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NRW-Forum Kultur u. Wirtschaft, Foto: Tatjana Ebermann
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NRW-Forum Kultur u. Wirtschaft

NRW-Forum Kultur u. Wirtschaft, Foto: R. Teller
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NRW-Forum Kultur u. Wirtschaft, Foto: Tatjana Ebermann
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Ehrenhof 2
40479 Düsseldorf
Tel.: 0211 89 266 90
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Öffnungszeiten:

Mo-So 11.00-18.00 Uhr
Fr 11.00-20.00 Uhr

Louise Dahl-Wolfe: A Style of her own

16.02.2018 - 20.05.2018

Das NRW-Forum Düsseldorf startet in die erste Ausgabe des neuen Festivals Duesseldorf Photo mit einer Pionierin der Modefotografie: Die Ausstellung „Louise Dahl-Wolfe: A Style of her Own“ präsentiert über 100 Arbeiten der berühmten Modefotografin, die beleuchten, wie Dahl-Wolfe zu einer der wichtigsten Fotografinnen des 20. Jahrhunderts wurde, und mit ihrer Arbeit das Bild einer modernen, unabhängigen Frau mitprägte.
Louise Dahl-Wolfe gilt als Schlüsselfigur der amerikanischen Fotografie der 30er, 40er und 50er Jahre, deren Arbeit großen Einfluss auf berühmte Fotografen wie Horst P. Host, Richard Avedon und Irving Penn hatte. Ihr moderner Zugang zum Hollywood Porträt und zur Modefotografie prägten die amerikanische visuelle Kultur. Die Ausstellung „Louise Dahl-Wolfe: A Style of her Own“ präsentiert über 100 Fotografien aus den Jahren 1931 bis 1959. Mit Porträts, Akten, Modefotografie und Dokumentarfotografie gibt sie einen umfassenden Einblick in das Schaffen einer außergewöhnlichen Fotografin, die die Modefotografie und das Hollywood-Porträt modernisierte und sich in einer bis dahin von Männern dominierten Welt einen Platz erkämpfte.
Die Ausstellung legt einen Fokus auf die insgesamt 22 Jahre, in denen Louise Dahl-Wolfe feste Fotografin bei dem amerikanischen Modemagazin Harper’s war. Sie arbeitete eng mit der Herausgeberin Carmel Snow, der legendären Fashion Direktorin Diana Vreeland und dem Designer Alexey Brodovitch zusammen. In ihrer Schaffenszeit von 1936 bis 1958 veröffentlichte Harper’s Bazaar über 600 Farbfotografien, 86 Cover und rund 3000 Schwarzweißfotografien von ihr.
In dieser Zeit bereitete Dahl-Wolfe den Weg für den Einsatz von Farbe und Tageslicht in der Modefotografie. Sie war eine der ersten, die im Freien und mit natürlichem Licht arbeitete, was in der stark formalen und europäisch geprägten Modefotografie der damaligen Zeit etwas vollkommen Neues war. Sie brachte einen modernen Blick in die Modefotografie, einen entspannten und intimen Blick, der unbestreitbar amerikanisch war. Sie zeigte Pariser Couture an durchtrainierten Körpern und etablierte eine neue Natürlichkeit und Gesundheit in der Bildsprache der Modefotografie. Sie zeigte Mode, die casual und bequem war, und die den zunehmend aktiven und abhängigen Lebensstil der damaligen Frauen wiedergab. Ihr Umgang mit Farbe wurde in der Werbung schnell sehr populär, 1939 zeichnete sie der Art Directors Club of New York sogar mit einer Medaille aus. Louise Dahl-Wolfe arbeitete während ihrer Zeit bei Harper’s Bazaar mit Models wie Suzy Parker, Jean Patchett, Barbara Mullen, Mary Jane Russell und Evelyn Tripp zusammen. Dabei half sie, deren einzigartigen Look zu kreieren, und war so maßgeblich am Aufkommen der ersten Generation von Supermodels beteiligt. Die Ausstellung thematisiert auch den Aufstieg der Modefotografie als Profession – wie Dahl-Wolfe selbst einmal sagte: ‘there weren’t really fashion photographers, just artists like Steichen who just happened to do fashion photography.’
Neben der Modefotografie umfasst die Ausstellung auch eine Reihe an Portraits, die Literaten wie W.H. Auden, Christopher Isherwood, Jean Cocteau, Edith Sitwell, Colette und Carson McCullers zeigen, Modedesigner und Hollywood Stars wie Bette Davis, Orson Welles, Vivien Leigh, James Cagney und Veronica Lake. 1938 schickte das Magazin sie nach Hollywood um Film-Stars zu porträtieren. Auch hier arbeite Dahl-Wolfe als eine der ersten im Freien. Zu den Schauspielern und Schauspielerinnen, die sie aus dem Studio herausholte und mit natürlichem Licht fotografierte, gehörten unter anderem Vivien Leigh, Marlene Dietrich, Carole Lombard, Bette Davis, Ginger Rogers und Charles Boyer.
Neben der Mode- und Porträtfotografie arbeitete sie auch als Dokumentarfotografin. Die Ausstellung präsentiert eine Auswahl ihrer frühen Arbeiten, aufgenommen in Nashville Tennessee, die das Leben schwarzer Amerikaner zeigen, sowie ihre Dokumentation der amerikanischen Depression, die einen faszinierenden Kontrast offenbaren zwischen Dahl-Wolfes persönlichem Interesse und ihrer glamourösen Auftragsarbeit.

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