07.09.2011 - 06.01.2013
Die Sonderausstellung „Tiere der Bibel“ zeigt anhand von bekannten und weniger bekannten Passagen der Bibel, wie wichtig die Tiere für den Menschen waren, wozu sie dienten und welche Symbolik sie erfüllten. Erfahren Sie, wieso Hasen Wiederkäuer sind, weshalb ein Esel ein gar königliches Reittier war und warum manche von ihnen sogar sprechen konnten. Es warten paradiesische Zustände, heilende Schlangen, eine Löwengrube und ganz aktuelle Plagen auf die Besucher der rund 500 Quadratmeter großen Sonderausstellung im LWL-Museum für Naturkunde.
Die Bibel wimmelt von lebendigem Getier. Im „Buch der Bücher“ findet sich kaum eine längere Passage, in der nicht in irgendeiner Form die Rede von Tieren ist. Sie führen Eva in Versuchung, bedrohen Daniel, erkunden für Noah, beschützen Bileam, transportieren Jesus, plagen die Ägypter, mahnen Petrus und helfen sogar bei der Partnervermittlung. Der Mensch in der Bibel sorgt für seine ihm anvertrauten Tiere, hegt und pflegt sie und gibt ihnen Schutz. Dies mag nicht immer ganz uneigennützig sein und manchmal bedarf es klarer Regeln um ein gutes Verhältnis aufrecht zu erhalten. Doch kann der Bibelleser davon ausgehen, dass der Umgang mit dem Tier früher insgesamt „harmonischer“ war als in der heutigen Zeit. Heute versuchen die Menschen den Spagat zu finden, zwischen dem Fabrikfleisch auf ihren Tellern und ihrem Schoßhündchen mit Brillianthalsband, das besser ernährt und medizinisch versorgt wird, als manch ein Mensch.