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gibus.bordeaux

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Werbung: gibus.bordeaux
'Erleben Sie die minimalistische und kathartische Kunst von Gibus. Jede Skulptur erzählt eine Geschichte.

Webermuseum Kloster Zinna im alten Zollhaus


Berliner Str. 72
14913 Jüterbog
Tel.: 03372 432739
Homepage

Öffnungszeiten:

Di-So 10.00-17.00 Uhr
Im 18. Jahrhundert war es zunächst ruhig geworden um Kloster Zinna. Die Abtei diente den Hohenzollern, den Kurfürsten von Brandenburg (und ab 1701 Königen in Preußen), in deren Besitz sie mittlerweile übergegangen war, lediglich noch als Jagdschloß.

Dies änderte sich nach Beendigung des Siebenjährigen Krieges (1763). In dieser Zeit wurde von Friedrich II. als Teilmaßnahme zum wirtschaftlichen Wiederaufbau des Landes eine verstärkte Förderung des Handwerkes in Verbindung mit einer Anwerbung ausländischer Arbeitskräfte vorgenommen. Im Zuge dieser Entwicklung entstand 1764 im Bereich von Kloster Zinna eine Plansiedlung, die in ihrer Grundstruktur bis heute nahezu vollständig erhalten ist !

Es handelt sich um eine geometrische Anlage mit vier annähernd gleichgroßen Quartieren, abgeteilt durch ein sich rechtwinklig schneidendes obstbaumgesäumtes Straßenkreuz. Die Häuser wurden im Hinblick auf ihre handwerkliche Nutzungsausrichtung normiert. Handwerklicher Schwerpunkt der neuen Gründung war die Woll- und Seidenweberei (im Jahre 1800 sind 88 Webstühle dokumentiert). Für die Seidenproduktion wurde eine großangelegte Anpflanzung von Maulbeerbäumen als Nahrungsgrundlage der Seidenraupen vorgenommen. Nach dem Tode Friedrichs wurde die Pflege der empfindlichen Bäume von staatlicher Seite jedoch nicht mehr gefördert, so daß die meisten Mitte des 19. Jh. gerodet oder eingegangen waren, die wenigen übrigen nicht mehr genutzt wurden.

Der Ort konnte aus verschiedenen Gründen die erhoffte gewerbliche Blüte nie entfalten, doch erst die Erfindung des mechanischen Webstuhles führte zur Verelendung der heimarbeitenden Handweber, die Mitte des 19.Jahrhunderts ihren Höhepunkt erreichte.

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