Wildkatze und Hauskatze können fruchtbare Nachkommen haben. Diese Hybriden lassen sich nur mit molekulargenetischen Methoden sicher nachweisen. Äußerlich können sie sowohl wie eine Wild- als auch wie eine Hauskatze erscheinen.
Durch wiederholte Kreuzungen kann die genetische Eigenständigkeit von Wildkatzen verloren gehen. In manchen Gebieten ist daher Hybridisierung ein großes Problem für die Art. So gibt es z.B. in Schottland bald keine „echten“ Wildkatzen mehr, womit ein Stück biologischer Vielfalt verloren geht.
Mit 79 Exemplaren verfügt das Phyletische Museum über eine der größten und am bes- ten dokumentierten Sammlungen von Wildkatzen in Deutschland. Mehr als 60 Merkmale sind systematisch vermessen worden. Haus- und Wildkatzen lassen sich nur anhand sehr weniger Kennzeichen sicher unterscheiden.
Neben der Kombination bestimmter Fellmerkmale zeichnen sich Wildkatzen insbesondere durch ein größeres Hirnvolumen und einen kürzeren Darm aus. Daher ist es selbst für Spezialisten sehr schwierig, eine Wildkatze sicher in der Natur zu bestimmen.