Staatstheater Kassel, Foto: N. Klinger
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Staatstheater Kassel

Staatstheater Kassel, Foto: N. Klinger
Staatstheater Kassel, Foto: N. Klinger

Friedrichsplatz 15
34117 Kassel
Tel.: 0561 10 940
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Spielplan

Die Orestie

Aischylos
Schauspielhaus
Inhalt

Rache ist ein gutes Gefühl. Unzählige Tragödien, Romane und Filme beziehen aus der Lust an der Rache ihre Spannungsbögen. Auch in Aischylos’ Tragödientrilogie Orestie geht es um eine Verkettung von Gewalttaten, die gemeinhin mit dem Fluch begründet werden, der auf dem Geschlecht der Atriden lastet. Doch Aischylos lässt seine Figuren nicht »automatisch« handeln, sondern schafft eine Lücke: einen kurzen Moment der Reflexion vor der jeweiligen Tat. Das wirft die Frage auf, ob es nicht vielleicht besser wäre, nicht zum Mordwerkzeug zu greifen, sondern traurig zu sein über die bisherigen Toten. Doch das ist leider viel schwerer. Der Krieg um Troja ist zu Ende. Agamemnon, König von Mykene, kehrt nach zehn Jahren siegreich zurück. Doch seine Gattin Klytaimnestra bereitet nicht ein Fest vor, sondern ihre Rache. Agamemnon hatte nämlich auf Geheiß der Götter für seinen militärischen Erfolg ihre gemeinsame Tochter Iphigenie geopfert. Klytaimnestra, die sich im Einklang mit göttlichem Recht fühlt, erschlägt ihren Gatten mit der Axt – gemeinsam mit ihrem Geliebten Aigisthos. Orest, Agamemnons Sohn, kehrt aus der Fremde nach Hause und beschließt, seinerseits Rache zu üben. Er tötet Aigisthos und seine herbeieilende Mutter Klytaimnestra – und wird darauf von den Erinnyen, den Rachegöttinnen, heimgesucht. Die Göttin Athene, Schutzgöttin der Stadt Athen zu Aischylos’ Zeit, schlägt am Ende dieses Götter- und Menschenzwists ein gerichtsförmiges Verfahren vor, bei dem über Orests Strafe entschieden werden soll.

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