Landestheater Altenburg, Foto: Stephan Walzl
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Landestheater Altenburg


Theaterplatz 19
04600 Altenburg
Tel.: 03447 58 51 60
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Spielplan

Oedipe

George Enescu
24.02.2019
18:00 Uhr
Inhalt
„Ah, besser, du würdest niemals ganz verstehen, wer du bist.“
Jokaste

Ödipus ist der Enthüllungskrimi in der griechischen Mythologie: Ein Orakel verkündet, dass der Sohn des Lajos seinen Vater töten und seine Mutter heiraten wird. Die entsetzten Eltern lassen den Neugeborenen mit zusammengebundenen Füßen in der Wüste aussetzen. Er wird aber von einem Hirten gerettet und nach Korinth gebracht, wo er als Sohn des Königs aufwächst. Als Ödipus das Orakel von Delphi aufsucht, wird auch ihm das Schicksal geweissagt, den Vater zu töten und die Mutter zu ehelichen. Um dem zu entgehen, flieht er von seinen vermeintlichen Eltern aus Korinth und trifft dabei auf seinen leiblichen Vater Lajos, den er nach einem heftigen Streit im Kampf tötet. Er befreit Theben von der grausamen Sphinx und heiratet die Witwe des Lajos, seine Mutter, mit der er vier Kinder zeugt. Anzeichen verdichten sich, dass sich der einstige Orakelspruch erfüllt haben könnte. Unerbittlich forscht Ödipus nach der Wahrheit. Als er die Zusammenhänge begreift, alles klar sieht, sticht er sich die Augen aus. Mit seiner Tochter Antigone begibt er sich auf eine lange Wanderschaft …

Die monumentale Komposition des Rumänen George Enescu (1881-1955) basiert auf den antiken Dramen Oedipus Tyrannos und Oedipus auf Kolonos von Sophokles, geht jedoch recht frei mit den Vorlagen um. So beginnt die Oper bereits bei Ödipus’ Geburt; eine besondere Bedeutung kommt auch dessen Begegnung mit der Sphinx zu. Oedipe wurde 1936 in Paris uraufgeführt und gilt als das Meisterwerk Enescus. Die Oper, so der Komponist, muss „ihren Schwung behalten. Kein Pathos, keine Wiederholungen, kein unnötiges Geschwätz. Die Handlung muss sich schnell entwickeln.“ Quelle seines Kompositionsstils ist die Volksmusik seiner rumänischen Heimat. Dies manifestiert sich in einer ständig changierenden Melodie, Harmonie und Klangfarbe, die den Hörer von Anfang bis Ende einnimmt.
 
Besetzung
Musikalische Leitung: GMD Laurent Wagner
Inszenierung: Kay Kuntze
Bühne, Kostüme: Duncan Hayler
Choreinstudierung: Holger Krause
Dramaturgie: Felix Eckerle

Besetzung
Laios: Timo Rößner
Iokaste: Béela Müller
Ödipus: Sébastien Soulès
Kreon: Johannes Beck
Theiresias: Kai Wefer
Hirte: Frank Ernst
Hohepriester/ Phorbas/ Wächter: Ulrich Burdack
Sphinx/ Merope/ Eine thebanische Frau: N. N.
Theseus: Alejandro Lárraga Schleske
Antigone: Miriam Zubieta

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