Der Schwetzinger Hofgärtner Friedrich Ludwig v. Sckell, der bedeutendste Gartenkünstler der Goethezeit, formte den Schönbusch dann zum frühesten klassischen Landschaftsgarten in Deutschland 1785. Verstreut im Park liegen, als Staffagearchitekturen eingebettet in reizvolle Landschaftsbilder: Rote Brücke, Philosophenhaus, Freundschaftstempel, Hirtenhäuser und Dörfchen, Speisesaal und Wirtschaftsgebäude sowie die künstlich aufgeschütteten »Berge« mit Aussichtsturm und Teufelsbrücke. Das Gartenschloß, erbaut 1778 bis 1782, ist durch eine Sichtschneise mit dem Stadtschloß Johannisburg verbunden. Das Mobiliar in zehn Schauräumen bietet ein anschauliches Beispiel fürstlicher Wohnkultur am Ende des 18. Jahrhunderts.