Kunstverein Bad Godesberg
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Kunstverein Bad Godesberg

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Burgstrasse 85
53177 Bonn
Tel.: 0228 31 45 16
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Öffnungszeiten:

Di-So 16.00-18.00 Uhr
Mo 19.00-21.00 Uhr

Surrealismus

25.10.2013 - 07.11.2013

Surrealismus als künstlerischer Spagat: themenbezogenes Arbeiten ohne jedoch die persönliche, individuelle und künstlerische Freiheit der Kunstschülerinnen einzugrenzen. Genau dies ist auch das Konzept von Hetty Liebelts Malschule art@cetera, die sie seit 2009 in dieser Form in Bad Godesberg führt. Ihre Kunst schülerinnen kommen aus beinahe allen Teilen der Welt: Barbados, Schottland, England, Frankreich, Malaysia, aber natürlich auch aus Deutschland. Interessant, wie man sich neben den verschiedenen Sprachen Deutsch, Englisch und Französisch vor allem über die länderübergreifende Sprache der darstellenden Kunst verständigt.
Ihr Kunstwerk öffentlich auszustellen, bedeutet für die Kunstschülerinnen neben der besonderen Herausforderung auch eine anfängliche Überwindung. Während einige Werke völlig neu erstellt wurden, dienten bei anderen frühere Bilder als Grundlage. Hierbei ist es besonders interessant, wie die surreale Ausgestaltung dem neuen Werk plötzlich eine völlig andere Wirkung und Dynamik gibt. Aber auch der Mal- und Gestaltungsprozess entwickelt sich meist völlig anders als beim Ausgangswerk, was nicht zuletzt an der Entscheidung liegt, ob Acryl- oder Ölfarben verwendet werden. So bietet jede Technik völlig eigene Gestaltungsmöglichkeiten, stellt aber auch vollkommen andere Anforderung an die Verarbeitung. Hier denn sind die Kunstschülerinnen dankbar für Hetty Liebelts technische Beratung und Weitergabe ihrer langjährigen Erfahrung in Form von vielen praktischen Tipps und Tricks. Denn Malen ist nur zu einem Teil Kunst und zum anderen Handwerk, das erlernt werden will.
Um dem farbig-vielfältig Surrealem der Ausstellung doch eine gewisse äußere Harmonie mitzugeben, legt man sich auf nicht allzu unterschiedlich große quadratische Formate fest und beschränkt sich auf Acryl- bzw. Ölfarben.
Diese Gemeinschaftsausstellung stellt nicht nur für die Künstlerinnen eine besondere Herausforderung dar, sondern ist auch für Hetty Liebelt Maßstab und Zeichen für die immer wieder erstaunlich schnellen und tiefgreifenden Fort schritte ihrer Künstlerinnen. Dies zeigt sich zum einen natürlich in jedem Einzelwerk, aber auch in der Gesamtwirkung dieser Werkschau.

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