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Galerie der Stadt Fellbach


Marktplatz 4
70734 Fellbach
Tel.: 0711 5851 417
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Öffnungszeiten:

Di-Fr 16.00-19.00 Uhr
Sa, So 14.00-18.00 Uhr

Henri Cartier-Bresson: à propos de Paris

29.05.2008 - 24.08.2008
Der bedeutende französische Fotograf Henri Cartier-Bresson wäre am 22. August 2008 100 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass zeigt das Kulturamt der Stadt Fellbach in Zusammenarbeit mit Magnum Photos Paris in der städtischen Galerie eine Ausstellung mit rund 80 Fotografien des Künstlers à propos de Paris. Ein breit gefächertes Veranstaltungsprogramm in Kooperation mit dem Institut Français de Stuttgart begleitet die Fotoschau. "Es gibt nichts auf der Welt, das nicht einen entscheidenden Augenblick hätte." Nach diesen Momenten hat Cartier-Bresson seit 1932 gesucht, mit seiner Kamera, einer Leica, deren Kauf am Beginn einer großen Laufbahn stand. Ästhet, Intellektueller und Kosmopolit, hat er die Fotografie vieler Jahrzehnte mit seinem persönlichen Stil und Ethos geprägt. "Alles, was ich zu sagen habe, steckt in meinen Bildern", sagte Cartier-Bresson, der zusammen mit dem so verschiedenen Robert Capa die Fotoagentur Magnum gründete. Die Ausstellung zeigt berührende, anmutige, ansteckende Bilder von Paris, dessen Atmosphäre Cartier-Bresson wie kein anderer ins kollektive Bildgedächtnis einschrieb. Hier ist er aufgewachsen und hat seine ersten Kontakte zur Kunstwelt geknüpft, hier kannte der leidenschaftliche Flaneur fast jede Straße. In seinen ungewöhnlichen Momentaufnahmen offenbart sich, fernab aller touristischen Klischees, die besondere Beziehung zu seiner Heimatstadt, in die er, der so viel reiste und in der ganzen Welt zu Hause war, immer wieder gern zurückkehrte. Ergänzend zu den Fotografien werden im Foyer des Fellbacher Rathauses biografische Materialien präsentiert. Neben historischen Büchern und Zeitschriften ist dort der Dokumentarfilm "Biographie eines Blicks" von Heinz Bütler aus dem Jahr 2003 zu sehen. Mit der Cartier-Bresson-Schau knüpft Fellbach an seine langjährige Tradition erfolgreicher Fotoausstellungen an. Ausgehend von den Fotografen Hansel Mieth und Otto Hagel, die in den 1920er Jahren aus Fellbach in die USA auswanderten, werden seit 1990 in regelmäßigen Abständen Werke hochrangiger Fotografen gezeigt. Darunter waren Klassiker wie Tina Modotti, André Kertész, August Sander und Robert Capa, aber auch interessante zeitgenössische Fotografen wie Arnold Odermatt oder der junge Rumäne Cosmin Bumbut.

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