Die schier unerschöpflichen Tonvorkommen in Jockgrim führten in den Jahren 1883-1896 zur Errichtung der Werke I bis IV der Ziegeleifabrik. Mit dem Siegeszug des Beton hatte die wirtschaftliche Situation der Ziegeleifabrik sich verschlechtert. Das Feuer das Werk IV im Jahr 1972 vernichtete führte zum Ende der Fabrik. Die durchlaufenen wirtschaftlichen Höhen und Krisenzeiten sind hier dokumentiert. Die Erfindung des überaus erfolgreichen Falzziegels Z1, für den 1881 das Patent angemeldet wurde brachte die Hochblüte des Werkes. Das Foto zeigt einen der Käpplerkarren, auf denen die Käpplerinnen die frisch gepressten Rohlinge bei Staub und Hitze zu den Trockenstöcken, die über dem Ringofen lagen, brachten. Ihre tägliche Laufleistung lag dabei um die 15 bis 18 km. Nach etwa drei Wochen Trockenzeit brachte man die Ziegel zum Brennen in den Ringofen. Das Museum zeigt die Geschichte dieses Werkes auf Texttafeln und mit Fotos, die die Arbeiter und Arbeiterinnen bei ihren jeweiligen Tätigkeiten zeigen. Modelle, die Produkte der Fabrik und ihren Einsatz sind weitere Attraktionen. Der begehbare Ringofen zeigt an einer Stelle die für den Brand geschichteten Ziegel sowie weitere Erzeugnisse und Geräte.