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Theater Ingolstadt

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Schloßlände 1
85049 Ingolstadt
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Spielplan

Wege des Helden. Siegfred

Bonfire (Musik) und Donald Berkenhoff (Text)
30.03.2019
Großes Haus
Inhalt
Ein Mann erfindet sich selbst.Er kommt aus dem Herzen des Stahlgebietes. Er arbeitet in einer Schmiede, schafft sich sein eigenes Schwert. Dann macht er sich auf in die Welt der Götter seiner Väter und Vorväter. Als er zurückkommt, ist er ein anderer. Er hat die Totengöttin getroffen und mit einem Drachen gekämpft. Er hat mit einer Walküre geschlafen und ihr Treue geschworen. Er hat einen Schatz gewonnen. Und nun greift er nach der Macht. Er schreibt seine Biografie neu. Er verrät Freund und Feind und heiratet die Schwester des Königs der Burgunden. Aber die Behauptung, dass er unverletzlich sei, erweist sich als Lüge. Was von den anderen Geschichten stimmte eigentlich? Egal! Er wird als Held in den Sagenfundus eingehen. »Siegfried: Das ist die Nachtseite der Phantasie. Er schafft seinen eigenen Mythos und er geht dabei über Leichen. Seine Machtphantasien überlagern die realen Gegebenheiten. Wahrscheinlich weiß er selbst nicht mehr, wer er ist oder war. Er ist sein Produkt«, beschreibt der Autor seinen Helden. Das gesamte Nibelungen-Saga-Personal versammelt Berkenhoff um ihn. Island trifft Worms und Drama trifft Rockmusik. Auf der Suche nach einem geeigneten Stoff hat Donald Berkenhoff der Band Bonfire und Hans Ziller von den isländischen Schöpfungsmythen und der Edda erzählt. Eine Welt, geschaffen aus Feuer und Eis – da waren alle Feuer und Flamme. Das gemeinsame Projekt war geboren. Angelehnt an die alten nordischen Mythen wird der Nibelungenstoff neu erzählt und musikalisch interpretiert.

Donald Berkenhoff hat in Frankfurt am Main Germanistik studiert. In dieser Zeit hat er auch zur »Edda« und dem »Nibelungenlied« gearbeitet. Hebbels Drama »Die Nibelungen« hat er am Staatstheater in Karlsruhe inszeniert, wo er Oberspielleiter war. Seit 2011 ist Donald Berkenhoff stellvertretender Intendant, Regisseur und Dramaturg am Stadttheater Ingolstadt. Er inszenierte hier u. a. »Onkel Wanja«, »Eisenstein«, »Der gute Mensch von Sezuan«, »Der Fall der Götter« und »Wasted«.

Hans Ziller. Geboren in Eichstätt. Gitarrist, Songschreiber, Produzent. Er gründete seine Band Cacumen im Alter von 12 Jahren. 1986 wurde die Band in Bonfire umbenannt. Seit seiner Geburt lebt Ziller in Ingolstadt.

Bonfire. 1986 entstanden aus der Band Cacumen. Für ihr zweites Album »Fire Works« (1988) erhielten sie die Goldene Schallplatte. Darauf folgten eine ausverkaufte Europa-Tournee und erfolgreiche Konzerte in Nordamerika. Für Wes Cravens Horrorfilm »Shocker« spielten sie den Soundtrack ein. Nach vielen Alben und Tourneen produzierte Bonfire mit dem Stadttheater Ingolstadt die Rock-Oper »The Räuber« nach Friedrich Schiller. Die Band hat sich neu formiert – jetzt dabei: Hans Ziller (Gitarre/Backing Vocals), Alexx Stahl (Gesang), Frank Pané (Gitarre/Backing Vocals), Tim Breideband (Schlagzeug) und Ronnie Parkes (Bass/Backing Vocals). 2018 erschien das neue Album »Temple of Lies«.

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