Gegründet wurde Wendt & Kühn vor fast 100 Jahren, am 01.Oktober 1915 von Grete Wendt und Margarete Kühn. Die ersten Figuren waren Lichter-Engel, Truhen, gedrechselte Dosen und Leuchter. Im Jahr 1923 hat Grete Wendt die ersten Engelmusikanten entworfen. Heute sind die Engel mit ihren Instrumenten und den elf weißen Punkten auf den grünen Flügeln weltbekannt. Auf Nachfrage, wie die Engel zu ihren elf Punkten kamen, pflegte Grete Wendt stets mit einem gütigen Lächeln zu sagen „Es hat sich halt so ergeben".
Nach der Zwangsverstaatlichung zu DDR-Zeiten ist die Firma heute wieder in den Händen der Gründerfamilie. Die Figuren werden noch heute im Grünhainichener Traditionsunternehmen von Hand gefertigt.
Selbstverständlich sieht man die weltbekannten Grünhainichener Engel®, die im großen Orchester auf dem Engelberg musizieren, in der Sonderausstellung neben zahlreichen weiteren Figuren aus dem aktuellen Sortiment der Manufaktur.
Ausgestellt sind außerdem klangvolle Spieldosen, zarte Margeritenengel, Schwebeengel am Weihnachtsstrauß, stilvoller Tischschmuck, aber auch die Blumenkinder und deren Freunde, sowie weitere exklusive Stücke aus dem Wendt & Kühn-Sortiment.
Wie aufwendig die Herstellung eines Engelmusikanten ist, wird in einer Fertigungsstrecke vom Holzrohling bis hin zur fertigen Figur vorgestellt. Einzig bei der Holzverarbeitung kommen Maschinen zum Einsatz. 38 Arbeitsschritte folgen in meisterlicher Handarbeit, bis ein Grünhainichener Engel® das Licht der Welt erblickt.
Die Ausstellung stellt aber auch den erfolgreichen Entwicklungsweg des traditionsreichen sächsischen Familienunternehmens vor. Historische Fakten und Fotos spiegeln die interessante Firmengeschichte von Wendt & Kühn wider.
Neben der Wendt & Kühn KG stellt auch eine Riesaer Familie aus ihrer privaten Sammlung zahlreiche Grünhainichener Engel® für die Sonderausstellung zur Verfügung.