Staatsoper Berlin, Foto: Gordon Welters
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Staatsoper Berlin unter den Linden

Foto: Marcus Ebener
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Unter den Linden 7
10117 Berlin
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Spielplan

Um die Ausbreitung des Corona Virus einzuschränken werden alle Veranstaltungen für die aktuelle Spielzeit abgesagt.

Siegfried

Richard Wagner
Staatsoper Berlin
Inhalt

»Von einem der auszog das Fürchten zu lernen« – mit diesem bekannten Märchentitel ließe sich Wagners »Siegfried« gut und gerne überschreiben. Eine neue Generation von Helden, nicht länger mehr an die Götter gebunden und unwissend ob des Bisherigen, erobert sich kraftvoll die Welt. Mut ist jedoch nicht alles, auch Siegfried bekommt das zu spüren – auch er wird Ängste spüren, als Vorgriff auf sein tragisches Ende.



»Der junge Siegfried«, wie der zweite Tag des Bühnenfestspiels ursprünglich heißen sollte, entstand über einen längeren Zeitraum, mit einer mehrjährigen Schaffenspause, in der Wagner andere Großprojekte – den »Tristan« und die »Meistersinger« realisierte. Nach der Vollendung des zweiten Akts 1857 ruhte die Arbeit an der Partitur, um erst zwölf Jahre später wieder aufgenommen zu werden. Wagners Stil hatte sich verändert – und so wirkt der dritte »Siegfried«-Akt merklich dichter und dunkler, mit vielfachen Verflechtungen der Themen und Motive versehen. Ungebrochen sind Wagners Fantasie und Erfindungsgeist, in der Dichtung wie in der Musik: Offenkundige Dramatik (wie etwa Siegfrieds Kampf mit dem Drachen und das Durchschreiten des Feuers) kommt ebenso zum Tragen wie ausdrucksstarke Lyrismen (im sogenannten »Waldweben«) – und dazu entwickelt das Orchester eine außergewöhnliche Klangintensität und Leuchtkraft, die einmal mehr Wagners Vermögen, mit den besonderen Timbres der Instrumente umzugehen, unter Beweis stellen.

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