Einen Pfennig musste zahlen, wer in Böblingen im Jahr 1437 die Badstube vor dem Neuen Tor benutzte.
Baden und sich Erholen haben in Böblingen nicht erst dem Bau des Freibads im Jahr 1953 und des Thermalbads vor 25 Jahren eine lange Tradition. Kaum zu glauben, dass man aus der Residenzstadt Stuttgart kommend - bereits in der Frühen Neuzeit - Böblingen auch der gesunden, frischen Luft wegen besuchte. Hierüber legten bereits die württembergischen Grafen Zeugnis ab. Später wurde in waldreicher Umgebung unweit des heutigen Böblinger Krankenhauses sogar ein Luftbad und ein Lungensanatorium betrieben.
Die stadtgeschichtliche Sonderausstellung zeigt eine weniger bekannte Seite Böblingens, deren Entwicklung seit dem späten Mittelalter einige Überraschungen birgt.