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Kunstmuseum Ahlen


Museumsplatz 1 / Weststr. 98
59227 Ahlen
Tel.: 02382 91 83 0
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Öffnungszeiten:

Mi-Fr 14.00-18.00 Uhr
Sa, So 11.00-18.00 Uhr

Arnulf Rainer: Malerei, Arbeiten auf Papier

15.02.2015 - 26.04.2015

Arnulf Rainer ist weltweit einer der bedeutendsten Künstler der Gegenwart.
Aus Anlass seines 85. Geburtstages präsentiert das Kunstmuseum Ahlen eine retrospektiv angelegte Ausstellung mit ausgesuchten Arbeiten aus allen Werkphasen.
In enger Zusammenarbeit mit der Familie des Künstlers sowie in Kooperation mit dem Arnulf Rainer Museum in Baden bei Wien sind insgesamt rund 100 Exponate ausgewählt worden.
Die Ausstellung wirft einen ungewöhnlichen Blick auf das Œuvre des österreichischen Ausnahme-Künstlers und schließt auch die sensiblen Facetten des meist eher als harsch empfundenen Werkes mit ein.
Frühe, nur selten gezeigte Zeichnungen der unmittelbaren Nachkriegszeit bilden den Auftakt der Ausstellung und zeugen von der anfänglichen Auseinandersetzung Arnulf Rainers mit dem Surrealismus. In den ersten tachistischen, stark reduzierten Zeichnungen aus den 1950er Jahren wird das Streben nach einer radikalen Bildauffassung bereits spürbar. Zu dieser Zeit pflegte Rainer enge Verbindungen mit den Künstlern der Düsseldorfer ZERO-Gruppe, deren künstlerischen Errungenschaften sich das Kunstmuseums Ahlen seit seinem Beginn mit Ausstellungen und Ankäufen widmet. So werden in Ahlen erstmals auch die grenzüberschreitenden Verbindungen der Gruppe bis nach Österreich deutlich.
Die Ausstellung untersucht wesentlich die damals von Rainer entwickelte Strategie des Übermalens in ihren wechselnden Ausprägungen von den Anfängen bis in die unmittelbare Gegenwart. Der Überblick umfasst zudem neben den fotografischen Selbsterkundungen der 1970er Jahre auch Arbeiten aus dem kaum bekannten „Hiroshimazyklus“ (1982), eines der wenigen Beispiele für die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Atomkrieg überhaupt, und reicht bis zu den späteren Überarbeitungen berühmter Gemälde der Kunstgeschichte von Rembrandt, van Gogh u.a. Mit den „Teneriffa Kreuzen“ (2009) wird zudem die Relevanz des Kreuzmotives im Werk von Arnulf Rainer bis heute offenbar sowie sein noch immer erstaunlich kraftvoller Duktus.
Arnulf Rainer ist für sein Schaffen mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden. Sein Werk wurde u.a. im Guggenheim Museum New York, im Stedelijk Museum in Amsterdam, in der Tate Modern in London oder im Centre Pompidou in Paris gezeigt, auf der documenta in Kassel, in den Pinakotheken in München und in der Albertina Wien.

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