Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg
KULTURpur - Wissen, wo was läuft!



gibus.bordeaux

gibus.bordeaux
Werbung: gibus.bordeaux
'Erleben Sie die minimalistische und kathartische Kunst von Gibus. Jede Skulptur erzählt eine Geschichte.

Schloß Ludwigsburg mit Museum

Foto: Norbert Stadler
Foto: Norbert Stadler

Schloßstraße 30
71634 Ludwigsburg
Tel.: 07141 18 20 04
Homepage

Öffnungszeiten:

Mo-So 10.00-17.00 Uhr
Die Baugeschichte des Ludwigsburger Schlosses beginnt mit Herzog Eberhard Ludwig von Württemberg, der den einstigen Jagdsitz von 1704 bis 1733 zu einer der prachtvollsten Barockanlagen Europas ausbauen ließ. Frisoni errichtete nach 1714 die beiden Kavaliersbauten und die prunkvolle, hochbarocke Schloßkirche. Nachdem Ludwigsburg 1718 offiziell Residenz geworden war, entstanden neue Bauten für den Hof: das jüngst renovierte Theater und der Festinbau, ein neuer Hauptbau wurde durch die Ahnen- und die Bildergalerie mit dem bestehenden Ensemble verbunden, so daß sich das Schloß in eine Vierflügelanlage verwandelte. Die Raumfluchten im Innern entsprachen dem höfischen Repräsentationsbedürfnis. Herzog Carl Eugen von Württemberg veranlaßte Umbauten im Rokokostil und richtete eine evangelische Hofkapelle ein. Herzog Friedrich II. ließ weitreichende Veränderungen im Empire-Stil ausführen. Das heutige Schloß weist eine große Zahl prunkvoll eingerichteter Raumfluchten auf. Mobiliar aus der Barockzeit ist nur zu einem geringen Teil erhalten, im Gegensatz zur späteren Einrichtung des Rokoko, Louis Seize und Empire mit Möbeln und Gobelins.
Die Staatlichen Schlösser und Gärten präsentieren die prächtigen Appartements in der Beletage des Alten Corps de Logis und des Riesenbaus. Hier wohnten Herzog Eberhard Ludwig, sein Sohn Erbprinz Friedrich Ludwig und dessen Frau Erbprinzessin Henriette Marie.
Aus der Zeit um 1715 hat sich vieles von der Ausstattung bis heute erhalten. Besonders beachtenswert ist die wandfeste Ausstattung, z. B. der Stuck an Decken oder Wänden. Fast wie zu Eberhard Ludwigs Zeiten dominiert „gewirktes Gold“ als Wandschmuck viele Räume: Hier hängt der reiche Bestand an Tapisserien nach seiner gründlichen Restaurierung. Portraits, darunter mancher Neuerwerb, machen das persönliche und politische Lebensumfeld des Schlossgründers und seiner Familie lebendig. Markante Möbel, so der vor Jahren im Hinblick auf das Jubiläum erworbene Sekretär des Kirchheimer Kunstschreiners Isaak Roos, ergänzen die aus Eberhard Ludwigs Zeit überlieferte Ausstattung. Sie geben eine Vorstellung von der hohen Möbelkunst dieser Epoche.
Die übrigen Möbel, Gemälde und kunsthandwerklichen Kostbarkeiten verweisen auf die nachfolgenden Herrscher. Viele Stücke, die seit langem in den Depots ruhten, werden nach aufwändiger Restaurierung die Räume bereichern.

KULTURpur empfehlen