11.08.2011 - 23.03.2012
Mausefallen hinterlassen seit 8.000 Jahren Spuren in der Geschichte der Menschen. Es sind Alltagsgeräte, kleine Automaten, die Energie speichern und uns die Arbeit abnehmen - vor allem was das Fangen oder Töten der lästigen Nagetiere betrifft. Für das Töten von Ihresgleichen haben Menschen viele Wege gefunden, die auch beim Mäusefang zum Einsatz kamen. Erschlagen, erschießen, erhängen, ersäufen, den Tod durch Strom, Gift oder Leim. Und das in jeder Epoche auf dem neusten Stand der Technologie.
Das Technik MUSEUM SPEYER präsentiert in Zusammenarbeit mit dem Buchautor und Mausefallensammler Wolfhard Klein, die Sonderausstellung "Mausetod! Menschen, Mäuse, Mausefallen". Diese zeigt historische Mausefallen aus mehreren Jahrhunderten - bis zu den jüngsten Fallentypen, die bei einem Fangerfolg eine SMS verschicken. Unter den ausgestellten Exponaten befindet sich die einzig erhaltene historische Kastenfalle, die sich nach erfolgreichem Fang selbst verriegelt. Ein weiteres Highlight ist der Prototyp der ersten in Deutschland gebauten Plastikfalle. Allein in Deutschland gab es seit Ende des 19. Jahrhunderts weit mehr als 100 Firmen die Mausefallen herstellten. Produziert wurden mindestens 125 verschiedene Typen von Schlagbügelfallen und 63 verschiedene, zum Teil geniale, Fangautomaten. Außerdem gab es noch eine Vielzahl von Reusen- und Kastenfallen aus Draht sowie Wühlmausfallen.