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Zeppelin Museum Friedrichshafen


Seestraße 22
88045 Friedrichshafen
Tel.: 07541 38010
Homepage

Öffnungszeiten:

Mai-Okt:
tägl. 9.00-17.00 Uhr
Nov-Apr:
Di-So 10.00-17.00 Uhr

Ghost Light Light House

28.09.2012 - 11.11.2012
Ein halbes Jahr hat Florian Graf als Stipendiat der ZF Kunststiftung im Turm des Zeppelin Museums in Friedrichshafen gewohnt und aus seinem Fenster das spektakuläre Lichtspiel auf dem Bodensee beobachtet. Die verschie­denen Lichtstimmungen, die funkelnden Lichter und blinkenden Signale, aber auch Märchen und Sagen vom Bodensee haben den Künstler zu einem ortsspezifischen Kunstprojekt inspiriert: Er träumte davon, einen Leuchtturm oder besser gesagt eine turmartige, skulpturale Installation auf dem Bodensee auf Wanderschaft oder vielleicht auch auf eine Irrfahrt gehen zu lassen. „Ein Leuchtturm ist ja normalerweise ein fest verankertes Gebäude, das nachts den Schiffen den Weg weist. Wenn ein Leuchtturm – eine Immobilie – auf einmal mobil und selbst zum „Schiff“ wird, dann entsteht ein Sinnbild, das reflektiert und beleuchtet. Handelt es sich um ein orientierungs­bringendes Kunstwerk, eine wegweisende Skulptur, um ein intervenierendes Irrlicht oder einfach um einen schönen Irrtu(r)m“ beschreibt Florian Graf seine Projektidee. „Ich male ein kinetisches Bild, immer in Bewegung, immer an einem neuen Ort, immer (fort)schreitend, so wie die im permanenten Fluss befindlichen Daten unserer globalen Welt.“ „Ghost Light Light House“ hat der Künstler das Projekt getauft. Ghost Light, das Irrlicht, Light House, der Leuchtturm, viele Konnotationen schwingen bei diesem Titel mit. Florian Graf: „Light kann sowohl leicht als auch Licht bedeuten. Wenn ein schweres Haus leicht wird und mit seinem Licht auf Reisen geht, entwickelt sich eine poetische Kraft, die hoffentlich Dialoge entfacht.“ Mittlerweile ist der Leuchtturm Wirklichkeit geworden. In der vergangenen Woche wurde die turmartige skulpturale Installation im Hafen von Ultramarin Meichle und Mohr in Gohren gebaut. Am Samstag, den 8.9., ging der Leuchtturm zum ersten Mal auf Wanderschaft. Weitere Fahrten sind geplant. Doch wann der Turm wo sein wird, das verrät der Künstler nicht. „Kunstwerke sind Organismen, die eine Eigendynamik entwickeln können.“ An einem Tag könnte er vor Langenargen sein, am nächsten bereits an einem anderen Ort, in Deutschland, Österreich oder der Schweiz.

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