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Schiller-Museum mit Schillers Wohnhaus


Schillerstraße 12
99423 Weimar
Tel.: 03643 545 350
Homepage

Öffnungszeiten:

01.04.-30.09.: Di-So 9.00-18.00 Uhr, Sa bis 19.00 Uhr
01.10.-31.10.: Di-So 9.00-18.00 Uhr
01.11.-31.03.: Di-So 9.00-16.00 Uhr

Gabriele Stötzer: Schwingungskurve Leben

29.11.2013 - 12.01.2014

Die Künstlerin und Schriftstellerin Gabriele Stötzer (vormals Kachold), 1953 geboren, heute in Utrecht und Erfurt lebend, zählt zu jenen Künstlerkreisen, die in der oppositionellen Kunstszene der DDR widerständig eigene Freiräume erprobten. Mit aller Härte erfuhr sie die Willkür der SED-Diktatur, als sie nach Unterzeichnung eines Protestschreibens gegen die Ausbürgerung von Wolf Biermann im November 1976 für ein Jahr inhaftiert wurde. Nach der Haft führte sie u.a. eine private Galerie in Erfurt, bis diese 1981 verboten wurde. Zu jener Zeit zentrale Figur der Erfurter Dissidenten- und Untergrundszene, entwickelte Gabriele Stötzer ab den frühen achtziger Jahren ein künstlerisches Werk, das sich in umfassenden fotografischer Serien, in filmischen Experimenten, in Performances, in Mode, Weberei, Keramik und literarischen Texten äußert. Gabriele Stötzers in seiner Schonungslosigkeit außergewöhnliches schriftstellerisches Werk, das bis 1989 Teil der Untergrundliteratur des Prenzlauer Bergs bildete, konnte sie im Wesentlichen erst nach dem Zusammenbruch der DDR veröffentlichen. Ihre bildkünstlerischen Arbeiten einschließlich ihrer aktionsbezogenen Performances sind in ihrer Kompromisslosigkeit in der künstlerischen Szene der Subkultur in der DDR singulär, ebenso ihre Arbeit mit der Erfurter Frauengruppe Exterra XX, die sich als erste Künstlerinnengruppe in der DDR zusammenschloss. Gabriele Stötzer gehörte im November 1989 mit zu den Frauen, die das zentrale Gebäude der Staatssicherheit in Erfurt, als erste Stadt in der DDR, erstürmten.
Die Ausstellung ist die erste monografische Übersicht über das vielgestaltige bildkünstlerische Werk von Gabriele Stötzer.

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