Deutsche Oper Berlin, Copyright: Leo Seidel
KULTURpur - Wissen, wo was läuft!

Deutsche Oper Berlin

Deutsche Oper Berlin, Copyright: Leo Seidel
Deutsche Oper Berlin, Copyright: Leo Seidel

Bismarckstr. 35
10627 Berlin
Tel.: 030 3438 43 43
Homepage

Spielplan

Um die Ausbreitung des Corona Virus einzuschränken werden alle Veranstaltungen für die aktuelle Spielzeit abgesagt.

Kurzbeschreibung

100 Jahre Deutsche Oper – im November 1912 als Pendant zur königlichen Hofoper Unter den Linden von dem reichen Berliner Vorort Charlottenburg als Bürgeroper gegründet, erfreute sich das Deutsche Opernhaus großer Beliebtheit. Das Haus setzte von Beginn an auf hochkarätige Dirigenten und ein herausragendes Sängerensemble – eine Tradition, die bis heute beibehalten wurde.
1925 übernahm die Stadt Berlin das Opernhaus wegen finanzieller Schwierigkeiten; die Städtische Oper war geboren. Insbesondere Wagner-Opern trugen dazu bei, dass die Oper schnell gleichberechtigt neben der Hofoper seinen festen Platz in der Berliner Kultur fand.
Im Januar 1944 fiel das Opernhaus endgültig feindlichen Bomben zum Opfer und wurde nahezu völlig zerstört. Mit Unterstützung der Besatzungsmächte, die ein spezifisches Interesse am Wiederaufbau des kulturellen Lebens in Berlin hatten, wurde bereits 1945 ein provisorisches Theater errichtet, in dem dank eines hochmotivierten Teams ein Repertoire aufgebaut werden konnte, das beinahe nahtlos an die Vorkriegserfolge anknüpfen konnte. Im September 1961 wurde das von Fritz Bornemann entworfene Opernhaus unter dem Namen Deutsche Oper Berlin mit Mozarts Don Giovanni eröffnet. Für West-Berlin das einzige große Musiktheater, für Deutschland schnell eine der wichtigsten Kulturstätten insgesamt.
Eine der prägendsten Personen für die Deutsche Oper war Götz Friedrich: 1977 inszenierte der Felsenstein-Schüler erstmals an der Oper, 1981–2001 übernahm er die Intendanz. Mit fesselndem Musiktheater und lebendiger Oper führte Götz Friedrich das Haus zu höchster, auch internationaler Geltung. Unter seinen wegweisenden Inszenierungen sei besonders die beispielhafte Interpretation von Richard Wagners »Der Ring des Nibelungen« hervorzuheben, die einen immensen Einfluss auf das musikalische Leben seiner Stadt hatte.
Neben Wien und München verfügt die Deutsche Oper über ein in Europa einmaliges, gewissenhaft gepflegtes Repertoire von ca. 70 Operninszenierungen in vielfältigsten Regiehandschriften. Ca. 40 Premieren-Produktionen prägten in der Ära Kirsten Harms (2004–2011) das Gesicht des Hauses genauso wie hervorragend besetzte Repertoirevorstellungen, spannende Diskussionsreihen und Konferenzen.
Am 1. August 2012 übernahm Dietmar Schwarz als neuer Intendant die Leitung der Deutschen Oper Berlin. Dietmar Schwarz, in Biberach an der Riss geboren, studierte Literatur- und Theaterwissenschaft in München und an der Pariser Sorbonne. Seine Stationen waren das Theater Freiburg, das Bremer Theater und die Oper Frankfurt. Von 1990 bis 1993 war er Künstlerischer Leiter des Ruhrgebiets-Festivals »Aufbrechen Amerika«. 1994 kehrte er als leitender Dramaturg für Musiktheater an das Bremer Theater zurück. Ab 1998 war er Operndirektor am Nationaltheater Mannheim. Von 2006 bis 2012 war er Operndirektor am Theater Basel.

KULTURpur empfehlen