© andreas130 / www.fotolia.de
KULTURpur - Wissen, wo was läuft!

Kunstgewerbemuseum am Kulturforum Potsdamer Platz


Matthäikirchplatz
10785 Berlin
Tel.: 030 266 424242
Homepage

Öffnungszeiten:

Di-Fr 10.00-18.00 Uhr
Sa+So 11.00-18.00 Uhr

Design Lab #5: Times of Waste – Was übrig bleibt

25.01.2020 - 22.03.2020

Im Rahmen des Design Lab #5 präsentiert das Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Museen zu Berlin die Ausstellung "Times of Waste – Was übrig bleibt", die aus einem transdisziplinären Forschungsprojekt entstanden und für den deutschen Kontext in Zusammenarbeit mit Flavia Caviezel und Mirjam Bürgin der Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel realisiert wurde.
Abfall kann verheissungsvolle Ressource oder lästiger Rest sein, Abfall ist politisch und sozial, vor allem aber unvermeidlich. Abfall verschwindet nie vollständig und hinterlässt immer Spuren. "Times of Waste – Was übrig bleibt" rückt das Leben eines Smartphones ins Zentrum und widmet sich einer typischen Alltagstechnologie unserer Zeit, die viele Formen von Abfall hinterlässt, angefangen bei der Gewinnung der enthaltenen Rohstoffe.

Der Transformationsprozess des Smartphones
Die Ausstellung gibt einen Einblick in das Forschungsprojekt "Times of Waste", das den Transformationsprozessen des Smartphones und seiner Bestandteile mit künstlerisch-wissenschaftlichen Verfahren nachgeht: Eine Objektbiografie kartiert verschiedene Transportwege und Recyclingrouten. Sie erzählt von ökonomischen Umwandlungen und neuartigen Beziehungen, von lokalen wie globalen Zusammenhängen. Recherchen führen die Forschenden zu Deponien und Schreddern, in Reparaturwerkstätten, Forschungslabors und zu verschiedenen Materialien und Menschen.

Wo geht das hin, was übrig bleibt?
Das Ausstellungssetting ist eine Assemblage verschiedener (medialer) Fragmente, die assoziativ zusammenspielen:
- eine Videoprojektion mit atmosphärischen Landschaften und Material nahen Blickwinkeln,
- Übersicht in globale Verknüpfungen liefernde Karten,
- ein Tonessay zur Objektbiografie eines Smartphones
- und ein modellhaftes Metall-Relikt.

Dessen Innenleben archiviert jenes geologisch-materielle Nachleben, das die Smartphone-Entsorgung hervorbringt. Es zeugt davon, dass die Menschen auf der Suche nach Rohstoffen nicht nur die Erdkruste abtragen, sondern sie auch mit neuartigen Abfall-Materialien anfüllen.
Um die ausgestellten Abfälle, Karten, Bilder und Töne gruppieren sich verschiedene Texte, die den Fragen nachgehen: Wo geht das hin, was übrig bleibt? Und was kann getan werden?

KULTURpur empfehlen