Seit 1992 verbindet der Main-Donau-Kanal die großen europäischen Flußsysteme miteinander. Der Bau der 170 km langen Wasserstraße (Bauzeit: 1959-1992) fordert nicht nur den Landschaftsschutz im unteren Altmühltal, sondern auch die bayrischen Bodendenkmalpflege heraus. Der Kanalbau drohte in bisher nicht gekanntem Maße, archäologische Fundstellen großflächig zu zerstören. Jahrelange, intensive Ausgrabungen, vor allem auch bei Dietfurt an der Altmühl, wurden deshalb notwendig. Während der Bauarbeiten und Sondierungen verdreifachte sich die Zahl der bisher bekannten archäologischen Denkmäler. Im weiten Dietfurter Talkessel, wo sich Altmühl-, Ottmaringer- und Laabertal vereinigen, wurde ein bedeutender prähistorischer Siedlungsraum der südlichen Frankenalb entdeckt. 1989 entschloß sich die Stadt Dietfurt an der Altmühl, das im Stadtzentrum gelegene Hollerhaus als Museum zu nutzen. Das Altmühltaler Wohn-Stall-Haus mit Kalkschieferdach wurde daraufhin komplett saniert und umgebaut. Das Museum stellt Funde der langjährigen archäologischen Untersuchungen und eine geologisch-palänotologische Sammlung vor. Der in Bochum geborene Bergbauingeneur Oskar Hoffmann (1897-1989) hatte seine Privatsammlung mit über 1800 Objekten der Stadt Dietfurt an der Altmühl, seiner Wahlheimat seit 1963, übereignet.