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Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte


Am Neuen Markt 9, Kutschstall
14467 Potsdam
Tel.: 0331 620 85 50
Homepage

Öffnungszeiten:

Di-Do 10.00-17.00 Uhr
Fr 10.00-19.00 Uhr
Sa, So 10.00-18.00 Uhr

Expressiv – konstruktiv – phantastisch: Ostdeutsche Kunst 1945 bis 1990 aus einer Privatsammlung

22.08.2014 - 19.10.2014

Ostdeutsche Kunst findet gegenwärtig immer größeres Interesse und Aufmerksamkeit. So begrüßenswert das auch ist, so sehr zeichnen sich Tendenzen ab, einen begrenzten Kreis von Künstlern zu "kanonisieren". Nach wie vor sind vor allem die "Leipziger Schule" und deren Schüler im öffentlichen Bewusstsein präsent. Andere Künstler werden zwar auch gezeigt, aber in geringerem Umfang und in weniger öffentlichkeitswirksamem Kontext, in hinteren Räumlichkeiten oder an unattraktiveren Wänden. So verfestigt sich ungewollt ein einseitiges Bild von der ostdeutschen Kunst.
Die Ausstellung präsentiert eine seit den 1970er Jahren entstandene Potsdamer Privatsammlung, die unabhängig von der offiziell geförderten Kunst der DDR nach subjektiven Vorlieben entstanden ist. Ohne einseitig zu sein bietet sie die Möglichkeit, eher unbekannte Künstler kennen zu lernen und Einblick in eine äußerst lebendige alternative Kunstszene zu gewinnen. Damit ermöglicht sie den anderen Blick auf Kunst in Ostdeutschland, aber auch auf Sammlerkultur und auf die verschlungenen Wege der Kunst aus den Nischen in die Öffentlichkeit.
Für diesen anderen Blick stehen über 150 Exponate: Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen, Collagen und zahlreiche, teils farbige Druckgrafiken, aber auch einige Plastiken und keramische Objekte. Originalgrafische Plakate, Künstlerbücher und Ausstellungskataloge sowie Neujahrsgrafiken mit teils zeitkritischer Thematik sind Zeugnisse einer einfallsreichen "PR"-Arbeit und Kommunikation. Die Ausstellung stellt Künstlerinnen und Künstler unterschiedlicher Generationen und verschiedener Genres vor. Ihre Biografien sind oft gebrochen, allein durch den Weggang vieler von dem einen in das andere Deutschland. Die Jüngeren verstehen sich heute mit ihren ostdeutschen Wurzeln als gleichwertiger Bestandteil der deutschen Kunstlandschaft.

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