Das Museum wurde 1987 in der Scheune eines barocken Hofes der Familie von Geismar und von Nordeck zur Rabenau eingerichtet. Die Sammlung umfasst historische Objekte aus Echzell und den eingemeindeten Ortsteilen. Darunter befinden sich Exponate aus den Bereichen Landwirtschaft, Gewerbe und Handwerk (eine Sattlerei), Utensilien aus der 1770 privilegierten Echzeller Apotheke sowie frühe Bibeldrucke.
Den Schwerpunkt der Ausstellung bildet die archäologische Abteilung. Durch Bodenfunde, Texttafeln und Karten wird die Besiedlung der Region seit der Jungsteinzeit (6. Jh. v. Chr.) bis zur ersten urkundlichen Erwähnung Echzells (782 n. Chr.) illustriert. Besonderes Gewicht kommt dabei dem römischen Abschnitt der Ortsgeschichte zu, als hier etwa um 110 n. Chr. eines der größten Reiterkastelle in der Grenzregion von Wetterau und Taunus bestand. Dargestellt werden im Museum die antiken siedlungsgeographischen Gegebenheiten anhand von Fundstücken und einem Grundrissplan des Kastells. Aus dem Bereich des Soldatenalltages sind Waffen, Zaumzeug, Kultgegenstände, Schreibutensilien, Siegelringe und Spielsteine zu sehen.
Vom Leben im einstigen Lagerdorf vor den Kastellmauern zeugen Funde, die von Metallhandwerkern sowie Horn- und Geweihschnitzern stammen. Amphoren, Tafelgeschirre (Terra sigillata) und Austernschalen weisen auf unterschiedliche Gewerbe und Fernhandelsbeziehungen in römischer Zeit hin. Präsentiert werden zudem antike Haushaltsgegenstände und -geräte, Gewandnadeln und Schmuck. Die römische Badekultur wird mit Fotografien, einem Grundrissplan und Texten über eine römische Therme vermittelt.
Vor dem Museum wurde die Rekonstruktion einer sechs Meter hohen römischen Jupitersäule aufgestellt.