01.10.2009 - 08.01.2010
Weberknechte - wissenschaftlich Opiliones - gehören, ebenso wie Skorpione (Scorpiones), Pseudoskorpione (Pseudoscorpiones), Milben (Acari) und Webspinnen (Aranea) zur Klasse der Spinnentiere (Arachnida).
Während bei den "klassischen" (Web-)Spinnen der Körper in Kopfbrust (Prosoma) und Hinterleib (Opisthosoma) geteilt ist, ist er bei Weberknechten zu einer kompakten Einheit verschmolzen. Außerdem besitzen Weberknechte weder Gift- noch Spinndrüsen.
2007 wurde die Riesenweberknechte erstmals aus Deutschland im Saarland nachgewiesen. Mittlerweile sind sie auch aus Mainz und Wiesbaden bekannt. Das spannende bei der Sache - kein Mensch weiß genau woher die Art kommt und wie sie heißt.
Faszinierend - für alle Spinnen(tier)-Liebhaber - ist das Verhalten der Riesenweberknechte: Tagsüber versammeln sie sich zu Schlafgemeinschaften von oftmals über 1000 Tieren, die wie "schwarze Bärte" an den Mauern alter Industrieanlagen oder unter Dachvorsprüngen hängen. Nähert man sich der Kolonie, gerät sie in Schwingung, immer schneller je näher man kommt. Dann "fließt" der Pulk langsam auseinander und die Einzeltiere werden sichtbar.