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Achtzig-Galerie für zeitgenössische Kunst

Achtzig-Galerie für zeitgenössische Kunst Berlin Ausstellungen
Achtzig-Galerie für zeitgenössische Kunst Berlin Ausstellungen

Hagenauer Str. 7
10435 Berlin
Tel.: 0178 44 82 997
Homepage

Öffnungszeiten:

Do-Sa 15.00-20.00 Uhr

contemporary gallery

21.01.2012 - 11.02.2012
Die Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst in Berlin Mitte wird auch mit dieser Wintersausstellung am 20.01.2012 um 19:00 Uhr ihren Ruf als eine der erfolgreichsten Galerien Berlins weiter festigen können. Denn ab Juni 2012 werden wieder Künstler der »Neuen Leipziger Schule« gezeigt. In den letzten Jahren entwickelte sich das Quartier von der Brunnenstraße über die Torstraße bis bin zur Auguststraße zu einem angesagten Standort der internationalen Kunstszene. Die heutige Brunnenstraße 150 bietet eine sehr eindrucksvolle Plattform für die Szene der Contemporary Fine Arts. Schon der ZDF Beitrag mit dem Titel: »Berlin Brunnenstraße - Quelle der Kunst« bestätigt diese Ansicht nachhaltig.Somit kam die Galeristin und Geschäftsführerin Diana Achtzig auf die Idee zu dieser Ausstellung mit dem Titel: »contemporary gallery«. Das weltoffene Flair der Berliner Großstadt und die international besetzte Ausstellung zeigen deutlich das Hervorstürmen der Galerieszene im heutigen Berlin. Es werden in dieser Gruppenausstellung »contemporary gallery« Werke von den folgenden Positionen präsentiert: Florian Froehlich, Renate Meißner, Heike Huismann, Isabella Siller, Ellen Wolter, Karin Scheucher, Matthias Trott und Matthias Merdan. Bisher präsentierte Florian Froehlich seine teilweise beleuchteten Acrylbilder und Holzskulpturen unter transparenten »Wänden« aus Plexiglas. Auch Froehlichs neue Werke von 2012 zelebrieren eine Anarchie der Materialien, nun öffnen sich die Kunstwerke dem Betrachter und zeigen sich ohne Plexiglas. Seine Neuentwicklungen bewegen sich zwischen farblicher Abstraktion und Faszination durch bildhauerische Elemente die mit in die Kunstwerke einfließen. Diese Position in der Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst in Berlin Mitte verlässt die malerische Bildebene und bannt den Blick des Betrachters auf Skulpturenelemente auf Leinwänden und Holzkästchen die zur Bühnenbildszenerie von Richard Wagners Parsifal verschmelzen könnten. Die auch den zentralen Konflikt von Florian Froehlichs Werken, die Spannung zwischen Individuum und Gruppe, ausdrucksstark abbilden. Die malerisch experimentelle Position von Renate Meißner zeigt sich ähnlich kreativ in der inhaltlichen Konzeptualisierung und auch hier liegt ein Schwerpunkt auf einer innovativen Oberflächengestaltung. Collagen und Malerei verschmelzen sinnlich zur zeitgenössischen Malerei die flirrend in der Stille der Galerieräume leuchten. Die Ölmalerei von Heike Huismann mit niederländischen Wurzeln präsentiert sich in subtiler Ästhetik sowie in einem historisch anmutenden Farbenreichtum wie bei dem Maler Fancisco de Goya und transportiert den Spannungsbogen zur figürlichen Malerei in ein gegenwartsbezogenes Galerieprogramm im Berliner Galerienviertel und mit einem hohen Verkaufserfolg. Die Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst hat sich für das kommende Jahr 2012 sehr viel für ihr neues Galerieprogramm vorgenommen. Verstärkt werden nun zahlreiche Künstler aus der »Neuen Leipziger Schule« von der Hochschule für Grafik und Buchkunst (www.hgb-leipzig.de) präsentiert. Ein weiteres Glanzlicht ist die Position von Isabella Siller im Galerieprogramm der Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst, denn diese Künstlerin vertritt in ihren Bildwelten eine zeitgenössische Haltung, als Mensch keine Tiere zu essen. Mit den beiden Ölbildern »I don`t eat animals I« und »I don`t eat animals II« setzt sie ihre Inhalte gekonnt in Szene. Die Tiere triumphieren über das Leben, schillernde Fliegen sitzen auf einem schönen weiblichen Gesicht und zwei graue Mäuse tanzen unbehelligt auf den Schultern eines Mannes. Die 12 neusten Werke der Position von Isabella Siller zeigen schon jetzt eine inhaltliche Reife für das Museum. Die betont figürliche Position aus der Frauenperspektive, die Ellen Wolters in ihren Bildwelten einnimmt, rekurriert auf Andy Warhols Farbwelten und ihre Auseinandersetzung mit der Werbeindustrie, verschiedenen Schrifttypen und dramatische Szenerien von brodelnden Konflikten der Geschlechterfrage. Ellen Wolter zeigt auch bei dem Werk: »bad boy III« eine kritische Haltung bezüglich der Geschlechterfrage. Die Mischtechnik von Acryl auf Leinwand lässt die Bildwelt von der Position Karin Scheuchers im szintillieren flimmernden Licht erstrahlen, denn diese Werke zeigen einen heftigen Spannungsbogen von der figürlichen Malerei über verschiedene Grade der Abstraktion bis hin zur gegenstandsfreien Zeichnung auf der Leinwand. Ihre Acrylbilder wie z.B. »Stigmata« (das Bild vom Flyer ist schon verkauft), »Verrückt«, »Magdalena« und »Paar I« haben eine warme Ausstrahlung, die Auflösung von den figürlichen Objekte, hin zur abstrakten Darstellung kommen mit einem Farbspecktrum von einem warmen Rotton und weiteren Naturfarben aus. Naturfarben mit weichen Holztönen benetzen die Figurengruppen des Bildhauers Matthias Trotts und sie stehen mit beschwingter Schönheit in den weiß getünchten Räumen der Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst in Berlin Mitte. Somit bietet die Brunnenstraße 150 auch eine Plattform für hochbegabte und studierte Bildhauer die filigrane Skulpturen mit Kettensägen kreieren. Aus diesem Grund bietet diese »contemporary gallery« jährlich einen neuen Kunstwettbewerb an. Der nächste Kunstwettbewerb 2012 der Achtzig-Galerie beginnt Ende März 2012 unter: www.kunstwettbewerb.com und achtzig-kunstwettbewerb.appspot.com. Überwältigend ist die höchst emotionale räumliche Wirkung der Karbon-Plastiken bei Matthias Merdan, die auf eine Transzendenz hinter dem Sichtbaren verweist. Doch bei der Vernissage »contemporary gallery« werden keine Karbon-Plastiken gezeigt, sondern seine eindrucksvollen Druckgraphiken mit einer klaren abstrakten Formensprache.

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