Opernhaus Düsseldorf, Foto: Hans Jörg Michel
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Opernhaus Düsseldorf

Opernhaus Düsseldorf, Foto: Hans Jörg Michel
Opernhaus Düsseldorf, Foto: Hans Jörg Michel

Heinrich-Heine-Allee 16a
40213 Düsseldorf
Tel.: 0211 8925 211
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b.39

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Hans van Manen / Martin Chaix / Martin Schläpfer
12.04.2019
19:30 Uhr
Inhalt
DANCES WITH PIANO
Drei Paare. In klassischen Ronds de jambe kreisen die Tänzerinnen mit ihren Spitzenschuhen über den Boden. Alle bringen jedoch eine eigene Persönlichkeit mit – und schon eröffnet sich dieser geradezu simple, an eine einfache Übung erinnernde Beginn hinein in jene Welten, in die der niederländische Tanzschöpfer Hans van Manen immer wieder aufs Neue in seinen großartigen Werken eintaucht: das Aufeinandertreffen von Menschen, Frauen und Männern, stets auf Augenhöhe ihre Kräfte messend. Dass es bei den anfänglichen Paarkonstellationen nicht bleibt, ist klar. Wie im echten Leben tritt ein Dritter zwischen eine Verbindung, Beziehungen brechen auf, ein Spiel beginnt … Mit den 2014 mit sechs Solisten von Het Nationale Ballet Amsterdam uraufgeführten „Dances with Harp“ ist ein weiteres Meisterwerk Hans van Manens mit dem Ballett am Rhein zu erleben – in einer neuen Fassung als „Dances with Piano“ mit der jungen, preisgekrönten Pianistin Schaghajegh Nosrati.

ATMOSPHÈRES
„Ich kehre als Gast zurück, aber fühle mich hier zuhause“. Von 2009 bis 2015 war Martin Chaix Tänzer des Balletts am Rhein und kreierte mit „We Were Right Here!!“ sein erstes Stück für das Ensemble. Mit „Atmosphères“ schenkt der heute freischaffende Choreograph seinen ehemaligen Kollegen nun ein neues Ballett, dessen Titel er der gleichnamigen Komposition György Ligetis entlehnt. Seine Musikwahl ruft eine vielgestaltige Welt ins Leben: Ligetis „Atmosphères“ sowie Krzysztof Pendereckis „Intermezzo“ erscheinen Martin Chaix wie ein Orkan – eine dunkle, abstrakte Szenerie, die zwischen einer kontemplativen Spannung und heftigen Wucht hin- und herschwingt. Im Auge dieser Naturgewalt befindet sich dagegen eine unerwartete Ruhe: Zum Adagio cantabile aus Beethovens „Pathétique“ entfaltet sich ein Ort der Emotionen, in welchem die Sehnsucht nach vergangenen Zeiten schwebt. Eine Insel des Innehaltens und der Introspektion.

44 DUOS
44 Duos für zwei Violinen werden zu Auslösern von 44 Tänzen! Nach den musikalisch groß besetzten Balletten „Schwanensee“ und „Ulenspiegeltänze“ kehrt Martin Schläpfer zu der von ihm hochgeschätzten, intimeren Kammermusik zurück: Béla Bartóks 44 Duos, jene von Volksliedern und -tänzen inspirierten Miniaturen, die der Komponist eigentlich zu pädagogischen Zwecken schrieb, ohne an eine Aufführung zu denken. Einem Hochzeitslied folgt ein Wechselgesang, um im Anschluss Raum für eine slowakische Melodie zu bieten ... Es sind die scheinbare Naivität und der Geist dieser Stücke, die Martin Schläpfer faszinieren, ähneln sie doch den Übungen, die einen Tänzer ein Leben lang prägen: die Essenz der beinahe vergeistigen Arbeit eines jeden Künstlers, der sich auf sein Instrument konzentriert und täglich zunächst zum Einfachsten zurückkehrt.
Besetzung
DANCES WITH PIANO
MUSIK Vivo e giusto aus „Mouvements Eclatants“ von Carlos Micháns, Nr. 1 (Angelico), Nr. 2 (Lent) und Nr. 28 (Lent) aus „Música Callada“ von Frederic Mompou, Variation 1 & 11 aus den „Goldberg-Variationen“ BWV 988 von Johann Sebastian Bach sowie Prélude Nr. 4 von Heitor Villa-Lobos
CHOREOGRAPHIE: Hans van Manen
BÜHNE & KOSTÜME: Keso Dekker
LICHT: Bert Dalhuysen
EINSTUDIERUNG: Rachel Beaujean
KLAVIER: Schaghajegh Nosrati

ATMOSPHÈRES
MUSIK „Intermezzo“ von Krzysztof Penderecki, Adagio cantabile aus der Klaviersonate Nr. 8 „Pathétique“ von Ludwig van Beethoven und „Atmosphères“ von György Ligeti
CHOREOGRAPHIE & BÜHNE: Martin Chaix
KOSTÜME: Aleksandar Noshpal
LICHT: Franz-Xaver Schaffer

44 DUOS
MUSIK 44 Duos für zwei Violinen von Béla Bartók
CHOREOGRAPHIE: Martin Schläpfer
BÜHNE: Marcus Spyros Bertermann
KOSTÜME: Hélène Vergnes
LICHT: Franz-Xaver Schaffer
VIOLINEN: Dragos Manza, Catherine Ribes

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