Foto: Städtische Galerie im Lenbachhaus München
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Städtische Galerie im Lenbachhaus

Foto: Städtische Galerie im Lenbachhaus München
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Foto: Städtische Galerie im Lenbachhaus München
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Luisenstr. 33
80333 München
Tel.: 089 23 33 20 00
Homepage

Öffnungszeiten:

Di 10.00-21.00 Uhr
Mi-So 10.00-18.00 Uhr

DAN FLAVIN-UNTITLED (FOR KSENIA)

31.07.2007 - 09.09.2007
Im Jahr 1994 wurde in dem unterirdischen Raum über der U-Bahnstation Königsplatz der vom Architekten Uwe Kiessler gestaltete Kunstbau eröffnet, wodurch sich neue Dimensionen für Sonderausstellungen für die Städtische Galerie im Lenbachhaus erschlossen. Zur Eröffnung entwickelte der amerikanische Künstler Dan Flavin (1933-1996) die Neonarbeit "Untitled (For Ksenia)" eine seiner letzten und überzeugendsten Lichtinstallationen. Heiner und Philippa Friedrich schenkten dem Lenbachhaus zum Gedenken ihrer Eltern diese Arbeit. Als herausragendes Werk der Sammlung wird es seither in regelmäßigen Abständen gezeigt. Nach der großen Werkschau des Künstlers in der Pinakothek der Moderne und der Präsentation der Arbeit "Untitled", aus der Serie "The European Couples ", 1966-71 im KUBUS bietet sich nun die Gelegenheit, diese große Arbeit Flavins wieder im Kunstbau zu erleben. Dan Flavin gehört zu den bedeutendsten Vertretern der Minimal Art. Der wesentliche Ansatz dieser Kunstrichtung liegt in einer radikalen Reduzierung der bildnerischen Mittel auf die objektiven Gegebenheiten einfacher Formstrukturen. Diese werden unter Ausschaltung aller handschriftlicher Gestaltungsmerkmale, lediglich mit Rücksicht auf die jeweiligen Materialeigenschaften nach industriellen Normen gefertigt. Die Werke nehmen stets Bezug auf den realen Raum und fordern die Wahrnehmung des Betrachters, der so zum integralen Bestandteil der künstlerischen Arbeit wird. In seiner auf die spezifischen architektonischen Gegebenheiten des Kunstbaus ausgerichteten Installation betont Dan Flavin die charakteristische Krümmung des gestreckten, ca. 110 m langen Raumes, indem er jede der vier an der Decke verlaufenden Lichtschienen mit einem Band aus Leuchtstoffröhren gleicher Farbe in der Reihenfolge Grün, Blau, Gelb und Pink bestückt. Folgt man mit dem Auge den Linien der Leuchtstoffröhren, assoziiert man damit die unter dem Kunstbau verlaufenden U-Bahn-Schienen, und der Raum gewinnt eine ungeahnte Dynamik. Diese einfache Setzung von farbigem Neonlicht hat äußerst differenzierte Farbreflexionen des Lichts an Wänden, Boden, Stützen und allen Einbauten zur Folge. Durch die Adaption des Auges erscheint das farbige Licht dem Betrachter nach einiger Zeit als das „natürliche“. Licht und Raum gehen eine untrennbare Verbindung ein, das Licht materialisiert einen sich immer wieder verändernden Farb-Raum.

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