Stadttheater Fürth, Foto: Thomas Langer
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Stadttheater Fürth

Stadttheater Fürth, Foto: Thomas Langer
Stadttheater Fürth, Foto: Thomas Langer
Foto: Guido Werner
Foto: Guido Werner

Königstr. 116
90762 Fürth
Tel.: 0911 974 24 00
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Spielplan

Kurzbeschreibung

Nach über 100 Jahren ist das Fürther Stadttheater lebendiger denn je
In der Spielzeit 2002/2003 feierte das Stadttheater das 100-jährige Jubiläum und blickte dabei ebenso auf 100 Jahre bewegte Theatergeschichte, wie auf die jüdischen Wurzeln des Hauses und die Erfolgsgeschichte der Gegenwart.
Das 3-Stufen-Modell mit Eigenproduktionen, Koproduktionen und Gastspielen in allen Sparten, höchst erfreulicher Zuschauerzuspruch mit einer Auslastung von rund 90 % und die Eröffnung der neuen Spielstätte im Kulturforum Fürth belegen, dass das Stadttheater heute wie damals den kulturellen Mittelpunkt der Stadt Fürth bildet.
Das Stadttheater Fürth steht inmitten von Fürth, zwischen Frauenkirche und Rathaus. Es wurde in den Jahren 1901 und 1902 nach Plänen des Wiener Architektenbüros Fellner & Helmer im neubarocken Stil erbaut. Die Inneneinrichtung folgt dem Stil des Neurokoko.
Die Architekten waren ursprünglich mit den Planungen und Bau eines Theaters in Czernowitz (heute Ukraine) beauftragt. Allerdings wurde der Bau dort wegen Finanzierungsproblemen verschoben. Kurzfristig verwendeten die Architekten die Pläne für das Fürther Theater. 1904-1905 wurde dann auch in Czernowitz der Bau nachgeholt. So stehen in den beiden Städten fast identische Theater.
Es gab in Fürth schon seit 1816 ein festes Theater, einen schmucklosen, klassizistischen Bau, an den heute nur noch der Straßenname "Theaterstraße" erinnert. Um die Jahrhundertwende entsprach jenes Haus nicht mehr den Brandschutzbestimmungen und war für die stark gewachsene Kommune mittlerweile auch zu klein geworden.
Stattdessen sollte ein repräsentativer Bau entstehen und ein Spendenaufruf des 1898 gegründeten Theaterkomitees die Realisierung des Neubauprojekts unterstützen. Innerhalb einer Woche gingen 283.873 Reichsmark an Spenden der Fürther Bevölkerung ein; eine Summe, die einem Viertel der Baukosten des Neubaus entsprach. Bemerkenswert ist, dass die jüdischen Mitbürger Fürths ("Fränkisches Jerusalem") mit knapp 60% den Hauptanteil dieser Spenden beisteuerten.

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