04.06.2009 - 11.10.2009
Die Werke des Berliner Künstlers Uli Westphals haben einen starken Bezug zur Biologie und ihren Ordnungssystemen, setzen jedoch eigene Schwerpunkte. Beispielsweise zeigt Westphal nicht die Stammesgeschichte der Elefanten, sondern die Entwicklung ihrer Darstellungen. Auf diese Weise stehen die Arbeiten in einem Dialog zwischen Mensch, Kultur und Wissenschaft. Westphal stellt die Frage, wie Natur in diesen unterschiedlichen Kontexten wahrgenommen, dargestellt und begriffen wird. Seine Arbeiten entstehen aus Sammlungen, Simulationen, Animationen und Klassifikationssystemen. Diese basieren zwar auf wirklich existierenden Naturphänomenen, erzählen jedoch vor allem von der Entwicklung menschlicher Vorstellungen über die Natur. Eine Besonderheit der Sonderausstellung ist die Einbettung von drei Arbeiten Westphals in die Daueraustellung des Museums.