© monet / www.fotolia.de
KULTURpur - Wissen, wo was läuft!

Camera Work Photogalerie

Galerie Camera Work Berlin Ausstellungen Künstler
Galerie Camera Work Berlin Ausstellungen Künstler

Kantstr. 149
10623 Berlin
Tel.: 030 31 00 77 3
Homepage

Öffnungszeiten:

Di-Sa 11.00-18.00 Uhr

Tina Berning & Michelangelo Di Battista: FACE/project

04.09.2010 - 30.10.2010
Die Galerie CAMERA WORK zeigt mit »FACE/project« erstmals eine Einzelausstellung der Künstler Tina Berning und Michelangelo Di Battista in Berlin. In der Ausstellung werden über 30 Arbeiten gezeigt, darunter größtenteils Unikate. Tina Berning und Michelangelo Di Battista verwischen in ihrer Zusammenarbeit die Grenzen zwischen Modefotografie, Zeichnung und Malerei. Die beiden trafen sich das erste Mal anlässlich einer Beauty-Strecke für die VOGUE ITALIA im Sommer 2007. Schnell wurde ihnen das große Potential ihrer Fähigkeiten in der kreativen Zusammenarbeit bewusst. Sie erkannten während des Shootings, dass sie gemeinsam ein Terrain betraten, das sie unabhängig voneinander zuvor schon fesselte: Die Manipulationsmöglichkeiten des Computers ignorierend, verbanden sie ihre Arbeitsfelder Fotografie und Zeichnung anachronistisch auf analoge Weise. Tina Berning ergänzt mit ihren Anwendungen, Kommentaren und Zeichnungen Michelangelo Di Battistas Frauenportraits, die wie eine Bestandsaufnahme und Untersuchung von weiblicher Schönheit in der Gegenwart wirken. Unter den portraitierten Frauen finden sich Models wie Claudia Schiffer, Amber Valetta oder Julia Stegner. Durch die Zusammenführung beider Disziplinen wird die vordergründige Maskerade durchbrochen und den dargestellten Frauen Vielschichtigkeit verliehen. Die Zeichnungen greifen in die Fotografien ein und lassen die Abbildungen zu komplexen Abzügen des Wesens werden. In ihrer Kooperation entwickeln Tina Berning und Michelangelo Di Battista einen subjektiven, kritischen und gleichzeitig zärtlichen Blick auf Frauen. Diese groß angelegte künstlerische Fortsetzung ihrer ersten Zusammenarbeit für die VOGUE ITALIA zeigt die Hybris und Verletzlichkeit von Weiblichkeit, die sich an der medialen Oberfläche spiegeln. Auf den Bildern erlangen die Frauen eine herausfordernde zugleich sublime Ausstrahlung. Sie lösen sich aus den medialen Abbildungen, um sich jedoch genau durch diese neu zu konstituieren, um kraftvoll und sinnierend, sensibel und wunderschön, erwachsen und selbstbestimmt zu sein.

KULTURpur empfehlen