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SchauBurg Theater der Jugend, Foto: Digipott
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SchauBurg Theater der Jugend

SchauBurg, Foto: Digipott
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Franz-Joseph-Str. 47
80801 München
Tel.: 089 23337171
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Spielplan

Prinz Eisenherz-Teil 2

Hal Foster
SchauBurg Theater der Jugend
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Inhalt


Ein faszinierendes Projekt

Viele Generationen der Jungen sind durch die Comics von „Prinz Eisenherz“ zum freiwilligen Lesen verführt worden. In den 50/60iger Jahren wurden sie heimlich unter der Schulbank gelesen, bis der Lehrer die Comics einkassierte, um sie zuhause selbst zu lesen. So schlimm ist es heute zwar nicht mehr – auf beiden Seiten der Schulbank. Doch die Faszination, die diese Abenteuergeschichten auf Kinder ausüben, ist bis heute ungebrochen, wie die folgende Begebenheit aus dem Foyer der Schauburg eindrucksvoll unterstreicht: Ein 11jähriger Junge erspähte einen dicken Band von Prinz Eisenherz im Kassenraum der Schauburg, die dort als Leseexemplare für jeden Interessierten ausliegen. Unbemerkt von der Mutter schlich er sich, wie von unsichtbarer Hand magisch gezogen, zu den Bänden und begann, darin zu blättern. Es dauerte nicht lange und er verlor sich ganz darin. Seine Mutter rief ihn. Doch um den Jungen war es geschehen. Er war so tief in die Welt von König Arthur und Prinz Eisenherz eingetaucht, dass er Nichts und Niemanden mehr um sich herum wahrnahm. Seine Mutter, der Verzweiflung nahe, begann bereits zu schreien. Doch der Junge blätterte in dem Band Seite um Seite um, als ob es kein morgen mehr gäbe. Die Mutter, schon auf der Straße, musste zurückgehen und mit Nachdruck an die Scheibe der Kasse klopfen, um ihren Sohn aus den Fängen von Rittern, Riesen, Kobolden und Hexen zu befreien. Der Junge, von den Kanonenschlägen an der Scheibe jäh wieder in die Realität befördert, blickte für einen Moment völlig verstört und rannte dann, die Situation begreifend, seiner Familie hinterher. Das ist der Sog, dem viele Generationen von Kindern erliegen, sobald sie auch nur ein Heft dieser Abenteuersage in den Händen halten.

1937 erschien die soghafte Comicreihe zum ersten Mal in einer amerikanischen Zeitung. Der Kanadier Hal Foster hatte die Idee dazu und die Geschichten selbst bis weit in die 70iger Jahre hinein gezeichnet und geschrieben. Bis heute ist der Comic in 18 Sprachen übersetzt und in ca. 200 Zeitungen auf der ganzen Welt abgedruckt worden. Unzählige Veröffentlichungen in diversen Comicbänden kommen hinzu. Eine reizvolle Aufgabe für ein Theater, fand der Regisseur Peer Boysen und hat sich auf die Spuren von Prinz Eisenherz gemacht, um dessen Abenteuer in mehreren Teilen als großes Heldenepos für die Schauburg zu inszenieren.

Im Januar 2011 starteten wir das Projekt mit dem 1. Teil dieser Abenteuersaga, „Der Prinz von Thule“. Nun ist der 2. Teil dran, „Heldenträume“, und wir hoffen, einen Theatersog entwickeln zu können, der viele Menschen aus ihren kausalen Daseinszusammenhängen für 90 Minuten befreien kann.



Was bisher geschah

Nach der Vertreibung aus ihrer Heimat Thule flüchtet Familie Eisenherz nach Britannien. Eine Hexe orakelt dem Prinzen dort, dass er zwar die größten Abenteuer erleben werde, aber niemals sein Glück finden wird. Als die Mutter stirbt, schickt ihn der Vater fort. „Geeeh“, herrschte er ihn an. So hat die bis heute andauernde Lebensreise von Prinz Eisenherz ihren Anfang gefunden. Der Erste, dem er auf dieser Reise begegnet, ist Ritter Gawain, der ihn als Knappe mit auf Burg Camelot zu König Arthur nimmt. Schnell wächst in ihm der Wunsch, auch ein Ritter der dortigen Tafelrunde zu werden. Als die schöne Ilene hilfeflehend vor Arthur erscheint, verliebt er sich sofort in sie. Mit diesem Glücksgefühl im Herzen bietet sich für ihn die Gelegenheit, den versammelten Rittern der Tafelrunde einen Beweis seines ritterlichen Charakters zu erbringen: Zusammen mit Gawain will er Ilenes Eltern aus der Hand eines Menschenfressers, dem Unhold vom Sinstarwald, befreien.



Teil 2

Der zweite Teil beginnt damit, wie tollkühn Eisenherz Ilenes Eltern befreit. Doch die Freude über diese Befreiung und das Glück der ersten Liebe hält nicht lang. Nachdem er um Ilenens Hand beim Vater anhält, erfährt er, dass sie einem Anderen versprochen ist und niemals seine Frau werden kann. Tief verletzt treibt es ihn in einen martialischen Kampf mit dem Roten Ritter. So vom Liebesschmerz befreit, keimt in ihm die alte Frage auf: Wie wird man ein Ritter, ein Held? Da trifft er auf die beiden großen Sagengestalten des Mittelalters: La belle Morgan le Fay und Merlin. Ihr, die am Guten des Menschen zweifelt, fehlt der Glaube an Helden. Er, der die alte Zauberwelt bewahren will, glaubt an Helden und ein vorbestimmtes Schicksal. Da steht er nun, unser junger Prinz, und fragt sich, warum es so schwierig ist, das zu werden, was man will. Soll alles nur Schicksal sein? Kein eigener Wille? Viele Abenteuer später landet er schließlich in der Höhle der Zeit. Dort gerät er in einen aussichtslosen Kampf mit der Zeit, bis diese ihm einen Rat fürs Leben gibt: „Du musst an dich glauben und vorwärts schauen, nicht gegen mich kämpfen, sonst fällst du aus der Zeit!“

Eingebettet in die Sagenwelt des Mittelalters, wird auch der zweite Teil unseres Mehrteilers ein spannungsreiches Spektakel für alle Sinne. Fragen wie: Was ist „das Gute“ im Leben? Wie findet man es? Als Held? Als Ritter? Wie wird man das? werden dabei unaufdringlich zum Thema gemacht. Ein Muss für Alle, die mit den Grundfragen des Lebens zum ersten Mal in Berührung kommen oder nie von ihnen losgekommen sind.


Besetzung
Regie: Peer Boysen
Bühne und Kostüme: Peer Boysen
Musik: Portmanteau
Figurenbau: Mano Giesen
Video: Hans-Peter Boden

Es spielen
Markus Campana
Josephine Ehlert
Johannes Klama
Marion Niederländer
Thorsten Krohn
Wolfgang Cerny
Figurenspiel
Mano Giesen

Musiker: Taison Heiß und Greulix Schrank
von Portmanteau

Spieldauer 90 Minuten
Ab 11 Jahren

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