannsee
Berlin | 10.06.2018-17.09.2018
Max Liebermann schuf über 200 Gemälde nach Motiven aus seinem eigenen Garten. Die mit pastosem, impressionistischem Strich gemalten Werke prägen das Spätwerk des Künstlers. Anders als der langjährige Präsident der Berliner Secession glaubte, stellte der Impressionismus allerdings keineswegs den Endpunkt der künstlerischen Entwicklung dar. Zeitgleich zu seinem Spätwerkdefinierten moderne Künstler das Thema Garten neu. Insbesondere für Paul Klee war die Natur ein entscheidender Ausgangspunkt seiner Kunst. Schon der elterliche Garten war für ihn Inspirationsquelle und Rückzugsort. Hier beobachtete er als Jugendlicher die Pflanzen und zeichnete sie. Auf Wanderungen skizzierte er Blumen und parkähnliche Landschaften. Doch schon bald genügte ihm die Darstellung ihrer optischen Erscheinungsformen nicht mehr und er wandte sich, um ihr Inneres zu erfassen, der abstrakten Bildkomposition zu, in der das Gegenständliche nur noch zeichenhaft aufscheint. Klees Garten-Bilder werden zu abstrakt gebauten Bildkompositionen, in denen geometrische Formen mit zeichenhaften Setzungen verbunden sind, die als schematische Wiedergabe von Pflanzen und Gartenarchitektur zu lesen sind: eine bogenförmige Linie, die ein Gartentor evoziert; parallele Linien, die an Beete oder Wege erinnern, oder stilisierte Baumsilhouetten, die für üppige Vegetation stehen. Zwischen Liebermanns und Klees Gartenbildern liegen Welten: hier Abstraktion, dort impressionistische Form. Umso überraschender ist es, dass beider Werke aus ein und derselben Zeit stammen, aus der Zeit zwischen 1915 und 1935. Die Ausstellung „Max Liebermann und Paul Klee – Bilder von Gärten“ stellt die Gartenbilder der beiden Künstler gegenüber und macht die spezifischen Formensprachen der beiden Künstler in ihrer Auseinandersetzung mit ihren Gärten erkennbar. Beide Künstler stehen sich über das bloße Thema hinaus bei den gegenständlichen Bildelementen und in der Fundierung ihrer ästhetischen Überlegungen nahe. So definieren beide das Thema Garten durch dieselben gegenständlichen Bildelemente (Beete, Tore, Bäume, Mauern) und verstehenden ihn als architektonisch gestaltete Natur. Beide Künstler beziehen sich darüber hinaus bei der Erläuterung ihrer künstlerischen Form auf die Schriften Goethes und gehen durchaus von einem ähnlichen Naturbegriff aus....
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Deutsches Historisches Museum
Deutsches Historisches Museum

EUROPA UND DAS MEER

Deutsches Historisches Museum
Berlin | 13.06.2018-06.01.2019
Geographisch gesehen ist Europa ein maritimer Kontinent. Gemessen an der Küstenlänge und Gesamtgröße hat keiner der fünf Erdteile mehr Berührungspunkte mit dem Meer. Dennoch scheint gerade den Mittel-und Osteuropäern das Meer häufig weit entfernt. Im Alltag vieler Nationen spielt es auf den ersten Blick nur für die Küstenbewohner oder als Urlaubsort eine Rolle. Wie grundlegend das Meer die Entwicklung Europas prägte und welche Rolle es bis in die Gegenwart hinein spielt, beleuchtet ab Juni 2018 die neue Sonderausstellung "Europa und das Meer". Die Ausstellung untersucht die Bedeutung des Meeres als Herrschafts- und Handelsraum der Europäer, als Brücke und Grenze, als Ressource und als Imaginations- und Erinnerungsort. Anhand von 13 Einzelthemen, die jeweils einer exemplarischen europäischen Hafenstadt zugeordnet werden, spannt die Präsentation einen Bogen von der Antike bis in die unmittelbare Gegenwart hinein. Dabei wird deutlich, dass die Beherrschung der Meere über Jahrhunderte hinweg ein wesentlicher Bestandteil europäischer Machtpolitik war. Heute wiederum ist die Rolle des Meeres als Brücke und Grenze des Kontinents von großer Aktualität: Millionen von Menschen auf der Flucht vor Krieg, Terror und Armut machen sich auf den Weg nach Europa. Aber auch andere Aspekte wie die Nutzung und Ausbeutung der Meeresressourcen beschäftigen uns mehr denn je und werden in Zukunft eine gewichtige Rolle für die Umwelt und das globale Klima spielen....
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Wallraf-Richartz-Museum, Foto: Jens Korte / KölnTourismus GmbH
Wallraf-Richartz-Museum, Foto: Jens Korte / KölnTourismus GmbH

Rubens, Jordaens & Co - Zeichnende Meister aus Flandern

Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud
Köln | 15.06.2018-09.09.2018
Von vielen flämischen Künstlern besitzt das Wallraf-Richartz-Museum neben wunderbaren Gemälden auch großartige Zeichnungen und oft stehen beide in einer engen Beziehung zueinander. Wer wissen möchte, wie zum Beispiel das wunderbare ­Rubensgemälde „Juno und Argus“ entstand, der sollte sich mit den Zeichnungen des Meisters beschäftigen, denn sie verraten sehr viel über den kreativen Schaffensprozess. Um neben Rubens auch noch andere flämische Meister des 17. und 18. Jahrhunderts besser kennenlernen zu können, präsentiert das Wallraf seinen Besuchern im Sommer 2018 eine große Auswahl an Zeichnungen von Jacob Jordaens, Caspar de Crayer, Gerard Seghers und David Teniers. In der Ausstellung sind alle Zeichnungstypen vertreten: von der spontan aufs Papier geworfenen Skizze über die mit großer Akribie ausgeführte Kopie, der minutiösen Detail- oder Portraitstudie bis hin zum fertigen Kompositionsentwurf. Höhepunkt dieser Grafikschau sind zwei im Jahre 2007 entdeckte Kreidezeichnungen von Peter Paul Rubens....
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Pinakothek der Moderne
Pinakothek der Moderne

Fotografie Heute II

Sammlung für Moderne Kunst in der Pinakothek der Moderne
München | 15.06.2018-07.10.2018
Wie erleben wir Öffentlichkeit in einer globalen, chaotischen und digitalisierten Welt und was für eine Rolle kommt der Fotografie dabei zu? Mit „Fotografie heute II“ setzt die Sammlung Moderne Kunst die 2016 begonnene Ausstellungsreihe zu innovativen Positionen in der zeitgenössischen Fotografie fort. Mit dem Aufkommen der sozialen Medien und vor dem Hintergrund eines sich radikalisierenden politischen Klimas ist das Bedürfnis nach Deutung des fragmentierten, globalen sozialen Raumes in dem wir gegenwärtig leben, groß. Die Ausstellung thematisiert das Verhältnis des fotografischen Bildes zum öffentlichen Raum im Zeitalter des Digitalen....
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I. Haas, Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin
I. Haas, Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin

Victoria Kabinett - 166 Jahre in 100 Bildern

Botanisches Museum und Botanischer Garten Berlin
Berlin | 16.06.2018-31.08.2018
Victoria blüht! titelten die Berliner Gazetten, nachdem die Riesenseerose in den Julinächten das Jahres 1852 das erste Mal in der Hauptstadt ihre Blüten entfaltete. Es war ein Triumph der Technik, der dem rauen Berliner Klima die tropischen Bedingungen für die Kultivierung dieser wahrhaft königlichen Pflanze abgerungen hatte. Und diese Begeisterung hält bis heute an: In den vergangenen 166 Jahren wurde jede Blüte, jedes eigene Gewächshaus und viele weitere Ereignisse rund um Victoria in Berlin bildstark begleitet und öffentlich diskutiert. Im „Victoria Kabinett“ tauchen Sie ein in die Berliner Geschichte von Victoria – flankiert von hundert Abbildungen aus allen Epochen ihres Lebens in der Hauptstadt bis heute....
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Museum Ludwig, Foto: Thomas Riehle
Museum Ludwig, Foto: Thomas Riehle

Name der Fo­to­grafin: Aenne Bier­mann

Museum Ludwig
Köln | 16.06.2018-23.09.2018
Aenne Bi­er­mann schuf zwischen 1925 und ihrem frühen Tod 1933 Fo­to­gra­fien von ihr­er näch­sten Umge­bung und prägte in ih­nen die fo­to­gra­fische Mod­erne mit. Ihr Nach­lass gilt bis heute als ver­s­chollen und nur wenige In­sti­tu­tio­nen ver­wahren Orig­i­nal­abzüge Aenne Bi­er­manns. Das Mu­se­um Lud­wig wird sei­nen Be­s­tand von über 20 Auf­nah­men er­st­mals voll­ständig präsen­tieren....
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Josef Albers, Homage to the Square, 1964, Josef Albers Museum Quadrat Bottrop, © 2017 The Josef and Anni Albers Foundation / VG Bild-Kunst
Josef Albers, Homage to the Square, 1964, Josef Albers Museum Quadrat Bottrop, © 2017 The Josef and Anni Albers Foundation / VG Bild-Kunst

Josef Albers. Interaction

Villa Hügel
Essen | 16.06.2018-07.10.2018
Essen/Bottrop. Die Wirkung der Farbe in den Werken von Josef Albers ist kraftvoll und unverwechselbar. Linie, Farbe, Fläche und Raum interagieren miteinander, fordern die Wahrnehmung des Betrachters heraus. Albers‘ Serie „Homage to the Square“, die mehr als 2.000 Bilder umfasst, wurde zum Markenzeichen des wegweisenden Künstlers, Lehrers, Kunsttheoretikers und Impulsgebers. In einer großangelegten Retrospektive wollen die Kulturstiftung Ruhr und das Josef Albers Museum Quadrat Bottrop Hauptwerke seines facettenreichen Schaffens in der Villa Hügel, Essen zusammenführen. Mit Josef Albers. Interaction, 16.06. bis 7.10.2018 wird erstmals seit 30 Jahren wieder eine große Werkschau des in Bottrop geborenen Künstlers zu sehen sein. Gut 130 Arbeiten – der Hauptteil davon aus bedeutenden amerikanischen Sammlungen und dem Josef Albers Museum – werden im einstigen Wohnhaus der Industriellenfamilie Krupp gezeigt. Die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung – die 1968 ihre gemeinnützige Arbeit aufnahm – nimmt ihr 50-jähriges Bestehen zum Anlass, diese außergewöhnliche Ausstellung zu ermöglichen. Kurator ist Dr. Heinz Liesbrock, der Direktor des Josef Albers Museum Quadrat Bottrop. Josef Albers erforschte die Farbe in ihrer künstlerischen Dimension. Er wollte Farbe denken, suchte nach ihrem Gewicht, diskutierte mit seinen Student/innen über ihr sich immer wieder veränderndes Gesicht und den Verlust aller Gewissheit: „Nur der Schein trügt nicht“, schrieb er. Albers steht für eine Kunst, die neu zu sehen lehrt. Die Ausstellung beginnt mit seiner Zeit am Bauhaus in Weimar und Dessau. Sie schlägt einen Bogen zu den Schwer­punkten der amerikanischen Jahre – zur Begegnung mit Mexiko und der Serie Homage to the Square. Gezeigt werden Malerei, Druckgrafik, Möbel, Gebrauchsgegenstände, Arbeiten in Glas, Fotografie und präkolumbische Skulpturen. Eine Gegenüberstellung von Renaissance-Skulpturen und Ikonen mit Gemälden von Albers verdeutlicht die geistig-spirituelle Dimension seiner Kunst. Beleuchtet wird ebenfalls die Wirkung von Albers auf die amerikanische Kunst der 1960er Jahre, die sogenannte Minimal Art. Josef Albers (1888-1976) – geboren und aufgewachsen im Ruhrgebiet – war zunächst Volksschul­lehrer, besuchte später die Kunstgewerbeschule Essen und kam über die Kunstakademie in München an das neugegründete Bauhaus, wo er zum Meister und stellvertretenden Direktor wurde. Lehre und künstlerisches Arbeiten waren für ihn untrennbar miteinander verknüpft. Als das Bauhaus unter dem Druck der Nationalsozialisten geschlossen wurde, gingen Albers und seine Frau Anni Albers 1933, auf Einladung des legendären Black Mountain College, in die USA. Ab 1950 leitete er die Design Abteilung an der Yale University in New Haven. Er gilt als einfluss­reichster Kunstpädagoge seiner Zeit. Mit seiner Lehre hat er u. a. John Cage, Robert Rauschenberg, Donald Judd und Merce Cunningham beeinflusst....
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Aber einmal wird ein neues Ideal erstehen: Zeitenwende(n)

Käthe-Kollwitz-Museum Köln
Köln | 19.06.2018-16.09.2018
Kaiserzeit, Erster Weltkrieg, Weimarer Republik, National-sozialismus, Zweiter Weltkrieg – das Leben von Käthe Kollwitz ist geprägt von großen Zeitenwenden. Wie kaum ein anderer Künstler kommentiert sie diese Ereignisse in ihrem Œuvre, stets getragen von der Sehnsucht nach einer Bruderschaft der Menschen. Im 100. Gedenkjahr zum Ende des Ersten Weltkrieges dokumentiert eine Neupräsentation der Kölner Kollwitz Sammlung das spannungsgeladene Feld zwischen Umbrüchen und Aufbrüchen, das die Künstlerin in ihrer Zeit durchlebt hat und von dem ihre eindringlichen Tagebuchaufzeichnungen und ihr tiefgründiges Werk beredtes Zeugnis geben....
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Foto: Münchner Stadtmuseum
Foto: Münchner Stadtmuseum

FORUM 046: Claudius Schulze – Naturzustand

Münchner Stadtmuseum mit den Sammlungen Fotografie, Puppentheater, Schaustellerei, Musik und der Sammlung Mode/Textilien
München | 22.06.2018-16.09.2018
Wie sehr der Schutz vor Naturkatastrophen das europäische Landschaftsbild prägt, zeigt die Arbeit „Naturzustand“ von Claudius Schulze. Der Künstler reiste dafür rund 50.000 km quer durch Europa und fotografierte mit seiner Großformatkamera von einem Kranwagen herab scheinbar malerische Landschaften. Die Fotografien entstanden an Nordsee und Atlantik, in den Alpen, Pyrenäen und Mittelgebirgen sowie entlang der großen europäischen Flussläufe. Die Landschaften wirken auf den ersten Blick fast idyllisch. Doch zum Schutz vor natürlichen Gefahren hat der Mensch massiv in die Naturräume eingegriffen. Die Kräfte von Stürmen, Lawinen und Überschwemmungen werden durch Bauwerke und Technologien reguliert. Schulzes Fotoserie untersucht den „Naturzustand“ im Zeitalter des Anthropozän, in dem der Mensch durch die Auswirkungen seines Handelns auf Klima und Biosphäre letztlich selbst zur Naturgewalt wurde....
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Foto: Nina Straßgütl
Foto: Nina Straßgütl

Loredana Nemes: Fotografien 2008-2017

Berlinische Galerie Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur
Berlin | 22.06.2018-15.10.2018
Für Loredana Nemes (*1972) ist die Ausstellung in der Berlinischen Galerie der erste große Einzelauftritt in einem Museum. In vier Räumen werden drei Arbeiten aus den letzten 10 Jahren und eine jüngst fertig gestellte Werkgruppe gezeigt. „Gier“ (2014–2017), so der Titel der neuen und bisher unveröffentlichten Serie, bildet den Auftakt. Die Dramatik der ungezügelten Begierde wird in Bildern von miteinander verknäulten Möwenleibern sichtbar gemacht. Es ist die erste Arbeit im Oeuvre der Künstlerin, für die sie eine abstrakte Bildsprache wählte. Im Zentrum der drei anderen Räume steht die Serie „beyond“ (2008–2010). Sie thematisiert die für Außenstehende geheimnisvolle Männerwelt in türkischen und arabischen Cafés in Berlin. Aufnahmen von den Fassaden dieser Lokalitäten werden kombiniert mit schemenhaften Porträts hinter verblendeten Glastüren und verhangenen Fenstern. In der Gruppenporträt-Serie „Blütezeit“ (2012) befasst sich Loredana Nemes mit dem besonderen Lebensabschnitt der Adoleszenz. Bei den aus Einzelaufnahmen zusammengefügten Gruppenbildern überlagert sich das große Bedürfnis nach Nähe und Geborgenheit mit dem unvermeidlichen Reifen der eigenen Identität. Als vierte Werkgruppe ist „Der Auftritt“ (2014) zu sehen. Die Arbeit entstand am Rande des Kölner Karnevals. Hier wird das interessante Spannungsverhältnis zwischen dem Erscheinungsbild kostümierter Menschen und den dahinter verborgenen Persönlichkeiten thematisiert....
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Foto: Bildarchiv Georg Kolbe Museum, Foto: Enric Duch
Foto: Bildarchiv Georg Kolbe Museum, Foto: Enric Duch

Volker März – Der Affe fällt nicht weit vom Stamm

Georg Kolbe Museum
Berlin | 24.06.2018-02.09.2018
Der Berliner Künstler Volker März (*1957) stellt mit seinen vielschichtigen Arbeiten im Georg Kolbe Museum provozierende Fragen an unsere Geschichte und Gegenwart. Ausgehend von seinen biografischen Erfahrungen aus der Nachkriegszeit und dem Umgang mit der Zeit des Nationalsozialismus beschäftigt sich Volker März mit den Hierarchien und Herrschaftsformen unserer heutigen Gesellschaft. In einem begehbaren Gesamtkunstwerk aus Skulpturen, Malereien, Performances und Musikvideos schafft Volker März eine private, teils humorvolle, stets politische Ikonografie, die sich aus einem Universum von Zitaten und Bildern nährt. Mit einer weit verzweigten Familie bunt bemalter Ton-Figuren bevölkert er im Sommer 2018 die Ausstellungsräume des historischen Künstlerateliers aus den 1920er-Jahren. Zwitterwesen mit roten Ohren und teils schamloser Nacktheit, manche davon absurde Mischwesen aus Mensch und Tier, darunter etliche Esel und vor allem immer wieder Affen, agieren in kleinen Gruppen und ringen mit sich und untereinander um die große Welterzählung. Gesichter bekannter Persönlichkeiten der europäischen Kulturgeschichte, u. a. Walter Benjamin, Franz Kafka, Joseph Beuys und Hannah Arendt mischen sich unter die vielen namenlosen Protagonisten. Manche tragen die Züge des Künstlers, der sich als autobiografischer Erzähler selbst auf die Ebene seiner erfundenen Szenarien begibt und sich in den absurden Reigen aus symbolisch-poetischen Gesten, Handlungen und kleinen Erzählungen einreiht. Rücklings hängen im großen Atelier die „Horizontalisten“ von Volker März von der Decke, vollständig bekleidete menschliche Puppenfiguren in Lebensgröße. Die „Horizontalisten“ schweben wie flügellose Engel im Raum, durch ihr Nichtstun fallen sie aus der Zeit, lassen das Weltgeschehen unkommentiert. Volker März: „Wie schön wäre es doch, einfach nur Horizontalist zu sein – der Mensch als sein eigener Horizont und um ihn herum nichts als Horizonte.“ Künstler Alter Ego: Franz Mai Ausgangspunkt der Ausstellung ist ein von Volker März für die Ausstellung geschriebenes Buch. Sein fiktionalisiertes Alter Ego, Franz Mai, blickt, an den Folgen eines Unfalls im Atelier sterbend, auf sein Leben zurück. Als nachdenklicher Junge in Mannheim aufgewachsen und in Bayern groß geworden, beobachtet der Heranwachsende staunend den verharmlosenden, oft nur schweigenden Umgang mit der unmittelbar zurückliegenden nationalsozialistischen Vergangenheit. Aus der staunenden Verstörung des Kindes entwickelt sich ein erhebliches Misstrauen als Erwachsener, schließlich die Ablehnung überlieferter Deutungen und Regeln und der sie begleitenden Herrschaftsformen und ihrer selbstverständlichen Ausgrenzungen. Der Protagonist zieht schließlich nach Berlin, um dort als politischer Künstler zu arbeiten und seinen immer wiederkehrenden Fragen nachzugehen. Die Erzählung von Volker März liest sich wie ein Drehbuch, in welchem realistische und phantastische Figuren aufeinandertreffen, verschiedene Stimmungen erzeugen und Erinnerungsbilder wachrufen. Die Protagonisten aus der Erzählung finden in der Ausstellung zu Figurengruppen zusammen, einzelne Bilder und Szenen werden zu durchlässigen Raumkonstellationen zusammengefügt und eröffnen so für die Besucher*innen ein weites Feld möglicher Assoziationen....
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Foto: Städtisches Museum Haus Koekkoek
Foto: Städtisches Museum Haus Koekkoek

Wieland Payer - Lichtung

Städtisches Museum Haus Koekkoek
Kleve | 24.06.2018-09.09.2018
Wieland Payer (geb. 1981 in Erfurt, lebt in Erfurt und Dresden) erfasst Landschaften hinter ihrem sichtbaren Erscheinungsbild: Er weist auf innere Struktur, verborgene Transformation, unerwartete Metamorphose, klärende Reduktion. Auf seinen vielen Reisen und Wanderungen – 2016 in Island - lässt er sich anregen, auf der Suche nach dem unbefangenen, unverstellten Blick. Der Künstler hat sich der Schwerelosigkeit des Pastells verschrieben wie kein anderer Zeitgenosse. Er stellt sich in der Sommerausstellung im B.C. Koekkoek-Haus erstmalig am Niederrhein vor mit Pastellen, Lithografien und Objekten, eine Übersicht über sein Werk der vergangenen acht Jahre. Lässt man sich auf Payers Landschafts-Scheinwelt ein, wirkt sie wie eine verschleierte Offenbarung, intensivierte Gegenwart in Zeitlosigkeit und im Schweben, einzigartig in seiner Ernsthaftigkeit. Wieland Payer steht mit der Kunst unserer Zeit und verschafft neue Blickerfahrung....
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Plakatmotiv Grafik: Danica Schlosser © Badisches Landesmuseum Karlsruhe
Plakatmotiv Grafik: Danica Schlosser © Badisches Landesmuseum Karlsruhe

Cowboy und Indianer – Made in Germany

Museum für Kunst und Kulturgeschichte Dortmund
Dortmund | 24.06.2018-21.10.2018
Seit der Deutschland-Tournee von Buffalo Bills Wild West-Show 1890/91 sind die Bilder von Cowboys und Indianern in der Alltagskultur verankert wie in kaum einem anderen Land. Ob Kaiserreich, Weimarer Republik oder Nationalsozialismus – stets boten sie Projektionsfläche. Während in den 1960er Jahren im Westen der Franzose Pierre Brice für das Gute ritt, war es im Osten der Serbe Gojko Mitic, der in den Filmen der DEFA als Häuptling das „Wolfsgesetz des Kapitalismus“ abwehrte. Während im Westen „Western-Clubs“ auch im Zeichen der deutsch-amerikanischen Freundschaft boomten, waren es im Osten Vereine für „Indianistik“, die Flucht aus dem Alltag des SED-Regimes boten. Der gesamtdeutsche Erfolg der Parodie „Der Schuh des Manitu“ im Jahr 2001 war vorgezeichnet. Die Ausstellung spürt den deutschen Vorstellungen von „Rothäuten“ und „Bleichgesichtern“ nach. Über 300 Objekte, Film- und Audio-Stationen, Prärielandschaft, Tipi-Dorf und Westernstadt-Szenerie richten sich an kleine wie große Wild-West-Fans....
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I. Haas, Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin
I. Haas, Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin

Meet the Artist in Residence jetzt im Mai: Offenes Atelier & Spaziergang mit Karine Bonneval

Botanisches Museum und Botanischer Garten Berlin
Berlin | 29.06.2018-02.09.2018
Wie steht es um unsere Empathie gegenüber dem Nicht-Menschlichen? Die französische Künstlerin Karine Bonneval beschäftigt sich mit der Andersartigkeit von Pflanzen und den komplexen Interaktionen, die Pflanzen und Menschen trotz getrennter Reiche miteinander verbinden. Was wäre wenn wir Pilzen beim Wachstum zuhören könnten? Können wir unseren Atem mit Bäumen austauschen? Bonnevals Arbeiten tasten sich an mögliche Verbindungen zwischen Umgangssprache und Technologie heran. Seit 2014 hat sie zusammen mit verschiedenen Gruppen von Wissenschaftlern gearbeitet, darunter auch der Forschungsgruppe für Pflanzenökologie an der Freien Universität Berlin unter der Leitung von Matthias Rillig. Zusammen haben sie Projekte entwickelt, die innovative Forschungsfragen und neueste Methoden auf dem Gebiet der Bioakustik, Mikroskopie und thermischen Bildgebung. Während ihres „Artist in Residence“-Aufenthaltes am Botanischen Garten im Frühjahr 2018 wird sich Karine Bonneval in ihrer künstlerischen Forschungsarbeit mit der Königin der Wasserpflanzen auseinandersetzen: der Riesenseerose Victoria amazonica. Die Ergebnisse ihrer Untersuchungen werden gemeinsam mit anderen Objekten, Sound- und Videoinstallationen in der Ausstellung im Botanischen Museum gezeigt. Ihre Arbeiten sind in besonderer Weise den „ernsten“ Naturwissenschaften verpflichtet, zugleich reflektieren sie aber auch jedoch in einzigartiger Weise den fragilen und poetischen Charakter und Poesie von Begegnungen und Interaktionen zwischen Mensch und Pflanze reflektieren....
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Götz George und Uwe Ochsenknecht in SCHTONK! D 1992, Regie: Helmut Dietl Foto: Neue Constantin Film, Quelle: Deutsche Kinemathek
Götz George und Uwe Ochsenknecht in SCHTONK! D 1992, Regie: Helmut Dietl Foto: Neue Constantin Film, Quelle: Deutsche Kinemathek

Schwermut und Leichtigkeit – Eine Sonderschau für Helmut Dietl

Deutsche Kinemathek - Museum für Film und Fernsehen mit Marlene Dietrich Collection
Berlin | 29.06.2018-30.09.2018
Beim Bayerischen Rundfunk hatte man ihn immer einfach machen lassen: 1974 die Vorabendserie MÜNCHNER GESCHICHTEN mit der Theaterlegende Therese Giehse und dem unvergessenen Hans Brenner, ab 1979 den Zwölfteiler DER GANZ NORMALE WAHNSINN über das Liebesleben des Leserbriefredakteurs Glanz. Viele Bonmots aus Dietls Serien wie „Logisch!“ oder „A bissl was geht immer“ sind in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen. Seine eigenwillige Melange aus schriller Posse und waidwunder Melancholie erprobte der 2015 verstorbene Helmut Dietl mit Filmen wie ROSSINI – ODER DIE MÖRDERISCHE FRAGE, WER MIT WEM SCHLIEF (D 1997) oder VOM SUCHEN UND FINDEN DER LIEBE (D 2005) auch auf der großen Leinwand. In seinen Arbeiten KIR ROYAL (BRD 1986), SCHTONK! (D 1992), LATE SHOW (D 1999) und zuletzt ZETTL (D 2012) rechnete er immer wieder auch mit dem Medienbetrieb ab. Aus Anlass der Übergabe seines Schriftgutnachlasses erinnert die Mediathek Fernsehen mit einer Sonderschau an den einzigartigen Helmut Dietl als Autor und Regisseur für Film und Fernsehen....
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Haus der Kunst München, Foto: Jens Weber, München
Haus der Kunst München, Foto: Jens Weber, München

Vivan Sundaram: Disjunctures

Haus der Kunst München
München | 29.06.2018-07.10.2018
Das Haus der Kunst würdigt den indischen Künstler Vivan Sundaram (*1943 in Shimla, Indien), dessen Karriere fast fünf Jahrzehnte umfasst, mit der europaweit bislang umfangreichsten Ausstellung seiner Multimedia-Arbeiten. Sundaram war zunächst als Maler tätig und blieb diesem Medium die ersten zwanzig Jahre treu; Anfang der 1990er-Jahre wandte er sich einer ausgedehnteren Konzeption zu, was mit seinem Interesse an der Stofflichkeit einer Vielzahl von Materialien handwerklicher und industrieller Herkunft zusammenfiel. Die Auswahl an Materialien spiegelt sich in den verschiedenen Werkgruppen, die Sundaram in den letzten zwanzig Jahren geschaffen hat. Das Geschichtsbewusstsein Sundarams, dessen Werk mit aktuellen und historischen Bezügen durchsetzt ist, zeigt sich besonders in seiner raumfüllenden Multimedia-Installation Memorial (1993/2014), mit der er eines namenlosen Opfers gedenkt. Als Reaktion auf die Zerstörung einer Moschee aus dem 17. Jahrhundert im nordindischen Ayodhya durch militante rechtsradikale Hindus kam es 1992/93 zu Ausschreitungen zwischen Hindus und Muslims. Das gefundene Zeitungsfoto eines auf der Straße liegenden Toten ist der Ausgangspunkt für Sundarams melancholische Trauerarbeit. Geschichte, Erinnerung und Archiv sind übergreifende Anliegen des Künstlers und dienen auch als Wegweiser durch die Ausstellung. Ebenso sind Trostlosigkeit und Zerstörung wiederkehrende Motive in Sundarams Werk, der als Künstler nie davor zurückgeschreckt ist, Zeitzeuge zu sein. Die Präsentation ist konzipiert als Sequenz von Gegenüber-stellungen, die erkennen lassen, wie formale und thematische Anliegen von einer Arbeit auf die nächste übergehen. Unabhängig von Methode und Materialien – handwerklich, industriell oder 'hightech' – zeugt Vivan Sundarams Kunst immer von Empathie....
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DAS FRANZÖSISCHE GRAFIKERKOLLEKTIV GRAPUS

Bröhan-Museum - Landesmuseum für Jugendstil, Art Deco und Funktionalismus (1889-1939)
Berlin | 05.07.2018-03.10.2018
Paris 1968: Die Revolte der Studenten- und die Proteste der Arbeiterbewegung erfasst weite Teile der Gesellschaft. Auch Kunst und Gestaltung werden von ihrer Dynamik ergriffen. Sichtbarster Ausdruck hierfür ist die massenhafte Plakatproduktion ab dem Monat Mai. Drei im Atelier Populaire, der Druckwerkstatt der besetzten Pariser École des Arts Décoratifs involvierte Studenten gründen 1970 das Grafikerkollektiv Grapus. Zu den Gründern Pierre Bernard, François Miehe und Gérard Paris-Clavel gesellt sich 1974 Jean-Paul Bachollet, 1976 kommt der aus Deutschland stammende Beuys-Schüler Alex Jordan dazu. Solidarität mit den protestierenden Arbeitern, Kapitalismuskritik, die Ziele der internationalen Friedensbewegung und der Glaube an sozialen Wandel durch das Mitwirken von Kunst und Gestaltung bestimmen die Arbeit von Grapus. Das Kollektiv lehnt kommerzielle Werbung ab und arbeitet vorrangig für die Kommunistische Partei, die Gewerkschaft CGT, für soziale Organisationen, Kommunen, Kulturinstitutionen und – nach 1981 – auch Ministerien. Dabei bricht die Gruppe mit tradierten Sehgewohnheiten und schafft durch den Einsatz von Handschriften, unscharfen Fotos, Flecken und verschiedensten Collageelementen ein höchst innovatives, sinnliches Grafikdesign. Zu Beginn der 1990er Jahre löst sich das Kollektiv auf, doch die von Grapus entwickelte unkonventionelle Bildsprache wirkt bis heute nach. „Das französische Grafikerkollektiv Grapus“ ist Teil der Doppelausstellung „2 x 1968“, mit der das Bröhan-Museum im 50. Jubiläumsjahr die Auswirkungen der 68er-Bewegung auf Design und Gestaltung thematisiert.  Kuratoren: Dr. Tobias Hoffmann, Dr. Anna Grosskopf...
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Foto: Münchner Stadtmuseum
Foto: Münchner Stadtmuseum

Die Dächer Münchens - Modelle zur historischen Ingenieursbaukunst

Münchner Stadtmuseum mit den Sammlungen Fotografie, Puppentheater, Schaustellerei, Musik und der Sammlung Mode/Textilien
München | 06.07.2018-14.10.2018
Dachkonstruktionen sind versteckte Meisterwerke der Architektur. Die Baumeister konnten nur das planen, was von den Zimmerleuten auch zu überdachen war. So sind die Dächer ein Spiegelbild der technischen Leistungsfähigkeit und ein stadtgeschichtliches Zeugnis von erstaunlicher Aussagekraft. Fast alle historischen Dächer wurden im Zweiten Weltkrieg zerstört. In Kooperation mit dem Lehrstuhl für Baugeschichte, Historische Bauforschung und Denkmalpflege der TU München werden die Arbeiten von Clemens Knobling zur Rekonstruktion bedeutender Dachwerke, von der Frauenkirche bis hin zum historischen Zeughaus, gezeigt....
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Barbara Crane, Private Views, 1981, Polaroid 4x5 Polacolor Type 58 © Barbara Crane / Courtesy Fotosammlung OstLicht
Barbara Crane, Private Views, 1981, Polaroid 4x5 Polacolor Type 58 © Barbara Crane / Courtesy Fotosammlung OstLicht

Das Polaroid Projekt

c/o Berlin
Berlin | 07.07.2018-23.09.2018
Ein Summen, ein Klicken – wenige Sekunden später, ohne Dunkelkammer und Negativentwicklung entsteht auf scheinbar magische Weise das Sofortbild mit dem bekannten weißen Rahmen. Das Polaroid-Bild ist Unikat und Original in einem – es steht symbolhaft für den einzigartigen Moment. Der Charme des Ungekünstelten, des nicht reproduzierbaren Augenblicks und die Geschwindigkeit des Polaroid-Bildes werden von Amateuren und Profis gleichermaßen geliebt und genutzt. Weltbekannte Künstlerinnen und Künstler haben mit dem Medium Sofortbild die Ästhetik einer ganzen Ära geprägt. Die Experimentierfreude ist groß: Von Formaten der klassischen SX-70-Kamera bis hin zum großformatigen Polaroid entstehen grafisch abstrakte Bilder, Moment- und Detailaufnahmen von Interieurs, Straßen, Landschaften, Pflanzen, Stillleben und Porträts. So ist die Affinität des Pop-Art-Künstlers Andy Warhol zum Polaroid kaum verwunderlich: Für die schnelllebige Konsum- und Modewelt, in der er sich bewegte und die er prägte, war das Sofortbild ideal. Während Richard Hamilton seine Polaroids malerisch bearbeitete, nutzte Dennis Hopper das Polaroid für die Recherche seiner filmischen Arbeiten, wie in seiner Colors-Serie, in der er die Graffiti- und Street-Art-Szene in Los Angeles der 1980er-Jahre dokumentierte. Das Künstlerpaar Anna und Bernhard Blume hingegen verwendete das Sofortbild nicht als einzelne Momentaufnahme, sondern häufig in Serie für seine performativen Künstlerselbstporträts. Mit dem Artist Support Program unterstützte das Polaroid-Unternehmen die Arbeit vieler Künstler und Künstlerinnen, indem es sie mit Kameras sowie Filmmaterial ausstattete. Der Austausch zwischen der Kunst und dem Unternehmen bildete die Grundlage der spektakulären und schnell wachsenden Polaroid Collection mit Standorten in Cambridge, USA und Amsterdam. Als der Physiker Edwin Herbert Land in Boston das Unternehmen Polaroid vor fast 80 Jahren gründete, gab es kein Bild der Welt, das schneller in der Hand, auf dem Tisch oder im Fotoalbum war. Die Popularität der Marke verbreitete sich rasch. Polaroid ist heute längst Kult, Foto- und Kulturgeschichte. Trotz Digitalisierung, seinem Niedergang 2009 und seiner Wiederbelebung unter The Impossible Project und die Vermarktung seiner Produkte unter neuem Markennamen Polaroid Originals erlebt das Sofortbild seit einigen Jahren wieder ein Comeback. Die Sehnsucht nach dem besonderen Moment, dem Haptischen des Bildes als Objekt, verbunden mit einer gewissen Nostalgie angesichts der täglichen Flut von digitalen Bildern – das alles macht die Sofortbildfotografie auch für eine junge Generation wieder interessant....
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Red Dot Design Museum Essen
Red Dot Design Museum Essen

Design on Stage – Winners Red Dot Award: Product Design 2018

Red Dot Design Museum Essen
Essen | 10.07.2018-05.08.2018
Mit der Sonderausstellung „Design on Stage“ präsentiert das Red Dot Design Museum Essen die besten Produkte des Jahres. Zu sehen sind Objekte aus 48 Kategorien, die sämtliche Lebensbereiche umfassen. Sie zeigen den State-of-the-Art im Produktdesign und illustrieren, wie Gestalter und Hersteller mit hoher Qualität und Innovationskraft den Alltag der Menschen prägen. Sämtliche Exponate wurden beim Red Dot Award: Product Design 2018 ausgezeichnet. Bereits seit 1955 werden in Essen jährlich Produkte ausgezeichnet, die eine international besetzte Jury mit ihrer guten Gestaltung überzeugen. Aufgrund seiner Erfahrung und Kontinuität in der Evaluierung von Design zeichnen die im Red Dot Award prämierten Entwürfe ein globales Bild der aktuellen ästhetischen und wirtschaftlichen Trends im Produktdesign. Darüber hinaus können sich Besucher auf die Sonderausstellung des Red Dot: Design Team of the Year 2018 freuen, das seine Designleistungen traditionsgemäß in einer selbst konzipierten und realisierten Ausstellung im Red Dot Design Museum präsentiert....
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Neues Museum, Foto: A. Kradisch
Neues Museum, Foto: A. Kradisch

Goshka Macuga: Intellectual Co-Operation

Neues Museum - Staatliches Museum für Kunst und Design in Nürnberg
Nürnberg | 13.07.2018-16.09.2018
Die polnisch-britische Künstlerin Goshka Macuga (geb. 1967) arbeitet im Bereich der Installation und gleichzeitig mit so unterschiedlichen Medien wie der Fotocollage, der Skulptur, großformatiger Tapisserie oder auch mit Video und Performance. Bekannt ist sie für ihre vielseitige Arbeitsweise, die bis in kuratorische und erzählerische Felder hineinreicht. Durch ihre umfassenden künstlerischen Recherchen entwickelt sie für ihre Werke und Ausstellungen Narrationen, in denen sie Imagination und Historie verbindet. Das „Material“ ihrer Arbeiten sind wegweisende Momente der Menschheitsgeschichte wie auch herausragende Werke anderer Künstlerinnen und Künstler, die sie in immer neuen Displays spielerisch inszeniert. Macugas Interesse gilt den vielen kulturhistorischen Verbindungen, insbesondere den internationalen Avantgarden des 20. Jahrhunderts. Für ihre Werke schöpft sie aus den Reservoiren unseres kollektiven Bildgedächtnisses. Dabei bedient sie sich existenter Kunstwerke als Readymades für ihre enzyklopädischen Plots, inspiziert Archive oder Sammlungen und entwickelt daraus zeitgenössische Wunder­kammern. Mit ihrer Auswahl wandert sie durch die Epochen und Disziplinen, geleitet von einer visuellen Faszination an den Objekten, aber auch von ihrer Begabung für assoziative Verknüpfungen. Der Betrachter wird dabei auf eine Reise in die von Macuga illustrierte Kulturgeschichte mitgenommen, in der es, im Aby Warburg’schen Sinne, phänomenologisch viel zu entdecken gibt. Sie gestaltet raumgreifende Environments, angefüllt mit visuellen Anekdoten über die Menschwerdung oder den Posthumanismus. Ihre Werke formieren sich im Nachdenken über Geschichtsschreibung – oder über die mögliche Entlarvung der Illusion einer objektiven Geschichtsschreibung. En passant bettet sie aktuell relevante Fragen wie beispielsweise Genderthemen oder Kapitalismuskritik mit ein. Ästhetisch generiert sie opulente Bildwelten, Assemblagen und es entstehen lustvolle Appropriationen an neuralgischen Punkten der Historie. So visualisiert sie in ihrem Werk mögliche Ereignisse „intellektueller Kooperationen“. In ihrer aktuellen Arbeit International Institute of Intellectual Co-operation (seit 2016) bezieht sie sich im Titel auf eine historische Zusammenkunft von Wissenschaftlern und Gelehrten, die in den 1920er und 1930er Jahren u. a. in Paris als eine Art Weisenrat (für die League of Nations) tagten. Macuga bindet in ihrer Arbeit eigens dafür gestaltete Bronzeköpfe interdisziplinär agierender Wissenschaftler und Denker, aber auch Revolutionäre und Aktivisten zusammen, die – erhaben über Zeit und Raum – in Relation miteinander stehen. Diese Begegnungen haben fiktiven Charakter, es sind hypothetische Zusammenkünfte, die potentielle Denkräume eröffnen. Beispielsweise trifft Slavoj Žižek auf Pussy Riot, die Guerrilla Girls sowie Francis Fukuyama (Configuration #2) oder Albert Einstein auf Alain Badiou, Ibn Khaldun und einen „Kanaken“ (Configuration #12). Ihre Köpfe sind mit Stangen untereinander verbunden und ergeben in der Balance der gegenseitigen Stabilisierung eine räumliche Installation, ihr Miteinander gleicht einer molekularen Struktur. In einem der Lichthöfe des Germanischen Nationalmuseums werden parallel zur Ausstellung im Neuen Museum diese Konfigurationen gezeigt. In ihrer Installation Before the Beginning and After the End (2016) präsentiert Macuga (in Kooperation mit dem Künstler Patrick Tresset) auf sechs ausladenden Druckerei-Tischen Papierrollen, die mit Zeichnungen und dreidimensionalen Artefakten bestückt sind. Mit dieser Anlehnung an die Urform der Geschichts­schreibung – der Papyrusrolle als einem der ersten Medienträger – visualisiert sie die aktuelle Debatte um den Posthumanismus. Von den Anfängen unserer Chronik, wahlweise beginnend mit Adam und Eva oder mit der Evolutions­theorie frei nach Charles Darwin, über die Aufklärung, das Erwachen des Humanismus (der gesellschaftlichen Entwicklung, Technologisierung und Modernisierung), den Transhuma­nismus sowie spirituelle Einflüsse und die Selbstdestruktion des Menschen bis hin zu künstlerischen Systemen des 20. Jahrhunderts und ihrer Zeitgenossen. Alle diese Themen werden mit Objekten „untermalt“, die für Wendepunkte der Menschheitsgeschichte stehen. Für die im Neuen Museum ausgestellte „Nürnberger Version“ durfte sie auf die Schätze des Germanischen Nationalmuseums zurückgreifen. Aus dessen reichhaltigen Beständen wurden gezielt archaisches Werkzeug, wissenschaftliche Gerätschaften, Waffen, wegwei­sende Alltagsgegenstände oder kultische Objekte ausgesucht, um diese Themen zu illustrieren. Auf dem letzten Tisch fahren kleine Roboter umher, die von Patrick Tresset so entwickelt wurden, dass sie Diagramme und Darstellungen von Robotern direkt auf die Papierrolle zeichnen und da-mit fiktive Zukunfts­szenarien generieren. The Death of Marxism ist eine Tapisserie und zugehörige Performance, die das Grab von Karl Marx in London zeigt, welches normalerweise mit der Inschrift „Workers of All Lands Unite“ („Arbeiter aller Länder vereinigt Euch“) versehen ist. Macuga textet diesen weltberühmten Slogan um in „Women of All Lands Unite“. Nackte und bekleidete Damen aus der voyeuristischen Bildwelt des tschechischen Fotografen Miroslaw Tichý setzt sie zusammen mit ihren eigenen Aufnahmen in eine Collage, angeordnet um die Ruhestätte des deutschen Philosophen, Ökonomen und Gesellschaftstheoretikers – sie scheinen ein konspiratives Happening abzuhalten … Mit diesen und weiteren Arbeiten eröffnet Goshka Macuga in der Ausstellung Intellectual Co-operation immer neue Wahlverwandtschaften. Ansinnen ihrer künstlerischen Arbeit ist es, theoretische wie auch reale Zusammenhänge nonchalant miteinander zu verknüpfen, anders zu denken sowie durch die Rekontextualisierung historischer Artefakte ihre Aktualisierung zu ermöglichen. Mit diesem Ausstellungsprojekt stiftet sie einen fruchtbaren Transfer zwischen Neuem Museum und Germanischem Nationalmuseum, in dem einige epochale Exponate in neuem Licht erscheinen sowie Wendepunkte der (Kunst-)Geschichte visualisiert werden und damit für eine weitreichendere Debatte zur Disposition stehen. Die Ausstellung im Neuen Museum ist die erste museale Präsentation von Goshka Macuga in Deutschland. Die Künstlerin wurde 1967 in Warschau geboren und lebt und arbeitet seit den Anfängen ihres Studiums 1989 in London. Seit ihren Teilnahmen an der Biennale in Venedig 2009 und der documenta 13 im Jahr 2012 wird ihr international viel Beachtung geschenkt – in den vergangenen Jahren hatte sie große Ausstellungen in der Fondazione Prada in Mailand (2016), im New Museum in New York (2016) und im Center for Contemporary Art Witte de With in Rotterdam (2017)....
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Wallraf-Richartz-Museum, Foto: Jens Korte / KölnTourismus GmbH
Wallraf-Richartz-Museum, Foto: Jens Korte / KölnTourismus GmbH

Sonntag des Lebens: Lifestyle im Barock

Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud
Köln | 13.07.2018-30.06.2019
Rauschende Roben, vornehme Kulissen, exotische Früchte und edle Accessoires - Porträts und Stillleben der Barockzeit spielen meist auf der Sonnenseite des Lebens. Doch verbergen sich hinter den dargestellten Personen und dekorativen Arrangements nicht selten abenteuerliche Schicksale und doppelbödige Geschichten. In seiner neuen Sammlungspräsentation „Sonntag des Lebens“ bietet das Wallraf besonders reizvollen, selten gezeigten oder frisch restaurierten Gemälden eine eigene Bühne. Auf ihr treten ausnahmslos schillernde Persönlichkeiten auf, die sich von Meistern wie Tintoretto, Nicolaes de Largillière, Jan Mijtens und Nicolaes Verkolje malen ließen. Ein besonderes Ausstellungshighlight bildet die „gemalte Biografie“ von Everhard Jabach. Vier Porträts präsentieren den berühmten Kölner Bankier und Sammler in verschiedenen Lebensphasen. Besonders prunkvoll erscheint dabei eine Leihgabe aus belgischem Privatbesitz, die den jugendlichen Jabach zeigt, so wie ihn der flämische Starporträtist Anthonis van Dyck einst sah....
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Foto: Kunstbau München
Foto: Kunstbau München

Untitled For Ksenija

Kunstbau München
München | 14.07.2018-30.09.2018
Dan Flavin (1933 – 1996) entwickelte seine raumgreifende Lichtinstallation UNTITLED (FOR KSENIJA) 1994 zur Eröffnung des Kunstbaus, den der Architekt Uwe Kiessler zum Ausstellungsraum gestaltet hatte. Heiner und Philippa Friedrich, New York, schenkten dem Lenbachhaus die Arbeit im Andenken an ihre Eltern Erika und Harald Friedrich und Dominique und John de Menil. Flavin gehört zu den bedeutendsten Vertretern der Minimal Art. Der wesentliche Ansatz dieser Kunstrichtung liegt in einer radikalen Reduzierung der bildnerischen Mittel auf die objektiven Gegebenheiten einfacher Formstrukturen. Diese werden unter Ausschaltung aller handschriftlichen Gestaltungsmerkmale nach industriellen Normen gefertigt. In den vier Lichtlinien greift Flavin die spezifischen architektonischen Gegebenheiten des Kunstbaus auf und betont die charakteristische Krümmung des langgestreckten, ca. 110 m langen Raumes. Das farbige Licht erzeugt intensive Farbreflexionen und geht mit dem Raum eine atmosphärische Verbindung ein....
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Ehrenhof während der Ausstellung_Entartete Kunst_1938, © Stadtmuseum Düsseldorf F7108
Ehrenhof während der Ausstellung_Entartete Kunst_1938, © Stadtmuseum Düsseldorf F7108

1937. Die Aktion 'Entartete Kunst' in Düsseldorf

Museum Kunstpalast
Düsseldorf | 14.07.2018-07.10.2018
In den Kunstsammlungen der Stadt Düsseldorf wurden 1937 über 1.000 Kunstwerke beschlagnahmt - nur Museen in Berlin und Essen waren stärker betroffen. Wenige Werke sind heute wieder im Bestand des Museum Kunstpalast, der weitaus größere Teil ist verschollen oder zerstört, einige Werke befinden sich in anderen Sammlungen. Achtzig Jahre nach den - auf verschiedenste Weise - folgenreichen kunstpolitischen Maßnahmen der Nationalsozialisten wird mit dieser Präsentation ein aktueller Blick auf das Thema geworfen. Sie bezieht die Ergebnisse eines Forschungsprojekts des Jahres 2013 mit ein, in dem detailliert rekonstruiert wurde, welche Werke damals auf staatliche Order aus den Düsseldorfer Depots entfernt wurden. Die Ausstellung verdeutlicht das Thema in einem Raum anhand von 14 Gemälden, Skulpturen und Arbeiten auf Papier, u.a. von Otto Dix und Paula Modersohn-Becker...
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Roland Topor Marteau pilon poil au menton, 1972 © VG Bild-Kunst, Bonn 2018
Roland Topor Marteau pilon poil au menton, 1972 © VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Roland Topor Panoptikum

Museum Folkwang
Essen | 29.07.2018-30.09.2018
Roland Topor (1938–1997) war Zeichner, Illustrator, Schriftsteller und Schauspieler. Im Zentrum seines Werks stehen Grundfragen des Menschseins – das Verhältnis der Geschlechter, die Absurditäten des Daseins, die Vergeblichkeit des menschlichen Strebens. Die Präsentation gibt einen Überblick über einen der vielseitigsten Künstler seiner Generation....
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Constantijn Daniel van Renesse, Landschaft mit zwei Hütten unter Bäumen, um 1653, Feder in Braun, braun laviert (Ausschnitt) © Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett
Constantijn Daniel van Renesse, Landschaft mit zwei Hütten unter Bäumen, um 1653, Feder in Braun, braun laviert (Ausschnitt) © Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett

Zeichnungen der Rembrandtschule

Kupferstichkabinett
Berlin | 24.08.2018-18.11.2018
Rembrandt oder nicht Rembrandt? Zeichnungen des holländischen Meisters wurden schon von Beginn an mit Zeichnungen seiner Schüler und Mitarbeiter, die im selben Stil arbeiteten, verwechselt. Forschungen der wenigen Kenner auf diesem Gebiet führten in den letzten Jahren zu umwälzenden Neubewertungen von Rembrandts zeichnerischem Werk. Das gilt auch für den sehr bedeutenden Bestand im Berliner Kupferstichkabinett, das nach dem 2006 erschienenen kritischen Katalog der eigenhändigen Zeichnungen des holländischen Meisters nun die rembrandtartigen Arbeiten seiner Schule und seines Umfeldes in einem Bestandskatalog publizieren wird. Das Erscheinen dieses Kataloges wird von einer Ausstellung mit ungefähr 110 der besten Zeichnungen begleitet. Es werden auch einige Originale Rembrandts gezeigt, um dem Publikum die Gemeinsamkeiten als auch die bisweilen subtilen Unterschiede von Arbeiten des Meisters und seiner Schule zu verdeutlichen....
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Historisches Museum Frankfurt/Main, Sammler und Stifter, Foto: HMF Petra Welzel.jpg
Historisches Museum Frankfurt/Main, Sammler und Stifter, Foto: HMF Petra Welzel.jpg

Ab in die Politik 1918 1919: 100 Jahre Frauenwahlrecht

Historisches Museum Frankfurt/Main
Frankfurt/Main | 30.08.2018-20.01.2019
Das Historische Museum Frankfurt lenkt mit einer großen, ganz Deutschland in den Blick nehmenden Jubiläumsausstellung 2018/2019 erstmals die Aufmerksamkeit auf die Frauen, die zur Entstehung der Weimarer Republik und zur Einführung des Frauenwahlrechts 1918/1919 in Deutschland beitrugen. Mit der ersten großen Sonderausstellung auf rund 1.000 Quadratmetern im 2017 eröffnenden Ausstellungshaus präsentiert das HMF die historischen Ereignisse und die mit ihnen verbundenen Protagonistinnen um die Jubiläumsjahre 1918/1919. Am 19. Januar 1919 war es soweit! Frauen durften in Deutschland zum ersten Mal wählen und sich wählen lassen: Mit dem Ende des Ersten Weltkriegs und dem Zusammenbruch des Wilhelminischen Kaiserreichs setzte der Beschluss des Rates der Volksbeauftragten am 12. November 1918 die volle Beteiligung von Frauen am politischen Leben durch. Alle Frauen und Männer ab 20 Jahre konnten nun mit Abschaffung des Dreiklassenwahlrechts durch gleiche, geheime und direkte Wahl ihre Politiker/innen in die Weimarer Nationalversammlung wählen. Die Jahreswende 1918/1919 markiert einen bedeutenden Einschnitt in der deutschen Geschichte: Mit der Novemberrevolution wurde der Weg frei für die deutsche Demokratie und – damit eng verbunden – für die politische Gleichstellung von Frauen und Männern. 1918 und 1919 sind somit Jahre, deren Erinnerung und Würdigung lohnt – zum 100. Geburtstag parlamentarischer Demokratie und zum 100. Jubiläum der Einführung des Frauenwahlrechts in Deutschland. Das Historische Museum Frankfurt lenkt mit dieser großen, ganz Deutschland in den Blick nehmenden Jubiläumsausstellung erstmals die Aufmerksamkeit auf die Frauen, die zur Entstehung der Weimarer Republik und zur Einführung des Frauenwahlrechts 1918/1919 in Deutschland beitrugen. Mit der zweiten großen Sonderausstellung im 2017 neu eröffneten Ausstelungshaus auf rund 1.000 Quadratmetern präsentiert das Historische Museum Frankfurt die historischen Ereignisse und die mit ihnen verbundenen Protagonistinnen um die Jubiläumsjahre 1918/1919. Frauen machten sich damals an allen Orten auf, sich politisch zu engagieren, um ihre Erwartungen, -forderungen und Visionen umzusetzen. Frauen verschiedenster Parteien und Schichten kämpften 1918/1919 für eine demokratische Republik und damit für das Recht, an dieser vollumfänglich teilhaben zu können. Das Museum würdigt mit der Ausstellung diese Frauen und zeigt zugleich, dass das historische Thema an aktuelle Diskussionen anknüpft: Es geht in der Ausstellung um Gleichberechtigung, Selbstbestimmungsrechte von Frauen sowie Freiheits- und Gleichheitsrechte im Allgemeinen. Angesprochen werden aktuelle Fragen nach gleichberechtigter politischer Mitbestimmung Aller, der Schaffung gleicher Zugänge zu Bildung, Arbeit und Kultur sowie um Diskussionen über das Recht auf Selbstentfaltung und um Forderungen nach einer gerechteren, friedlicheren und freiheitlicheren Gesellschaft. Die Ausstellung ist im Hinblick auf aktuelle Gleichstellungsdebatten und Emanzipationsbewegungen relevant: Heute stellen Frauen im deutschen Parlament 36% aller Parlamentarier/innen, Frauen verdienen heute in Deutschland durchschnittlich 18% weniger als Männer und sind wesentlich stärker von Altersarmut und sexualisierter Gewalt bedroht. Die Ausstellung setzt die Forderungen und Themen der Ersten Deutschen Frauenbewegung mit aktuellen Debatten in Verbindung. Dafür werden unter anderem aktuelle künstlerische Installationen und Positionen ausgewählt. Ein vielfältiges Begleitprogramm mit Filmen, Diskussionsveranstaltungen und künstlerischen wie partizipativen Projekten wird ebenfalls diesen aktuellen Bezug herstellen und zur Diskussion anregen. Die Schau richtet damit eine ganz besondere Perspektive auf die Jahre 1918/1919 – die Perspektive der Frauen am Beginn des 20. Jahrhunderts und ihre Forderungen, Erwartungen und Visionen. Ihr Engagement für das Recht auf Mitbestimmung in der Politik wird in der Ausstellung anhand der topografischen Zentren der Ersten Deutschen Frauenbewegung München, Hamburg, Bremen, Berlin, Frankfurt, Braunschweig, Leipzig und Köln aufgezeigt. Auch die internationalen Netzwerke der Frauen der Ersten Deutschen Frauenbewegung, die sich in europa- und weltweiten Kongressteilnahmen und Treffen widerspiegelt, stehen im Mittelpunkt der Ausstellung. Mit einem zweiten, modularen Ausstellungsteil wird zudem der regionalen Geschichte und ihrer Akteurinnen gedacht. Geplant ist für die Frankfurter Schau die Präsentation der Ersten Frauenbewegung im Rhein-Main-Gebiet sowie der hessischen Politikerinnen, die auf regionaler, nationaler wie internationaler Ebene in die Politik einstiegen und die Revolution 1918/1919 mitbestimmten. Das Museum wird in einem Verbund mit zentralen Archiv- und Bibliotheksstellen sowie Museen einen wichtigen Beitrag für die museale Vermittlung und weitere wissenschaftliche Erforschung der Geschichte der Ersten Deutschen Frauenbewegung leisten. Konzeption und Kuration: Dorothee Linnemann...
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Museum Ludwig, Foto: Thomas Riehle
Museum Ludwig, Foto: Thomas Riehle

Do­ing the Doc­u­ment: Fo­to­gra­fien von Diane Ar­bus bis Pi­et Zwart - Die Schenkung Barten­bach

Museum Ludwig
Köln | 31.08.2018-06.01.2019
Diane Ar­bus, Walk­er Evans, Lee Fried­lan­der, Au­gust San­der, Ta­ta Ronkholz, Al­bert Renger-Patzsch, Pi­et Zwart und zwölf weitere Po­si­tio­nen – all diese Fo­to­graf*in­nen eint ein doku­men­tarisch-kün­st­lerisch­er An­satz, der mit Do­ing the Doc­u­ment vorgestellt und zu­gleich be­fragt wird. Der Auss­tel­lungsti­tel löst be­wusst die vermeintlichen Ge­gen­sätze von „her­stellen (do­ing)“ und „doku­men­tieren“ auf, um die im­mer wied­er besch­worene „Krise der Repräsen­ta­tion“ im Werk von 20 Fo­to­graf*in­nen und deren Rezep­tion auszu­loten. Zu ver­danken ist diese Auss­tel­lung ein­er Schenkung von über 200 Werken deutsch­er und amerikanisch­er Fo­to­graf*in­nen durch die Köl­n­er Fam­i­lie Barten­bach, die die Samm­lung des Mu­se­um Lud­wig kür­zlich sub­s­tanziell er­weit­ert hat....
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Museum für Angewandte Kunst Köln, Foto: Jens Korte / KölnTourismus GmbH
Museum für Angewandte Kunst Köln, Foto: Jens Korte / KölnTourismus GmbH

Andy Warhol: Pop goes Art

Museum für Angewandte Kunst Köln
Köln | 01.09.2018-24.03.2019
Das Museum für Angewandte Kunst Köln (MAKK) präsentiert erstmals eine bislang unveröffentlichte Privatsammlung, die nahezu lückenlos alle von Andy Warhol konzipierten Plattencover sowie zahlreiche Skizzen und Entwürfe umfasst. Zusammen mit Filmen und Hörbeispielen dokumentiert die Ausstellung - getreu dem Titel „Pop goes Art“ - das Zusammenspiel der Medien Kunst und Musik. Andy Warhol (1928-1987) setzte sich seit 1949 immer wieder mit dem Medium Schallplatte auseinander. Als Werbegrafiker gestaltete er zunächst vor allem Jazz-LPs, bevor er sich in den 1960er Jahren – dann bereits als international etablierter Künstler – der Gesamtkonzeption für Cover der unterschiedlichsten Musikgenres widmete. Durch Zeichnungen, Siebdrucke, Fotografien und eigenwillige kalligraphische Elemente prägte er die Gestaltung und Ästhetik zahlreicher Plattencover der Zeit. Hierzu zählen das legendäre und skandalöse Album der Rolling Stones „Sticky Fingers“ oder Cover für Diana Ross, John Lennon, Paul Anka, Miquel Bosé oder das NBC Symphony Orchestra. Absoluten Kultstatus hat mittlerweile das Album „The Velvet Underground & Nico“. Dieses Debütalbum der experimentellen Rockband The Velvet Underground mit der Sängerin Nico wurde von Andy Warhol produziert und im März 1967 veröffentlicht. Das ebenfalls von ihm konzipierte Plattencover zeigt eine Banane, deren gelbe Schale in Form eines Aufklebers gemäß des Slogans „Peel Slowly and See“ abgezogen werden kann, so dass das rosa Fruchtfleisch erscheint. 2018 jährt sich der 90ste Geburtstag Andy Warhols sowie der 80ste Geburtstag bzw. 30ste Todestag der aus Köln stammenden Musik- und Modeikone Nico, die als Warhols Muse Teil der Factory war und in zahlreichen Filmen Warhols wie beispielsweise „The Chelsea Girls“ mitspielte. Aktueller Anlass der Ausstellung „Andy Warhol – Pop goes Art“ ist zudem das 15-jährige Jubiläum des Kölner Musikfestivals c/o pop und das 20-jährige Jubiläum des Kölner Plattenlabels für elektronische Musik KOMPAKT....
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Deutsches Historisches Museum
Deutsches Historisches Museum

RÜCK | AN | SICHT

Deutsches Historisches Museum
Berlin | 13.09.2018-03.02.2019
Verborgene Geschichten hinter musealen Exponaten wecken immer wieder die Neugier vieler Menschen. So ist es nur allzu verständlich, dass die Erforschung und Präsentation von Objektbiografien in den letzten Jahren ein großes öffentliches Interesse hervorriefen. Doch wie lässt sich die Provenienz eines Sammlungsobjekts erforschen? Was verrät beispielsweise die Rückseite eines Gemäldes über dessen Herkunft? Wie lassen sich Leerstellen aufdecken? Exemplarisch veranschaulicht Adolph Menzels Gemälde "Borussia" eine nahezu vollständige Provenienz. Die rätselhaften Aufschriften der Rückseite führen ins Deutsche Kaiserreich zur Familie Mendelssohn, zum Zwangsverkauf des Werkes im Nationalsozialismus, zum Restitutionsverfahren bis hin zu dessen Erwerb durch das Deutsche Historische Museum. Vor dem Hintergrund der anhaltenden Debatte zu Restitutionen zeigt die Intervention im Bereich der Dauerausstellung nicht nur das exemplarische Schicksal dieses Gemäldes, sondern fragt zugleich nach dem Umgang mit Restitutionen von der Nachkriegszeit bis heute....
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Haus der Kunst München, Foto: Jens Weber, München
Haus der Kunst München, Foto: Jens Weber, München

Jörg Immendorff

Haus der Kunst München
München | 14.09.2018-27.01.2019
Erst Ende der 1970er-Jahre fasste Immendorff (1945-2007) den Entschluss, seine Dreifach-Existenz als politischer Aktivist, Lehrer und Maler ganz auf die Seite der Kunst zu verlagern. Dabei markiert das Jahr 1976 in mancher Hinsicht ein Schlüsseljahr: Immendorff beteiligte sich an der Biennale in Venedig mit einer Flugblattaktion, die die „Freiheitsberaubung“ in der DDR attackiert und internationale künstlerische Kooperation als Vehikel zu ihrer Überwindung fordert; daran anschließend folgte 1978 der Einstieg in den Café Deutschland-Zyklus, angeregt durch Renato Guttusos Café Greco, das Immendorff in einer Ausstellung in Köln gesehen hatte. Mit der Arbeit am Café Deutschland-Zyklus gewinnt Immendorffs Malerei in Duktus und Farbigkeit an Expressivität, mit der er sich gleichzeitig von der ideologisch gefärbten Emblematik befreit. Der hier eingeleitete Veränderungsprozess mit seiner formalen und inhaltlichen Öffnung entwickelte sich in den letzten Werkphase zu einer bildsprachlichen „Lichtung“ im Sinne einer neuen malerischen Kraft und Leichtigkeit, die Immendorff selbst einmal als „Befreiungsschlag“ bezeichnet hat: „Ich bin froh, dass sie auf Grund ihrer radikalen Konzentration nicht mehr selbstverständlich die Frage nach der Fabel provozieren. Ich habe in ihnen Schritt für Schritt das erzählende Lametta hinweggerafft, so dass die Faktur von Form und Farbe wie von selbst im Mittelpunkt steht.“ Die Retrospektive wird ca.100 Werke umfassen. Sie folgt keiner strengen Chronologie der Werke, vielmehr wird sie entscheidende Schwerpunkte der Werkentwickelung in Kapitel darstellen....
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Museum Ludwig, Foto: Thomas Riehle
Museum Ludwig, Foto: Thomas Riehle

Gabriele Mün­ter: Malen ohne Um­sch­weife

Museum Ludwig
Köln | 15.09.2018-13.01.2019
Gabriele Mün­ter (1877–1962) war eine zen­trale Kün­stler­fig­ur des deutschen Ex­pres­sion­is­mus und der Kün­st­ler­gruppe „Der Blaue Re­it­er“, deren Grün­dung in Mün­ters Haus in Mur­nau statt­fand. Über ihre Rolle als en­gagierte Per­sön­lichkeit, Ver­mitt­lerin und langjährige Lebens­ge­fährtin Wass­i­ly Kandin­skys hi­naus, zeigt diese Auss­tel­lung er­st­mals wie wichtig und ei­gen­ständig Gabriele Mün­ter als Ma­lerin war: Mit über hun­dert Gemäl­den, darun­ter er­st­mals der Öf­fentlichkeit präsen­tierte Werke aus dem Nach­lass, er­laubt sie ei­nen neuen Blick auf diese starke Kün­st­lerin. Mün­ter ge­hört zu den weni­gen frühen Frauen der Mod­erne. Ihre Of­fen­heit und Ex­per­i­men­ti­er­freudigkeit als Ma­lerin, Fo­to­grafin und Gra­fik­erin wird nun er­st­mals aus­führ­lich präsen­tiert....
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Foto: Bildarchiv Georg Kolbe Museum, Foto: Enric Duch
Foto: Bildarchiv Georg Kolbe Museum, Foto: Enric Duch

Zarte Männer in der Skulptur der Moderne

Georg Kolbe Museum
Berlin | 19.09.2018-04.02.2019
Das Georg Kolbe Museum widmet seine diesjährige Herbstausstellung anlässlich des Themenwinters 1918/2018 den zarten Männern in der Skulptur der Moderne – u.a. in Werken von Aristide Maillol, George Minne, Hermann Blumenthal, Wilhelm Lehmbruck, Georg Kolbe und Gerhard Marcks. In auffallender Vielzahl bearbeiteten die Bildhauer seit der Jahrhundertwende den Topos des unversehrten, aber verletzlichen Jünglings. Die Konzeption eines empfindsamen männlichen Körperideals erscheint als bewusste Gegenbewegung zu den heroisch-starken Männerbildern der Zeit. Ihre demonstrative Wehrlosigkeit steht in innerem Widerspruch zur Brutalität der äußeren Wirklichkeit. Mit der modernen Skulptur zog eine neue Körperlichkeit in die bildende Kunst ein, die als Ausdruck eines freiheitlichen Lebensgefühls begriffen wurde. Neben tänzerisch bewegten Frauenakten finden sich starke, sportlich sehnige Männer als Idealbilder ihrer Zeit – und in auffallender Vielzahl zarte Jünglingskörper, denen ein melancholisches Ideal der Schwäche und Verletzlichkeit innewohnt. In einem Umfeld des kriegerisch-militanten Selbstbewusstseins der späten Kaiserzeit und noch junger Demokratiebewegungen suchten die, vorwiegend männlichen, Künstler nach Verfeinerung von Körper und Geist. Der Kult um die Jugend, der sowohl in militanten wie in pazifistischen Kreisen in der Zeit um 1900 blühte, beflügelte dieses Ideal des zarten Mannes. In Figuren von Thomas Mann, Rainer Maria Rilke und Georg Trakl oder im Kreis um Stefan George finden sich in der Literatur zahlreiche Parallelen zu diesen ungewöhnlich sanften Männerbildern. Bereits im 19. Jahrhundert kam es mit der Klassik zu einer Rückbesinnung auf die Antike. Beispielsweise mit der Figur des Amors, des Narziss‘ oder des Pygmalion sind zarte Jünglingsfiguren bekannt, die sich großer Beliebtheit in öffentlichen und vor allem auch privaten Skulpturensammlungen erfreuten. Die moderne Skulptur löste sich jedoch von solchen narrativen Zusammenhängen und bot offener als zuvor Menschenleiber, die von einem inneren, wie äußeren Begehren durchdrungen sind. Die zarten Männer von Lehmbruck, Blumenthal und Minne versinnbildlichen ein Erwachen, begegnen jedoch ebenso einem Zweifel an ihrer Zeit: mit einer schönen Linie. Georg Kolbes Denkmalsentwürfe zum Ersten Weltkrieg zeigen nicht Krieg und Verwüstung, prangern nicht das Elend an, sondern würdigen die in der Realität oftmals noch fast jugendlichen Opfer und überhöhen sie zu überirdischer Schönheit. In der Konzeption von feingliedrigen männlichen Helden schuf der Bildhauer vergeistigte Gegenbilder zur Kriegsrealität. Lehmbrucks „Gestürzter“ von 1915/16 markiert in vielfacher Hinsicht einen Wendepunkt in der Körperauffassung moderner Skulptur – darüber hinaus jedoch auch in ihrer Haltung zu den Umständen der Zeit, in deren Kontext sie gesehen werden muss. Danach erscheint die schönlinige Darstellung des unversehrten Körpers angesichts der Zeitumstände mindestens weltabgewandt, wenn nicht sogar anachronistisch oder reaktionär. Mit Werken von Herrmann Blumenthal, Joachim Karsch, Gerhard Marcks oder Renée Sintenis formiert sich jedoch eine neuere Bildhauerei, die das Verletzliche, teils innerlich wie äußerlich Verletzte, in ihren sanften Körperkonzeptionen mitdenkt. Erschütternd sind die Beispiele aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges, in der die geforderte Weltordnung endgültig keinen Platz mehr für die Zögerlichen, die Zaudernden und die Zweifler vorsah. Im Themenwinter zum Gedenken an die Errungenschaften der ersten deutschen Republik vor 100 Jahren versammelt die Ausstellung im Berliner Georg Kolbe Museum rund 60 Plastiken und zahlreiche Zeichnungen und Grafiken zum Themenfeld des zarten Mannes in der modernen Skulptur....
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Eva Besnyö: Photographien

Käthe-Kollwitz-Museum Köln
Köln | 21.09.2018-09.12.2018
Anlässlich des Festivals der Internationalen Photoszene Köln und der photokina 2018 setzt das Käthe Kollwitz Museum Köln seine Reihe von Photographie-Ausstellungen fort und präsentiert Arbeiten von Eva Besnyö (1910 Budapest – 2003 Amsterdam). Eva Besnyö war eine begnadete Photographin und politisch engagierte Zeitgenossin. Im Budapester Atelier von József Pésci erwarb sie ihr photographisches Rüstzeug. Berlin öffnete ihr zu Beginn der 1930er Jahre die Augen für die Ästhetik der modernen Photographie. In Amsterdam erfuhr sie das Ansehen einer Meister-photographin, noch bevor ihr nach der Verfolgung als Jüdin und dem Überleben im Versteck in den 1950erJahren ein beruflicher Neustart gelang....
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Foto: Münchner Stadtmuseum
Foto: Münchner Stadtmuseum

Migration bewegt die Stadt. Neue Perspektiven auf 'Typisch München!'

Münchner Stadtmuseum mit den Sammlungen Fotografie, Puppentheater, Schaustellerei, Musik und der Sammlung Mode/Textilien
München | 21.09.2018-31.12.2018
Migration hat München in allen Bereichen geprägt. „Stadtgeschichten sind auch immer Migrationsgeschichten“ (Erol Yıldız). Das Münchner Stadtmuseum und das Stadtarchiv München arbeiten seit 2015 gemeinsam daran, die Gegenwart und Geschichte Münchens aus dieser Perspektive zu erforschen. Die beiden Münchner Institutionen präsentieren mit ihren ersten Forschungsergebnissen neue Lesarten und Ergänzungen in der Dauerausstellung „Typisch München!“....
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Ubaldo Oppi Die Frau des Künstlers vor venezianischer Kulisse, 1921 Öl auf Leinwand Foto: Carlo Baroni, Rovereto
Ubaldo Oppi Die Frau des Künstlers vor venezianischer Kulisse, 1921 Öl auf Leinwand Foto: Carlo Baroni, Rovereto

Unheimlich real Italienische Malerei der 1920er Jahre

Museum Folkwang
Essen | 28.09.2018-13.01.2019
Im Laufe der 1920er Jahre entfaltet sich in Italien der Realismo Magico, eine eigenständige Strömung, die lange mit der Neuen Sachlichkeit gleichgesetzt wurde. Rund 70 Gemälde dieser Bewegung sind im Herbst 2018 im Museum Folkwang zu sehen, darunter Hauptwerke der Protagonisten Ubaldo Oppi, Antonio Donghi und Felice Casorati, die mit Werken von Giorgio de Chirico, Giorgio Morandi, Carlo Carrà oder Gino Severini in Dialog treten. Malerische Virtuosität wird auf diesen Gemälden nie zum gefälligen Selbstzweck, stets lauert hinter dem Vertrauten das Unheimliche, unter der glatten Oberfläche der Abgrund. Zwischen Melancholie und Idylle, zwischen Zivilisationsmüdigkeit und Fortschrittspathos entspringen aus der Bewegung des Magischen Realismus einige der stimmungsvollsten Werke der Malerei des 20. Jahrhunderts....
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Wallraf-Richartz-Museum, Foto: Jens Korte / KölnTourismus GmbH
Wallraf-Richartz-Museum, Foto: Jens Korte / KölnTourismus GmbH

Schatten im Blick

Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud
Köln | 28.09.2018-13.01.2019
Im Herbst 2018 begibt sich das Wallraf auf Spurensuche nach einem besonders flüchtigen und schwierig darzustellenden Phänomen: dem Schatten. Die Besucher werden auf eine (kunst-)historische Entdeckungsreise eingeladen, die in der frühen Neuzeit startet. Künstler wie Leonardo da Vinci und Albrecht Dürer widmen sich als Erste der geometrischen Konstruktion von Schatten. Die bei genauer Betrachtung „konfusen“ Schattenränder und Schlagschatten stellen viele andere Künstler vor eine große Herausforderung. Wie die Graphikschau zeigt, entwickelt sich erst im 17. Jahrhundert ein eigenes Verständnis für das Phänomen des Schattens, das die besonderen Projektionsverhältnisse im Sonnenlicht berücksichtigt. Anhand von dreißig druckgraphischen Blättern aus dieser Zeit wird die Entwicklung der Schattendarstellung anschaulich nachgezeichnet. Die Ausstellung wird kuratiert von Tim Otto Roth, Konzeptkünstler, Kunst- und Wissenschaftshistoriker sowie Experte auf dem Gebiet der Schattendarstellungen....
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Peter Ustinov während der Berlinale 1955  © Heinz Köster / Deutsche Kinemathek
Peter Ustinov während der Berlinale 1955 © Heinz Köster / Deutsche Kinemathek

Zwischen den Filmen – Eine Fotogeschichte der Berlinale

Deutsche Kinemathek - Museum für Film und Fernsehen mit Marlene Dietrich Collection
Berlin | 28.09.2018-05.05.2019
Von Anfang an haben Pressefotografen die Berlinale begleitet, dokumentiert, auch interpretiert. Die Deutsche Kinemathek archiviert mehrere Nachlässe von Fotografinnen und Fotografen, deren Hauptfokus auf gesellschaftlichen Filmereignissen in Berlin lag. Der besondere Reiz dieser Sammlung liegt am Rande der eigentlichen Motive, wenn beiläufig eingefangene Momente Mode, Zeitgeist, Alltags- und Repräsentationskultur oder das Konsumverhalten widerspiegeln. Die Ausstellung „Zwischen den Filmen" dokumentiert die Arbeit der Fotografinnen und Fotografen und damit all das, was die Berlinale so charakteristisch macht – all das, was zwischen den Filmen geschieht....
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K21 Ständehaus, Foto: Ralph Richter
K21 Ständehaus, Foto: Ralph Richter

Cao Fei

K21 Ständehaus - Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen
Düsseldorf | 06.10.2018-10.02.2019
Das K21 präsentiert im Herbst 2018 die erste große Ausstellung der in Peking lebenden Künstlerin Cao Fei in Deutschland seit 2008. Die in Zusammenarbeit mit dem MoMA PS1 gezeigten Multimedia-Installationen, Videos, Fotografien und Skulpturen nehmen zwischen Traumwelt und möglicher Katastrophe Bezug auf die sich stark ändernde gesellschaftliche und urbane Situation Chinas. Im Zusammen­spiel von Fantasie und Realität verleiht die Pionierin der Post-Internet-Generation (*1978) diesen Umbrüchen mit unterschiedlichsten Quellen und Referenzen ein Gesicht....
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Foto: Peter Groth
Foto: Peter Groth

London 1938: Mit Kandinsky, Liebermann und Nolde gegen Hitler

Liebermann-Villa am Wannsee
Berlin | 07.10.2018-14.01.2019
1938 fand in London die Ausstellung Twentieth Century German Art statt: nicht nur die bis heute größte Ausstellung deutscher Moderne in England, sondern auch die größte internationale Antwort auf die Münchner Ausstellung „Entartete Kunst“. Die Ausstellung fand zwischen Juli und August 1938 statt und enthielt mehr als 300 Meisterwerke der deutschen Moderne. Sie war auch eines der bemerkenswertesten Projekte, mit denen sich deutsche Emigranten und die verfemten Künstler selbst zu Wort meldeten. Mehr als 100 Ausstellungsstücke kamen von deutsch-jüdischen Unternehmern, Linkspolitikern und Künstlern, die Deutschland bereits verlassen hatten, unter ihnen Max Beckmann und Paul Klee. Der Maler Max Liebermann war in der Londoner Ausstellung sehr gut vertreten, mit mindestens 22 ausgestellten Werken. Seine Witwe Martha Liebermann gehörte auch zu den Leihgebern der Ausstellung. Sie schickte ein Liebermann Porträt Albert Einsteins nach London mit der Absicht, es dort zu verkaufen, um Geld für die geplante Emigration zu sammeln. Im Jahr 2018 jährt sich dieses einmalige Ausstellungs-Ereignis zum 80. Mal – Anlass für die Liebermann-Villa diesem „Statement für die deutsche Kunst“ eine Ausstellung und einen wissenschaftlichen Katalog zu widmen. Die Ausstellung London 1938. Ein Statement für die deutsche Kunst rekonstruiert die Kunstausstellung aus dem Jahr 1938 mit einer großen Auswahl an Original-Ausstellungsstücken. Die Werke werden zusammen mit Informationen zu den Leihgebern des Jahres 1938 und der Resonanz der Ausstellung in Großbritannien und in Deutschland präsentiert. Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit der Wiener Library in London, einem der weltweit bedeutensten Archive zum Holocaust und der Zeit des Nationasozialismus und wird gefördert von der Kulturstiftung des Bundes....
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Foto: Städtische Galerie im Lenbachhaus München
Foto: Städtische Galerie im Lenbachhaus München

Phantastisch!

Städtische Galerie im Lenbachhaus
München | 09.10.2018-17.02.2019
Häufig wird der österreichische Zeichner Alfred Kubin (1877-1959) als ein Gründungsmitglied des »Blauen Reiter« genannt, seine konkreten Beziehungen zu diesem Künstlerkreis sind jedoch so gut wie unbekannt. Die Ausstellung zeichnet erstmals mit einer Fülle von Werken, Dokumenten und Fotografien die komplexen persönlichen und künstlerischen Verflechtungen nach: Es ist fast völlig in Vergessenheit geraten, dass Kubins erste Ausstellung in München und sein berühmtes, aufsehenerregendes Frühwerk mit den drastischen Visionen von Trieb- und Zwangsvorstellungen, die Einblicke »in die Dunkelkammer der modernen Seele« erlaubten, 1904 von Wassily Kandinsky in der Künstlervereinigung »Phalanx« präsentiert wurde. Fünf Jahre später – Kubin hatte eine Phase des Umbruchs hinter sich, seinen Roman »Die andere Seite« niedergeschrieben und war von München nach Zwickledt in Oberösterreich gezogen – wurde er 1909 zur »Neuen Künstlervereinigung München« um Kandinsky, Münter, Jawlensky und Werfekin hinzugezogen. Auch nach der Abspaltung des »Blauen Reiter« 1911 wurde Kubin umgehend in einem Brief von Gabriele Münter zum Mitmachen aufgefordert. Jetzt waren es die seelischen, phantastischen und traumhaften Dimensionen, die die Künstlerfreunde an Kubins neuartigen, kalligraphisch flüssigen Tuschfederzeichnungen faszinierten. Bei der 2. Blauer Reiter-Ausstellung präsentierte er vielfigurige Szenen, die in beunruhigend irrationaler Weise einen Teppich des Lebens ausbreiten, wobei oft ein geheimnisvolles »Zwischenreich« aufscheint. Es ist diese geistige Dimension, der sich etwa auch Kandinsky, Franz Marc oder Paul Klee in ihren Werken verbunden fühlten....
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Grande Decorazione. Italienische Monumentalmalerei in der Druckgraphik

Staatliche Graphische Sammlung
München | 11.10.2018-06.01.2019
Die italienische Kunst erreichte in der Monumentalmalerei einen ihrer Höhepunkte. Michelangelos „Sixtinische Decke“, das „Jüngste Gericht“, Fresken Raffaels, Pietro da Cortonas und Tiepolos zählen zu den einprägsamsten Werken menschlicher Erfindungskraft. Am Beginn dieses Erfolgs steht Andrea Mantegna. Für eines seiner Hauptwerke, den „Triumphzug Cäsars“, der aus zehn großformatigen ursprünglich an eine Wand montierten Tafeln bestand, präsentierte er um 1500 als Novum auch eine Fassung im Kupferstich (Abb.). Seit dieser Zeit finden sich in der Druckgraphik unterschiedlichste Wand- und Deckenbilder widergespiegelt. Aus Kunst entstand neue Kunst unter der Voraussetzung, Komplexes und Großes ins leicht Lesbare und Handliche der Graphik zu überführen. Die Blätter konnten allerorts bewundert werden und prägten die Vorstellung von den Urbildern nachhaltiger als diese selbst. Die Ausstellung überrascht mit rund 120 Werken, die in Größe und Form ungewöhnlich markant, attraktiv und künstlerisch ausgereift sind....
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Rautenstrauch-Joest-Museum, Foto: Rheinisches Bildarchiv Köln
Rautenstrauch-Joest-Museum, Foto: Rheinisches Bildarchiv Köln

Fast Fashion. Die Schattenseiten der Mode

Rautenstrauch-Joest-Museum Kulturen der Welt
Köln | 12.10.2018-24.02.2019
Eine Ausstellung des Museums für Kunst und Gewerbe Hamburg im Rautenstrauch-Joest-Museum – Kulturen der Welt Die Ausstellung beleuchtet die Hintergründe einer globalisierten Textilwirtschaft. Sie befasst sich mit den Produktionsmechanismen, wirtschaftlichen und sozialen Aspekten, aber auch mit Umweltfragen. In einem zweiten Teil widmet sich die Ausstellung Beispielen eher nachhaltiger Herstellungstechniken aus verschiedenen Kulturen der Welt, die oftmals auf traditionellem Wissen basieren und mitunter – oftmals als bewusste Gegenbewegungen – wieder zunehmend populär werden. Ermöglicht durch: Karin Stilke Stiftung und DBU Deutsche Bundesstiftung Umwelt....
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Foto: Münchner Stadtmuseum
Foto: Münchner Stadtmuseum

Wunderkammer - Frank Soehnles Figurentheater im Dialog mit der Sammlung Puppentheater

Münchner Stadtmuseum mit den Sammlungen Fotografie, Puppentheater, Schaustellerei, Musik und der Sammlung Mode/Textilien
München | 18.10.2018-06.01.2019
Eine Gegenüberstellung, ein Familientreffen, eine Audienz bei den Idolen. Der Figurenspieler Frank Soehnle hat in der Sammlung Puppentheater des Münchner Stadtmuseums jede Menge Inspirationsquellen wiedergefunden, aber auch Verwandte, Urahnen und Doppelgänger seiner eigenen Figuren. Zu Themen wie Himmel & Hölle, Abnormitäten, Schatten, Auflösung, Totentanz und Totenkonferenz, die auch immer wieder auf Soehnles Bühne zu sehen sind, entstehen auf 200 Quadratmetern sinnliche Dialogräume zwischen Exponaten der Sammlung und Figuren aus verschiedenen Inszenierungen Frank Soehnles von 1991 bis heute....
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Alte Pinakothek, Foto:Alte Pinakothek
Alte Pinakothek, Foto:Alte Pinakothek

Florenz und seine Maler: Von Giotto bis Leonardo da Vinci

Alte Pinakothek
München | 18.10.2018-27.01.2019
Mit rund hundert Meisterwerken des 14. und 15. Jahrhunderts widmet sich die Ausstellung den bahnbrechenden Neuerungen der Malerei am Geburtsort der Renaissance. Ludwig I. konnte zu Beginn des 19. Jahrhunderts einige spektakuläre Schlüsselwerke der Florentiner Maler für München erwerben. Gemeinsam mit zahlreichen hochkarätigen Leihgaben treten diese Tafelbilder in einen beziehungsreichen Dialog, der ihre spezifischen Qualitäten erfahrbar macht. Gemälde, Skulpturen und Zeichnungen – darunter herausragende Arbeiten von Giotto, Lorenzo Monaco, Donatello, Fra Angelico, Filippo Lippi, Verrocchio, Botticelli und Leonardo – eröffnen auf diese Weise ein umfassendes Panorama der Tradition und Entwicklung der neuzeitlichen Kunst im Florenz der Medici. Eine begleitende Präsentation in der Galerie zeigt erstmals in der Geschichte der Alten Pinakothek nahezu den gesamten Münchner Bestand an Florentiner Malerei des 14. bis 16. Jahrhunderts. Die Ausstellung präsentiert zudem die Ergebnisse eines interdisziplinären Forschungsprojekts der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen und macht somit die Arbeitsprozesse und maltechnischen Errungenschaften der Florentiner Meister nachvollziehbar....
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Museum für Angewandte Kunst Köln, Foto: Jens Korte / KölnTourismus GmbH
Museum für Angewandte Kunst Köln, Foto: Jens Korte / KölnTourismus GmbH

Kölner Design Preis - Toby E. Rodes Award

Museum für Angewandte Kunst Köln
Köln | 26.10.2018-18.11.2018
Der „Kölner Design Preis“ wird 2018 zum 11. Mal vergeben und erstmals von der Estate Toby E. Rodes ausgelobt. Der Preis gehört zu den begehrtesten Auszeichnungen für junge Designabsolventen und würdigt das Leben des deutsch-amerikanischen Gestalters Toby E. Rodes. Prämiert werden herausragende Abschlussarbeiten von Designstudiengängen an Kölner Hochschulen. Die Ausstellung umfasst die Arbeiten der Preisträger und aller Nominierten....
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Foto: Städtische Galerie im Lenbachhaus München
Foto: Städtische Galerie im Lenbachhaus München

Weltempfänger

Städtische Galerie im Lenbachhaus
München | 06.11.2018-10.03.2019
Die Ausstellung »Weltempfänger. Georgiana Houghton – Hilma af Klint – Emma Kunz« gibt Einblick in eine außergewöhnliche und weitgehend unbekannte Episode der Moderne: Völlig unabhängig voneinander entwickelten Georgiana Houghton (1814–1884) in England, Hilma af Klint (1862–1944) in Schweden und Emma Kunz (1892–1963) in der Schweiz eine jeweils eigene abstrakte, mit Bedeutung hochaufgeladene Bildsprache. Mit großer Ausdauer und Durchsetzungsvermögen folgten sie ihren Überzeugungen; gemeinsam war ihnen der Wunsch, Naturgesetze, Geistiges und Übersinnliches sichtbar zu machen. Zum ersten Mal werden wir ihre äußerst selten gezeigten Werke gemeinsam im Kunstbau des Lenbachhauses präsentieren....
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Haus der Kunst München, Foto: Jens Weber, München
Haus der Kunst München, Foto: Jens Weber, München

Joan Jonas

Haus der Kunst München
München | 09.11.2018-03.03.2019
Joan Jonas (*1936 in New York) wurde Ende der 1960er- und Anfang der 1970er-Jahre als Pionierin der Video- und Performancekunst bekannt und ist eine der einflussreichsten Künstlerinnen der Gegenwart. Mit ihren experimentellen Installationen verfolgt sie einen originellen und interdisziplinären Ansatz. Sie vereinte Projektionen, Videos, Zeichnungen, Soundscapes, Objekte, Requisiten und Masken. Im Zentrum ihrer Arbeit steht oft eine erzählende Komponente. Jonas findet ihre Inspiration u.a. in der Literatur, im Noh-Theater und in Ritualen, die sie auf zahlreichen Reisen über die Jahre miterlebt hat. Joan Jonas hat ihre Arbeit international und umfangreich ausgestellt und zur Aufführung gebracht. So nahm sie (zwischen 1972 und 2012) sechsmal an der documenta in Kassel teil und war im amerikanischen Pavillon der 56. Biennale von Venedig vertreten. Die Ausstellung im Haus der Kunst zeigt bahnbrechende Installationen aus den 1970er-Jahren sowie jüngere Arbeiten aus den letzten fünfzehn Jahren. Hinzu kommen Live-Performances, ein umfangreiches Filmprogramm sowie ein Katalog mit mehreren Interviews mit der Künstlerin....
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Otto Möller, Straßenlärm, 1920,  © Christoph Möller, Diessen/Ammersee, Repro: Kai-Annett Becker
Otto Möller, Straßenlärm, 1920, © Christoph Möller, Diessen/Ammersee, Repro: Kai-Annett Becker

Die Novembergruppe: Von Höch bis Taut, von Klee bis Dix

Berlinische Galerie Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur
Berlin | 09.11.2018-11.03.2019
In den Revolutionswirren von 1918 gründeten Maler*innen, Bildhauer*innen und Architekt*innen in Berlin die Novembergruppe als „Vereinigung der radikalen bildenden Künstler“. Ihr Ziel war die „engste Vermischung von Volk und Kunst“. Bis 1932 präsentierte die Gruppe an die 3.000 Werke von über 470 Kunstschaffenden, darunter viele Größen der Klassischen Moderne, aber auch Künstler*innen, die bis heute auf eine Wiederentdeckung warten. Die Mitglieder der Novembergruppe waren nach dem Zusammenbruch des Kaiserreiches davon überzeugt, mit ihrer Kunst am Aufbau einer demokratischen Gesellschaft und an der Formung eines Neuen Menschen mitwirken zu können. Offen für alle Stilrichtungen, von Kubismus, Futurismus und Expressionismus über Dada bis hin zu Abstraktion und Neuer Sachlichkeit, forderten sie die Sehgewohnheiten heraus. Diese liberale Haltung gegenüber den unterschiedlichen künstlerischen Positionen entsprach den demokratischen Grundsätzen der jungen Republik, mit deren Niedergang auch das Ende der Novembergruppe einherging. Die Schau präsentiert rund 120 Exponate, die allesamt in Ausstellungen der Novembergruppe zu sehen waren. Sie vermittelt einen neuen Blick auf die avantgardistische Kunst während der Weimarer Republik und auf deren gesellschaftsutopischen Gehalt. Künstler*innen (Auswahl): Rudolf Belling, Hans Brass, Otto Dix, Max Dungert, Theo van Doesburg, Max Ernst, Otto Freundlich, Paul Goesch, Walter Gropius, George Grosz, Hannah Höch, Raoul Hausmann, Issai Kulvianski, Paul Klee, El Lissitzky, Erich Mendelsohn, Ludwig Mies van der Rohe, Laszlo Moholy-Nagy, Piet Mondrian, Otto Möller, Moriz Melzer, Oswald Herzog, Max Pechstein, Iwan Puni, Emy Roeder, Georg Scholz, Fritz Stuckenberg, Max und Bruno Taut, Georg Tappert...
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K20 Grabbeplatz - Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Foto: Walter Klein, Kunstsammlung NRW
K20 Grabbeplatz - Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Foto: Walter Klein, Kunstsammlung NRW

museum global

K20 Grabbeplatz - Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen
Düsseldorf | 10.11.2018-10.03.2019
Mit der Ausstellung zu dem Forschungsprojekt museum global hinterfragt die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen den bisherigen Blick auf die westliche Moderne und erkundet zugleich die eigene Sammlungsgeschichte. Gezeigt werden Beispiele künstlerischer Praxis, die außerhalb Europas und Nord-Amerikas im Austausch mit oder unabhängig von der "Klassischen Moderne" entstanden, von der traditionellen westlichen Kunstgeschichts­schreibung jedoch kaum berücksichtigt wurden....
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Ernst Ludwig Kirchner, Artistin – Marcella, 1910, Öl auf Leinwand, 101 x 76 cm, Brücke-Museum Berlin
Ernst Ludwig Kirchner, Artistin – Marcella, 1910, Öl auf Leinwand, 101 x 76 cm, Brücke-Museum Berlin

Die Brücke

Museum Frieder Burda
Baden-Baden | 17.11.2018-24.03.2019
Die farbenfrohen Werke des Deutschen Expressionismus sind ein wichtiger Schwerpunkt der Sammlung Frieder Burda. Daher soll nach der Ausstellung zum Blauen Reiter im Jahr 2009 nun auch der zweiten einflussreichen Künstlervereinigung des Deutschen Expressionismus, der „Brücke“, in Baden-Baden eine Schau gewidmet werden. Zu ihren Mitgliedern zählten unter anderem die Künstler Ernst Ludwig Kirchner, Fritz Bleyl, Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff, Max Pechstein, Emil Nolde und Otto Mueller. Die Mehrzahl der in der großen Sonderausstellung ausgestellten Werke kommt aus dem Brücke Museum Berlin, das eine hochkarätige und äußerst umfangreiche Sammlung mit Arbeiten der Künstlergruppe besitzt. Sie werden ergänzt durch bedeutende Leihgaben aus internationalen Sammlungen, darunter auch Werke aus der Sammlung Frieder Burda. Die Schau präsentiert Gemälde der prominenten Künstlergruppe von deren Gründung 1905 bis 1914, dem Jahr nach der offiziellen Auflösung. Kuratorin der Ausstellung ist die Brücke-Spezialistin Magdalena M. Moeller, langjährige Direktorin des Brücke Museum Berlin....
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Sammlung Schack, Foto: Sammlung Schack
Sammlung Schack, Foto: Sammlung Schack

Erzählen in Bildern Leopold Bode und Edward von Steinle

Sammlung Schack
München | 22.11.2018-10.03.2019
Zu den reizvollsten, heute aber kaum mehr bekannten Facetten der deutschen Malerei des 19. Jahrhunderts gehören die erzählenden mehrteiligen Bilderfolgen, die Maler der Spätromantik wie Moritz von Schwind, Edward von Steinle und Leopold Bode nach Stoffen aus Sage, Mythos und Literatur geschaffen haben. Während Schwind auch heutigen Museumsbesuchern ein Begriff ist, sind Steinle und Bode nahezu vergessen. Mittelalterliche Sagen, die Komödien von Shakespeare, Schillers Balladen, die Märchen von Brentano lieferten die Vorlagen für sorgfältig komponierte und ausgearbeitete Bilderzyklen, die als kostbare Sammlerstücke in Öl auf Leinwand, in Deckfarbenmalerei oder als Aquarelle ausgeführt und in reich verzierten Rahmen präsentiert wurden. Ausgehend vom Bestand der Sammlung Schack und wesentlich bereichert durch Leihgaben aus Museen und Privatbesitz zeigt die Ausstellung rund dreißig Gemälde und Zyklen Leopold von Bodes und Edward von Steinles....
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Wallraf-Richartz-Museum, Foto: Jens Korte / KölnTourismus GmbH
Wallraf-Richartz-Museum, Foto: Jens Korte / KölnTourismus GmbH

Es war einmal in Amerika: 300 Jahre US-amerikanische Kunst

Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud
Köln | 23.11.2018-24.03.2019
Im Winter 2018/19 widmet sich das Wallraf-Richartz-Museum mit einer großen Überblicksausstellung der US-amerikanischen Kunst zwischen 1650 und 1950. Die Schau beginnt mit Werken aus der Kolonialzeit bis hin zu den Meistern des amerikanischen Realismus und endet mit Beispielen des Abstrakten Expressionismus. Mehr als 120 Leihgaben aus den renommiertesten Sammlungen und Museen der Vereinigten Staaten und Europa holt das Wallraf für „Es war einmal in Amerika“ nach Köln. Die meisten davon waren bisher nur selten oder noch nie in Deutschland zu sehen. Dank der herausragenden Qualität der Exponate erhalten die Besucher einen einzigartigen Einblick in die faszinierende Vielfalt von drei Jahrhunderten US-amerikanischer Kunst. Wie lebendig, innovationsbereit und experimentierfreudig diese war, veranschaulichen sowohl weltberühmte wie auch hierzulande kaum bekannte Gemälde, Skulpturen und Fotografien sowie Beispiele der Native American Art. Aufgeteilt in acht Ausstellungskapitel spiegeln die Exponate in chronologischer Abfolge grundlegende künstlerische Entwicklungen und Strömungen. Die Schau beweist eindrucksvoll, dass es nicht „die eine“ US-amerikanische Kunstgeschichte gibt, sondern eine Vielzahl derer. „Es war einmal in Amerika“ bietet einem breiten Publikum die einmalige Chance, der US-amerikanischen Kunst mit einem aktuellen Blick zu begegnen und nicht zuletzt auch das jeweils eigene Amerikabild zu erweitern. Nach Inhalt und Umfang wird die Sonderschau im Wallraf die erste ihrer Art in Deutschland sein....
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Guy Tillim, from the Series Congo Democratic, 2006
Guy Tillim, from the Series Congo Democratic, 2006

Evoking Reality

Daimler Contemporary
Berlin | 25.11.2018-19.05.2019
›Evoking Reality‹ stellt Positionen politischer Fotografie und Videokunst aus der Daimler Art Collection (DAC) vor, die Neukonzeptionen aktueller Realitätsbilder formulieren. Beginnend in den frühen 1990er Jahren erweiterte die DAC ihren Sammlungsschwerpunkt um Werke der Neuen Medien: Fotografie, Video, Objektkunst und installative Arbeiten. Die Neuerwerbungen wurden in der dreiteiligen Ausstellungsreihe ›Photography, Video, Mixed Media I-III‹ zwischen 2003 und 2007 im Berliner Ausstellungsraum Daimler Contemporary vorgestellt. Dieser Fokus auf Fotografie und Video ist seither intensiv weiterverfolgt worden. Die Sammlung umfasst heute ein stetig wachsendes Konvolut bedeutender Arbeiten, die zeitgenössische Perspektiven auf globale Thematiken und politische Konflikte visualisieren. Die Ausstellung ›Evoking Reality‹ widmet sich zeitgenössischen Strategien, die sich von etablierten Darstellungsprinzipien und gängigen Narrativen des Fotojournalismus distanzieren, um ein offenes Wirklichkeitsbild entstehen zu lassen, das auf eine kritische Sensibilisierung des Betrachters zielt. Angesprochen wird ein kritisches Bewusstsein bezogen auf mediale Vermittlungs- und Darstellungsweisen, die das Auge mittels wiederkehrender Leidensbilder und Gewaltszenen seit Jahrzehnten prägen. Ausgehend von einer Re-Lektüre der Publikation ›Das Leiden Anderer betrachten‹ (2005) von Susan Sontag befasst sich die Ausstellung ›Evoking Reality‹ mit aktuellen medialen und konzeptuellen Herangehensweisen an politische, öffentliche und daraus resultierende private Konfliktsituationen. Das Ineinanderblenden von Fiktion, Inszenierung, Konstruktion und Realität verunsichert den Betrachter, der jene Verfremdungsstrategien zugleich unerwartet als realitätsstiftendes Moment erfährt. Offenheit und Vieldeutigkeit fordern den Betrachter auf, sich das Geschehen selbst zu erschließen, visuelle Impulse zu reflektieren und teils auch intellektuell zu revidieren. Wirklichkeit wird als fragiles Konstrukt erfahren, das aus unterschiedlichen Perspektiven stets seine Gestalt ändert. Die Werke dieser Ausstellung evozieren ein Realitätsmoment, das eben durch Vieldeutigkeit, Widersprüchlichkeit, Interkonnektivität und Relativität unsere globale Lebensrealität greifbar werden lässt....
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Foto: Münchner Stadtmuseum
Foto: Münchner Stadtmuseum

Die Weite des Horizonts. Zeitgenössische Fotografie aus der Sammlung der DZ-Bank

Münchner Stadtmuseum mit den Sammlungen Fotografie, Puppentheater, Schaustellerei, Musik und der Sammlung Mode/Textilien
München | 30.11.2018-31.03.2019
In der Ausstellung geht es um das Phänomen Landschaft in der zeitgenössischen Fotografie. Ausgehend von den Vorstellungen, die in der Kunst der Romantik zur idyllischen Naturdarstellung formuliert wurden, werden die Veränderung von Natur- und Nutzlandschaft sowie die Auswirkun­gen von Verstädterung und Industrialisierung auf die Natur thematisiert. Die circa 120 Kunstwerke stammen von, Axel Hütte, Olivo Barbieri, Lothar Baumgarten, William Eggleston, Jochen Gerz, Luigi Ghirri, Rodney Graham, Beate Gütschow, David Hockney, Walter Niedermayr, Simone Nieweg, Detlef Orlopp, Jorma Purannen, Inge Rambow, Heinrich Riebesehl, Adrian Sauer und James Turrell....
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François Boucher, Chinesischer Würdenträger, von zwei Dienern getragen, um 1740, Rötel über dünner Graphitvorzeichnung © Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett / Jörg P. Anders
François Boucher, Chinesischer Würdenträger, von zwei Dienern getragen, um 1740, Rötel über dünner Graphitvorzeichnung © Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett / Jörg P. Anders

Rendezvous. Die französischen Meisterzeichnungen des Kupferstichkabinetts

Kupferstichkabinett
Berlin | 07.12.2018-03.03.2019
Das Berliner Kupferstichkabinett besitzt eine der bedeutendsten Sammlungen französischer Zeichnungen außerhalb Frankreichs. Erstmals lädt das Museum nun zum Rendezvous mit seinen „schönsten Franzosen" und zeigt die wichtigsten und hinreißendsten Blätter, die sich vor dem Auge des Betrachters auffächern zu einem reichen Panorama französischer Zeichenkunst vom 16. bis zum 18. Jahrhundert, von der Renaissance bis zur französischen Revolution. Werkgruppen der bedeutendsten Künstler dieser Epochen (u. a. Watteau, Boucher, Fragonard) werden ergänzt durch einzelne, noch nie gezeigte Blätter von herausragender Qualität. In der hochkarätigen Auswahl von etwa 100 Werken entfaltet die Zeichenkunst ihren ganz besonderen Charme, dem sich der Betrachter kaum entziehen kann....
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Vase, Louis Comfort Tiffany, New York, um 1900, Bild: Jürgen Spiler
Vase, Louis Comfort Tiffany, New York, um 1900, Bild: Jürgen Spiler

Rausch der Schönheit. Die Kunst des Jugendstils

Museum für Kunst und Kulturgeschichte Dortmund
Dortmund | 08.12.2018-23.06.2019
Mit dem Jugendstil verbindet man heute eine der Schönheit verpflichtete Kunst um 1900. Der Jugendstil (im Französischen „Art Nouveau“, im Englischen „Modern Style“) war jedoch weit mehr: eine umfassende Reformbewegung, die alle Lebensbereiche durchdrang. Die Künstler des Jugendstils verstanden sich als Gestalter des gesamten Lebens – mit Arbeiten zwischen üppiger Ornamentik und schlichten Formen, zwischen luxuriösem, von Hand gearbeitetem Einzelstück und in Serie gefertigten Produkten. Der gemeinsame Nenner: Die Forderung nach einer bewusst gestalteten Einheit des gesamten Lebens. Für die Verbreitung der neuen Kunst spielten die gegen Ende des 19. Jahrhunderts entstandenen Kunstgewerbemuseen eine wichtige Rolle – auch das 1883 gegründete Dortmunder Museum für Kunst und Kulturgeschichte. Dort läuft vom 8. Dezember 2018 bis 23. Juni 2019 die Ausstellung „Im Rausch der Schönheit. Die Kunst des Jugendstils“. Ausgehend von der eigenen Sammlung will die Ausstellung den Jugendstil in seiner Vielfalt präsentieren, aber auch die Umbrüche der Zeit aufzeigen und die Frage nach der heutigen Bedeutung stellen. Dabei geht es auch im die Spuren, die der Jugendstil im Dortmunder Stadtbild hinterlassen hat. Mit der großen Ausstellung feiern drei Institutionen Geburtstag, die die Schau planen, organisieren und hauptsächlich finanzieren: Das MKK selbst wird 135 Jahre alt, die „Museumsgesellschaft zur Pflege der bildenden Kunst“ 110 Jahre und die „Stiftung für das Museum für Kunst und Kulturgeschichte“ 20 Jahre....
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Franz von Pocci - Phantasie und Spott

Staatliche Graphische Sammlung
München | 11.01.2019-27.01.2019
Franz Graf von Pocci (1807-1876) war nicht nur Zeremonienmeister, Hofmusikintendant und Erfinder des Kasperl Larifari, sondern ein geradezu besessener Zeichner. „Und hättʼ ich wohl an hundert Händʼ / mit Burgen kämʼ ich nie zu Endʼ!“, dichtete er selbst über seine Leidenschaft, ständig die Bildphantasie spielen zu lassen. Sie kreiste um erfundene Landschaften oder illustrierte seine Texte, konnte aber auch genauso gut in unbestechlicher Boshaftigkeit seine Kollegen in Verwaltung und Künstlerschaft als Karikaturen aufspießen. Eine bedeutende Zustiftung von 82 Zeichnungen Poccis an die Museumsstiftung zur Förderung der Staatlichen Bayerischen Museen bereicherte jüngst die historischen Bestände der Staatlichen Graphischen Sammlung München. Sie ist der Anlass, in einer kleinen Ausstellung zu dokumentieren, wie wichtig derartiges privates Engagement für die Weiterentwicklung der Bestände ist....
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Franz von Pocci - Phantasie und Spott

Staatliche Graphische Sammlung
München | 11.01.2019-27.01.2019
Franz Graf von Pocci (1807-1876) war nicht nur Zeremonienmeister, Hofmusikintendant und Erfinder des Kasperl Larifari, sondern ein geradezu besessener Zeichner. „Und hättʼ ich wohl an hundert Händʼ / mit Burgen kämʼ ich nie zu Endʼ!“, dichtete er selbst über seine Leidenschaft, ständig die Bildphantasie spielen zu lassen. Sie kreiste um erfundene Landschaften oder illustrierte seine Texte, konnte aber auch genauso gut in unbestechlicher Boshaftigkeit seine Kollegen in Verwaltung und Künstlerschaft als Karikaturen aufspießen. Eine bedeutende Zustiftung von 82 Zeichnungen Poccis an die Museumsstiftung zur Förderung der Staatlichen Bayerischen Museen bereicherte jüngst die historischen Bestände der Staatlichen Graphischen Sammlung München. Sie ist der Anlass, in einer kleinen Ausstellung zu dokumentieren, wie wichtig derartiges privates Engagement für die Weiterentwicklung der Bestände ist....
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Kiki Smith

Staatliche Graphische Sammlung
München | 14.02.2019-26.05.2019
Anlass der Ausstellung ist eine außerordentlich großzügige Schenkung der New Yorker Künstlerin Kiki Smith (geb. 1954 in Nürnberg) an die Staatliche Graphische Sammlung München: Kiki Smith hat ihr druckgraphisches Lebenswerk – Hunderte von Einzelblättern, Portfolios sowie illustrierte Bücher, die seit Ende der achtziger Jahre bis heute entstanden – der Graphischen Sammlung zukommen lassen. Das druckgraphische OEuvre der Künstlerin ist somit europaweit einzig in München umfassend vertreten. Das thematisch breit gefächerte Werk der Künstlerin befasst sich mit dem menschlichen Körper, der Tier- und Pflanzenwelt sowie mit Naturphänomenen und Märchen, wobei sie die Identität der Frau, die Unschuld der Kindheit oder das Verhältnis zwischen Mann und Frau hinterfragt....
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Andrea Mantegna: Darbringung im Tempel © Gemäldegalerie, Staatliche Museen zu Berlin / Christoph Schmidt
Andrea Mantegna: Darbringung im Tempel © Gemäldegalerie, Staatliche Museen zu Berlin / Christoph Schmidt

Mantegna und Bellini. Meister der Renaissance

Gemäldegalerie Berlin
Berlin | 01.03.2019-30.06.2019
Erstmals präsentieren die Staatlichen Museen zu Berlin das eng miteinander verwobene Schaffen der beiden verschwägerten Künstler Andrea Mantegna (1431-1506) und Giovanni Bellini (um 1435-1516). Es handelt sich um die erste umfassende Ausstellung, die das Oeuvre dieser Renaissancemaler vergleichend gegenüberstellt. Als Andrea Mantegna 1452/53 in die Künstlerfamilie Bellini einheiratete, begann ein intensiver künstlerischer Austausch mit seinem Schwager Giovanni Bellini, der beide Künstler Zeit ihres Lebens prägte. Mantegnas spektakuläre Bilderfindungen und sein intensives Interesse an der Antike hinterließen einen tiefen Eindruck bei Giovanni Bellini. Umgekehrt entfaltete mit der Zeit aber auch Bellinis völlig andersartiger Malstil seine unverkennbare Wirkung auf Mantegnas Schaffen. Die Ausstellung bietet erstmals die Möglichkeit, eine Vielzahl von Gemälden und Zeichnungen der beiden Renaissancemeister vergleichend nebeneinander betrachten zu können....
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Alte Pinakothek, Foto:Alte Pinakothek
Alte Pinakothek, Foto:Alte Pinakothek

Utrecht, Caravaggio und Europa. 1600-1630

Alte Pinakothek
München | 17.04.2019-21.07.2019
Welch ein Schock muss es für die drei jungen Utrechter Maler Hendrick ter Brugghen, Gerard van Honthorst und Dirck van Baburen gewesen sein, als sie in Rom erstmals auf die atemberaubenden und unkonventionellen Gemälde Caravaggios trafen. Beschrieben als 'wunderliche Dinge' waren dessen Werke von einem neuartigen Rea­lismus, eindrucksvollem Drama und mysteriösem Licht gekennzeichnet und stilprägend für viele Künstler aus Italien, Frankreich, Spanien und den Niederlanden. Die gemeinsam mit dem Centraal Museum in Utrecht entwickelte Ausstellung zeigt rund 70 der schönsten und wichtigsten Werke der bedeutendsten 'Caravaggisten', darunter Gemälde von Bartolomeo Manfredi, Jusepe de Ribera und Valentin de Boulogne. Erst in der Gegenüberstellung mit den Kompositionen ihrer Malerkollegen wird begreifbar, warum die signifikanten Bilder der Utrechter so typisch holländisch sind und sowohl in Italien als auch in ihrer Heimat großen Erfolg hatten....
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Von der Zeichnung zum Entwurf

Staatliche Graphische Sammlung
München | 27.09.2019-20.10.2019
In der konzentrierten Schau werden Beispiele vorbereitender Entwürfe und Vorzeichnungen für Kupferstiche unterschiedlicher Künstler präsentiert. Derartige Zeichnungen geben Einblick in die je eigene Art und Weise, sich mit dieser Aufgabe zu befassen. Unter anderem spielt dabei eine Rolle, ob der Entwerfer das Werk selbst in die Kupferplatte übertrug oder seine Zeichnung einer anderen Person, dem Stecher, als Vorlage dienen sollte....
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Hermann Glöckner. Das frühe Tafelwerk

Staatliche Graphische Sammlung
München | 24.10.2019-19.01.2020
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Alte Pinakothek, Foto:Alte Pinakothek
Alte Pinakothek, Foto:Alte Pinakothek

Anthonis van Dyck

Alte Pinakothek
München | 25.10.2019-02.02.2020
Die Alte Pinakothek besitzt einen umfangreichen Bestand von Werken des flämischen Meisters Anthonis van Dyck. Neben seinen berühmten Porträts, für die er in ganz Europa gefeiert wurde und die mit prominenten Beispielen vertreten sind, entstanden in der Frühzeit Historien mit religiösen Szenen. Die bereits begonnene wissenschaftliche Untersuchung der Münchner Werke, die der Ausstellung vorausgeht, offenbart einen jungen, ambitionierten Künstler, der sich intensiv mit Fragen der Komposition und des Ausdrucks beschäftigte. Die zum Teil komplexe Werkgenese belegen auch zahlreiche Studien, die zur Vielfalt des Bestandes beitragen. In Verbindung mit Leihgaben aus internationalen Museen zeichnet die Ausstellung ein vielschichtiges Bild Van Dycks, der gerade in seinen jungen Jahren in Auseinandersetzung mit der fast übermächtigen Künstlerpersönlichkeit Peter Paul Rubens seinen eigenen Weg fand....
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