Auf einen 1608 abgeschlossenen Umbau der mittelalterlichen Vorgängerburg geht das heutige Erscheinungsbild des Schlosses als Vierflügelanlage im Stil der Renaissance zurück. Urkundlich erwähnt wurde die Burg erstmals 1266. Das Schloß diente bis zur Säkularisation 1803 als Residenz der Äbte und (seit 1460) Fürstpröpste von Ellwangen. Danach nutzte man es als Apanageschloß des Königreichs Württemberg und ab Mitte des 19. Jahrhunderts als Behördensitz. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurde das Innere um- und neugestaltet. Das doppelläufige Treppenhaus entstand zwischen 1720 und 1727, der Festsaal und die fürstpröpstlichen Appartements im Südflügel wurden im Stil des Barock und Rokoko ausgestaltet. 11 Räume umfaßt das seit 1908 bestehende Schloßmuseum sowie die ehemalige Hofkapelle. Die Stadt-, Abtei- und Propsteigeschichte bilden Schwerpunkte. Ausgestellt sind darüber hinaus Weihnachtskrippen und Fayencen, Objekte des regionalen Handwerks und Werke lokaler Künstler.