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Museum Reinickendorf

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Alt-Hermsdorf 35
13467 Berlin
Tel.: 030 404 40 62
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Öffnungszeiten:

Mo-Fr, So 9.00-17.00 Uhr

Die Napoleon-Karikturen 1812-1815 von Johann Gottfried Schadow

26.09.2014 - 21.12.2014

Mit den Namen Johann Gottfried Schadow verbindet man vor allem den klassizistischen Bildhauer Berlins, der die Quadriga auf dem Brandenburger Tor und die Prinzessengruppe geschaffen hat. Durch seine Tätigkeit als Lehrmeister in seinem Bildhaueratelier sowie an der Akademie der Künste begründete er aber auch die Berliner Bildhauerschule des 19.Jahrhunderts, die bis heute europäerischen Rang besitzt.
Schadow war ein außergewöhnlich begabter Grafiker und ein herausragender Zeichner. Innerhalb der großen deutschen Zeichenkunst des 19.Jahrhunderts sind seine Arbeiten auf Papier etwas ganz Eigenes und Unvergleichliches. Wenigen ist bekannt, dass Schadow sein Leben lang auch ein besonders feinsinniger Satiriker und gesellschaftlicher und politischer Karikaturist war. Schadow selbst bezeichnete sich als Beobachter an der Spree. Theodor Fontane würdigte ihn als den Repräsentanten der Berliner Ironie des 19. Jahrhunderts.
Berühmt waren während der Befreiungskriege 1812-1815 seine napoleonischen Satiren, die er meist nur mit dem Pseudonym Gilrai a Paris versah. Seine neun Arbeiten dazu sind in der Ausstellung vollständig zu sehen. Thematisiert werden Napoleons „Völkerkriege“, die durch die „Befreiungskriege“ mit den Wiener Kongress endeten. Diese waren im aufgeklärten Europa die ersten großen Gewaltereignisse, die nicht nur menschliches Leid, sondern auch beträchtliche geografische Veränderungen mit sich brachten.
Die Exponate wurden aus einer Reinickendorfer Privatsammlung zur Verfügung gestellt. Neben einer originalen Porträtbüste von Schadow, die der Bildhauer Emil Wolff im Jahr 1838 aus Marmor geschaffen hat, sind Lithografien, Radierungen und Skulpturen des Künstlers Johann Gottfried Schadow zu sehen.

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