Jüdisches Museum Berlin, Foto: Günter Schneider
KULTURpur - Wissen, wo was läuft!

Jüdisches Museum Berlin

Jüdisches Museum Berlin, Foto: Jens Ziehe
Jüdisches Museum Berlin, Foto: Jens Ziehe
Ausstellung »A wie Jüdisch« vom 26. November 2018 bis 30. September 2019:   Videostill aus der Videoarbeit »Twenty Two Letters«  © Victoria Hanna
Ausstellung »A wie Jüdisch« vom 26. November 2018 bis 30. September 2019: Videostill aus der Videoarbeit »Twenty Two Letters« © Victoria Hanna

Lindenstr. 9-14
10969 Berlin
Tel.: 030 259 93 300
Homepage

Öffnungszeiten:

Mo 10.00-22.00 Uhr
Di-So 10.00-20.00 Uhr

Die Erschaffung der Welt

04.04.2014 - 03.08.2014

René Braginsky hat seine spektakuläre Sammlung hebräischer Handschriften in mehr als drei Jahrzehnten zusammengetragen: Sie umfasst mittelalterliche Schriftstücke, kunstvoll angefertigte Hochzeitsverträge, reich illustrierte Schriftrollen, illuminierte Handschriften und wertvolle Drucke.
Die Sammlung zeichnet sich durch eine besondere Verbindung von Text und Kunst aus, da diese hebräischen Schriften mit einer oft sehr aufwändigen Buchmalerei verziert wurden. Ihr Schwerpunkt liegt auf illustrierten Handschriften, die im 18. Jahrhundert in Mittel- und Nordeuropa entstanden und einen Höhepunkt der jüdischen Handschriftenkunst darstellen. Alle bedeutenden jüdischen Schriftkünstler und Illuminatoren dieser Epoche sind mit exzellenten Arbeiten in der Sammlung von René Braginsky vertreten.
Die kostbaren Handschriften dieser Privatsammlung zeugen davon, welche Bedeutung es im Judentum hatte, die heiligen Texte und biblischen Kommentare schriftlich festzuhalten. Während der Verfolgungen über die Jahrhunderte hinweg nahmen hebräische Handschriften und Bücher häufig Schaden oder wurden gar vernichtet. Umso kostbarer ist die Sammlung von René Braginsky mit ihren herausragenden Beispielen jüdischer Schriftkunst. Als größte Privatsammlung mit Objekten aus verschiedenen Gebieten der westlichen und östlichen Diaspora vermittelt sie auch einen umfassenden Eindruck von der Vielseitigkeit der jüdischen Buchgeschichte.
Ein Tora-Schreiber und andere Kalligrafen werden ihre Kunstfertigkeit in den Ausstellungsräumen vor den Besucherinnen und Besuchern demonstrieren. Der Tora-Schreiber arbeitet jeweils montags und dienstags 16-18 Uhr sowie mittwochs, donnerstags und sonntags 14-16 Uhr in der Ausstellung.
Während Pessach, 14. bis 22. April, sowie vom 1. bis 4. Mai ist stattdessen Khatkunst und arabische Kalligrafie in der Ausstellung zu bewundern.

KULTURpur empfehlen