16.09.2007 - 10.02.2009
Als erste Einrichtung widmet das Stadtmuseum Esslingen dem Neckar eine umfassende Ausstellung. Der Fluss wird über seine gesamte Länge und auf der Grundlage vielseitiger Themen und Aspekte vorgestellt – Handel und Industrie, Siedlung und Verkehr, Energie und Umwelt, Erholung und Sport, Kunst und Geschichte.
„Herzader Schwabens“ und „schwäbischer Schicksalsstrom“ – so nennt der Volksmund den Neckar. Von der Quelle in Schwenningen bis zur Mündung in Mannheim legt er einen 367 Kilometer langen Weg zurück. Im 19. und 20. Jahrhundert hat er sich zu großen Teilen vom wilden, unberechenbaren Fluss in einen Kanal verwandelt, der mal als „graues Band der Monotonie“, mal als „System nacheinander geschachtelter Badewannen“ geschmäht wird. Sein Flusstal wurde in dieser
Zeit an vielen Stellen von einer idyllischen Landschaft in ein durchgehendes Industriegebiet umgeformt. Nun soll er Wiedergutmachung erfahren und für die Menschen in der Region erneut selbstverständlicher Teil ihrer Lebenswelt werden.
Gemälde, Fotografien, Karten, Modelle und andere Ausstellungs- stücke illustrieren die Entwicklung des Neckars vom „schwäbischen Arkadien“ zur Verkehrsader. Sie schildern das Leben am und mit dem Fluss, umfangreiche Vorhaben wie die jahrhundertealten Pläne zur Kanalisierung und bedeutende Ereignisse wie den großen Eisgang 1928/29. So entsteht eine kaleidoskopartige Geschichte des Flusses – von A wie Andenken über M wie Malaria bis Z wie Zukunft.