Opernhaus Zürich, Foto: Dominic Büttner
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Opernhaus Zürich

Foto: Dominic Büttner
Foto: Dominic Büttner

Falkenstrasse 1
8008 Zürich
Tel.: 044 268 66 66
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Spielplan

Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny

28.05.2021
19:30 Uhr
Opernhaus Zürich
Inhalt
Wer in Mahagonny keinen Spass hat, dem ist nicht zu helfen. Denn in der Paradiesstadt, die in der Oper von Bertolt Brecht und Kurt Weill errichtet wird, ist alles erlaubt. Genuss ohne Grenzen, Rausch bis zum Exzess. Fressen, Boxen, Saufen, Liebe machen – alles geht. Nur eines ist streng verboten: Am Ende nicht zahlen zu können. Diese Erfahrung macht der Glückssucher Paul Ackermann und kommt dafür auf den elektrischen Stuhl. Die Mahagonny-Oper von Brecht/Weill ist ein grossformatiger Bilderreigen aus der Werkstatt des epischen Musik-Theaters: anarchisch rumorend und gesellschaftskritisch ätzend. Kurt Weills scheinbar simple, aber immer doppelbödige Musik etabliert zwischen eingängigen Songs, hohem Opernton, Shimmy- und Foxtrott­ Adaptionen und Choralpersiflagen einen schrägen Schwung beim Tanz über dem Abgrund. Die Oper sei kulinarisch, schrieb Brecht, aber sie stelle das Kulinarische auch zur Diskussion. Sie greife die Gesellschaft an, die solche Opern benötige. Sie ist Oper und Anti-Oper zugleich und endet mit dem Untergang des «Du darfst»-Paradieses: Es erstickt an sich selbst. Seit der Uraufführung im Jahr 1930, die zu einem der grössten Skandale der Operngeschichte geriet, hat Mahagonny nichts von seiner Aktualität eingebüsst.Die Gesetze der menschlichen Glückseligkeit, die Paul Ackermann im Moment einer grossen Krise findet, lesen sich heute wie ein Hohelied auf den Turbokapitalismus des 21. Jahrhundert: «Nimm dir das Geld, du darfst es!»


Unsere Neuproduktion wird vom Brecht-erfahrenen Regisseur Sebastian Baumgarten in Szene gesetzt, der vor zwei Jahren am Opernhaus Zürich mit Wolfgang Rihms Hamletmaschine einen grossen künstlerischen Erfolg verzeichnete. Kann es für die schillernde Charakterrolle der Witwe Begbick eine attraktivere Besetzung geben als den Sopranstar Karita Mattila? Die finnische Grande Dame singt zum ersten Mal in einer Opernproduktion am Opernhaus Zürich und debütiert in der Partie der resoluten Stadtgründerin und Puffmutter. Die grossartige deutsche Sopranistin Annette Dasch gibt ihr Rollendebüt als Hure Jenny. Fabio Luisi dirigiert eines seiner Wunschstücke.
Besetzung
Musikalische Leitung: Fabio Luisi
Inszenierung: Sebastian Baumgarten
Bühne: Barbara Ehnes
Kostüme: Joki Tewes, Jana Findeklee
Lichtgestaltung: Elfried Roller
Video-Mitarbeit: Chris Kondek
Choreographische Mitarbeit: Kinsun Chan
Choreinstudierung: Janko Kastelic
Dramaturgie: Claus Spahn


Leokadja Begbick: Karita Mattila
Willy, der Prokurist: Michael Laurenz
Dreieinigkeitsmoses: Christopher Purves
Jenny Hill: Annette Dasch
Paul Ackermann: Christopher Ventris
Jakob Schmidt: Iain Milne
Heinrich, genannt Sparbüchsenbill: Cheyne Davidson
Josef, genannt Alaskawolfjoe: Ruben Drole
Tobby Higgins: Jonathan Abernethy
Tänzer: Laura Burgener, Juliette Rahon, Malou Meyenhofer, Rahel Merz, Benjamin Mathis, Evelyn Angela Gugolz, Steven Forster, Michal Czyz, Mathis Wagenbach, Yvonne Barthel

Philharmonia Zürich
Chor der Oper Zürich
weitere Termine in diesem Haus
Do.
13.05.
13:00 Uhr
Bertolt Brecht | Oper
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Sa.
15.05.
19:00 Uhr
Bertolt Brecht | Oper
Mi.
19.05.
19:00 Uhr
Bertolt Brecht | Oper
Sa.
22.05.
19:00 Uhr
Bertolt Brecht | Oper

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