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'Erleben Sie die minimalistische und kathartische Kunst von Gibus. Jede Skulptur erzählt eine Geschichte.

Museum Kalkwerk Lengefeld


Kalkwerk 4a
09514 Lengefeld
Tel.: 037367 2274
Homepage

Öffnungszeiten:

01.04.-31.10.: Di-So 11.00-17.00 Uhr
01.11.-31.03.: geschlossen
Das Museum Kalkwerk Lengefeld ist das einzigartigste und am besten erhaltene Technikdenkmal der alten Bindemittelindustrie, des Kalkbrennens, in Mitteleuropa. Hinsichtlich der Branntkalkindustrie ist der Denkmalkomplex am aussagefähigsten. Die Anfänge des Kalkbergbaus im Lengefelder Raum gehen bereits auf das 16. Jahrhundert zurück und wurden 1528 erstmals urkundlich erwähnt. Nachdem 1975 das Kalkbrennen eingestellt wurde, konnte 1986 das Technische Denkmal Museum Kalkwerk Lengefeld auf Initiative eines breiten Bürgerangagements eröffnet werden. Das Museum vermittelt heute einen umfassenden Einblick in die Geschichte des Kalkabbaus, des Kalkbrennens, der Weiterverarbeitung des Rohstoffs Kalk und zeugt gleichzeitig von Wohn- und Arbeitsbedingungen der Beschäftigten in vergangenen Zeiten. Über die ehemalige Aschehalde gelangt der Besucher zum damaligen Holzlagerschuppen, in dem die Entwicklung des Kalkwerkes und die Weberinnung der Stadt Lengefeld illustriert wird. Die gesamte Außenanlage wie die Kalkbrennöfen, Kalkmühle, Kaue (weitere Ausstellungsräume), Förderschacht II (zur Zeit nur Außenanlage) ist zu besichtigen. Zur Bruchsohle im ehemaligen Tagebruch gelangt man mit Führung. Weithin sichtbar sind die drei pyramidenförmigen Kalköfen, sogenannte Rumford-Öfen, welche von 1818 bis 1835 errichtet wurden, sowie der zylindrische Hilke-Ofen von 1873. Auf der Bühne des Ofens zwei kann man sich über die Beschickung der Öfen informieren. Der Feuerungsgang des Ofens vier wurde museal gestaltet und gibt Auskunft über die Kalklagerstätten im Erzgebirge, die noch existierenden und arbeitenden Produktionsstätten sowie über Flora und Fauna des Landschaftsschutzgebietes Kalkwerk, Geologie des Erzgebirges und zeigt die ehemalige Kalklagerstube. Neben der ehemaligen Kalkmühle, der Kaue, der Kalkniederlage, dem Gasthaus (ehemals Wohnhaus für den Kalkmesser) und der Verwaltung ist auch ein Kohlenlager zu besichtigen. Darin dokumentiert eine Ausstellung die Geschichte der 1945 in die Stollen des Kalkwerkes Altlager eingelagerten 189 Gemälde und 54 Kisten mit Porzellanen der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.


Neben Führungen bis zur Bruchsohle bereichert ein jährlich stattfindendes "Kalkofenfest" immer am ersten Wochenende im Juli das Angebot des Museums.

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