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Museumsausstellungen

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Foto: Stadt Nürnberg, Christine Dierenbach; Montage: Ralf Weglehner
Foto: Stadt Nürnberg, Christine Dierenbach; Montage: Ralf Weglehner

Cosima von Bonin / Claus Richter

Kunsthalle Nürnberg
Nürnberg | 15.02.2020-17.05.2020
Mit Cosima von Bonin (*1962 in Mombasa, Kenia) und Claus Richter (*1971 in Lippstadt) wurden zwei eng befreundete Künstler eingeladen, zusammen eine Ausstellung für die frisch sanierten Räume der Kunsthalle Nürnberg zu entwickeln. Eine gemeinschaftliche Einladung erscheint naheliegend, gehört doch die Kollaboration zum generellen Arbeitsprinzip von Cosima von Bonin und Claus Richter. Gerade Cosima von Bonin verfolgt seit Beginn ihrer künstlerischen Laufbahn Ende der 1980er-Jahre eine Strategie der kollektiven, in Netzwerken organisierten Kunstproduktion. Bewusst verschleiert sie eine dezidierte Autorenschaft und konterkariert damit die tradierte Vorstellung eines genialisch schöpfenden Künstlerindividuums. Ihre Kollaborationen nennt sie „Ich bin viele“ oder auch „Wir sind viele“ und tauscht die Rolle des einsamen Superstars mit jener der Zeremonienmeisterin, um in einem Ensemble aus Künstler*­innen und Kulturproduzent*innen etwas zu entwickeln, was der Autor und Theoretiker Diedrich Diederichsen einmal als „Cliquenkunstwerk“ bezeichnet hat. So steht auch die Ausstellung in der Kunsthalle Nürnberg für die Kollaboration zwischen Cosima von Bonin und Claus Richter und zugleich für ein verschlungenes Netzwerk aus persönlichen Freundschaften und Verbindungen. Skulptur, Wandbild, Fotografie, Film, Performance, Musikprojekte und bühnenhaft inszenierte Installationen: Die Arbeitsweise von Cosima von Bonin, die zu den wichtigsten zeitgenössischen Konzeptkünstler*innen gehört, ist gattungsübergeifend und ausgesprochen vielfältig. In ihrem Werk finden sich mannigfaltige Verweise auf Kunstgeschichte, Populärkultur, Musik, Mode und Handwerk. Immer wieder werden Alltagsobjekte verfremdet, indem Größenverhältnisse mani­puliert und deren Materialität verändert werden. Als eine wiederkehrende ästhetische Strategie lässt sich eine ins Groteske gewendete Monumentalisierung des Niedlichen bezeichnen. So nennt Cosima von Bonin beispielsweise ihre Soloshow im SculptureCenter in New York „Who’s Exploiting Who in the Deep Sea?“ (2016). Der Ozean dient ihr als organisierendes Leitmotiv für die Ausstellung, und in einer installativen Inszenierung präsentiert die Künstlerin textile Skulpturen und andere Werke, die sich mit Unterwasserwelt und Strandleben assoziieren. Ein Bademeisterhochstuhl, eine Strandbude und ein gigantischer Bikini prägen diese Parallelwelt ebenso wie diverse „Soft Sculptures“: ein blauer Plüsch-Hummer, eine farbenfrohe Quilt-Krake, ein manierlich am Pult sitzender Kuschel-Hai mit breitem Grinsen, zwei vorsichtig schauende Muscheln auf einer Kinderschaukel. Claus Richter arbeitet als konzeptueller Bildhauer an der Schnittstelle von Fantasie und Wirk­lichkeit, Schein und Sein, Imagination und Wissen. Sein Interesse gilt dabei vorranig den künst­lichen Welten der Unterhaltungsindustrie wie Themenparks, Film- und Theaterkulissen, die dem Publikum eine „verzauberte“ Realität vorspielen. Seine Installationen, Skulpturen, Zeichnungen, Videoarbeiten und Performances thematisieren die Unterhaltungskultur der Gesellschaft und den omnipräsenten Wunsch nach einer Entertainment-Welt „Larger than Life“. So entstehen im Ausstellungskontext immer wieder aufwendige Kulissenlandschaften, in denen Claus Richter jedoch nicht die perfekte Kopie einer Broadway/Hollywood/Disneyland-Ästhetik inszeniert, sondern das offensichtlich Handgefertigte, Gebastelte, Geklebte, Gesägte und Angemalte feiert. Gemeinsam ist Cosima von Bonin und Claus Richter die Fähigkeit poetische Parallelwelten zu erschaffen, in denen vieles rätselhaft sein darf. Anspielungen auf die westliche Konsumkultur finden sich ebenso wie differenzierte Verweise auf die emotionale, soziale und auch subversive Funktion von Kitsch und Groteske. Ihre vielfältigen Protagonisten dienen als Stellvertreter für menschliche Emotionen, Ängste und Konflikte. Cosima von Bonin gelingt wie Claus Richter der Spagat zwischen hintergründigem Humor und Melancholie, Weltflucht und Spektakel, Lethargie und Neugierde, Zugänglichkeit und Verschlossenheit....
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Foto: Käthe-Kollwitz-Museum Köln
Foto: Käthe-Kollwitz-Museum Köln

Berliner Realismus

Käthe-Kollwitz-Museum Köln
Köln | 10.10.2019-05.01.2020
Rau, ruppig und politisch unbequem: Die Berliner Kunst zur Kaiserzeit besitzt Sprengkraft. Von Wilhelm II. mit dem Verdikt der ›Rinnsteinkunst‹ belegt, widmen sich Künstler der Berliner Secession um 1900 erstmals dezidiert sozialen Themen. Sie begründen eine spezifisch berlinische Tradition des sozialkritischen Realismus, die in der Kunst der Weimarer Republik ihre konsequente Fortsetzung findet. Mit der Ausstellung BERLINER REALISMUS – VON KÄTHE KOLLWITZ BIS OTTO DIX spannt das Käthe Kollwitz Museum Köln einen zeitlichen Bogen von den 1890er bis zu den 1930er Jahren. Im Fokus stehen dabei Künstler wie Heinrich Zille, Hans Baluschek und Käthe Kollwitz, die die prekären Lebens- und Wohnverhältnisse der Arbeiterschaft, die durch die Industrialisierung stark angewachsen ist, zum Thema ihrer Werke machen. Einen drastischen Einschnitt stellt der Erste Weltkrieg dar. Die zweite Generation von Künstlern, die in der Ausstellung gezeigt werden – darunter Otto Dix, George Grosz und Otto Nagel – ergreift nicht etwa Partei für ›den kleinen Mann‹, sondern kritisiert in ihrem Werk grundsätzlich die gesellschaftlichen Missstände der Weimarer Republik....
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Foto: Bildwerk / Stiftung Topographie des Terrors
Foto: Bildwerk / Stiftung Topographie des Terrors

Fotografien der Verfolgung der Juden. Die Niederlande 1940-1945

Topographie des Terrors
Berlin | 30.10.2019-13.04.2020
Als die Wehrmacht die Niederlande im Mai 1940 überfiel, lebten dort 140.000 Juden. Die deutschen Besatzungskräfte griffen zu immer schärferen anti-jüdischen Maßnahmen. 107.000 Männer, Frauen und Kinder wurden in die nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslager deportiert. Mindestens 102.000 von ihnen wurden von der SS ermordet oder fielen mörderischen Arbeits- und Lebensbedingungen zum Opfer. Dies ist die erste Ausstellung zur Geschichte der Verfolgung der Juden während der deutschen Besatzungsherrschaft in den Niederlanden, in deren Fokus fotografische Zeugnisse stehen. Sie wurde vom NIOD Instituut voor Oorlogs-, Holocaust en Genocidestudies in Kooperation mit dem Joods Cultureel Kwartier / Nationaal Holocaust Museum i.o. und der Stiftung Topographie des Terrors erarbeitet....
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Foto: Haus der Photographie - Deichtorhallen
Foto: Haus der Photographie - Deichtorhallen

Baselitz Richter Polke Kiefer

Haus der Photographie - Deichtorhallen - Aktuelle Kunst
Hamburg | 13.09.2019-05.01.2020
Gemeinsam mit Götz Adriani, dem Kurator der Ausstellung, bereiten Deichtorhallen Hamburg in Kooperation mit der Staatsgalerie Stuttgart eine Präsentation zum Frühwerk von Georg Baselitz, Gerhard Richter, Sigmar Polke und Anselm Kiefer vor. Insgesamt rund 114 frühe Hauptwerke werden die spektakulären 1960er-Jahre in den Fokus nehmen. In diesem kreativen und produktiven Zeitraum haben alle vier Künstler die Grundlagen für ihren Erfolg gelegt, der sie in Deutschland wie auch im Ausland zu den bedeutendsten Vertretern der zeitgenössischen Kunstszene machte. Das internationale Interesse an dem Gütezeichen Made in Germany, das gepaart mit einer enormen Nachfrage bis heute unvermindert anhält, versteht sich keineswegs von selbst, denn die Kunst deutscher Herkunft stand im Laufe ihrer Entwicklung meist im Schatten italienischer, niederländischer oder französischer Vorbilder. Dieses Schattendasein auf dem europäischen Kunstparkett verkehrte sich geradezu in sein Gegenteil, als sich das Künstlerquartett aus Deutschland anschickte an die Spitze des globalen Rankings aufzusteigen. Abgesehen von Sigmar Polke, der 2010 verstorben ist, unterstützen Baselitz, Richter und Kiefer mit singulären Leihgaben aus ihrem Besitz die Ausstellung. Die intensive Auseinandersetzung der vier Künstler mit ihrer Zeit und deren unmittelbaren Vergangenheit wird in der Schau durch ein Zeitpanorama der politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Ereignisse – vom Wirtschaftswunder und dem geforderten Wohlstand für alle, bis zu den Studentenunruhen und der außerparlamentarischen Opposition ergänzt. Begleitet wird die Ausstellung von einer umfassenden Publikation Götz Adrianis, die ausführliche Gespräche mit den Künstlern über ihr Frühwerk und dessen besonderen Stellenwert beinhaltet, sowie zahlreiche Abbildungen und eine zeitgeschichtliche Dokumentation der 1960er-Jahre....
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Musicalübersicht

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Die Schöne und das Biest (Theater Lieberi)

Das Familienmusical
Wolf-Ferrari-Haus
Ottobrunn | nächster Termin 12.12.2019 16:00 Uhr
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The Music of Hans Zimmer & Others

A Celebration of Filmmusic
Rhein-Mosel-Halle Koblenz
Koblenz | nächster Termin 25.12.2019 19:00 Uhr
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Q-Revival Band
Q-Revival Band

Q-Revival Band

God Save the Queen
Gewandhaus Leipzig
Leipzig | nächster Termin 02.01.2020 20:00 Uhr
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The Sound of Hans Zimmer & John Williams

The Sound of Hollywood Symphony Orchestra & Choir
Gasteig München
München | nächster Termin 03.01.2020 19:30 Uhr
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Comedyübersicht

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Wolfgang Krebs (Foto: Gregor Wiebe, Carsten Bunnemann)
Wolfgang Krebs (Foto: Gregor Wiebe, Carsten Bunnemann)

Wolfgang Krebs

Geh zu, bleib da!
Kulturfabrik Roth
Roth | nächster Termin 07.02.2020 20:00 Uhr
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Foto: Werner Koczwara
Foto: Werner Koczwara

Werner Koczwara

Am Tag, als ein Grenzstein verrückt wurde
Renitenztheater Stuttgart
Stuttgart | nächster Termin 22.12.2019 19:00 Uhr
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Carolin Kebekus Pussyterror (Foto: Axel Klein)
Carolin Kebekus Pussyterror (Foto: Axel Klein)

Carolin Kebekus

Neues Programm
Rothaus Arena Messe Freiburg
Freiburg im Breisgau | nächster Termin 12.12.2019 20:00 Uhr
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Foto: Sarah Bosetti
Foto: Sarah Bosetti

Sarah Bosetti

Ich will doch nur mein Bestes
Lagerhalle Osnabrück
Osnabrück | nächster Termin 14.03.2020 20:00 Uhr
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Konzertübersicht

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Ray Wilson

Live 2016
Blues Garage
Isernhagen | nächster Termin 09.05.2020 21:00 Uhr
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Ozzy Osbourne (Foto: Live Nation)
Ozzy Osbourne (Foto: Live Nation)

Ozzy Osbourne

No More Tours 2
Westfalenhallen
Dortmund | nächster Termin 11.11.2020 19:30 Uhr
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Udo Lindenberg, Foto: Tine Acke
Udo Lindenberg, Foto: Tine Acke

Udo Lindenberg

Live 2020
Sparkassen Arena Kiel
Kiel | nächster Termin 21.05.2020 20:00 Uhr
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Foto: Martin Huch
Foto: Martin Huch

Heinz Rudolf Kunze

Einstimmig!
König Albert Theater
Bad Elster | nächster Termin 10.01.2020 19:30 Uhr
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Premieren

Premierenalle
Foto: Bernadette Grimmenstein
Foto: Bernadette Grimmenstein

After Midnight

Grillo Theater Essen

Essen | nächster Termin
14.12.2019 01:00 Uhr
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2084

Staatsschauspiel Dresden - Kleines Haus

Dresden | nächster Termin
14.12.2019 01:00 Uhr
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Badisches Staatstheater Karlsruhe, Foto: Felix Grünschloß
Badisches Staatstheater Karlsruhe, Foto: Felix Grünschloß

Das Privileg

Badisches Staatstheater Karlsruhe

Karlsruhe | nächster Termin
15.12.2019 01:00 Uhr
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Foto: Klaus Gigga
Foto: Klaus Gigga

Der goldene Drache

Semperoper - Sächsische Staatsoper Dresden

Dresden | nächster Termin
13.12.2019 18:00 Uhr
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Die aktuellen Blockbuster

Die Eiskönigin 2

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Fantasy
USA 2019
FSK: ab 0 Jahre
Das perfekte Geheimnis

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Komödie
Deutschland 2019
FSK: ab 12 Jahre
Hustlers

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Komödie
USA 2019
FSK: ab 12 Jahre
Joker

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Drama, Action
USA 2019
FSK: ab 16 Jahre
Die Addams Family

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Animation
USA 2019
FSK: ab 6 Jahre
Le Mans 66 - Gegen jede Chance

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Biographie, Drama, Action
USA 2019
FSK: ab 12 Jahre
Zombieland: Doppelt hält besser

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Komödie, Action, Horrorfilm
USA 2019
FSK: ab 16 Jahre
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im Kino
Rotschühchen und die sieben Zwerge

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Animation, Kinder-/Jugendfilm
Südkorea 2019
FSK: ab 6 Jahre
Maleficent: Mächte der Finsternis

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Fantasy
USA 2019
FSK: ab 12 Jahre
NEU
im Kino
Mucize 2 - Ask

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Drama
Türkei 2019
FSK: ab 6 Jahre
NEU
im Kino
Alles außer gewöhnlich

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Komödie
Frankreich 2019
FSK: ab 6 Jahre
Die schönste Zeit unseres Lebens

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Komödie
Frankreich 2019
FSK: ab 12 Jahre
Stephen Kings Doctor Sleeps Erwachen

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Horrorfilm
USA 2019
FSK: ab 16 Jahre
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Auerhaus

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Drama
Deutschland 2019
FSK: ab 12 Jahre
Shaun das Schaf - Der Film: UFO-Alarm

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Animation, Komödie
USA 2017
FSK: ab 0 Jahre
Unsere Lehrerin, die Weihnachtshexe

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Kinder-/Jugendfilm, Komödie, Fantasy
Italien 2019
FSK: ab 6 Jahre

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