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Historisches Museum Hannover


Pferdestraße 6
30159 Hannover
Tel.: 0511 168 430 52
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Öffnungszeiten:

Di 10.00-19.00 Uhr
Mi-Fr 10.00-17.00 Uhr
Sa, So 10.00-18.00 Uhr

Jung sein in Hannover 2012

18.04.2012 - 21.10.2012
Alkoholexzesse, Ballerspiele am Computer zocken, Handyschulden … ist es das, was die „Jugend von heute“ beschäftigt? Haben wir es mit der „Generation-Doof“ ohne Allgemeinbildung zu tun, oder doch mit der „Pragmatischen Generation“, die zwar keine Ideale hat, dafür aber klare Ziele? Solche Etiketten zur Beschreibung von vermeintlich typischen jugendlichen Lebenswelten werden in Medien diskutiert und von Eltern, Lehrern und anderen Erwachsenen genutzt. Dies beeinflusst auch die Identitätsbildungen von Jugendlichen, denn diese bewegt sich häufig im Spannungsfeld der bewussten Übernahme und Inszenierung solcher Zuschreibungen und dem Bemühen um Abgrenzung davon.
Die Ausstellung „Jung sein in Hannover 2012“ dreht die übliche Blickrichtung auf die „Jugend von heute“ um. Sie geht nicht von den Sichtweisen der Erwachsenen aus, sondern präsentiert die Perspektiven von Jugendlichen selbst auf ihr Jungsein, ihr Aufwachsen und ihren Alltag. Dies geschieht in Form von Fotografien, die Hannoveraner Jugendliche im Alter zwischen 13-20 Jahren erstellt haben. Unterstützt wurden sie dabei von Fotografiestudenten der Fachhochschule Hannover, die sie bei der Umsetzung ihrer Motivideen beraten haben. Die Fotos eröffnen sehr unterschiedliche, subjektive Einblicke in die Lebens- und Gefühlswelten von Jugendlichen und zeigen Orte, Aktivitäten und Lebenssituationen, die ihren Alltag prägen. Ergänzt werden die Fotos um Gegenstände, die die Jugendlichen ausgewählt haben, da sie etwas über ihre Geschichten, Aktivitäten und Sichtweisen auf die Welt aussagen.
Diese kreativen Selbstdarstellungen der Jugendlichen werden von zwei weiteren Ausstellungsteilen gerahmt: der „Galerie der Erinnerung“, die historische Jugendfotos aus dem Zeitraum von 1945-2010 zeigt und statistischen Aussagen über die Lebenssituation, Freizeitaktivitäten und Wertvorstellungen von Jugendlichen in Hannover und der Bundesrepublik. So entsteht ein Bild der „Jugend von heute“ aus ganz unterschiedlichen Perspektiven, denn in der Ausstellung treffen subjektive Selbstdarstellungen auf objektivierte wissenschaftliche Befunde sowie aktuelle Bilder von Jugendlichen auf historische Jugendbilder. Die Ausstellung will so einen Rahmen bieten für die individuelle Auseinandersetzung mit dem Jung sein aus verschiedenen Blickwinkeln und über verschiedene Generationen hinweg.

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