Das Heimatmuseum befindet sich im alten Rathaus, das um 1870 errichtet wurde. An die ehemalige Funktion des Gebäudes wird im nachgestellten Amtszimmer des Bürgermeisters erinnert.
Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt bei der dörflichen Alltagskultur vom letzten Viertel des 19. bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts. Dargestellt werden die Handwerke, die um die Jahrhundertwende in Laisa ausgeübt wurden. Verschiedene Werkzeuge wie z. B. die Bank zum Behauen der Schiefersteine des Dachdeckers, die Profilhobel des Schreiners, die fußgetriebene Drechselbank des Wagners sowie die Esse des Schmiedes verdeutlichen die jeweilige Arbeitsweise. Des Weiteren sind Objekte aus einem Krämerladen, einer Schusterwerkstatt, einer Sattlerei, einer Schneiderstube und einer Metzgerei zu sehen.
Die ländliche Wohnkultur veranschaulichen eine nachgestellte Küche und eine „Gute Stube“, in der auch ein Webstuhl gezeigt wird. Die Trachtensammlung verdeutlicht die kleidungsgeschichtliche Beziehung zur Marburger Tracht, die Merkmale des Empirestils aufweist.
In einer nachgebauten Backstube sind zwei gemauerte Steinöfen zu besichtigen, in denen in regelmäßigen Abständen Brot gebacken wird.